Немецкий язык. Учебное пособие по практике устной речи
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THEMA: SITTEN UND BRÄUCHE DEUTSCHLANDS
seitigen, indem er das Fest der Geburt Christi auf diesen Tag, den 25. Dezember, verlegte. Man verwies darauf, dass schon das Alte Testament den erwarteten Erlöser als „Sonne der Gerechtigkeit“ (Mal 3,20) bezeichnet. Außerdem habe sich Christus selbst das „Licht der Welt“ (Joh. 8,12) genannt, der als das „Wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet“ (Joh. 1,9), in diese Welt gekommen sei. Mit der Datierung des Weihnachtsfestes auf das Fest des „Unbesiegbaren Sonnengottes“ gaben die Christen den Heiden zu verstehen: Die Sonne ist gut, und wir freuen uns ihres immer neuen Sieges nicht weniger als ihr. Aber sie hat ja keine Macht aus sich selbst, sondern sie hat nur Kraft, weil Gott sie erschaffen hat. So kündet sie uns von dem wahren Licht, von Gott, dem Schöpfer aller Dinge. Deshalb feiern wir an Weihnachten das Kommen des wahren Gottes, den Urquell allen Lichtes, nicht aber sein Werk, die Sonne, die kraftlos wäre ohne ihn. Das ist der Sinn von Weihnachten: Es ist der Geburtstag Christi, die Wintersonnenwende der Weltgeschichte, die uns in allen Aufund Niedergängen der Geschichte die Gewissheit gibt, das die dunklen Mächte der Finsternis keine endgültige Macht besitzen.
Durchsetzen konnte es aber erst Papst Liberius 354. Zum Dogma wurde es auf dem 2. Konzil von Konstantinopel 381 unter Kaiser Theodosius erklärt.
Im 7. und 8. Jahrhundert setzte sich der Brauch, das Fest am 25. Dezember zu feiern auch in Deutschland durch. Die Mainzer Synode erklärt 813 diesen Tag offiziell zum „festum nativitas Christi“. Mit ihm begann damals das Kalenderjahr. Der erste Januar wurde erst ca. 800 Jahre später mit Einführung des Gregorianischen Kalenders zum Jahresbeginn. Im Verlaufe der Christianisierung der Menschheit hat das Weihnachtsfest dann seine heutige weltweite Verbreitung gefunden.
Der christliche Weihnachtsfestkreis beginnt mit der vierwöchigen Vorbereitungszeit des Advents und reicht in den katholischen Bereichen bis zum 6. Januar (Dreikönigstag). Die Griechisch-Orthodoxen feiern die Geburt Jesu erst am 6.1., die Armenier am 18./19. 1.
Zur Theologie des Weihnachtsfestes:
Wenn die frühe Christenheit vom „Anfang“ der „Frohen Botschaft von Jesus Christo“ sprach, so meinte sie den Beginn seines öffentlichen
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Wirkens. Erst später fragte die Kirche nach dem ‚Ursprung Jesu in Gott‘, also nach seiner Geburt, seiner Kindheit und Jugend. Diese Frage wurde im Licht des Osterereignisses gestellt und beantwortet. Die Geburt wurde prophetisch angekündigt und direkt vorausgesagt.
Ein Nebenmotiv ist die Verbindung mit den Erzählungen von der Geburt Johannes des Täufers.
In Christus bricht die Zeit der Erfüllung und Vollendung an. Die Engel als endzeitliche Gottesboten sind hier vor allem zu nennen. So wird das Weihnachtsevangelium gleichsam von zwei Scheinwerfern angestrahlt: dem (im Licht milderen) der Prophetie und dem helleren, leuchtenderen der apokalyptischen Erfüllung.
Im Evangelium des Lukas (in dem der größte Teil der Kindergeschichten Jesu beschrieben ist) fällt auf, mit wie kargen Worten die Geburt des Herrn beschrieben wird und wie breit der Evangelist die Verkündigung an die Hirten und deren Kommen darstellt. Matthäus erwähnt die Geburt nur in einem Nebensatz und wendet sich dann dem Stern der Offenbarung und dem Kommen der Magier zu. Wichtig war das Aufleuchten der Herrlichkeit Gottes, die im Kind sichtbar ist. Selbst die Weltmacht Rom (und damit alle irdische Macht) muss in den Dienst des Kindes treten. (Lukas 2, 1–3 „Es begab sich aber zu der Zeit ...“) Mit der Geburt Jesu soll verdeutlicht werden, dass dieses Kind wahrer Gott und wahrer Mensch in einer unauflöslichen Verbindung ist.
Texterläuterungen
Mithraskult: Mithras ist ein altpersischer Gott des Lichts, der auch unter den Staatsgöttern des mesopotamischen Reichs um 1400 v.Chr. Mitanni genannt wurde.
Isiskult: Isis ist in der ägyptischen Mythologie Schwester und Gemahlin des Osiris, von dem sie Horus als Sohn zur Welt brachte. Sie galt auch als Göttin der Toten.
Acht Tage vor dem 25. Dezember wurden im alten Rom die Saturnalien – das Fest zu Ehren des Gottes Saturn – begannen.
Apokalypse ist eine thematisch bestimmte Gattung der religiösen Literatur, die Gottesgericht, Weltuntergang und Zeitenwende in den Mittelpunkt stellt.
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Johannes der Täufer ist eine der zentralen Figuren des Christentums, er verkündete die nahe Ankunft des Messias. Seine Bedeutung und seine Leistung in den Evangelien beschränkt sich im Wesentlichen auf die Taufe Jesu am Fluss Jordan.
Verkündung ist das nachdrückliche Kundtun eines wichtigen Sachverhalts, das Wort wird auch im Zusammenhang mit Prophezeiungen verwendet.
Merken Sie sich:
Deklination von „Jesus [Christus]“
Die Flexionsformen lauten im Genitiv Jesu [Christi], im Dativ Jesu [Christo], im Akkusativ Jesum [Christum] und im Vokativ Jesu [Christe]. Der Name bleibt allerdings, außer im Genitiv, heute meist unflektiert: mit/für Jesus [Christus]. Keine Flexion tritt ein, wenn Herr vorausgeht: das Leiden des/unseres Herrn Jesus (nicht mehr: Herrn Jesu); der Glaube an den/unseren Herrn Jesus (nicht mehr: Herrn Jesum).
(Aus: Duden 9, „Richtiges und gutes Deutsch“, zit. n. Duden-Newsletter vom 5. April 2007)
Beantworten Sie die Fragen zum Text:
1.Was für ein Tag ist der 25. Dezember, von wem, wo und warum wurde dieser Tag gefeiert?
2.Wer hat den 25. Dezember als Geburt Christi proklamiert?
3.Wie ist der Zusammenhang zwischen Christus und Sonne?
4.Wann wurde der Gregorianische Kalender eingeführt?
5.Womit beginnt der christliche Weihnachtsfestkreis?
6.Welches Motiv dominiert in Evangelien?
7.Wie wird die Geburt Christi in verschiedenen Evangelien präsentiert?
Die Weihnachtsgeschichte
Gottes Sohn kommt in die Welt
In dieser Zeit befahl der Kaiser Augustus, dass alle Bewohner des römischen Reiches namentlich in Listen erfasst werden sollten. Eine solche Volkszählung hatte es noch nie gegeben. Sie wurde durchgeführt als Quirinius Gouverneur in Syrien war.
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Jeder musste in die Stadt gehen, aus der er stammte, um sich dort eintragen zu lassen. Weil Joseph ein Nachkomme Davids war, der in Bethlehem geboren wurde, reiste er von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa. Joseph musste sich dort einschreiben lassen, zusammen mit seiner jungen Frau Maria, die ein Kind erwartete.
Als sie in Bethlehem waren, brachte Maria ihr erstes Kind – einen Sohn – zur Welt. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im Stall, weil sie in dem Gasthaus keinen Platz bekommen hatten.
Die Hirten auf dem Feld
In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden. Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte: „Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch die größte Freude für alle Menschen: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!“
Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten: „Gott im Himmel gehört alle Ehre; denn er hat den Frieden auf die Erde gebracht für alle, die bereit sind, seinen Frieden anzunehmen.“
Nachdem die Engel sie verlassen hatten, beschlossen die Hirten: „Kommt, wir gehen nach Bethlehem. Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und wovon Gottes Engel gesprochen hat.“ Sie machten sich sofort auf den Weg und fanden Maria und Joseph und das Kind, das in der Futterkrippe lag.
Als sie das Kind sahen, erzählten die Hirten, was ihnen der Engel gesagt hatte. Und alle, die ihren Bericht hörten, waren darüber sehr erstaunt. Maria aber merkte sich jedes Wort und dachte immer wieder darüber nach. Dann kehrten die Hirten zu ihren Herden zurück. Sie lobten und dankten Gott für das, was sie in dieser Nacht erlebt hatten. Alles war genau so, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.
(Die Bibel – Lukas 2, 1–20)
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Aufgaben
1.Was haben Sie Neues aus den Texten erfahren?
2.Erzählen Sie über den Ursprung des Weihnachtsfestes.
3.Erzählen Sie Weihnachtsgeschichten, die Sie kennen.
4.Lesen Sie Weihnachtsund Neujahrsglückwünsche. Behalten Sie
diese, beschreiben Sie die Situation, wo man Sie gebrauchen kann.
Frohe Weihnachten und ein gutes (glückliches) neues Jahr! Viel Glück im neuen Jahr!
Alles Gute für das neue Jahr! Ein gutes Neujahr!
Die besten Wünsche zum neuen Jahr! Herzlichen Glückwunsch zum Jahreswechsel!
Meine besten Glückwünsche zum Weihnachtsund Neujahrsfest! Frohe Festtage und viel Glück und Erfolg für das kommende Jahr! Guten Rutsch ins neue Jahr (umg.)!
Ich wünsche Ihnen zum Neuen Jahr alles Beste, Gesundheit, Glück und Erfolg.
Text 4. Das Weihnachtsfest in seinen vielfältigen Funktionen und Aspekten
Uwe Kühneweg (gekürzt)
Der christliche Gehalt des Festes
Was wenig bekannt ist: Unter den großen Kirchenjahresfesten ist Weihnachten das jüngste. Als Fest der Menschwerdung Gottes ist es gewiss kein marginales Datum des Kirchenjahres, aber es wird an Bedeutung deutlich übertroffen vom Triduum der heiligen Woche, insbesondere vom Osterfest. Weil die Festlegende des Weihnachtsfestes besonders viele mythologische Elemente aufweist, spielen die Texte um Weihnachten in der systematischen Theologie heute eine geringe Rolle. Hierzu hat auch die gegenüber der alten Kirche geänderte Fragerichtung in der Christologie beigetragen.
Der stabilisierende Faktor für die Volkskirche
Trotz dieser theologischen Marginalisierung spielt das Weihnachtsfest für die Stabilität der Volkskirche in Deutschland eine erhebliche Rolle, es dient auch geradezu als einer der Gradmesser
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ihrer Lebendigkeit. Alle deutschen Landeskirchen lassen die Besucherzahlen der Weihnachtsgottesdienste für ihre Statistiken erheben. Obwohl der Besuch der Weihnachtsgottesdienste nur hier und da von Konfirmationsgottesdiensten übertroffen wird, darf der Eindruck freilich nicht trügen: Es sind insgesamt nur etwa 30% der evangelischen Kirchenmitglieder, die an Weihnachten in die Kirche gehen. Diese Zahl stimmt auch schon deshalb nicht ganz genau, weil Weihnachtsgottesdienste vermutlich auch eine gewisse Zahl von Ausgetretenen und anderen Nichtmitgliedern der Kirchen anziehen.
Bei den Katholiken liegt der Anteil der Kirchenbesucher an Weihnachten höher, aber dies entspricht genau dem Befund in anderen Zeiten des Kirchenjahres.
Das Bescherfest
Seit der Reformationszeit ist in Deutschland das winterliche Kinderbescherfest vom Nikolaustag auf das Weihnachtsfest verlagert. (In anderen Ländern sind solche Kinderbeschertage vom eigentlichen Weihnachtsfest getrennt, so etwa in Italien, wo am 6. Januar die Hexe „La Befana“ die Geschenke bringt.)
Im 19. Jahrhundert ist daraus aber das allgemeine Bescherfest der Familie geworden.Als solches ist es auch ein Wirtschaftsfaktor der Konsumgesellschaft (s.u.). Aber auch über den familiären Zusammenhang hinaus wird an Weihnachten geschenkt, in Betrieben, Schulkassen und Vereinen.
Das Fest der bürgerlichen Familienideologie
Im traditionellen deutschen Weihnachtsfest feiert sich die Familie selbst und begründet sich je neu. Ursprünglich in gehobenen bürgerlichen Kreisen beheimatet, hat sich die Weihnachtsfeier mit Tannenbaum und Geschenken im 19. Jahrhundert in alle Schichten der Bevölkerung ausgebreitet.
Das Weihnachtsfest ist das Fest der versammelten Familie. Wie die heilige Familie in trauter Eintracht an der Krippe versammelt ist, so führt Weihnachten Familien zusammen. Nicht zufällig wurden die Passierscheinregelungen im geteilten Berlin der 60er Jahre zuerst für die Weihnachtstage erzielt.
Das Weihnachtsfest symbolisiert die heile Familie ohne Konflikte. Das Friedensmotiv führt direkt zu Aggressionsverdrängung und in-
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szenierter Harmonie. Diese Problematik wird heute, in einer Zeit der Ausdifferenzierung familialer Lebensformen, sehr viel stärker empfunden als in Zeiten, in denen die Familie (als Kleinoder Großfamilie) wenigstens als Ideal noch Bedeutung hatte.
Das Konsumfest als Wirtschaftsfaktor
Die deutsche Wirtschaft ist auf Weihnachten eingestellt, ja zu einem gewissen Prozentanteil lebt sie von Weihnachten. In manchen Branchen werden bis zu 40% des Jahresumsatzes in den letzten Wochen vor Weihnachten erzielt. Das Weihnachtsgeld muss ausgegeben werden. Tatsächlich ist diese Sonderzuwendung, die die meisten Arbeitgeber gewähren, ein starker Anheizer der Konjunktur im Winter.
Das Friedensfest
Die Integrationskraft des Weihnachtsfestes beruht nicht zuletzt darauf, dass viele seiner Motive vom spezifisch christlichen Hintergrund leicht abzulösen sind. So entwickelte sich aus der Botschaft der Engel an die Hirten (Friede auf Erden) der Gedanke an Weihnachten als ein universales Friedensfest. Tatsächlich schwiegen in Kriegszeiten nicht selten über die Weihnachtsfeiertage die Waffen, so auch noch im Viet- nam-Krieg.
Weihnachten als Last
Weihnachten wird natürlich als Stress erlebt von vielen Pfarrern und Pfarrerinnen, aber auch – in anderer Hinsicht – von einem erheblichen Teil der Bevölkerung.
Nicht umsonst fragen wir einander nach Weihnachten: „Hast Du die Feiertage gut überstanden?“ Sie sind offenbar bedrohlich, nicht nur für den Verdauungstrakt.
Jedes Jahr erscheinen in Zeitschriften mehr oder weniger komische oder auch besinnliche Artikel zum Problem, wie man denn Weihnachten in seiner herkömmlichen Gestalt entfliehen könnte. Oder auch nicht, denn Weihnachten entkommt keiner so leicht: Auch die Flucht an südliche Strände bewahrt nicht vor Weihnachtsbäumen und Touristensentimentalität.
Aber die Zeiten ändern sich. Seit einigen Jahren öffnen immer mehr Gaststätten und Cafés am Heiligabend und bieten so den Weihnachtsflüchtigen eine gewisse Heimstatt.
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Weihnachten als Krisenzeit
Die Besetzung des Festes durch Friedensund Familienideologie steigert nicht selten die Not zur akuten Krise. So bei einsamen Menschen: Angesichts der (vorgeblichen) Harmonie der Außenwelt wird das eigene Alleinsein umso stärker empfunden. So steigt die Suizidrate über die Weihnachtstage deutlich an. Aber auch die Zahl der Gewaltverbrechen, insbesondere Körperverletzungsund Totschlagsdelikte in der Familie ist an Weihnachten erheblich. Gerade die vermeintliche, durch die Festideologie vorgegebene Nötigung zur Harmonie offenbart die Brüchigkeit von menschlichen Beziehungen.
Texterläuterungen
Das Triduum ist eine Zeitperiode, die 3 Tage lang dauert. Marginalisierung ist ein Prozess, bei dem sozial schwächere Be-
völkerungsschichten an den Rand (margin) der Gesellschaft gedrängt werden und dadurch nicht mehr am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Der gleiche Prozess kann in allen Sphären des gesellschaftlichen Lebens vor sich gehen, also auch im Bereich der Religion.
Als Vietnamkrieg wurde die letzte, besonders verlustreiche Etappe (ca.1964–1974) in einem dreißigjährigen bewaffneten Konflikt bezeichnet, der 1946 mit dem Widerstand der vietnamesischen Kommunisten und anderer Gruppierungen gegen die französische Kolonialmacht begonnen hatte. Daran beteiligten sich mehrere Staaten, in erster Linie Vietnam, die USA, die Sowjetunion u.a.
Aufgaben zum Text
1.Ergänzen Sie die fehlenden Wörter in den Sätzen:
Seit der …………… ist in Deutschland das ………….. Kinderbescherfest vom ………………... auf das Weihnachtsfest verlagert. Jedes Jahr erscheinen in Zeitschriften …………… Artikel zum Problem, wie man Weihnachten in seiner ……………. Gestalt ……………….. könnte. Die Flucht an …………….. bewahrt nicht vor ……………………… und Touristensentimentalität. Die durch die Festideologie ………….. Nötigung zur Harmonie ………… die Brüchigkeit von ……………….... Beziehungen.
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2.Welche gesellschaftliche Rolle spielt heute das Weihnachtsfest in Deutschland?
3.Welcher Aspekt des Weihnachtsfestes dominiert in der modernen Gesellschaft und warum?
4.Was wissen Sie über die Situation in den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts in Berlin? Warum war Berlin damals geteilt?
5.Besprechen Sie mit Ihren Studienkollegen die Fragen:
▪ist das Weihnachtsfest wirklich eine Krisenzeit?
▪worauf ist das zurückzuführen und wovon hängt das ab?
▪kann/soll die Situation verbessert werden?
6.Erklären Sie die Bedeutung folgender Wörter und Ausdrücke
aus dem Text. Aktivieren Sie diese Wörter in Sätzen.
an Bedeutung deutlich übertroffen sein, das Bescherfest, verlagern, beheimatet sein, in trauter Eintracht, inszenierte Harmonie, Ausdifferenzierung familialer Lebensformen, ein erheblicher Teil, besinnlich, akute Krise, die Brüchigkeit von Beziehungen.
7.Besprechen Sie mit Ihren Kollegen folgende Themen: der christliche Gehalt des Festes;
der stabilisierende Faktor für die Volkskirche; das Fest der bürgerlichen Familienideologie; das Konsumfest als Wirtschaftsfaktor;
das Friedensfest; Weihnachten als Last;
Weihnachten als Krisenzeit.
Machen Sie einen ausführlichen Bericht über Weihnachten, wobei Sie verschiedene Standpunkte beleuchten.
8.Was gibt es Gemeinsames beim Feiern des Weihnachtsfestes in Deutschland und des Neujahrsfestes in unserem Land, was ist unterschiedlich? Welche Traditionen stimmen dank ihrem gemeinsamen Ursprung überein?
Text 5. Karneval
Karneval wird nicht überall in Deutschland gefeiert. Besonders viele Menschen feiern es im Rheinland. Gut bekannt sind die Feiern in den Städten Köln, Düsseldorf und Mainz. Aber auch in anderen Teilen
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Deutschlands feiert man dieses Fest. Nur gibt man dort dem Fest andere Namen: „Fastnacht“ oder „Fasching“.
Der Brauch, Karneval oder Fastnacht zu feiern ist sehr alt. Schon im 13. Jahrhundert gab es Karnevalsumzüge, und ein Karnevalskönig wurde gewählt. Karneval ist eine Zeit, um einmal richtig lustig zu sein. Man verkleidet sich und zieht bunte Kleider oder Masken an. Dann geht man zu Karnevalsfeiern oder auf Karnevalsumzüge mit großen bunt geschmückten Wagen.
Den Winter vertreiben
In Süddeutschland, aber auch in der Schweiz und in Österreich, heißt der Karneval „Fas(t)nacht“. Oft sieht man in der Fastnachtszeit Menschen mit Masken durch die Straßen ziehen. Diese Masken sollen Angst machen. Auch Hexen mit ihren Besen kann man sehen. Manche der Gestalten tragen auch Glocken oder Peitschen, mit denen sie viel Lärm machen. Früher wollte man damit den Winter vertreiben. Die bösen Geister, die Wachstum und Ernte bedrohen, sollten verscheucht werden. Und die guten Geister, die den Frühling bringen, sollten geweckt werden. Heute glauben nicht mehr viele Menschen daran. Aber es ist ein alter Brauch, und den Menschen macht es Spaß, dabei mitzumachen.
Feste und Festzüge
Im Rheinland wird der Karneval anders gefeiert. Vieles erinnert dort an die Zeit von 1823. Der Krieg gegen die Franzosen war gerade vorbei, und in Köln fand wieder der erste Karnevalsumzug statt. So haben auch heute noch viele Menschen die Kleider an, die man damals getragen hat: Soldatenkleider und schöne Kostüme. In Köln beginnt der Karneval am 11.11. mit lustigen Festen in großen Häusern, mit sogenannten „Sitzungen“.
Richtig gefeiert wird dann aber im Frühling. Fast eine Woche lang sieht man verkleidete Menschen auf der Straße oder bei Festen. Höhepunkt ist ein langer Zug mit vielen bunten Wagen und verkleideten Menschen am Rosenmontag.Viele Stunden lang gehen die Festzüge durch die Stadt, und viele Menschen stehen an den Straßen und schauen zu. Die Schulen und die meisten Geschäfte sind an diesem Tag geschlossen.
Am Aschermittwoch ist alles vorbei
Zwei Tage später ist dann alles vorbei. Am sogenannten „Aschermittwoch“ endet der Karneval. Jetzt beginnt die 40tägige
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