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Немецкий язык. Новая Российская дипломатия. Учебное пособие

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Durch die Erfüllung der mit dem Beitritt zum Europarat übernommenen

Verpflichtungen leistet Russland seinen Beitrag zur Tätigkeit der Organisation und beweist eine aktive Haltung zu prinzipiellen Fragen ihrer Entwicklung. Als vorrangige Aufgabe betrachtet es die Erhaltung des auf dem zweiten Gipfeltreffen des Europarates proklamierten »Geistes von Straβburg«.

Dabei geht es darum, Europa zu einen, statt neue Barrieren zu errichten, auf dem Kontinent dem Recht statt dem Gesetz der Gewalt mittels entsprechender militärischer Strukturen Geltung zu verschaffen. Zu begrüβen ist in diesem Zusammenhang die darauf gerichtete politische Deklaration über ein Groβeuropa ohne Trennungslinien, die auf der 104.Tagung des Ministerkomitees des Europarates in Budapest beschlossen wurde. [Text der politischen Deklaration in: Diplomatitscheski westnik (»Diplomatisches Informationsblatt«), Heft 6/1999, S. 36 f].

Übungen zum Text 4

Übung 1. a ) wie verstehen Sie die folgenden Wörter und Wortgruppen?

Sehen Sie die Lernhilfe im Anhang!

Einen wichtigen Beitrag vermag zu leisten; die Förderung Fortschritts; unter den Bedingungen des Kalten Krieges; neue Dynamik verleihen; ohne jedwede Trennungslinien errichten; eine wohl bedachte strategische Entscheidung; auf der Überzeugung fuβen; förderlich sein; die Befürchtungen bewahrheiten sich nicht; Rechtsnormen akzeptieren; die Unterzeichnung vertragsrechtlicher Dokumente; das Potential an Sachverstand besitzen; die

Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen; Geltung verschaffen.

b)Sie wissen: das Bestimmungswort in der Wortkomposition von Nomen steht immer links und spezifiziert das Grundwort rechts. Der Wortakzent des Kompositums liegt immer im Bestimmungswort. Zwischen den Kompositionsteilen steht oft ein Fugen -n oder –s. Bitte sprechen Sie alle

Komposita aus der Übung richtig aus!

c)bilden Sie mit einigen Wörtern eigene Sätze und machen Sie Notizen. Tragen Sie danach mindestens 3 Sätze im Plenum vor!

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Übung 2. Beantworten Sie die folgenden Fragen:

1.Was ist die Hauptaufgabe des Europarates?

2.Wann ist der Beitritt der Russischen Föderation zum Europarat geschehen?

3.Wieviel Konventionen hat Russland beim Beitritt unterzeichnet?

4.Welche politische Deklaration wurde auf der 104.Tagung des Ministerkomitees des Europarates in Budapest (1999) beschlossen?

Übung 3. Schreiben Sie die Sätze mit den in Klammern angegebenen Wörtern neu.

1. Der Beitritt der Russischen Föderation zum Europarat am 28. Februar

1996 trug dazu bei, ihn zu einer wirklich gesamteuropäischen Institution zu machen.

(die Mitgliedschaft im Europarat)

2. Der europäische Vektor dominierte viele Jahrhunderte lang in verschiedenen Entwicklungsphasen der russischen Auβenpolitik.

(die historische Evolution)

3. Infolge der umwälzenden Veränderungen in unserem Land wurde Europa schlieβlich zum Epizentrum des Umbruchs in der weltpolitischen Entwicklung.

(auf die internationale Situation einbüβen)

4. Die Voraussetzungen sind durch die im November 1990 angenommene Pariser Charta des neuen Europas gegeben.

(das Prinzip des Rechtsstaates)

5. Es geht um die wichtigste Voraussetzung für den Aufbau Groβeuropas als eines einheitlichen Raums von Stabilität und Sicherheit, ökonomischer Prosperität und Demokratie, als eines Vorreiters einer Welt der Einigkeit und Sicherheit.

(der Hauptschwerpunkt)

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Übung 4. Wortstellung. Korrigieren Sie die folgenden Sätze:

1.Natürlich gab Zweifel es auch an der Zweckmäβigkeit zum Europarat des Beitritts, Befürchtungen, Russland werde unter den nicht in der Lage sein, gegenwärtigen Bedingungen alle aus der Mitgliedschaft in dieser Organisation resultierenden Verpflichtungen zu erfüllen, und so unter von Kritik und Sanktionen geraten den Druck.

2.Auch des »tschetschenischen Salto mortale« in der ungeachtet Parlamentarischen Versammlung des Europarates haben sich diese Befürchtungen, bewahrheitet insgesamt betrachtet, nicht .

3.Dass mit der Unterzeichnung von achtundzwanzig europäischen Konventionen die allgemein gültigen europäischen akzeptierte Russland Rechtsnormen, war von gröβter Bedeutung für eines Rechtsstaates und die Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft in unserem Land den Aufbau .

4.Der europäische Vektor Auβenpolitik lang dominierte viele Jahrhunderte in verschiedenen Entwicklungsphasen der russischen .

Übung 5. Suchen Sie alle Konnektoren im Text, wie z.B.: und, oder, sowie, das heißt, falls, obwohl, wenn, weil, sodass, umso mehr als, wohingegen, woraufhin, zumal, vorausgesetzt, angenommen, gesetzt den Fall, allerdings, dagegen, indessen, schließlich, zum Beispiel, andernfalls, anstatt dessen, folglich, nichtsdestominder, sowieso, aber, allein, doch, eh, sogar, zumal sonst, dann, danach, deswegen, darum, insofern, trotzdem, infolgedessen zweigliedrige Konnektoren: teils....teils, nicht nur....sondern auch, weder....noch, sowohl....als auch, u.s.w. und auch andere satzverbindende

Wörter.

6. Fassen Sie den Inhalt des Textes kurz zusammen! Als Plan könnte Ihnen Übung 2 dienen. Gehen Sie den Inhalt des Textes noch einmal im Geiste durch!

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Text 5

Über die Erscheinungen des „doppelten Standards“

Russland kann die negative Position zu diversen Erscheinungen von

Voreingenommenheit oder »doppelten Standards« auf Seiten des Europarates nicht verhehlen. So hat die Organisation im Zusammenhang mit den Bombenangriffen der NATO auf Jugoslawien eine Position bezogen, die diese widerrechtliche NATO-Aktion im Grunde rechtfertigte. Bei der Bewertung des russischen Vorgehens in Tschetschenien lieβ die Parlamentarische Versammlung Objektivität vermissen, hingegen verschloβ sie die Augen vor den offensichtlichen Verletzungen der Menschenrechte und der Rechte nationaler Minderheiten in Lettland und Estland.

Die russische Diplomatie betont immer wieder, dass der Europarat, will er den Traditionen des europäischen Humanismus, der den Menschen zum Maβ des gesamten Wertesystems erklärt, treu bleiben, einer effektiveren Überwachung der Einhaltung der Menschenrechte einschlieβlich der Rechte

Tausender Staatenloser in den baltischen Ländern besonderes Augenmerk schenken sollte. Er könnte alle seine Mechanismen, so etwa die Europäische Kommission für den Kampf gegen Rassismus und Intoleranz und die auf der Budapester Tagung eingerichtete Institution des Menschenrechtskommissars, energischer dazu nutzen, Einfluss auf Lettland und Estland zu nehmen, damit die Lage ihrer russischsprachigen Bevölkerungsanteile in volle Übereinstimmung mit den allgemein gültigen europäischen Normen gebracht wird. Die russische Diplomatie arbeitet aktiv daraufhin.

Eine höchst verantwortungsvolle Aufgabe des Europarates, die sich aus seinem Gründungszweck ergibt, ist die Unterstützung der Reformen in den erst kürzlich dieser Organisation beigetretenen Staaten und die damit einhergehende Angleichung des Niveaus der demokratischen Entwicklung in den verschiedenen Teilen Europas. Dies ist eine wichtige Komponente der

Stabilität auf dem Kontinent und ein wirksames Gegenmittel gegen das Entstehen der verschiedensten Konfliktsituationen.

Eine weitere Richtung, in der der Europarat seine Anstrengungen aktivieren könnte, ist der soziale und wirtschaftliche Bereich. Denn es dürfte für niemanden ein Geheimnis sein, dass im heutigen Europa an die Stelle der ideologischen Barrieren wirtschaftliche Gräben getreten und viele Länder, und zwar keineswegs nur im Osten, sozialen Konflikten ausgesetzt sind.

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Deshalb ist es notwendig, dass die auf dem zweiten Gipfeltreffen des Europarates verkündete Losung der sozialen Geschlossenheit des Kontinents – sowohl zwischen den europäischen Staaten als auch innerhalb jedes einzelnen – nicht nur auf dem Papier steht. Ihre praktische Umsetzung muss durch konkretes Handeln des Europarates gefördert werden, der mit den Prinzipien seiner Sozialcharta und anderen internationalen Instrumenten hierfür eine solide Stütze hat. [S.: Beschluss der Regierung der Russischen Föderation vom 12. April 2000, Nr. 33: Ob odobrenii predloshenija o podpissanii Jewropejskoi sozialnoi chartii (»Billigung des Vorschlags zur Unterzeichnung der Europäischen Sozialcharta«), in: Sobranije sakonodatelstwa Rossiskoi Federazii (»Gesetzblatt der Russischen Föderation«), Nr. 16/2000,

S. 1732].

Schlieβlich sei an die Worte eines der Urheber der Idee der Europäischen Union, JEAN MONNET, erinnert, der davon sprach, das einheitliche

Europa könne nicht nur das »Europa von Kohle und Stahl« sein: die Kultur zu vergessen, wäre ein unverzeihlicher Fehler. Russland tritt dafür ein, dass der Europarat bei der Entwicklung der gesamteuropäischen kulturellen Zusammenarbeit eine gröβere Rolle spielt.

Der Europarat hat somit alle Chancen, neben der OSZE zu einer tragenden Säule der im Aufbau befindlichen europäischen Architektur zu werden und für die Gewährleistung der demokratischen, sozialen und humanitären Komponente der europäischen Sicherheit maβgeblich Sorge zu tragen. Mit der Gestaltung des rechtlichen, sozialen und kulturellen Raums legt der Europarat das Fundament für das künftige vollwertige politische Zusammenwirken aller Staaten des Kontinents.

Übungen zum Text 5

Übung 1. a) wie verstehen Sie die folgenden Wörter und Wortgruppen?

Sehen Sie die Lernhilfe im Anhang!

Diverse Erscheinungen von Voreingenommenheit nicht verhehlen; Objektivität vermissen; offensichtliche Verletzungen der Menschenrechte; Augenmerk schenken; erst kürzlich beigetretenen Staaten; an die Stelle der ideologischen Barrieren treten wirtschaftliche Gräben; die einhergehende

Angleichung des Niveaus.

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b)Sie wissen: das Bestimmungswort in der Wortkomposition von Nomen steht immer links und spezifiziert das Grundwort rechts. Der Wortakzent des Kompositums liegt immer im Bestimmungswort. Zwischen den Kompositionsteilen steht oft ein Fugen -n oder –s. Bitte sprechen Sie alle

Komposita aus der Übung richtig aus!

c)bilden Sie mit einigen Wörtern eigene Sätze und machen Sie Notizen. Tragen Sie danach mindestens 3 Sätze im Plenum vor!

Übung 2. Beantworten Sie die folgenden Fragen:

1.Wie verstehen Sie die negative Position ―doppelten Standards‖ auf Seiten des Europarates?

2.Worin sieht Russland die Hauptaufgage des Europarates?

3.Wofür tritt Russland als Mitglied des Europarates auf?

Übung 3. (Texte 4 und 5) Schreiben Sie die Sätze mit den in Klammern angegebenen Wörtern neu.

1.Der am 5. Mai 1949 gegründete Europarat erklärte das Streben nach Einigkeit zwischen den Europäern zur Durchsetzung der Ideale und Prinzipien der pluralistischen Demokratie und des Primats von Gesetz und Menschenrechten ebenso zu seiner Hauptaufgabe wie die Förderung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts in Europa. (die Mission in Europa)

2.Dabei geht es darum, Europa zu einen, statt neue Barrieren zu errichten, auf dem Kontinent dem Recht statt dem Gesetz der Gewalt mittels entsprechender militärischer Strukturen Geltung zu verschaffen.

(die 104. Tagung in Budapest, Groβeuropa)

3.Schlieβlich sei an die Worte eines der Urheber der Idee der Europäischen Union, JEAN MONNET, erinnert, der davon sprach, das einheitliche

Europa könne nicht nur das »Europa von Kohle und Stahl« sein.

(ein unverzeihlicher Fehler)

4.Andererseits kann Russland seine negative Position zu diversen Erscheinungen von Voreingenommenheit oder »doppelten Standards« auf Seiten des Europarates nicht verhehlen. (Rechte nationaler Minderheiten)

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Übung 4. Wortstellung. Korrigieren Sie die folgenden Sätze:

1. Er könnte seine Mechanismen alle, so etwa die Europäische Kommission für den Kampf gegen Rassismus und Intoleranz und nutzen die auf der Budapester Tagung eingerichtete Institution des Menschenrechtskommissars, energischer.

2.Dies eine wichtige Komponente der Stabilität ist auf Kontinent und ein wirksames Gegenmittel gegen das dem Entstehen der verschiedensten Konfliktsituationen.

3.Ihre praktische Umsetzung durch konkretes Handeln des Europarates gefördert werden muss, der mit den Prinzipien seiner und anderen internationalen Instrumenten hierfür eine solide Stütze hat seiner Sozialcharta .

4.kann Russland seine negative Position zu diversen Erscheinungen von

Voreingenommenheit oder »doppelten Standards« auf Seiten des Europarates verhehlen nicht Andererseits.

Übung 5. Suchen Sie alle Konnektoren im Text, wie z.B.:und, oder, sowie, das heißt, falls, obwohl, wenn, weil, sodass, umso mehr als, wohingegen, woraufhin, zumal, vorausgesetzt, angenommen, gesetzt den Fall, allerdings, dagegen, indessen, schließlich, zum Beispiel, andernfalls, anstatt dessen, folglich, nichtsdestominder, sowieso, aber, allein, doch, eh, sogar, zumal sonst, dann, danach, deswegen, darum, insofern, trotzdem, infolgedessen zweigliedrige Konnektoren: teils....teils, nicht nur....sondern auch, weder....noch, sowohl....als auch, u.s.w. und auch andere satzverbindende

Wörter.

Übung 6. Fassen Sie den Inhalt des Textes schriftlich kurz zusammen! Als Plan könnte Ihnen Übung 2 dienen. Gehen Sie den Inhalt des Textes noch einmal im Geiste durch!

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Text 6

Strategische Partnerschaft in Frage der Sicherheit

Eine wichtige Rolle im Prozess der Stärkung der Sicherheit und der Entwicklung der Zusammenarbeit in Europa kommt der Europäischen Union zu. Das ist eine gesetzmäβige Erscheinung, wird die EU doch in dem

Maβe, wie sich die Integration vertieft, zu einem immer bedeutsameren Faktor der europäischen wie auch der weltweiten Politik.

Innerhalb der Union vollziehen sich derzeit tief greifende Veränderungen im Zusammenhang mit Prozessen wie der EU-Erweiterung, der Einführung des Euro als einheitliche europäische Währung und schlieβlich auch der Herausbildung neuer Integrationsstrukturen im politischen und militärischen Bereich, beim Rechtsschutz und auf anderen Gebieten. Es ist offensichtlich, dass diese Prozesse, die die Lage auf dem gesamten Kontinent bereits heute stark beeinflussen, sein Erscheinungsbild im 21. Jahrhundert wesentlich mitprägen werden.

Russland wertet die allseitige Zusammenarbeit mit der EU als eines seiner vorrangigen Anliegen und setzt sich zum Ziel, sie zur strategischen Partnerschaft zu erheben, zumal die EU bereits heute einer unserer wichtigsten Partner sowohl auf dem Gebiet des politischen Dialogs als auch bei der Entwicklung der Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft sowie bei der

Investitionstätigkeit ist.

In seiner im Jahre 2001 an die Föderale Versammlung der Russischen Föderation gerichteten Botschaft über die wachsende Bedeutung unseres Engagements zur Herstellung einer Partnerschaft mit der Europäischen Union betonte Präsident PUTIN, dass »die Integration in Europa zu einer der schwerpunktmäβig zu entwickelnden Richtungen der russischen Auβenpolitik wird«. Einen positiven Impuls verlieh den Beziehungen zu den Mitgliedstaaten der EU das im Dezember 1997 in Kraft getretene Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen Russland und der Europäischen Union. [ Text des Abkommens über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation und der Europäischen

Union, Juni 1994, im Sammelband: Dokumenty, kassajuschtschijesja wsaimootnoscheni meshdu Jewropejskim Sojusom i Rossijej (»Dokumente der gegenseitigen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland«), Moskau 1994, S. 84–21].

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Vorläufig werden lediglich erste Schritte zur Nutzung des ungemein reichen Potentials dieses Abkommens unternommen. Der dynamische Charakter unserer Beziehungen wurde durch die beiderseitigen Strategien für die Entwicklung der Beziehungen zwischen Russland und der EU bekräftigt.

Die vom Präsidenten Russlands im Juni 2000 bestätigte Strategie für die Beziehungen der Russischen Föderation zur Europäischen Union im mittelfristigen Perspektivzeitraum regelt eine Reihe miteinander verquickter Probleme, die den Status unseres Landes als selbständiger Pol einer multipolaren

Welt und die bilaterale Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Russland und der EU betreffen.

Die russische Strategie zielt ab auf eine Erweiterung und einen höheren

Nutzeffekt des politischen Dialogs zwischen Russland und der EU; die Entwicklung des gegenseitigen Handels und der Investitionen; die Zusammenarbeit im finanziellen Bereich, die Sicherstellung der Interessen Russlands bei der Erweiterung der EU; die Entwicklung der gesamteuropäischen Struktur der Zusammenarbeit; die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU auf dem Gebiet von Wissenschaft und Technik; die Erweiterung der grenzüberschreitenden interregionalen Verbindungen; die Annäherung der wirtschaftlichen Gesetzgebung und des technischen

Standards. Die Realisierung dieses Programms ist geeignet, die Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU auf eine qualitativ höhere Stufe zu heben.

Die Erarbeitung einer einheitlichen Politik auf dem Gebiet von Sicherheit und Verteidigung ist eine neue Richtung in der Tätigkeit der EU. Das Bestreben der Europäer, mit eigenen Kräften ihre Sicherheit zu gewährleisten und Krisensituationen zu bereinigen, ist völlig gerechtfertigt, und Russland ist bereit, in dieser Hinsicht konstruktiv mit ihnen zusammenzuwirken.

Schlieβlich sind Russland und die EU natürliche Partner bei der Suche nach gemeinsamen Antworten auf neue Bedrohungen und Herausforderungen für die europäische und internationale Sicherheit, und dieses Potential der Zusammenarbeit gilt es unter strikter Einhaltung der grundlegenden Prinzipien des Völkerrechts im Interesse der Festigung des globalen Friedens und der regionalen Sicherheit zu nutzen.

Davon geht auch die am 30. Oktober 2000 auf dem Pariser Gipfeltreffen zwischen Russland und der EU angenommene Deklaration über die Stär-

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kung des Dialogs und der Zusammenarbeit in Fragen der Politik und der

Sicherheit in Europa aus, die die Grundlage für das zweiseitige Zusammenwirken auf dem Gebiet von Sicherheit und Verteidigung schuf. Entsprechend den Pariser Vereinbarungen sollen insbesondere spezielle Konsultationen zu Fragen von Sicherheit und Verteidigung durchgeführt sowie das Spektrum der Abrüstungskonsultationen und des strategischen Dialogs erweitert werden. Es wurde beschlossen, eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet des operativen Krisenmanagements zu entwickeln und zu prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, dass Russland seinen Beitrag zur Durchführung entsprechender Aktivitäten der EU leistet. Selbstverständlich setzt all dies voraus, dass die dafür notwendige Rechtsbasis und die Mechanismen geschaffen werden, die die Berücksichtigung der beiderseitigen Interessen sicherstellen.

Die Einführung des Amtes des Hohen Vertreters für die gemeinsame

Auβenund Sicherheitspolitik der EU und seine praktische Zusammenlegung mit dem des Generalsekretärs der Westeuropäischen Union eröffnet ebenfalls neue Möglichkeiten für ein Zusammenwirken in der internationalen Arena. Wir sind bereit, mit der EU bei einem breiten Spektrum von Problemen der strategischen Stabilität, der Abrüstung, der Nichtweiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen und der regionalen Sicherheit zu kooperieren, wobei wir uns offen zeigen für eine Zusammenarbeit mit der Union nicht nur in Europa, sondern überall, wo wir gemeinsam einen positiven Beitrag zur Stärkung der internationalen Sicherheit und Stabilität leisten können.

Mit einem Wort, Russland verfolgt den Fortgang der Integrationsprozesse innerhalb der Europäischen Union, besonders in den Bereichen, wo sich ein gemeinsamer Ansatz ihrer Teilnehmerstaaten hinsichtlich der aktuellsten europäischen und internationalen Probleme entwickelt. Unserem Land ist es nicht gleichgültig, wie diese Prozesse gehen, bringen sie doch eine neue Struktur der internationalen Beziehungen in Europa hervor.

In seiner Rede auf dem Gipfeltreffen der EU am 23. März 2001 in Stockholm bekräftigte Präsident PUTIN, dass Russland sich gegenwärtig und für die absehbare Zukunft nicht das Ziel setzt, der EU beizutreten. Bei den weitreichenden Transformationen, die die Integrationsprozesse auf unserem Kontinent mit sich bringen, können wir indessen nicht beiseite stehen. Be-

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