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ivanov666
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Файл:Немецкий язык. Учебно-методическое пособие
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всегда серьезно относился к учебе; он обладал широким
фундаментальным образованием; он уделял много времени
самостоятельной работе; он говорил своими словами, не
концентрировался на деталях и точно выражал свои мысли).
2. Ergänzen Sie sinngemäß
1. In der Prüfung zitterte die Studentin so stark, als ob sie …
2. Dem Lehrer kam es in der Prüfung darauf an, dass die
Studenten …
3. Der Professor wäre mit der Prüfung zufrieden gewesen, wenn …
4. In der Prüfung hatte der Student große Angst, so dass …
5. Wenn du vor der Prüfung die letzte Nacht hindurch nicht gepaukt,
sondern geschlafen hättest, ….
6. Nachdem ich geantwortet hatte, sagte mir der Professor, …
7. Hättest du im Semester gleichmäßig studiert, …
8. Der Student hatte zu große Angst, als dass …
9. Der Student nahm das Studium zu leichtsinnig, als dass …
10. Der Prüfling kannte den Stoff zu gut, als dass …
Übungen 3 zum Thema "Die Schule"
1. Antworten Sie möglichst ausführlich
1) Was gehört zur schulischen Arbeit eines Lehrers? Und zur
außerschulischen? Zur außerunterrichtlichen? 2) Welche Rolle spielt der
Elternbeirat in der Schule? 3) Welche Fragen werden in den Sitzungen des
Pädagogischen Rates besprochen? 4) Werden in der Schule oft
verschiedene Maßnahmen durchgeführt? 5) Sind die Leistungen der
Schüler in allen Fächern gleich? 6) Warum muss der Lehrer den
Leistungsstand der Schüler berücksichtigen? 7) Wo haben die Schüler
mehr Probleme mit dem Lernen – in den unteren, mittleren oder oberen
Klassen? 8) Kann der Lehrer immer nur ausgezeichnete ausgefüllte
Stunden erteilen? 9) Was für eine Disziplin würden Sie als Lehrer
vorziehen? Und als Schüler? 10) In welchem Fall muss der Lehrer
Nachhilfestunden erteilen? 11) In welchem Fall verlangt der Lehrer das
Tagebuch des Schülers? 12) Wann macht der Lehrer den Schülern oft
Bemerkungen? 13) Was ist für die Arbeit eines guten Lehrers
charakteristisch? 14) Wie kann man das Verhalten eines idealen Schülers
charakterisieren? 15) Wozu müssen die Schüler ihre Tagebücher von den
Eltern unterschreiben lassen?
2. Erklären Sie den Sinn folgender Wörter oder Wendungen
– die fehlende Lernatmosphäre
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– ein Vorbild in Kleidung / in der Sprache / in der Disziplin / im
gesamten Auftreten sein
– für j-n einspringen
– der ABC-Schüler
– der Zurückbleiber;
– in einem Fach abrutschen
Übungen 4 zum Thema "Schule"
Ergänzen Sie die Sätze
1. Если бы практикант провел интересный насыщенный урок, …
2. Прежде чем разрабатывать конспект урока, … 3. Если бы Пауль не
был таким слабовольным, … 4. После того как учитель проверил
домашнее задание ... 5. Учителя жалуются, что … 6. По мнению
учащихся, хороший учитель – это … 7. Если бы на этого ученика не
давили родители, … 8. Если дети отключаются на уроке, …
9. Ангелика пошла на все, чтобы … 10. Бесполезно взывать к совести
этого ученика, т.к. … 11. Отец Пауля вбил себе в голову, что …
12. Учитель объявил, что завтра … 13. Продумывая ход урока, не
забудь … 14. Я не могу засчитать ваш ответ, потому что … 15. Чтобы
дети усвоили программу, … 16. Чтобы дети не занимались на уроке
посторонними делами, … 17. Ты обязательно съедешь по этому
предмету, если … 18. Я должен брать с него пример? … 19. Если бы
ему не подсказывал весь класс, … 20. Когда он остался на второй
год, … 21. Если бы учитель не требовал образцовой дисциплины, …
22. Не могу представить, чтобы кто-то из этого невозможного класса
вызвался отвечать, … 23. Перед экзаменами на аттестат зрелости мы
посещали курсы повышенного уровня, которые … 24. Если тебя
приняли в один из университетов Германии, … 25. Если бы меня в
этом году не приняли, … 26. Выпускники школы обычно подают
документы сразу в несколько вузов, чтобы … 27. Некоторые
желающие учиться вынуждены ждать несколько лет, … 28. По
мнению методиста, урок прошел впустую, т.к. … 29. При анализе
проведенного урока студенты, посетившие урок, сказали … 30. Он
воображает, что … 31. Этот учитель всегда на высоте. …
32. Отговори его жениться на ней. – И не подумаю! … 33.
Методическая структура урока оставляла желать лучшего. … 34.
Откуда она родом? – Понятия не имею, наверное, … 35. Если бы
ученики зарабатывали свои оценки тяжелым трудом, … 36. Следует
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обязательно учитывать уровень учащихся, иначе … 37. Не все
учителя вдалбливают материал, некоторые … 38. В нашей системе
образования многое можно покритиковать, … 39. Мы уже
настроились на требования учителя и … 40. Недостаточно пройти
материал, надо … 41. Почему этот ребенок на уроке нем как
рыба? - … 42. Если не помогут дополнительные занятия, … 43. Когда
мы начинали учебу в этом университете, … 44. Если бы ты не
прогуливал занятия, … 45. Пропуская занятия даже по уважительной
причине, … 46. Мнение учащихся для этого учителя ничего не
значит, поэтому … 47. Если держать дистанцию в отношении с
учениками, … 48. Давайте расставим все точки над "i". … 49. Лучше
не менять метод в этом классе, т.к. … 50. Могу посоветовать тебе, …
51. Если ты забыл дома конспект урока и на твоем уроке
присутствует методист, … 52. Свежеиспеченному учителю всегда
трудно, … 53. Такие слабые учащиеся … 54. Если бы не твое полное
безразличие, … 55. Если бы ты успел наверстать упущенное, …
56. Если цель урока достигнута, … 57. Опытный учитель не будет …
58. Нас предупредили, что … 59. Директор школы … 60. На
следующей неделе …
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Amerikanische Erziehung und Bildung
Angst einflößen
внушать, вселять страх
akzeptieren
зд.: принимать, воспринимать
aufrufen (ie, u)
зд.: вызывать (учащихся для
ответа)
die Barmherzigkeit üben
проявлять милосердие,
сострадание
Besorgnis erregen
вызывать тревогу
die Einstellung -, -en
зд.: отношение
an den Gedanken gewöhnen
приучать кого-л. к мысли
die Genehmigung -, -en
разрешение
der (die) Halbwüchsige
подросток
hassen
ненавидеть
die Hausaufgabe abfragen
спрашивать домашнее задание
(делать опрос)
hospitieren
зд.: присутствовать на уроках
учителя, посещать уроки (для
контроля, обмена опытом и т.п.)
moralische Regeln postulieren
постулировать правила морали
die Noten erteilen
выставлять оценки
die Parole -, -n
зд.: лозунг
pauken
зубрить
peinigen
зд.: мучить, терзать
mit den Problemen fertig werden
справиться с проблемами
scharf auf etw. sein
очень интересоваться чем-л.
umlernen
переучиваться
die Unannehmlichkeit -, -en
неприятность
unerlässlich
необходимый, непременный
j-m Ungerechtigkeit vorwerfen
упрекать кого-л. в
Wortschatz zum Thema "Amerikanische Schule"
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несправедливости
ungezwungen
непринужденный,
естественный, простой
das Verhalten, -s
зд.: поведение, образ действий,
отношение к кому-л., чему-л.
verkrampft
напряженный, натянутый
versetzen
переводить в следующий класс
(учеников)
die Vielfalt, –
разнообразие, многообразие
wohlerzogen
благовоспитанный
der Zurückbleibende
отстающий
Ich lerne in einer amerikanische Schule (Teil 1)
Das ist der Anfang von allem. "Ich bin ein glänzender Schüler." Auf
den Abzeichen einer anderen Schule heißt es: "Wir sind die Nr. 1". Nach
unserer pädagogischen Ideologie ist das undenkbar, die Erziehung von
naseweisen Großtuern; nach der amerikanischen Schulphilosophie ist das
notwendig. Die Basis aller Erfolge sei der Glauben an sich. "Glaube an
dich, und du schaffst es", lautet die Devise einer Mittelschule in Athen,
Georgia. Damit ich den anderen gleich bin, muss ich an mich selbst
glauben, darf nicht schlechter oder ungeschickter sein als die anderen.
"Nr. 1" bedeutet eben: keiner aus der zweiten Garnitur, kein zweitrangiger,
kein zurückbleibender. Ich bin in Ordnung. Sind Sie in Ordnung? Auch ich
bin in Ordnung. Sind Sie o. k.? Auch ich bin o. k. Wir sind gleich. Ein
Buch über die recht weit verbreitete Theorie der Kooperation von
Menschen heißt denn auch: "Sie sind o. k., ich bin o. k.". Wenn ein
Mensch sich so fühlt, hat er ein verantwortungsbewusstes, erwachsenes
Verhalten. Wenn ihm aber scheint, dass er schlechter als die anderen,
besser als die anderen sei oder dass alle anderen schlecht seien, wird er
sein Leben lang Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten haben und mit
seinen Problemen nicht fertig werden. Statt sie real zu lösen, wird er große
Worte spucken, die beleidigte Leberwurst sein oder andere hassen.
Die Sache ist die, dass die Kinder in Amerika nicht an die Tafel
gerufen werden. Sie brauchen auch von der Bank aus keine Antworten zu
geben. Das gilt für das ganze Land, für alle Schulen. In einer dicken
Forschungsarbeit werden alle denkbaren Arten der Arbeit während der
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Unterrichtsstunde aufgezählt, doch wird darin nicht einmal erwähnt, dass
man einen Schüler an die Tafel rufen oder ihm vor der ganzen Klasse die
Hausaufgabe von gestern abfragen könnte. Das erscheint den
amerikanischen Pädagogen unfassbar, undenkbar, unmöglich.
Vor etwa 20 Jahren schilderte S. Solowejtschick in seinem Buch
"Die Stunde des Lernens" eine Schule, in die die Kinder morgens ohne
Angst gehen: Sie kennen nicht jene qualvollen Minuten, in denen die
Feder des Lehrers die Liste im Klassenbuch hinab- und hinaufwandert, sie
ersterben nicht in der Beschwörung: "Nein, nicht ich!", der Gedanke, ob
sie heute aufgerufen werden oder vielleicht doch nicht, peinigt sie nicht.
Ich selbst hatte eine solche Schule nicht erlebt. Ich beschrieb nach
literarischen Vorlagen die Schule in Jasnaja Poljana, in der Leo Tolstoi
unterrichtete. Nun erfahre ich, dass es möglich ist, nicht in der kleinen
Schule des großen Pädagogen, sondern in allen Schulen eines
Riesenlandes die Kinder so zu lehren, dass sie am Morgen keine Angst vor
der Schule haben. Lehren, ohne Angst einzuflößen.
Amerikanische Lehrer geben Zensuren nur bei schriftlichen Tests,
wobei die Sache meistens so gehandhabt wird, dass auf jede Frage mehrere
Antworten vorgegeben sind und man nur die richtige abzuhaken braucht.
Oder die Kinder müssen eine Erscheinung kurz beschreiben bzw. einen
Begriff definieren. In der Schule Highland Park, St. Paul, Minnesota,
hospitierte ich in einer Stunde der mathematischen Analyse in einer 12.
Klasse. Obwohl von den Wänden Lobatschewski, Riemann, Gauß, Galois
und Sonja Kowalewskaja (so stand unter ihrem Bildnis geschrieben)
aufmerksam auf uns herabschauten, obwohl an der Wand der Ausdruck
"Mathematik – das ist aufregend!" hing und obwohl die Klasse dem nicht
mehr jungen Lehrer recht aufmerksam zuhörte, bereitete sich ein Mädchen
links von mir trotzdem auf die Architekturstunde und ein Junge rechts von
mir auf die Stunde der Geisteswissenschaften vor. Vor ihm lagen eine
Kopie des Artikels "Freiheitsdrang in der griechischen Kunst" und die
Aufgabe: die Grundzüge der frühen griechischen Klassik, der hohen
Klassik und des Hellenismus aufzuzählen sowie die Namen bzw. Wörter
Ikarus, Schliemann, Humanismus, Akropolis, Perikles, Poseidon und
Lysippus zu erklären.
So lernen sie.
Aufgaben zum Thema "Amerikanische Schule" (Teil 1)
1. Setzen Sie in folgende Sätze das passende Verb oder
Wortverbindung aus dem aktiven Wortschatz ein:
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1. Aus der einen in die andere Klasse werden nicht ganze Gruppen,
sondern, je nach der Leistung, einzelne Kinder ... . 2. Die Linkshänder
werden nicht ... . 3. Wenn einem Menschen scheint, dass er schlechter oder
besser als die anderen sei, wird er sein Leben lang mit seinen Problemen
nicht ... werden. 4. Die amerikanischen Lehrer ... nicht auf technische
Lehrmittel ... . 5. Die Kinder werden an den Gedanken ... , dass moralische
Regeln für einen Menschen ... ... . 6. Die moralischen Regeln muss
man nicht ..., sondern persönlich ausarbeiten.
2. Lesen Sie den Text. Beantworten Sie die Fragen eines
russischen und eines amerikanischen Lehrers:
1. Wie soll man lehren, wenn niemand Angst hat? 2. Wie soll man
lernen, wenn man Angst hat?
3. Vergleichen Sie die Schlüsselparolen der russischen und der
amerikanischen Schule. Nehmen Sie Stellung dazu:
Die Schlüsselparole unserer Erziehung ist: Man darf nicht! ... Die
Schlüsselparole der amerikanischen Erziehung ist: Man darf!.. Nur zu und
gehandle!
4. Führen Sie kurze Gespräche mit amerikanischen Lehrern.
Rekonstruieren Sie die fehlenden Aussagen. Übersetzen Sie die
Gespräche ins Russische:
– Wie ist das, interviewt ein Lehrer bei euch etwa ein Schulkind? In
Beisein der ganzen Klasse? Und was machen die anderen in dieser Zeit?
– 15 Minuten für das Abfragen? Sogar 20 Minuten? Wie kann man
bloß so viel Zeit verschwenden?
– An die Tafel rufen? Ich bin doch nicht verrückt. In meiner Klasse
sind mehr ais 50 Prozent der Kinder schwarz, und da rufe ich einen auf,
und er weiß vielleicht nicht zu antworten, wie stehe ich da? Man wird ihn
auslachen. Mir aber wird man Rassismus vorwerfen.
– Erteilt der Lehrer Zensuren für eine mündliche Antwort? Gibt es
das bei euch wirklich?
– Wenn aber ein Lehrer einen Schüler schikaniert oder ihn nicht
mag, wie soll das Schulkind sich gegen ihn behaupten? Es bleibt ja kein
Dokument übrig.
– Ach so, man vertraut bei euch dem Lehrer? Das ist sehr gefährlich!
Auch für den Lehrer. Ihm kann immer Ungerechtigkeit vorgeworfen
werden.
– Um keinen Preis. Die Rechte des Schulkinds und sein inneres
Gleichgewicht gehen über alles.
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5. Lesen Sie die folgende Information. Antworten Sie auf die
Frage: Was ist für Sie der Wert Nr. 1? Begründen Sie den Einfluss der
Menschenwerte auf die Entwicklung der Gesellschaft:
In Kalifornien wurde vor kurzem ein Forschungsvorhaben für
375.000 Dollar durchgeführt und festgestellt, dass für die Amerikaner self-
esteem unter allen Dingen, die ein Mensch braucht, an erste Stelle kommt.
Selbstachtung. Das ist der Wert Nr. 1 für sie.
6. Lesen Sie die folgende Information. Äußern Sie Ihre Meinung
zur Frage, mit der diese Information endet:
Erinnern Sie sich an die ersten berühmten Fernsehbrücken zwischen
der Sowjetunion und Amerika? Einmal wurden Schulkinder dazu
eingeladen, und am Tag nach der Sendung sprach man nur noch von
amerikanischen Kindern: Welch eine Haltung! Die unsrigen sind nicht
dümmer, wissen nicht wenig, sind genügend entwickelt, aber geniert,
verkrampft. Ihre Altersgenossen in Übersee dagegen verhalten sich ruhig
und ungezwungen. Sie sind nicht verkrampft, aber auch nicht vorlaut.
Wohlerzogen eben.
Liegt es vielleicht daran, dass wir von "schwierigen Kindern", die
Amerikaner aber von "Kindern mit Schwierigkeiten" sprechen?
7. Kommentieren Sie das Bild. Gebrauchen Sie dabei die
Information des Textes 1 und der Übung 4:
8. Führen Sie kurze Dialoge zu jeder Aussage:
1. Die ganze Ideologie, alle Bestrebungen der amerikanischen
Pädagogik richten sich darauf, in dem Kind die innere Würde zu wecken.
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2. Unsere gesamte Pädagogik zielt darauf ab, zu erreichen, dass es die
Eltern und Lehrer mit den Kindern leichter haben, deshalb ist es später so
schwer mit Erwachsenen.
3. Bis zu 80 Prozent der Menschen in den USA betrachten sich als
glücklich, und das ist das Mehrfache der ähnlichen Kennziffer in den
anderen Industrieländern, ganz zu schweigen von den
Entwicklungsländern.
4. "Die negative Einstellung zu sich selbst ... ist einer der
psychologischen Gründe der Jugendkriminalität", schreibt Igor Kon im
Buch "Auf der Suche nach sich selbst".
5. Die Erziehung "von der Gesellschaft zum Menschen" ist nur in der
Kindheit wirksam, solange das Kind noch lenkbar ist, verliert jedoch ihre
Wirksamkeit mit dem Wachsen des Kindes. Die äußere Schale fällt ab, der
Zögling bleibt unerzogen.
9. Gestalten Sie ein Gespräch zwischen einem amerikanischen
Lehrer, aus der Grundschule "Alfred A. Benesh" (Cleveland) und den
russischen Lehrern. Gebrauchen Sie dabei die folgende Information:
Die Klassenräume in den amerikanischen Schulen, besonders in den
Grundschulen (für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren), sind lustig, bunt,
heiter. An den Wänden hängen kleine Wollteppiche mit farbenfrohen
Applikationen, an der Tafel ist ein lustiger Papierclown, so lang, dass er an
die Decke reicht, quer über der Klasse hängt eine Schnur, an der
Papierstreifen mit den Namen der Kinder baumeln. Die Tische stehen
nicht in ordentlichen Reihen wie bei uns, sondern im Halbkreis; die
Amerikaner machen sich nichts daraus, woher das Licht fällt, einen
Linkshänder setzt man sowieso nie richtig, und in Amerika gibt es weit
mehr Linkshänder als bei uns: Sie werden nicht umgelernt. In der neuen
Grundschule "Alfred A. Benesh" in Cleveland gibt es in den
Klassenräumen gar keine Fenster, man kommt mit Klimaanlagen und
Tageslichtlampen aus, kein Grund zum Fürchten, dafür ist keiner weiter
als vier Bänke von der Tafel entfernt. Diese Schule wird ein "Magnet"
genannt, sie zieht Kinder aus vielen Wohngebieten an, weil sie die Kleinen
besser entwickelt; aus der 1. in die 2., aus der 2. in die 3. Klasse werden
nicht ganze Gruppen, sondern, und je nach der Leistung, einzelne Kinder
versetzt.
Ich lerne in einer amerikanische Schule (Teil 2)
Entgegen der bei uns üblichen Vorstellung sind die amerikanischen
Schulen keineswegs mit Wundern der modernen Technik gespickt. Man ist
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auch nicht auf technische Lehrmittel scharf. Ein Fernsehgerät, ein
Plattenspieler, ein Videorecorder oder ein Computer sind in einer
gewöhnlichen Klasse selten, und kein einziges Mal sah ich ein
Lingaphonkabinett oder lehrende Maschinen. Wahrscheinlich werden sie
nur hochgestellten pädagogischen Gästen aus der Sowjetunion vorgeführt.
Alle amerikanischen Schulen sind von allen möglichen Aphorismen,
Regeln, Devisen und Parolen geschmückt: Die Kinder werden an den
Gedanken gewöhnt, dass moralische Regeln für einen Menschen
unerlässlich sind, dass man sie jedoch selbständig entdecken, wählen,
erfinden muss, weil die Quelle der Moral in einem selbst liegt. Gemäß
psychologischen Forschungen besteht die höchste Stufe der moralischen
Entwicklung darin, nicht den allgemeinen, von einem Fremden
postulierten moralischen Regeln zu folgen, sondern den eigenen,
persönlich ausgearbeiteten, die nicht mit einer Gruppe, sondern mit der
Menschheit verbunden sind. Die Lehrer werden gelehrt: "Das Herz der
Erziehung ist die Erziehung des Herzens." Außerdem werden sie
aufgefordert, die Vielfalt nicht nur zu achten, sondern auch zu schaffen.
Die Arbeit des Lehrers ist, unterschiedliche Menschen heranzuziehen. In
einem Lehrzimmer sah ich das Plakat: "Schaffe Vielfalt!", in einem
anderen: "Geh und schaffe Vielfalt!" Es werden zahlreiche pädagogische
Plakate herausgegeben, die auffordern, jedes Kind so zu akzeptieren, wie
es ist, und sein Recht auf Anderssein, d. h. darauf, es selbst zu sein, zu
achten.
Sehr gut für die Moral der Schule ist die Einstellung zu invaliden
Kindern. Die Amerikaner haben ganz kranke Kinder – solche in einem
Rollstuhl, Taube, Halbblinde, Schwachsinnige – aus Sonderschulen in die
allgemeinen Schulen überführt. Ihnen sind Sonderschulpädagoginnen
beigegeben, außerdem gibt es in der Schule einen großen Raum mit
Entwicklungsspielen, einem Bad für jene, die unter sich machen, und eine
kleine Küche für solche, die auf Diät angewiesen sind. Nach dem
Unterricht werden diese Kinder, wie auch alle Kinder in Amerika, mit dem
Schulbus nach Hause gefahren, aber der Bus hat eine Hebevorrichtung für
Rollstühle. Ein Gesetz über die Gleichberechtigung der Invaliden. Nicht
einmal Barmherzigkeit, sondern ein Gesetz, eine Lebens- und
Herzensnorm. Schon allein die ständige Anwesenheit eines solchen
kranken Jungen in der Klasse kann die harten Kinderseelen fürs Leben
milder machen.
Mit Direktor Bobby McDowell gehe ich durch eine Schule in
Cleveland; eine Klasse, noch eine, und hier sei eine Kinderkrippe, höre
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