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.pdfтебе на вечную память обо мне и моей любви к тебе
– zum ewigen Andenken an mich ‘на вечную память обо мне’). Dein Heine (Твой Гейне).“
Einmal saß Heinrich Heine (1797–1856), an seinem Schreibtisch und arbeitete. Da wurde an der Tür geklingelt, und der Diener brachte ein Paket ins Zimmer. Es war Heine von seinem Freund Herrn Meier geschickt worden.
Unzufrieden mit der Störung, riss Heine ungeduldig das Papier vom Paket herunter, aber unter dem einen Papier befand sich noch eins und noch eins und immer noch eins.
Es dauerte einige Minuten, bis Heine endlich ein kleines Brieflein in den Händen hielt. Darin standen nur die folgenden Worte: «Lieber Heine! Ich bin gesund und munter. Mit herzlichem Gruß Dein Meier.»
Obwohl Heine über die Störung recht unzufrieden war, lächelte er über den Scherz und beschloss, es dem Freund heimzuzahlen.
Nach einigen Tagen hat Herr Meier ein Paket von Heine erhalten. Das Paket war so schwer, dass er es nicht allein nach Hause tragen konnte. Er nahm einen Gepäckträger und ließ ihn das Paket nach Hause tragen. Zu Hause öffnete er neugierig das Paket. Voller Erstaunen erblickte er darin einen großen Stein, auf dem ein kleines Brief lein lag. Darin stand: «Lieber Meier! Dieser Stein fiel mir vom Herzen, nachdem ich deinen Brief gelesen hatte. Ich schicke ihn Dir zum ewigen Andenken an mich und meine Liebe zu Dir. Dein Heine.»
Ein eigenartiger Pass
(своеобразный паспорт)
An einem schönen Junitage des Jahres 1870 (одним прекрасным июньским днём 1870 года – der Juni ‘июнь‘ + der Tag ‘день’ = der Junitag ‘июньский день’) saß ein Herr (сидел один господин – sitzen, saß, gesessen ‘сидеть’:
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er saß ‘он сидел’) – es war der französische Illustrator Gustave Dore (это был французский художник Гюстав Доре, 1832–1883), – im Pariser Schnellzug (в парижском скором поезде) und fuhr in die Schweiz (и ехал в Швейцарию – fahren, fuhr, gefahren ‘ехать’: er fuhr ‘он ехал’).
Das Wetter war prächtig (погода была великолепная). Die Sonne schien hell (солнце ярко светило – scheinen, schien, geschienen ‘светить’: die Sonne schien ‘солнце светило’).
Der Herr trug einen hellen Sommeranzug (на господине был светлый летний костюм – tragen, trug, getragen ‘носить’; er trug ‘он носил’; der Sommer ‘лето’ + der Anzug ‘костюм’ = der Sommeranzug ‘летний костюм’). Auf der Schweizer Grenzstation hielt der Zug (на швейцарской пограничной станции поезд остановился – halten, hielt, gehalten ‘останавливаться’; der Zug hielt ‘поезд остановился’; die Grenze ‘граница’ + die Station ‘станция’ = die Grenzstation ‘пограничная станция’). Der Herr im hellen Sommeranzug verließ das Abteil (господин в светлом летнем костюме вышел из купе – verlassen, verließ, verlassen
‘покидать, уходить из’; er verließ das Abteil ‘он вышел из купе’) und ging zur Sperre (и пошёл к пограничному турникету – gehen, ging, gegangen ‘идти’; er ging ‘он пошёл’).
Der Grenzbeamte verlangte seinen Pass (пограничник потребовал его паспорт – verlangen ‘требовать’; der Pass
‘паспорт’). Der Herr suchte eifrig in seiner Tasche (господин усердно поискал в своём кармане – suchen, suchte, gesucht ‘искать’: er suchte ‘он (по)искал’; die Tasche ‘карман’), aber er fand den Pass nicht (но не нашёл паспорта
– finden, fand, gefunden ‘находить’: er fand … nicht ‘он не нашёл’).
Er erklärte dem Grenzbeamten (он объяснил пограничнику – erklären, erklärte, erklärt ‘объяснять’: er erklärte
‘он объяснил’): „Ich habe meinen Pass verloren (я потерял свой паспорт – verlieren, verlor, verloren ‘терять’: ich habe … verloren ‘я потерял’)“.
„Vielleicht haben Sie ihn vergessen (возможно, вы его забыли – vergessen, vergaß, vergessen ‘забывать’: Sie haben … vergessen ‘вы забыли’)“, meinte der Grenzbeamte
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(предположил пограничник – meinen, meinte, gemeint ‘высказывать своё мнение, предполагать’).
“Nein, nein (нет, нет)“, erwiderte der Herr (возразил господин), „während der Fahrt hat er in der Tasche gelegen (во время поездки он лежал в кармане – während ‘во время’; liegen, lag, gelegen ‘лежать’: er lag ‘он лежал’; die Tasche ‘карман’)“.
Der Grenzbeamte schloss seinen Schalter (закрыл своё окошко – schließen, schloss, geschlossen ‘закрывать’: er schloss ‘он закрыл’) und ging mit dem unbekannten Herrn zum Bürgermeister (пошёл с незнакомым господином к бургомистру – der unbekannte Herr ‘незнакомый господин’). Dort nannte der Illustrator seinen Namen (там художник назвал свое имя – nennen, nannte, genannt
‘называть’; der Name ‘имя’: er nannte seinen Namen ‘он назвал своё имя’) und bat um einen neuen Pass (и попросил новый паспорт – bitten, bat, gebeten ‘просить’: er bat ‘он попросил’; um einen neuen Pass ‘о новом паспорте’). Der Bürgermeister empfing den Herrn freundlich (бургомистр принял господина приветливо – empfangen, empfing, empfangen ‘встречать, принимать’: er empfing ihn ‘он принял его’; freundlich ‘приветливо’) und sagte (и сказал): „Ich habe schon Zeichnungen von Ihnen gesehen (я уже видел ваши рисунки – sehen, sah, gesehen ‘видеть’: ich habe … gesehen ‘я видел’; die Zeichnung ‘рисунок’ – die Zeichnungen
‘рисунки’), aber leider kenne ich Sie nicht persönlich (но, к сожалению, я не знаю вас лично – leider ‘к сожалению’; kennen ‘знать’: ich kenne Sie nicht ‘я вас не знаю’; persönlich
‘лично’). Ich brauche Beweise (мне нужны доказательства
– brauchen ‘нуждаться’: ich brauche ‘я нуждаюсь/мне нужно’; der Beweis ‘доказательство’ – die Beweise ‘доказательства’).“
Nachdenklich ging der Künstler über den Markt (задумчиво шёл художник по рынку – nachdenklich ‘задумчиво’; der Markt ‘рынок’). Dort standen einige Gemüsehändler hinter ihren Ständen (там стояли несколько торговцев овощами за своими прилавками – das Gemüse ‘овощи’ + der Händler ‘торговец’ = der Gemüsehändler ‘торговец овощами’;
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stehen, stand, gestanden ‘стоять’: sie standen ‘они стояли’; hinter ‘позади, за’) und verkauften ihre Waren (и продавали свои товары – verkaufen, verkaufte, verkauft
‘продавать’; sie verkauften ‘они продавали’). Da kam ihm ein Gedanke (тут пришла ему одна мысль – kommen, kam, gekommen ‘приходить’ – der Gedanke kam ‘мысль пришла’).
Er nahm Papier und Bleistift (он взял бумагу и карандаш – nehmen, nahm, genommen ‘брать’; er nahm ‘он взял’) und zeichnete mit wenigen Strichen ein Bild von den Händlern (и нарисовал несколькими штрихами портрет торговцев – zeichnen, zeichnete, gezeichnet ‘рисовать’: er zeichnete ‘он нарисовал’; mit wenigen Strichen ‘несколькими штрихами’).
Darunter schrieb er seinen Namen (внизу он написал своё имя – darunter ‘внизу, под ним (портретом)’; er schrieb ‘он написал’). „Ihre Idee gefällt mir (ваша идея мне нравится – gefallen ‘нравиться’: sie gefällt mir ‘она нравится мне’)“, sagte der Bürgermeister (сказал бургомистр), aber die Zeichnung ist kein Beweis für mich (но рисунок для меня не доказательство – kein Beweis ‘никакое не доказательство’; für mich ‘для меня’). Ich verstehe nur wenig von Ihrer Kunst (я мало понимаю в вашем искусстве – verstehen von D. ‘понимать в чём-л.’; die Kunst ‘искусство’).“ – „So holen Sie bitte einen Kunstkenner (так позовите искусствоведа – holen Sie ‘позовите’; die Kunst ‘искусство’ + der Kenner
‘знаток’ = der Kunstkenner ‘искусствовед’)!“
Der Kunstkenner kam und betrachtete die Zeichnung (искусствовед пришёл и рассмотрел рисунок – betrachten ‘рассматривать’: er betrachtete ‘он рассмотрел’). Dann sagte er zum Bürgermeister (затем он сказал бургомистру – er sagte ‘он сказал’): „Der Ausweis des Herrn Dore ist in Ordnung
(паспорт господина Доре в порядке – in Ordnung sein ‘быть в порядке’: der Ausweis ist in Ordnung ‘паспорт в порядке’).
Doch ich behalte ihn zur Erinnerung an diese Begegnung (но я сохраню его на память об этой встрече – behalten ‘хранить, сохранять’: ich behalte ‘я сохраню’; zur Erinnerung an ‘на память о’). Geben Sie Herrn Dore bitte einen anderen Ausweis (выдайте, пожалуйста, господину Доре другой паспорт – geben Sie ‘выдайте’)!“
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An einem schönen Junitage des Jahres 1870 saß ein Herr – es war der französische Illustrator Gustave Dore (1832–1883),
– im Pariser Schnellzug und fuhr in die Schweiz. Das Wetter war prächtig. Die Sonne schien heiß. Der Herr trug einen hellen Sommeranzug. Auf der Schweizer Grenzstation hielt der Zug. Der Herr im hellen Sommeranzug verließ das Abteil und ging zur Sperre. Der Grenzbeamte verlangte seinen Pass. Der Herr suchte eifrig in seiner Tasche, aber er fand den Pass nicht.
Er erklärte dem Grenzbeamten: „Ich habe meinen Pass verloren“.
–„Vielleicht haben Sie ihn vergessen“, meinte der Grenzbeamte.
–„Nein, nein“, erwiderte der Herr, „während der Fahrt hat er in der Tasche gelegen“.
Der Grenzbeamte schloss seinen Schalter und ging mit dem unbekannten Herrn zum Bürgermeister. Dort nannte der Illustrator seinen Namen und bat um einen neuen Pass. Der Bürgermeister empfing den Herrn freundlich und sagte: „Ich habe schon Zeichnungen von Ihnen gesehen, aber leider kenne ich Sie nicht persönlich. Ich brauche Beweise.“
Nachdenklich ging der Künstler über den Markt. Dort standen einige Gemüsehändler hinter ihren Ständen und verkauften ihre Waren. Da kam ihm ein Gedanke. Er nahm Papier und Bleistift und zeichnete mit wenigen Strichen ein Bild von den Händlern. Darunter schrieb er seinen Namen. „Ihre Idee gefällt mir“, sagte der Bürgermeister, aber die Zeichnung ist kein Beweis für mich. Ich verstehe nur wenig von Ihrer Kunst.“ – „So holen Sie bitte einen Kunstkenner!“
Der Kunstkenner kam und betrachtete die Zeichnung. Dann sagte er zum Bürgermeister: „Der Ausweis des Herrn Dore ist in Ordnung. Doch ich behalte ihn zur Erinnerung an diese Begegnung. Geben Sie Herrn Dore bitte einen anderen Ausweis!“
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Der afrikanische Rechtsspruch
(решение африканского суда)
Alexander von Mazedonien kam einst in eine entlegene goldreiche Provinz von Afrika (Александр Македонский, 356–323 г. до н. э., пришёл однажды в отдалённую, богатую золотом африканскую провинцию – einst ‘некогда, однажды’, das Gold ‘золото’ + reich ‘богатый’ = goldreich ‘богатый золотом’; die Provinz von Afrika ‘африканская провинция’). Die Einwohner gingen ihm entgegen
(жители вышли ему навстречу – j-m entgegengehen, ging … entgegen, entgegengegangen ‘идти/выйти кому-л. навстречу’: sie gingen ihm entgegen ‘они (вы)шли ему навстречу’) und brachten ihm Schalen voll goldner Früchte dar (и поднесли ему блюда, полные золотых плодов – darbringen, brachte …dar, dargebracht ‘приносить в дар, поднести ’: sie brachten Schalen dar ‘они поднесли блюда’; voll ‘полный’). „Esst ihr diese Früchte bei euch (ешьте сами эти плоды – esst ihr ‘ешьте’; die Frucht ‘плод, фрукт,’ – die Früchte
‘плоды, фрукты’)!“ sprach Alexander (сказал Александр). „Ich bin nicht gekommen, eure Reichtümer zu sehen (я пришёл не для того, чтобы увидеть ваши богатства – kommen
‘приходить’: ich bin … gekommen ‘я пришёл’; der Reichtum
‘богатство’ – die Reichtümer ‘богатства’), sondern von euren Sitten zu lernen (а чтобы изучить ваши обычаи – die Sitten ‘обычаи, нравы’; euer ‘ваш’ – eure ‘ваши’).“ Da führten sie ihn auf den Markt (тогда повели они его на рынок – da
‘тогда’; führen, führte, geführt ‘вести’: sie führten ihn ‘они повели его’), wo ihr König Gericht hielt (где их король вершил суд – Gericht halten ‘совершать правосудие’: er hielt Gericht ‘он вершил суд’).
Eben trat ein Bürger vor (как раз вышел вперёд один житель – eben ‘как раз, только что’; vortreten, trat … vor, vorgetreten ‘выступить вперёд, выйти’: er trat … vor ‘он вышел вперёд’; ein/der Bürger ‘гражданин, житель’) und sprach: „Ich kaufte, o König, von diesem Mann einen Sack voll Spreu (я купил, о король, у этого человека целый мешок
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мякины – kaufen, kaufte, gekauft ‘покупать’: ich kaufte ‘я купил’; ein/der Sack ‘мешок’: einen Sack voll ‘целый мешок’) und habe einen ansehnlichen Schatz darin gefunden (и нашел в нём значительное сокровище – finden, fand, gefunden ‘находить’: ich habe … darin gefunden ‘я нашёл в нём’; ansehnlich
‘заметный, значительный’). Die Spreu ist mein, aber nicht das Gold (мякина моя, а золото нет); und dieser Mann will es nicht wieder nehmen (а этот человек не хочет его забирать
–er will nicht … nehmen ‘он не хочет взять’). Sprich ihm zu
(скажи ему – zusprechen, sprach …zu, zugesprochen ‘говорить кому-л.’), o König, denn es ist das Seine (о король, ибо это
–его).“
Und sein Gegner, auch ein Bürger des Ortes, antwortete (а его оппонент, тоже житель этой местности, отвечал – sein Gegner ‘его оппонент, его противник’; er antwortete ‘он отвечал’): „Du fürchtest dich (ты боишься – sich fürchten ‘бояться’: du fürchtest dich ‘ты боишься’), etwas Unrechtes zu behalten (оказаться в чём-то неправым – unrecht behalten ‘быть неправым’; etwas Unrechtes ‘что-то неправедное’); und ich sollte mich nicht fürchten (а мне не должно ли бояться), ein solches von dir zu nehmen (получить от тебя нечто подобное – ein solches ‘нечто подобное’; von dir ‘от тебя’)? Ich habe dir den Sack verkauft (я продал тебе мешок – verkaufen, verkaufte, verkauft ‘продавать’: ich habe… verkauft ‘я продал’) nebst allem, was drinnen ist (со всем, что внутри – nebst allem ‘со всем’; drinnen ‘внутри’); behalte das Deine (береги свое). Sprich ihm zu, o König (скажи ему, о король)!“
Der König fragte den Ersten (король спросил первого), ob er einen Sohn habe (есть ли у него сын – ob er habe ‘имеет ли он’). Er antwortete: „Ja.“ (Он ответил: да.) Er fragte den anderen (он спросил другого), ob er eine Tochter habe
(есть ли у него дочь), und bekam „Ja“ zur Antwort (и получил «да» в ответ – bekommen, bekam, bekommen ‘получать’: er bekam ‘он получил’; zur Antwort ‘в ответ’). „Wohlan (хорошо)!“ sprach der König (сказал король), „ihr seid beide rechtschaffene Leute (вы оба порядочные люди – sein ‘быть’: ihr seid Leute ‘вы – люди’; rechtschaffen ‘честный,
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порядочный’); verheiratet eure Kinder untereinander (пожените ваших детей друг с другом – verheiraten ‘женить, выдать замуж’: verheiratet ‘пожените’; untereinander ‘друг с другом’) und gebt ihnen den gefundenen Schatz zur Hochzeitsgabe
(и отдайте им найденное сокровище как свадебный подарок – geben ‘давать’: gebt ‘(от)дайте’; ‘die Hochzeit ‘свадьба’ + die Gabe ‘дар’ = die Hochzeitsgabe ‘свадебный подарок’; der Schatz ‘сокровище’) – das ist meine Entscheidung (это – моё решение).“
Alexander erstaunte (удивился – erstaunen, erstaunte, erstaunt ‘удивляться’), als er diesen Ausspruch hörte (когда он услышал этот вердикт – hören, hörte, gehört ‘слышать’; er hörte ‘он услышал’). „Habe ich unrecht gerichtet (разве я судил несправедливо – richten, richtete, gerichtet ‘судить’: ich habe gerichtet ‘я судил’),“ sprach der König, „dass du erstauntest (что ты удивился)?“
„Mitnichten (отнюдь нет),“ antwortete Alexander (отвечал Александр), „aber in unserem Lande würde man anders richten (но в нашей стране судили бы иначе – anders ‘иначе, по-другому’; man würde richten ‘судили бы’).“ – „Und wie denn (и как же)?“ fragte der afrikanische König (спросил африканский король). „Beide Streitenden (оба спорщика)“, sprach Alexander, verlören die Häupter (лишились бы голов – das Haupt ‘голова, глава’ – die Häupter ‘головы, главы’; verlieren, verlor, verloren ‘терять’: sie verlören ‘они потеряли бы’), und der Schatz käme in die Hände des Königs
(а сокровище перешло бы в руки короля – kommen, kam, gekommen ‘приходить’: er (der Schatz) käme ‘оно перешло бы’).“
Da schlug der König die Hände zusammen und sprach (тут король всплеснул руками и сказал – da ‘тут’; die Hände zusammenschlagen ‘всплеснуть руками’): „Scheint bei euch auch die Sonne (и у вас светит солнце – scheinen ‘светить’: die Sonne scheint ‘солнце светит’; bei euch ‘у вас‘, und lässt der Himmel noch auf euch regnen (и небо вам ещё посылает дождь – auf euch ‘на вас’; der Himmel lässt … regnen – здесь: небо посылает дождь)?“ Alexander antwortete (Александр ответил): „Ja.“ – „So muss es“, fuhr der König fort, „der
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unschuldigen Tiere wegen sein (это должно быть так, продолжил король, из-за безвинных животных – fortfahren, fuhr … fort, fortgefahren ‘продолжать’: er fuhr fort ‘он продолжил’; es muss sein ‘это должно быть’; unschuldig ‘невиновный, безвинный’; der Tiere wegen ‘из-за животных’), die (которые) in eurem Lande leben (живут в вашей стране); denn über solche Menschen sollte keine Sonne scheinen (потому что над такими людьми не должно светить солнце – über solche Menschen ‘над такими людьми’; keine Sonne sollte scheinen
‘не должно светить никакое солнце’), kein Himmel regnen (и идти дождь).“
Alexander von Mazedonien kam einst in eine entlegene goldreiche Provinz von Afrika. Die Einwohner gingen ihm entgegen und brachten ihm Schalen voll goldner Früchte dar. „Esst ihr diese Früchte bei euch!“ sprach Alexander. „Ich bin nicht gekommen, eure Reichtümer zu sehen, sondern von euren Sitten zu lernen.“ Da führten sie ihn auf den Markt, wo ihr König Gericht hielt.
Eben trat ein Bürger vor und sprach: „Ich kaufte, o König, von diesem Mann einen Sack voll Spreu und habe einen ansehnlichen Schatz darin gefunden. Die Spreu ist mein, aber nicht das Gold; und dieser Mann will es nicht wieder nehmen. Sprich ihm zu, o König, denn es ist das Seine.“
Und sein Gegner, auch ein Bürger des Ortes, antwortete: „Du fürchtest dich, etwas Unrechtes zu behalten; und ich sollte mich nicht fürchten, ein solches von dir zu nehmen? Ich habe dir den Sack verkauft nebst allem, was drinnen ist; behalte das Deine. Sprich ihm zu, o König!“
Der König fragte den Ersten, ob er einen Sohn habe. Er antwortete: „Ja.“ Er fragte den anderen, ob er eine Tochter habe, und bekam „Ja“ zur Antwort. „Wohlan!“ sprach der König. „ihr seid beide rechtschaffene Leute; verheiratet eure Kinder untereinander und gebt ihnen den gefundenen Schatz zur Hochzeitsgabe – das ist meine Entscheidung.“
Alexander erstaunte, als er diesen Ausspruch hörte. „Habe ich unrecht gerichtet,“ sprach der König, „dass du erstauntest?“
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„Mitnichten,“ antwortete Alexander, „aber in unserem Lande würde man anders richten.“ – „Und wie denn?“ fragte der afrikanische König. „Beide Streitenden“, sprach Alexander, verlören die Häupter, und der Schatz käme in die Hände des Königs.“
Da schlug der König die Hände zusammen und sprach: „Scheint bei euch auch die Sonne, und lässt der Himmel noch auf euch regnen?“ Alexander antwortete: „Ja.“ – „So muss es“, fuhr der König fort, „der unschuldigen Tiere wegen sein, die in eurem Lande leben; denn über solche Menschen sollte keine Sonne scheinen, kein Himmel regnen.“
