Немецкий язык. Учебное пособие по практике устной речи
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THEMA: BILDUNGSWESEN IN DEUTSCHLAND
analysiert und die Leseleistungen von Schülerinnen und Schülern regelmäßig überprüft.
Die mathematischen und naturwissenschaftlichen Aufgaben orientierten sich im nationalen Test viel konkreter an den in Deutschland verbreiteten Fächern und Lehrstoffen, als das im internationalen Test möglich war.
PISA-E unterschied sich vom internationalen Test aber auch in den Stichproben. Weil sich die 15-Jährigen in Deutschland häufig auf verschiedene Klassenstufen verteilen (Gründe sind spätere Einschulungen oder Klassenwiederholungen), wurde für den Vergleich zwischen den Bundesländern zusätzlich noch eine Stichprobe von Schülern der neunten Klassen zusammengestellt. Die Ergebnisse der 15-Jährigen waren wiederum wichtig, um die Bundesländer in die internationale Rangliste einordnen zu können, um also zu wissen, ob sächsische Schüler eher dem Niveau australischer oder brasilianischer Jugendlicher entsprechen.
Für die PISA-Aufgaben hatte jeder Schüler zwei Stunden Zeit. Sie bestanden aus einer Mischung von Multiple-Choice-Aufgaben und Fragen, für die Antworten ausgearbeitet werden mussten. Außerdem gaben die Schüler Auskunft über das Umfeld, in dem ihre Lernleistungen entstanden: über das Klima an der Schule, ihre Familien, ihre Herkunft, ihren Freundeskreis. So wollten die Bildungsforscher Faktoren ausfindig machen, die das Lernen fördern oder hemmen.
Die Kosten für die Umsetzung der Studien belaufen sich auf etwa 1,5 Millionen Euro. Diese werden von dem Bundesbildungsministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Ständigen Konferenz der Kultusminister (KMK) getragen.
(gekürzt)
Aufgaben
1.Beantworten Sie die Fragen:
▪Was für Testrunden umfasst PISA?
▪Worauf ist der PISA-Test gerichtet?
▪Ist Ihrer Meinung nach der PISA-Test nötig und wichtig? Ja/Nein? Warum?
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2.Erzählen Sie über die Gestaltung der Tests in Deutschland. Äußern Sie Ihre eigene Meinung dazu.
3.Besprechen Sie zuerst die Fragen miteinander:
Wozu braucht man PISA?
Ist der Test als Prüfmittel optimal? Wie muss ein richtiger Test aussehen?
Veranstalten Sie anschließend eine Diskussion. Gebrauchen Sie da-
bei die Redemittel: |
|
Wie verstehst du ...? |
Wie schätzt du ... ein? |
Welche Rolle spielt ...? |
Wie muss deiner Ansicht nach ...? |
Nach meiner Auffassung ... Aus meiner Sicht … |
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Soviel ich weiß, ... |
Ich bin überzeugt davon, dass ... |
Es erklärt sich daraus, dass ... |
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4.Lesen Sie den folgenden Bericht. Finden Sie die Informationen über die Ergebnisse der PISA-Tests und erledigen Sie anschließend die Aufgaben zum Text.
Text 4. Wo steht Deutschland im internationalen Bildungsvergleich?
von Jürgen Baumert
Die Frage, wo Deutschland im internationalen Bildungsvergleich steht, ist nicht nur mit Zahlen zu beantworten.
PISA fragt nicht den Stoff von Lehrplänen ab, es prüft, was Schüler fürs Leben brauchen. Es geht weniger ums Buchstabieren von Texten als um die Lesbarkeit der Welt: um Verständnis und Orientierung.
Hierbei erscheint Mathematik als eine Sprache, die Verstehenshorizonte öffnet. Ihren Code zu beherrschen heißt mehr als nur rechnen können. Mathematik befähigt zum Umgang mit Modellen, fördert die Fähigkeit, sich in Alltagssituationen zurechtzufinden.
Der Schlüssel für dies alles ist auch die Beherrschung der Alltagssprache. Alle anderen Kulturtechniken ergeben sich daraus. Mangelnde Sprachbeherrschung nimmt die Chancen, selbstständig zu lernen, auch mit modernen Medien. Es ist eine Illusion, zu glauben, dass die modernen Medien Sprache ersetzten: das Gegenteil
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ist der Fall. Aber 60 Prozent der 16-Jährigen in Deutschland lesen nicht mehr!
Die Ergebnisse aus Tests, Befragungen und kontrollierten Beobachtungen drängen zu Fragen: Wie kommt es, dass bei deutschen Schülern das schematische Denken dominiert? Warum vermeiden so viele von ihnen die lustvolle Anstrengung, den eigenen Verstand zu gebrauchen? Warum kommt in deutschen Schulen Kreativität zu kurz? Und schließlich fragt man sich: was ist zu tun?
Bloß mehr Unterricht zu verlangen, wenn er nicht besser wird, macht alles eher noch schlimmer. Zu überwinden ist das lange mitgeschleppte und „überlernte“ deutsche Unterrichtsskript, das die Schüler nicht zu Selbstständigkeit und Neugier animiert. Dazu müssten sich Lehrer endlich interessieren für die Wirkungen dessen, was sie tun, sie müssten sich nicht hinter der Klassentür abschotten, sondern offen sein für Kritik und Hilfe. Für die meisten Berufe ist das selbstverständlich, für die Mehrzahl deutscher Lehrer nicht.
Der Leistungsstand der Schüler hängt weder von der Klassengröße noch von der Menge der Unterrichtsstunden ab und schon gar nicht von der Systemfrage: Gesamtschule oder Gymnasium? Wichtiger sind Klima, ja Geist und Eigensinn der jeweiligen Schule.
Es kommt drauf an, ob der Unterricht „kognitiv anspruchsvoll“ ist, ob Schüler lernen, Probleme schrittweise zu zerlegen und selbst Lösungen zu finden. Suchen sie eigene Wege, auch Umwege, und lernen sie diese zu reflektieren, oder tun sie scheinheilig so, als ob sie alles verstanden hätten? Ist der Stoff für die Lernenden wichtig, spannend, ja geheimnisvoll – oder versuchen sie opportunistisch zu erspüren, was ihr Lehrer wohl meint? Man erhofft von den Fachleuten Ideen zur Therapie des deutschen Bildungspatienten. Dabei setzt man natürlich auf Wissenschaft, die jedoch die Öffentlichkeit nicht scheut.
Ein Ergebnis solcher Haltung ist die in Deutschland besonders breit angelegte, international von der OECD getragene PISA-Studie. Sie verglich die Schülerleistungen sowohl aus verschiedenen Staaten, als auch aus den verschiedenen Bundesländern. Diese Ergebnisse wurden veröffentlicht und brachten Folgendes:
Nur im unteren Bereich sind die Deutschen einsame Spitze.
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Die Ergebnisse in Sachen Lesekompetenz fielen so aus: Die deutschen Schüler liegen im unteren Drittel der internationalen Rangliste, zwischen Italien und Liechtenstein. PISA sollte außerdem bestätigen:
Je anspruchsvoller die Matheaufgaben wurden, desto deutlicher traten die Schwächen der deutschen Schüler hervor.
Andererseits hatten die deutschen PISA-Forscher in ihrer Auswertung eine deutliche Verbesserung der Schülerleistungen in Naturwissenschaften im Vergleich zu den Tests aus den früheren Jahren herausgestellt.
Gleichzeitig sind die Deutschen laut der internationalen CivicStudie über politische Bildung im Max-Planck-Institut Weltmeister in der Xenophobie. Da liegen sie an letzter Stelle mit den unangenehmsten Daten.
All in Allem bedeutet das, dass die Veränderung deutscher Schulen notwendig ist und zumindest eine Generation brauchen wird.
(gekürzt)
Aufgaben
1. Beantworten Sie die Fragen: Was soll PISA prüfen?
Wovon hängen die Ergebnisse des Tests ab? Was zeigen sie? Dominiert Ihrer Meinung nach das schematische Denken auch bei
den russischen Schülern oder nicht?
2.Erschließen Sie den Inhalt der Sätze:
▪Der Leistungsstand der Schüler hängt weder von der Klassengröße noch von der Menge der Unterrichtsstunden ab und schon gar nicht von der Systemfrage: Gesamtschule oder Gymnasium?
▪Es kommt drauf an,ob der Unterricht„kognitiv anspruchsvoll ist“.
3.Gruppenarbeit: Talkshow. Verteilen Sie die Rollen und präsentieren Sie die Situation: „Was bedeutet ‚eine gute Schule‘? Wie muss eine gute Schule sein?“
4.Laut den internationalen Statistik-Angaben, weisen russische Schüler schlechtere Ergebnisse als deutsche auf. Wie meinen Sie, was sind die Gründe dieser Situation? Schlagen Sie vor, wie man diese Lage verbessern kann.
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Lesen Sie den Artikel aus der Zeitung „Die Zeit“ über die Reaktion der Öffentlichkeit auf die Schultests und erledigen Sie anschließend die Aufgaben zum Text.
Text 5. Wir sind schlauer! Freude in Großbritannien, Frust in Luxemburg, Gelassenheit in Japan –
wie die Welt auf den Schultest reagiert
von Georg Blume, Thomas Kleine-Brockhoff & Ivo Marusczyk
Gelassen haben die Japaner die PISA-Ergebnisse zur Kenntnis genommen. Dabei fährt Japan das beste Ergebnis der großen Industrienationen ein: Spitzenplatz bei den mathematischen Fähigkeiten, Platz zwei in den Naturwissenschaften und ein respektabler achter Rang bei der Lesefähigkeit. „Man hat immer gesagt, japanische Schüler seien unfähig, sich selbstständig Gedanken zu machen. Die Ergebnisse bestätigen das nicht“, fasst der japanische PISA-Koordinator Ryo Watanabe vom Nationalen Institut für Bildungsforschung zusammen.
Dennoch lässt sich manches am japanischen Schulsystem kritisieren. Denn die PISA-Studie zeigt: Japanische Schüler lesen zu wenig – kaum überraschend im Land der Videospiele und Comics. Keine Antwort gibt PISA dagegen auf die größte bildungspolitische Sorge der Japaner: Denn in Japan ist nur der Durchschnitt überdurchschnittlich gut; dagegen fehlt dem Land eine breite Bildungsund Forschungselite. „Bisher hieß unsere Maxime: Die Schlechten sollen besser werden“, sagt Watanabe. „Von nun an müssen wir die Besseren fördern.“
Unverhohlene Freude über die PISA-Ergebnisse herrscht in Großbritannien. Neben dem eigenen guten Abschneiden bejubelt die britische Presse vor allem, dass die Schülerinnen und Schüler im Königreich klüger sind als ihre deutschen Altersgenossen. Die Times schreibt: „Großbritannien liegt weit vor Deutschland, dessen Bildungssystem oft als Vorbild dargestellt wurde.“ Und der Guardian hebt hervor: „Deutschland und das Vereinigte Königreich investieren dieselbe Summe an Staatsgeldern in jeden Schüler.“ Etwas hämischer liest sich die Boulevardzeitung Sun: „Unsere Kinder sind die schlauesten. Insgesamt haben wir Rivalen wie Deutschland und die USA abgehängt. Die Deutschen waren so beeindruckt von Britanniens Abschneiden, dass
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sie jetzt unsere Lehrmethoden genauer studieren wollen.“ Sechzehn Prozent der britischen Schüler erreichten die höchste Leistungsgruppe – im OECD-Durchschnitt waren es nur zehn Prozent. „Sogar unsere schwächeren Schüler sind noch recht gut“, sagte Bildungsministerin Estelle Morris. „Das ist eine hervorragende Nachricht.“
Auffällig unauffällig sind die amerikanischen Ergebnisse der PISAStudie. Das Land, an dem sich deutsche Bildungsreformer neuerdings immer orientieren, ist Durchschnitt. Mittelmaß mag aus deutscher Perspektive schon erstrebenswert wirken angesichts der eigenen Ergebnisse, für den US-Bildungsminister ist das Resultat „ein Unglück“. Durchschnitt zu sein, sagt Rod Paige, „reicht für amerikanische Schüler einfach nicht aus“. Der Minister will nun etwas Ungewöhnliches tun und sich am Ausland orientieren.
PISA-Resultate wie die große Diskrepanz zwischen guten und schlechten Schülern bestätigen das Bildungsgefälle innerhalb Amerikas. In fast allen Ländern hat sich gezeigt, dass Kinder wohlhabender Eltern bessere Schüler sind. Die Vereinigten Staaten liegen bei dieser Auswertung trotz der großen Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen im Mittelfeld. In Deutschland dagegen hängt Erfolg in der Schule noch stärker vom Elternhaus ab als in den USA.
Die besten Ergebnisse im deutschsprachigen Raum verbuchte Österreich. Entsprechend selbstzufrieden klangen die Wiener Reaktionen. ÖVP-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer beschränkte sich zunächst darauf, die Lehrerinnen und Lehrer zu loben. Ein wenig Spott über den Absturz Deutschlands konnte man sich in Österreich nicht verkneifen. Am Rande einer Pressekonferenz zur PISA-Studie wurde klargestellt, dass sich Österreich jetzt nicht in der Rolle eines Nachhilfelehrers für den großen Nachbarn sehe.
Schlusslicht in Europa ist Luxemburg: Drittletzter Platz, gerade noch vor Mexiko und Brasilien.„Die Schüler hatten nie die Möglichkeit, in ihrer Muttersprache Luxemburgisch zu antworten“, sagt Raymond Straus vom Bildungsministerium des Großherzogtums. Sie hatten die Wahl zwischen Deutsch und Französisch. „Das kann aber keine Entschuldigung sein.“ Luxemburgs Schüler seien unfähig, erworbenes Wissen praktisch anzuwenden. Erste Konsequenzen stehen bereits fest. Nach dem Motto „Qualität vor Quantität“ wollen die Luxemburger
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der Vermittlung von Grundwissen mehr Zeit einräumen. Leistung und Sorgfalt sollen stärker gefördert werden.
(nach Die Zeit)
Aufgaben
1.Übersetzen Sie die im Zeitungstext unterstrichenen Wörter und Wendungen.
2.Sagen Sie: Wie reagierten Japaner, Engländer, Österreicher, Deutsche und Luxemburger auf die Ergebnisse der PISA-Tests?
In den Sätzen geht es um die Schüler und die Ausbildung in bestimmten Ländern. Nehmen Sie Stellung dazu, wie die Situation der russischen Schüler und des russischen Ausbildungssystems in gleicher Hinsicht ist. Schreiben Sie anschließend einen Aufsatz darüber.
▪Japanische Schüler lesen zu wenig – kaum überraschend im Land der Videospiele und Comics.
▪Unsere Kinder sind die schlauesten. Insgesamt haben wir Rivalen wie Deutschland und die USA abgehängt.
▪Die USA – das Land, an dem sich deutsche Bildungsreformer neuerdings immer orientieren, ist Durchschnitt.
▪In fast allen Ländern hat sich gezeigt, dass Kinder wohlhabender Eltern bessere Schüler sind.
▪Luxemburgs Schüler sind unfähig, erworbenes Wissen praktisch anzuwenden.
3.Lesen Sie den Artikel aus der russischen Zeitung „Argumenty i fakty“. Geben Sie den Inhalt des Artikels wieder:
a) in zusammenfassender Form; b) ausführlich.
Text 6. Смотришь в книгу, видишь … что?
Дарья Мартынкина
СЕГОДНЯШНИЕ школьники читают меньше. Международное исследование PISA показало, что Россия по грамотности и уров- ню чтения занимает аж 28-е место среди 32 развитых стран мира. Неожиданный результат для когда-то «самой читающей страны»? Да, сегодня легче увидеть ребенка, уставившегося в компьютер
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или смартфон, чем с книжкой в руках. Но, с другой стороны, мо- жет, и не нужно современникам ХХI века много читать?
Количество– качество
«СКОЛЬКО нужно читать ребенку – вопрос весьма относи- тельный, – рассказывает главный библиотекарь ЦГДБ Татьяна Рудишина. – Известно, что каждое следующее поколение чита- ет меньше, хуже. Моя коллега, чье детство выпало на послевоен- ные годы, вспоминает, как она прочитала в 11–12 лет всего Льва Толстого из-за маминого плеча (спали вместе, кроватей не хвата- ло, книг, кроме Льва Николаевича, не было). У каждого поколения свои взаимоотношения с чтением. И дети в нашей стране ничем не отличаются от иностранных, которые тоже стали меньше чи- тать. НаЗападеивЯпониипедагогиипсихологибьюттревогу, соз- даются национальные программы чтения. И проходятони под де- визом “Нация в опасности – дети перестают читать!”. Еще один факт: из массового чтения уходит классическая приключенческая объемная литература (Дюма, Майн Рид, Жюль Верн и т.п.)».
«Да, детям необходимо читать, – продолжает сотрудник РГДБ Елена Голубева. – Но понятие “читать” имеет более широкий смысл– это значити разбирать, и анализировать, и воспринимать текст. Причемневажно, накакомносителе– нынешнеепоколение с одинаковым успехом читает и с экрана компьютера, смартфо- на, и книги. Исследования российских и западных ученых пока- зывают: нечитающий человек можетстатьопаснымдля общества. Например, тот, кто не способен проанализироватьтекст, не может сделать осознанного выбора: будь то выбор стиральной машины илипрезидентастраны. Чембольшечитаетчеловек, темлучшеего память, выше сознательность, способностьк сочувствию. Но нель- зядумать, чтоважнеевсегоКОЛИЧЕСТВОпрочитанныхкниг. Вэто заблуждение точно так же впадают школьники, когда удивляются тому, что за пятистраничное сочинение стоит “тройка”, а за трех- страничное– “пятерка”. Ведь главное– КАК именно читать».
Главное– научить
А ЧИТАТЬ ребят учат в школе. И читают они в первую очередь то, что им задают (иначе получат «двойку»). И, как сетуют учите- ля, нынешняя программа по литературе устроена далеко не луч-
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шим образом. Во-первых, в списки чтения для начальных классов попадают очень сложные произведения, к примеру «Тарас Бульба»,
ккоторому в старших классах уже нет времени вернуться. Во- вторых, современное образование никак не может изжить пороч- ную практику давления на ученика. Пара заданий образца «про- читать от сих до сих» способна отбить даже самую сильную тягу
кчтению. Ученикам кажется, что Пушкина нужно читать пото- му, что так сказала Марь Иванна, и если сегодня на уроке про него неспросили,товозвращатьсякпроизведениюзавтрасовсемнеобя- зательно. В-третьих, самой интересной во всех отношениях ча- сти курса – ХХ веку – уделяется очень мало внимания. За год вы- пускникам предлагается усвоить фактически всю поэзию и прозу современности. При этом одиннадцатиклассников ждут экзаме- ны – они должны успеть повторить весь XIX век. Поэтому послед- няячастькурсаусваиваетсяхужевсего, междутемименнонасовре- меннойлитературе основывается будущее самостоятельное чтение ученика. Вот и получается: школьники, а следом и взрослые люди читаютменьше потому, что их этому неправильно научили…
Так что ничего дурного нет в том, что дети меньше читают. Все равно, как говорят учителя, по-настоящему произведения того же Пушкина не понимают 90–95% школьников. Тот, кто чув- ствует потребность глубже изучать литературу, не пройдет мимо полезной книги. А насильно вложить в человека знание невоз- можно. Но то, что школьная программа нуждается в срочном пересмотре, понятно. Необходимо подобрать те книги, которые подтолкнут готового ученика к дальнейшему изучению и, во вся- ком случае, не отобьют у остальных желания читать. Ведь еще Белинский говорил, что читать плохо подобранные книги хуже, чем совсем ничего не читать.
(«Аргументыифакты», ссокращениями)
Aufgaben
1.Äußern Sie Ihre Meinung über das im Artikel angeschnittene Problem.
2.Vergleichen Sie die Resultate der PISA-Tests in verschiedenen Ländern.
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3.Lesen Sie die gekürzte Version eines Interviews mit Vertretern der deutschen Ausbildung, das in der deutschen Zeitung „Die Zeit“ veröffentlicht wurde und erledigen Sie anschließend die Aufgaben zum Text.
Text 7. Der PISA-Schock hat die Bildungspolitiker aufgescheucht
Ein ZEIT-Gespräch über die Chancen, unsere Schulen zu reformieren
–Worin bestehen die Probleme der deutschen Schulen?
–Pädagogikstudenten lernen immer noch Trockenschwimmen. Sie halten Referate darüber, wie man Schüler individuell fördert. Doch wenn dieselben angehenden Lehrer ihren Unterricht vorbereiten, ist vom einzelnen Schüler keine Rede mehr. Dann entwerfen sie ihre Schulstunde in altmodischer Manier mit detaillierten Zielen und Unterzielen für die ganze Klasse und retten sich in den Frontalunterricht.
Das Bildungssystem ist ähnlich komplex wie das Gesundheitswesen. Da ändert sich nichts mit einem Ruck, auch wenn es wünschens-
wert wäre.
–Wie schnell soll der Prozess der Neuerung verlaufen?
–In einigen Bereichen sollte man nicht zu schnell handeln. Beispiel Bildungsstandards. Damit verfolgt man den umgekehrten Weg: Es wird festgelegt, über welche Kompetenzen ein Schüler etwa am Ende der 10. Klasse verfügen soll, nicht aber, welches Wissen er angesammelt haben soll. Das ist sinnvoll.
Aber die bislang vorgelegten Standards sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Die für den Fremdsprachenunterricht etwa sind gut brauchbar, jene für Deutsch sind alles Andere als professionell gemacht. Es fehlt zum Beispiel eine klare Beschreibung von Kompetenzstufen, an denen sich Lernstände und Lernfortschritte messen lassen.
Außerdem gelingt jedwede Reform nur, wenn Lehrerinnen und Lehrer praktisch erfahren, dass der neue Weg besser ist als der alte. Wenn sie nicht überzeugt sind, verfügen Lehrer über viele Mechanismen, um Anordnungen von oben ins Leere laufen zu lassen.
–Wie kann man PISA deuten?
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