Немецкий язык. Учебное пособие по практике устной речи
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THEMA: SITTEN UND BRÄUCHE DEUTSCHLANDS
Fastenzeit als Vorbereitung auf das Osterfest. Heute gibt es aber nur noch wenige Menschen, die während dieser Zeit auf bestimmte Nahrungsund Genussmittel verzichten. Früher ließ sich diese Zeit aber besser ertragen, wenn man vorher ausgiebig gefeiert und gegessen hatte.
(nach „Der Weg“)
Wortschatzerläuterungen
der Fasching – карнавал, фашинг, карнавальное празднество накануне Великого поста;
der Karneval – карнавал;
der Elferrat – карнавальный комитет (состоящий из 11 человек); der Fastnachtsprinz, der Karnevalsprinz – принц карнавала;
die Fastnachtsprinzessin, die Karnevalsprinzessin – принцесса карнавала;
der Fastnachtsumzug – карнавальное шествие;
der Rosenmontag – последний понедельник Масленицы, «неис- товый понедельник»;
der Fastnachtsdienstag – последний день карнавала;
der Aschermittwoch – среда на первой неделе Великого поста.
Wörter und Wendungen die Maske – маска;
unter der Maske der Freundschaft – под личиной дружбы; eine Maske vorstecken – надеть маску;
die Maske lüften (von sich werfen, abwerfen, fallen lassen) – сбросить маску;
j-m die Maske herunterreißen – сорвать с кого-л. маску;
Das ist alles nur Maske! – Все это сплошное притворство! vertreiben – прогонять, изгонять;
j-m seine Faulheit vertreiben – выбитьлень из кого-л.; den Hunger vertreiben – заглушить голод;
j-m das Lachen vertreiben – отбить у кого-л. oхоту смеяться; j-m die Langeweile vertreiben – разогнать чью-л. cкуку;
sich (Dat.) die Zeit mit etw. vertreiben – коротать(проводить) время за чем-л.
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Aufgaben
1.Was haben Sie aus dem Text Neues erfahren? Gibt es ähnliche Volksfeste in Russland? Erzählen Sie darüber. Gebrauchen Sie folgendes Sprachmaterial: einer großen Beliebtheit erfreuen sich die Volksfeste, die...; die festliche Atmosphäre bietet die Möglichkeit...; das Leben hat gezeigt, dass...; im Volke sind die Traditionen lebendig, die...; die Menschen nutzen die Gelegenheit...; die neuen Traditionen entsprechen...
2.Informieren Sie sich mit Hilfe der Nachschlagewerke über andere Volkstraditionen, die zum Fasching/zum Karneval in den deutschsprachigen Ländern gepflegt werden.
3.Übersetzen Sie ins Deutsche:
1) Масленица (wörtlich übersetzt – Butterwoche) – один из наи-
более веселых праздников зимы. 2) Масленичные шествия про- водятся в воскресенье, понедельник и вторник перед Пепельной средой, иногда захватывая и первый день Великого поста. 3) Где- то до cих пор особо отмечается понедельник, который называли «неистовым понедельником», в Кёльне и некоторыхдругих местах устраиваются процессии из пышно разукрашенных машин, телег, ряженых пешеходов. 4) Масленица всегда отмечалась как празд- ник кануна весны и будущего плодородия. При помощи маскарад- ныхшествийимасленичныхигришутокнашипредкивдохристи- анские времена пытались избавиться от страха перед демонами излымидухами, передхолодомиболезнями. 5) «ПохороныМасле- ницы» происходили в конце Масленицы – во вторник, часто в Пепельную среду илидаже в первое воскресенье Великого поста: соломенное чучело (der Strohbalg) могли закопать в землю, могли сжечь или просто бросить в реку.
Bevor Sie den nächsten Text lesen, antworten Sie auf folgende Fragen: Ist Ostern für Sie ein beliebtes Fest? Feiern Sie Ostern? Wenn ja, dann wie feiern sie dieses Fest? Welche Bedeutung hat Ostern für Sie?
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Text 6. Übersicht der Osterbräuche
Ostern gehört zu den ältesten christlichen Festen. An diesem Tag feiern die Christen die Auferstehung von Jesus Christo. Ostern ist für die Menschen auch ein Symbol für das Erwachen der Natur, die Ankündigung des Frühlings. Der dunkle, lange Winter ist endlich vorbei, die Natur erwacht zu neuem Leben. Die Menschen freuen sich darauf. Sie schmücken fröhlich und festlich ihre Häuser. Charakteristisch für das Osterfest ist der Osterstrauß. Das sind grüne Zweige, die mit ausgeblasenen, bunt bemalten Eiern geschmückt und in die Vase gestellt werden. Man schmückt auch Sträucher vor dem Haus im Garten. Ein wichtiges Element der Dekoration auf dem Ostertisch ist der Hase, der ähnlich wie das Lamm aus Zucker, Schokolade oder Stoff sein kann. Dazu gehören auch bunte Ostereier. Nach Tradition werden sie von dem Osterhasen in besonders vorbereitete Moosnester im Garten oder im Wald versteckt. Das Ostereiersuchen ist die Aufgabe der kleinen Kinder und macht ihnen einen besonderen Spaß.
Die behutsam ausgepusteten Eier, die die Mutter zum Kochen oder Backen verwendet hat, werden gemeinsam mit den größeren Kindern bemalt oder beklebt. Auch die Schaufenster der Spielzeuggeschäfte sind schön mit kleinen Küken, Entchen und Stoffhasen dekoriert. In den Konditoreien locken wahre Zuckerbäcker-Wunderwerke: Eier aus Zuckerguss und Marzipanhasen, Nougatcreme usw. Zu Ostern gibt man kleine Geschenke.Sie werden im Allgemeinen in große bunte Eier aus Pappe gelegt.
Woher die Bezeichnung Ostern stammt, darüber streiten sich die Gelehrten bis zum heutigen Tag. Die Herkunft dieses Wortes bleibt unklar. Es steht aber fest, dass die Osterbräuche in der Bundesrepublik Deutschland fast alle auf germanische Kultriten zu Ehren der Frühlingsgöttin Ostara zurückgehen. Die Germanen brachten ihrer Frühlingsgöttin Opfergaben und zwar die ersten Märzhasen und bunt bemalte Eier.
Die Tradition der bunten Ostereier ist sogar noch älter. Eier schenkte man sich schon vor 4000 Jahren in China, sie wurden in Ägypten und Persien während des Frühlingsfestes verteilt.
Das Ei ist ein Symbol der Fruchtbarkeit, des neuen Lebens und der wieder erwachenden Natur. Als Symbol für die Auferstehung Christi wurde es von der christlichen Kirche übernommen.
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Ein alter Volksspruch sagt: Wie der Vogel aus dem Nest gekrochen, hat Jesus Christus das Grab zerbrochen.
In der ägyptischen Mythologie spielt der Hase eine ähnliche Rolle als Symbol der Fruchtbarkeit wie das Ei. Im alten Ägypten wurden Hasen der Fruchtbarkeitsgöttin Nut als Opfer gebracht. Weil das Volk nach und nach den fruchtbaren Hasen mit dem Ei verband, entstand die Legende vom eierlegenden Osterhasen. Sie ist aber nicht überall verbreitet. Shakespeare dichtete: Die Liebe wechselt mit des Mondes Phasen, im Mai sind Mädchen, was im März die Hasen.
Die letzte Woche vor Ostern nennt man Karwoche (Kara = Trauer, Kummer).
Sie beginnt mit Palmsonntag. Die christlichen Kirchen feiern das Geheimnis des Leidens Christi. In der evangelischen Kirche ist der Palmsonntag häufig Konfirmationstag. An diesem Tag werden während der Messfeier die Palmzweige geweiht. Die Palmzweige kann man auch durch Buchbaumzweige oder Weidenkätzchen ersetzen. Es findet auch eine Prozession um die Kirche statt. Sie symbolisiert die Erinnerung an den feierlichen Einzug Christi in Jerusalem. In der Karwoche wird in der Messe die Leidensgeschichte Christi vorgelesen: am Palmsonntag nach Matthäus, am Dienstag nach Markus, am Mittwoch nach Lukas und am Karfreitag nach Johannes. Am Gründonnerstag feiert die Kirche die Einsetzung des heiligsten Altarsakraments. Die Büßer gedenken auch der Fußwaschung, des Verrats durch Judas und des Leidens des Herrn.
Der höchste Feiertag in den Kirchen ist der Karfreitag, der Tag der Kreuzigung. Er wird als Bußtag zelebriert und ist ein strenger Fastentag. Am Nachmittag wird ein Gottesdienst (Lesung der Leidensgeschichte nach Johannes) gehalten. Das ist mit der Enthaltung und Verehrung des Kreuzes verbunden. Daran schließt sich die Kommunionsfeier an. Karfreitag hat sowohl in den evangelischen Kirchen wie auch in den katholischen Gegenden den Charakter eines Ruheund Feiertages. Früher begann man am Karfreitag mit dem Säen. Man glaubte, dass im Samen, der mit dem Herrn Jesu in die Erde kommt, ein besonderer Segen liegt. Zum Zeichen der Trauer ist der Karsamstag in der lateinischen Kirche ein liturgieloser Tag. An diesem Gedächtnistag herrscht strenges Fasten. Die Kirche trauert. Altäre
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und Chorfenster in den Kirchen sind mit schwarzen Tüchern verhüllt. Nur das heilige Grab ist hell erleuchtet. Am Abend beginnt die Oster-, die Auferstehungsfeier. Die Glocken, die aus Rom zurückkehren, haben einen besonders frohen Klang.
Endlich ist Ostersonntag. Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. Das christliche Glaubensbekenntnis sagt so: Am dritten Tag auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit.
Die Osterbräuche sind wohl schon vor dem Christentum entstanden. In Deutschland kreisen sie um Feuer, Wasser und vor allem um die Ostereier. Bunt bemalte, gekochte Eier werden am Ostersonntag zusammen mit Zucker – und Schokoladeneiern, Hasen und Süßigkeiten im Haus oder im Garten versteckt. Wenn die Kinder Eier suchen, glauben sie, dass der Osterhase die Sachen gebracht und versteckt hat. In manchen Gegenden und Ländern bringt nicht der Hase die Ostereier sondern andere Tiere oder Vögel. In der Schweiz und in der Altmark (nördlich von Magdeburg) ist das der Kuckuck, und in Schleswig-Holstein – der Osterhahn. In Thüringen dagegen bringt die Ostereier der Storch, in Westfalen – der Fuchs. In Kärnten (Österreich) und in Belgien glaubt man, dass die Osterglocken über die Feiertage nach Rom fliegen und die Eier von dort mitbringen.
Zu den alten Osterbräuchen gehört auch das Eierkippen. Zwei Teilnehmer schlagen die hartgekochten Ostereier entweder mit den spitzen oder stumpfen Enden gegeneinander. Der hat verloren, dessen Ei dabei eingedrückt wird.
An diesem Tag geht auch die Familie mit kleinen Kindern spazieren, um die Eier an einem geeigneten Hang hinunterzurollen. Sieger ist der, wer am Schluss die meisten unzerbrochenen Eier hat. Er bekommt den Preis, der vorher von der ganzen Familie vereinbart wurde. In Bautzen (Oberlausitz) war dagegen das Eierschieben sehr populär. Vom Poitschenberg, dem gegenüber der Stadt liegenden Steilufer der Spree, rollten die reicheren Bürger der Stadt Eier, Kuchen und Süßigkeiten für die Armen hinunter.
Es gibt auch Gegenden, wo neben den Ostereiern das Wasser eine wichtige Bedeutung hat. So ist es z.B. in einigen fränkischen
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Dörfern. Am Karsamstag oder im Morgengrauen des Ostersonntags wird Wasser aus den Bächen geholt und über die Felder gesprengt. Damit soll die wachsende Frucht besser reifen. In vielen ländlichen Ortschaften hat sich der Brauch erhalten, in der Osternacht von Samstag auf Sonntag vor dem Sonnenaufgang an einer bestimmten Stelle das Osterwasser zu holen. Diesem Wasser werden wundertätige Kräfte zugeschrieben. Es soll das ganze Jahr über Schönheit und Gesundheit verleihen. Man muss dabei aber aufpassen, dass man auf dem Heimweg kein Wort sagt, sonst verliert das Osterwasser seine Zauberkraft. Vereinzelt werden auch in der Osternacht auf bestimmten Bergen Osterfeuer angezündet. Damit treibt man den kalten Winter aus. Nach einer strengen Regel soll man dazu neues Feuer verwenden, das nach der Methode der Naturvölker durch Reibung zweier Hölzer erzeugt wird. Wie leicht zu bemerken ist, herrschen bei den Osterbräuchen zwei Richtungen vor. Eine rein religiöse, christliche, die andere volkstümlich, heidnisch. Im Laufe der Zeit glichen sie sich so sehr an, dass es jetzt schwer ist, die Grenze zwischen ihnen festzulegen. Während des fröhlichen Osterfestes treten auch traurige und ernste Töne auf, die aus dem Gedanken an das Leiden Christi entstehen. Nach der grauen Fastenzeit und der wehmütigen Karwoche kommen jetzt aber lustige und lebhafte Tage. Der volkstümliche Charakter, die Religion und die Sitten und Bräuche dieses Festes durchziehen sich gegenseitig.
(http://www.zstwloclawek.neostrada.pl/publik/publik.html)
Wortschatzerläuterungen
das Ostern, das Osterfest – Пасха; zu/an Ostern – на Пасху;
der Palmsonntag – Вербное воскресенье; der Gründonnerstag – Чистый четверг; der Karfreitag – Страстная пятница; der Buchsbaumzweig – ветка самшита; das Weidenkätzchen – вербные сережки;
der Bußund Bettag – день покаяния и молитвы; die Kommunion – причастие.
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Wörter und Wendungen
das Ei – яйцо; Sie gleichen sich wie ein Ei dem anderen – они похожи друг на друга как две капли воды.
Er hat das Ei des Kolumbus gefunden – он нашел простое, но гени-
альное решение.
Das Ei will klüger sein als die Henne – яйца курицу не учат.
Das hat seine Eier – на это есть свои трудности.
sich um ungelegte Eier kümmern – заботиться раньше времени о чем-л.;
Ostern fällt diesmal früh – Пасха в этом году ранняя; der Segen – благословение;
fasten – поститься, соблюдать пост; das Fasten – соблюдение поста;
Fasten (pl.) – пост;
der Büßer – кающийся;
wehmütig – грустный, унылый, печальный; auferstehen – воскресать;
auffahren – подниматься (ввысь), возноситься;
die Herrlichkeit – великолепие, величие; величественность; Eure Herrlichkeit – ваша светлость, ваша милость;
j-m wundertätige Kräfte zuschreiben – приписывать кому-л.,
чему-л. чудодейственные силы.
Aufgaben
1.Beantworten Sie die Fragen:
1) Was symbolisiert Ostern? 2) Was gehört zu Symbolen von Ostern und zu den Osterbräuchen? 3) Woher kommt die Bezeichnung Ostern? 4) Welche Osterbräuche sind Ihnen bekannt und was symbolisieren sie? 5) Was wird gewöhnlich am Palmsonntag gemacht? 6) Wie wird der Karfreitag zelebriert? 7) Was symbolisieren diese Tage? 8) Was wird an Ostern in verschiedenen Orten des deutschsprachigen Raums gemacht?
2.Ergänzen Sie die fehlenden Wörter in den Sätzen:
………….. Eier werden am Ostersonntag zusammen mit Zucker – und Schokoladeneiern,……….. und ……….. im …….. oder im …….. versteckt.
…………. wird als Bußtag gefeiert und ist ein strenger …………….
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In manchen Gegenden und Ländern ………… nicht der Hase die Ostereier sondern andere ………… und …………..
In vielen ländlichen ………… hat sich der Brauch …………, in der Osternacht von Samstag auf Sonntag vor dem ……………….. an einer bestimmten Stelle ………… zu holen.
3.Erschließen Sie den Inhalt folgender Thesen:
Ostern gehört zu den ältesten christlichen Festen.
Die Bezeichnung „Ostern“ geht auf die germanischen Kultriten zurück. Das Ei und der Hase sind Symbole der Fruchtbarkeit.
Der Palmsonntag ist traditionsreich.
Am Ostersonntag ist Jesus Christus auferstanden. Das Osterwasser hat auch eine wichtige Bedeutung.
4.Gliedern Sie den Text in Abschnitte und betiteln Sie jeden Abschnitt. Erzählen Sie den Text entsprechend Ihrer Gliederung nach.
5.Übersetzten Sie ins Deutsche:
1) Пасха считается одним из наиболее радостных праздников, важную роль при этом играют различные Пасхальные обряды. 2) Вербное воскресенье – последнее воскресенье перед Пасхой, за этим воскресеньем начинается Страстная неделя. Считалось, что пальмовые ветви после освящения их в храме защищают человека от злых сил. 3) В зависимости от географического рас- положения места пальмовые ветви заменяются вербными ве-
точками (Weidezweige), самшитом (Buchsbaum, der), можже- вельником (Wacholder, der) или пихтой (Tanne, die), ветками орешника (Nußbaumzweige), елью, буком и другими деревья- ми или кустарниками. 4) Страстная пятница проходит целиком под знаком печали и траура, при соблюдении строгого поста, ти- шины, танцы и шумная радость запрещены. 5) Пасхальная вода считается особо благословенной святой водой, ею крестят детей, берут ее с собой домой, она обладает особой целительной силой и способствует поддержанию молодости и красоты. 6) Пасхальное воскресенье зависит от полнолуния: его празднуют ежегодно в воскресенье после первого полнолуния после начала весны, по- сле сорокадневного Великого поста. 7) Пасхальное яйцо в христи- анском смысле – символ Воскресения. По старинному народному обычаю яйцо– символ плодородия и возвращения жизни.
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6.Was gibt es Gemeinsames beim Feiern des Osterfestes in Deutschland und in unserem Land, was ist unterschiedlich? Welche Traditionen stimmen dank ihres gemeinsamen Ursprungs überein?
Lesen Sie den Text über die Hochzeitsbräuche in Deutschland
Text 7. Hochzeitsbräuche
Die Hochzeit hat natürlich immer lange Vorbereitungen. Der Bräutigam und die Braut haben alle Hände voll zu tun: notwendige Kleidung kaufen, Gäste einladen, alles in Ordnung bringen und dann natürlich die Zeit gut verbringen. Bevor die Hochzeit selbst gefeiert wird, findet der Polterabend statt.
Der Polterabend macht immer mehr der Polterhochzeit Platz, die nach der Trauung gefeiert und durch das Zerschlagen von Porzellan (nicht Glas!) eingeleitet wird, dass das Brautpaar auffegen muss. Es macht vor allem dann Sinn, einen Polterabend zu veranstalten, wenn ein großer Freundeskreis vorhanden ist, aus dem nicht alle zur Hochzeitsfeier eingeladen werden sollen. Ein Grund dafür können die Kosten des Hochzeitsfestes sein. Insgesamt ist der Polterabend ein zwangloses Ereignis, das vor allem junge Leute anspricht. Die Gäste treffen nach und nach ein und werfen ihre Keramiken auf den Boden, bevor sie den Festraum betreten. Das zukünftige Ehepaar zeigt durch das gemeinsame Zusammenfegen und Aufnehmen der Scherben, dass es zusammenarbeiten kann. Ein Gästebuch mit hoffentlich lustigen, romantischen und besinnlichen Einträgen bleibt in Erinnerung.
Normalerweise findet der Polterabend am Donnerstagoder Freitagabend statt und am Freitag oder Samstag folgt die Hochzeit.
Am Tage der Hochzeit erfüllen Kinder eine wichtige Aufgabe: Blumenkinder, meistens ein Mädchen und ein Junge, tragen kleine
Körbchen mit bunten Blüten, die zu Ehren des Brautpaares nach der Trauzeremonie gestreut werden. Durch diesen Brauch sollen die Fruchtbarkeitsgötter angelockt werden, die für einen reichen Kindersegen sorgen.Wenn die Kinder sehr klein sind,soll jemand der Erwachsenen das
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Blumenstreuen mit den Kindern vor der Hochzeit einmal üben, denn gerne wird das ganze große Körbchen von den Kleinen auf einmal ausgeleert. Sehr wichtig sind einige Kleinigkeiten, z.B. ein Geldstück im Brautschuh. Man steckt ein kleines Geldstück in den Brautschuh, damit das Geld in der Ehe nie ausgeht. Jede Braut soll außerdem an ihrem Hochzeitstag vier ganz spezielle Dinge tragen um in der Ehe glücklich zu werden:
–etwas Altes – etwa ein altes Familienerbstück, um die Familientradition weiterzuführen;
–etwas Neues, z.B. das Brautkleid, als Zeichen für Optimismus;
–etwas Geliehenes, z.B. eine Kette einer Freundin, als Zeichen für Glück;
–etwas Blaues (oft ein blaues Strumpfband) als Zeichen für Treue. Die Jungvermählten werden beim Verlassen der Kirche mit Reis-
körnern beworfen, und es bedeutet, dass in der Ehe wirklich nichts mehr schiefgehen kann. Die bösen Geister, die das junge Glück stören könnten, werden besänftigt und auch dieser Brauch sichert reichen Kindersegen, Glück und Reichtum.
Der Stammplatz der bösen Geister, die das Eheleben der Jungvermählten stören wollen, ist laut dem Brauch unter der Schwelle des Hochzeitshauses. Deshalb wird die Braut vom Bräutigam mit Schwung über die Schwelle getragen.
Braut und Bräutigam zersägen nach der Trauung einen Baumstamm als Zeichen für gemeinsames Handeln voller Glück.
Braut und Bräutigam schneiden gemeinsam die Hochzeitstorte an als Zeichen für ihren Zusammenhalt und Einigkeit in der bevorstehenden Ehe. Wer beim gemeinsamen Anschneiden des Hochzeitskuchens die Hand obenauf hat, der soll der Herr im Haus sein auf ewig.
Die Braut wirft ihren Brautstrauß in die Menge der nicht verheirateten Frauen der Hochzeitsgesellschaft. Diejenige Frau, die den Brautstrauß fängt, würde die nächste Braut werden.
Das Brautstehlen findet immer während des Hochzeitsfests statt. Freunde der Brautleute lenken den Bräutigam und den Trauzeugen ab um die Braut mit dem Brautstrauß zu entführen. Dann geht´s zum Sekttrinken in ein nicht all zu weit entferntes Lokal. Der Trauzeuge und der Bräutigam müssen die Braut suchen und die Rechnung bezahlen, sozusagen als Auslöse für seine Braut.
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