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Немецкий язык. Учебное пособие по практике устной речи-1

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Fortschritte, aber auch noch zu erwerbende Fertigkeiten auflistet. Wegen des Individualförderungs-Anspruchs im Rahmen des anthroposophischen Pädagogik-Verständnisses und mangels Zensuren ist ein „Sitzenbleiben“ nur möglich, wenn sich im Gespräch zwischen Lehrern, Eltern und Schüler herauskristallisiert, dass der Gesamt-Entwicklungsstand des Schülers dem der nächstniedrigeren (oder auch nächsthöheren) Klasse entspricht.

Das Fehlen von Zensuren führt zu einer hohen Durchlässigkeit der Schüler von der 4. Klasse in die höheren Klassen. Die Entscheidung wird für den weiteren Bildungsweg auf etwa die 9. Klasse verlegt.

Lernbehinderte Kinder, also auch Kinder mit Entwicklungsstörungen, werden in den im gesamten Schulbetrieb integrierten „Sonderklassen“ unterrichtet. Aber ein Kind, welches beispielsweise erst mit 12 oder 14 Jahren in seiner Entwicklung an das Niveau Gleichaltriger herankommt, kann im Wechsel von der Sonderklasse in eine „normale“ Klasse seine früher vorhandenen Entwicklungsdefitzite hinter sich lassen und nach seinen Möglichkeiten an den Bildungschancen bis hin zum höchsten Schulabschluss partizipieren.

Grundprinzipien der Walddorfschule sind:

Mehr praktische Arbeit (Handwerk, Landwirtschaft mit Pferd und Pflug usw.)

Mehr musisch orientierte Fächer

intensivere Schulgemeinschaft; Selbstverwaltung, Integra-

tion

Klassenfahrten mit Praktikumscharakter

Schauspiel als fester Bestandteil der Ausbildung u. a.

Einer der Hauptkritikpunkte am System der Waldorf-Pä- dagogik besteht darin, dass Schüler nicht auf das „tatsächliche harte“ Leben vorbereitet werden. Dies beinhalte auch den Druck von Lehrern und Mitschülern, Bewertung durch Zensuren, Förderung von lernschwachen und lernstarken Kindern.

Da der Staat die Waldorfschulen und andere Schulen in freier Trägerschaft, wie andere freie Schulen, nur teilfinanziert, erheben Waldorfschulen einen monetären und praktischen Elternbeitrag. Dies erhöht natürlich den positiven und auch negativen Einfluss auf die Schule, wie auch die „Abhängigkeit und Objektivität“ der Lehrer.

(www. de. wikipedia.org.wiki)

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Aufgaben

1.Erklären Sie die Bedeutung der Wörter und Wortfügungen aus dem Text: partizipieren, heikel, leere Worthülse, ein monetärer Elternbeitrag, eine einkommensorientierte Institution, protegieren.

2.Äußern Sie Ihre Meinung über die Schulen mit WaldorfPädagogik.

Was ist in der Konzeption der Pädagogik dieser Schulen positiv, was halten Sie für negativ?

3.Was meinen Sie: Spornen die Zensuren die Schüler an? Begründen Sie Ihre Meinung. Diskutieren Sie miteinander darüber.

4.Besprechen Sie mit Ihrem Partner die Grundprinzipien der Walddorfpädagogik, gebrauchen Sie dabei die Redemittel:

Ich stimme dir zu.

Ich teile deine Ansicht, dass...

Ich stimme mit dir darin überein, dass...

Diese Meinung halte ich für richtig. Ich schließe mich deiner Meinung an. Ich bin anderer Meinung.

Ich teile nicht deinen Standpunkt.

Ich bin mit deiner Feststellung nicht einverstanden. Dir kann ich nicht zustimmen.

5.Informieren Sie sich mit Hilfe der Nachschlagewerke über die Alternativschulen in Russland. Erzählen Sie darüber.

6.Erzählen Sie kurz über die Waldorfschulen. Vergleichen Sie die Pädagogik der Waldorfschulen mit der Pädagogik von Alternativschulen in Russland.

Wortschatzerläuterungen abarbeiten – отрабатывать;

sein Pensum abarbeiten – отрабатывать задание (урок); ablegen – избавляться от чего-л.;

seine orthographischen Fehler ablegen – избавляться от ошибок в орфографии;

Abwechslung, die

Abwechslung in die Stunde hineinbringen – вносить разно-

образие в урок;

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Abwechslung in der Arbeitstechnik – разнообразиевприемах работы;

die Aktionsformen des Lehrens – активные формы обучения, sich (Dat.) etw. aneignen: усваивать что-л.;

sich (Dat.) eine Fähigkeit aneignen – овладевать умением; Aneignung, die:

gründliche / dauerhafte Aneignung – прочное усвоение; produktive / rezeptive Aneignung – продуктивное (рецептив-

ное) усвоение;

die Aneignung des Sprachmaterials – усвоение языкового материала;

Anforderungen pl – требования;

die Anforderungen herabmindern – снижать требования; die Anforderungen stellen – предъявлять требования;

den Lehrstoff auffassen – воспринимать учебный материал; Fähigkeiten ausbilden – 1. развивать способности; 2. выра-

батывать умение;

in fasslicher Form darbieten – излагать в доступной форме; zur Denkschulung beitragen – способствовать развитию

мышления; Eingehen, das:

individuelles Eingehen – индивидуальный подход; Eingehen auf die Besonderheiten des Schülers – учет

особенности учащегося;

Fassungsgabe, die; Fassungskraft, die – познавательная способность;

Fertigkeit, die – навык;

mit großer Fertigkeit – свободно (бегло);

sich (Dat.) eine Fertigkeit aneignen – овладевать навыком; eine Fertigkeit erlangen – приобретать навык;

eine Fertigkeit erlernen – овладевать навыком; eine Fertigkeit festigen – закреплять навык; eine Fertigkeit verlieren – утрачивать навык;

eine Fertigkeit vervollkommnen – совершенствовать навык; Fertigkeitserwerb, der – овладение навыком; Gedächtnisschulung, die – тренировка памяти;

sich in das Gelesene hineindenken – вдумываться в прочи-

танное;

Stoff, der – материал;

den Stoff festigen – закреплять материал;

den Stoff reproduzieren – воспроизводить заученный мате- риал;

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verankern – закреплять;

im Gedächtnis verankern – закреплять в памяти; Verfahren, das – прием, метод; способ; Wahrnehmung, die – восприятие;

(un)willkürliche Wahrnehmung – (не)произвольное восприятие;

Wahrnehmungsprozess, der – процесс восприятия; Zensierung, die – оценка;

zensieren, bewerten – оценивать ответ;

die Antwort zensieren, bewerten – оценивать ответ; Zwischenkontrolle, die – предварительный/промежуточный

контроль (знаний).

Aufgaben

1.Schreiben Sie ein kurzes Referat zum Thema „Vervollkommnung des Bildungsprozesses in der Schule“. Verwenden Sie dabei die vorstehenden Wortschatzliste.

2.Diskutieren Sie mit Ihren Studienkollegen über dieses Thema.

3.Äußern Sie sich zum Problem: Wie kann man Ihrer Ansicht nach die Leistungen der Schüler erhöhen?

4.Lesen Sie den Text „Handy Klingeln im US-Unterricht…“ und erfüllen Sie anschließend die Aufgaben zum Text.

Text 9. Handyklingeln im US-Unterricht...

Kieler Schüler sammelten Erfahrungen über das Leben ihrer Altersgenossen an der Partnerschule der Käthe-Kollwitz-Schule in Pretty Prairie, Kansas.

Dreizehn Mädchen und Jungen der 10. und 11. Klassen der Käthe-Kollwitz-Schule, hatten in diesem Spätsommer Gelegenheit, einmal amerikanische Schulluft zu schnuppern. Das war jedenfalls, wenn sie keine Ausflüge mit dem klapprigen, gelben schuleigenen Bus gemacht haben – genau so einem, wie man ihn aus amerikanischen Filmen kennt.

Der Kieler Jan-Philipp Duda erzählte: „Mich hat ziemlich gewundert, dass eine amerikanische Schülerin in der Englischstunde ihr Handy einschalten durfte und für jeden sichtbar eine SMS schrieb. Wir wurden regelrecht neidisch, denn bei uns konfiszieren die Lehrer ein klingelndes Handy sofort. Für die Lehrer der Pretty Prairie Highschool dagegen gehört das zum Schulalltag, so scheint es jedenfalls.“

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Wenn die amerikanischen Altersgenossen der deutschen Kinder in Kansas abends zu spät ins Bett gehen, kommt es tatsächlich vor, dass einige den Schlaf morgens unter den Schulbänken nachholen. Als Kopfkissen benutzen sie die Bücher. Das hätten die deutschen Schüler nun nicht gedacht. Aber es ist wohl fraglich, ob die Inhalte so schneller in den Kopf gelangen. Mündliche Noten gibt es dort zwar keine, aber man kann sich trotzdem kaum vorstellen, dass sich dies nicht auf die Endjahresnote auswirkt.

Die Austauschschülerin Laura Cordes aus Kiel berichtete: „Einen sehr positiven Eindruck bekamen wir vom Verhältnis

zwischen Schülern und Lehrern. Es war immer freundlich, sogar freundschaftlich. Bei uns gibt es im Unterricht viel öfter eine angespannte Atmosphäre.

Die amerikanischen Freunde haben auch nicht unter der Bürde zu vieler Hausaufgaben zu leiden. Wenn nachmittags und abends keine Zeit dafür ist, dann macht man sie eben morgens in der Schule. Dafür gibt es jeden Morgen extra eine Schulstunde von 8 bis 9 Uhr. Wenn es jedoch unbedingt sein muss, setzen sich die Schüler abends gemütlich auf das Sofa vor dem Fernseher, in dem gerade Football, „Friends“ oder eine andere Lieblingssoap ausgestrahlt wird und erledigen die Aufgaben nebenher.“

Einige Tage lang durften die Kieler Schüler in das für sie unbekannte Schulfach „Parenting“ hineinschnuppern. In dieser Stunde werden die Jugendlichen auf ihre Rolle als Eltern vorbereitet. Sie lernen dort zum Beispiel das Wickeln am Modell einer Puppe, Bügeln und Verhaltensregeln gegenüber ihren Kindern.

Daniel Missal, einer der Käthe-Kollwitz-Schüler erlebte einmal Folgendes: „Die Lehrerin stellte einem Schüler ihren Computer zur Verfügung, woraufhin dieser sofort begann, im Internet zu surfen. Die Lehrerin Mrs. Mead ging dann sogar mit der zweiten Schülerin hinaus, um Flyer für das am Abend bevorstehende Volleyballturnier zu kopieren. Diese freie Gestaltung des Unterrichts hat uns doch sehr verwundert.“

Die Besonderheiten der Pretty Prairie Highschool lassen sich sicherlich nicht auf alle Schulen Amerikas übertragen, denn in diesem großen Land gibt es viele unterschiedliche Schulen mit vielen unterschiedlichen Regeln.

Malena Kittmann und Marieke Thomsen sagten:

„Wir erlebten während unseres Aufenthalts einiges Ungewohntes, aber hatten somit auch eine tolle Zeit mit neuen Freunden in einer ungewöhnlichen Schule.“ (www.kn/online.de/htm/dauer/lok/zisch/zisch2003/html/ein_blick_in)

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Aufgaben

1.Welchen Eindruck macht auf Sie die Ordnung in der amerikanischen Schule in Pretty Prairie?

2.Vergleichen Sie diese Umstände mit der Situation in russischen Schulen.

3.Gestalten Sie ein Rollenspiel: „Russische Schüler in einer amerikanischen Schule“. Verteilen Sie die Rollen so, dass nicht nur die Situation beschrieben wird, sondern auch die Meinung darüber der amerikanischen und der russischen Schüler zum Ausdruck kommt. Geben Sie auch den Kommentar eines russischen und eines amerikanischen Pädagogen.

4.Diskutieren Sie über die Fragen: Welche Rolle spielt die Disziplin im Unterricht?

5.Lesen Sie den folgenden Artikel und erzählen Sie ihn deutsch nach. Äußern Sie Ihre Meinung zu den dargelegten Informationen.

Text 10. Школьники получат 12 лет

Вчера коллегия Министерства образования одобрила идею перехода российских школ на 12-летнее обучение. И хотя окончательное решение может быть принято правительством примерно через год, уже сейчас ясно, что оно будет положи- тельным. Дети, родившиеся в 1991 году и позже, будут учить- ся 12 лет. А поступать в школу придется с шести лет.

О возможности введения 12-летнего среднего образования в России говорят уже несколько лет. Сторонники этой идеи счи- тают, что, увеличив срок обучения, удастся уменьшить учебную нагрузку, которая за последние годы выросла в полтора раза. Например, еслираньшеученикичетвертых-восьмыхклассовза- нимались около 24 часов в неделю, то теперь примерно 31 час.

И это, естественно, не лучшим образом сказывается на их здоровье. По данным НИИ гигиены и профилактики заболе- ваний детей, подростков и молодежи, в среднем лишь 10% выпускников школ абсолютно здоровы. Примерно 45–50% школьников страдают хроническими заболеваниями, а 15% имеют нервно-психические отклонения, вызванные как раз увеличением учебных нагрузок.

Переход на 12-летнее среднее образование мог бы решить и другую проблему. Как известно, в большинстве стран (Испа- ния, Франция и проч.) в школах учатся 12, а в таких, как Ита- лия, Швеция и Германия, – 13 лет. Менее чем в четверти всех

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стран(срединихиРоссия) школьноеобразованиерассчитанона 10–11 лет. По этой причине многие западные вузы не признают российских документов о среднем образовании. Правда, Россия собирается присоединиться к конвенции ЮНЕСКО о взаимном признании дипломов. Но и в этом случае проблемы останутся выпускникам11-летокиз-заразницывсрокахобучениявсерав- но придется письменно доказывать, что содержание пройден- ных ими учебных программ не отличается от западных. Когда Россияперейдетна12-летнююсистемуобразования, доказывать ничегонепридется, инашишкольникисмогутпоступатьвзару- бежныйвузнаобщихоснованиях. Затоспереходомна12-летнее школьноеобразованиевозникнетдругаяпроблема. Впоследнем классе примерно треть мальчиков достигнет призывного воз- раста. Минобразования пока только готовится к официальным переговорам с Минобороны об увеличении призывного возраста до 19 лет. По словам одного из чиновников Минобразования, в неофициальных беседах «оборонщики» высказывают опасение, что к моменту призыва половина будущих защитников Родины переженятся и обзаведутся детьми. Впрочем, Минобразования не теряет надежды договориться с Минобороны до введения 12- летнего образования. Произойдет это не раньше чем через два года. К этому времени все начальные школы, в которых обуче- ние длилось три года, перейдут на четырехлетнюю программу. Именносдетей, закончившихк2001 годучетыреклассаначаль- ной школы, и начнется реформа. Для получения аттестата зре- лости им первым придется учиться в общей сложности не 11, а 12 лет. А обязательное среднее образование, дающее право на поступлениевтехникумыилиПТУ, ониполучатуженеза9 лет, как сейчас, а за 10. И лишь дети, родившиеся до 1991 года (то есть успевшие к 2001 году закончить хотя бы пять классов), бу- дут учиться как прежде максимум 11 лет.

(„Коммерсантъ-daily“, 27.01.1999)

Aufgaben

1.Vergleichen Sie die Angaben des Artikels mit der gegenwärtigen Situation in der russischen Schule.

2.Welche Vorund Nachteile hat die 12-jährige Schule in Russland?

Wortschatzerweiterung zum Thema Lehrer

Hospitation, die – посещение занятий учителя (с целью обмена опытом, контроля);

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gegenseitige Hospitation – взаимопосещение уроков;

die Hospitationsauswertung – анализ посещенного урока; hospitieren – посещать урок;

kognitive Einstellung zu etw. (Dat.) – познавательная на-

правленность (установка на что-л.); Maß, das – критерий;

eine Unterrichtsstunde nachbesinnen – анализировать ре-

зультаты урока; Plan, der – план;

einen Plan aufstellen, erstellen – составлять план; einen Plan gutheißen – одобрять план;

die Pläne aufeinander abstimmen – согласовывать планы; die Qualifikation des Lehrers überprüfen – переаттестовы-

вать учителя;

die Schule umgestalten – реформировать школу.

Aufgaben

1.Formulieren Sie Vorschläge: Wie kann man den Lehrer fördern, um den Bildungsprozess zu vervollkommnen? Benutzen Sie dabei die Wörter und Wendungen aus den vorstehenden Wortschatzerläuterungen.

2.Können Sie die Rolle des Lehrers während Ihrer Schulzeit mit konkreten Beispielen illustrieren? Gebrauchen Sie folgendes Sprachmaterial:

Ich erinnere mich an ...

Einen großen Eindruck hat auf mich ... gemacht.

Sein (ihr) Äußeres ... Sein (ihr) Verhalten ...

Jedes Mal war ich auf ... gespannt.

3. Besprechen Sie mit Ihren Studienkollegen die Rolle des Lehrers im Ausbildungsprozess. Gehen Sie dabei auf die Fragen ein:

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten muss ein Lehrer haben?

Wie müssen die Aufgaben des Lehrers sein, um die Schüler zum weiteren Lernen zu motivieren?

Hat der Lehrer Schuld, dass die Schüler ihr Interesse zum Lernen in der mittleren Stufe verlieren?

Welche Rolle spielen die vom Lehrer erteilten Zensuren im Lernprozess?

Was verstehen Sie unter gutem Unterricht eines talentierten Lehrers?

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TEIL II. BERUFSAUSBILDUNG

Lesen Sie den Auszug aus „Tatsachen über Deutschland“ und informieren Sie sich über die Berufsausbildung in Deutschland. Benutzen Sie dabei die Wortschatzerläuterungen. Erfüllen Sie anschließend die Aufgaben zum Text.

Text 1. Berufsausbildung

Duales System

Die weitaus meisten Jugendlichen in Deutschland – rund 70 Prozent eines Altersjahrgangs – erlernen nach Beendigung der Schule einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf im so genannten dualen System, in dem die fachtheoretischen Ausbildungsinhalte in Berufsschulen vermittelt werden und die praktische Berufsausbildung durch unmittelbares Lernen am Arbeitsplatz oder in speziellen Ausbildungswerkstätten stattfindet. Diese Kombination von Theorie und Praxis garantiert die international anerkannte hohe Qualifikation der deutschen Handwerker und Facharbeiter.

Die Ausbildungsberufe im dualen System werden in enger Zusammenarbeit von Bund, Ländern und den Sozialpartnern festgelegt. Die Inhalte der Ausbildung orientieren sich an den Anforderungen des Arbeitsmarkts und sichern durch eine umfassende fachtheoretische Qualifizierung die berufliche Mobilität der Jugendlichen.

Je nach Beruf dauert die Ausbildung zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Der Ausbildungsbetrieb zahlt den Auszubildenden eine Vergütung. Finanziert wird das duale System von den Betrieben (Ausbildungsvergütung) und vom Staat (Kosten für die Berufsschule). Das duale System unterscheidet sich von der rein schulischen Ausbildung, wie sie in vielen Staaten für die berufliche Ausbildung üblich ist, durch zwei charakteristische Merkmale: Gelernt wird an drei bis vier Wochentagen im Betrieb und an ein bis zwei Tagen in der Berufsschule. Für die Ausbildung im Betrieb ist der Bund zuständig, für den schulischen Bereich das jeweilige Bundesland.

Die für Berufsausbildung im Betrieb geltenden Bedingungen und die dafür eingesetzten Maschinen und Einrichtungen entsprechen dem Stand der Technik. Die Ausbildung erfolgt in größeren Unternehmen in eigenen Lehrwerkstätten und am Arbeitsplatz. Die Auszubildenden in kleineren Betrieben werden direkt am Arbeitsplatz ausgebildet. Sind die Betriebe zu sehr

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spezialisiert, um alle notwendigen Kenntnisse vermitteln zu können, werden sie von überbetrieblichen Berufsbildungsstätten unterstützt. Außerdem können Ausbildungsabschnitte von anderen Betrieben übernommen werden.

Aufgabe des Berufsschulunterrichts ist es, die betriebliche Ausbildung fachtheoretisch zu fördern und zu ergänzen (Fachunterricht) und die Allgemeinbildung der Jugendlichen zu erweitern. Der Schwerpunkt der schulischen Ausbildung liegt mit rund zwei Dritteln beim Fachunterricht, etwa ein Drittel nimmt der allgemein bildende Unterricht ein. Die berufsbildende Schule wird auch von jenen Jugendlichen unter 18 Jahren besucht, die ohne Ausbildungsvertrag sind und noch der Teilzeitschulpflicht unterliegen.

Das duale System wird ständig weiterentwickelt, durch neue Ausbildungsberufe in neuen Beschäftigungsfeldern und die Modernisierung der Ausbildungsordnungen für bereits bestehende Berufe. In den letzten Jahren sind besonders im ITund Medienbereich zahlreiche neue Ausbildungsberufe entstanden.

Unter den Ausbildungsberufen sind bei den männlichen Jugendlichen folgende Berufe besonders begehrt: Kraftfahrzeugmechaniker (jeder 13. Auszubildende ergreift ihn), Maler und Lackierer, Elektroinstallateur, Tischler und Kaufmann im Einzelhandel. Die Mädchen und jungen Frauen finden folgende Berufe besonders attraktiv: Bürokauffrau (jede 12. Auszubildende ergreift ihn), Kauffrau im Einzelhandel, Friseurin, Arzthelferin und Zahnarzthelferin.

Schulische Berufsausbildung

Neben dem dualen System von Ausbildung im Betrieb und Besuch in der Berufsschule bieten sich Jugendlichen nach Verlassen der allgemein bildenden Schule noch weitere Möglichkeiten, sich beruflich zu qualifizieren. Sie können zum Beispiel eine Berufsfachschule besuchen, die in der Regel als Vollzeitschule betrieben wird. Sie dient mit ihrem bis zu dreijährigen Unterricht der Berufsvorbereitung oder auch der Berufsausbildung. Für die Ausbildung in nichtakademischen Berufen wie etwa im Gesundheitsbereich (zum Beispiel zur Krankenschwester oder zum Krankenpfleger) bieten sich besondere Schulen an.

Berufliche Weiterbildung

Lernen ist heute nicht mehr mit der Berufsausbildung abgeschlossen. Unterschiedliche Träger bieten Weiterbildung an. Mehr als die Hälfte aller Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung werden von den Betrieben getragen und finanziert. Ergänzt und unterstützt wird die betriebliche Weiterbildung durch

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