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Deutsch im Zeichen der US-amerikanischen Exoglossie. Monographie

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Je nach der Zahl der Komponenten, i.e. Sprachen, die den Umgang in einer administrativ-territorialen Formation ermöglichen, sind die

Zweikomponenten-Sprachsituationen am häufigsten vertreten.

An den exoglossen Zweikomponenten-Sprachsituationen sind in der Regel beteiligt

1)Umgangsbzw. autochthone Sprachen,

2)so genannte Verkehrssprachen, auch Lingua franca genannt (NIKOLSKIJ, 1976: 82–83).

Heutzutage wird unter einer solchen eine gemeinsame Sprache eines größeren mehrsprachigen Raums verstanden (BROCKHAUS, 2002). Jeder (freiwillige oder erzwungene) Einfluss einer Verkehrssprache bzw. ihrer Gesamtheit bedingt demnach zwangsläufig eine exoglosse Sprachsituation.

NIKOLSKIJs Taxonomie der Sprachsituationen nach dem Verhaltenscharakter der zusammenwirkenden Sprachen oder ihrer Formen wird noch heute in soziolinguistischen (vorwiegend russischen) Forschungsarbeiten gebraucht. Inzwischen zeigt die weltweite Segregationspraxis der Exound

Endoglossie unzweideutig, dass eine Ausgeglichenheit ausschließlich endoglossen Sprachsituationen anhaftet, die besser als endoglosse

Sprachzustände zu bezeichnen wären, während für die Exoglossie eine funktionale Differenzierung der Kontaktsprachen oder -sprachformen typisch ist. Diese Differenz, die der Begriff „Exoglossie“ impliziert, wird in NIKOLSKIJs Dichotomie „exoglosse vs. endoglosse Sprachsituationen“, die von vielen Forschern im postsowjetischen Raum unhinterfragt verwendet wird, bloß auf die Heterogenität zusammenwirkender Sprachformen reduziert.

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Als wenige Beispiele einer ausgeglichenen exoglossen Sprachsituationen werden in der Regel die Schweiz und Belgien genannt, freilich unter dem Vorbehalt, dass bei einer Bestimmung der Sprachsituation Staatsgrenzen eine entscheidende Rolle spielen, was die Diskussion zwangsläufig auf die Bestimmung der Sprachund Ländergrenzen und nicht der Sprachsituation verlagert. SCHWEIZER und NIKOLSKIJ selbst stellen in ihrem Buch

„Einführung in die Soziolinguistik“ (Moskau, 1978) fest: „In unserer Zeit existiert dieser Typ der Sprachsituation kaum noch, weil die Konsolidierung eines Staats selbst auf einem von verwandten ethnolinguistischen Gemeinschaften bevölkerten Territorium unvermeidlich dazu führt, dass eine Sprachform zur gemeinstaatlichen Verkehrssprache aufrückt. […] Solche Sprachsituationen können heute nur noch in der Geschichte gefunden werden. Als prägnantes Beispiel dient das Deutschland vor der politischen Einigung von 1871, in dem noch keine allgemeindeutsche Verkehrssprache vorhanden war und die Kommunikation innerhalb der Länder hiesige Mundarten ermöglichten“

(SCHWEIZER / NIKOLSKIJ, 1978: 102–110).

METSCHKOWSKAJA schreibt dazu: „Eine ausgeglichene zweisprachige Situation wäre nur dann möglich, wenn die meisten Mitglieder einer Sozietät die beiden Sprachen in vollem Umfang beherrschten, sie in beliebigen

Sprechsituationen benützten und mit Leichtigkeit wechselten, ohne dabei die Sprachsysteme zu verwechseln. Dennoch übersteigt eine vollständige und autonome Beherrschung zweier Sprachen nach Ansicht solcher prominenten

Linguisten wie HAVRÁNEK, MARTINE, HAUGEN die psychischen Fähigkeiten eines durchschnittlichen Menschen“ (METSCHKOWSKAJA, 1972: 84–85). Anders formuliert, kann die Exoglossie heutzutage per

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definitionem keinen Zustand einer funktionalen Ausgeglichenheit zwischen zwei

Sprachen oder ihrer Formen ausdrücken, da es sich dabei um einen besonderen

Typ der Sprachsituation handelt, die für eine Sprachgemeinschaft charakteristisch ist, die aber auch Bestandteil einer komplexen heterogenen

Gemeinschaft sein kann. Folglich sollten die Begriffe „Endoglossie“ und „Exoglossie“ stets unter Berücksichtigung ihrer Implikationen gebraucht werden.

2.2.Der exoglosse Einfluss und das Wahlphänomen

Der exoglosse Einfluss, oder die exoglosse Wirkung, ist das Symptom einer beliebigen exoglossen Sprachsituation und äußert sich in der Asymmetrie eines

Zusammenwirkens zweier Sprachen oder ihrer Formen. Das besagt, dass allein die Anwendung des Begriffs „Exoglossie“ auf eine Nehmersprachkultur bereits von einem Einfluss einer „stärkeren“ Sprachkultur zeugt.

Der exoglosse Einfluss besteht darin (und das ist der Kern der Exoglossieforschung), dass eine Sprachkultur1 den Vorrang einer Sprachkultur2 anerkennt und die letztere zum „Vermittler“ des Sprachmaterials, soziokultureller Normen usw. wählt. In diesem Fall können wir ebenfalls von der Wahl eines sprachkulturellen Entwicklungsweges sprechen, der sich wiederum in der Bereitschaft der Sprachkultur1 zur weiteren Entwicklung mithilfe des überlegenen Potenzials der Sprachkultur2 äußert. Demnach ist in einer Exoglossie der Vorrang der Sprachkultur2 konstant und zu erwarten, während der Einfluss der Gebersprache sekundär gegenüber der Entscheidung der Nehmersprachträger ist.

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Der Einfluss der Gebersprache kann nur dann primär sein, wenn die

Gebersprache beispielsweise die Sprache der Eroberer oder durch eine

Verkehrssprache als besonderen Faktor des exoglossen Einflusses repräsentiert ist. Aber selbst in dieser Situation kann das Wahlphänomen nicht ausgeschlossen werden, welches die Strategie eines weiteren Funktionierens der

Nehmersprache in der Exoglossie ermöglicht.

MUNSKE betont in seinem Vortrag am IDS „Fremdwörter in deutscher Sprachgeschichte: Integration oder Stigmatisierung?“, dass der Begriff „Einfluss“ den Sinn einer Entlehnung entstellt, indem die Gebersprache unnötig hypostasiert und die Rolle der Nehmersprache des öfteren unterschätzt wird

(MUNSKE, 2000).

Also ist für jede Entwicklungsetappe der Nehmersprache das Phänomen einer Wahl entscheidend. Das Wählen der Geberkultur kann freiwillig oder erzwungen sein, aber dessen Symptome sind gleich, denn die Entscheidung der

Nehmersprachkultur ist durch ihren objektiven Rückstand im sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen, politischen u. a. Bereich bedingt. WACHTIN (2001: 11–16) spricht hierbei von einem Zwang und einer Wahl, die „zwei grundlegende Faktoren für einen Sprachwechsel sind“.

Mit dem Phänomen einer freiwilligen Wahl setzt sich FISHMAN in seinem Werk „Beloved Languages“ (CUP, 1997) auseinander, in welchem es sich um die Präferenz anderer Sprachen (an Lautgestalt, geographischem, politischem, wirtschaftlichem Vorteil), deren Wechsel und Rolle im Wandel bestimmter Sprachen handelt. Das anschauliche Beispiel einer Wahl ist der Fremdsprachenunterricht im Rahmen der Schulbildungspolitik (NOSS: educational language policy, zitiert nach Roig, 1999: 11) als eines der

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Einflussbereiche der Sprachpolitik. Die Möglichkeit, zwischen mehreren Sprachen zu wählen, spricht davon, dass die hiesige Sprache relativ entwickelt und meistens eine Verkehrssprache ist, vgl. die Fremdsprachenpolitik an SU-

Schulen, wo den Schülern traditionell Englisch, Deutsch, Französisch zur Wahl standen. Wenn keine Alternative da ist, zeugt das dagegen vom exoglossen Entwicklungscharakter der hiesigen Sprache, vgl. die meisten allgemeinbildenden Schulen im heutigen Russland, wo ausschließlich in

Englisch (britischem oder amerikanischem) unterrichtet wird. Der Grund liegt darin, wie aus der Situation ersichtlich ist, dass das Russische keineswegs minder entwickelt wäre als die beiden Varietäten des Englischen, sondern dass England und Amerika als Orientierungsländer für die Entwicklung des politischen, rechtlichen u. a. Systems Russlands gewählt wurden, weil ihre Sprache weiter verbreitet ist. Dies ist eine Lebensund Überlebensstrategie einer jeden modernen Sprache und Kultur: je näher sie zur Weltsprache Englisch sind, desto höher stehen ihre Überlebenschancen.

Von einer erzwungenen Wahl kann nur gesprochen werden, wenn der

Vorrang einer anderen Sprache unerwünscht ist, dennoch keine Alternative besteht, weil es das „kleinere Übel“ wäre, vgl. das Russische als

Verkehrssprache in Tadschikistan, wo die hiesige Sprache von iranischen Entlehnungen regelrecht überflutet ist.

Die Wahl kann sowohl das Ergebnis eines Einflusses sein, als auch dessen

Ursache. Es genügt, die Studie von SKATTUM zu erwähnen, um festzustellen, dass die Gebersprache nicht immer die dominierende oder Mehrheitssprache ist. Richtig ist m. E. HEINEs Gegenüberstellung der Exound Endoglossie, woraus die Präferenz der Gebersprache von der Nehmersprache erkennbar wird.

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Wenn es also eine Wahl gibt, und die Gebersprachkultur immer überlegen ist, ist für jede einzelne exoglosse Sprachsituation eine Unausgeglichenheit des Funktionsverhältnisses zwischen der Nehmerund der Gebersprache charakteristisch, was ebenfalls aus den Untersuchungen der oben erwähnten ausländischen Linguisten hervorgeht. Die Funktion der Gebersprachkultur als Vertikale bei HEINE oder „beliebte Sprache“ bei FISHMAN ist gegenüber der

Funktion der Nehmersprachkultur immer differenziert. Sicherlich kann es ein

Gegenargument zugunsten einer ausgeglichenen Exoglossie in einer späteren

Entwicklungsetappe geben, wenn der Einfluss der Gebersprachkultur nachgelassen hat und die zusammenwirkenden Sprachen bzw. ihre Formen ausgeglichen werden. Jedoch muss wiederholt werden, dass in jedem einzelnen Fall die Exoglossie innerhalb einer Sprachsituation begriffen ist, und dieser

Begriff eine synchrone Sprachanalyse voraussetzt. Später, wenn ein Ausgleich stattfindet, ist die Sprachsituation bereits erschöpft, i.e. die Nehmersprachkultur hatte sich entwickelt, indem sie das Sprachmaterial, Kulturnormen u. a. der Gebersprachkultur integriert hatte, und die Nehmersprache befindet sich in einer endoglossen Phase. Ob in einer Endoglossie hinwiederum beide Typen des Zusammenwirkens zweier Sprachen oder ihrer Formen nach der Typologie von NIKOLSKIJ möglich sind, muss eine zusätzliche Studie zutage fördern. Präbzw. postexoglosse Sprachperioden, die einen Sprachzustand der kohäsiven

Statik (Balance) implizieren, sind als Endoglossie (zu griech.: endo = innen) zu bezeichnen. Hierbei muss betont werden, dass die Exoglossie vor allem mit einem Entwicklungsbedarf der Nehmersprachkultur durch die überlegene

Gebersprachkultur in sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen, politischen usw. Bereichen zusammenhängt.

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Ergo ist für die Endoglossie ein Zustand der Balance und für die

Exoglossie eine Situation der Unausgeglichenheit charakteristisch. Die Sprachentwicklung kann folglich in Form einer Wellenkurve (s. Abb. 1) dargestellt werden, wo der Anstieg (Vertikale) eine Entwicklungsphase durch

Exoglossie und die „Stufenoberfläche“ (Horizontale) den Zustand eines neutralen Funktionierens der Nehmersprache in der präexoglossen (Feld 1) bzw. postexoglossen (Feld 2) Periode zeigt.

Abbildung 1.

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Präund postexoglosse Phasen entsprechen der Endoglossie und sind durch eine relative Statik gekennzeichnet. Das Kartesische Koordinatensystem veranschaulicht die strukturalistischen Konstanten der Synchronie (X-Achse) und Diachronie (Y-Achse).

Die Entwicklungskurve ist aber keineswegs eine abgeschlossene mathematische Figur für die gesamte Ontogenese einer Sprache; sie spiegelt nur deren Wachstumsdynamik auf einer Entwicklungsetappe und kann Bestandteil einer oder mehrerer komplexen Figuren sein.

Bemerkenswert ist, dass eine Sprache die Exoglossie als Entwicklungsfaktor oder Orientierungsmaßstab nur beschränkt zulässt. Wird die Nehmersprache von der exogenen Sprachkultur umschlossen, bzw. gerät sie in den Sprachraum der letzteren, kann eine starke Assimilation bis auf den kompletten Sprachverlust passieren, wie es derzeit bei den PennsylvanienDeutschen beobachtet wird. Eine Verlangsamung dieses Prozesses ist nur durch eine ausgleichende endoglosse Sprachpolitik möglich, was jedoch bestenfalls zu einer diglossen Stratifikation der zusammenwirkenden Sprachen führen und den

Einflussfaktor wohl schwerlich vermindern wird.

Folglich spielt die geographische Lage einer Nehmersprache für ihren Fortbestand eine zentrale Rolle. Davon ausgehend können zwei weitere Typen der exoglossen Sprachsituationen bestimmt werden:

1) die Nehmersprache befindet sich auf ihrem nationalen Sprachterritorium, i.e. solchem, das mit dem Siedlungsgebiet der Ethnie, dem

Träger diese Sprache, zusammenfällt, oder auf dem Territorium einer der Varietäten der Standardsprache, z. B. des Deutschen in Österreich, des

Englischen in den USA, Kanada, Australien;

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2) die Nehmersprache befindet sich auf dem Sprachterritorium der Gebersprache oder dem einer dritten Sprache, die in der Exoglossiezone der Gebersprache liegt.

Im ersten Fall kann die Exoglossie einen entwickelnden Charakter tragen und die Nehmersprachkultur in der Weltgemeinschaft wesentlich befördern. Der

Charakter des exoglossen Einflusses, je nach dem Typ der zu betreibenden Sprachpolitik (s. Abschn. 2.3.), wird wellenspezifisch sein (s.u.). Die Struktur des kodifizierten Sprachidioms wird eine bilinguale Varianz (Kontaktbilingualismus) zulassen, und die Varianten werden mit ziemlicher Sicherheit diglossal standardisiert.

Wird die Nehmersprache von der exogenen Sprachkultur umschlossen, trägt die Exoglossie in der Regel einen aggressiven Charakter und der

Untergang der Nehmersprachkultur ist nur eine Frage der Zeit. Die Nehmersprache existiert hier als Sprachinsel und die Sprachträger werden stärker auf den Erhalt ihrer kulturellen Identität angewiesen. Das Vorhandensein einer dritten Sprache als eines Dämmungsfaktors kann den Einflusskoeffizienten dezimieren, jedoch nicht den Regress der Nehmersprache verhindern. Eine große Rolle bei einer Verlangsamung dieses Regresses kann die Beziehung zur eigenen Sprachkultur spielen, deren Sprachpolitik unwandelbar auf den Spracherhalt im eigenen Sprachraum und weltweit sowie den Erhalt ihrer Sprachinseln auf fremden Sprachterritorien ausgerichtet sein muss. Leider geht in der Praxis diese Beziehung häufig verloren, und der Regress einer Inselsprachform verläuft ziemlich dynamisch. Da der exoglosse Einfluss meistens von einer Sprachkultur ausgeht und die zusammenwirkenden Sprachen a priori funktional differenziert sind, kann dieser Einfluss eine Entlehnung

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großer Mengen Sprachmaterial zur Folge haben. Sind solche Sprachsituationen in der Geschichte einer Sprache häufig, weist ihr Sprachbestand ganze Strata des entlehnten Sprachmaterials auf. Diese exoglossen Strata sind „Spuren“ der sog.

Entlehnungswellen.

Als Entlehnungswelle wird eine längere Entwicklungsperiode einer

Nehmersprache bezeichnet, wenn die letztere zum Zwecke ihrer eigenen Behauptung, Bereicherung u. dgl. m. vorzugsweise aus einer fremden Kultur Sprachmaterial entlehnte. Typisch für eine Welle ist die relative Intensität, die eine exoglosse Sprachsituation prägt und mit der aus immer nur einer fremden Kultur sprachlicher Stoff entlehnt wird. Intensität und Dauerhaftigkeit sind zueinander direkt proportional und hängen wesentlich vom Bedarf der

Nehmersprachkultur an einer Fortentwicklung ab. Je mehr Entlehnungswellen eine Sprache erfahren hatte, desto immuner wird sie gegen exoglosse Einflüsse.

Infolge einer dauerhaften Entlehnung können ganze exoglosse Strata übernommen werden, manchmal ganze Fachoder Berufslexiken (Soziolekte), vgl. im Deutschen die Seefahrtslexik aus dem Niederländischen oder die

Sprache der Mode, die vor dem zweiten amerikanischen Einfluss noch französisch war. Fremdsprachige Strata können sich gewisse Referenzen vorbehalten, z.B. werden im Deutschen die Bezeichnungen der chemischen

Elemente lateinisch gelesen, während man hierfür im Russischen das griechische Alphabet benutzt.

Sprachsituationen, die zur Herausbildung von Soziolekten oder

Sondersprachen führen, sind in der Geschichte des Deutschen keine Seltenheit. Um 1750 schrieb Voltaire in Potsdam: „Ich bin in Frankreich. Man spricht nur unsere Sprache. Das Deutsche ist nur für die Soldaten und Pferde“ (KRAGL,

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