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ivanov666
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Файл:Немецкий язык. Учебно-методическое пособие
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Für jeden Platz in einem der guten Kindergärten bewerben sich
jeweils fünf kleine Kandidaten, zehn machen sich jeden Platz in einem der
guten Gymnasien streitig, 40 rangeln um jeden Platz an Japans Spitzen-
Universitäten.
Um sich auf die Eintrittsprüfung für einen guten Kindergarten
vorzubereiten, marschiert der dreijährige kleine Japaner, bereits in
Uniform gesteckt, in eine private Vorschule. "Die Schule ist ein
Schlachtfeld. Die entscheidende Schlacht seines Lebens kämpft der
Japaner als Kind."
Aufgaben zum Text "Der Weg zum gesellschaftlichen
Aufstieg" (Teil 2)
1. Sagen Sie Deutsch:
в три года, зубрёжка превыше всего, инакомыслящий,
действовать по-своему, сформировать новый тип, нежелательный,
престижный университет, попасть в университет, вступительный
экзамен
2. Lesen Sie die folgende Information. Nehmen Sie Stellung dazu:
Über die Schattenseiten der von den Schulen geformten neuen
Japaner sind einige Intellektuelle tief besorgt. "Wir stellen ausgezeichnete
Autos und Videos her, aber keine guten Menschen", sagt Shizue Kato, 92,
ehemalige Abgeordnete der Sozialistischen Partei und eine der ersten
japanischen Frauenrechtlerinnen. "Das Erziehungssystem ist zu einer
Verirrung geworden. Die beste Lösung wäre, es abzuschaffen."
3. Lesen Sie die folgende Information. Beantworten Sie die
Frage: Was würden Sie in dieser Situation an Stelle des Lehrers tun?
Die Geschichte von Yuko Uehara, einem 13-jährigen Mädchen aus
Nagano, steht für viele: Yuko wird von Mitschülerinnen gequält, sie klagt
darüber und bittet ihren Lehrer um Hilfe. Der verlangt von den Mitgliedern
der Klasse, in einem Aufsatz zu erklären, was ihnen an Yuko nicht gefalle.
Die Mädchen schreiben, Yuko sehe wie ein Tintenfisch aus. Der Lehrer
zeigt ihr diese Texte, Yuko erhängt sich.
Lasst unseren Kindern ihre Jugend (Teil 3)
Jede Prüfung gerät zur Verabredung mit dem Schicksal. Da die
staatlichen Schulen nicht in der Lage sind, jedes Kind individuell
vorzubereiten, hat sich in den letzten 30 Jahren ein paralleles, privates
System von Paukschulen ("Juku") entwickelt, deren Ziel es ist, die Kinder
91

für jede Prüfung zu drillen. Diese Schulen sind heute eine der blühendsten
Industrien des Landes.
Unter den 36.000 privaten Paukschulen haben etliche solche Größe
erreicht, dass ihre Aktien an der Börse notiert werden. Das Yoyogi-Seminar
in Tokio, Japans größtes Institut, betreut 245.000 Schüler. Paukschulen
werben die besten Lehrer von den regulären Schulen und sogar den
Universitäten ab. Ein Professor, der an der Universität etwa acht Millionen
Yen pro Jahr verdient, kann in einer Juku bis zu 40 Millionen Yen – rund
500.000 Mark – kassieren. Folge: Das Niveau der öffentlichen Schulen sinkt.
In der Überzeugung, dass kein Kind seine Prüfungen ohne
Paukschule bestehen kann, bringen Familien schwere Opfer: Die
Erziehung eines Kindes kostet heute 300 Prozent mehr als noch vor zehn
Jahren, 80 Prozent aller japanischen Schüler gehen auf eine Juku.
Wie alles in Japan haben die Paukschulen ihre Ränge, und für die
besten muss wiederum eine Aufnahmeprüfung bestanden werden. Also gibt
es Juku, die auf Juku-Prüfungen vorbereiten. Wer denkt, dass eine einzige
Paukschule nicht genügt, schickt seine Kinder gleich auf zwei oder drei.
Die Massenproduktion junger angepasster Menschen ist kein Zufall.
"Es gehört zu unserer Tradition, Bürger nicht als Menschen, sondern als
Sklaven des Staates zu betrachten", sagt Yoshikazu Sakamoto, Professor
an der Meiji-Universität in Tokio.
Diese Tradition wurzelt im vorigen Jahrhundert. Angesichts der
Gefahr, durch westliche Machte kolonisiert zu werden, begann Japan
damals fieberhaft, den Westen zu imitieren. Die Meiji-Restauration –
Beginn 1868 – sah in der eiligen Ausbildung der japanischen Massen die
einzige Rettungschance für das Land.
Mit gewaltigem Kraftaufwand wurde ganz Japan mit einem
modernen Schulsystem überzogen, dessen ausdrückliches Ziel "die
Ausbildung tugendhafter, loyaler und gehorsamer Staatsdiener" war (so
Japans erster Erziehungsminister). Diese Erziehung zu Disziplin und
Hingabe an die Gemeinschaft ermöglichte Japans wirtschaftlichen
Aufschwung, begünstigte aber auch den japanischen Militarismus.
Die Amerikaner, die in diesem Erziehungssystem eine der
wichtigsten Stützen des totalitären Kaiserstaates sahen, reformierten es
während ihrer Besetzung (1945 bis 1952) und versuchten, ein
demokratisches System aufzubauen.
Konservative Japaner sahen in diesen amerikanischen Reformen
nicht nur den Versuch, den japanischen Nationalcharakter zu
unterminieren, sondern auch die Ursache für die Sozialkonflikte der
92

Nachkriegszeit. Kaum war die Besetzung zu Ende, schaffte Japan die
Neuerungen wieder ab, wurden die jungen Japaner wieder als "Diener für
Staat und Industrie ausgebildet", so Professor Teruhisa Horio.
"Der Staat entscheidet, was die Bürger wissen dürfen", rügt der
Dekan der Erziehungsfakultät der Tokio-Universität und einer der
schärfsten Kritiker des japanischen Erziehungssystems. "Solange die
Bürger nicht auf ihr Recht zu Wissen pochen, wird Japan keine echte
demokratische Gesellschaft sein."
Der ständige Drill lässt den Kindern kaum Zeit, Sport zu treiben
(weshalb Japan bei den Olympischen Spielen stets schlecht abschneidet),
kaum Zeit zum Spielen oder dem Schließen von Freundschaften.
"Lasst unseren Kindern ihre Jugend" hieß der Titel eines Kommentars
der Tageszeitung "Asahi" über die Flut der Paukschulen. "Wir ziehen
Kinder auf, die vielleicht Examengenies, aber schwache, selbstsüchtige,
unreife Menschen sind." Der Verband der japanischen Privatuniversitäten
schreibt in einer Studie, die neue japanische Jugend sei dank dieses
Erziehungssystems wie "gehirnamputiert" – Kritik, die nichts bewirkt.
In den wenigen freien Stunden, die den japanischen Kindern bleiben,
geben sie sich Computerspielen hin. Unter Jungen besonders beliebt ist
"Two-dimensional Lover": Auf dem Bildschirm winkt ein Mädchen und
zieht sich aus. "Die Jungen haben keine Zeit, sich eine richtige Freundin zu
suchen, sie finden es einfacher, ein Rendezvous mit einer Maschine zu
haben", sagt Erziehungsexperte Tamoto Sengoku.
Aufgaben zum Text "Lasst unseren Kindern ihre Jugend"
(Teil 3)
1. Ergänzen Sie folgenden Dialog:
– Du siehst frisch und gut gelaunt aus. Regst du dich vor der Prüfung
gar nicht auf?
– Doch. Aber ich … (реалистично настроен, рассматривать
экзамен как общественную необходимость, радоваться беседе со
специалистом).
– Du bist einfach zu beneiden. Du … (владеть предметом, многого
достичь по предмету, не давать сбить себя с толку).
– Na ja, du hast recht. Ich bemühe mich, ... (понять ситуацию,
сохранять присутствие духа, не терять почву под ногами, не
волноваться).
– Du hast es gut. Du hast es so weit gebracht. Ich aber ....
(подводить, нервничать, запинаться, отвечать торопливо, без плана,
непродуманно, на меня влияет экзаменационный психоз).
93

– Das ist es eben. Du bist vor der Prüfung falsch eingestellt.
(Экзаменатор не собирается осложнять тебе жизнь, не хочет
разочароваться в ответах студентов и всегда приходит на помощь).
– Du hast gut reden. Aber nach dem nächtelangen Pauken kann ich
seine Hilfe übersehen.
– Alles was recht ist. Du bereitest dich falsch auf die Prüfungen vor.
Es kommt darauf an, … (вникнуть в проблематику; не зазубривать
темы, продумать ответ, использовать учебник и записи лекций,
посещать лекции, ликвидировать пробелы в знаниях, обсудить
сложные вопросы с друзьями).
– Das stimmt. Und ich … (много времени тратить попусту, часто
отвлекаться, лодырничать в первые дни, а потом зубрить ночами,
отказываться от сна и отдыха).
– Das bringt wenig ein. Das schadet nur deiner Gesundheit. Du
sollst ... (придерживаться распорядка дня, работать регулярно, не
забывать про отдых). Dann wird es dir in der Prüfung an Ruhe und
Selbstvertrauen nicht fehlen.
– Glaubst du? Und wie soll ich antworten?
– Nichts leichter als das. Hier sind einige Tipps: (Говори четко, бегло,
продуманно, перед ответом сделай паузу. Подумай, какого ответа ждёт
от тебя преподаватель. Излагай суть дела. Будь краток. Не бойся
дополнительных вопросов: так преподаватель выясняет, какую оценку
ты заслуживаешь. И помни, самое важное – не оценка, а твои знания.)
– Ich bin vollkommen einverstanden. Aber da soll, ich mein
Verhalten zum Studium verändern. Denn es wird doch mit Recht gesagt:
"Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir".
2. Kommentieren Sie das Bild. Beantworten Sie dabei die Frage:
In welchem Land könnte das sein?
94

Deutsche Erziehung und Bildung
das Abitur -s, -e
экзамен на аттестат зрелости
der Absolvent -en, -en
выпускник
abstimmen
зд.: согласовать
die Begabung -, -en
способность, дарование, талант
beschleunigen
ускорять
mit Computern umgehen
обращаться с компьютером
einschulen
определять (детей) в школу
die Fachausbildung
среднее специальное
(профессиональное) образование
der Gymnasiast -en, -en; die -in, nen
гимназист, -ка
konfrontieren mit
зд.: ознакомить с чем-л.
das Können -s
зд.: умение, навык
die Kreativität -
творчество
das Lehrgebiet
область преподавания
die Lehrkraft
преподаватель, педагог
markieren
зд.: обозначать
der Musterschüler
примерный ученик, отличник
die Neigung -, -en
зд.: склонность
das Niveau -s, -s
уровень
obligatorisch
обязательный
der Pennäler -s, -
гимназист, школьник
die Reifeprüfung
экзамен на аттестат зрелости
sachkundig
опытный, сведущий,
квалифицированный,
компетентный
die Schulbank -, -bänke
парта, школьная скамья
Software entwickeln
делать разработки
Wortschatz zum Thema "Deutsche Erziehung"
95

die Straffung des Lernpensums
зд.: уплотнение учебного
материала
die Teamarbeit
коллективная работа
der Tüftler -s, -
человек, склонный к
кропотливой работе
überdurchschnittlich
незаурядный
die Veranstaltung -, -en
зд.: мероприятие
wappnen
вооружать
das Wissen -s
знание, познания
Knallfrosch für Begabte (Teil 1)
Beiden Begriffen ("Käpsele" und "Röhrle"), die in BadenWürttemberg vor allem Pennälern und Studenten, Professoren und
Tüftlern zur Ehre gereichen, haftet neben dem Ausdruck hoher Begabung
von jeher auch ein Hauch von Strebertum und Arroganz an.
Stuttgarts CDU-Kulturminister denkt an ebensolche Überflieger,
wenn er von "besonders befähigten Schülern" spricht. Alle Röhrle und
Käpsele, so hat er kürzlich beschlossen, sollen demnächst an vier
"Gymnasien mit besonderen Anforderungen" per Express zum Abitur
befördert werden.
In den neuen "Elitegymnasien", wie sie im Lande jetzt etikettiert
werden, findet die Reifeprüfung bereits nach acht und nicht – wie
bundesweit üblich – nach neun Gymnasialjahren statt. Insgesamt müssen
badisch-schwäbische Schnelldenker also nur 12 statt 13 Jahre die
Schulbank drücken.
Der Geistesblitz des Ministers soll keineswegs den Anfang einer
allgemeinen Schulzeitverkürzung markieren. Der Kulturminister sieht sich
vielmehr als treuer Diener der Landesverfassung: Laut Artikel 11 habe
jeder junge Mensch "das Recht auf eine seiner Begabung entsprechende
Erziehung und Ausbildung".
Dieses Recht will der Christdemokrat nun einklagen. Da schon ein
Drittel aller Schüler bis zum Abitur gelangt, glaubt der Minister fest an die
Existenz eines "gewissen Prozentsatzes", der dank seiner "besonderen
Leistungsfähigkeit" in der Lage sei, die "gymnasiale Schulzeit in acht
Jahren zu durchlaufen".
96

Eine Auslese von drei bis fünf Prozent komme für Eliteschulen in
Betracht – das sind immerhin im Schnitt 8.000 "Superschüler", wie die
Stuttgarter Zeitung errechnete. Für die übrigen 192.000 Gymnasiasten des
Landes wäre eine Verkürzung der Schulzeit nach Meinung des Ministers
"nur unter Niveauverlust" möglich.
Im Sommer 1991 soll die erste Eliteklasse eingeschult werden. Bis
dahin freilich muss der Minister noch mit einigem Widerstand rechnen,
etwa bei den Kollegen in der Kulturministerkonferenz der Länder, die teils
andere Pläne mit den Musterschülern haben. So startet in Kiel derzeit eine
Beratungsstelle, die nicht nur Jugendliche und Eltern als Klientel hat –
Kiels Bildungsministerin möchte vor allem auch Lehrkräfte für die
Begabtenförderung qualifiziert und "sensibilisiert" sehen.
Der Minister von Baden-Württemberg glaubt, dass die "Diskussion um
eine Verkürzung der gymnasialen Schulzeiten an den Realitäten"
vorbeigehe – und befindet sich damit, ausnahmsweise, im Einklang mit allen
SPD-Kulturministern. Eine "anspruchsvolle Eignungsprüfung", so sieht es
das Stuttgarter Modell vor, soll nur Viertklässler mit einem
"überdurchschnittlichen Leistungs- und Begabungsprofil" ausfindig machen.
Auch die Lehrpläne werden neu gefasst: gefragt sind "Teamarbeit"
und "Eigenverantwortlichkeit", "Belastungsfähigkeit" und eine Straffung
des Lernpensums. So wird die Sprachenfolge beschleunigt (die zweite
Fremdsprache bereits in Klasse 6 und die dritte in Klasse 8); das Fach
Geschichte schon ab Klasse 6 erteilt und das "fächerverbindende Element"
der Unterrichtsstoffe verstärkt; die Zahl der Leistungskurse von zwei auf
vier verdoppelt, das Abitur selbst bleibt aber landesweit gleich.
Sachkundige Philologen jedoch attestieren dem strebsamen Minister
auf breiter Front, er habe eher einen Knallfrosch denn eine Rakete
gezündet. Der konservative Philologenverband und die linke Gewerkschaft
Erziehung und Wissenschaft protestierten. Winfried Kretschmann, Lehrer
und Landtagsabgeordneter der Grünen, ereiferte sich über die
"reaktionären" Pläne, die von den aktuellen Problemen ablenkten.
Über "unsinnige Experimente" klagt auch Herbert Moser,
Oberstudienrat und Schulexperte der SPD-Landtagsfraktion in Stuttgart.
Eliteschulen, meint er, gefährdeten sogar die von der Verfassung gebotene
und vom Minister beschworene Chancengleichheit. Weil der Minister
unter "Erfolgszwang" stehe, werde er seine Sondergymnasien mit einer
"Luxusausstattung" an Personal und Lehrmitteln versehen – zu Lasten aller
übrigen Schulen, die den "Stempel der Zweitklassigkeit" aufgedrückt
bekamen.
97

Doch der Minister, Anwalt aller Käpsele und Röhrle, ignoriert jeden
noch so begründeten Einwand. Der Minister sieht sich – stolz, aber
einsam – "auf dem richtigen Weg".
Aufgaben zum Text "Knallfrosch für Begabte" (Teil 1)
1. Lesen sie folgende Dialoge. Nehmen Sie Stellung dazu:
– Könnten Sie mir bitte helfen!
– Ja, gerne.
– Ich habe gestern in einer Zeitschrift gelesen: "Der schwäbische
Volksmund spricht vom "Käpsele" oder "Röhrle". Was bedeuten diese
zwei Wörter?
– Ein Käpsele, erklärt das "Schwäbische Handwörterbuch", sei ein
Zündhütchen, aber auch ein kluger Bursche.
– Und ein "Röhrle"?
– Und ein "Röhrle" sei ein pfiffiger und geschickter Mensch, benannt
nach einem Landsmann, der sich einst in der Armee Napoleons I.
besonders hervortat.
– Danke schon.
– Bitte.
– Sag mal, gibt´s an deiner Hochschule obligatorische
Veranstaltungen?
– Ja, natürlich. Wir haben wahlobligatorische Vorlesungen und
Seminare.
– Und was bedeutet wahlobligatorisch?
– Das bedeutet, du kannst daraus auswählen, was deinen Neigungen
und Begabungen am meisten entspricht.
2. Übersetzen Sie ins Deutsche:
У нас в институте есть обязательные для посещения лекции и
семинары. Но из них я могу выбрать то, что больше соответствует
моим склонностям и способностям.
3. Führen Sie kurze Gespräche zu jeder Aussage:
1) Jeder junge Mensch soll das Recht auf eine seiner Begabung
entsprechende Erziehung und Ausbildung haben.
2) Bundesweit findet die Reifeprüfung nach neun Gymnasialjahren
statt.
3) Es gibt ein gewisser Prozentsatz der Schüler, der dank seiner
besonderen Leistungsfähigkeit in der Lage ist, die gymnasiale Schulzeit in
acht Jahren zu durchlaufen.
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4) Die Lehrpläne werden neu gefasst: gefragt sind "Teamarbeit" und
"Eigenverantwortlichkeit", "Belastungsfähigkeit" und eine Straffung des
Lernpensums.
5) Die Grundlagen- und Fachausbildung an einer Hochschule müssen,
aufeinander abgestimmt, vom ersten bis zum letzten Semester parallel
verlaufen.
4. Übersetzen Sie folgende Information ins Deutsche. Verwandeln
Sie diese Information in ein Gespräch:
Курсы профессора Пфайлера
С участниками "женевских переговоров" я встретился в Боннском университете после того, как они уже подписали три важных
соглашения. К сожалению, упомянутые соглашения лишены юридической силы и не могут рассматриваться в качестве международных документов. Они приняты двумя группами студентов Востока и
Запада на постоянно действующем при университете семинаре
политических наук. Подписание договоров – это финал серьезного
изучения международных проблем, своеобразный экзамен на аттестат
зрелости в области политики безопасности.
Разумеется, это игра. Но игра на научной основе. Главное – это
необычный метод преподавания политических наук, впервые примененный в ФРГ несколько лет назад и позволяющий достичь нового
качества политучебы за счет симуляции острых ситуаций,
столкновения противоположных точек зрения. Он так и называется –
"метод симуляции".
5. Würden Sie die Idee der "Elitegymnasien" unterstützen oder
nicht? Bestätigen Sie Ihre Meinung.
Alma mater – die nährende Mutter (Teil 2)
Korr.: Was heißt das konkret für die Ausbildung hochqualifizierter
Fachleute, die ja erstrangige Aufgabe einer Universität ist?
Prof.: Seit Jahrhunderten ist für die Universitäten die liebevolle
Bezeichnung Alma mater gebräuchlich, was soviel wie "nährende"
oder "segenspendende Mutter" bedeutet. Kein schlechtes Bild für
eine Stätte, an der sich junge Leute bilden, meine ich. Alma mater
zu sein, das heißt für uns zuallererst: Wir müssen die Studenten für
das wappnen, was jetzt und in den kommenden Jahrzehnten den
Gang der Dinge in Ökonomie und Wissenschaft bestimmt. Und das
sind die Schlüsseltechnologien. Ihre Entwicklung und Anwendung
99

ist die Herausforderung an Wissen und Können, Kreativität und
Phantasie unserer Absolventen.
Viel ist bereits getan worden. Zum einen haben wir die
Beschäftigung mit Schlüsseltechnologien in vorhandene
Lehrgebiete wie beispielsweise die Konstruktionstechnik integriert,
zum anderen auch neue Ausbildungsstrecken aufgebaut: Informatik
und Mikroelektronik vor allem.
So besitzt heute jeder Student unserer Hochschule
Grundlagenkenntnisse in der Informatik und kann mit Computern
umgehen. Darüber hinaus sind 15 bis 20 Prozent der künftigen
Ingenieure in der Lage, selbst Software für ihr spezielles
Arbeitsgebiet zu entwickeln. Eine wichtige Rolle spielt die
frühzeitige Einbeziehung der Studenten in die Forschung, so im
Rahmen unserer 21 Jugendforscherkollektive.
Nicht zuletzt muss man sich darüber klar werden, wie man die
naturwissenschaftlich-mathematische Grundlagenausbildung konkret
aufbaut. Wir haben dazu ein Modell für unsere Hochschule
entwickelt, das bereits in den Sektionen und im Wissenschaftlichen
Rat diskutiert wurde.
Korr.: Wie sieht dieses Modell aus?
Prof.: Es geht davon aus, dass Grundlagen- und Fachausbildung,
aufeinander abgestimmt, vom ersten bis zum letzten Semester
parallel verlaufen. Denn wir halten zweierlei für sehr wichtig: zum
einen, die Studenten schon früh mit den Problemen ihres Fachs zu
konfrontieren. Das hat nicht zuletzt mit Fragen der Motivation für
das Studium zu tun. Zum anderen, dass die Beschäftigung mit den
mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen moderner
Technologien nicht irgendwann abbrechen darf. Dies ist vielmehr
ein Prozess, der auch nach dem Studium weitergehen muss. Das
heißt ebenso: Die Ausbildung hat zugleich die "Anschlussstellen"
für die Weiterbildung zu schaffen.
Unser auf Bildungsvorlauf orientiertes Modell sieht einen
modularen Aufbau der Grundlagenausbildung vor, sozusagen ein
System "passfähiger Blöcke". Die Basis des Ganzen sind für alle
Studenten obligatorische Veranstaltungen. Darauf fußt dann ein
reiches Spektrum wahlobligatorischer Vorlesungen und Seminare.
Daraus wählt der Student – in Abstimmung mit den ihn betreuenden
Hochschullehrern – aus, was seinen Neigungen und Begabungen am
meisten entspricht.
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