Пособие по немецкому языку для начинающих. Уровень А1 и А2. Учебное пособие
.pdfNach einer halben Stunde stand der Komponist auf und rief noch einmal den Wirt zu sich: „Hier haben Sie ein Wiegenlied von mir. Nehmen Sie es als Bezahlung für ein Mittagessen. Aber das Essen soll gut sein.“ Der Wirt brachte das Mittagessen.
Einige Jahre nach dem frühen Tode des Komponisten wurde das „Wiegenlied“ in Schuberts eigener Handschrift auf einer Auktion für viele Tausend Schillinge verkauft.
3.Setzen Sie einige Fragen zum Text zusammen und beantworten Sie sie.
4.Suchen Sie im Text die Sätze heraus, in denen gesagt wird: a) warum der Wirt dem Komponisten das Essen nicht geben wollte;
b) dass Franz Schubert ein talentvoller Komponist war;
c) dass der Wirt später viele Tausend Schillinge „verdienen“ konnte.
5.Setzen Sie den folgenden Text selbst zusammen. Welcher Satz passt in die Lücke?
1.Franz Schubert kam in ein Kaffeehaus. _____
2.Der hungrige Komponist setzte sich an einen Tisch und begann eine Zeitung zu lesen. _____
3.Ein kleines Wiegenlied stand in der Zeitung. _____
4.Eine halbe Stunde ist vorbei. _____
5.Leider starb der weltberühmte Komponist Franz Schubert sehr früh. _____
A. Der Komponist schlug dem Wirt vor, das Wiegenlied von ihm als Bezahlung für ein Mittagessen zu nehmen.
B. Das „Wiegenlied“ in seiner eigenen Handschrift wurde auf einer Auktion für viele Tausend Schillinge verkauft.
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C. O, welch schöne Worte! Unverzüglich beschloss Franz Schubert dieses Wiegenlied zu vertonen.
D.Das war ein kleines Wiener Kaffeehaus, wo er gewöhnlich nach einem langen Spaziergang speiste.
E.Er hoffte sehr das Essen vom Wirt zu bekommen. Aber wie konnte er seine Schulden bezahlen?
6. Was wissen Sie über das Leben und Schaffen von Franz Schubert? Welche von diesen Behauptungen stimmen?
1.Franz Schubert wurde 1797 un Wien geboren und starb in seiner Heimatstadt im Alter von nur 31 Jahren.
2.Unter seinen Freunden waren große östrerreichische Komponisten: Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn.
3.Franz Schubert komponierte ca. 600 Lieder, darunter gibt es Vertonungen von Goethe und Heine.
4.Schubert gilt als Begründer der romantischen Musik in Österreich.
5.Seine zahlreichen Kinder waren auch begabt und erhielten von ihrem Vater den Musikunterricht.
8.Erzählen Sie diese Geschichte aus dem Leben von Franz Schubert aus der Perspektive des Wirtes. Stellen Sie sich vor, dass Sie Ihren Enkelkindern über Ihre Bekanntschaft mit diesem großen Komponisten berichten.
DIE PERLE
1. Vokabelliste
wo immer – где бы ни
die Begeisterungsfähigkeit – энтузиазм
überhören – недослышать, прослушать; пропустить мимо ушей
das Geheimnis, -se – тайна, секрет
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bezaubernd – обворожительный, очаровательный zauberhaft – волшебный, чарующий
himmlisch – восхитительный, чудесный, дивный atemberaubend – захватывающий (дух)
jeweilig – соответствующий verlegen – смущенный
die Auserwählte, sub. – избранница flüstern – шептать
beleidigt – обиженный, оскорблённый
bewundernswert – удивительный, достойный восхищения gedämpft – приглушенный, мягкий
drücken – давить, жать
2. Texterläuterungen
sie ist Enthusiasmus in Person – она олицетворение энтузиазма (энергии)
einer Sache nicht gewachsen sein – не справиться с чем-л. (быть не на высоте положения)
sie ist ganz große Klasse – она великолепная девушка
j-m. einen Gefallen tun (tat, getan) – сделать одолжение кому-
л.
mit vornehm gedämpfter Stimme sprechen – говорить негромким, приятным голосом
aus dem Staunen nicht herauskommen – не переставать удивляться
apropos – между прочим
die habe ich in meinen Schuh getan – я положила ее в свою туфлю
Frau Marguarita Flottbeck ist, wo immer sie hinkommt, der Mittelpunkt der Gesellschaft – sie ist Enthusiasmus in Person, ja, ihre Begeisterungsfähigkeit ist das Geheimnis ihres jugendlichen
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Aussehens. Sie ist nie zu überhören – mit lauter Stimme gibt sie ihrer jeweiligen Begeisterung Ausdruck. Und sie findet alles begeisternd, grandios, bezaubernd, zauberhaft, himmlisch, atemberaubend, hochinteressant oder sogar hochhochinteressant. Ihre Freunde lieben sie.
Nur einer ist nicht so begeistert: Ihr Sohn Detlev. Immer wenn er eine Freundin mit nach Hause gebracht hatte, um sie seiner Mutter vorzustellen, war diese stets so begeistert, dass das jeweilige Mädchen diesem Begeisterungsturm einfach nicht gewachsen war – es wurde verlegen und schüchtern. Und meistens war die Freundschaft nach kurzer Zeit aus. Diesmal jedoch ist Detlev sehr verliebt, und er möchte seine Auserwählte nicht verlieren. Er spricht deshalb ernsthaft mit seiner Mutter:
„Mama, ich bitte dich – hör mal zu: Am Sonntag bringe ich Elisabeth mit – sie ist ganz große Klasse. Bitte, tu mir den Gefallen und beherrsche dich – dämpfe bitte deinen mexikanischen Enthusiasmus – Elisabeth kommt aus einer alten Familie – ich möchte, dass wir uns alle ruhig kultiviert unterhalten. Keine Begeisterungsbrüche, bitte, Mama!“
„Ja, mein Goldjunge, ich werde flüstern.“ Frau Flottbeck ist keineswegs beleidigt. Sie liebt ihren Sohn und wünscht sich nichts sehnlicher als eine nette Schwiegertochter. Da sie weiß, dass es ihr schwer fallen wird, den Instruktionen ihres Sohnes zu folgen, geht sie in den nahe gelegenen Park, um über das Problem nachzudenken.
Am Sonntagnachmittag sitzt sie mit Detlev und Elisabeth beim Tee und ist ehrlich begeistert von dem Gast. Alle unterhalten sich über Kunstgeschichte, Baustile und Bauformen, denn Detlev ist Kunsthistoriker, und Elisabeth arbeitet bei einem Kunstverlag. Frau Flottbeck zeigt eine bewundernswerte Beherrschung, sie
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spricht mit vornehm gedämpfter Stimme. Detlev kommt aus dem Staunen nicht heraus.
Als er Elisabeth nach Hause begleitet hat und zurückkommt, fragt er: „Sag mal, Mama – du hast heute so leise gesprochen, wie hast du dass denn nur fertig gebracht? Du bist wirklich eine Perle…“
„Apropos Perle“, sagt seine Mutter, zieht ihren Schuh aus und holt etwas daraus hervor. „Siehst du diese Perle? Die habe ich in meinen Schuh getan. Die sollte drücken und mich die ganze Zeit daran erinnern, dass ich leise sprechen wollte. Ich bin neulich beim Spazierengehen im Park daraufgekommen - da war mir ein Steinchen in den Schuh gerutscht, das drückte so, dass ich es gleich entfernen musste. Sag mal, war das nicht eine grandiose Idee mit der Perle?“
„Überwältigend“, lachte Detlev. „Und außerdem bin ich beruhigt. Du redest wieder völlig normal.“
3. Beantworten Sie die folgenden Fragen:
1.Warum ist Frau Flottbeck ein Mittelpunkt der Gesellschaft?
2.Wie reagieren die Freunde auf ihre Begeisterungsfähigkeit?
3.Was erwartet Detlev von seiner Mutter?
4.Protestiert Detlevs Mutter gegen die Liebesgeschichten ihres Sohnes?
5.Was erfahren wir über Elisabeth?
6.Was brachte Frau Flottbeck auf den Gedanken mit der Perle?
7.Finden Sie diese Frau findig?
4. Steht das im Text?
-Frau Marguarita Flottbeck kann man nicht ignorieren.
-Zu Marguarita sind ihre Freunde gut.
-Die Mutter war nicht begeistert Detlevs Freundinnen zu Hause zu sehen.
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-Elisabeth studiert Kunstgeschichte.
-Detlev hat seiner Mutter die Perle in den Schuh getan.
-Frau Flottbeck geht in den Park, um über das Problem nachzudenken.
5. Füllen Sie die Lücken in folgenden Sätzen aus:
drücken, vornehm gedämpft, verliebt sein, der Spaziergang, lieben, folgen, die Auserwählte, nachdenken, die Instruktionen
1. Frau Marguarita |
............... ihren Sohn und spricht mit seiner |
||
Freundin mit ............... |
Stimme. 2. Detlev |
..... sehr ............... |
und |
möchte seine ............... |
nicht verlieren. 3. Für Detlevs Mutter ist |
||
es schwer, den |
notwendigen ............... |
zu ............... |
. 4. |
Marguarita macht durch den Park einen |
............... und ............... |
. 5. Ein Steinchen im Schuh und ............... |
sehr. |
6. Erzählen Sie den Text. Gebrauchen Sie dabei folgende Wörter und Ausdrücke:
Mittelpunkt der Gesellschaft, mit lauter Stimme, schüchtern, eine alte Familie, über das Problem nachdenken, der Schuh, drücken, das Steinchen.
ROMEO UND JULIA
1.Vokabelliste angenehm – приятный
stattlich – статный, видный
jmdm. Aufmerksamkeit schenken – уделять внимание wickeln – заворачивать что-л.
etw. zum Ausdruck bringen – выразить что-л. anstellen – устраивать, делать
die Zustimmung, -en – согласие
2.Texterläuterungen
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nach einer Weile – некоторое время спустя
an der gegenüberliegenden Seite – на противоположной стороне
Ich saß allein in einem kleinen Kaffeehaus und beobachtete mit Interesse die Menschen, die um mich herumsaßen. Plötzlich erlebte ich eine angenehme Überraschung. Der Kellner setzte eine Dame an meinen Tisch. Sie war etwa Ende dreißig, mit einem hübschen Profil, guter Figur und einfach, aber mit Geschmack gekleidet.
An der gegenüberliegenden Seite der kleinen Tanzfläche bemerkte ich einen stattlichen Vierziger. Er schenkte meiner Nachbarin ganz besondere Aufmerksamkeit. Als meine Nachbarin in seine Richtung schaute, lächelte er sie an. Die Dame lächelte zurück. Nach einer Weile stand der Herr auf, verschwand nach dem Ausgang und erschien wieder mit einer in Zellophan gewickelten Orchidee. Er setzte sich an seinen Tisch, schrieb etwas auf die Rückseite der Speisekarte, rief den Kellner.
Der Kellner brachte die Blume und die Speisekarte meiner Nachbarin. Die Dame las die Zeilen und mit einem kleinen Kopfnicken brachte sie ihre Zustimmung zum Ausdruck. Der Mann stand auf, trat zu meiner Nachbarin und stellte sich vor.
„Es ist sehr lieb von Ihnen, dass Sie mir erlauben, an Ihrem Tisch Platz zu nehmen. Ich bin Ihnen schon oft in der Stadt begegnet, aber ich wusste nicht, wie ich es anstellen sollte, Ihnen näher zu kommen“, sagte der Mann. Die Dame lächelte ihm freundlich entgegen. Der Kellner brachte eine Flasche Wein und entkorkte sie.
„Das ist eine sehr gute Marke“, sagte unser Romeo. „Für diese außerordentliche Gelegenheit gerade noch gut genug, mein Fräulein. Trinken wir auf unsere Zukunft?“
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Das Orchester begann ein altes Lied zu spielen. Der Herr stand auf und bat seine Frau um einen Tanz. Sie sahen auf der Tanzfläche ganz gut aus.
Der Kellner lächelte und sagte mir leise: „Das hier dauert schon ziemlich lange. Immer am selben Abend im März kommt der Herr Professor zu uns und etwas später auch die Dame. Sie bestellen immer den gleichen Tisch, und es geschieht immer dasselbe. Einmal fragte ich den Herrn, warum er das tut. Er antwortete mir: „Damit wir jung bleiben“.
„Und wer ist die Dame?“ fragte ich den Kellner. „Seine Frau“, antwortete er.
3. Beantworten Sie folgende Fragen zum Text:
1. Wie sah die Dame aus, die am Tisch des Autors Platz nahm?
2. Wodurch verstand der Autor, dass seine Nachbarin und ein attraktiver Herr einander sehr gefielen?
3. Wie verlief der Flirt im Kaffeehaus?
4. Wusste der Kellner etwas mehr über dieses Liebespaar?
4. Übersetzen Sie aus dem Russischen ins Deutsche:
1.Официант принес бутылку дорогого вина и откупорил ее.
2.Я бы хотел пригласить Вас на танец. 3. Некоторое время спустя он пережил неприятный сюрприз. 4. Они заказывали всегда один и тот же столик.
― *An der gegenüberliegenden Seite ― zurück. *Der Herr stand auf,
5.Erzählen Sie den Text nach. Vermeiden Sie dabei die direkte Rede, wenn möglich.
6.Diskutieren Sie über diese Liebesgeschichte. Gebrauchen Sie solche Ausdrücke wie:
ich glaube – meine – nehme an – meiner Meinung nach
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a)Finden Sie solchen Flirt altmodisch?
b)Wie umwirbt man heutzutage eine Frau?
c)Was glauben Sie, braucht man etwas Romantik im alltäglichen Familienleben?
UNTERRICHT BEIM VATER
(Aus J. W. Goethes Kindheit)
1.Vokabelliste zuklappen – закрывать
verschließen (verschloss, verschlossen) – запирать (на замок);
держать под замком tadeln – порицать, бранить die Unordnung – беспорядок zubinden – завязывать
die Augenbraue – бровь
das Umblättern – перелистывание kostbar – драгоценный, дорогой der Edelstein – драгоценный камень die Sage, -n – предание, легенда
enthalten (enthielt, enthalten) – содержать die Schrift, -en – почерк; письменный текст sich röten – краснеть, покрываться румянцем eingebildet – воображающий, высокомерный ein loses Blatt – выпавший лист (книги)
sich verbeugen – поклониться
2.Texterläuterungen
die Schleife war aufgegangen – бант развязался
ließ sich aber nichts anmerken – но он и виду не подал Sieh einer an! – Посмотрим!
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„Till Eulenspiegel“ – ein bekanntes deutsches Volksbuch mit lustigen Geschichten über den legendären Spaßmacher (шутник) Till Eulenspiegel.
„Die Schildbürger“ – auch ein sehr bekanntes deutsches Volksbuch mit lustigen Geschichten über die Schildbürger, das im 15-16 Jahrhundert entstanden ist. Die Schildbürger sind zum Symbol der Dummheit geworden.
Es war einige Minuten vor 12 Uhr. Wolfgang stand an der Tür zu Vaters Arbeitszimmer und hielt zwei Hefte in der Hand. Punkt 12 Uhr sollte er mit seiner Schwester zum Vater kommen, um ihm die Arbeiten zu zeigen, die sie nach dem Unterricht erfüllt hatten.
Wolfgang blickte durch das Schlüsselloch. Er konnte die Hände des Vaters auf dem blanken Schreibtisch sehen. Sicher schrieb Vater wieder seine Erinnerungen über die Reise nach Italien in das Heft, das vor ihm lag. Der Vater hatte als junger Mann eine Reise nach Italien gemacht, an die er sich gern erinnerte. Doch für heute schien er fertig zu sein. Er klappte eben das Heft zu und wischte die Gänsefeder sorgfältig an einem Tüchlein ab. Dann legte er sie auf ein silbernes Bänkchen, das neben dem Tintenfass stand. Nachdem er auch das Tintenfass zugeklappt hatte, verschloss der Vater das Heft in dem Schreibtisch.
Wolfgang blickte sich unruhig um. Wo war nur Cornelia? War sie mit den Aufgaben nicht fertig geworden? Endlich, da kam sie die Treppe herunter. Sie legte rasch ihre Hefte auf eine Kommode und stellte sich auf die Zehenspitzen, um in den Spiegel blicken zu können. Sie wusste, der Vater tadelte die geringste Unordnung, und sie strich schnell eine Haarlocke aus der Stirn. Wolfgang band eine Schleife an ihrem Kleid wieder zu, die beim Laufen aufgegangen war.
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