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Немецкий язык. Учебное пособие по практике устной речи-1

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Aufgaben

1.Äußern Sie Ihre Meinung über jede der dargestellten Jugendszenen. Diskutieren Sie darüber.

2.Beantworten Sie die Fragen:

Welche Motive hat man, wenn man sich einer bestimmten Jugendszene anschließt?

Welche von den Jugendszenen spricht Sie an, welche finden Sie abstoßend?

3.Gebrauchen Sie die Vokabeln aus der Wörterliste in Situationen oder schreiben Sie Beispiele damit.

4.Erzählen Sie über eine der Jugendszenen in Deutschland, benutzen Sie dabei die Informationen, die Sie zusätzlich gefunden haben. Es können auch nicht genannte Subkulturen sein.

5.Gestalten Sie mit Ihren Studienkollegen ein Rollenspiel: „Vertreter verschiedener Jugendszenen Deutschlands diskutieren über die Bedeutung ihrer Subkultur und versuchen den Anderen zu beweisen, dass ihre Subkultur die beste ist.“

6.Erzählen Sie über eine der russischen Jugendszenen.

7.Vergleichen Sie die Jugendszenen in Deutschland und in Russland. Was haben sie dabei gemeinsam, was unterscheidet sich?

8.Bereiten Sie ein Referat über eine der Jugendszenen in Deutschland oder in Russland vor. Tragen Sie es vor Ihren Studienkollegen vor.

9.Lesen Sie den Text „Jugendsprache – rasanter Wandel“.

Text 4. Jugendsprache – rasanter Wandel

Von Ann-Christin Doms

Diesen Sommer Zehentanga getragen? Und wie sieht es mit Vokuhila aus?

Nein, ist ja voll out of time.

Wer diesen Dialog von Teenagern hört, wird die Stirn runzeln. Doch dabei handelt es sich nicht um Vokabeln einer fremdländischen Sprache, sondern um die Jugendsprache.

Noch ein Beispiel:

Zwei Schüler sitzen im Café. Der eine sagt zu seinem Freund beunruhigt:

– Alter, Meyer hat mich in der Schule schon wieder beim Twixen erwischt.

Darauf meint der Andere:

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– Ach, die checkt doch nichts. Locker mal ab.1

Haben sie nichts verstanden? Nicht so schlimm. Auch die Generation der über 20-Jährigen kann sich keinen Reim auf dieses Gespräch machen.

Jugendsprache wird vernehmlich von Heranwachsenden unter 20 Jahren gesprochen. Mit dieser eigenen Sprache versuchen sich die Teenager von der Welt der Erwachsenen abzugrenzen. Dies ist ein normaler Prozess der Persönlichkeitsentwicklung. Jugendliche wollen eine gewisse Macht über die Eltern gewinnen. Mit ihrer eigenen Sprache haben sie etwas, was der Elterngeneration unzugänglich bleibt. Es gibt keinen Grund zur Sorge, denn die eigene Sprache dient nur der individuellen Abgrenzung der „Sprösslinge“.

Eine einheitliche Jugendsprache gibt es in Deutschland jedoch nicht. Eher kann man von Sprachstilen sprechen, die sich von Region zu Region und von Szene zu Szene unterscheiden.

Wer aber ein bisschen mehr von der Jugendsprache verstehen möchte, sollte ein Wörterbuch benutzen. Anfang des Jahres gab PONS sein siebtes Wörterbuch der Jugendsprache heraus. (PONS ist die weltberühmte Firma, die unter anderem Wörterbücher für Schule, Studium u. a. herausgibt). Das grüne Nachschlagewerk hilft bei der Übersetzung der Jugendsprache ins Hochdeutsche. In dem Wörterbuch finden sich 410 unzensierte Stichwörter von „abschimmeln“ (herumhängen) bis „Zehentanga“ (Flipflops), welche die PONS-Redaktion aus 19 000 Einsendungen von Schülern zwischen 11 und 18 Jahren heraussuchte. So erfährt man, dass „Vokuhila“ die Abkürzung für „vorne kurz, hinten lang“ ist und einen Mädchenhaarschnitt beschreibt.

Doch bei der praktischen Anwendung des Nachschlagewerks ist Vorsicht zu empfehlen: Fragt man einen Jugendlichen nach einem „Popelteppich“ (Taschentuch) oder einer „Ranzratte“ (Junge Person, die ihre Körperhygiene vernachlässigt), wird er wahrscheinlich nur große Augen machen. Diese Begriffe werden schon nicht mehr verwendet. Jugendsprache verändert sich sehr schnell. Was heute „in“ ist, kann morgen schon „megaout“ sein.

Wer meint, auf der Höhe der Zeit zu sein, um mit der jungen Generation mithalten zu können, der kann sein Wissen in dem

Jugendsprache-Quiz testen.

1“Ich wurde schon von Frau Meyer beim Rauchen erwischt“ „Ach, die bekommt doch nichts mit. Bleib mal ganz ruhig!“

(gekürzt)

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Wortschatzerläuterungen

Flipflop, der – сланцы, вьетнамки (pl.);

Heranwachsende, der/die – представитель подрастающего поколения;

herumhängen – болтаться без дела;

sich keinen Reim auf etw. (Akk.) machen – не разбираться в чем-л., не понимать что-л.;

mithalten mit jmdm./etw. (Dat.) – не отставать от кого-л.,

чего-л.;

Nachschlagewerk, das – справочное издание, справочное пособие;

die Stirn runzeln – морщить лоб в недоумении; Sprössling, der – отпрыск.

Jugendsprache-Quiz

1.Was ist Zehentanga? a) Socken

b) Sandaletten mit Riemen c) Flipflops

2.Nach der Party ist erst mal chillen angesagt. Das heißt, ihr...

a) ruht euch aus

b) beseitigt die Unordnung c) geht zur nächsten Kneipe

3.Alle halten Abstand, denn „Rüsselpest“ geht wieder um. Wer ist hier unterwegs?

a) Pickel

b) das unbeliebteste Mädchen der Schule c) Schnupfen

4.„Der Text war ja pille-palle“, sagt einer deiner Freunde nach der Mathearbeit. Dann war für ihn die Arbeit…

a) sehr einfach

b) nicht wichtig, weil er Mathe so oder so nicht mag c) ziemlich schwer

5.Alte „Alugurken“ sind besonders bei Studenten beliebt. Überall in der Stadt sind sie zu sehen. Aber was ist das?

a) ein Fahrrad

b) Cafés, in denen Studenten nach dem Seminar eine Tasse Kaffe trinken

c) eine Brille

6.Eine Freundin erzählt dir: „Mein neuer Kopfgänger sieht vielleicht süß aus!“ Wen findet sie so toll?

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a)ihren Masseur

b)ihren Hals-Nasen-Ohren-Arzt

c)ihren Friseur

Aufgaben

1.Schlagen Sie im Wörterbuch wenn nötig die Bedeutung der unten angeführten Vokabeln nach. Bilden Sie mit den Wörtern und Wortverbindungen Beispiele oder kleinere Situationen.

aus dem Jugendsprachelexikon: angepisst sein – verärgert sein; behaarte Bifi – kleiner Hund; checken – wahrnehmen, verstehen;

DVD schauen – Geschlechtsverkehr haben; Erzeugerfraktion – Eltern; Fünf-Finger-Rabatt – klauen; Gesichtspullover – Bart;

hacke – betrunken; ischig – zickig; Kieskneipe – Bank; labern – reden;

Münzmallorka – Solarium;

Nullchecke – eine nicht intelligente Frau; ödig – langweilig;

peilen – verstehen; quarzen – rauchen; real sein – ehrlich sein;

simsen – SMS schreiben; Taschendrachen – Feuerzeug; unterirdisch – ohne Niveau sein;

versumpfen – sehr lange auf einer Party bleiben; Wumme – Pistole;

zutexten – auf jmdn. (Akk.) einreden.

2.Beantworten Sie die Fragen:

Wie unterscheidet sich die Jugendsprache von der „Sprache der Erwachsenen“? Warum gibt es Jugendsprache?

Ist die Jugendsprache einheitlich?

Ist das Vorhandensein der Jugendsprachen positiv oder negativ? Wer hat Schwierigkeiten, die Jugendsprache zu verstehen

und warum?

3. Stellen Sie ein kleines Wörterbuch der russischen Jugendsprache zusammen. Führen Sie zu den russischen Stichwörtern ihre deutschen Äquivalente (in Ihrer Übersetzung) an. Bitten Sie

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Ihre Mitstudenten, Varianten der deutschen Entsprechungen zu finden. Besprechen sie, welche Variante am besten trifft.

4.Führen Sie in Ihrer Gruppe bzw. unter Ihren Studienkollegen eine Umfrage über die Orientierungen am persönlichen Umfeld durch. Besprechen Sie mit Ihren Kommilitonen die Ergebnisse der Umfrage, ziehen Sie Ihre Schlussfolgerungen.

Orientierung am persönlichen Umfeld

Schätzen Sie ein, wie wichtig in Ihrem Leben die folgenden Werte sind. Was würden Sie an den ersten, zweiten usw. … Platz stellen?

Halten Sie sich an das Redemittel und die Wörter im Kasten! Für meine Lebensgestaltung ist … von der wichtigsten Be-

deutung.

___________________________________________________________

Freundschaft – Eigenverantwortung – Kreativität – Sicherheit – Fleiß und Ehrgeiz – finanzielle Unabhängigkeit – Freizeit

Mitbestimmungsoder Entscheidungsrecht – Teamgeist

___________________________________________________________

5.Was haben Ihre Studienkollegen an den ersten Platz gestellt? Was auf den letzten? Was meinen Sie vom Wertesystem Ihrer Altersgenossen, finden sie es positiv oder negativ. Fallen die Ergebnisse mit Ihrer persönlichen Meinung zusammen? Besprechen Sie das mit Ihren Studienkollegen.

6.Welche Fragen würden Sie gern an Ihre Freunde und Bekannten stellen? Stellen Sie eine Liste der Fragen zusammen. Führen Sie Ihre eigene Umfrage durch, machen Sie Ihre Schlussfolgerungen und erzählen Sie darüber im Unterricht.

Hier finden Sie die Lösungen zum Jugendsprache-Quiz 1) c; 2) a; 3) c; 4) c; 5) a; 6) c.

Lesen Sie den Text „Jugend heute – Sprache und Werte“. Führen Sie die weiteren Aufgaben zum Text aus.

Text 5. Jugend heute – Sprache und Werte von Wilhelm Siemers

„Oberaffengeil!“ Wer denkt, hier habe er es mit aktueller Jugendsprache zu tun, ist auf dem Holzweg. Dieser Ausdruck von Entzückung ist bei heutigen Jugendlichen längst out und eher etwas für ihre Väter. Die deutsche Jugendsprache von heute ist weniger durch die Verwendung von exotischen Wörtern und

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durch Benützung einer „Fäkalsprache“ gekennzeichnet.

Die Sprache der Jugend ist heute keine Sondersprache einer bestimmten Gruppe, sondern der spielerische Umgang mit Sprache und Gesprächskontexten. Die Ausdrücke, die die jungen Leute benutzen, finden sie vor allem in den Medien. Angesagte Moderatoren bei den Musiksendern wie MTV oder VIVA sind Trendsetter der aktuellen Jugendsprache. Daraus basteln sich die Heranwachsenden etwas Neues – ihre eigene Sprache. So hat fast jede Jugendszene ihre eigene Ausdrucksweise, und der jeweilige Sprachstil der Jugendlichen ist abhängig vom kulturellen Hintergrund. Zu diesem Ergebnis kommt der Sprachwissenschaftler Peter Schlobinski.

Jugendsprache – Sprachund Werteverfall?

Diese Einschätzung ist relativ neu. Erst in den fünfziger Jahren begannen die Wissenschaftler in Deutschland mit der Erforschung der Jugendsprache. Doch das, was die Forscher damals herausfanden, gab ihnen Anlass zur Sorge: Sie sahen im Sprachgebrauch der Jugend einen Verfall der deutschen Sprache und verurteilten die Jugendsprache als den Jargon einer gesellschaftlichen Ranggruppe. Die Wissenschaftler gingen noch weiter: die Werte und die Weltanschauung dieser jungen Generation ließen sich mit der Welt der Erwachsenen nicht vereinbaren. Der Konflikt zwischen den Generationen wurde anhand des Sprachgebrauchs deutlich. Heute fällt das Urteil der meisten Forscher viel milder aus. Gab es in den sechziger und siebziger Jahren noch so etwas wie eine einheitliche Sprache der Jugend, die sich durch eine politische Haltung und eine kritische Auseinandersetzung mit der Elterngeneration beschreiben lässt, so seien die Sprachstile der Jugendlichen spätestens seit den achtziger Jahren und vollends seit den neunziger Jahren der Ausdruck einer vielfältigen Jugendkultur geworden, meint der Linguist Schlobinski. So gebe es weder einen Sprachverfall unter den Jugendlichen noch eine Auflösung der Werte. Neue Forschungen würden sogar zeigen, dass die deutsche Jugend heute klare Werte vertritt.

Shell Jugendstudie – ein stabiles Wertesystem

Die 15. Shell Jugendstudie ist zum Schluss gekommen, dass die jungen Menschen heute über ein stabiles Wertesystem verfügen. Obwohl sich die Zukunftsperspektiven aufgrund der Situation auf dem Lehrstellenund Arbeitsmarkt nicht verbessert haben, stellen sich die Jugendlichen den He-

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rausforderungen von Beruf und Familie. „Was auch auf sie zukommt – sie suchen eine Lösung und lassen sich dabei nicht entmutigen“, ist der Tenor der Studie. Vor dem Hintergrund der unsicheren Zukunft gewinne die Familie wieder stärker an Bedeutung. 72% der Jugendlichen sind der Meinung, dass man eine Familie brauche, um wirklich glücklich leben zu können. „Das eigene Elternhaus ist wieder zu einem Heimathafen der Jugendlichen geworden“, sagt Ingo Leven, einer der Mitautoren der Untersuchung. Dies habe damit zu tun, dass die Eltern heute viel mehr auf Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingingen als früher. Einen Konflikt zwischen Generationen gebe es nicht. Im Gegenteil: „Jugendliche haben heute größeren Respekt vor der älteren Generation“, heißt es in der Jugendstudie. Auch sprachlich komme es zwischen den Generationen heute zu keinen Missverständnissen mehr: Wenn Vater etwas „oberaffengeil“ findet, weiß Sohnemann, dass irgendetwas „megacool“ ist.

Worterklärungen

auf dem Holzweg sein – ошибаться; Entzückung, die – восторг;

Verfall, der – (постепенное) разрушение, упадок, падение, постепенная гибель;

Moderator/-in, der/die – ведущий(радио- илителепередачи),

телекомментатор, модератор;

Trendsetter, der – усиливающий (модные) тенденции; ausfallen – получаться, выходить;

Auseinandersetzung, die – разногласие, полемика, столкно-

вение;

Auflösung, die – распад;

stellen sich etw. (Dat.) – признавать, принимать; an Bedeutung gewinnen – приобретать значение; zukommen auf jmdn. (Akk.) – зд.: ожидать кого-л.; Heimathafen, der – родной очаг;

eingehen auf etw. (Akk.) – принимать во внимание, удовлет- ворять что-л.;

der Tenor – содержание, текст (документа, письма); Sohnemann, der – сыночек, сынок (разг).

Aufgaben

1. Gebrauchen Sie die Vokabeln aus der Wörterliste in Situationen oder schreiben Sie Beispiele damit.

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2. Beantworten Sie die Fragen

Wodurch war die Jugendsprache von Früher gekennzeichnet? Wie verstehen Sie den Ausdruck: “der spielerische Umgang

mit Sprache und Gesprächskontexten“?

Wer ist Trendsetter der Jugendsprache von heute? Finden Sie das positiv oder eher negativ?

Wie hat sich die Jugendsprache in den letzten 40–50 Jahren verändert? Warum?

Erklären Sie, was man unter dem Sprachverfall und unter der Auflösung der Werte verstehen kann?

Wie sind die Werte der Jugend von heute nach der Shell Studie?

3.Die Shell Studie hat eine sehr positive Entwicklung bei den Jugendlichen in Deutschland festgestellt. Wie ist Ihre Meinung über die Werte Ihrer Altersgenossen in unserem Land?

4.Führen Sie eine Diskussion mit Ihren Studienkollegen über das Thema „Welche Werte sind für meine Generation besonders aktuell? Gibt es keinen Generationenkonflikt oder ist er ewig? Wie kann man ihn überwinden?“ durch.

5.Erzählen Sie möglichst ausführlich über die Jugendsprachen, benutzen Sie die Informationen der beiden Texte, schlagen Sie auch in anderen Nachschlagewerken nach.

6.Übersetzen Sie ins Deutsche

Молодежный сленг представляет собой интереснейший лингвистический феномен.

Его существование ограничено не только возрастными рамками, что ясно из его номинации, но и социальными, про- странственными и национальными границами.

Расширение международных связей, увеличение контак- тов благодаря глобальному распространению сети Интернет, политическое объединение Европы способствуют самой актив- ной молодежной коммуникации.

Психологически данное явление можно объяснить следу- ющим образом: «дети» уже не хотят быть детьми, а «во взрос- лые» их ещё «не пускают».

В результате образуются молодежные субкультуры, как своеобразные социальные пространства, где собираются рав- ные по возрасту, статусу, социальному положению и роду за- нятий юноши и девушки.

Такие объединения способствуют выработке ими своего собственного языка на основе их родного языка, на котором говорят все граждане страны.

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Такой язык позволяет «отдалить» тех, кого представители данной субкультуры считают чужими, и «сплотить» тех, кого они считают своими.

В категорию чужих они относят, прежде всего, взрослых и представителей других молодежных субкультур.

7. Für die Kühnen gibt es noch einen Jugendsprache-Quiz. Es geht dabei um die Sprache der deutschen Schüler. Versu-

chen Sie zu erraten, welche Etymologie Problemwörter haben. Wenn es zu schwer ist, schlagen Sie die Lösungen im Schlüs-

sel nach.

1)In der Schule stößt du immer wieder auf neue Gesichter. Einige Keulen sind auch dabei. Was verbirgt sich hinter dem Begriff?

a) Echt widerliche Menschen, bloß schnell weg hier!

b) Damit sind die hübschen Mädels gemeint, die leider immer seltener werden.

c) Keulen sind Leute die einen überaus breiten Oberkörper haben.

2)Du bist schon mehrere Male als Homie bezeichnet worden...

Wie schätzen dich deine Freunde ein?

a) Sie meinen, du seiest ein Stubenhocker. b) Ein Homie fühlt sich überall zu Hause. c) Für sie bist du einfach ein guter Freund.

3)In der Pause jongliert ihr immer mit dem Fußball. Heute fehlt dem Spiel aber einfach der Flow. Was ist damit gemeint?

a) Der Flow heißt normalerweise Florian und hat heute keine Zeit.

b) Da keine Tricks gelingen, fehlt die Ästhetik.

c) Es sind keine Zuschauer da, weil der Mathelehrer wieder mal überzieht.

4)Bei dem neuen Religionslehrer gibt es einiges zu ömmeln. Was versteht man darunter?

a) Das bedeutet, dass die Schüler viel Arbeit haben. b) Die Schüler schimpfen viel.

c) Es gibt etwas zu lachen.

5)Bei den Kids ist zurzeit simsen große Mode. Im Klartext heißt das:

a) Versenden von Nachrichten (SMS) per Handy.

b) Herumgeben von Papierzetteln während des Unterrichts. c) Tuscheln und gegenseitiges Anmachen unter der Stunde.

6)Foliengriller, Balkonraucher und Warmduscher gelten bei Jugendlichen als:

a) Mathelehrer

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b)Pflichtbewusste Menschen

c)Schwächlinge

7)Schon wieder den Bus nach Hause verpasst. Dann ist halt Hitchen angesagt! Was unternimmt man dabei?

a) Man trampt nach Hause. b) Man rennt nach Hause.

c) Man schlendert nach Hause.

8)Abseits des Pausenhofs sieht man öfters mal einen Komposti laufen. Wer/was ist damit gemeint?

a) Sehr umweltbewusste Menschen, die sprichwörtlich den „grünen Daumen“ besitzen.

b) Ein Außenseiter.

c) Jemand, der kein Jugendlicher mehr ist.

Lesen Sie den Text „Blogs – die neue Gedankenfreiheit“, Führen Sie die weiteren Aufgaben zum Text aus.

Text 6. Blogs – die neue Gedankenfreiheit

Ein Weblog wird meist abgekürzt Blog genannt und ist ein digitales Journal. Es wird am Computer geschrieben und im World Wide Web veröffentlicht. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als bloggen bezeichnet. Die Begriffe „Blog“ und „bloggen“ und ähnliche haben im allgemeinen Sprachgebrauch Eingang gefunden und sind in die bekannten Wörterbücher wie Duden und Wahrig eingetragen. Die sächliche Form (‚das Blog‘) wird dort als Hauptvariante und die maskuline Form (‚der Blog‘) als zulässige Nebenvariante genannt.

Die ersten Weblogs tauchten Mitte der 1990er Jahre auf. Sie wurden Online-Tagebücher genannt und waren Webseiten, auf denen Internetnutzer periodisch Einträge über ihr eigenes Leben machten. Ab 1996 wurden spezielle Services eingerichtet, die Internetnutzern auf einfache Weise das Erstellen eines eigenen Weblogs ermöglichten. Solche Seiten wiesen ab Ende der 1990er Jahre ein schnelles Wachstum auf. Der amerikanische Wörterbuchverlag Merriam-Webster wählte die Kurzform „Blog“ sogar zum Wort des Jahres 2004.

Mittlerweile werden vorgefertigte Seiten im Internet für die Blogger angeboten, wo man einen Besucher mit dem folgenden Text willkommen heißt: Ein Blog ist eine bedienerfreundliche Website, auf der Sie schnell und kostenlos Ihre Ideen, Informationen und mehr veröffentlichen und sich mit anderen austauschen können.

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