Профессионально-ориентированные аутентичные тексты на немецком языке. Учебное пособие
.pdfText. Die Osteoporose.
Die Osteoporose zählt zu den Erkrankungen des Bewegungsapparates. Dies ist die häufi gste generalisierte (allgemeine) Knochenerkrankung, welche sich in einem Zuwenig an Knochenmasse äußert. Patienten, die an Osteoporose leiden, sind deutlich anfälliger für Knochenbrüche. Osteoporose wird auch als Knochenschwund bezeichnet und betrifft häufi g Frauen nach den Wechseljahren. Doch auch Männer im fortgeschrittenen Alter können natürlich von der Krankheit betroffen werden. Osteoporose tritt vorwiegend an der Wirbelsäule auf. Die verformten Wirbel führen zu charakteristischen Haltungsstörungen. Langfristige Folgen dieser Krankheit sind die Ausbildung eines Rundrückens sowie ein Größenverlust um mehrere Zentimeter. Besonders wichtig für Osteoporose-Patienten ist richtige Ernährung; insbesondere ausreichend Kalzium und Vitamin D sollen aufgenommen werden.
Text. Rachitis.
Rachitis (griechisch rhachis) bezeichnet eine Erkrankung des wachsenden Knochens mit gestörter Mineralisation der Knochen und Desorganisation der Wachstumsfugen bei Kindern. Das der Rachitis entsprechende Krankheitsbild im Erwachsenenalter ist die Osteomalazie. Rachitis ist auf eine erniedrigte Konzentration des Kalzium-Produktes im Blut und dadurch verursachte hormonelle Gegenregulationsmechanismen zurückzuführen. Die häufi gste Kalziummangel-Rachitis wird meist durch eine erworbene Vitamin-D-Stoffwechselstörung oder eine mangelnde Kalziumaufnahme mit der Nahrung hervorgerufen. Zu den Symptomen gehören neben Wachstumsstörungen mit Verformungen der Knochen insbesondere Auftreibungen der Knorpel-Knochen-Grenzen an den Wachstumsfugen. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Sie besteht in einer Substitution von Vitamin D, gegebenenfalls zusätzlich von Kalzium. Von den Nahrungsmitteln haben Lebertran, Fisch und Eidotter einen hohen Gehalt an Vitamin D. Zurzeit ist die Rachitis in Deutschland praktisch völlig verschwunden. Sie ist auch heute noch in den armen Ländern der Welt stark verbreitet.
die Wachstumsfuge – симфиз, срастание die Auftreibung – расширение dieSubstitution – замещение.
Text. Die Muskelschmerzen (Myalgie).
Muskelschmerzen (Myalgie) sind stechende, krampfhafte und ziehende Schmerzempfindungen in der Muskulatur. Der Begriff Myalgie setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern myos (Muskel) und algos (Schmerz). Muskelschmerzen können ausgebreitet (diffus) oder an einer bestimmten Stelle des Körpers (lokal) auftreten. Grundsätzlich kann jeder der über 600 Muskeln im Körper wehtun.
Für den Körper sind nicht nur Muskelschmerzen, sondern alle Schmerzen ein wichtiges Signal. Verschiedene Reize können Schmerz auslösen: beispielsweise Wärme oder Kälte (thermisch), Druck oder Stoß (mechanisch) sowie elektrische und chemische Einwirkungen. Für die Übermittlung dieser Reizempfindungen sind sogenannte Schmerzrezeptoren verantwortlich: Dies sind freie Nervenendigungen, die sowohl oberfl ächlich in der Haut als auch in der Tiefe liegen – in Muskeln,
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Sehnen und Bändern sowie in den einzelnen Organen. Wenn die Schmerzrezeptoren einen Schmerzreiz an das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) übermitteln, erreicht dieser das zentrale Nervensystem als zunächst wertfreies Signal. Dort verarbeitet das zentrale Nervensystem den Reiz zu einer unangenehmen Empfindung mit einem bestimmten Ziel: Der Körper soll eine Folgereaktion auslösen, um den Schmerz zu vermeiden. In der Regel sind Muskelschmerzen harmlos. Auslöser sind zumeist Muskelverspannungen (Myogelosen) und Muskelverletzungen. Daneben kann eine Myalgie als Symptom verschiedener Infektionskrankheiten auftreten. In seltenen Fällen sind Krankheiten des Skeletts, Gelenkverschleiß (Arthrose), Muskelkrankheiten oder Erkrankungen des Nervensystems für die Schmerzen in den Muskeln verantwortlich.
Text. Der Blutdruck.
Der Blutdruck ist die Kraft, die das Herz dem Blut mit auf den Weg gibt. Der Arzt misst ihn mit einer Armmanschette und Druckmessgerät. Man erhält dabei zwei Messwerte: Der erste entspricht dem Blutdruck, wenn das Herz sich zusammenzieht, der zweite ist der Druck zwischen den Herzschlägen. Der Blutdruck zeigt an, ob Herz und Kreislauf gesund sind.
In den Kapillaren findet der Stoffwechsel zwischen Blut und Gewebe statt. Sauerstoff gelangt von den roten Blutzellen durch die Kapillarwände zu den Zellen. Kohlendioxid und andere Abfallstoffe gehen den umgekehrten Weg. Andersherum ist es in der Lunge:Hier nimmtdasBlutSauerstoffaufund gibtKohlendioxidab.
Ein Bündel aus zehn Kapillaren wäre dünner als ein Haar. Jede Kapillare hat einenDurchmesser von sieben bis zehn Tausendstel Millimeter. Die Wand einer Kapillare besteht aus einer einzelnen Zellschicht und ist etwa einen Zehntausendstel Millimeter dick. Durch so dünne Wände können Substanzen die Kapillare leicht verlassen oder in sie eindringen. Das ist wichtig für den Stoffwechsel, denn das Blut muss Nährstoffe ans Gewebe abgeben und Abfallstoffe aufnehmen können.
Wenn das Herz Blut in die Arterien drückt, dehnen diese sich vorübergehend aus. Diese Dehnung, die bei jedem Herzschlag stattfi ndet, ist der Puls. An Stellen, wo die Arterien dicht unter der Haut liegen, zum Beispiel am Handgelenk oder am Hals, kann man ihn fühlen.
sich ausdehnen – растягиваться, расширяться. die Pulsmessung
das Bündel – пучок;
der Durchmesser – диаметр.
der Abfallstoff – продуктраспада; der umgekehrte Weg – обратный путь.
Text. Der Körperkreislauf.
Während die Arterien, im Körperkreislauf vom Herzen wegziehend, das sauerstoffreiche Blut den Organen mit ihren Haargefäßen (Kapillaren) zuführen, haben die Venen die Aufgabe, das sauerstoffarme und schlackenstoffreiche Blut aus den Organkapillaren wieder zu sammeln und dem Herzen zurückzuführen. Einem Abwassersystem ähnlich, vereinigen sich kleinere zu immer größeren Ve-
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nen, die schließlich sich zur oberen und unteren Hohlvene, aus der oberen bzw. unteren Körperhälfte kommend, formieren. Beide münden dann nebeneinander in den rechten Herzvorhof. Von da gelangt das Blut in die rechte Herzkammer und von dort über die Lungenarterien in die Lunge, wo das sauerstoffarme Blut wieder mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff angereichert wird. Aus der Lunge strömt das sauerstoffreiche Blut durch die Lungenvenen zum linken Herzen zurück, d.h. Herzkammer. Aus ihr gehen schließlich die Arterien hervor, so dass damit der Lungenund Körperkreislauf geschlossen sind.
Text. Der Herzinfarkt.
Führen Durchblutungsstörungen am Herzmuskel zum Absterben von Herzmuskelgewebe, handelt es sich um einen Herzinfarkt. Eine plötzliche, starke Verengung oder der Verschluss einer Herzkranzarterie ruft das Absterben des Versorgungsbezirks dieser Arterie am Herzmuskel hervor. Es darf nicht verschwiegen werden, dass es sich dabei um eine lebensbedrohliche Komplikation handelt. 40 % aller Hochdruckkranken sterben am Herzinfarkt, wobei ergänzt werden muss, dass der Infarkt insgesamt eine der häufi gsten Todesursachen ist.
Aber auch hier hat die moderne Medizin dem Arzt Mittel in die Hand gegeben, um diese akute Erkrankung wirksam behandeln zu können. Sie äußert sich durch meist plötzlich auftretende, sehr starke Schmerzen hinter dem Brustbein oder in der linken Brusthälfte-verbunden mit Angstgefühl, Schweißausbruch, auch A- temnot, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen. Entscheidend für den Erfolg der Behandlung des Infarkts ist der Zeitpunkt ihres Einsetzens. Bei der Hälfte der Patienten, die am Infarkt sterben, tritt der Tod ein, bevor der Patient ins Krankenhaus eingeliefert wird. Je früher ein Infarktkranker ärztliche Behandlung erhält, umso besser können auftretende Komplikationen beherrscht werden.
Text. Fette, Proteine und Kohlenhydrate.
Die Nahrung enthält sieben bedeutsame Nährstofftypen. Die Hauptgruppen sind Fette, Proteine und Kohlenhydrate. In kleinen Mengen kommen Vitamine und Mineralstoffe (Spurenelemente) vor. Die meisten Lebensmittel enthalten
Wasser, und in pflanzlicher Kostfinden sich die unverdaulichen Ballaststoffe. Etwa 24 Stunden bei einer durchschnittlichen Mahlzeit. Vier Stunden bleibt
die Nahrung im Magen, dann durchläuft sie in sechs Stunden den Dünndarm und in sechs bis sieben Stunden den Dickdarm. Nach weiteren sechs bis sieben Stunden im Mastdarm werden die Reste in Form von Kot ausgeschieden.
Proteine (auch Eiweiße genannt) sind für alle Lebewesen unentbehrlich, denn sie sind die Bausteine des Körpers. Man fi ndet sie unter anderem in Käse, Eiern, Fisch, Fleisch und Sojabohnen. Proteine bestehen aus chemischen Aminosäuren. Wenn das Protein verdaut ist, gelangen die Aminosäuren mit dem Blut zu den Zellen, wo sie dem Aufbau neuer Proteine und damit dem Wachstum des Körpers dienen.
Gallensaft entsteht in der Leber unter anderem aus verbrauchten roten Blutzellen. Er wird in der Gallenblase gespeichert und fließt durch den Gallengang in
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den Dünndarm. Gallensaft zerlegt Fette zu kleinen Tröpfchen, die leichter verdaulich sind.
Die Farbe des Gallensaftes schwankt vonbraunbis grünlichgelb. Siebesteht aus zwei Farbstoffen, einem roten (dem Bilirubin) und einem grünen (dem Biliverdin). Beide Farbstoffe entstehen, wenn die Leber das rote Hämoglobin aus den verbrauchten Blutzellenabbaut.Sie werden überdieGallenflüssigkeitausgeschieden.
Die Leber hat viele Aufgaben. Besonders wichtig ist, dass sie die verdaute Nahrung weiterverarbeitet und speichert oder an andere Körperbereiche ver-
teilt. Die Leber baut Fette ab, beseitigt Giftstoffe, stellt wichtige Blutproteine her und speichert Vitamine und Eisen.
Die Leber hat viele Aufgaben. Besonders wichtig ist, dass sie die verdaute Nahrung weiterverarbeitet und speichert oder an andere Körperbereiche ver-
teilt. Die Leber baut Fette ab, beseitigt Giftstoffe, stellt wichtige Blutproteine her und speichert Vitamine und Eisen.
vorkommen – здесь: иметься. zerlegen – разлагать
Text. Bluthochdruck.
Eine der häufigsten Erkrankungen des Menschen ist die primäre Hypertonie. Sie ist einer der wichtigsten Wegbereiter der Arteriosklerose. Mehr als 4 % der Bevölkerung (nach anderen Statistiken allerdings weniger als 1 %) leiden an einer primären Hypertonie; bei über 40-jährigen liegt die Erkrankungshäufi gkeit höher als 25 %. Bei verschiedenen Völkern bestehen Unterschiede sowohl in der durchschnittlichen Blutdruckhöhe als auch in der Erkrankungshäufi gkeit an primärer Hypertonie. Der durchschnittliche Blutdruck der deutschen Bevölkerung liegt etwas höher als derjenige der weißen Amerikaner. Am höchsten ist er bei den Italienern, am niedrigsten bei den Ostasiaten. Die primäre Hypertonie ist sehr häufig bei den Negern Nordamerikas und Westindiens. Es folgen in der Häufigkeitsskala England, die weiße Bevölkerung der USA und Deutschland. Nach statistischen Untersuchungen geht die Häufigkeit des Hochdrucks parallel zu einem erhöhten Kochsalzkonsum. Auch gibt es deutliche Indizien für einen Zusammenhang zwischen der menschlichen Ernährung und der Hypertonie. Nach den Ergebnissen vieler erbbiologischer Untersuchungen ist ein hereditärer Einfluss bei der essentiellen Hypertonie sicher. Ein multifaktorieller Erbgang ist am wahrscheinlichsten. Personen mit Übergewicht zeigen höhere systolische und diastolische Blutdruckwerte als Normalgewichtige; ihr Anteil an Hypertonikern ist größer, Hypotonien sind seltener. Übergewicht ist der wichtigste bekannte Einzelfaktor für die Entwicklung eines hohen Blutdrucks.
Text. Was geschieht in der Leber mit den Giftstoffen?
Bei manchen chemischen Reaktionen im Körper entstehen Giftstoffe als Nebenprodukte. Auch unsere Nahrung kann giftige Bestandteile enthalten. Die Leber macht aus vielen derartigen Substanzen ungefährliche Verbindungen, die dann entweder weiterverwertet oder über die Nieren ausgeschieden werden. Ein
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Giftstoff, der auf diese Weise abgebaut wird, ist der Alkohol. Einige Stoffe, die inhaliert oder eingenommen werden, kann die Leber nicht verarbeiten. Tetrachlorkohlenstoff wirkt z. B. als Lebergift.
Text. Warum haben wir einen Blinddarm?
Der Blinddarm ist vermutlich ein übrig gebliebenes Organ, das für unsere frühesten Vorfahren nützlich war. Er ist ein etwa 10 cm. langer Fortsatz des Dickdarms. Bei manchen Säugetieren, die viel pflanzliche Nahrung fressen, wie z.B. Kaninchen, ist der Blinddarm größer und von Bakterien besiedelt, die die Zellwände von Pflanzen abbauen können. Beim Menschen erfüllt er keinen Zweck.
Text. Was sind Gallensteine?
Gallensteine sind Gebilde aus fester Masse. Es handelt sich dabei nicht, wie der Name Gallensteine vermuten lässt um Steine, sondern um verfestigte körpereigene Bestandteile. Sie können sowohl in der Gallenblase als auch im Gallengang entstehen. In diesen Organen, in denen sich eigentlich nur flüssige Substanzen befinden sollten, können sie einen Reiz und ein Hindernis für den Fluss der Gallenflüssigkeit darstellen.
Bei einem Steinleiden des Gallensystems spricht man allgemein von Cholelithiasis, befinden sich die Steine im Gallengang, von Choledocholithiasis (Gallengangssteinen), in der Gallenblase von Cholezystolithiasis (Gallenblasensteinen). Gallensteine, die über lange Zeit in der Gallenblase bleiben, können eine Entzündung / Reizung der Gallenblasenwand verursachen. Eine solche Gallenblasenentzündung nennt man Cholezystitis. Als Porzellangallenblase bezeichnet man eine Gallenblase mit verdickter und verkalkter Blasenwand, die im Röntgen sichtbar ist.
Text. Welche Funktionen hat der Dickdarm?
Der Dickdarm (Kolon) schließt sich an den Dünndarm an. Er beginnt mit dem Blinddarm und endet mit dem Mastdarm. Eine intensive Resorption von Nährstoffen erfolgt hier nicht mehr, es werden nur noch Wasser und Salze aufgenommen. Etwa 500 bis 600 Milliliter Nahrungsbrei erreichen den Dickdarm. Die Hauptaufgabe des Dickdarmes ist die Aufnahme, Eindickung und Weitergabe der unverdauten Nahrungsreste. Die wenigen unverdauten Nahrungsbestandteile werden 1 – Gallengang aus der Leber; 2 – Gallengang; 3 – Bauchspeicheldrüsengang; 4 – Aufstau im Gallengang; 5 – Aufstau im Bauchspeicheldrüsengang; 6 –Bau- chspeicheldrüse; 7 – Zwölffingerdarm; 8 – Gallenstein vor der Papille (Mündung des Gallengangs); 9 – Gallensteine in der Gallenblase; 10 – Gallenblase; 11 – Gallenstein im Ausführungsgang der Gallenblase durch Darmbakterien weiter abgebaut. Die Bakterien bilden gleichzeitig Vitamine, die ebenfalls resorbiert werden. Der nun gebildete Stuhl enthält nur noch 100 Milliliter Wasser. Mit Hilfe der Längsmuskulatur wird der Stuhl in den Mastdarm befördert.
Text. Die Zuckerkrankheit.
Der primäre genuine Diabetes ist eine Erbkrankheit. Nur die Krankheitsbereitschaft, nicht die Krankheit selbst wird vererbt. Die Erkrankungshäufigkeit an Diabetes beträgt in Deutschland ca. 2 bis 3 %. Nur ein kleiner Teil der Personen mit erheblicher Belastung wird im Laufe seines Lebens zuckerkrank. Der häufigste
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und wichtigste manifestationsfördernde Faktor ist die Adipositas. Auch Infekte, Stresssituationen und endokrine Regulationsstörungen (Pubertät, Gravidität, Klimakterium) können manifestationsfördernd wirken. Der Diabetes «mellitus» im engeren Sinne mit Hyperglykämie und Glukosurie ist die Endphase einer langen Entwicklung und nicht der Beginn der Erkrankung. Die Pathogenese ist durch den relativen bzw. absoluten Insulinmangel bestimmt.
Jugendliche Diabetiker sind meist normoder untergewichtig (starker Insulinmangel), besitzen labile Blutzuckerwerte, neigen zu Ketoazidose und Hypoglykämie, reagieren gut auf Insulin. Altersdiabetiker sind fast immer übergewichtig, die Blutzuckerwerte sind stabil, sie neigen kaum zu Ketoazidose oder Hypoglykämie, sind relativ insulinresistent, reagieren aber gut auf Sulfonylharnstoffe. Bei entsprechenden Symptomen und Glucosurie darf ein Diabetes mellitus angenommen werden. Die vorläufige Diagnose wird durch den Nachweis eines erhöhten Nüchternblutzuckers (über 130 mg % enzymatisch im Kapillarblut gemessen) gestellt. Diese vorläufige Diagnose soll durch wiederholte Blutzuckerbestimmungen gesichert werden. In Zweifelfällen müssen Diabetessuchtests durchgeführt werden.
Genuine = angeboren
die Krankheitsbereitschaft – предрасположенность manifestationsfördernd – индуцирующий
die Adipositas = das Übergewicht
neigen – иметьпредрасположенностькчему-либо die Hemmung – торможение; задержка; подавление.
Text. Die Arbet der Lungen.
Pflanzen stellen mit der so genannten Photosynthese ihre Nährstoffe her und geben dabei Sauerstoff ab. Sie nehmen Wasser und Kohlendioxid auf, und mit der Energie aus dem Sonnenlicht machen sie daraus Sauerstoff und Zucker.
Deshalb bleibt der Sauerstoffgehalt der Luft immer ziemlich gleich. Wir brauchen den Sauerstoff nicht auf, weil die Pflanzen ihn ständig nachliefern.
Auf dem Weg durch die Nase wird die Luft angewärmt, angefeuchtet und gereinigt. Das ist für die Lunge angenehmer und gesünder als ungefilterte
Luft, die durch den Mund einströmt. Winzige Haare in der Nase filtern Schmutz heraus. Er wird zum Teil vom Nasenschleim festgehalten und gelangt in den Rachen, wo er verschluckt wird.
Kurz vor dem Husten ziehen sich die Stimmbänder stark zusammen, und die Brustmuskeln spannen sich. Dann entspannen sich die Stimmbänder plötzlich, und die Luft schießt aus der Lunge. Der Husten ist wichtig, denn er entfernt Reizstoffe aus Rachen und Luftwegen. Er solle daher nicht unterdrückt werden.
Zigarettenrauch lähmt die Bewegung der winzigen Haare in den Luftwegen. Deshalb wird der Schleim nicht mehr nach oben befördert und verschluckt, sondern sammeltsichinder Lungean.Der HustensolltedenSchleimhinausbefördern.
Die Lunge ist das wichtigste Atmungsorgan. In ihrem Inneren führen Bronchiolen zu vielen tausend Lungenbläschen, wo der Sauerstoff aus der Luft gegen
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das Kohlendioxid aus dem Blut ausgetauscht wird. Der Sauerstoff gelangt dann mit dem Blut zu allen Körperzellen.
Beim Rauchen gelangt über die Lunge ein starkes Gift ins Blut, das Nikotin. Es lässt den Blutdruck steigen und macht süchtig. Rauchen erhöht unter anderem die Gefahr von Herzkrankheiten und das Risiko für Lungen-, Rachenund Mundkrebs. Jedes Jahr sterben viele Menschen an Krankheiten, die mit dem Rau-
chen zusammenhängen.
Text. Asthma.
Asthma ist eine Atemwegserkrankung mit Anfällen von Atemnot. Das Atmen wird zumBeispieldurcheingeatmeteReizstoffeerschwert,inmanchenFällenauch
durch Stress oder durch einen Wetterwechsel. Bei einem Asthmaanfall verengen sich die kleinen Luftwege in der Lunge, und der Betreffende bekommt kaum noch Luft. Durch Inhalieren eines medizinischen Sprays kann man einen akuten Asthmaanfall mildern. An die Atmung brauchen wir nicht zu denken, weil uns ein bestimmter Gehirnteil diese Aufgabe abnimmt.
Das Atemzentrum liegt im verlängerten Mark, einer Verdickung am Übergang vom Gehirn zum Rückenmark. Es ist ein verblüffend empfindlicher chemischer Sensor. Bei Anstrengung steigt die Kohlendioxidkonzentration im Organismus. Das Atemzentrum nimmt den Anstieg wahr und befiehlt Atemmuskeln und Zwerchfell, stärker zu arbeiten. Mit dem Willen können wir das Atemzentrum beeinflussen und den Atemrhythmus verändern.
das Mark – мозг
der Wetterwechsel – изменение погоды mildern – смягчать, облегчать
Gleich – равный, одинаковый aufbrauchen – израсходовать, использовать die Stimmbänder (Pl) – голосовые связки der Reizstoff – раздражитель unterdrücken – подавлять
lähmen – парализовать.
süchtigmachenвызвать непреодолимое желание, зависимость
Text. Wie entsteht das Schnarchen?
Die am weitesten verbreitete Form des Schnarchens entsteht, wenn das weiche Gewebe im Rachen beim Schlafen zusammen fällt. Dabei werden die Luftwege zur Lunge teilweise blockiert, und es entstehen Schwingungen, die man als Schnarchgeräusch hört. Durch Veränderung der Schlaflage kann die Behinderung der Nasenatmung und damit das Schnarchen in manchen Fällen abgestellt werden.
Beim Sprechen oder Singen strömt Luft aus der Lunge an den Stimmbändern vorbei. Ist der Spalt zwischen den Stimmbändern fast geschlossen, entsteht ein hoher Ton. Je weiter sich der Zwischenraum öffnet, desto tiefer wird die Tonlage. Die Geschwindigkeit des Ausatmens bestimmt die Lautstärke: Je schneller, desto lauter. Lippen und Zunge formen die Töne zu Worten.
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Text. Ausscheidungsorgane.
Ausscheidungsorgane, die Abfallstoffe beseitigen, sind Lunge, Nieren, Leber und Haut. Die Haut sondert Schweiß ab, die Lunge befördert das Kohlendioxid nach außen und die Nieren scheiden u. a. Wasser und Salze aus. Die Abbauprodukte aus der Leber gelangen entweder über die Nieren in den Urin oder über die Gallenblase in den Darm und von dort ebenfalls nach außen.
Urin besteht vorwiegend aus Wasser mit vielen gelösten Abfallstoffen und Salzen. Die Abfallstoffe würden den Körper vergiften, wenn sie nicht ausgeschieden würden. Die gelbe Farbe des Urins entsteht durch Substanzen, die in der Leber beim Abbau von Hämoglobin aus verbrauchten Blutzellen gebildet werden.
Urin ist die Flüssigkeit, die in den Nieren entsteht. Sie enthält die aus dem Blut gefilterten Abfallstoffe. Der Urin fließt aus den Nieren über die Harnleiter in die Blase und von dort durch die Harnröhre nach außen. Urin hat desinfizierende Wirkung. Der Urin fließt durch die Harnleiter aus den Nieren in die Harnblase, einen Muskelsack, der etwa einen halben Liter Urin aufnehmen kann.
Die künstliche Niere filtert das Blut durch die so genannte Dialyse. Durch eine Nadel im Arm des Patienten fließt das Blut in die Maschine. Dort wird es durch Spezialschläuche gepumpt, die sich in einer Flüssigkeit befinden. Die Abfallstoffe wandern aus dem Blut in die Flüssigkeit, und Stoffe, die der Körper braucht, gehen den umgekehrten Weg. Anschließend wird das gereinigte Blut wieder in den Kreislauf des Patienten zurückgeleitet. Dieses Prinzip nennt man auch Blutwäsche.
Bei Nierenversagen wird das Blut in der künstlichen Niere gefiltert. Es muss mal durch die Maschine laufen, bis es richtig sauber ist. Ein Nierenstein ist eine harte Mineralablagerung in der Niere. In der Nierenfl üssigkeit sind viele Substanzen gelöst, beispielsweise Calcium und Harnsäure. Da der Urin auf dem Weg durch das Nierenkanälchen immer konzentrierter wird, können diese Stoffe sich manchmal am Eingang des Harnleiters absetzen und einen Stein bilden. Solch ein Stein verursacht Schmerzen beim Wasserlassen.
Wenn eine Niere durch Krankheit oder Verletzung geschädigt ist, übernimmt die andere die ganze Arbeit. Sind beide Nieren defekt, ist manchmal eine Nierentransplantation erforderlich. Dabei wird die gesunde Niere eines Spenders an den Kreislauf des Patienten angeschlossen. Beide Nieren des Menschen enthalten etwa 1,8 Millionen Glomerula, für deren Filtrationstätigkeit ein bestimmter Blutdruck notwendig ist. Das Primärfiltrat enthält alle niedermolekularen Verbindungen und Elektrolyte in gleicher Konzentration wie das Blutplasma. An das Glomerulum schließt sich jeweils ein Nierenkanälchen (Tubulus) an, das etwa 15 cm lang ist. Die Nierenkanälchen sind in hohem Umfange an die regulatorischen Aufgaben anpassungsfähig. Hier werden beim Erwachsenen 98 bis 99 % von Wasser des Primärfiltrats rückresorbiert.
gelöste Abfallstoffe – растворенные продукты распада die Nadel – игла
die Blutwäsche – диализ
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die Schläuche (Pl) – трубки umgekehrt – обратный
absetzensich – оседать, откладываться das Wasserlassen – мочеиспускание
übernehmen (übernahm, übernommen) – брать на себя anschließen (schloss an, angeschlossen) – присоединять
Text. Leberzirrhose.
Wenn auch die Ursachen der Leberzirrhose unterschiedlich sind, so können Virushepatitis. Stoffwechselkrankheiten, chronische Linwirkungen von lebertoxisch wirkenden Substanzen, chronische (lallenwegerkrankungen u.a. eine Leberzirrhose hervorrufen, die häufigste Ursache für diese Erkrankung ist aber der Alkoholmißbrauch. Es sei deshalb auf die Wirkung des Alkohols auf die Leber und die Entstehung chronischer Leberschäden bis zur alkoholbedingten Leberzirrhose besonders hingewiesen.
Daẞ die Leber von der Wirkung des Alkohols betroffen wird, verwundert nicht, wenn man bedenkt, daß alle aus dem Darm aufgenommenen Stoffe die Leber zu passieren haben, ehe sie dem großen Körperkreislauf zugeführt werden. Die Leber wirkt dabei als ein Lilter und fängt u.a. Stoffe, die für den Körper giftig werden können, ab. Diese Stoffe erreichen deshalb in der Leber eine besonders hohe Konzentration.
Die Leber verhindert auf diese Weise, daß schädliche Substanzen in den Organismus gelangen oder sich ansammeln. Diese Schutzfunktion der Leber ist also für den gesamten Organismus bedeutsam. Die durch den Alkohol bedingten Veränderungen der Leberzelle führen zu einer Hemmung der Leberzelle und steigern die Fettbildung. Von diesen Veränderungen im Organismus bemerkt der Betroffene zunächst nichts, weil sich dieser Prozeß ganz allmählich vollzieht.
Übermäßige Alkoholaufnahme führt daher zunächst zur stärkeren Einlagerung von Fett in die Leberzellen, der sogenannten Leberverfettung. Die alkoholbedingte Fettleber kann sich weitgehend zurückbilden, wenn es gelingt, den Patienten zum Verzicht auf Alkohol zu bewegen. Bei fortgesetztem regelmäßigem Alkoholmißbrauch aber geht die alkoholbedingte Fettleber in eine chronische Leberkrankheit bis hin zur Leberzirrhose über.
Der britische Arzt Baillie (1761-1823) entdeckte den Zusammenhang zwischen Alkoholmißbrauch und Leberzirrhose. Damit wurde der Alkoholentzug zur Grundlage jeder Zirrhosehehandlung.die Leber -n печень
die Verfettung -en жировая регенерация die Leberzirrhose – церроз печени
die Hemmung-торможение, задержка
die Einlagerung – en складирование, отложение
die übermäßige Alkoholaufnahme – чрезмерное употребление алкоголя der Körperkreislauf – большой круг кровообращения
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Die Erkältung.
Wenn ein Baby Schnupfen hat, trinkt es schlechter als sonst, da es durch die verstopfte Nase wenig oder keine Luft bekommt und durch den Mund atmen muss. Nachts wacht es deshalb auch öfter auf als sonst, ist weinerlich und quengelig. Meistens kommt etwas später Husten hinzu; Fieber ist möglich, tritt aber nicht immer auf. Nicht in jedem Fall ist eine Erkältung beim Baby auf Anhieb zu erkennen, da auch Erbrechen und Durchfall vorkommen können und der Infekt nicht immer mit einem Schnupfen beginnt.
Meist verläuft eine Erkältung harmlos und ist nach etwa einer Woche überstanden. Es kann allerdings auch zu Komplikationen kommen, wenn sich die Viren, die den Infekt verursachen, weiter ausbreiten oder eine bakterielle Zweitinfektion hinzutritt. Dann können sich beispielsweise eine Mittelohrentzündung, eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung entwickeln. Beim Baby äußern sich diese Krankheiten häufig nicht in ihrer typischen Form.
Eine Mittelohrentzündung ist oft nur am Fieber zu erkennen und daran, dass das Kind kläglich schreit, sich immer wieder ans Ohr fasst oder den Kopf hin und her wirft. Eine Bronchitis zeigt häufig ähnliche Symptome wie eine Lungenentzündung: Das Baby hustet, und manchmal ist ein Pfeifen beim Ausatmen zu hören; die Atmung kann in einigen Fällen beschleunigt sein.
Text. Karies.
Wenn Zähne längere Zeit nicht geputzt werden, bildet sich ein Belag, in dem Bakterien gedeihen, vor allem, wenn Ihr Kind viel Zuckeroder Stärkehaltiges isst (zum Beispiel Süßigkeiten oder Weißbrot). Die Bakterien bilden eine Säure, die den Zahnschmelz und das darunter liegende Zahnbein zerstört. Wenn die Milchzähne von Karies befallen sind, können auch die bleibenden Zähne geschädigt werden.
Hauptursache für Karies schon im Babyalter sind zuckerhaltige Tees oder Säfte. Später gefährden vor allem Limonaden, Fruchtsäfte und natürlich Süßigkeiten aller Art die Zähne.
Ärztliche Behandlung.
Wenn Sie eines der genannten Krankheitszeichen bemerken, sollten Sie mit Ihrem Kind gleich den Zahnarzt aufsuchen. Er wird die Karies gründlich entfernen und das zurückbleibende Loch mit einer Füllung versehen. Vorbeugend kann der Arzt Fluortabletten geben, die den Zahnschmelz festigen.
Vorbeugung.
Achten Sie von Anfang an auf eine zuckerarme Ernährung Ihres Kindes und machen Sie ihm herzhaftes Essen schmackhaft. Wird doch einmal “geschleckert”: hinterher die Zähne putzen! Geben Sie Ihrem Baby keine zuckerhaltigen Getränke in der Nuckelflasche. Bieten Sie auch später ungesüßte Tees, ungesüßte, mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte oder einfach Wasser an, keine süßenLimonaden.
Wichtig:
Wenn Ihr Kind säurehaltige Getränke wie Mineralwasser und Säfte getrunken hat, sollten die Zähne erst eine halbe Stunde danach geputzt werden. Gewöh-
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