Добавил:
Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:

Практикум по культуре речевого общения (второй иностранный язык). Немецкий язык. Учебное пособие

.pdf
Скачиваний:
0
Добавлен:
12.08.2026
Размер:
833 Кб
Скачать

wissen, wie lange wir es noch machen werden. Von unserem Bewusstsein und von unserem Unterbewusstsein wird der Arzt unterschiedlich gesehen.

In unserem Bewusstsein ist der Arzt ein Hüter der Gesundheit, der uns von allen Krankheiten heilen und unser Leben verlängern soll. Wenn man krank geworden ist, wird man zum Arzt gehen müssen, ob man will oder nicht, ob es angenehm ist oder nicht. Letztendlich will man sich doch Klarheit darüber verschaffen, was los ist.

Es gibt unterschiedliche Krankheiten: gefährliche und ungefährliche, heilbare und unheilbare. Wie erfahren Sie, zu welcher Art Ihre Krankheit gehört? Stellen Sie ohne weiteres Fragen an die Ärzte. Je beharrlicher ein Patient ist, desto genauer wird er vom Arzt untersucht. Genieren Sie sich nicht!

BEIM INTERNISTEN

Arzt: Nehmen Sie bitte Platz! Nun erzählen Sie mir einmal, was Ihnen fehlt! Sie sehen so angegriffen aus. Welche Beschwerden haben Sie?

Patient: Ich habe heftige Kopfschmerzen, Schnupfen und Stechen in der Brust.

A.: Husten Sie auch?

P.: Ja, seit vorgestern. Beim Husten und Schlucken tut der Hals weh. A.: Haben Sie Fieber?

P.: 37,8. (Siebenunddreißig acht)

A.: Lassen Sie mich einmal Ihren Puls fühlen. Nun machen Sie den Mund schön weit auf. Noch weiter! Es tut nicht weh. Sagen Sie mal „a“. Die Zunge ist etwas belegt, der Hals stark gerötet. Und nun machen Sie den Oberkörper frei. Ich muss Ihnen Lunge und Herz abhorchen. Einatmen, bitte – noch tiefer – jetzt den Atem anhalten, ausatmen ... Ich will noch den Blutdruck messen. Sie haben zu hohen Blutdruck.

P.: Ist es schlimm?

A.: Sie haben Grippe. Ja, bei solchem Wetter sind viele krank. Sie müssen einige Tage im Bett bleiben. Ich verschreibe Ihnen noch etwas zum Einnehmen. Davon nehmen Sie täglich dreimal einen Esslöffel voll. Das Medikament ist rezeptpflichtig.

P.: Ich gehe gleich in die Apotheke.

A.: Vergessen Sie auch nicht mit Kamillentee zu gurgeln. Sind Sie berufstätig?

P.: Nein, ich bin Student.

101

A.: Seien Sie vorsichtig im Umgang mit anderen. Grippe ist ansteckend. Ich schreibe Sie drei Tage krank. Dann kommen Sie wieder zu mir in die Sprechstunde. Auf Wiedersehen und gute Besserung!

P.: Auf Wiedersehen. Haben Sie recht schönen Dank.

HERR SCHMIDT MELDET SICH BEIM ARBEITGEBER

TELEFONISCH KRANK

Herr Heinemann:Heinemann am Apparat.

Herr Schmidt:Guten Tag, Herr Heinemann. Hier ist Wolfgang Schmidt.

Heinemann:Guten Tag, Herr Schmidt.

Schmidt:Äh, Herr Heinemann, es tut mir sehr leid, aber ich möchte mich krankmelden.

Heinemann: Oh, ist Ihnen nicht gut?

Schmidt:Nein, mir war heute nacht schon recht schlecht, und da bin ich heute morgen gleich zum Arzt gegangen, und der hat mich dann krankgeschrieben.

Heinemann:Bis zum Ende der Woche. Ja, da müsste ich eine Vertretung für Sie finden. Äh, das müssten Sie mir auch ein Attest zuschicken.

Schmidt:Ja, das habe ich bereits hier, das werde ich Ihnen dann sofort schicken. Also, das tut mir leid.

Heinemann:Hm, Dann sehen wir uns aber Anfang nächster Woche wieder.

Schmidt:Ja, bis dahin bin ich sicherlich wieder gesund. Heinemann:Gut, dann wünsche ich Ihnen gute Besserung, Herr

Schmidt.

Schmidt:Vielen Dank. Heinemann:Auf Wiederhören.

BEIM ZAHNARZT

Von Zeit zu Zeit geht Herr Schmidt zum Zahnarzt, um seine Zähne nachsehen zu lassen. Es geht ja nichts über gesunde Zähne! Und wirklich. Herr Schmidt ist um sein Gebiss geradezu zu beneiden. Er hat sich noch keinen Zahn ziehen lassen. Nur an dem linken Schneidezahn trägt er eine kleine Porzellanplombe.

Schmidt: Guten Tag, Herr Doktor Ziegler!

Arzt: Guten Tag, Herr Schmidt. Was führt Sie zu mir?

S.: Zahnschmerzen, Herr Doktor. Mir ist hier oben die Plombe beim Schrippenessen ’rausgefallen. Der Zahn tut mir weh.

102

A.: Ja ... Der Zahn ist durch und durch faul. Mit dem ist nichts mehr los. Der muss ’raus.

S.: Wird es sehr weh tun?

A.: Ach wo! Ich gebe Ihnen eine Spritze und da fühlen Sie gar nichts. (Nach einer Minute) Schon geschehen!

S.: So schnell? Ich habe ja gar nichts gemerkt.

A.: Spülen Sie den Mund. Während der nächsten zwei Stunden nicht essen und nicht rauchen.

S.: Vielen Dank, Herr Doktor. Auf Wiedersehen.

UNFALLVERLETZUNG

Petra:Hallo, Julia.

Julia:Hallo, Petra. Petra: Wie geht’s?

Julia:Ach, danke, schon besser. Bis gestern, da hatte ich noch fürchterliche Schmerzen, aber heute geht’s schon wieder.

Klaus:Was ist denn überhaupt passiert?

Julia:Ja, weißt du, ich bin letzte Woche vom Pferd gefallen und habe mir den Arm gebrochen. Und das war schon ziehmlich schlimm. Das Pferd ist in den Stall zurückgelaufen. Äh, ein Mann hat mich dann mit dem Auto ins Krankenhaus gefahren. Das war ein glatter Bruch. Da wurde mir der Arm eingegipst, und ich musste drei Tage im Krankenhaus bleiben. Ja, und seit gestern bin ich wieder zu Hause.

Petra:Und wie lange musst du den Arm noch ruhig halten?

Julia: Ungefähr eine Woche noch und dann müsste es wieder gehen. Klaus:Können wir denn irgendwas für dich tun?

Julia:oh, ja, das wär’s nett, weißt du, mit dem Einkaufen, das ist sehr schwer für mich zur Zeit. Und dann bräucht’ ich noch ein paar Bücher von der Bibliothek.

Klaus:Ja, dann mach’ uns doch einfach eine Liste. Julia:Oh, das ist nett von euch, danke.

Klaus:Das machen wir gerne.

IN DER APOTHEKE

Kunde:Hier ein Rezept, bitte.

Apotheker:Die Tabletten können Sie gleich haben, die Tropfen aber müssen erst angefertigt werden.

Kunde:Wie lange wird es dauern?

103

Apotheker:Mindestens eine Stunde. Hier haben Sie Ihre Nummer. Die geben Sie dann ab.

Kunde:Danke. Ich möchte noch ein Schlafmittel. Apotheker:Die Schlafmittel sind rezeptpflichtig.

Kunde:Dann bitte noch ein Päckchen Watte und eine Mullbinde. Apotheker:Bitte sehr.

Aufgaben

I.Antworten Sie auf die Fragen.

1.Ist die medizinische Betreuung in Russland kostenlos?

2.Sind Sie Blutspender?

3.Haben Sie sich einmal röntgen lassen?

4.Spielt die Vorbeugung der Krankheiten eine große Rolle?

5.Verstehen Sie einen Umschlag zu machen? Einen Verband anzu-

legen?

6.Lassen Sie einen Arzt kommen, wenn Sie hohes Fieber haben?

7.Hat Ihnen der Artz Bettruhe verordnet, als Sie krank waren?

8.Kann allen ansteckenden Krankheiten vorgebeugt werden?

9.Haben Sie in der Kindheit viele Krankheiten durchgemacht? Haben Sie Masern, Scharlach, Windpocken oder Ziegenpeter gehabt? Sind Sie gegen Kälte sehr empfindlich?

10.Ist eine Blinddarmentzündung gefährlich?

11.Lassen die Halsschmerzen nach, wenn man warme Umschläge

macht?

12.Darf man Eis essen, wenn man geschwollene Mandeln hat?

13.Ist es Ihnen einmal passiert, daß Sie sich den Magen verdorben haben und sich erbrechen mußten?

14.Ist es Ihnen einmal passiert, daß Sie das Bewußtsein verloren

haben?

15.Bekommt man Schültelfrost, wenn man Malaria hat?

16.Tut ein heißes Fußbad gut, wenn man Husten hat?

17.Lassen Sie sich die Zähne oft beim Zahnarzt nachsehen? Haben Sie ein gesundes Gebiß?

18.Haben Sie sich einmal einen faulen Zahn ziehen lassen?

19.Tut es weh, wenn ein hohler Zahn gefüllt wird?

20.Müssen Sie Ihre Zähne schon wieder behandeln lassen?

104

WAS HILFT GEGEN SCHNUPFEN?

Herr Meier saß im Zug Berlin-Dresden. Er hatte Schnupfen und musste oft niesen. Zuerst sahen die meisten Fahrgäste Herrn Meier böse an. Doch bald lächelten sie nur noch über ihn, und jeder wollte ihm einen guten Rat geben. „Das beste ist", sagte einer, „sofort zu Bett zu gehen." „Da hilft nur heißer Tee," rief ein anderer. Eine alte Dame nahm eine Medizin aus ihrer Handtasche: „Nehmen Sie diese Tablette und Ihr Schnupfen ist sofort weg." Ein Herr sagte: „Es wird Ihnen nicht helfen. Ziehen Sie lieber warme Socken an!" Alle wollten Herrn Meier helfen, nur ein einziger Fahrgast schwieg. Herr Meier fragte ihn: „Und Sie, können Sie mir auch etwas raten?" Da lächelte der Herr und sagte leise zu ihm: „Leider kenne ich kein Mittel gegen Schnupfen. Ich bin nämlich Arzt."

ANGINA

1. Die Symptome der Angina

Angina ist eine der verbreitendsten Erkrankungen der oberen Atmunswegеn. Angina nimmt den 2. Platz auf Häufigkeit nach Grippe und Katarrh der oberen Atmunswegen. An Angina leiden meistens die Kinder und die Erwachsene bis 35-40 Jahren. Die Alten leiden an Angina selten. Angina ist eine gefährliche Krankheit. Bei Angina kann man sich fruchtbare Komplikationen zuziehen, wenn man sie nicht rechtzeitig ausheilt. Symptome:

Halsschmerzen beim Schlucken der Rachen ist gerötet

die Mandeln sind vergrößt (der Ödem der Mandels)

hohes Fieber

der Herzschlag ist etwas zu heftig

Kopfschmerzen (möglichst)

Schwäche

die Vergroßung der limpfatischen Halsknoten

Schnupfen (möglichst).

2. Die traditionelle Behandlung

a)Im Bett hüten: Im Bett von zwei bis drei Tagen hüten, bis die Temperatur sinkt.

b)Antibiotikum einnehmen: Man muss Antibiotikum einnehmen, um alle Entzündungsprozesse beseitigen. Die besonders gebrauchten Antibiotika: Ampizillin, Tetraziklin, Biseptol, Eritromizin.

c)Ein schmerzstillendes Mittel gegen Kopfschmerzen: Die Kopfschmerzen entstehen wegen der Toxinenvergiftung des Organismus.

105

Man muss die schmerzstillenden Mittel einnehmen. Das sind Analgin, Tempalgin, Pentalgin.

d)Die Arznei gegen das Fieber einnehmen: Man nimmt die Arznei gegen die Fieber, wenn die Fieber zu hoch ist (mehr als 38°). Die niederere Temperatur sinkt dank Antibiotika.

e)Vitamine einnehmen: Vitamine sind sehr wichtige den Organismus festigende Mittel. Das könnten Polyvitamine sein.

f)Den Hals gurgeln: Gegen die Halsrötung nimmt man auch Tabletten (Furazillin). Aber man schluckt sie nicht, man lutscht sie nur. Man kann auch die Inhalationspreparate einnehmen, z.B. Ingalipt.

g)Kompresse machen: Die Kompresse benutzt man bei der Halsrötung zum Halserwärmung. Man macht eine alkoholische Lösung (Wasser und Spiritus, 1:1), man tränkt das Gewebe mit der Lösung durch und man legt die Kompresse auf.

h)Viel Warmes trinken: Man muss viel Warmes trinken – Säfte, Tee, Milch. Man bringt dazu Honig. Das desinfiziert und schützt den Kranken vor weiterer Ansteckung. Der Kranke kann stark schwitzen nachher. Das ist nicht schlecht, aber viel Honig ist nicht gesund, und zu schwitzen schwächt Körper.

i)Leichte Diät beachten: Man verschreibt dem Kranken leichte Diät. Man schließt Salzund Scharfprodukte. Man gebraucht Braten, Obst, Gemüse.

j)Physiotherapie ist der Kranke obligatorisch. Sie vernichtet die Mikrobe und erwärmt tief.

3. Die Alternative Medizin

Dazu gehören Aromatherapie, Akupunktur, Reflexotherapie, Homöopathie und Volksmedizin.

Aromatherapie: Schon lange weiß man, dass bestimmte Düfte positiv auf Körper und Seele wirken. Bei der Aromatherapie werden fast 300 ätherische Öle aus Blüten, Blättern, Schalen, und Holzern verwendet, von Rosmarin bis Melisse, von Lavendel und Wacholder bis Zitrone. Wir können Duftöle in Badewasser geben; wir können uns damit massieren lassen oder eine Kompresse mit ein paar Tropfen Öl auf schmerzende Körperteile legen. Auch über spezielle Aromalampen lässt sich ihr Duft in ganzem Raum verteilen. Der Geruchsinn ist eng mit den Bereichen des Gehirns verbunden, die unsere Gefühle steuern. Wenn Aromaöle inhaliert oder eingerieben werden, können sie auch körperliche Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen (Lavendel, Pfefferminze u.a.), Husten (Thymian u.a.) oder Schlafstörungen (Rose, Mandarine) lindern.

106

Akupunktur: Akupunktur kommt aus China und wird dort seit mehr als drei tausend Jahren angewendet. Dieses Verfahren hat sich auch bei uns schon weitgehend durchgesetzt. Wie wirkt die Akupunktur? Die Fernöstliche Medizin hat die Vorstellung, dass der Körper von bestimmten Energieflüssen (Meridianen) durchströmt wird. Fließt zu viel oder zu wenig Energie, wird der Mensch krank. Akupunktur soll helfen, den Energiefluss zu harmonisieren. Dazu werden Nadeln in bestimmte Punkte entlang der Meridiane gestochen, manche mehrere Zentimeter tief – und es tut fast überhaupt nicht weh.

Reflexotherapie: Reflexotherapie ist die Einwirkung auf dem biologisch aktiven Punkte. Diese Punkte sind die Rezeptoren, die für die Arbeit verschiedener Organe und Systemen unseres Organismus beantworten. Als Resultat kann die Blutdruck sich normalisieren, die Immunität sich erhöhen, Kopfschmerzen verschwinden. Unsere Handfläche und Füße haben besondere empfindliche Punkte, die mit verschiedenen Teilen unseres Körpers verbinden. Massierend oder anregend diese Punkte, kann man dem Organismus mit der Krankheiten effektiver und schneller kämpfen helfen.

Homöopathie: Die Homöopathie – das ist das System der Behandlung von den sehr kleinen Dosen der Medikamente. Der Gründer dieser Methode Hannemann begründete das Prinzip der Behandlung, ausgehend von “des Gesetzes der Ähnlichkeit”. Es werden die kleinen Dosen der Stoffe verwendet, die in den großen Dosen die den Merkmalen der gegebenen Erkrankung ähnlichen Erscheinungen herbeirufen können. Der Kranke bekommt Mittel, die bei Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen würden. Bewährt bei akuten und chronischen Erkrankungen, zur Stärkung des Immunsystems.

4. Die Volksmedizin

Die Volksmedizin empfiehlt verschiedene Mittel zum:

Gurgeln:

Der Rübensaft. Die Rüben reiben, den Saft ausdrücken. 1 El des Essig (6 %) auf 1 Saftglas zugeben. 5–6-mal am Tage gurgeln.

Gurgeln Sie mit dem Wasser mit Honig 4-5-mal am Tage, so die Geschwüre zurückgehen und die Mandelnentzündung schwitzen.

Der Absud aus Wegerich. 4–5 zerkleinerten trockenen oder frischen Blätter der Wegerich mit 1 Glas des kochenden Wassers gießen, eine halbe Stunde ziehen lassen. Mit warmem Absud jede Stunde gurgeln. Zum besten Geschmack kann man Honig zugeben.

107

Trinken:

Der Sirup aus Aloeblättern. Die Flasche mit breiten Hals mit zerkleinerten Aloeblätter bis die Hälfte ausfüllen, den Zucker bis den Oberteil zugeben, den Hals mit dem Mull zubinden, 3 Tage ziehen lassen. Dann sieben und ausdrücken. Den Sirup 3mal täglich vor das Essen bis zur vollen Genesung einnehmen.

Der Zwiebel. Man gebraucht frischen Saft bei Angina – 1 Esslöffel 4mal täglich.

Inhalation:

Der Absud aus Fichtenknospen oder Fichtennadeln. Eine Hand voll Knospen oder Nadeln mit Wasser gießen (1:10). 30 Minuten kochen, 4 Stunden ziehen lassen, sieben.

KRANK GEWORDEN. WAS TUN?

Es gibt keine hoffnungslosen Situationen. Aus jeder gibt es einen Ausweg – oder sogar zwei.

Eine Krankheit kann einen unerwartet treffen: akute Schmerzen in der Herzgegend, schneidende Schmerzen im Magen, schwarzer Stuhlgang, ein plötzlicher Schwächeanfall, 40 Grad Fieber, Lähmungserscheinungen, Hautausschlag, Atemnot…

Meistens verschlechtert sich jedoch unser Gesundheitszustand allmählich. Man spürt mal leichte Stiche im Herzen. Dann lassen sie wieder nach. Macht nichts, denkt man, das war ja auch früher schon mal. Nach einer Woche kommen die Stiche wieder, aber etwas stärker. Na so was… vielleicht sollte man doch zum Arzt gehen. Und so überlegt man dann: „Gehe ich morgen hin? Oder doch lieber übermorgen? Morgen habe ich einen schweren Tag. Ich habe einfach keine Zeit… Außerdem hatte ich eigentlich zwei Wochen lang keine Schmerzen. Aber heute, warum tut es ausgerechnet heute schon seit dem frühem Morgen wieder weh?“

Wenn es keine simple Erkältung ist, dann reagiert man meistens panisch auf die ersten Anzeichen einer Krankheit: „Bin ich wirklich krank geworden? Warum ausgerechnet ich? Und zu einem so unpassenden Zeitpunkt… Vielleicht habe ich Krebs?“

Wir alle sind etwas hypochondrisch – die einen mehr, die anderen weniger. Und wenn wir krank werden, versucht unser Verstand, entweder diesen unangenehmen Umstand zu verdrängen, oder er läutet alle Alarmglocken so ohrenbetäubend laut, dass wir nicht mehr in der Lage sind, an etwas anderes zu denken. Und das ist auch gut, wenn unser Ver-

108

stand Alarm schlägt. In der Medizin gibt es eine Regel: Besser auf Nummer Sicher gehen, als alles auf die leichte Schulter nehmen. Ich rate nicht nur den Ärzten, sondern auch den Patienten, sich an dieses Prinzip zu halten.

Was tun, wenn man krank wird?

Vor allem nicht in Panik geraten. Aus jeder Situation gibt es einen Ausweg, oder sogar zwei. Sicher, Sie stehen vor einem neuen Problem, das Sie lösen müssen. Oder haben Sie etwa damit gerechnet, Ihr ganzes Leben problemlos zu verbringen? Würden Sie es bevorzugen, wenn an Ihrer Krankheit jemand anderes leiden würde? Ihr Nachbar zum Beispiel. Oder dieser Passant, oder, sagen wir, jemand, den Sie niemals gekannt und gesehen haben?

Im Leben ist es einfach so, dass keiner von uns vor irgendeiner Krankheit völlig sicher ist, nicht einmal vor einer Krankheit, die es niemals zuvor in der Familie gab. Was ist der nächste Schritt? Natürlich zum Arzt gehen.

UNSERE LEBENSWEISE

Klaus, warum rauchst du?

Aus Spaß, Herr Professor. Eine Zigarette gehört immer dazu, wenn ich mit meinen Freunden zusammenkomme. Wir entspannen uns auf solche Weise, wir rauchen eben in der frischen Luft.

Immerhin ist es erstaunlich, daß du aus Spaß deine Gesundheit ruinierst. Dabei verseuchst du auch die frische Luft. Ist es dir immer noch nicht bewusst geworden?

Doch aber es ist immer so langweilig, immer richtig zu sein. Ich möchte gerne aus der Reihe tanzen.

Tu das schon, aber bleibe frei. Jede Leidenschaft, sei es Trunksucht, Rauschgiftsucht, Fress-, Genuss-, TV-oder Internetsucht, ist nämlich eine Sucht, eine Abhängigkeit also, die geheilt werden soll. Gehe in die Natur, höre dir Vögel singen, Baumblätter im Walde und Wasser im Bach rauschen, bewundere die Sonne in den Baumwipfeln, wenn du schon aus der Reihe tanzen willst. Die anderen 80 % deinesgleichen tun das halt nicht: man hockt zu Hause vor seinem PC oder Fernseher, führt lange Telefongespräche, wenn die auch per Handy bei weitem nicht preiswert und nicht gesund sind.

Sie übertreiben bestimmt, Herr Professor, die Gefahren hier. Wir klagen über unsere Gesundheit nicht.

109

– Das kommt doch nicht auf einmal. All diese verderblichen Vorlieben ruinieren den Körper nach und nach, unauffällig, machen ihn wehrlos vor jedem negativen Einfluß. Es gibt so einen Vergleich: Es stand da einmal ein verfaulter Zaun und schaukelte im Winde hin und her. Da setzte sich darauf ein Sperling, und der Zaun stürzte zusammen. Wer war schuld daran? Der Sperling?

Wieso denn?! Der Zaun war ja baufällig.

Genau. Die meisten Ärzte verscheuchen jedoch Sperlinge vom

Zaun mit ihren Medikamenten. Und nur die seltenen. Die richtigen versuchen, den Zaun zu befestigen, d.h. sie zeigen dem Patienten, wie er leben soll, um gesund zu werden und nie mehr krank zu sein.

Gibt es so ein Allheilmittel wirklich?

Warum nicht? Ich würde hier als Erstes tiefen und ruhigen Schlaf nennen. Nachtruhe ist ein Elixier für körperliche und geistige Gesundheit.

Jahrtausendelang galt der Schlaf als ein „Gott der Nacht“ als „kleiner Bruder des Todes“. Der Schlaf hält unser Immunsystem abwehrbereit.

Soll das bedeuten, daß Langschläfer mehr leisten können als Kurzschläfer?

Das nicht. Extreme Kurzschläfer waren Glühbirnenerfinder Edison und der Kaiser Napoleon, zum Beispiel, während Albert Einstein ein

großer Langschläfer war. Unsere Genen entscheiden, sie steuern die innere Uhr, der man folgen sollte. Das Problem ist, daß Millionen Menschen die Nacht fürchten, denn sie finden keinen Schlaf. Und alles liegt an der Lebensweise, mein Lieber.

Erläuterungen zum Dialog die Lebensweise образ жизни

die Gesundheit ruinierenпогубить здоровье die Trunkksucht пьянство

die Rauschgiftsuchtнаркомания das Handyмобильный телефон

wehrlos machen (vor + Dat) делать беззащитным перед чем-либо abwehrbereit seinсопротивляться чему-либо

verderbliche Vorliebenпагубные пристрастия der Vergleichпритча

das Allheilmittelпанацея от всех болезней

Beantworten Sie die Fragen:

Was verstehen Sie unter dem Begriff „gesunde Lebensweise“?

Was schadet der Gesundheit des Menschen, was hällt den Menschen gesund?

110

Соседние файлы в предмете [НЕСОРТИРОВАННОЕ]