Немецкий язык. Новая Российская дипломатия. Учебное пособие
.pdfsteht darin, dass das Ingangkommen der Zusammenarbeit im Rahmen der GUS bei all seinen Unzulänglichkeiten ermöglicht hat, ein Chaos auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR zu vermeiden. Denn berücksichtigt man die riesigen Bestände an Massenvernichtungswaffen, die hier lagerten, wird offensichtlich, welche Konsequenzen eine Entwicklung im Stil des »Bal- kan-Szenarios« hätte nach sich ziehen können. In diesem Zusammenhang stellen die Vereinbarungen über den Umgang mit den Atomwaffen auf den Territorien der Ukraine, Weiβrusslands und Kasachstans, die die Sicherheit auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR garantieren sollten, zweifellos ein historisches Verdienst der russischen Diplomatie und ihrer Partner in der Gemeinschaft dar. Im September 1995 wurde per Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation der »Strategische Kurs Russlands gegenüber den Teilnehmerstaaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten« [Strategitscheski kurs Rossii s gossudarstwami-utschastmikami Sodrushestwa Nesawissimych Gossudarstw (»Strategischer Kurs Russlands gegenüber den Teilnehmerstaaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten«), in: Diplomatitscheski westnik (»Diplomatisches Informationsblatt«), Heft 10/1999] bestätigt, ein Dokument, das den vorrangigen Charakter dieser auβenpolitischen Richtung unseres Landes bekräftigte. Der »Strategische Kurs« ging davon aus, dass die Situation auf dem Gebiet der ehemaligen
UdSSR die Lebensinteressen Russlands in den Bereichen Wirtschaft, Verteidigung, Sicherheit und Schutz der Rechte der russischen Staatsbürger tangiert und ein dementsprechendes Engagement zur Konsolidierung der Gemeinschaft verlangt.
Seine Hauptaufgaben gegenüber den GUS-Staaten sah Russland darin, eine verlässliche Stabilität in allen ihren Dimensionen zu gewährleisten – der politischen wie der militärischen, wirtschaftlichen, humanitären und rechtlichen, und so die Entwicklung der GUS-Länder zu gesellschaftlich und wirtschaftlich gefestigten Staaten mit russlandfreundlicher Politik zu fördern; des Weiteren galt es, Russlands Rolle als führende Kraft bei der
Gestaltung eines neuen Systems zwischenstaatlicher politischer und wirtschaftlicher Beziehungen zu stärken und für den Ausbau und die Vertiefung der Integrationsprozesse in der GUS zu sorgen.
11
Übungen zum Text 1
Übung 1. a) wie verstehen Sie die folgenden Wörter und Wortgruppen?
Sehen Sie die Lernhilfe im Anhang!
Der Zerfall der UdSSR; seit der Existenz; Dutzende verschiedener Nationalitäten; Auswirkungen auf das Schicksal; die Realität des Lebens erzwingt; vollwertige Integrationsvereinigung; den Dokumenten den Stempel aufdrücken; die Unterzeichnung des Abkommens über die Gründung der GUS; sich vornehmen; kurzfristig; Pensionszahlungen für Militärangehörige; gleichwohl von den Zielen abweichen; in vielerlei Hinsicht; die Prägung erhalten; der rigiden Zentralisierung verdanken; stark zerrüttet sein; zwangsläufig; förderlich; der Auβenhandelsumsatz; sich verringern; erheblicher Rückgang; zustande kommen; wachsende Diskrepanz; legislatives Verfahren bedürfen; über Voraussetzungen für Auβenpolitik verfügen; Schaden nehmen; zuweilen; das Ingangkommen; bei allen Unzulänglichkeiten; der Umgang mit den Atomwaffen; Lebensinteressen tangieren; dementsprechendes Engagement verlangen.
b)Sie wissen: das Bestimmungswort in der Wortkomposition von Nomen steht immer links und spezifiziert das Grundwort rechts. Der Wortakzent des Kompositums liegt immer im Bestimmungswort. Zwischen den Kompositionsteilen steht oft ein Fugen -n oder –s. Bitte sprechen Sie alle
Komposita aus der Übung richtig aus!
c)bilden Sie mit einigen Wörtern e i g e n e Sätze und machen Sie Notizen. Tragen Sie danach mindestens 3 Sätze im Plenum vor!
Übung 2. Beantworten Sie die folgenden Fragen:
1.Worauf orientieren sich die GUS–Länder bei der Unterzeichnung des Abkommens über die Gründung der Gemeinschaft?
2.Wie ist die wirtschaftliche Situation innerhalb der GUS in der Periode des
Übergangs zur Marktwirtschaft?
3.Welche politische Bedeutung hat das neue Dokument ―Der strategische Kurs Russlands‖, dass per Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation im September 1995 bestätigt wurde?
12
Übung 3. Suchen Sie alle Konnektoren (Satzverknüpfer) im Text, wie z.B.:und, oder, sowie, das heißt, falls, obwohl, wenn, weil, sodass, umso mehr als, wohingegen, woraufhin, zumal, vorausgesetzt, angenommen, gesetzt den Fall, allerdings, dagegen, indessen, schließlich, zum Beispiel, andernfalls, anstatt dessen, folglich, nichtsdestominder, sowieso, aber, allein, doch, eh, sogar, zumal sonst, dann, danach, deswegen, darum, insofern, trotzdem, infolgedessen zweigliedrige Konnektoren: teils....teils, nicht nur....sondern auch, weder....noch, sowohl....als auch, u.s.w. und auch andere satzverbindende Konjunktionen.
Übung 4. Schreiben Sie die Sätze mit den in Klammern angegebenen Wörtern neu.
1.Bei der Unterzeichnung des Abkommens über die Gründung der GUS orientierten sich die Mitgliedsländer auf die Erhaltung eines gemeinsamen sozialen, wirtschaftlichen, verkehrstechnischen und militärstrategischen
Raums. (Es wurde vorgenommen,…)
2.Die Marktreformen in Russland und in anderen Ländern der Gemeinschaft, die zum Teil völlig unterschiedlichen Inhalt hatten, waren der wirtschaftlichen Annäherung wenig förderlich. (Andere Regionen der Welt)
3.Die wachsende Diskrepanz zwischen den Erklärungen und Vereinbarungen, die die Gemeinschaft auf ihre Weiterentwicklung zu orientieren schienen, war ein charakteristisches Merkmal dieser Phase.
(7 Dokumenten aus 164)
4.Im September 1995 wurde per Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation der »Strategische Kurs Russlands gegenüber den Teilnehmerstaaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten« bestätigt. (Engagement)
Übung 5. Wortstellung. Korrigieren Sie die folgenden Sätze:
1. Die aus zentrifugalen Tendenzen wirkten sich auch in politischer Hinsicht.
13
2.So wurden Unterschiede in den Vorstellungen der Mitgliedstaaten von den grundliegenden Zielen ihrer Rolle und Aufgaben der Gemeinschaft sowie in der Weltpolitik deutlich.
3.In vielem die Differenzen aus den psychologischen Problemen des Übergangs zu neuartigen zwischenstaatlichen Beziehungen innerhalb der GUS resultierten.
4.Besonders waren die Schwierigkeiten groβ für diejenigen unter den neuen Staaten, die in der ersten Zeit praktisch über die notwendigen Erfahrungen über die personellen Voraussetzungen für eine selbständige Auβenpolitik weder verfügten noch.
Übung 6. Fassen Sie den Inhalt des Textes schriftlich kurz zusammen! Als Plan könnte Ihnen Übung 2 dienen. Gehen Sie den Inhalt des Textes noch einmal im Geiste durch!
Text 2
Die Integration in der GUS
Die Grundsatzdokumente der russischen GUS-Politik von Mitte der neunziger Jahre zielten darauf ab, den geographischen Raum der ehemaligen UdSSR als Sphäre russischer Sonderinteressen zu erhalten, die Integration in der GUS voranzutreiben und die Gemeinschaft zu einem einflussreichen Subjekt der Weltpolitik und –wirtschaft zu entwickeln. Als führende und organisierende Kraft sollte dabei natürlich Russland fungieren. Zum Hauptziel der Politik gegenüber der GUS wurde die Schaffung einer wirtschaftlichen und politischen Integrationsvereinigung erklärt, die Anspruch auf einen angemessenen Platz in der Weltwirtschaft erheben konnte.
Andererseits entstanden Mitte der neunziger Jahre nach und nach die
Voraussetzungen dafür, die russische GUS-Politik zu korrigiren, das heisst, die Entwicklungsperspektiven der Gemeinschaft realistischer zu bewerten.
Der politische Kurs Russlands gegenüber der GUS räumte jetzt die Möglichkeit ein, die Gemeinschaft ―mit unterschiedlichen Geschwindigkei-
14
ten‖ zu entwickeln, was die Bildung eines Integrationskerns‖ bedeutete in Gestalt der Staaten, die gewillt waren, sich zu einem höheren Niveau der Zusammenarbeit emporzuschwingen, an das die übrigen Teilnehmer der Gemeinschaft zu späterer Zeit Anschluss suchen konnten.
Diese Herangehensweise war ein Ergebnis des sich bereits seit der ersten Jahreshälfte 1990 entwickelnden Prozesses einer allmählichen politischen und wirtschaftlichen ‖Differenzierung‖ in der GUS. Das Modell der ―unterschiedlichen Geschwindigkeiten‖ der Integration begann feste Formen anzunehmen.
Die höchste Stufe in der Entwicklung der Integrationsprozesse wurde in den russisch-weissrussischen Beziehungen anvisiert. Am 2.April 1996 erfolgte die Unterzeichnung des Vertrages über die Bildung einer Gemeinschaft zwischen Weiβrussland und Russland, später ergänzt durch den Vertrag über die Bildung der weisrussisch-russischen Union vom 2. April 1997 und schlieβlich durch den Vertrag zwischen der Russischen Föderation und
Republik Weiβrussland über die Gründung eines Bundesstaates vom 8. Dezember 1999. [Vertrag über die Gründung eines Bundesstaates von Russland und Weiβrussland,s. ,,. Rossijskaja gaseta“, 29.Januar2000]
Intensive Arbeiten begannen, um ihn in die Tat umzusetzen. Verwaltungsorgane des Bundesstaates wurden gebildet und nahmen ihre Tätigkeit auf, dazu traten Koordinierungsmechanismen in Funktion, die auch die
Auβenpolitik betrafen. In erster Linie bestand die Aufgabe mehr und mehr darin, die Infrastruktur des Bundesstaates mit konkretem Inhalt zu versehen, besonders im Bereich der Wirtschaft. Es besteht kein Zweifel, dass die erfolgreiche Erfüllung dieser Aufgabe zu einem mächtigen Katalysator der
Integrationsprozesse in der gesamten Gemeinschaft werden kann.
Am 29. März 1996 wurde der vierseitige Vertrag über die Vertiefung der Integration im wirtschaftlichen und humanitären Bereich (Weiβrussland,
Kasachstan, Kirgisistan und Russland) [Vertrag zwischen der Republik
Weiβrussland, der Republik Kasachstan, Kirgisistan und der russischen Föderation über die Vertiefung der Integration im wirtschaftlichen und humanitären Bereich.Moskau29. März1996, in: Wneschnjaja politika i besopasnost sjwremennoi Rossii („Aussenpolitik und Sicherheit des heutigen Russlands«). Chrestomatn,Bd.2, Moskau 1999,S.353-358.] unterzeichnet, dem sich 1999 als fünfter Teilnehmer Tadschikistan anschloss. Diese Staa-
15
ten nahmen das Zusammenwirken im Rahmen einer Zollunion in Angriff, die im Oktober 2000 in eine vollwertige internationale Wirtschaftsorganisation umgewandelt wurde – die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft. Die genannten »Fünf« plus Armenien entwickeln ihre militärische und politische Zusammenarbeit auf der Grundlage des Vertrages über kollektive Sicherheit. Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan gründeten die Mittelasiatische Wirtschaftsgemeinschaft. Russland hat hier einen Beobachterstatus. Georgien, die Ukraine, Usbekistan, Aserbaidschan und die Republik Moldau riefen die Vereinigung GUUAM ins Leben.
Eine Sonderstellung nimmt Turkmenistan ein, das die Neutralität zur Grundlage seiner Politik erklärt hat und sich regelmäβig der Unterzeichnung der auf den Tagungen der GUS-Organe unter Teilnahme führender turkmenischer Repräsentanten gefassten Beschlüsse enthält.
Gleichzeitig bekundeten alle GUS-Staaten Interesse an der Schaffung einer Freihandelszone. Auf Initiative Russlands wurden der Vertrag über die Durchführung einer abgestimmten Antimonopolpolitik, das Abkommen über die Verfahrensweise bei der Verzollung und Zollkontrolle im Warenverkehr zwischen den Mitgliedsländern der GUS, das Protokoll über Konsultationen zur schrittweisen Aufhebung von Ausnahmebestimmungen im
Freihandel und das Abkommen über technische Barrieren in der Freihandelszone unterzeichnet.
Mit Anbruch des 21. Jahrhunderts nahm eine neue Phase in der Gestaltung der russischen Politik gegenüber der GUS ihren Anfang. Zum Ausgangspunkt wurde die Erkenntnis der Notwendigkeit, die Aussichten, aus der Gemeinschaft eine funktionsfähige Integrationsvereinigung zu machen, realistischer einzuschätzen. Russland stand vor einem Dilemma: Sollte es die Integration als höchstes Gut betrachten, für das es sich lohnte, jeden
Preis und jegliche Konzessionen an die Partner in Kauf zu nehmen, oder einen pragmatischeren Kurs einschlagen, der sich in erster Linie an den ureigensten Interessen der nationalen Sicherheit und der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes orientierte?
Schlieβlich entschieden wir uns für die Vertiefung der zweiseitigen Beziehungen mit den Mitgliedsländern der GUS als notwendige Voraussetzung für die weitere Entwicklung der Integrationsprozesse. Die Beziehungen zu jedem dieser Staaten sollen fortan in Abhängigkeit von seinem
16
Interesse an der Zusammenarbeit und seiner Bereitschaft gestaltet werden, den Interessen Russlands Rechnung zu tragen, auch was seine Sicherheit und die Respektierung der Rechte unserer Landsleute betrifft.
Dieser pragmatische Kurs beginnt bereits Früchte zu tragen. Mit den meisten GUS-Ländern entwickeln sich harmonische, von gegenseitiger
Achtung getragene Beziehungen.
So gelang es in den Jahren 2000 und 2001, mit der Ukraine einen ernsthaften Dialog auf verschiedenen Ebenen, darunter der höchsten, in Gang zu bringen und bei der Lösung einer Reihe schwieriger Fragen der bilateralen Zusammenarbeit, insbesondere der wirtschaftlichen, voranzukommen. Eine Annäherung der Positionen unserer Länder bei einer Reihe internationaler Schlüsselfragen zeichnet sich ab.
Im gleichen Zeitraum verstärkte Russland seine Aktivität im mittelasiatischen Raum. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich konzentriert, wobei sie sich vor allem auf die gemeinsame Abwehr der internationalen terroristischen Bedrohung richtete. Zum ersten
Mal in den letzten Jahren gelang es nicht nur, den Rückgang unseres Handelsaustausches mit den Ländern Mittelasiens zu stoppen, sondern sogar einen wesentlichen Zuwachs zu erreichen.
Dank einem intensiv geführten Dialog auf höchster Ebene gab es ebenso
Fortschritte in den Beziehungen zu Aserbaidschan. Mit Armenien arbeiten wir als Bündnispartner zusammen. Schwierig gestalteten sich hingegen die russisch-georgischen Beziehungen: Russland ist bereit, auf die Normalisierung der Beziehungen zu Tiflis hinzuarbeiten – natürlich unter der Voraussetzung, dass die russischen Interessen, vor allem hinsichtlich des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus, entsprechende Beachtung finden.
Die Entwicklung der zweiseitigen Beziehungen zu den GUS-Ländern betrachtet Russland als notwendige Etappe auf dem Weg der Vertiefung des multilateralen integrativen Zusammenwirkens. Unser Land hat stets seine diesbezügliche Bereitschaft demonstriert. Allerdings ist die Integration für uns kein Selbstzweck. Sie muss sich auf natürliche und organische Weise entwickeln, als Antwort auf konkrete Aufgaben, deren
gemeinsame Lösung zweckmäβig und bisweilen einfach notwendig ist. Die weltweiten Integrationserfahrungen zeugen davon, dass dieser Prozess sich nicht künstlich forcieren lässt. Für seine Entwicklung sind vielfältige
17
objektive wirtschaftliche und auch politische Voraussetzungen erforderlich. In Lateinamerika etwa begannen sich die ersten Integrationsvereinigungen bereits in den sechziger Jahren zu formieren, ein echter Durchbruch in ihrer
Tätigkeit wurde aber de facto erst drei Jahrzehnte später erreicht.
Die Erfahrungen der in aller Welt existierenden Integrationsvereinigungen bestätigen generell ein hohes Maβ an wechselseitigem politischem Einvernehmen und Vertrauen als notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung der Integration. Niemanden kann die dominierende Rolle der Vereinigten Staaten in der nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA) oder die besondere Bedeutung der deutschen Wirtschaft in der
Europäischen Union verwundern. Deshalb erscheint es völlig natürlich, dass Russland in der GUS eine tragende Rolle zukommt, die hauptsächlich durch objektive Faktoren wie Gröβe des Territoriums, Bevölkerungszahl und wirtschaftliches Potential bedingt wird.
Russland zwingt die Integration niemandem auf, versucht aber auch niemanden davon auszuschlieβen, wenn er sich real daran interessiert zeigt.
Das Streben der GUS-Staaten nach weiterer Diversifikation ihrer internationalen Beziehungen, ihre Suche nach neuen Handelsund Wirtschaftspartnern halten wir für natürlich. Inakzeptabel ist für Russland jedoch das Bestreben gewisser Drittländer, im GUS-Raum zum Nachteil der russischen Interessen aktiv zu werden, unser Land hier zu verdrängen oder seine Position vorsätzlich zu schwächen. Eine derartige Rivalität, ein solcher Kampf um »Einflusssphären« sind ein offenkundiger Anachronismus in der Weltpolitik und lediglich dazu angetan, die internationalen Beziehungen zusätzlich mit Spannung und Misstrauen zu belasten.
Übungen zum Text 2
Übung 1. a) wie verstehen Sie die folgenden rezeptiven Wörter und
Wortgruppen? Sehen Sie die Lernhilfe im Anhang!
Die Integration in der GUS voranzutreiben; gewillt sein; Verwaltungsorgane des Bundesstaates; im Rahmen einer Zollunion; die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft; Beobachterstatus haben; Interesse an der Schaffung bekunden; die Verfahrensweise bei der Verzollung; schrittweise Aufhebung von
18
Ausnahmebestimmungen im Freihandel; als höchstes Gut betrachten; in Kauf nehmen; ureigensten Interessen; fortan; die Respektierung der Rechte; die Abwehr der internationalen terroristischen Bedrohung; einen wesentlichen Zuwachs erreichen; diesbezügliche Bereitschaft; kein Selbstzweck; ein hohes Maβ an wechselseitigem politischem Einvernehmen und Vertrauen bestätigen; bedingt durch Faktoren sein; die Integration aufzwingen; weitere Diversifikation; inakzeptabel sein; eine derartige Rivalität.
b)Sie wissen: das Bestimmungswort in der Wortkomposition von Nomen steht immer links und spezifiziert das Grundwort rechts. Der Wortakzent des Kompositums liegt immer im Bestimmungswort. Zwischen den Kompositionsteilen steht oft ein Fugen -n oder –s. Bitte sprechen Sie alle
Komposita aus der Übung richtig aus!
c)bilden Sie mit einigen Wörtern e i g e n e Sätze und machen Sie Notizen. Tragen Sie danach mindestens 3 Sätze im Plenum vor!
Übung 2. Antworten Sie auf die folgenden Fragen:
1.Wie entwickeln sich die russisch-weissrussischen Integrationsprozesse in den Jahren 1996-2000?
2.Wann wurde der vierseitige Vertrag über die Vertiefung der Integration im wirtschaftlichen und humanitären Bereich unterzeichnet?
3.Wann wurde die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft gegründet?
4.Wovon zeugen die weltweiten Integrationserfahrungen?
Übung 3. Suchen Sie alle Konnektoren (Satzverknüpfer) im Text, wie z.B.: und, oder, sowie, das heißt, falls, obwohl, wenn, weil, sodass, umso mehr als, wohingegen, woraufhin, zumal, vorausgesetzt, angenommen, gesetzt den Fall, allerdings, dagegen, indessen, schließlich, zum Beispiel, andernfalls, anstatt dessen, folglich, nichtsdestominder, sowieso, aber, allein, doch, eh, sogar, zumal sonst, dann, danach, deswegen, darum, insofern, trotzdem, infolgedessen zweigliedrige Konnektoren: teils....teils, nicht nur....sondern auch, weder....noch, sowohl....als auch, u.s.w. und auch andere satzverbindende Wörter.
19
Übung 4. Schreiben Sie die Sätze mit den in Klammern angegebenen Wörtern neu.
1.Der politische Kurs Russlands gegenüber der GUS räumte jetzt die Möglichkeit ein, die Gemeinschaft ―mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten‖ zu entwickeln, was die Bildung eines Integrationskerns bedeutete. (emporschwingen)
2.Russland stand vor einem Dilemma: Sollte es die Integration als höchstes Gut betrachten, für das es sich lohnte, jeden Preis und jegliche Konzessionen an die Partner in Kauf zu nehmen, oder einen pragmatischeren Kurs einschlagen, der sich in erster Linie an den ureigensten Interessen der nationalen Sicherheit und der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes orientierte? (die Vertiefung)
3.Die Erfahrungen der in aller Welt existierenden Integrationsvereinigungen bestätigen generell ein hohes Maβ an wechselseitigem politischem Einvernehmen und Vertrauen als notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung der Integration. (niemandem aufzwingen)
4.Das Streben der GUS-Staaten nach weiterer Diversifikation ihrer internationalen Beziehungen, ihre Suche nach neuen Handelsund Wirtschaftspartnern halten wir für natürlich. (besondere Bedeutung)
Übung 5. Wortstellung. Korrigieren Sie die folgenden Sätze:
1.Dank einem ebenso Fortschritte intensiv geführten Dialog auf höchster Ebene gab es in den Beziehungen zu Aserbaidschan.
2.Im Zeitraum gleichen verstärkte Russland seine Aktivität im mittelasiatischen Raum.
3.Schwierig sich hingegen die russisch-georgischen Beziehungen gestalteten.
4.Deshalb erscheint es völlig natürlich, zukommt dass Russland in der GUS eine tragende Rolle, die hauptsächlich bedingt wird durch objektive Faktoren wie Gröβe des Territoriums, Bevölkerungszahl und wirtschaftliches Potential.
20
