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Пособие по немецкому языку для начинающих. Уровень А1 и А2. Учебное пособие

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„Sie lauschen?“ fragte Beethoven erstaunt. „Was hören Sie denn?“

„Ich höre dem Hirten zu, der dort bei deinen Schafen sitzt und die Flöte bläst.“ Beethoven schwieg eine Weile, dann sagte er: „Ich höre keinen Ton!“

Jetzt war Ries erstaunt. Er fragte seinen Lehrer: „Hören Sie keine Musik? Sehen Sie den Hirten nicht?“

„Ich sehe ihn“, antwortete Beethoven. „Ich sehe auch, dass er die Flöte am Mund hält. Still, ich will lauschen.“

Es vergingen einige Minuten. Plötzlich wurde Beethovens Gesicht totenblaß. Ries wusste, dass das Gehör seines Lehrers schon seit langer Zeit immer schwächer wurde. Er hörte deutlich, dass der Hirt weiterspielte.

„Es scheint wirklich, dass der Hirt nicht mehr spielt“, sagte er, um seinen unglücklichen Lehrer zu beruhigen.

Beethoven sprang plötzlich auf und sie gingen nach Hause. Unterwegs sprach er kein Wort. Ihn quälte der Gedanke: Ich werde taub!

3. Beantworten Sie die folgenden Fragen:

1.Warum unternahm Beethoven mit seinem Schüler Ries einen Spaziergang?

2.Was lauschte der junge Mann?

3.Warum wurde Beethovens Gesicht totenblaß?

4.Was merkte sich Ries schon seit langer Zeit?

5.Wie besschloss der junge Mann seinen Lehrer zu beruhigen?

4.Ergänzen sie folgende Sätze:

-Im Schatten einer Eiche ...

-Der große Komponist beschloss mit ...

-Bei seinen Schafen ...

-Das Gehör des Lehrers ...

71

5. Bilden Sie Sätze aus folgenden Wörtern:

1)das Gras, nach, sich setzen, der Spaziergang, sich ausruhen, sie, in, und.

2)die Flöte, der Hirt, spielen, bei, sitzen, und, die Schafen, sein.

3)sitzen, Flöte spielen, Beethoven, und, der Hirt, hören, im Schatten einer Eiche.

4)Ries, schwächer werden, wissen, das Gehör, seit langer Zeit, dass, sein Lehrer.

5)beruhigen, wollen, jung, sein, der Mann, der Lehrer, unglücklich.

6. Erzählen Sie den Text. Gebrauchen Sie dabei folgende Wörter und Ausdrücke:

beschließen, sich ins Gras setzen, lauschen, die Flöte blasen, der Hirt, Musik hören, das Gesicht, schwächer werden, beruhigen, taub, quälen.

EPISODEN AUS BEETHOVENS LEBEN

II

1. Vokabelliste

das Gewitter – гроза

meisterhaft – мастерски, превосходно unsagbar – невыразимый, несказанный der Trost – утешение; отрада bezaubert – заколдовать, очаровывать küssen – целовать

der Schmetterling, -e – бабочка der Bach, -Bäche – ручей aufschluchzen – всхлипывать

flüstern – шептать, говорить шёпотом blind – слепой

erschrocken – испуганный

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2. Texterläuterungen

fesselte ihn Licht – светпривлёк его внимание

er las es ihr von den Lippen ab – он понял (прочел) по движениям ее губ

Das Gewitter hatte sich verzogen. Leise fiel der Regen in die enge Gasse, in die Beethoven einbog. Plötzlich fesselte ihn Licht: das war die Werkstatt eines Schusters, der trotz der späten Stunde immer noch arbeitete. Im Zimmer nebenan saß ein blondes Mädchen am Klavier und spielte. Beethoven sah auf die Finger des Mädchens. War es möglich? Das Mädchen spielte meisterhaft seine „Mondscheinsonate“.

Er trat eilig ein. Eine blasse, stille Frau stand vom Sofa auf und sah den Mann erstaunt an.

„Kann das Mädchen auch singen? Es spielt ja ausgezeichnet! Lasst es ein Lied singen.“

Die Frau antwortete, er las es ihr von den Lippen ab.

„Eine Stimme hat sie, aber wir haben kein Geld zur Ausbildung.“ Beethoven zog seinen Geldbeutel aus der Tasche. Geldstücke

fielen auf den Tisch. Den ganzen Inhalt schüttete er aus. „Da nehmt. Das reicht für die erste Zeit.“

Der Frau traten Tränen in die Augen, als sie dem unbekannten Mann dankte. Beethoven ging zum Klavier und trat erschrocken zurück: das Mädchen war blind. Er griff sich ans Herz, dann streichelte er dem Mädchen das blonde Haar und sagte:

„Schön sind die Blumen im Walde und die bunten Schmetterlinge auf der Wiese. Es ist herrlich, wenn man die wunderbare freie Natur sehen kann. Aber, mein Kind, viel schöner ist der Gesang der Vögel, das Rauschen der Bäche und der Bäume! Unsagbar schön ist die Musik der Natur! Darum kann ich zum Trost sagen: besser blind als taub!“

73

Das Mädchen machte ihm Platz. Er setzte sich ans Klavier, die Töne seiner „Pathetischen Sonate“ erklangen. Die beiden Frauen, die daneben standen, lauschten bezaubert dem Spiel des großen Meisters.

„Weiter, weiter!“ flüsterte das blinde Mädchen, als der Künstler eine kleine Pause machte.

„Sei still!“ flüsterte die Mutter. „Seine Seele spielt, ich höre es.“

„Er hört es nicht, er ist taub“, schluchzte das Mädchen auf. „Es ist der Meister selbst, unser großer Beethoven!“

Das Mädchen wollte näher treten, um den unglücklichen Komponisten zu küssen, doch die Mutter hielt es zurück.

Die Sonate war zu Ende. Beethoven sprang auf, verließ das Zimmer und eilte nach Hause. Mit zitternden Händen zündete er Licht an. Auf dem Tisch lag ein Zettel von seiner Wirtin. Sie bat um Geld. Beethoven zog seinen leeren Geldbeutel aus der Tasche und legte ihn neben den Zettel.

3. Beantworten Sie die folgenden Fragen zum Text:

1.Hatte sich das Gewitter schon verzogen? Regnete es noch?

2.Warum fesselte Beethoven Licht? War es schon spät?

3.Wer sah Beethoven erstaunt an, als er eintrat?

4.Wer saß am Klavier und spielte?

5.Welches Werk von Beethoven spielte das Mädchen?

6.Was erwartete den Komponisten zu Hause?

4. Setzen Sie die Wörter in richtiger Form ein:

die Vögel, das Mädchen, der Mann, die Bäume, der Zettel, der Komponist, der Tisch

1. Plötzlich fesselte ...............

Licht. 2. Er streichelte …………… das

blonde Haar. 3. Das Rauschen …………… und der Gesang ……………

 

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ist sehr schön. 4. Der Geldbeutel mit einigen Goldstücken fiel auf

…………… . 5. Der Schuster sah …………… erstaunt an. 6. Beethoven legte seinen Geldbeutel neben …………… .

5. Bilden Sie Sätze mit folgenden Ausdrücken:

erschrocken zurücktreten, j-m Platz machen, j-n zurückhalten, zu Ende sein, aufspringen, (das) Licht anzünden, zum Trost sagen.

6. Erzählen Sie den Text. Gebrauchen Sie dabei folgende Wörter und Ausdrücke:

das Gewitter, der Schuster, am Klavier spielen, kein Geld zur Ausbildung haben, blind, das Haar streichen, dem Spiel bezaubert lauschen, nach Hause eilen, der Zettel, um Geld bitten.

WIE ENTSTANDEN DIE KREUZWORTRÄTSEL

1. Vokabelliste

das Gefängnis, -sse – тюрьма das Rätsel – загадка

das Kreuzworträtsel – кроссворд

ausdenken (dachte aus, ausgedacht) – выдумывать, сочинять abdrucken (druckte ab, abgedruckt) – (от)печатать

2. Texterläuterungen

versuchten zu lösen – попытались решить

wegen eines Verkehrsunfalls – из-за автомобильной аварии Dieser Zeitung schlossen sich viele andere an. - Примеру этой газеты последовали многие другие.

Eines Tages bekam der Chefredakteur einer großen Zeitung in Kapstadt einen Brief. Der Brief kam aus einem Gefängnis. In dem Briefumschlag lag außer dem Brief ein Blatt Papier mit vielen Quadraten und Buchstaben. Der Brief war sehr kurz. Dort stand:

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„Lieber Herr, ich habe ein neues Rätselspiel ausgedacht, ein Worträtsel, besser gesagt, ein Kreuzworträtsel. Vielleicht können Sie es in Ihrer Zeitung abdrucken.“

Der Redakteur legte den Brief lachend in seine Tasche und vergaß ihn. Als er einmal mit ein paar Freunden im Klub saß, erinnerte er sich an den Brief und zeigte ihn seinen Freunden. Bald saßen sie alle um das Blatt Papier mit den Quadraten herum und versuchten, das erste Kreuzworträtsel der Welt zu lösen. Endlich lösten sie es und freuten sich darüber wie kleine Kinder.

Am nächsten Tag ging der Chefredakteur ins Gefängnis. Dort fand er den Autor des Kreuzworträtsels, Victor Orville. Victor Orville war schon mehrere Jahre im Gefängnis wegen eines Verkehrsunfalls. Da es ihm langweilig war, dachte er sich ein Worträtsel aus. Der Gefängnischef riet ihm, das Rätsel an eine Zeitung zu schicken.

Nun also saß der Chefredakteur einer großen Zeitung bei Victor Orville im Gefängnis und bestellte neue Kreuzworträtsel. Dieser Zeitung schlossen sich viele andere an. Die Kreuzworträtsel-Epidemie verbreitete sich über die ganze Welt.

Orvilli hatte Tag und Nacht zu tun. Man zahlte ihm viel Geld für seine Arbeit, weil alle Menschen die Zeitungen mit Kreuzworträtsel gern kaufen.

3. Bestätigen oder wiederlegen Sie folgende Aussagen:

1.Der Chefredakteur einer großen Zeitung bekam einen Brief.

2.Der Brief kam aus einem Gefängnis.

3.Im Briefumschlag lag nur ein Blatt Papier mit vielen Quadraten und Buchstaben.

4.Das war das erste Kreuzworträtsel der Welt.

5.Die Freunde konnten das Kreuzworträtsel nicht lösen.

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6.Der Autor des Kreuzworträtsels arbeitete in einer Redaktion.

7.Als Victor Orville ein Worträtsel ausdachte, schickte er es an eine Zeitung.

8.Der Chefredakteur wollte das Kreuzworträtsel nicht veröffentlichen.

9.Die Menschen kauften die Zeitungen mit Kreuzworträtseln sehr gern.

4.Bilden Sie Fragen zum Text mit den Verben:

legen – sich erinnern (an) – versuchen – sich freuen (über) – sich etw. ausdenken – raten – sich anschließen – zahlen (für)

5.Erzählen Sie den Text über die Kreuzworträtsel nach folgender Gliederung:

a) Der Brief aus einem Gefängnis.

b) Das erste Kreuzworträtsel der Welt. c) Der Chefredakteur bei Victor Orville. d) Die Kreuzworträtsel-Epidemie.

6.Und Sie, können Sie auch ein Kreuzworträtsel ausdenken?

DAS EXAMEN

1.Vokabelliste berühmt – знаменитый

auf j-d voll Angst schauen – смотреть на кого-л. со страхом schwierig – сложный

empfehlen (empfahl, empfohlen) – рекомендовать, советовать der Esslöffel – столовая ложка

die Leistung, –en – достижение, успех

einfallen (fiel ein, eingefallen) – приходить на ум der Tropfen – капля

2.Texterläuterungen

77

ein Esslöffel voll ist zu viel – полная столовая ложка – это слишком много

In Berlin lebte einmal ein berühmter Professor der Medizin. Alle Studenten hatten Angst vor ihm. Der Professor war sehr streng und stellte bei den Prüfungen die schwersten Fragen. Oft konnten die Studenten seine Fragen bei den Prüfungen nicht beantworten.

Einmal war ein Student in der Prüfung, er schaute voll Angst auf den Professor. Der Professor stellte kurze, aber schwierige Fragen. Der Student musste eine Krankheit beschreiben. Er nannte richtig alle Symptome der Krankheit. Dann musste er ein Medikament gegen diese Krankheit empfehlen. Der Student nannte ein richtiges Medikament.

„Gut“, sagte jetzt der Professor, „und wie viel gaben Sie dem Kranken von diesem Medikament?“

„Ein Esslöffel voll, Herr Professor“, antwortete er. Dann stand der Student vor der Tür des Prüfungsraums und wartete. Die Komission besprach seine Leistungen. Da fiel ihm plötzlich ein, dass seine Antwort falsch war.

Schnell öffnete er die Tür des Prüfungsraums und rief: „Herr Professor, verzeihen Sie! Da fällt es mir gerade ein: Ein Esslöffel voll ist zu viel für den Kranken! Er darf nur fünf Tropfen bekommen!“

„Das fiel Ihnen zu spät ein,“ sagte der Professor kühl. „Der Kranke ist schon tot“.

2. Übersetzen Sie folgende Fragen ins Deutsche und beantworten Sie sie:

1. Профессор всегда задавал простые вопросы на экзамене, не так ли?

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2.Всегда ли могли студенты ответить на его вопросы?

3.Студент улыбался и смотрел на профессора с радостью, это так?

4.Какие вопросы задавал профессор?

5.Все ли симптомы болезни назвал студент?

6.Смог студент назвать правильное лекарство?

7.Что пришло ему внезапно на ум?

8.Какой был правильный ответ на вопрос профессора?

3. Bilden Sie Beispiele mit folgenden Vokabeln:

berühmt – streng – das Examen – beschreiben – die Leistung – einfallen – kühl – besprechen – auf j-d voll Angst schauen

4. Was glauben Sie:

1.Warum stellte der Professor die schwersten Fragen bei den Prüfungen?

2.Wie verhielten sich die Studenten zum Professor?

5.Drücken Sie folgende Wendungen mit eigenen Worten aus:

− ... hatten Angst vor ihm.

− ... musste eine Krankheit beschreiben. − Da fiel ihm plötzlich ein ...

6.Ergänzen Sie die Sätze durch passende Verben:

beantworten – tot sein – empfehlen – besprechen – einfallen – verzeihen

1. Ich wusste nicht, dass seine Großmutter längst

.......... ...... . 2.

Wollen wir diese schwierige Situation zusammen

............... . 3.

Sein Chef ...............

alle Briefe von wichtigen

ausländischen

Partnern selbst. 4. Können Sie mir vielleicht etwas Wirksames gegen Kopfschmerzen …........... ? 5. …............ Sie mir bitte meine

Verspätung! 6. Ihre Telefonnummer ..............

mir gerade nicht

.......... .

 

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7. Erzählen Sie den Text im Namen einer der beteiligten Personen nach. Stellen Sie sich vor:

a)Sie sind Medizinstudent,

b)Sie sind der strenge Professor.

EIN TEURES MITTAGESSEN

1.Vokabelliste speisen = essen

die Schuld, -en – долг

das Wiegenlied, -er – колыбельная bemerken – замечать

in eigener Handschrift – авторская нотная запись unverzüglich – незамедлительно

2.Texterläuterungen

sein Blick fiel auf ... – его взгляд упал на … nach einer halben Stunde – через полчаса

Eines Abends kam Franz Schubert von einem langen Spaziergang in ein Wiener Kaffeehaus, wo er gewöhnlich speiste. Diesmal war er besonders hungrig und bat den Wirt um ein gutes Mittagessen. Der Wirt zeigte dem armen Komponisten ein Blatt Papier, auf dem Schuberts Schulden aufgeschrieben waren und bemerkte: „Nur wenn Sie Ihre Schulden bezahlen, bekommen Sie das Essen.“

Schubert setzte sich hungrig an einen Tisch und begann eine Zeitung zu lesen. Sein Blick fiel auf ein kleines Wiegenlied, das in der Zeitung stand. Plötzlich kam ihm ein origineller Gedanke. Schnell nahm er Bleistift und Papier und begann zu schreiben.

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