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Немецкий язык. Учебное пособие по практике устной речи

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THEMA: BILDUNGSWESEN IN DEUTSCHLAND

geren Studiums in den Bachelor gepresst. Minister und Rektoren versprachen Verbesserungen.

3.Ein ungelöstes Problem ist die Finanzierung. Der Bologna-Ge- danke sieht verstärkt Arbeit in kleinen Gruppen vor. Die intensivere Betreuung durch Hochschullehrer kostet Geld.

4.Industriebetriebe trauern bisweilen dem alten Diplom nach, das auf der ganzen Welt für deutsche Ingenieurskunst stand.

5.Ärger gibt es oft wegen Hürden für die Zulassung zum Master.

6.Viele Studenten klagen über Schwierigkeiten, ein oder zwei Semester im Ausland in den Stundenplan zu integrieren.

7.Ein weiteres Problem ist die fehlende Anerkennung im Ausland erbrachter Leistungen.

8.Was in Deutschland fehlt, ist der ehrliche Umgang mit den Früchten der Reform.

9.Obwohl die deutsche Wirtschaft von einem 22-jähriger Akademiker jahrelang geträumt hat, wird vielen erst jetzt schmerzhaft klar, dass ein kürzeres Studium weniger Wissen und Persönlichkeitsbildung ermöglicht.

(gekürzt nach: http://www.sueddeutsche.de/bildung/bologna-prozess-baustelle- bachelor-1.1369362-2)

Text 6. Einiges über die Ziele der Bologna-Reform

Trotz großer Widerstände vieler Universitäten ist die Umstellung auf die neuen Studienabschlüsse fast überall abgeschlossen. Eines der Ziele war die Chancen und Positionen deutscher Universitäten im internationalen Wettbewerb zu stärken. Die neuen Abschlüsse sollten die unterschiedlichen Studiengänge innerhalb des europäischen Bildungsraumes vergleichbar machen und den Austausch – sowohl in der Lehre als auch in der Forschung – vereinfachen. Vor der Reform konnten die deutschen Universitäten weltweit keinen Boden gegenüber der Konkurrenz gutmachen. Im internationalen Shanghai Hochschulranking belegte die Technische Universität München 2012 Platz 53 und war damit die beste deutsche Universität. Auf den vordersten Rängen stehen nach wie vor ausschließlich Universitäten aus den USA und Großbritannien.

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Nach der Bologna-Reform bieten alle deutschen Universitäten die Möglichkeit, im Rahmen von Austauschprogrammen internationale Erfahrung zu sammeln, so dass man in Zeiten der Globalisierung durch ein Auslandsstudium seinen Horizont erweitert, die Chancen auf dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt erhöht, dabei neue Menschen kennen lernt, seine Sprachkenntnisse festigt und einen Einblick in fremde Kulturen gewinnt.

Aufgaben

1.Beantworten Sie die Fragen:

Wie ist der historische Hintergrund der Bologna-Reform?

Welche Ziele verfolgt die Reform?

2.Erzählen Sie über das Bachelor-Studium in Deutschland und erklären Sie worin seine Vorund Nachteile bestehen.

3.Erzählen Sie über das Master-Studium in Deutschland und erklären Sie worin seine Vorund Nachteile bestehen.

4.Vergleichen Sie stichpunktweise Vorund Nachteile der Bolo- gna-Reform und nehmen Sie Stellung dazu.

Text 7. Gestufte Studiengänge in Deutschland

Artikel von Marion Schmidt (gekürzt)

Viele Universitäten folgten dem angelsächsischen Vorbild und führten gestufte Studiengänge ein.

Im Auftrag des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes und der Hochschulrektorenkonferenz wurde eine umfassende Studie über die Einführung von Bachelorund Master-Studiengängen vorgelegt.

Die Ergebnisse der Studie haben gezeigt: Die Zahl der Studienanfänger mit Abschlussziel Bachelor steigt langsam. Vielen Abiturienten sind diese Programme unbekannt, oder entsprechende Abschlüsse existieren in dem Studiengang, den sie anstreben, noch nicht. Verantwortlich sind aber die Hochschulen, die häufig nicht offensiv genug für ihr Angebot werben. Die Hochschulen sollen ein Produkt vermarkten, von dem sie selbst nicht ganz überzeugt sind.

Einige Hochschulen wollten besonders schnell sein, da ist dann manches mit der heißen Nadel gestrickt worden. Es gibt

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THEMA: BILDUNGSWESEN IN DEUTSCHLAND

große Qualitätsunterschiede im Angebot – von innovativen, modularisierten Studiengängen mit Credit Points bis zu traditionellen Studiengängen, die sich vor allem auf neue Abschlussbezeichnungen beschränken.

Um die Spreu vom Weizen zu trennen, erprobt man ein in Deutschland bislang unbekanntes Instrument der Qualitätssicherung: die Akkreditierung, also die Begutachtung der Studiengänge von außen. Das übernehmen nur die vom Akkreditierungsrat genehmigten Agenturen. Die kommen mit ihrer Arbeit kaum nach, und mit bis zu 25 000 Euro pro Studiengang belastet ein solches Verfahren den Hochschuletat.

Die Hochschulen tun sich daher schwer mit dem Prüfverfahren. Ein guter Teil der neuen Studiengänge hat sich inhaltlich überhaupt

nicht reformiert. Etwa 10 bis 15 Prozent fielen bei der ersten Begutachtung durch. Die Gründe: das Lehrangebot zu schmal, die fachliche Vertiefung nicht ausreichend.

Das Doppelangebot ist für die Hochschulen sehr teuer

An den meisten Hochschulen laufen die neuen Studiengänge parallel zu den alten Magisterund Diplomprogrammen, was finanziell und personell zu großen Belastungen führt. Trotzdem will die Mehrheit der Hochschulen am kostenintensiven Doppelangebot festhalten. Besonders die Technischen Universitäten tun sich schwer mit der Abschaffung des klassischen Diploms.

Es werden mehr reine Master-Studiengänge angeboten als aufeinander aufbauende „Bachelor-Master-Pakete“. Master-Studi- engänge ohne ein vorgeschaltetes Bachelor-Studium richten sich allerdings an Absolventen, die bereits ein Diplom oder einen Magisterabschluss und einige Jahre Arbeitserfahrung haben. Für die Hochschulen ist es verlockend, vor allem auf Master-Angebote zu setzen. Denn in der Regel ist es weniger aufwändig, einen Mas- ter-Studiengang zu konzipieren als ein Bachelor-Programm zu gestalten.

Außerdem können die Hochschulen ihre Studenten für den Mas- ter-Studiengang selbst auswählen, wenn sie nicht inhaltlich auf einen Bachelor aufsetzen. Und sie können, anders als bei Bachelor-Master- Kombinationen, Studiengebühren erheben.

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Die Wirtschaft wartet ab

Ein echter Vorteil des neues Systems sieht man auf dem Arbeitsmarkt: man hat festgestellt, dass sich die Bachelor-Absolventen trotz ihres verkürzten Studiums bei der Jobsuche nicht schwerer tun als ihre Magisterkollegen. Im Gegenteil: Sie besetzen die gleichen Berufsfelder,die gleichen Positionen und verdienen auch nicht weniger; sie verdienen vor allem früher, weil sie jünger einsteigen. Es ist egal, ob jemand auf seinem Examenszeugnis Bachelor, Master, Magister oder Diplom stehen hat – entscheidend sind für sie praktische Erfahrungen, Zusatzqualifikationen und das Alter.

Nicht alle sehen die Situation so positiv. Auch wenn global agierende Großunternehmen wie Siemens beteuern, die neuen Absolventen gern zu nehmen – die Mehrheit der Arbeitgeber in Deutschland zögert noch.

Demnach würden die Unternehmen gern auch IT-Spezialisten und Ingenieure mit Bachelor-Abschluss einstellen, während beispielsweise Physiker und Mathematiker besser ein Diplom haben sollten.

Die Studenten ihrerseits wollen wissen, was sie mit ihrem Studium anfangen können. Hochschulen und Studenten erwarten, dass die Wirtschaft sich deutlicher zu den neuen Absolventen bekennt. Schließlich hat sie jahrelang über zu lange Studienzeiten und zu alte Studenten geschimpft: Magisterstudenten brauchten im Schnitt 14 Semester bis zum Abschluss, und die Studiendauer bis zum Bachelor liegt bei durchschnittlich nur acht Semestern.

Die Ergebnisse der Studie über die Einführung von Bachelorund Master-Studiengängen gelten im Wesentlichen nach wie vor.

Aufgaben

1.Schreiben Sie aus dem Text die unterstrichenen Wörter und Wendungen. Bilden Sie damit Ihre Beispiele.

2.Vergleichen Sie gestufte Studiengänge in Deutschland mit den gestuften Studiengängen in Russland. Welche Vorund Nachteile hat die neue Studienstruktur?

3.Beantworten Sie die Fragen:

Wann wurde die Einführung gestufter Studiengänge offiziell festgeschrieben?

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THEMA: BILDUNGSWESEN IN DEUTSCHLAND

Warum haben die Bachelor-Absolventen bei der Jobsuche bessere Chancen?

Worauf setzen die Universitäten auf: auf Bachelor-, MasterAbschluss oder auf beides?

Welche Möglichkeiten bekam man durch die Einführung des neuen Systems im Rahmen der europäischen Gemeinschaft? In Russland?

4.Was denken Sie über die Möglichkeiten des Studiums in Deutschland. Besprechen Sie diese Frage mit Ihrem Partner und in der Gruppe.

5.Diskutieren Sie über die neusten Tendenzen im Hochschulwesen, die weltweit zu beobachten sind. Schlagen Sie vor, wie man das Hochschulwesen verbessern könnte.

6.Lesen Sie den Artikel aus der Zeitung „Die Zeit“ und erledigen Sie anschließend die Aufgaben zum Text.

Text 8. Erst pauken, dann Party

von Jan-Martin Wiarda

An Deutschlands Hochschulen bahnt sich eine Kulturrevolution an: Die Studenten werden jünger und lernen effizienter. Studieren wird zum bloßen Zwischenstopp auf dem Weg nach oben

Noch leistet sich Deutschland Studenten, die so alt sind wie fast nirgendwo sonst auf der Welt: Im Jahr 1996 lag das Durchschnittsalter hiesiger Universitätsabsolventen bei 30 Jahren. Jetzt sind die 28-Jähri- gen auf dem Campus die Exoten.

Alle wollten jüngere Studenten, darum wurde eine Reihe von Stellschrauben angezogen, um den Start ins Studium und letztlich ins Berufsleben vorzuverlegen.

Die Landesregierungen schoben die Einschulung nach vorn. Auch die Verkürzung von Wehrund Zivildienst um insgesamt ein halbes Jahr seit der Wiedervereinigung beschleunigte den Start ins Studium.

Das sollte künftigen Erstsemestlern einen Vorsprung von bis zu zwei Jahren im Vergleich zu früheren Studentengenerationen bescheren – ein enormer Sprung. Die Studiendauer und die gerade in

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den Geisteswissenschaften enorm hohe Abbrecherquote dürften abnehmen, und das nicht nur wegen der in einigen Bundesländern eingeführten Gebühren für Langzeitstudierende.

Viel grundlegender wirkte sich die europaweite Harmonisierung der Abschlüsse aus: die Studiengänge wurden auf Bachelor und Master umgestellt. Die sind jetzt deutlich strukturierter und ermöglichen eine verbesserte Leistungskontrolle.

Bislang war das Ende des Studiums oft als ein weit entferntes Ereignis zu betrachten, das wenig mit dem täglichen Leben zu tun hatte. Wenn es realistisch ist, mit 22 oder 23 die Universität zu verlassen, dann schafft das einen enormen Anreiz, effizient zu studieren.

Junge Menschen um die 20 sind noch eher zum Verzicht bereit, brauchten nicht unbedingt eine eigene Wohnung, den teuren Urlaub oder ein Auto – alles Dinge, die jenseits der 25 eine immer größere Rolle spielen. In Zukunft werden die Leute schon arbeiten, bis sie dieses Stadium erreichen.

Die durchstrukturierten neuen Studiengänge passen exakt zu dieser veränderten Lebenseinstellung jüngerer Studierender: Es gibt 18-Jährige, die können sehr selbstgesteuert lernen. Doch im Schnitt werden weniger Studenten mit dem liberalen Studium zurechtkommen. Die meisten wollen, dass ihnen jemand sagt, wo es langgeht. Sie erwarten persönliche Betreuung und genaue Kriterien, an die sie sich halten können – so, wie sie es aus der Schule gewohnt sind. Eine ungewohnte Aufgabe für Professoren, die früher oft nur wenige ihrer Studenten persönlich kannten und selten Rechenschaft ablegen mussten über die Kriterien ihrer Benotung. Doch die neuen Studiengänge mit ihren Mentorenmodellen und Credits statt Scheinen lassen ihnen ohnehin keine Wahl.

Nach einer längeren Dominanz liberaler Auffassungen nähert sich das deutsche Bildungssystem realistischeren Erwartungen. Dies ist der Sieg des „bürgerlichen Effizienzmodells“ und bedeutet, dass das Studium insgesamt einem Job ähnlicher wird und nicht dem Modell: Büffeln für die Prüfungen, und der Rest ist Party.

(gekürzt)

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THEMA: BILDUNGSWESEN IN DEUTSCHLAND

Aufgaben

1.Was für einen Trend beobachtet man im deutschen Bildungswesen? Vergleichen Sie die Situation in Russland und in Deutschland in dieser Hinsicht.

2.Äußern Sie Ihre Meinung dazu, wie alt/jung die Akademiker sein sollen? Warum?

3.Welche im Artikel dargelegten Fakten sind Ihrer Meinung nach die bedeutendsten? Welche Probleme der Hochschulbildung verdienen besondere Beachtung?

4.Nehmen Sie Stellung zur These: Das Studium soll einem Job ähnlich werden und nicht dem Modell: Büffeln für die Prüfungen, und der Rest ist Party. Besprechen Sie diese These mit Ihrem Partner.

5.Gestalten Sie ein Rollenspiel: Meinungsaustausch über das System des Hochschulwesens in Deutschland und in Russland – die Studenten der russischen Universitäten unterhalten sich mit ihren deutschen Freunden.

6.Besprechen Sie mit Ihren Studienkollegen die Bedeutung der Hochschulbildung in der modernen Gesellschaft. Gehen sie dabei auf die Fragen ein:

Wer ist Ihrer Meinung nach ein guter Student?

Welche Bedeutung hat die Dauer des Studiums?

Wie lange soll das Studium an einer Hochschule dauern? Warum?

Was finden Sie besser,früher das Studium abzuschließen oder mit Verständnis und Erfahrung eine Studienfachrichtung zu wählen. Argumentieren Sie Ihre Meinung.

Wer ist Ihrer Meinung nach ein gut ausgebildeter Mensch?

Welche Bedeutung haben die gut ausgebildeten Menschen für die Gesellschaft und für das Land, in dem sie leben und arbeiten?

Sind Sie mit dem Studium an Ihrer Hochschule zufrieden und woran liegt das: an Fächern, Programmen, Ihren Lehrern, an was noch? Was würden Sie verbessern? Formulieren Sie Ihre Vorschläge schriftlich!

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* * *

Nun sind Sie jetzt am Ende der Lektion und schon fähig:

über Schulsystem, Berufsausbildung und Hochschultypen in Deutschland zu erzählen und sie zu charakterisieren;

Probleme der modernen deutschen Schulen und Hochschulen zu beleuchten;

sich über das Bildungswesen und seine Probleme in Russland zu äußern;

die neuen Reformen im deutschen und russischen Schulund Hochschulsystem zu besprechen.

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THEMA: JUGENDKULTUREN IN DEUTSCHLAND

Einstieg ins Thema:

Was versteht man unter dem Begriff Kultur? Welche Rolle spielt die Kultur im Leben der Menschen?

Wie verstehen Sie das Wort „Jugendkultur“? Gibt es einen Unterschied zwischen Kultur und Jugendkultur?

In welchem Zusammenhang stehen die Begriffe – Jugendkulturen und jugendliche Lebenswelten?

Welche Assoziationen haben Sie mit den Vokabeln:

die Elterngeneration – die Kindergeneration

die Erwachsenenwelt – die Welt der Jugendlichen die Gesamtkultur – die Subkultur

die Kulturszene – die Jugendszene die Mode – die Jugendmode

die Innovation

die Gruppensymbole das Outfit

die Jugendbewegung – die Gruppierungen

traditionelle Werte – Ablehnung der allgemein angebrachten Regeln

Die freie Enzyklopädie Wikipedia führt so eine Definition des Begriffes „Jugendkultur“ an:

Als Jugendkultur werden die kulturellen Aktivitäten und Stile von Jugendlichen innerhalb einer gemeinsamen Kulturszene bezeichnet. Der Kern einer Jugendkultur ist die Etablierung einer eigenen Subkultur innerhalb einer bestehenden Kultur der Erwachsenen, da diese den Heranwachsenden keine sie befriedigenden Ausdrucksmöglichkeiten für ihr als neu empfundenes Lebensgefühl anbietet.

Geben Sie Ihre eigene Definition des Begriffes an. Besprechen Sie Ihre Varianten mit den Studienkollegen.

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Lesen Sie den folgenden Text, beachten Sie die Wortschatzerläuterungen und erledigen Sie die anschließenden Aufgaben.

Text 1. Deutsche Jugend – eine pragmatische Generation…

nach Wilhelm Siemers

Wie ist die Jugend von heute in Deutschland? Sind es konsumorientierte Teenager, Karriere versessene Streber oder weltfremde Aussteiger? Ein Blick auf die Jugend von heute zeigt ein differenziertes Bild.

Bei den Jugendlichen gibt es ein buntes Nebeneinander der Kulturen und Lebensstile. Doch trotz dieser Vielfalt haben sie auch gemeinsame Werte: die Jugend von heute ist erlebnisorientiert, zielstrebig, was Beruf und Familie angeht, und auch gesellschaftlich engagiert.

Etwas erleben wollen

Junge Menschen wollen etwas erleben. Es geht darum, Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität auszuleben. Doch nur in die Disko gehen oder ins Kino reicht heute nicht aus. Es muss etwas Ausgefallenes sein. Vielleicht auch deshalb gibt es viele Jugendkulturen in Deutschland. Für die Soziologen ist diese Individualisierung ein längst bekanntes Phänomen. So meint der Begriff „Jugendkultur“ heute vor allem Jugendszenen. Jugendliche finden sich freiwillig zusammen und geben sich ihre eigenen Regeln.

Etwas erreichen wollen

Jugendliche sind im Allgemeinen zielstrebig. Sie wollen im Beruf und in der Familie etwas erreichen. Die Devise der heutigen Jugend heißt: „Aufstieg statt Ausstieg“. Obwohl die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland den persönlichen Optimismus der Jugendlichen dämpfen, lassen sie sich nicht entmutigen. Sie wissen, dass der Schulabschluss der Schlüssel zum Erfolg ist. Jugendliche an Hauptschulen blicken dabei nicht ganz so optimistisch in die Zukunft wie ihre Altersgenossen an Gymnasien. Bemerkenswert ist auch ein geschlechtsspezifischer Trend: Mädchen sind auf der Überholspur. Sie haben im Bereich der Schulbildung die jungen Männer überholt und streben häufiger höhere Bildungsabschlüsse an.

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