Добавил:
Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:

Немецкий язык. Учебное пособие по практике устной речи

.pdf
Скачиваний:
0
Добавлен:
12.08.2026
Размер:
995 Кб
Скачать

THEMA: BILDUNGSWESEN IN DEUTSCHLAND

liche Lehre abzuschließen. Als Beispiel nennt man unter anderem die Kombination Tischlerlehre mit einem anschließenden Architekturstudium. Durch eine umfassende Handwerksausbildung bekommen angehende Architekten gute theoretische und praktische Erfahrungen unter anderem beim Umgang mit verschiedensten Materialien als auch deren Einsatzund Verarbeitungsmöglichkeiten. Für den angestrebten Beruf ist zudem immer gut, Fertigungsprozesse selbst kennen gelernt zu haben.

(wesentlich gekürzt, aus „Berliner Morgenpost“)

Text 3. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt

Nicht immer steht für jeden Jugendlichen, der eine Ausbildung machen möchte, eine Lehrstelle zur Verfügung, denn der Ausbildungsstellenmarkt ist eng an den Arbeitsmarkt gekoppelt: In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit fehlt es oft auch an Lehrstellen.

In Deutschland gibt es Regionen, in denen die Lehrstellensuche ausgesprochen mühsam ist. Zum Beispiel konkurrieren in Nord Rhein Westfallen etwa 100 Azubis um 73 Lehrstellen. In Ostdeutschland stehen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz wegen der rückläufigen Schulabgängerzahlen recht gut. Mit Abstand die größte Auswahl finden angehende Auszubildende in Hamburg. Auf 100 Bewerber kommen in der Hansestadt fast 150 Ausbildungsangebote.

Berufe mit Bewerberüberschuss ... und Berufe mit Bewerbermangel

Die erfreulichen Statistiken dürfen nicht hinwegtäuschen, denn Ausbildungswunsch und Ausbildungsangebot passen oft nicht zusammen.

Manche Berufe leiden unter ihrem schlechten Image: Laut einer Befragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) glauben viele Ausbildungsplatzbewerber mit der Berufswahl Reinigungsfachkraft bei Freunden und Bekannten schlecht da zu stehen. Ähnlich denken die Azubis über den Fleischerberuf und über den Bäckerberuf.

Bei den Bankund Versicherungskaufleuten sowie in vielen Metallund Elektro-Berufen übersteigt das Angebot an Lehrstellen die Nachfrage – trotz guter beruflicher Perspektiven. Oft gelingt es hier, unbesetzte Ausbildungsplätze an Bewerber zu vermitteln, die in ihrem Wunschberuf nicht zum Zug gekommen sind.

121

А. В. АВЕРИНА, И. А. ШИПОВА. НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК

Dafür aber möchten zu viele junge Menschen Schmied, Schlosser oder Mechaniker werden, während es auf der anderen Seite an Metallverformern, Werkzeugmachern und Montierern fehlt.

Aber eine gute Nachricht ist, dass der Anteil der erfüllten Ausbildungswünsche sich in den vergangenen Jahren erhöht hat. Das ist ein Beleg dafür, dass sich die Lage auf dem Arbeitsund dem Ausbildungsstellenmarkt verbessert.

Aufgaben

1.Stellen Sie eine Liste der gewünschten und nicht gewünschten Berufe in Deutschland zusammen.Versuchen Sie Ihre Erklärung zu geben, warum die meisten Azubis bestimmte Berufe wählen, und warum sie mit einer anderen Berufswahl bei Freunden schlecht da zu stehen glauben.

2.Schreiben Sie aus dem Text des Artikels die unterstrichenen Wörter aus. Finden Sie ihre Übersetzung im Wörterbuch. Bilden Sie damit Beispiele.

3.Beantworten Sie die Fragen:

Welche Anforderungen werden an die Azubis gestellt?

Aus welchen Bereichen sind Kenntnisse für die Berufsausbildung vorteilhaft?

Welche Berufe sind in Russland beliebt und warum? Vergleichen Sie die Situation in Deutschland und in Russland.

4.Gruppenarbeit: Talkshow. Verteilen Sie die Rollen und präsen-

tieren Sie die Situation. Verwenden Sie den angegebenen Wortschatz.

Situation:

In Russland sind viele Absolventen von Berufsschulen arbeitslos. Um das Problem zu lösen, beschließt das Ministerium für Bildungswesen einen Vertreter aus dem Ministerium nach Deutschland zu schicken, damit er Erfahrungen sammelt und genaue Wege zur Lösung des Problems findet.

Die an der Talkshow teilnehmenden Personen:

1 – Moderator

2 – Vertreter aus dem Ministerium für Bildungswesen in Russland

3 – Direktor einer deutschen Berufsschule

122

THEMA: BILDUNGSWESEN IN DEUTSCHLAND

4 – Vertreter eines renommierten deutschen Unternehmens

Wortschatz:

Das duale System, einen Einstieg in die Berufstätigkeit finden; im Beruf theoretisches Wissen anwenden; die duale Form der Ausbildung sorgt für eine extrem niedrige Arbeitslosigkeit; berufliche Bildung als Sprungbrett; Werte vermitteln; viel Wert auf Teamplay legen; eine praxisorientierte Ausbildung ermöglichen; im Ausbildungsbetrieb ausgebildet werden; an der Berufsschule ausgebildet werden; durch die Bildungspolitik geregelt werden; Ausbildungsinhalte auf Bedarf des Unternehmens abstimmen; die Ausbildungsvergütung; der Auszubildende (Azubi); die Qualifikation unter Beweis stellen; die Aushändigung des Ausbildungszeugnisses; in einen anderen Beruf wechseln; an gesellschaftliche Ansprüche angepasst werden; die Kombination von Theorie und Praxis; begehrt sein; eng an den Arbeitsmarkt gekoppelt sein.

5.Fassen Sie zusammen, was Sie über die Berufsausbildung in Deutschland erfahren haben und bereiten Sie ein Referat zum Thema „Das System der beruflichen Ausbildung in Deutschland“ vor.

TEIL III. HOCHSCHULEN

Informieren Sie sich über die Hochschulbildung in Deutschland. Lesen Sie die Texte und erledigen Sie anschließend die Aufgaben dazu.

Text 1. Hochschulen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Eine Hochschule ist im weiteren Sinne eine zusammenfassende Bezeichnung für eine Universität, eine Fachhochschule oder eine Kunsthochschule. Im engeren Sinn bezeichnet eine Hochschule eine Einrichtung, die Forschung betreibt, wissenschaftliche Lehre (Studium) vermittelt und akademische Grade verleiht, die jedoch gegenüber einer Universität über ein eingeschränktes Studienangebot verfügt. Ein Beispiel hierfür sind technische oder medizinische Hochschulen, wenngleich zahlreiche technische Hochschulen, um

123

А. В. АВЕРИНА, И. А. ШИПОВА. НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК

ihre Gleichrangigkeit mit den althergebrachten Universitäten zu betonen, in Technische Universität umbenannt wurden, wie etwa die TU Darmstadt oder die TU München. Die einzige technische Hochschule Deutschlands, die sich noch TH nennt, ist die RWTH Aachen.

Man unterscheidet staatliche und nichtstaatliche Hochschulen. Nichtstaatliche Hochschulen werden von Kirchen, Gemeinden aber auch von Stiftungen und in neuerer Zeit auch von Privatunternehmen getragen. Die rechtliche Stellung von Hochschulen wird durch das Hochschulrecht geregelt, welches Länderkompetenz ist. Der Bund hat jedoch eine Rahmenkompetenz und übt diese im Hochschulrahmengesetz aus.

Eine Hochschule besteht im Wesentlichen aus Fakultäten, der Hochschulleitung aus Rektorat/Präsidium, Kanzler; der Zentralen Hochschulverwaltung, Akademischer Senat, sowie Zentralen Service-Einrichtungen der Hochschule (Hochschul-Bibliothek, Rechenzentrum, Zentrale Studienberatung, Career Service, Akademisches Auslandsamt).

Die an einer Hochschule eingeschriebenen Studierenden bilden die Studierendenschaft, ihre Selbstverwaltung und Interessenvertretung wird dabei in den meisten Bundesländern als verfasste Studierendenschaft bezeichnet.

Für den Betrieb von Mensen und Wohnheimen, für BAföG-Verwal- tung und für weitere Angebote im Umfeld einer Hochschule sind die Studentenwerke zuständig. Die Volkshochschulen sind keine Hochschulen.

Eine Besonderheit sind die Pädagogischen Hochschulen. Sie wurden in den 1960er Jahren in den meisten deutschen Bundesländern in Universitäten eingegliedert, um die Lehrerbildung zu verwissenschaftlichen. Lediglich in Baden-Württemberg sowie – nach 1990 – in Sachsen haben sich Pädagogische Hochschulen gehalten, auch wenn die Forderung nach ihrer Integration in Universitäten nie verstummt ist. Erst Ende der 1990er Jahre erhielten die Pädagogischen Hochschulen ein (eingeschränktes) Habilitationsrecht, woran man die Problematik ihres wissenschaftlichen Standortes bereits erkennen kann.

(http:/de.wikipedi.org/wiki/)

124

THEMA: BILDUNGSWESEN IN DEUTSCHLAND

Informieren Sie sich über die deutschen Hochschulen. Die Wortschatzerläuterungen helfen Ihnen dabei. Machen Sie anschließend die Aufgaben zum Text.

Text 2. Typen der Hochschulen in Deutschland

gekürzt, aus „Tatsachen über Deutschland“

Universitäten

Die meisten Studierenden besuchen immer noch die Universitäten und ihnen gleichgestellte Hochschulen, bei denen das Studium mit einer Diplom-, Magisteroder Staatsprüfung abgeschlossen wird. Seit 1998 werden an ihnen verstärkt auch Bachelorund Masterabschlüsse angeboten. Anschließend ist eine weitere Qualifizierung bis zur Doktorprüfung (Promotion) oder bis zum Abschluss eines Graduiertenstudiums möglich. Einige Studiengänge haben nur die Magisteroder Doktorprüfung als Abschluss. Zur besseren internationalen Anerkennung von Studienleistungen und Abschlüssen in Deutschland wurde gesetzlich die Einführung eines Leistungspunktsystems ermöglicht.

Fachhochschulen

Als zweite Säule des deutschen Hochschulsystems vermitteln die Fachhochschulen vor allem in den Bereichen Ingenieurwesen, Informatik, Wirtschaft, Sozialwesen, Design und Gesundheit eine praxisbezogene Ausbildung, die mit einer Diplomprüfung abschließt. Seit 1998 können auch hier Bachelorund Master-Studiengänge eingerichtet werden. Jeder vierte Studierende wählt heute diesen Hochschultyp, der sich auch durch eine kürzere Studiendauer und eine stärkere Strukturierung des Studiums auszeichnet.

Neben einem klassischen Fachhochschul-Studium gibt es die Möglichkeit, eine akademische Ausbildung in einem Dualen Studium noch stärker mit dem Einstieg ins Berufsleben zu verknüpfen. Solche Studiengänge bieten Fachhochschulen und Berufsakademien an.

Wenn man sich für ein Duales Studium entscheidet, muss man auch einen Vertrag mit einem Unternehmen abschließen. Die Ausbildung findet dann an zwei verschiedenen Orten statt: im Betrieb und an der Hochschule. In den meisten Fällen werden die Arbeitsphasen bezahlt und Studiengebühren vom Unternehmen übernommen.

125

А. В. АВЕРИНА, И. А. ШИПОВА. НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК

Die meisten Hochschulen in Deutschland werden vom Staat finanziert. Einige werden von der Kirche betrieben, daneben gibt es mehr als 120 private Hochschulen, deren Studienabschlüsse vom Staat anerkannt werden. Viele private Hochschulen sind Fachhochschulen.

Fernuniversität

1974 wurde die Fernuniversität Hagen als einzige Fernuniversität im deutschsprachigen Raum gegründet. Die Studierenden werden in regionalen Studienzentren – einige davon auch im deutschsprachigen Ausland sowie in den mittelund osteuropäischen Staaten – betreut. Die Studienangebote der Fernuniversität in Hagen richten sich insbesondere an Studenten, die nicht an einer Präsenzuniversität studieren können. Rund 80 Prozent der in Hagen immatrikulierten Studierenden ist gleichzeitig berufstätig.

Neben der Fernuniversität Hagen bieten private Fern-Fach- hochschulen bundesweit Angebote im Fernstudium an. Auch die Präsenzhochschulen engagieren sich zunehmend im Fernstudium. Rechnervernetzung und Multimedia eröffnen dem Fernstudium heute vielfältige neue Möglichkeiten zur Gestaltung moderner und bedarfsgerechter Studienangebote. In diesem Zusammenhang sind in mehreren Ländern Verbünde entstanden, die virtuelle Studienmöglichkeiten anbieten.

Entwicklung der Hochschulen

Die Bildungspolitik hat die Hochschule weiten Bevölkerungsschichten geöffnet. Im Wintersemester 1952/53 kamen z.B. vier Prozent aller Studienanfänger aus Familien mit geringer Bildungstradition und niedrigem Einkommen, heute sind es rund 13 Prozent. 1952 war ein Fünftel aller Studierenden Frauen. Heute sind es über 47 Prozent.

Derzeit sind rund 1,9 Millionen Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben.

Zulassung

Neben der Hochschulreife (das Abitur) gibt es noch diverse andere Zulassungsvoraussetzungen, die je nach Hochschulart und Bundesland variieren.

Der gewaltige Andrang zu den Hochschulen hat trotz aller Ausbaumaßnahmen dazu geführt, dass für einen Teil der Fächer bundesweite Zulassungsbeschränkungen (Numerus clausus) eingeführt

126

THEMA: BILDUNGSWESEN IN DEUTSCHLAND

werden mussten, da die Studienplatzkapazität nicht ausreicht. In der Regel entscheiden die Durchschnittsnoten des Abiturzeugnisses und die Wartezeit über die Zulassung. Ein Teil der Studienplätze in den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen wird in Auswahlverfahren der Hochschulen vergeben. Danach sind für die Zulassung neben der Durchschnittsnote des Abiturzeugnisses und der Wartezeit unter anderem Auswahlgespräche maßgeblich.

Studienfachwahl

Die Wahl des Studienfachs wird wesentlich auch durch die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt beeinflusst. Seit etwa dreißig Jahren ungebrochen ist der Zulauf zu den Rechts-, Wirtschaftsund Sozialwissenschaften, die von einem knappen Drittel aller Studierenden frequentiert werden. Danach kommen mit einem knappen Viertel die Sprach und Kulturwissenschaften, mit jeweils einem Sechstel die Ingenieurwissenschaften sowie die Mathematik und die Naturwissenschaften und schließlich die Humanmedizin.

Studentinnen bevorzugen vor allem die Fächer der Sprachund Kulturwissenschaften, während sich Studenten stärker den technischen Disziplinen und Naturwissenschaften zuwenden. Ähnlich stark ist bei beiden Geschlechtern das Interesse an den wirtschaftswissenschaftlichen Fächern.

Studiendauer

Das Studium an einer Hochschule ist in einem Studiengang organisiert, dessen inhaltlichen und formalen Ablauf eine Studienordnung regelt. Die Studiendauer umfasst danach an den Universitäten und gleichgestellten Hochschulen in der Regel mindestens vier, an den Fachhochschulen mindestens drei Jahre (Regelstudienzeiten).

Oft verbrachte ein Student an der Universität bis zum Abschluss durchschnittlich zwölf Semester, also sechs Jahre. An der Fachhochschule waren es knapp zehn Semester. Das ist im internationalen Vergleich zu lang.

Mit der Umstellung auf Bachelor und Master haben sich die Bedingungen des Studiums an der Universität verändert. An die Stelle des weitestgehend selbstbestimmten Studiums ist ein stärker verschultes System getreten. Durch Einführung eines 3-jährigen, grundständigen Studiums mussten viele Studiengänge neu strukturiert und vor allem

127

А. В. АВЕРИНА, И. А. ШИПОВА. НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК

stärker durchorganisiert werden. Mit den neuen Studienabschlüssen trat die Vorbereitung auf das Berufsleben stärker in den Vordergrund, während die Bedeutung der wissenschaftlichen Ausbildung zurückging. Zur Verkürzung der Studienzeiten trug auch die Modernisierung des Studiums bei.

Lehrende

Etwa 32% von an den deutschen Hochschulen Beschäftigen gehören zum hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen Personal. Ca. 8% davon waren Professoren. Die Gruppe der nebenberuflich Tätigen setzt sich aus Lehrbeauftragten, wissenschaftlichen Hilfskräften und Gastprofessoren zusammen.

Das hauptberufliche wissenschaftliche und künstlerische Personal besteht aus den Hochschullehrern (Professoren und Juniorprofessoren), den wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern sowie den Lehrkräften für besondere Aufgaben. Die Hochschullehrer nehmen ihre Aufgaben in Forschung, Lehre und Weiterbildung selbstständig wahr. Dazu gehören die Abhaltung von Lehrveranstaltungen und Prüfungen, die Durchführung von Forschungsprojekten und die Beteiligung an Studienreform und -beratung sowie an der Verwaltung der Hochschule.

Lange Zeit spielten die Lehrstuhlinhaber (Ordinarien) an den Hochschulen die entscheidende Rolle. Sie verwalteten die öffentlichen Mittel ihres Lehrstuhls, sowie die für einzelne Forschungsvorhaben zur Verfügung stehenden öffentlichen und privaten Mittel.

Innerhalb dieser Struktur konnten sich Nachwuchswissenschaftler oft nicht genügend nach außen profilieren und mussten sehr lange auf eine Berufung an einen Lehrstuhl warten. Durch die Schaffung der Juniorprofessur wurde der Zugang zu einer lebenslangen Professur reformiert. Bei der Juniorprofessur handelt es sich um eine befristete Qualifikationsstelle mit geringerem Gehalt, geringerer Ausstattung und geringerer Lehrverpflichtung. Die Nachwuchskräfte bekommen daher früher Selbstständigkeit und Eigenverantwortung und können sich insgesamt schneller qualifizieren.

Neben der Juniorprofessur eröffnet beispielsweise auch eine erfolgreiche Tätigkeit in der Wirtschaft oder einem anderen gesellschaftlichen Bereich im Inund Ausland den Weg zu einer Professur in Deutschland.

128

THEMA: BILDUNGSWESEN IN DEUTSCHLAND

Finanzierung des Studiums

Studierende haben einen Rechtsanspruch auf staatliche Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG), wenn ihnen die für den Lebensunterhalt und die Ausbildung notwendigen Mittel anderweitig, das heißt vorrangig aus dem Einkommen der Eltern, nicht zur Verfügung stehen. Während der Förderungshöchstdauer, die der je nach Studienfach festgelegten Regelstudienzeit entspricht, wird die Hälfte des Förderungsbetrags als Zuschuss gewährt. Die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen, das in der Regel fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer ratenweise zurückzuzahlen ist.

Die große Mehrheit der Studierenden (86 Prozent) wird vom Elternhaus finanziell unterstützt. Knapp zwei Drittel der Studierenden bestreiten Teile ihrer Lebenshaltungskosten mit eigenem Verdienst neben dem Studium – für immerhin fünf Prozent ist dies die alleinige Finanzierungsquelle. Die Förderung nach dem BAföG wird von knapp 25 Prozent der (dem Grunde nach BAföGberechtigten) Studierenden in Anspruch genommen. Rund 0,7 Prozent der Studierenden erhalten aufgrund herausragender Leistungen Stipendien eines der elf Begabtenförderungswerke in Deutschland.

Mit dem Ausbildungsförderungsreformgesetz wurde die staatliche Ausbildungsförderung auf eine neue Grundlage gestellt, die die Chancengleichheit für eine qualifizierte Ausbildung für junge Leute aus einkommensschwachen Familien sichert.

Für Ausbildungsförderung sind die zur Landesverwaltung gehörenden Ämter zuständig. Im Hochschulbereich nehmen diese Aufgabe überwiegend die Studentenwerke wahr. Sie sind für die wirtschaftliche, soziale, gesundheitliche und kulturelle Förderung der Studierenden an den Hochschulen zuständig. Die örtlichen Studentenwerke sind überregional im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossen. Als neue Leistung für ausländische Studienbewerber stellen die Studentenwerke an mehr als hundert Hochschulen Servicepakete zur Verfügung, die zu einem attraktiven Gesamtpreis Wohnung, Verpflegung sowie soziale Hilfen und Betreuungsangebote umfassen.

129

А. В. АВЕРИНА, И. А. ШИПОВА. НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК

Wortschatzerweiterung

Ausbildung, die образование;

praxisbezogene Ausbildung обучение, связанное с практикой;

Auswahlgespräch, das собеседование; Darlehen, das заем, ссуда;

zinsloses Darlehen беспроцентная ссуда;

Hochschulbildung, die высшее образование;

Bachelorund Magisterabschluss образование, предполагающее получение диплома бакалавра и магистра;

Fachhochschule, die специальное высшее учебное заведение, специализированный вуз;

immatrikulieren an (Dat.) принимать, зачислять кого-л. (в выс- шее учебное заведение);

exmatrikulieren отчислять из высшего учебного заведения;

Numerus clausus, der = Zulassungsbeschränkung, die количествен-

ное ограничение, процентная норма (при приеме в учебное заве- дение);

Lehrerkörper, der преподавательский состав;

Akademiker/-in, der/die выпускник/выпускница высшего учеб- ного заведения;

Stiftung, die учреждение, основание; фонд (пожертвование) на благотворительные цели;

Studienplatzkapazität, die объем учебных мест (в вузе);

Studentenwerk, das общество содействия учащимся высших учебных заведений, организация взаимопомощи студентов;

Universität, die университет; Fernuniversität, die заочный университет; Präsenzuniversität, die очный университет; wirtschaftswissenschaftlich экономический;

promovieren защитить кандидатскую диссертацию, получать ученую степень кандидата каких-л. наук;

jmdn. (Akk.) zum Doktor der Rechte promovieren присудитькому-л.

ученую степень кандидата юридических наук;

habilitieren защитить докторскую диссертацию, получать уче- ную степеньдоктора каких-л. наук;

Ordinariat, das должность ординарного профессора; заведова- ние кафедрой.

130

Соседние файлы в предмете [НЕСОРТИРОВАННОЕ]