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Современное образование. Вызовы времени - новые решения. Часть 1. Материалы XI международной научно-практической конференции

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W. Bünder
versitären Studienelemente mit hinein zu nehmen. Dieses strukturelle Problem der universitären Ausbildung von Lehrkräften kann weder durch noch so viele, noch durch noch so gut gemeinte außeruniversitäre Praxis­elemente, wie z.B. Hospitationen in der Schule etc, gelöst werden.. Derar­tige schulische Praxiselemente sind dennoch sehr wichtig, da sie über Zie­le und Anforderungen im späteren Berufsfeld Schule informieren und damit den Lehrerstudenten erste Orientierungen für ihr aktuelles Univer­sitätsstudium geben.
2. Lehrerbildung als individueller Qualifizierungsprozess
Die Schwierigkeit zu klären, ob die vorgesehenen Studienelemente Studenten für das spätere Berufsfeld „Schule” vollständig und relevant qualifizieren, hat zu einer ganz anderen Sichtweise auf die Lehrerausbil­dung geführt. Im Mittelpunkt dieser Perspektive steht das Individuum, der Student als Lernender, der zunehmend im Laufe seines Qualifizierungs­prozesses ein Lehrender wird. Lehrerstudenten lernen und können in der theoretischen Ausbildung dabei das Lernen lernen - praktisch und theore­tisch. So lassen sich zum Beispiel in universitären Veranstaltungen Theo­rien erarbeiten, die Aussagen zu möglichen Strukturierungen, Nutzungen, Übertragungen oder Begründungen von Wissen machen. Können derarti­ge theoretische Orientierungen zum Umgang mit Wissen auf die eigenen praktischen Erfahrungen als zur Zeit intensiv Lernender bezogen werden, sind Voraussetzungen geschaffen, Kompetenzen und Einsichten zum Lernens zu entwickeln.
Aber Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Wissen, wie im obigen Beispiel, repräsentieren keinesfalls alle Kompetenzen, die in der Un­terrichts- und Schulpraxis verlangt werden. Daher sind weitere Lernorte notwendig, die theoretisches Wissen und praktische Erfahrungen mit­einander verbinden können. Jeder Lernort in verschiedenen Ausbildungs­phasen hat besondere Ziele und Aufgaben im Qualifizierungskonzept der Lehrerbildung zu erfüllen und entwickelt damit spezifische einmalige Kompetenzen für den späteren Lehrerberuf. Jede Phase stößt aber auch auf Grenzen für den Lernprozess, theoretisch und praktisch, und bereitet damit die Notwenigkeit und Möglichkeit für ein Lernen in anderen Bereichen vor.
3. Lehrerbildung zwischen Expansion und Reflexion
Auch der Blick auf die Lehrerbildung als individueller Qualifizie­rungsprozess kann die Problematik einer Lehrerausbildung für die Praxis nicht vollständig erfassen. Der Ansatz begründet mögliche Stärken und
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Schwächen verschiedener Lernbereiche eindrucksvoll, aber ohne syste­matisch mit einem Inhaltsangebot und einer Organisationsstruktur ver­bunden zu sein, bleibt dieser Ansatz individualistisch und beliebig unver­bindlich.
Um zu einem umfassenderen und wirklichkeitsnäheren Modell der Lehrerbildung zu kommen, werden wir daher beide bisher einzeln vorge­stellte Blickwinkel auf die Lehrerbildung zusammenführen.
Lehrveranstaltungen werden in dieser Sicht als ein theoretisches An­gebot entwickelt, sich aktiv mit bestimmten Fragen seiner späteren Be­rufsaufgaben auseinander zu setzen. Diese Fragen sollen dabei auf eigene Erfahrungen treffen, damit sie als wichtig und notwendig für die Entwick­lung der eigenen Professionalität eingeschätzt werden. Ein derartiges Stu­dienangebot sollte dabei mehr bewirken, als Speicherungen von Kennt­nissen im Gedächtnis und Reproduktion bei Nachfragen. Die Wirksam­keit sollte sich dagegen zunehmend auch auf tiefere Veränderungen der Persönlichkeit und ihrer Handlungsstrukturen beziehen. Lehrerbildung in diesem Sinne will sowohl nach außen wie nach innen wirken. Das heißt, in derartigen Veranstaltungen geht es einerseits um Veränderungen und Erweiterungen des äußeren Tätigkeitsfeldes und andererseits um ein Nachdenken über sich, um Reflektion der eigenen Ziele und Wünsche sowie um Überlegungen über zukünftige Entwicklungen. Das heißt, es wird davon ausgegangen, dass eine intensive theoretische und praktische Auseinandersetzung mit den Sachverhalten (nach Leontjew (1979) die gegenständliche Tätigkeit) gleichzeitig auch zur Entwicklung der Persön­lichkeit (Leontjew (1979: Entwicklungen von Motivstrukturen und von kognitiven Strukturen) führt. Von daher muss für eine wirksame Lehrer­bildung verlangt werden, dass ein vorhandener Bezug zur Praxis die theo­retischen Aussagen aufgreifen kann und so zu einer aktiven Auseinander­setzung - sowohl mit der erfahrenen Praxis wie mit der vermittelten Theo­rie – führt. Ziel ist die Persönlichkeitsbildung, also die Entwicklung von Motivstrukturen und kognitiven Strukturen für eine erfolgreiche tätige Auseinandersetzung in Schule und Unterricht.
Was lässt sich an dieser Stelle bereits über zentrale Lernorte, ihren besonderen (äußeren) Tätigkeitsmöglichkeiten und wünschenswerten per­sönlichen Entwicklungen für die Lehrerstudenten, sagen?
A. Lernen und Entwicklungen in der Hochschule.
Die Hochschule ist der Ort in der der Student praktisch lernt und das Lernen lernen kann. Theoretische Veranstaltungsangebote (im weitesten Sinne) zu diesem Thema finden also eine gute Praxisbasis vor. Damit kann das Lernen des Studenten selbst zum Thema gemacht werden und
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W. Bünder
dabei mit Theorien etwa zur Strukturierung, Nutzung und Begründung von Wissen aufgegriffen werden. Ein Ergebnis derartiger Veranstaltungen kann die kritische Auseinandersetzung mit Wissen sein- in Bezug auf sein jetziges Studium und im Hinblick auf den Umgang von Wissen in seiner späteren Schulpraxis.
B. Lernen im Vorbereitungsdienst.
Ein Vorbereitungsort für die Schule, der in einem betreuten und beg­renzten Rahmen eigene Unterrichtstätigkeiten ermöglicht, eröffnet her­vorragende Gelegenheiten, Unterrichtsmethoden zu erwerben, zu analy­sieren und zu erproben. Theoretisch geht es also um deren Kenntnisse und Wirkungen und praktisch um den Erwerb von Erfahrungen bei ihrem un­terrichtlichen Einsatz.. Als Ergebnis für den Studenten sollte sich eine theoretisch fundierte Beziehung zum Einsatz von Methoden entwickeln und dazu praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer unterrichtlichen Anwendungen.
C. Lernen in der Berufspraxis.
Die Schule ist der Ort, in der der junge Lehrer seine beruflichen Fä­higkeiten und Fertigkeiten weiter ausbaut und sein „Pädagogisches Selbst” entwickelt. Seine Haupttätigkeit ist jetzt die praktische Unterricht­sdurchführung. Reflexion und theoretische Analysen dieser Tätigkeit sol­len ihm helfen, seine unterrichtlichen Tätigkeiten zu überdenken, neu aus­zurichten und so weiter zu entwickeln. Tutoren oder Lehrergruppen sind hilfreich in dieser Phase, da sie verhärtete Routinen in Frage stellen und auf neue Handlungsmöglichkeiten hinweisen können. Das Ergebnis dieser begleitenden Lern- und Reflexionsprozesse ist nicht der „fertige Lehrer“, sondern der „reflektierte Praktiker“, der sich und sein Tätigkeitsfeld wei­ter entwickelt.
In meinem Vortrag werde ich konkrete Beispiele und weitere Ange­bote vorstellen, die einen Wandel der Lehrerbildung in der Spannung zwischen praktischen Auseinandersetzungen und inneren Entwicklungen zum Ziel. Es sind überwiegend Beispiele aus der universitären Lehrerbil­dung aus Deutschland. Sie lassen sich unter Erhalt ihrer theoretischen Grundlagen auf die konkreten Verhältnisse in Russland übertragen.
Literatur
1. E. Terhart (2000): Perspektiven der Lehrerbildung in Deutschland. Ab­schlussbericht der von der Kultusministerkonferenz eingesetzten Kommission / (Hrsg) Weinheim& Basel, 2000.
2. Leontjew A. N. Tätigkeit, Bewusstsein, Persönlichkeit, Berlin, 1979.
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M. Janzen
Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik,
Kiel (Deutschland)
Modell einer Verknüpfung universitärer
Lehrerausbildung mit der Unterrichtspraxis
an einer Schule*
Das Lernen lernen — das Lehren lehren.
Das hohe Interesse an der Professionalisierung der Lehrerausbildung spiegelt sich in den hochschulpolitischen und hochschuldidaktischen Dis­kussionen der letzten Jahre wieder. Dabei wird das fachliche Niveau der Lehrerausbildung in Deutschland immer wieder hervorgehoben, während die pädagogischen und didaktischen Kompetenzen oft nicht ausreichend gefördert werden. Daher wird als Zielsetzung einer Neugestaltung der Lehrerbildung eine stärkere Orientierung am späteren Berufsfeld gefor­dert und damit auch eine bessere Verknüpfung von universitärer Theorie und an der Schule existierender Praxis. Die Studierenden sollen die Mög­lichkeit erhalten in der Planung, Organisation, Gestaltung und Reflexion von Lehr-Lern-Prozessen erste Erfahrungen zu sammeln. Innovative Lehr- und Lernformen sollen daher so konzipiert werden, dass Studieren­de Themen eigenständig inhaltlich gestalten und die Aufgabe der Wis­sensvermittlung und Moderation für ihre Kommilitonen übernehmen.
Ein weiterer hochschuldidaktischer Entwicklungsprozess wurde durch die Erarbeitung von Bildungsstandards für die Lehrerausbildung ausge­löst. Die Formulierung von Standards, die die Stufen bestimmter Qualifi­kationen eines Kompetenzbereiches beschreiben, konkretisieren die An­forderungen an den Lehrerberuf und ermöglichen andererseits die Be­schreibung von Kompetenzentwicklung als Prozess mit aufeinanderfol­genden Ausbildungsstufen. Die Identifikation von Kompetenzstufen in der Ausbildung der Universität führt in der konkreten Planung eines Se­minars zur Formulierung von geeigneten Aufgabenstellungen, die die Kompetenzentwicklung der Studierenden fördert. Die Lehrinhalte eines Seminars, das methodische Vorgehen und der Erwerb eines Leistungs­nachweises werden damit in einen Begründungszusammenhang gestellt.
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Статьи В. Бюндера, М. Янзен, У. Амтора представляют собой общий цикл
под названием «Учиться учить и обучаться преподавать». — Примеч. ред.
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M. Janzen
Die Gestaltung und Reflexion von Lehr-Lern-Prozessen in der univer­sitären Ausbildung, basierend auf konkreten kompetenzorientierten Auf­gabenstellungen wird hier am Beispiel des Seminars „Planung, Durchfüh­rung und Analyse von Unterricht im Fach Chemie“ beschrieben. Für die Studierenden soll dabei eine möglichst authentische Lernsituation ge­schaffen werden, die einen aktiven, selbst gesteuerten und an eine konkre­te Situation gebundenen konstruktiven Lernprozess auslösen kann. Im Folgenden werden die Phasen des Seminars beschrieben.
Phase 1: Theoriegeleitete Erarbeitung wichtiger Aspekte der Unter­richtsplanung.
Das Seminar bereitet auf ein dreiwöchiges Schulpraktikum vor und vermittelt theoretische Kenntnisse und die praktischen Fähigkeiten zur Planung, Durchführung und Analyse von Chemieunterricht. Die Studie­renden sollen dabei im Kompetenzbereich „Unterrichten“ z. B. die Fähig­keit erlangen, auf der Basis einer didaktischen Analyse Chemieunterricht theoriegeleitet zu planen, Lernvoraussetzungen planerisch zu berücksich­tigen und Unterricht selbstkritisch sowie theorie- und kriteriengeleitet zu analysieren und reflektieren. Damit eine aktive Auseinandersetzung mit Lehr-Lernprozessen gefördert wird erhält jeweils eine Gruppe von Studie­renden den Auftrag das Seminar mit einem bestimmten Thema inhaltlich und methodisch zu gestalten. Gegenüber der Dozentin müssen vor der Durchführung die inhaltlichen Schwerpunkte und die Methoden begrün­det werden.
Phase 2: Erarbeitung einer Unterrichtsstunde mit Unterstützung von Lehrkräften.
Die Studierenden arbeiten in dieser Phase in kleinen Gruppen mit je­weils einer Lehrerin oder einem Lehrer einer Ausbildungsschule an der Planung einer Unterrichtsstunde unter Berücksichtigung der vorausge­gangenen Seminarthemen. Dabei bleibt die inhaltliche und methodische Konkretisierung in der Hand der Studierenden. Da die Lehrkräfte die von den Studierenden geplante Unterrichtsstunde selbst halten sollen muß die Vorbereitung in hohem Maße präzise und nachvollziehbar sein. Die Lehrkräfte stehen in allen Fragen der Unterrichtsplanung beratend zur Seite. Die Studierenden wählen für die Hospitation Beobachtungsaufga­ben aus, denen sie während des Unterrichts nachgehen können.
Phase 3: Durchführung der Unterrichtsstunde durch Lehrkräfte der Ausbildungsschulen und Hospitation durch Studierende.
Der Unterricht wird von der Lehrkraft der jeweiligen Ausbildungs­schule nach der Planung der Studierenden umgesetzt und von den Studen­tinnen und Studenten mit gezielten Fragestellungen beobachtet.
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Phase 4: Analyse und Reflexion dieser Unterrichtsstunde.
Die Studierenden fassen ihre Hospitationsaufgaben zusammen und formulieren Verbesserungsvorschläge für die von ihnen geplante und be­obachtete Unterrichtsstunde. In einer Expertenrunde berichten und disku­tieren die Studierenden untereinander ihre Hospitationsergebnisse.
Diese Form der Einbindung von Lehr-Lern-Prozessen in universitäre Seminare und die Integration der schulischen Unterrichtspraxis am Ler­nort Schule wurde im Semester 2010/2011 erstmals erprobt. Erste Ergeb­nisse und Erfahrungen können hier vorgestellt und diskutiert werden.
U. Amthor
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Deutschland)
In der Black Box — Anforderungen an eine Schule
für die Verknüpfung mit der universitären Lehrerausbildung
in der Schulpraxis — am Beispiel der Entwicklungsschule
(Development School)*
Das Lernen lernen — das Lehren lehren.
Schulen beklagen sich oft, dass sie nicht an der pädagogischen und di­daktischen Forschung an den Universitäten und Forschungsinstituten be­teiligt werden. Sie haben vielmehr den Eindruck, dass ihnen solche Kon­zepte übergestülpt und die Erfahrung und Bedürfnisse der Lehrerinnen und Lehrer zu wenig einbezogen werden. Dies gilt besonders, wenn diese politisch motiviert sind.
Zwar haben Lehrer die Chance, sich über Fortbildungen und Fachzeit­schriften über die Fortschritte in ihrem Fach zu informieren. Ihr Einfluss auf die Entstehung solch wissenschaftlicher und (fach)didaktischer Fort­schritte an den Universitäten ist jedoch meist gering. Andererseits leidet manch theoretisch und wissenschaftlich gut geplantes Projekt daran, dass es sich in der Schulpraxis nur begrenzt umsetzen lässt. Oder ein wissen­schaftliches Projekt findet in der Schule großen Anklang, weil es praxis­nah ist und vor allem weil die Lehrer bei der Planung von der Wissen­schaftsseite begleitet und unterstützt werden. Wenn jedoch die Unterstüt­zung nach Ende der Projektphase eingestellt wird, gehen an den Schulen
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Статьи В. Бюндера, М. Янзен, У. Амтора представляют собой общий цикл
под названием «Учиться учить и обучаться преподавать». — Примеч. ред.
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U. Amthor
häufig die bereits gewonnenen Innovationen wieder verloren; der „alte Trott“ zieht wieder ein.
Dabei fließen deren Erfahrungen, Ideen und Anregungen in einen Ent­wicklungsprozess an der Universität zu einem bestimmten Projektthema ein. Die Universität bezieht diese Vorstellungen in ihre Fragestellungen und theoretischen Diskussionen mit ein und gibt ihre neuen Ergebnisse wieder an die Schule. Diese erprobt sie und meldet wieder an die Universität zu­rück. So entsteht ein sich ständig beeinflussender Entwicklungsprozess zwischen Universität und Schule, von dem beide Seiten profitieren.
Ein solcher Prozess wurde in Schleswig-Holstein u.a. in den 1990zi­ger Jahren im PING-Konzept angelegt und entwickelt. Es hatte drei gleichberechtigte Komponenten: Die didaktisch-theoretische Forschung und Entwicklung der Konzeption durch die Universität Kiel (über das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathe­matik (IPN)), die Fortbildung der Lehrer, die in die Konzeption und Wei­terentwicklung der Materialien einbezogen wurden, durch das Lehrerfort­bildungsinstitut IQSH sowie die praktische Erprobung in den beteiligten Schulen und deren Rückmeldungen. Alle drei Gruppen arbeiteten über Jahre in der sogenannten Entwicklungsgruppe gleichberechtigt zusam­men. Diese haben das gesamte Unterrichtsmaterial von PING als druck­reife Vorlagen für die Schulen erstellt. Die Erfahrungen dieser Arbeit flie­ßen in den Vortrag ein.
Für einen solchen rückgekoppelten Entwicklungsprozess müssen an der „Entwicklungsschule“ (Development School), wie eine solche Schule genannt werden kann, bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden oder vorhanden sein.
Der Bericht der Holmes-Group fordert u.a.
• eine bessere Ausbildung der Lehrer an der Universität in fachlicher
und didaktischer Hinsicht,
• eine Unterstützung der Lehrer mit ihren unterschiedlichen Kompe-
tenzen und Fähigkeiten, um sie weiter zu professionalisieren,
• eine enge Zusammenarbeit der Universität mit den Schulen, um die Kompetenzen der Lehrer für die Verbesserung der universitärer Ausbil­dung zu nutzen,
• eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Lehrer an den Schu­len selbst sowie mehr Autonomie und mehr Lernen von einander.
Die Punkte 2 bis 3 sind für Schulen bedeutsam, denn sie fordern eine ziemlich große Herausforderung, denn die Schule, die „Development School“ sein will, muss u.a.
• für sich oder wenigstens einen Fachbereich ein klares Leitbild von
dem erarbeiten, was sie verbessern und entwickeln will;
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• die Fähigkeiten und Kompetenzen der beteiligten Lehrer kennen und für die Arbeit an einem Ziel nutzen können. Dazu muss die Gruppe team­fähig sein;
• bereit sein, Bisheriges in Frage zu stellen und Neues zu wagen, von dem sie u.U. nicht weiß, ob es erfolgreich sein wird;
• ihre Möglichkeiten und Grenzen kennen und beschreiben können;
• Wege finden, einen Informationsfluss zu organisieren, der alle Betei­ligten gleichermaßen einbezieht und dabei Konflikte nicht ausschließt, sondern konstruktiv aufgreift;
• Konsens und Dissens feststellen können;
• sich summativ und vor allem formativ selbst und fremd zu evaluieren;
• technisch und organisatorisch in der Lage sein, innerhalb der Ent­wicklungsgruppe (Schule-Schule, Schule-Universität) Daten und Materia­lien auszutauschen;
• die Gruppe sollte möglichst Hierarchie frei organisiert sein.
С. Григаравичюте
Вильнюсский педагогический университет (Литва)
Мотивационный тест 2010 года:
опыт администратора
В 2010 году в Литве для поступающих на программы обучения образовательных и воспитательных направлений, по окончании ко­торых присваивается квалификация педагога, был введен мотиваци­онный тест. Министр просвещения и науки 5 мая 2010 г. подписал указ «Об описании содержания и порядка сдачи мотивационного теста», где администрирование его проведения было поручено Ас­социации высших лее АВШЛ ООП). В ее обязанности вошло составление расписания сдачи теста, его регламента, оценивающих комиссий и администра­тивных групп, а также подготовка методической инструкции по оце­ниванию. Указом министра была создана группа из девяти наблюда­телей за проведением этого теста и было подтверждено «Описание содержания и порядка сдачи мотивационного теста». В нем пред­ставлены общие положения, содержание и критерии оценки пись­менного опроса, содержание и критерии оценки собеседования, ха­рактеристика осуществления оценки мотивации и формализации ре­зультатов поступающих.
школ Литвы по организации общего приема (да-
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С. Григаравичюте
В течение мая 2010 года была подготовлена документация, не­обходимая для проведения мотивационного теста. Президент АВШЛ ООП Пранас Жилюкас 28 мая 2010 г. подписал Регламент оценива­ния мотивации. В нем было определено, что оно будет проходить в четырех высших школах Литвы: в Вильнюсе — в Вильнюсском пе­дагогическом университете, Клайпеде — Клайпедском университе­те, Шяуляе —
Шяуляйском университете и Каунасе — в здании Каунасской коллегии. Ими были сформированы административные группы, назначены их председатели. Состав был утвержден прези­дентом АВШЛ ООП. В каждой высшей школе созданы апелляцион­ные комиссии.
Каждого поступающего оценивали два члена из соответствую­щей комиссии: один из них был с высшим университетским психо­логическим образованием, второй
— преподавателем любой из высших школ. Оба оценивателя не могли быть из одной и той же ин­ституции. Для членов оценивающих комиссий и председателей ад­министративных групп (из Вильнюса, Клайпеды, Шяуляя и Каунаса) 14 июня 2010 года был проведен инструктаж. Они были ознакомле­ны с Регламентом оценивания мотивации и другими материалами, связанными с
процессом оценивания, подписаны договоры и декла-
рации о конфиденциальности.
Целью данной статьи является обобщение с позиций пред­седателя административной группы опыта мотивационного теста, проведенного в 2010 году.
Председатели административных групп,
их функции, готовность к администрированию
(14—17 июня 2010 года)
Председателями административных групп были назначены: в Каунасе — Раймонда Садаускене, в Клайпеде — Регина Савельева в Шяуляе — Маргарита Вильконене, в Вильнюсе — Сандра Григара­вичюте. Координатором организационных работ доцентом Виль­нюсского педагогического университета Генрикой Шячкувене (ко­торая была членом группы наблюдателей за проведением мотиваци­онного теста) были сформированы 23 пары оценивателей. Желаю­щих сдать тест в Вильнюсе оказалось гораздо больше, чем было за­планировано, это выяснилось 16 июня 2010
года. Пришлось пере-
формировать пары оценивателей, принимая во внимание число заре-
,
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Современное образование: российский и европейский опыт
гистрировавшихся на сдачу. В Вильнюсе вместо 8 предусмотренных пар оценивателей было создано 12, соответственно увеличили число пар администраторов. Данная работа была выполнена председателем административной группы. Она же составила списки пар оценивате­лей и администраторов, распределила аудитории для проверки теста. В обязанности председателя входила организация встречи, расселе­ния, питания, учета рабочего времени оценивателей
из других горо­дов Литвы. Совместно с другими администраторами она подготови­ла памятку-инструкцию, в которой попунктно изложены все дейст­вия и ответственность администратора. До начала работы было ор­ганизовано два заседания, на которых распределили работу между парами администраторов. Одним из них была поручена подготовка и присмотр за аудиториями, вторым — копирование
листов для пись­менного опроса по оцениванию мотивации, третьим — подготовка ежедневных протоколов и ведомостей, четвертым — вывешивание списков и показателей на доске объявлений, пятым — организация кофейный и чайных пауз, шестым — помощь председателю комис­сии по проведению мотивационного теста профессору Оне Монкя­вичене.
Пары администраторов и их основные функции
В Вильнюсе 18—23 июня
2010 года работали 32 администра-
тора. Каждой паре оценивателей помогала пара администраторов. В ее задачи входила подготовка помещения для сдачи теста, предос­тавление соответствующей документации на текущий день: списки сдающих (в 8.00 и 10.00 часов), листы для письменного оценивания мотивации, протоколы для него, ведомости результатов. В конце дня пара администраторов должна была собрать розданные
документы, проверить записи в ведомостях и протоколах и передать их предсе­дателю административной группы. Ему следовало проверить сводку результатов, подписать данные бумаги и передать их секретарю при­емной комиссии доценту Геме Кудабене.
Четырехдневный опыт оценивателей был обсужден на собрании 22 июня 2010 года. Оцениватели высказали свои замечания, наблю­дения, предложения и пожелания.
Председатель административной группы подготовила сводку результатов собрания и 29 июня 2010 го­да направила ее заместителю министра образования и науки Нерии Путинайте и президенту АВШЛ ООП Пранасу Жилюкасу.
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