Немецкий язык. Новая Российская дипломатия. Учебное пособие
.pdfDas Thema meines heutigen Referats dreht sich um…
Ganz kurz behandeln will ich … |
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Zuerst ein paar Worte zu… |
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Als Erstes möchte ich kurz erläutern…… |
Jetzt komme ich zu…… |
Jetzt möchte ich noch ganz kurz auf…eingehen. |
Ich finde diesen Punkt... |
Das können wir später noch diskutieren… |
Meines Erachtens….. |
Einerseits ist das richtig, andererseits….. |
Soweit zu diesem Thema. |
….hat natürlich recht, wenn er schreibt, dass… |
Nun zu der Frage ,ob… |
Ich stimme …. voll und ganz zu. |
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Darauf werde ich noch eingehen. |
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Ich möchte zu der Frage Stellung nehmen, ob… |
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Ich kann das gern etwas genauer erläutern:… |
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Darauf werde ich noch eingehen |
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Abschliessend werde ich… |
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Sie könnten Sie auch bei Ihrem Vortrag im Studienraum nötigenfalls verwenden:
-Augenblick bitte, ach ja, jetzt weiss ich wieder, was ich sagen wollte…
-Entschuldigung, ich habe den Faden verloren…
-Ich finde jetzt nicht das richtige Wort, aber ich meine…
- Jetzt habe ich leider vergessen, wie ich fortführen wollte….
-Mir fällt das Wort jetzt nicht ein, aber …
-Ach nein, das ist nicht richtig, es muss heiβen…
-…oder besser/genauer gesagt…
-Was wollte ich noch sagen…
-Verzeihung, ich muss ganz kurz noch mal in meinen Notizen nachschauen…
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Kontrollaufgaben zur Lektion 1
Mündlicher Ausdruck
Sie sind dank Materialien der Lektion im Thema “Die Beziehungen Russlands in der GUS” gut beschlagen. Unterhalten Sie sich mit Ihrem Gesprächspartner/in über die von Ihnen gesammelten Informationen.
Bereiten Sie sich in 20 Minuten vor. Machen Sie sich evtl. einige Notizen zu der Aufgabe. Achten Sie aber während des Gesprächs darauf, dass Sie f r e i sprechen und auf Ihren Gesprächspartner eingehen.
Schriftlicher Ausdruck
Das Schreiben eines Aufsatzes am Ende unserer Lektion wird von Ihnen verlangt. Da sind halbfreie/offene Themen:
1.Beschreiben Sie die politischen Bedingungen der Staatenzusammenarbeit in der GUS.
2.Was sieht die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den GUS-Staaten
vor?
3.Was bildet den Schwerpunkt der Zusammenarbeit auf dem kulturellen Gebiet?
4.Beschreiben Sie die Integrationsprozesse im Rahmen der GUSStaaten (z.B. Weissrussland, die Ukraine, Kasachstan).
5.Was muss die Russische Föderation ständing machen, um die Wahrung der Rechte der russischen Landsleute auf dem Territorium der GUS-
Staaten zu fördern?
6.Welche gemeinsame Militärinteressen sieht man in der gegenwärtigen Phase?
7.Erzählen Sie über die postsowjetischen Schwierigkeiten in den Beziehungen zu den GUS-Staaten, z.B. zu der Ukraine und zu Georgien.
Hörverstehen trainieren.
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Hören Sie die Nachrichten: http://www.deutsche Welle.
Diskutieren Sie: “Über welche GUS-Länder, was Wichtiges und Neues wurde in Massenmedien mitgeteilt?”
Lektion 2
RUSSLAND UND EUROPA
Text 1 Thematik der Beziehungen mit Europa
Die Thematik der Beziehungen zwischen Russland und Europa geht weit über den Rahmen der Auβenpolitik hinaus, berührt es doch die grundlegenden Aspekte der Wahl des Entwicklungsweges unseres Landes. Russische Gesellschaftswissenschaftler und Politologen legten in den Begriff »Europa« traditionell nicht nur einen geographischen, sondern auch einen kulturell-zivilisatorischen Sinn hinein. Wie bereits im ersten Kapitel über die Grundlagen der russischen Auβenpolitik festgestellt, stand Europa seit der Epoche der petrinischen Reformen im russischen gesellschaftlichen Bewusstsein für ein gewisses System politischer und ökonomischer Prinzipien sowie moralischer Werte und einen bestimmten Kulturraum. Im Streit um das Verhältnis zur europäischen Zivilisation fand die Auseinandersetzung um die Aspekte europäischer wechselseitiger Abhängigkeiten, um die nationale Eigenart Russlands und die Wahl seines historischen Weges ihren Niederschlag.
Wie immer diese Fragen in den verschiedenen Entwicklungsphasen unseres Landes gestellt wurden, der europäische Vektor dominierte viele Jahrhunderte lang in seiner Auβenpolitik. Russland wandte sich im Prozess seiner historischen Evolution nicht nur Europa zu, sondern bildete auch einen untrennbaren Bestandteil des europäischen Systems der internationalen Beziehungen. In allen Umbruchsituationen des Kontinents, sei es die Zerschlagung des napoleonischen Imperiums oder die Gründung der Entente, spielte
Russland die Rolle eines aktiven und unverzichtbaren Teilnehmers im euro-
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päischen »Mächtekonzert«, eines gewichtigen Faktors des europäischen
Gleichgewichts.
Ungeachtet der ideologischen und militärisch-politischen Spaltung Europas infolge der revolutionären Erschütterungen in Russland gewann diese
Rolle im 20. Jahrhundert noch mehr an Bedeutung. Der Sieg, den unser Land im Zweiten Weltkrieg über den Faschismus errang, machte es zu einem der Architekten der Neuordnung Europas. Selbst unter den Bedingungen des Kalten Krieges und des Eisernen Vorhangs entwickelten sich vielfältige Beziehungen zwischen der UdSSR und den Ländern Westeuropas in
Politik, Wirtschaft, Kultur und auf anderen Gebieten. Unter maβgeblicher
Beteiligung der Sowjetunion wurde in Europa der Grundstein für die Entspannung und später für die gesamteuropäische Sicherheit und Zusammenarbeit gelegt, deren Kulminationspunkt die Unterzeichnung der
Schlussakte von Helsinki im Jahre 1975 bildete. Infolge der umwälzenden Veränderungen in unserem Land wurde Europa schlieβlich zum Epizentrum des Umbruchs in der weltpolitischen Entwicklung, zu dessen Symbol der Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands wurden.
Die stürmischen Prozesse der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts brachten naturgemäβ Korrekturen der Rolle Europas in der internationalen Arena mit sich, und zwar beträchtlichen Ausmaβes. Obwohl Europa die Hebel seiner Einflussnahme auf die internationale Situation groβenteils eingebüβt hat, behält es seine Attraktivität als intellektuelles Zentrum und als Hort der Weltkultur und mehrt sein nicht minder bedeutsames politisches und wirtschaftliches Potential: für viele Regionen dient die Alte Welt als Modell der Entwicklung der Integrationsprozesse, beweist sie ihre Fähigkeit zur Selbsterneuerung, zu solidarischer Partnerschaft und zum Mittlertum bei der Lösung internationaler Probleme.
Als Begründer des modernen Völkerrechts erhielt Europa nach dem Ende des Kalten Krieges die einzigartige Chance, durch die Kraft des positiven Beispiels dem Primat des Rechts und der Kultur des Friedens im zwischenstaatlichen Verkehr Geltung zu verschaffen. Die Voraussetzungen sind durch die im November 1990 angenommene Pariser Charta des neuen Europas gegeben. Die Teilnehmerstaaten verpflichteten sich darin, „die Demokratie als einzig praktikables Regierungssystem zu gestalten, zu konsolidieren und zu stärken―. Sie bekräftigten ihr Eintreten für die Einhaltung der Menschen-
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rechte einschlieβlich der Teilnahme an korrekt durchgeführten freien Wahlen und des Anspruchs auf gerechte und öffentliche Jurisdiktion. Zu den gemeinsamen Zielen der Teilnehmer am gesamteuropäischen Prozess gehören die Entwicklung der Marktwirtschaft und die Anwendung des Prinzips des Rechtsstaates.
Die Unterzeichnung der Pariser Charta eröffnete die Möglichkeit, zum ersten Mal in der europäischen Geschichte das Ideal der Errichtung eines einheitlichen demokratischen Europas zu verwirklichen. In der Realität zeigte sich die Entwicklung der Lage auf dem Kontinent allerdings weit entfernt von diesem Ideal.
Ohne Frage, in zurückliegenden Jahrzehnten ist Europa bei der Gestaltung eines einheitlichen Stabilitätsund Sicherheitsraums, der wirtschaftlichen Prosperität und einer stabilen Demokratie ein gutes Stück vorangekommen. Davon, dass die Konfrontation der Blöcke der Vergangenheit angehört, hat Europa mehr profitiert als die übrigen Regionen der Welt. Das Niederreiβen des Eisernen Vorhangs eröffnete ungeahnte Perspektiven der Zusammenarbeit und Annäherung der Staaten und Völker auf der Grundlage gemeinsamer demokratischer Werte.
Übungen zum Text 1
Übung 1. a) wie verstehen Sie die folgenden Wörter und Wortgruppen?
Sehen Sie die Lernhilfe im Anhang!
Die grundlegenden Aspekte berühren; im Streit um das Verhältnis; die wechselseitigen Abhängigkeiten; einen untrennbaren Bestandteil bilden; die
Umbruchsituationen; die unverzichtbaren Teilnehmer; die Spaltung Europas; wegen der Erschütterungen an Bedeutung gewinnen; den Sieg erringen; maβgebliche Beteiligung; die Unterzeichnung der Schlussakte; der beträchtliche Ausmaβ; die Hebel der Einflussnahme einbüβen; die Attraktivität behalten; die Fähigkeit zum Mittlertum beweisen; das moderne Völkerrecht; Geltung verschaffen; das Eintreten bekräftigen; die Einhaltung der Menschenrechten; die Anwendung des Prinzips des Rechtsstaates;
ein gutes Stück der wirtschaftlichen Prosperität vorankommen.
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b)Sie wissen: das Bestimmungswort in der Wortkomposition von Nomen steht immer links und spezifiziert das Grundwort rechts. Der Wortakzent des Kompositums liegt immer im Bestimmungswort. Zwischen den Kompositionsteilen steht oft ein Fugen -n oder –s. Bitte sprechen Sie alle
Komposita aus der Übung richtig aus!
c)bilden Sie mit einigen Wörtern eigene Sätze und machen Sie Notizen. Tragen Sie danach mindestens 3 Sätze im Plenum vor!
Übung 2. Beantworten Sie die folgenden Fragen:
1.Warum dominiert der europäische Vektor in Russlands Aussenpolitik schon viele Jahrhunderte lang?
2.Welche Rolle für gesamteuropäische Prozesse spielt die im November
1990 angenommene Pariser Charta?
3.Welche politische Bedeutung hat der Fall der Berliner Mauer?
Übung 3. Schreiben Sie die Sätze mit den in Klammern angegebenen Wörtern neu.
1.Wie bereits im ersten Kapitel über die Grundlagen der russischen Auβenpolitik festgestellt, stand Europa seit der Epoche der petrinischen Reformen im russischen gesellschaftlichen Bewusstsein für ein gewisses System politischer und ökonomischer Prinzipien.
( moralische Werte und ein bestimmter Kulturraum)
2.Der Sieg, den unser Land im Zweiten Weltkrieg über den Faschismus errang, machte es zu einem der Architekten der Neuordnung Europas.
( Bedingungen des Kalten Krieges und des Eisernen Vorhangs)
3.Obwohl Europa die Hebel seiner Einflussnahme auf die internationale
Situation groβenteils eingebüβt hat, behält es seine Attraktivität als intellektuelles Zentrum und als Hort der Weltkultur und mehrt sein nicht minder bedeutsames politisches und wirtschaftliches Potential.
(Fähigkeit zur Selbsterneuerung)
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4. Die Teilnehmerstaaten verpflichteten sich darin, „die Demokratie als einzig praktikables Regierungssystem zu gestalten, zu konsolidieren und zu stärken―. (der Anspruch auf gerechte und öffentliche Jurisdiktion)
Übung 4. Wortstellung. Korrigieren Sie die folgenden Sätze:
1.allen des Kontinents In Umbruchsituationen, die Zerschlagung die Gründung des napoleonischen Imperiums oder sei es der Entente, spielte eines aktiven Russland die Rolle und im europäischen »Mächtekonzert unverzichtbaren Teilnehmers, eines gewichtigen Faktors des europäischen Gleichgewichts.
2.bekräftigten für die Einhaltung der Menschenrechte einschlieβlich der Teilnahme an korrekt durchgeführten freien Wahlen und ihr Eintreten des Anspruchs auf gerechte und öffentliche Jurisdiktion Sie.
3.davon, dass der Vergangenheit angehört die Konfrontation der Blöcke, Europa mehr profitiert als die übrigen Regionen der Welt hat.
4.der Grundstein und später für die gesamteuropäische Sicherheit die Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki im Jahre 1975 bildete für die
Entspannung
Übung 5. Suchen Sie alle Konnektoren (Satzverknüpfer) im Text, wie z.B.:und, oder, sowie, das heißt, falls, obwohl, wenn, weil, sodass, umso mehr als, wohingegen, woraufhin, zumal, vorausgesetzt, angenommen, gesetzt den Fall, allerdings, dagegen, indessen, schließlich, zum Beispiel, andernfalls, anstatt dessen, folglich, nichtsdestominder, sowieso, aber, allein, doch, eh, sogar, zumal sonst, dann, danach, deswegen, darum, insofern, trotzdem, infolgedessen zweigliedrige Konnektoren: teils....teils, nicht nur....sondern auch, weder....noch, sowohl....als auch, u.s.w. und auch andere satzverbindende Wörter.
Übung 6. Fassen Sie den Inhalt des Textes schriftlich kurz zusammen! Als Plan könnte Ihnen Übung2 dienen. Gehen Sie den Inhalt des Textes noch einmal im Geiste durch!
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Text 2
Schaffung eines einheitlichen Groβeuropas
Dennoch ist es bis zum Endziel – der Schaffung eines einheitlichen Groβeuropas – nach wie vor ein langer Weg. Das liegt vor allem daran, dass sich die Prozesse auf dem Gebiet der Sicherheit und der ökonomischen Integration in den letzten Jahren hauptsächlich auf der Grundlage von Strukturen entwickelten, die bei weitem nicht alle europäischen Staaten erfassen. Die in Angriff genommene NATO-Erweiterung und das militärische Vorgehen der Allianz gegen Jugoslawien im Frühjahr 1999 machten die reale
Gefahr deutlich, dass neue Trennungslinien auf dem Kontinent entstehen und das völkerrechtliche Fundament der gesamteuropäischen Zusammenarbeit untergraben wird.
Es ist völlig offensichtlich, dass eine derartige Tendenz nur zur Schwächung der Rolle Europas in der Weltpolitik führen kann. Das Beispiel anderer Regionen, vor allem Südostasiens und Lateinamerikas, zeugt in einer Reihe von Fällen von einem höheren Niveau der politischen Einigkeit und der Übereinstimmung in internationalen Schlüsselfragen, als das in Europa der Fall ist. Das Potential der europäischen Strukturen, vor allem das der OSZE, wird längst nicht immer vollständig genutzt, mitunter scheint es sogar bewusst ignoriert zu werden.
Russland geht in seiner Europapolitik von der Überzeugung aus, dass Europa zum Motor der allumfassenden strategischen Stabilität in der Welt werden kann und muss. In erster Linie geht es dabei um einen durchgreifenden Fortschritt in der Abrüstung unter Aufrechterhaltung und Stärkung der geltenden Verträge und Abkommen auf diesem Gebiet.
Sehr begrüβt wird in Moskau, dass etliche der führenden europäischen Länder sich zusammen mit der überwiegenden Mehrheit der Weltgemeinschaft dafür ausgesprochen haben, an dem in den letzten dreiβig Jahren entstandenen System der internationalen und bilateralen Verträge auf dem Gebiet der Abrüstung festzuhalten. Es gibt Anlass zu der Hoffnung, dass dieses Thema zum Gegenstand einer aktiven gesamteuropäischen Zusammenarbeit gemacht wird.
Längst nicht vollständig genutzt wird das europäische Gesamtpotential auch bei der Lösung anderer Schwerpunktprobleme der Gegenwart, insbe-
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sondere der Beilegung regionaler Konflikte. So misst Russland, ausgehend von seiner Rolle im Nahost-Friedensprozess, der stärkeren Einbeziehung der Europäischen Union in die internationalen Vermittlungsbemühungen groβe Bedeutung bei, wobei die Nähe der Standpunkte Moskaus und Brüssels in dieser Frage ein besser abgestimmtes und gegebenenfalls gemeinsames Handeln gestattet.
Zweifellos bestehen ähnliche reale Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit der europäischen Staaten in anderen Regionen der Welt, unter anderem im Mittelmeerraum, im Fernen Osten und in Asien überhaupt.
Eine der fundamentalen Grundlagen der russischen Europapolitik ist die
Entwicklung der bilateralen Beziehungen mit den Ländern des Kontinents.
Bei allen Wendungen der politischen Entwicklung in Europa stellte, wie der stürmische Verlauf seiner Geschichte zeigt, die zweiseitige Zusammenarbeit stets einen stabilisierenden Faktor der internationalen Beziehungen im europäischen Raum dar.
Russland wird auch künftig auf das Zusammenwirken mit den westeuropäischen Staaten hinarbeiten. Im zurückliegenden Jahrzehnt haben unsere Beziehungen zu praktisch all diesen Ländern eine neue Qualitätsstufe erreicht. Eine besonders intensive Zusammenarbeit entwickelte sich mit
Deutschland, Italien, Groβbritannien, Frankreich, Spanien und anderen Ländern – das besitzt für uns einen auβerordentlich hohen Stellenwert.
Was die Beziehungen zu den mittelund osteuropäischen Staaten anbelangt, so bleibt es, wie in der erneuerten Auβenpolitischen Konzeption Russlands betont wird, »eine vorrangige Aufgabe, die entstandenen menschlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu erhalten, die vorhandenen krisenhaften Erscheinungen zu überwinden und der Zusammenarbeit entsprechend den neuen Bedingungen und den russischen Interessen einen zusätzlichen Impuls zu verleihen«. In der Konzeption wird desgleichen auf die guten Perspektiven für die Entwicklung der Beziehungen der Russischen Föderation zu Litauen, Lettland und Estland verwiesen. »Russland tritt dafür ein, diese Beziehungen in die Bahnen guter Nachbarschaft und gegenseitig vorteilhafter Zusammenarbeit zu lenken. Eine unabdingbare
Voraussetzung dafür ist, die Respektierung der russischen Interessen durch diese Staaten, unter anderem hinsichtlich der Wahrnehmung der Rechte der
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russischsprachigen Bevölkerungsteilsanteile.« [Vgl. Anhang, S. 266. (Anm. d. Übers.]
Insgesamt kommt man zu folgender Einschätzung: Welchen europäischen Staat man auch nimmt, mit keinem einzigen hat Russland unüberbrückbare Differenzen, die der Entwicklung guter Nachbarschaft und gegenseitig vorteilhafter Zusammenarbeit im Wege stünden. Hindernisse gibt es ebenso wenig für die Herbeiführung eines wirklich gesamteuropäischen Zusammenwirkens bei den Schlüsselfragen der Friedenserhaltung und der internationalen Stabilität.
Damit Europa in den Stand versetzt wird, eine gewichtige und aktive Rolle bei der Gestaltung eines neuen demokratischen Systems gleichberechtigter internationaler Beziehungen zu spielen, muss es selbst zu einem einflussreichen »Pol« werden. In seiner Rede vor dem Bundestag der BRD im September 2001 legte Präsident PUTIN einen besonderen Akzent darauf, dass Europa sein Ansehen als mächtiges und wahrhaft selbständiges Zentrum der Weltpolitik nur dann festigen kann, wenn es seine eigenen Möglichkeiten mit denen Russlands – den personellen, territorialen und natürlichen Ressourcen, dem wirtschaftlichen, kulturellen und verteidigungspolitischen Potential unseres Landes – vereinigt. Es geht um die wichtigste
Voraussetzung für den Aufbau Groβeuropas als eines einheitlichen Raums von Stabilität und Sicherheit, ökonomischer Prosperität und robuster Demokratie, als eines Vorreiters einer Welt der Einigkeit und Sicherheit.
Übungen zum Text 2
Übung 1. a) wie verstehen Sie die folgenden Wörter und Wortgruppen?
Sehen Sie die Lernhilfe im Anhang!
In Angriff nehmen; offensichtlich; die Übereinstimmung in Schlüsselfragen; der Fall in Europa ist es…; Schwerpunktprobleme der Gegenwart; Bedeutung beimessen; die Aufrechrerhaltung der geltenden Verträge und Abkommen; die überwiegende Mehrheit; der bilaterale Vertrag über die Abrüstung; Einbeziehung der EU in die internationalen Vermittlungsbemühungen; die Nähe der Standpunkte in vielen Fragen; ein gemeinsames Handeln gestatten; einen stabilisierenden Faktor stets darstellen; künftig hinarbeiten; in zurückliegenden Jahrzehnten; die vorhandenen kriesenhaften
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