Deutsch im Zeichen der US-amerikanischen Exoglossie. Monographie
.pdfstatt: Die deutschen Mundarten erfüllen viel beschränktere Funktionen, und keine der fremdsprachlichen Alternativen zum Englischen wird in dem nötigen Umfang beherrscht. Folglich übernimmt das Pidgin-Englisch (Denglisch) die Funktion, die einst die deutsche Hochsprache hatte, i.e. eines der Funktionalstile, nämlich des öffentlichen Verkehrs. Eine fortschreitende
Nivellierung aller Unterschiede durch das amerikanische Englische erfordert längst eine Schärfung des einheitlichen Sprachbewusstseins und eine Stärkung der Rolle einer überregionalen Sprachform mit konsolidierender Funktion. Es geht um keine Sprache, die die Mundarten ersetzt, sondern um eine, die sie verbindet und dadurch ihren Bestand sichert. Die (buchstäblich) Hochsprache als supradialektales System, soweit sie mit den meisten Mundarten sprachgenetisch übereinstimmt, erfüllt sowohl eine konsolidierende, als auch eine identitätsbewahrende Funktion. Der exoglosse Entwicklungskurs kann die Sprachidentität sichtlich gefährden, besonders wenn er in einer nationalen
Selbstverleugnung wurzelt. Die deutschen Mundarten bilden zweifelsfrei eine Vielfalt, in der jedes Glied existenzberechtigt ist, nur lebt diese Vielfalt unter dem Sammelbegriff „deutsche Mundarten, Diaund Soziolekte, Koinai usw.“, also mit einem Attribut, welches unverkennbar eine Identität, also Einheitlichkeit erkennen lässt: deutsch. Diese Identität ist kaum so von einer
Beschneidung der Mundarten wie von der Invasion einer gleichmachenden, alles mit einer Farbe übertünchenden Kultur bedroht, die eher eine stereotype
Lebensgestaltung als Erhaltung der Vielfalt vorsieht. Unter einer konsolidierenden Einheitlichkeit wird dagegen vielmehr eine sprachlichkulturelle Zugehörigkeit der Mitglieder einer Sprachgemeinschaft zueinander verstanden, die sich normativ, stilistisch, funktional usw. in einer Hochsprache
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materialisieren soll. MÜLLER deduziert unter anderen solche Einzelkriterien für die Geltung und Funktion einer Hochund Kultursprache: „Supraregionalität (auch Überregionalität), Intersozialität, Internationalität“ (MÜLLER, 2002:
427). Die aus den Komposita zu extrapolierenden Funktionen der Hochund
Kultursprache bestätigen, dass dieser einheitliche Ausdrucksstandard auf der supradialektalen Ebene als übergeordnetes Stratum mit einer identitätssichernden Funktion vor einer größeren Verkehrssprache (s. Abb. 2) existiert. Die Vernachlässigung dieser Supraform bei Vorhandensein mehreren sprachlichen Subformen (Mundarten) kann zwangsläufig zur Identitätsgefährdung der letzteren führen.
Abbildung 2.
Laut dem im zweiten Kapitel beschriebenen Wahlphänomen sichert eine Sprache ihren Bestand dadurch, dass sie sich entweder einer Verkehrssprache anpasst (Exoglossie) oder ihre eigene Position festigt (Endoglossie). Beide
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Entwicklungsszenarien setzen eine Form der Vereinheitlichung voraus: 1) die exoglosse, i.e. wenn die Sprache in eine größere Sprachidentität aufgenommen wird (Bewegung nach oben; Vertikale), und 2) die endoglosse, wenn sie ihre eigene Sprachidentität durch die Aufnahme kleinerer Sprachformen erweitert
(Horizontale). Die Einheitlichkeit als sprachpolitischer Parameter ist somit eine
Notwendigkeit, wenigstens nach der Erkenntnis: Sprachbünde überleben, zerspaltene (kleinere) Sprachformen segnen das Zeitliche.
Die Formierung und Verbreitung einer Hochsprache erfüllte für die deutschen Mundarten den Tatbestand einer Bewahrung der sprachkulturellen
Identität gegenüber dem Latein. Seine Verdrängung durch die deutsche Kultursprache erfolgte nach dem Diktum von MÜLLER (2002: 428) in vorderster Linie durch Stärkung des Einheitsgefühls, deshalb liegt oft die Bezeichnung „Nationalsprache“ für eine solche supraregionale Sprache nahe.
Die innerhalb der nationalstaatlichen Grenzen zur Geltung kommende Diglossie
„Hochsprache – Mundart“ ermöglicht das Nebeneinanderbestehen vieler genetisch verwandter Standards und stabilisiert die Kulturquellen. Sie schafft sowohl für prätentiöse Kommunikation Raum, als auch für die Alltagssprache(n), konstituiert den natürlichen Übergang von der Herkunft zur
Kultur und sichert differenzierte und folglich vielfaltbewahrende Sprachproduktion. Die Hochund Kultursprache ist kein Prokrustesbett, sondern der Ausdruck der Koexistenz vieler existenzberechtigter Subformen. Der Erhalt dieser Vielfalt wird durch Übernahme und Auswahl dialektaler Sprachmittel in den hochsprachlichen Allgemeinbestand garantiert.
Die deutsche Angst vor der Einheitlichkeit ist ganz anderer Ätiologie: Die negativen Erfahrungen aus der Nazizeit, der Sprachmissbrauch durch
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Aufoktroyierung künstlicher Ausdrucksstandards sorgten bei Personen der älteren Generation für eine ablehnende Haltung gegenüber allem Einheitlichen… auch im Bereich der Sprache. Inzwischen fördern die deutschlandweiten Statistiken zutage, dass gerade eine Einheitlichkeit in vielen
Fragen der Sprachökologie vermisst wird, vgl. die Ergebnisse der SPIEGELUmfrage aus dem Jahr 2006:
-Wie wichtig ist es, dass man sich schriftlich und mündlich korrekt ausdrücken kann? (Normeinheitlichkeit)
98 % der Befragten haben die Frage mit „sehr wichtig / wichtig“ beantwortet.
-Sollte Deutsch als Staatssprache im Grundgesetz festgeschrieben werden? (Einheitlichkeit der Sprachpolitik)
78 % der Personen antworteten bejahend.
-Sollten die Deutschen deutsch-englische Mischwörter wie „brainstormen“ oder „Automaten-Guide“ im Sprachgebrauch vermeiden? (sprachkulturelle Einheitlichkeit)
74 % der Befragten antworteten mit „Ja“.
Wie ein roter Faden zieht sich durch die Umfrageergebnisse der Wunsch nach mehr Einheitlichkeit hindurch: Norm, Sprachpolitik, Sprachkultur – sind alle von der Sprachdemokratisierung betroffen und verlangen eine grundsätzliche Revidierung des sprachpolitischen Leitkonzepts in Deutschland. Die Demokratie sollte eher Garant dafür sein, dass kein Sprachmissbrauch mehr stattfindet. Als Erkennungsparameter gälte hierbei: Wo verletzen wir das Schöne, Freie, Eigenartige und steuern die Sprachentwicklung wider alle
Vernunft. Nicht minder wichtig ist eine ausgewogene Balance zwischen
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exoglosser und endoglosser Sprachpolitik, progressiver und retrospektiver Kodifikation, permissiver und restriktiver Sprachpflege. Sicherlich wird ein Teil der Vielfalt bei der Durchsetzung einheitlicher Sprachnormen verlorengehen. Aber es ist immerhin besser, kalkulierbare Verluste einzugehen, als einer maßlosen Sprachdemokratie zuliebe schwere Sprachund Denkverluste tagtäglich erleiden zu müssen.
Das hier ist keine „Deutschtümelei“ noch ein Sprachunitarismus, sondern eine vernünftige Lebensund Überlebensstrategie. Jede Identität verfügt über eine Norm. Jede Norm impliziert eine Einheitlichkeit. Jede Normvarianz bedeutet nichts Anderes als das Vorhandensein einer Invarianten mit
äquipollenten Explikationen. Jede Ausnahme bestätigt nur die Regel. Normen schaffen die Kulturklammer, die Grundlage für ein intaktes und gesundes
Gesellschaftsdenken bildet. Dieses gesunde Denken seinerseits macht gegen
„Mind-Commercializing“, „Speech-Recycling“ und „easy Talking“ (also gehirnfreies Sprechen) immun. Außerdem sichert die Einheit das Überleben und der Bedarf nach ihr fehlt auch den Deutschen nicht, die am 3. Oktober den Tag der deutschen Einheit feiern. Die Idee des Bundes legt ebenfalls einen Einheitsbedarf der Deutschen frei.
Sicherlich gelinge es den Nachbarn in Frankreich besser als den
Deutschen, gegen sprachliche Übertreibungen zu kämpfen, räumt VOIGT ein. „Auf ihrem Land lasten keine ungeheuren faschistischen Verbrechen. So haben sie weniger Bedenken, ihre sprachliche Identität zu verteidigen. Ihre Maßnahmen wecken daher nicht sogleich Befürchtungen, sie könnten der Verfolgung nationaler und religiöser Minderheiten Vorschub leisten“ (VOIGT,
2000). Sollte etwa der Preis für schwere Verbrechen der Vorfahren die Sprache
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sein, die zum Weltkulturerbe gehört und trotz alledem weltweit gesprochen wird? Sollte man tatsächlich den eigenen Sprachraum nur wegen seiner
Vergangenheit von einer anderen Sprache widerstandslos infiltrieren lassen?
Und wenn „ja“, inwieweit wäre die bevorzugte Fremdsprache dann besser? Wären die Atombomben auf Japan und die Golfkriege nicht etwa genauso viel
Bedenken wert? Sollte man nicht endlich, wie es der Wortlaut der Bibel fordert,
„die Toten ihre Toten begraben lassen“, also sich dem Wesentlichen, den wichtigeren Aufgaben im Leben zuwenden (Sprachpolitik) und alles Hemmende,
Überflüssige (Schuldgefühle und Sprachdemokratisierung) hinter sich lassen?
Der vom CDU-Vorsitzenden Huber neulich abgelehnte Vorschlag des türkischen Ministerpräsidenten, in Deutschland türkische Gymnasien und Universitäten einzurichten, besiegelte einen Durchbruch für das einheitliche Kulturdenken. Ähnlich besteht es mit der Sprache: Vielfalt wird durch Einheitlichkeit gefördert und nicht umgekehrt.
3.2. Vom |
Aussterben |
bedroht: |
Gegenmaßnahmen |
und |
Entwicklungsszenarien
Im zweiten Kapitel wurde festgestellt, dass die Intensivität der exoglossen
Beeinflussung einer Sprache und der Beteiligungsgrad ihrer Träger an der interethnischen Kommunikation direkt proportional zueinander sind. Der exoglosse Einfluss spiegelt internationalen Erfolg ihrer Träger wieder, kann aber für ihre Muttersprache weit reichende Konsequenzen haben. Theoretisch gesehen droht der betroffenen Sprache nach MATTHEIER (2003) ein
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Kontinuitätsbruch und im Extremfall sogar der Tod, wenn ihre exoglosse Beeinflussung über einen langen Zeitraum andauert.
SCHREIBER ist nicht der einzige, dessen rhetorische Frage nach der
Zukunft des Deutschen das Schlimmste fürchten lässt (SCHREIBER, 2006: 182f). „Gibt die deutsche Sprache im Modernisierungsfieber ihren Geist auf?“, fragt ZIMMER doppelsinnig in seinem 1997 erschienen Werk „Deutsch und anders. Die Sprache im Modernisierungsfieber“. In den letzten Jahren hatte die Diskussion über den Bedeutungsschwund des Deutschen sowohl in der Welt, als auch im eigenen Sprachgebiet und den Übergang ganzer Sprachbereiche zum Englischen breite Kreise gezogen. Inzwischen steht fest: die überwältigende Mehrheit der Deutschen macht sich Sorgen um ihre Sprache und fordert aktive
Maßnahmen seitens des Staats.
Der von Germanisten zunehmend beklagte „Untergang“ der deutschen Sprache und Kultur rief eine Diskussion über die sog. Gegenmaßnahmen ins Leben. Noch 1998 stellte SANFORD fest: „Trotz zahlreicher Diskussionen sind jedoch noch keinerlei Maßnahmen getroffen worden, die eine vielleicht ernstliche Gefährdung der deutschen Sprache verhindern helfen könnten“.
ZIMMER verlangte ein Jahr früher: „Es müsste in den von der Anglisierung betroffenen gemeinsprachlichen Bereichen nur die Menge und
Tiefe der Codesprünge vermindert werden, so dass insgesamt der deutsche Code gefestigt würde und überall als unbezweifelte „Folie sprachlicher Richtigkeit“ bestehen bliebe. Hier eine Übersetzung, dort eine lautliche oder orthographische Anpassung, alles nur soweit und mit dem einzigen Ziel, die zugereisten Wörter in sämtlichen grammatischen Zusammenhängen frei gebrauchen zu können – schon das würde viel bewirken“ (ZIMMER, 1998: 85).
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Wie aus dem Gesamtkonzept dieser Arbeit hervorgeht, kann dem exoglossen Einfluss zweierlei entgegengewirkt werden:
1) man betreibt die endoglosse Sprachpolitik und verschließt sozusagen die Kulturklammer, d.h. entzieht große Bereiche des öffentlichen Lebens dem fremdsprachigen Einfluss z.B. dadurch, dass die Unterhaltungskanäle dazu verpflichtet werden, mindestens 40 Prozent muttersprachlicher Lieder zu senden (vgl. das Loi Toubon weiterhin im Text);
2) man setzt den exoglossen Entwicklungskurs fort, wodurch die Kulturklammer noch mehr geöffnet und die Sprache noch stärker von außen beeinflusst wird. Dann droht Zerstörung der einheitlichen Kultur entweder durch Überfremdung oder durch den Multikulturalismus, wie der amerikanische Soziologe und Philosoph CHARLES TAYLOR (1998: 14) feststellt.
Folglich sollte eine Entwicklungsstrategie auf einem proportionierten
Verhältnis zwischen der endoglossen und exoglossen Sprachpolitik aufbauen, welches die fremdsprachigen Einflüsse und ihre Abwehr harmonisch ausgleicht.
Implizite erstrebt HOBERG (2000: 314) einen solchen Ausgleich zwischen dem exoglossen und endoglossen Entwicklungskurs, indem er vier
Möglichkeiten vorschlägt, „sich gegenüber dem englischen Einfluss zu verhalten:
a)Man tut gar nichts, weil man hier – modisch ausgedrückt – keinen Handlungsbedarf sieht, weil man an Selbstregulierung der Sprachentwicklung glaubt oder – resignierend – diese Entwicklung nicht für beeinflussbar hält.
b)Man ruft nach dem Staat, nach Gesetzen oder Bestimmungen, die den englischen Einfluss unterbinden, einschränken, kanalisieren sollen. In
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diesem Zusammenhang wird häufig auf Frankreich verwiesen, wo alles besser sei, aber kaum jemand kennt die französischen Bestimmungen genau und kaum jemand weiß, welche Auswirkungen sie auf den
Sprachgebrauch haben.
c)Man attackiert, diskriminiert oder boykottiert Personen oder Institutionen, deren Anglizismengebrauch einem missfällt, um dadurch Veränderungen im Sprachgebrauch zu erzwingen.
d)Man entwickelt rational begründete Kriterien und diskutiert sie in der
Öffentlichkeit und vor allem mit Institutionen, die Normen setzen und Vorbildfunktionen haben können, insbesondere mit den Schulen,
Hochschulen, Institutionen der Erwachsenenbildung und den Medien.“ Fasst man HOBERGs sprachpolitische Vorschläge zusammen, ergeben
sich folgende Entwicklungskonzepte:
a)Passivität (radikalisierte Exoglossie);
b)Restriktion des Englischen auf der Staatsebene (radikalisierte Endoglossie);
c)Pönalisierung der sog. „Sprachhunzer“ (radikalisierte Endoglossie);
d)Weitere Sprachdemokratisierung (Exoglossie).
Anschließend führt HOBERG seine von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) unterstützte und von ihrer Kommission „besseres Deutsch“ verabschiedete Konzeption der letztgenannten Haltung an, die logischerweise als vernünftigster Entwicklungsweg angesehen wird: „[…] jeder Einzelne muss entscheiden, wie er mit Fremdwörtern umgeht. Zwar gibt es vor allem in der fachbezogenen
aber in den meisten Fällen steht uns die Entscheidung frei.
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Der Einzelne braucht aber Argumentationshilfen von kompetenten
Personen und Institutionen. Hierzu gehören natürlich Germanisten, Sprachdidaktiker, Schulen und Universitäten, die sich keineswegs, wie oft behauptet wird, dieser Aufgabe entziehen, deren Einfluss in der Öffentlichkeit aber offensichtlich nicht allzu groß ist. Daher kommt Institutionen wie der GfdS eine besondere Bedeutung zu. Sie wird zusammen mit der Dudenredaktion
Bewertungskriterien für „Besseres Deutsch“ erarbeiten, bei denen es – neben vielen anderen Sprachfragen – auch um Anglizismen geht, vor allem darum, ob sie der Bereicherung und Differenzierung der eigenen Sprache dienen, in welchen Textsorten (z. B. Mediensprache, Werbesprache, Jugendsprache) sie vorkommen und warum und wie sie sich lautlich, orthographisch und grammatisch integrieren lassen“ (HOBERG, 2000: 315).
In den meisten Punkten hat der Germanist recht: die Vorherrschaft des Englischen wird sich mit der Zeit nicht unbedingt verringern und die
Zusammenarbeit von normsetzenden Institutionen ist für eine Aufbesserung der heutigen Sprachsituation in Deutschland von entscheidender Bedeutung. Was jedoch die Konzeption selbst anbelangt, ist sie von gravierenden theoretischen
Mängeln durchzogen.
Erstens ist für die Entwicklung der Sprache nicht jeder Einzelne, sondern die Sprachgemeinschaft insgesamt verantwortlich, die zwar jeden Einzelnen mit versteht, aber nicht jedermanns Meinung berücksichtigen kann. Sollte jeder an der Entscheidung beteiligt sein, wie mit Fremdwörtern umzugehen sei, kann die Situation sehr schnell außer Kontrolle geraten. Grund: Die Norm entsteht zwar chaotisch, d.h. sie wird von Sprechern selbst weitgehend beeinflusst, man kann aber nicht jeden Einzelnen zum Normsetzer ernennen, nur weil man hier der
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