Немецкий язык. Новая Российская дипломатия. Учебное пособие
.pdfzu machen. Die aussichtsreichsten Bereiche der russischen Beteiligung an den regionalen Projekten dieser Organisation sind Wissenschaft und Technologie, Energiewirtschaft, Verkehrswesen, Nutzung der Meeresressourcen, Umweltschutz, Tourismus etc. Was die unter der Ägide der APEC erfolgende Liberalisierung der Reglements für den Handel und die Investitionen betrifft, so besteht hier ein enger Zusammenhang mit dem Beitritt Russlands zur WTO.
In Vorbereitung auf seine Reise zum APEC-Gipfel in Brunei im November 2000 betonte WLADIMIR PUTIN: »Die vollgültige Teilnahme Russlands an den Prozessen des wirtschaftlichen Zusammenwirkens im asia- tisch-pazifischen Raum ist ein natürlicher und zwangsläufiger Schritt...
Heute eröffnet sich uns das gesamte Spektrum der Möglichkeiten: von der
Zusammenarbeit in der Energiewirtschaft, in Fragen der Wirtschaft, der Nutzung der Schelfzone bis zur Entwicklung der Transportverbindungen und der Realisierung konkreter Wirtschaftsund Investitionsprojekte.« [Putin, Wladimir: Rossija - nowyje wostotschnyjeperspektiwy (»Russland – neue östliche Perspektiven«), in: Nesawissimaja gaseta, 14. November
2000]
Ein positives Beispiel für die Anbahnung eines multilateralen Zusammenwirkens in Sicherheitsfragen unter Teilnahme Russlands sind auch die
Erfahrungen der »Shanghaier Fünf«. Die Umsetzung der zwischen den Beteiligten getroffenen Vereinbarungen über vertrauensbildende Maβnahmen und die Reduzierung der Streitkräfte an den gemeinsamen Grenzen bildet einen realen Beitrag zur Stärkung der Stabilität in der Region. Wichtig ist dabei, dass diese Zusammenarbeit offenen Charakter trägt und sich nicht gegen andere Länder richtet. In ihrem Bestreben, den Radius ihrer Zusammenarbeit zu erweitern, beschlossen die Fünf, eine neue Regionalstruktur zu schaffen. Am 15. Juni 2001 gründeten die Staatsführer Russlands, Kasachstans, Chinas, Kirgisistans, Tadschikistans und Usbekistans die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit. Zu ihren Hauptaufgaben gehört es, die Festigung des Vertrauensverhältnisses, der Freundschaft und der guten Nachbarschaft zwischen den Teilnehmerstaaten, die Entwicklung der Beziehungen auf verschiedenen Gebieten sowie die Vertiefung der Kooperation bei Fragen der Friedenssicherung und des Aufbaus einer auf den Prinzi-
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pien von Demokratie und Gerechtigkeit basierenden internationalen politischen und wirtschaftlichen Ordnung zu fördern. Insgesamt gesehen, geht es um die Gestaltung einer neuen Kultur des zwischenstaatlichen Verkehrs – einer Kultur der gemeinsamen Entwicklung unter den nicht eben einfachen Bedingungen des 21. Jahrhunderts.
Auf der Skala der auβenpolitischen Prioritäten Russlands steigt die Bedeutung Asiens stetig. Dies ist ein objektiver Prozess, der vor allem mit der wachsenden Rolle Asiens bei der globalen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung in Zusammenhang steht. Der Ausspruch des groβen indischen
Staatsmanns JAWAHARLAL NEHRU, ohne eine energische Rolle Asiens sei die Sicherung von Frieden und Stabilität auf der Erde nicht möglich, besitzt heute gröβere Aktualität denn je. Russland sieht optimistisch in die Zukunft der Region, die über alle Voraussetzungen verfügt, eine Harmonisierung der
Beziehungen zwischen den Staaten zu erreichen und zu einer Gemeinschaft des Friedens und der Prosperität zu werden.
Übungen zum Text 3
Übung 1. a) wie verstehen Sie die folgenden Wörter und Wortgruppen?
Sehen Sie die Lernhilfe im Anhang!
In Gang kommen; eine erfolgversprechende Entwicklung; der Asiatisch-
Pazifischen Wirtschaftlichen Zusammenarbeit (APEC); Länder der PazifikRegion; von Kasachstan initiierte Beratung; die Anrainerstaaten des Indischen Ozeans; der Verband Südostasiatischer Staaten (ASEAN); volle Teilhabe an der Erörterung sichern; Prinzipien einer präventiven Diplomatie; der von Russland initiierte Entwurf einer Deklaration über die Leitprinzipien; »Pazifisches Einvernehmen«; die Prioritätensetzung; die Gesundung seines Kreditund Finanzsystems; interessante Angebote bereithalten; vollberechtigte Teilnehmer; etwa 60 % des weltweiten Bruttoinlandprodukts; etwa die Hälfte des Welthandelsvolumens; die Anbahnung eines multilateralen Zusammenwirkens in Sicherheitsfragen; gröβere Aktualität denn je besitzen.
b) Sie wissen: das Bestimmungswort in der Wortkomposition von Nomen steht immer links und spezifiziert das Grundwort rechts. Der Wortakzent des Kompositums liegt immer im Bestimmungswort. Zwischen den Kom-
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positionsteilen steht oft ein Fugen -n oder –s. Bitte sprechen Sie alle Komposita aus der Übung richtig aus!
c) bilden Sie mit einigen Wörtern eigene Sätze und machen Sie Notizen. Tragen Sie danach mindestens 3 Sätze im Plenum vor!
Übung 2. Beantworten Sie die folgenden Fragen:
1.Welche wirtschaftliche Integrationsstrukturen und subregionale Vereinigungen kommen an der Jahrtausendwende in Gang?
2.Welche aussenpolitischen Prioritäten hat Russland in seinen Beziehungen mit ASEAN?
3.Wodurch bringt Russland den euro-atlantischen und den asiatischpazifischen Raum einander wesentlich näher?
4.Was erfolgt unter der Ägide der APEC?
6. Welche neue Regionalstruktur unter der Teilnahme Russlands wurde am
15.Juni 2001gegründet?
Übung 3. Schreiben Sie die Sätze mit den in Klammern angegebenen Wörtern neu.
1.Eine wachsende Rolle spielen subregionale Vereinigungen – die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, an der sich Russland, China, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan beteiligen, das ASEAN+3-Forum (unter Beteiligung Chinas, Japans und der Republik Korea), die Gemeinschaft für regionale Zusammenarbeit der Anrainerstaaten des Indischen Ozeans, die Vereinigung für wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bangladesh, Indien, Myanmar, Schri Lanka und Thailand. (vertrauensbildende Maβnahmen)
2.Indem sie dafür eintritt, das Gewicht des asiatisch-pazifischen Raums als regionales Vorbild für den Dialog auf dem Gebiet von Politik und Sicherheit weiter zu erhöhen, würdigt die russische Seite die groβe Bedeutung der von den Teilnehmern dieses Forums geleisteten Arbeit an der Konzeption und den Prinzipien einer präventiven Diplomatie.
(eine Art regionaler «Verhaltenskodex»)
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3.Im November 1998 wurde Russland in die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftliche Zusammenarbeit aufgenommen. (riesige Integrationsstruktur)
4.Die Umsetzung der zwischen den Beteiligten getroffenen Vereinbarungen
über vertrauensbildende Maβnahmen und die Reduzierung der Streitkräfte an den gemeinsamen Grenzen bildet einen realen Beitrag zur Stärkung der Stabilität in der Region. (die Fünf)
Übung 4. Wortstellung. Korrigieren Sie die folgenden Sätze:
1.Auf der der auβenpolitischen Prioritäten Russlands steigt die Bedeutung Asiens stetig Skala.
2.In ihrem Bestreben, den Radius zu erweitern, beschlossen die Fünf ihrer Zusammenarbeit, eine neue Regionalstruktur zu schaffen.
3.Die ist die »Lokomotive« der Integrationsprozesse im asiatischpazifischen Raum APEC.
4.Im Fernen Osten sind über tausend gemeinsame Betriebe eingetragen russischen.
Übung 5. Suchen Sie alle Konnektoren , d.h. Satzverknüpfer im Text, wie z.B.:und, oder, sowie, das heißt, falls, obwohl, wenn, weil, sodass, umso mehr als, wohingegen, woraufhin, zumal, vorausgesetzt, angenommen, gesetzt den Fall, allerdings, dagegen, indessen, schließlich, zum Beispiel, andernfalls, anstatt dessen, folglich, nichtsdestominder, sowieso, aber, allein, doch, eh, sogar, zumal sonst, dann, danach, deswegen, darum, insofern, trotzdem, infolgedessen zweigliedrige Konnektoren: teils....teils, nicht nur....sondern auch, weder....noch, sowohl....als auch, u.s.w. und auch andere satzverbindende Wörter.
Übung 6. Fassen Sie den Inhalt des Textes schriftlich kurz zusammen! Als Plan könnte Ihnen Übung 2 dienen. Gehen Sie den Inhalt des Textes noch einmal im Geiste durch!
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Vor den Kontrollaufgaben gehen Sie den Inhalt der Lektion noch einmal im Geiste durch! Gebrauchen Sie in Ihren Sprachhandlungen Formulierungen aus den Lektionen 1, 2 und 3.
Kontrollaufgabe zur Lektion 4
Mündlicher Ausdruck.
Bereiten Sie sich in 20 Minuten vor. Machen Sie sich evtl. einige Notizen zu der Aufgabe. Achten Sie aber während des Gesprächs darauf, dass Sie frei sprechen und auf Ihre Gesprächspartner eingehen. Halten Sie einen kurzen Vortrag zu einem der vorgeschlagenenThemen:
1.Berichten Sie über die Mitwirkung Russlands an den wichtigsten Integrationsstrukturen des asiatisch-pazifischen Raumes ―ASEAN‖ und ―Shanghaier Fünf.‖
2.Auf welchen Gebieten entwickelt sich die Zusammenarbeit mit Chi-
na?
3.Wodurch kennzeichnen sich die gegenwärtigen Beziehungen Russlands zu Indien?
4.Teilen Sie mit, welche Rolle spielen diplomatische Verhandlungsmechanismen für die russisch-japanische Beziehungen.
5.Was Positives gibt es in den Beziehungen der russischen Aussenpolitik zu Iran und Korea?
6.Welche Gefahr stellt das afghanische Problem für die Sicherheit an den Südgrenzen der GUS?
7.Beweisen Sie, dass der auβenpolitische Kurs Russlands in der asiatischen Richtung eine besonders wichtige wirtschaftliche Bedeutung hat.
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Lektion 5
RUSSLAND, DER NAHE OSTEN UND NORDAFRIKA
Der Nahe Osten galt in Russland von jeher als eine besondere Region, ist er doch die Wiege dreier Weltreligionen. Bedauerlicherweise ist er aber auch seit Jahrzehnten Schauplatz von Konflikten, die sich periodisch zu militärischen Kollisionen mit einer starken internationalen Resonanz auswachsen. Hinzu kommt die Bedeutung dieser Region als einer der Hauptquellen der weltweiten Energieversorgung.
Auf Grund seiner geopolitischen Lage versteht sich für Russland ein
Engagement in der Nahost-Problematik von selbst. In der Epoche der Globalisierung tangierten die im Nahen Osten fortdauernden Spannungen mehr denn je die Sicherheitsund Stabilitätsinteressen einer ausgedehnten Region, die südlich an unser Land angrenzt, und Russland ist daran interessiert, dass diese Region zu einer Zone des Friedens und der Stabilität wird.
Unsere Beziehungen zu den Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas haben jahrhundertealte Traditionen. Ein enormes Potential der Zusammenarbeit ist entstanden – von den Wallfahrten ins Heilige Land über die Einrichtung von russischen Schulen und Krankenhäusern im vergangenen Jahrhundert bis zur Ausbildung einer ganzen Armee von Fachleuten und dem
Bau von groβen Industriebetrieben, die die Entwicklung einer nationalen Wirtschaft in einigen arabischen Ländern förderten. Es genügt, an das Wunder der Ingenieurbaukunst im 20. Jahrhundert, das Wasserkraftwerk von Assuan, zu erinnern.
Im letzten Jahrzehnt hat sich das russische Verhältnis zur Nahostregion erheblich verändert. Vorbei sind die Zeiten, da sie das Konfrontationsfeld der Supermächte abgab. In mühevoller Kleinarbeit schuf die russische Diplomatie die Voraussetzungen dafür, dass unser Land Beziehungen sowohl zu allen arabischen Ländern als auch zu Israel entwickeln konnte. Anfang der neunziger Jahre war es aus einer Reihe objektiver und subjektiver Gründe zu einer drastischen Einschränkung der traditionellen Beziehungen Russlands zur arabischen Welt gekommen. Die Folgen machten sich in einer
Schwächung unserer politischen Position wie auch der von Handel und
Wirtschaft unseres Landes in dieser Region bemerkbar. Den Platz Russlands auf den Märkten der arabischen Länder nahmen nach und nach andere Staaten ein. Deshalb sahen wir uns vor die dringende Aufgabe gestellt, die all-
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seitige Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Nahen Osten und in Nordafrika wiederaufzunehmen, was uns weitgehend gelang. Heute befindet sich Russland in einem intensiven politischen Dialog mit den Staaten der Region. In den Jahren 2000 und 2001 besuchte der Auβenminister Russlands Ägypten, Israel, die palästinensischen Autonomiegebiete, Syrien, Libanon, Jordanien, Kuweit, den Irak und Saudi-Arabien. Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2001 statteten die Präsidenten Israels und Ägyptens, der Vorsitzende der palästinensischen Autonomiebehörde, der Vizepräsident des Iraks, die Auβenminister Syriens, Israels und Jemens ihrerseits Russland Besuche ab. Intensiviert werden auch die Beziehungen Russlands zu den nordafrikanischen Ländern, die zu der für uns wichtigen Mittelmeerregion gehören. Der russische Auβenminister besuchte Algerien und Libyen, nach
Moskau reisten der algerische Präsident sowie der tunesische Auβenminister.
Die wesentliche Aktivierung der Beziehungen zu den Staaten dieser Region zeitigt greifbare Ergebnisse auf wirtschaftlichem Gebiet. Der Warenumsatz mit den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas wächst, im
Jahre 2000 belief er sich auf ca. 5 Mrd. Dollar. Neue Formen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit entwickeln sich. Ein Beispiel dafür sind die ägyptischen Investitionen in den russischen Flugzeugbau.
Seine ausgewogene Politik ermöglicht es Russland, eine maβgebliche Rolle bei der Krisenbewältigung in der Region zu spielen. Unter tatkräftiger
Mitwirkung unseres Landes ist es gelungen, Libyen aus der internationalen Isolation herauszuführen. Bei der Vermittlung im Nahost-Friedensprozess – und man kann ohne Übertreibung sagen, dass es ohne das Zutun Moskaus nicht möglich gewesen wäre, diesen Prozess in Madrid in Gang zu bringen – leistet Russland viel, um die Beilegung des arabisch-israelischen Konflikts voranzubringen. Unser Land strebt danach, diesem Prozess auf der Grundlage der Resolutionen 242 und 338 des UN-Sicherheitsrates und des aus ihnen resultierenden Prinzips »Land für Frieden«, einen stabilen und allumfassenden Charakter zu verleihen. Wir regen beide Seiten entschlossen dazu an, Vereinbarungen auf der Grundlage der Gegenseitigkeit, unter Verzicht auf unrealistische Forderungen, zu treffen und strikt einzuhalten. Moskau unterstützt das unbestreitbare Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat, das durch den Friedensprozess Realität werden muss. Besondere Be-
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deutung misst Russland der Aufgabe zu, im Verlauf der Verhandlungen den dauerhaften Status der palästinensischen Territorien festzulegen und eine gerechte, gegenseitig annehmbare Lösung für das Problem der palästinensischen Flüchtlinge zu finden. Dabei ist es notwendig, dass die vertraglichen Verpflichtungen die mit der Schaffung eines unabhängigen Palästinenserstaates verbundenen Sicherheitsbedenken Israels zerstreuen.
Des Weiteren tritt Russland für eine breit angelegte Koordinierung der internationalen Bemühungen ein, mit denen der Friedensprozess befördert werden soll. Die Praxis zeigt, wie kontraproduktiv die Monopolisierung der
Vermittlungstätigkeit durch einen Staat ist, mag er auch über noch so starke Mittel der Einflussnahme auf die Konfliktseiten verfugen. Die im Herbst 2000 eingetretene Zuspitzung der Lage im Nahen Osten ist ein neuerlicher
Beweis dafür, dass die diesbezüglichen Möglichkeiten nicht nur der USA, sondern auch Russlands, der Europäischen Union, der führenden arabischen Staaten, insbesondere Ägyptens und Jordaniens, und auch der UNO wirksamer ausgeschöpft werden müssen.
Russland pflegt intensive Kontakte mit den am Konflikt Beteiligten, um zusammen mit anderen Partnern energische Maβnahmen auszuarbeiten, die es ermöglichen sollen, die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern zu stoppen und einen stabilen Verhandlungsprozess in die Wege zu leiten. Ich bin davon überzeugt, dass es ungeachtet aller Dramatik der Lage auf den palästinensischen Territorien keine vernünftige
Alternative zur Fortsetzung des Friedensprozesses gibt.
Die Vorgänge der Jahre 2000 und 2001 in der Region haben die Einschätzung bestätigt, dass im Nahen Osten keine stabile Befriedung zu erreichen ist, wenn der Friedensprozess nicht in allen Richtungen vorangebracht wird. Deshalb behält Russland die syrische und die libanesische Komponente dieses Prozesses ständig im Auge. Nachdem Israel sich im Mai 2000 zum Abzug seiner Truppen aus dem Südlibanon gemäβ Resolution 425 des UNSicherheitsrates entschlossen hatte, engagierte sich Russland dafür, die positiven Entwicklungstendenzen der Lage im Südlibanon zu stärken und neuen
Komplikationen an der libanesisch-israelischen Grenze vorzubeugen. Die russische Diplomatie setzt sich beharrlich für die Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Israel und Syrien ein, ist er doch für das Schicksal des Friedensprozesses in der Region von entscheidender Bedeutung.
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Mit eigenen Initiativen wirkt unsere Diplomatie ferner darauf hin, den Raum des Persischen Golfs zu einer Zone des Friedens, der Sicherheit und der guten Nachbarschaft zu entwickeln, wodurch neue Kriege und Konflikte in dieser strategisch so wichtigen Region vermieden werden könnten. Die von Russland unterbreiteten Ideen sehen vielfältige politische, militärische, wirtschaftliche und humanitäre Maβnahmen sowie die Schaffung eines Vereinbarungssystems mit entsprechenden internationalen Garantien vor.
Schwerpunkte des Neuordnungsprozesses nach der Krise in der Golfregion müssen nach Ansicht Russlands die Bewältigung der Irak-Problematik und die Normalisierung der Beziehungen zwischen den Staaten dieser Region sein. Es geht darum, die Kriegsgefahr zu verringern, das Wettrüsten einzuschränken, die ausländische Militärpräsenz zu reduzieren, vertrauensbildende Maβnahmen zu erarbeiten und eine breit angelegte regionale Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen. Dazu gehört auch, in diesem
Raum eine massenvernichtungswaffenfreie Zone zu schaffen. Abgesichert werden könnte der Befriedungsprozess durch eine gesamtregionale Organisation, die die Erhaltung von Frieden und Stabilität zu überwachen hätte und in der neben den Golfstaaten die ständigen Mitglieder des UN-Sicher- heitsrates und andere interessierte Seiten vertreten wären.
Russland leistet mit seinen Initiativen zur Beilegung des Irak-Konflikts einen gewichtigen Beitrag; es spielt eine führende Rolle bei den internationalen Bemühungen, eine Lösung ausschlieβlich mit politischen Mitteln herbeizuführen und setzt sich in der UNO, zum Teil im Kontakt mit anderen ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates, für eine beschleunigte Aufhebung der verhängten Sanktionen ein - auf der Grundlage der Erfüllung der entsprechenden Resolutionen des Sicherheitsrates durch den Irak.
Dass die periodisch erfolgenden Bombenangriffe der USA und
Groβbritanniens auf das irakische Territorium widerrechtlich und folglich auch kontraproduktiv sind, liegt auf der Hand. Sie führten dazu, dass im Dezember 1998 die internationale Kontrolle der Militärprogramme im Irak eingestellt werden musste. Gleichwohl arbeitet Russland aktiv daran, dass es zwischen Bagdad und der UNO zum Dialog kommt - ein wichtiger Schritt zur Bereinigung der Situation.
Das konsequente Hinwirken der russischen Diplomatie auf die Linderung der Notlage der irakischen Bevölkerung machte die humanitäre Opera-
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tion der UNO im Rahmen des Programms »Öl für Lebensmittel« möglich, an dem sich auch russische Unternehmen wirksam beteiligten. Gegenwärtig werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, nach der Aufhebung der
Sanktionen die Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Irak auf dem
Gebiet von Handel und Wirtschaft in gröβerem Umfang wiederaufzunehmen.
Die Entwicklung der Ereignisse im Nahen Osten, wo sich über Jahrzehnte ein gefährliches Konfliktpotential angesammelt hatte, zeugt davon, dass die Normalisierung der Situation in hochproblematischen Regionen der Welt auf der Grundlage gleicher Sicherheit für alle Staaten eine unabdingbare Voraussetzung dafür ist, internationale Stabilität zu erreichen und eine dauerhafte neue Weltordnung zu errichten.
Übungen zum Text
Übung 1. a) wie verstehen Sie die folgenden Wörter und Wortgruppen? Sehen Sie die Lernhilfe im Anhang!
Bedauerlicherweise; Hauptquellen der weltweiten Energieversorgung; von den Wallfahrten ins Heilige Land; greifbare Ergebnisse zeitigen; der Warenumsatz beläuft sich auf ca. 5 Mrd. Dollar; ausgewogene Politik; unter tatkräftiger Mitwirkung; das Zutun Moskaus; beide Seiten anregen; unter Verzicht auf unrealistische Forderungen; Sicherheitsbedenken zerstreuen; den
Friedensprozess befördern; ein neuerlicher Beweis; die diesbezüglichen Möglichkeiten; die gewaltsamen Auseinandersetzungen; den Verhandlungsprozess in die Wege leiten; ständig im Auge behalten; Komplikationen vorbeugen; setzt sich beharrlich für die Wiederaufnahme des Dialogs ein; in der Golfregion; die Bewältigung der Irak-Problematik; die ausländische Militärpräsenz reduzieren; einen gewichtigen Beitrag leisten; die periodisch erfolgenden Bombenangriffe; die Linderung der Notlage.
b) Sie wissen: das Bestimmungswort in der Wortkomposition von Nomen steht immer links und spezifiziert das Grundwort rechts. Der Wortakzent des Kompositums liegt immer im Bestimmungswort. Zwischen den Kompositionsteilen steht oft ein Fugen -n oder –s. Bitte sprechen Sie alle
Komposita aus der Übung richtig aus!
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