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ivanov666
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Файл:Конъюнктив в теории и упражнениях = Konjunktiv in Theorie und Übungen. Учебно-методическое пособие по практической грамматике немецкого языка
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8. Der Erfolg des jungen Sängers war zu überwältigend, als dass ihn
jemand früher erwarten könnte.
9. Der Einuss des großen Pädagogen auf den jungen Musikstudenten
war so groß, als dass er sich ihm hätte entziehen können.
10. Der Triumph des jungen Musikers war zu klar, als dass ihn jemand
bezweifeln könnte.
11. Ergänzen Sie die gegebenen Sätze durch Konsekutivsätze und
durch konsekutive Innitivgruppen.
1. Die Tätigkeit der Pädagogen ist zu verantwortlich, als dass … .
2. In der Prüfung war die Studentin zu aufgeregt, um … .
3. Die Fernsehsendung fesselte die Aufmerksamkeit des Jungen zu
stark, als dass … .
4. Der Junge war zu zerstreut, um … .
5. Die Lehrerin sprach laut genug, um … .
6. Vor der Prüfung arbeitete sie zu wenig, als dass … .
7. Der Lehrstoff war zu umfangreich, um … .
8. Die Sommerferien vergingen zu schnell, als dass … .
9. In der letzten Zeit waren sie zu beschäftigt, um … .
10. Der Kranke fühlte sich noch zu schwach, um … .
11. Die Sonne blendete zu sehr, als dass … .
12. Er sah zu schlecht, um … .
13. Mein Chef gibt mir zu viele Aufgaben, als dass … .
14. Das Flugticket war zu teuer, als dass … .
12. Übersetzen Sie ins Deutsche.
1. Сейчас слишком темно, чтобы туристы могли идти дальше.
2. Дом был слишком большой, чтобы они могли его не заметить.
3. Этот писатель слишком знаменит, чтобы его мог кто-то не
знать.
4. Эта музыка слишком необычна, чтобы все ее могли понимать.
5. Этот талантливый инженер еще слишком молод, чтобы он мог
руководить предприятием.
6. Он говорил слишком тихо, чтобы кто-нибудь смог его понять.
7. Вода вчера была слишком холодной, чтобы дети могли купаться.
8. Ученик слушал объяснения учителя слишком невнимательно,
чтобы он смог их запомнить.
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9. Он был слишком легкомысленным, чтобы выполнить это серьезное задание.
10. Она говорила слишком невнятно, чтобы можно было ее понять.
11. Эта статья была слишком трудна, чтобы студенты первого курса могли ее правильно перевести.
12. В комнате было слишком темно, чтобы мы могли читать.
13. Ты еще слишком неопытен, чтобы мы могли поручить тебе такое серьезное дело.
3.1.4. Negative Modalsätze (ohne dass; (an)statt dass-Sätze)
Die negativen Modalsätze erfüllen die Funktion der Adverbialbestimmung
der Art und Weise und geben einen fehlenden oder stellvertretenden
Umstand an. Die Handlung des Hauptsatzes ist real, darum wird im
Hauptsatz die entsprechende Zeitform des Indikativs gebraucht.
Zur Bezeichnung der Gegenwart wird in negativen Modalsätzen auch
das Präsens Indikativ, zur Bezeichnung der Vergangenheit – Präteritum,
Perfekt und Plusquamperfekt Indikativ gebraucht.
Zeitstufe Zeitform
1. Gegenwart / Zukunft Präteritum Konjunktiv /
Konditionalis I
2. Vergangenheit Plusquamperfekt Konjunktiv
1. Negative Modalsätze mit der Konjunktion ohne dass geben an, dass
etwas Erwartetes nicht eintritt bzw. bisher nicht eingetreten ist. Der
Konjunktiv II drückt Erstaunen und Verwunderung darüber aus:
Er hustet einfach, ohne dass er (sich) die Hand vor den Mund hielte
(hält).
(= Er hält (sich) die Hand nicht vor den Mund.)
Er hustete einfach, ohne dass er (sich) die Hand vor den Mund gehalten
hätte (hielt)
2. Bei gleichen Subjekten im Haupt- und Nebensatz wird die Innitivgruppe
ohne …zu möglich, die aber – wie der Indikativ – neutral wirkt:
Er hustet, ohne (sich) die Hand vor den Mund zu halten.
3. Auch Modalsätze mit der Konjunktion (an)statt dass drücken in
Verbindung mit dem Konjunktiv II Erstaunen und Verwunderung aus:
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Statt dass er auch mal anderen hülfe, lässt er sich immer nur helfen.
Statt dass er auch mal anderen geholfen hätte, hat er sich immer nur
helfen lassen.
4. Bei gleichen Subjekten im Haupt- und Nebensatz wird die
Innitivgruppe (an)statt …zu möglich:
Er lässt sich immer nur helfen, statt auch mal anderen zu helfen.
ÜBUNGEN
1. Bilden Sie aus folgenden Sätzen Satzgefüge mit negativen
Modalsätzen.
1. Die Kinder bastelten ein Segelboot. Niemand hat ihnen geholfen.
2. Eine Kiste el vom Wagen herunter. Der Fahrer hat es nicht bemerkt.
3. Er fuhr nach Moskau. Seine Freunde haben davon nicht erfahren.
4. Er studierte fünf Jahre lang. Seine Verwandten unterstützten ihn
nicht.
5. Ich habe den Aufsatz selbständig geschrieben. Niemand hat mir
geholfen.
6. Wir haben Ihr Haus selbst gefunden. Niemand hat uns den Weg
gezeigt.
7. Der Arzt untersucht die Wunde des Kindes. Es fühlt keine
Schmerzen.
8. Sie hat uns geholfen. Wir haben sie nicht darum gebeten.
2. Bilden Sie negative Modalsätze mit ohne dass.
Muster: Er tritt in das Zimmer ein ohne vorher anzuklopfen. – … ohne
dass er vorher anklopfen würde.
a)
1. Manfred mischt sich immer in Gespräche, ohne um Erlaubnis zu
bitten.
2. Bernd kommt oft zu mir, ohne vorher anzurufen.
3. Volker ist wieder verreist, ohne Bescheid gegeben zu haben.
4. Nicole nahm das Auto ihres Vaters, ohne ihn zu fragen.
5. Kurt bekommt Briefe, ohne sie zu beantworten.
6. Er ging fort, ohne ein Wort gesagt zu haben.
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b)
1. Manuel kauft viele Zeitschriften, ohne sie gelesen zu haben.
2. Er gab sich als ein erfahrener Mechaniker aus, ohne von der
Reparatur viel zu verstehen.
3. Peter erwartet oft von seinen Freunden Hilfe, ohne ihnen selbst zu
helfen.
4. Rudi gähnt sich einfach, ohne (sich) die Hand vor den Mund zu
halten.
5. Tobias putzt sich die Nase, ohne ein Taschentuch zu gebrauchen.
6. Daniel nahm ein Geschenk von mir, ohne sich zu bedanken.
7. Andy betrat das Zimmer, ohne den Hut abzunehmen.
3. Bringen Sie Ihre Verwunderung über das beschriebene Verhalten
zum Ausdruck. Ein korrektes Verhalten?
1. Er kommt herein, ohne vorher anzuklopfen.
2. Er mischt sich in Gespräche ein, ohne sich vorgestellt zu haben.
3. Er schwärmt von Büchern, ohne sie gelesen zu haben.
4. Er gibt sich als Musikexperte aus, ohne viel von Musik zu verstehen.
4. Ergänzen Sie folgende Sätze durch negative Modalsätze.
1. Er macht sich an die Arbeit am Vortrag, ohne dass … .
2. Er betrat den Konferenzsaal, ohne dass … .
3. Am Anfang begründete er das Thema des Vortrages, anstatt dass … .
4. Die ganze Zeit sprach er, ohne dass … .
5. Er legte seine Auffassung dar, statt dass … .
6. Er hörte die kritischen Bemerkungen, ohne dass … .
7. Er antwortete auf die Fragen der Versammelten, ohne dass … .
5. Übersetzen Sie ins Deutsche. Gebrauchen Sie dabei negative
Modalsätze.
1. Врач перевязал рану ребенку, при этом малыш не почувствовал боли.
2. Дети сконструировали модель самолета, и при этом им никто не
помогал.
3. Он вышел из комнаты так, что этого никто не заметил.
4. Мы нашли твой дом, причем никто не указывал нам дорогу.
5. Он написал свою работу, при этом никто ему не помогал.
6. Он напряженно работал, при этом не делал перерывов на отдых.
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7. Автомобиль ехал очень быстро, при этом водитель не снижал
скорость.
8. Он сразу же понял суть вопроса, не задавая лишних вопросов.
9. Она отвечала на мои вопросы, и при этом не взглянула на меня
ни разу.
10. Анна прошла мимо меня, вместо того чтобы остановиться и поздороваться.
3.1.5. Der Gebrauch des Konjunktivs in Finalsätzen
Die Finalsätze erfüllen die Funktion einer Adverbialbestimmung des
Ziels. Der Konjunktiv erscheint oft in den Finalsätzen, weil es sich in
solchen Sätzen nicht um Tatsachen handelt, sondern um etwas, was
möglich und erwünscht ist. In den Finalsätzen wird sowohl der Indikativ,
als auch der Konjunktiv gebraucht, und zwar folgende Zeitformen:
Präsens Konjunktiv
Präteritum Konjunktiv
Präsens Indikativ
Präteritum Indikativ
Alle vier Formen sind synonymisch. Besonders oft wird in den Finalsätzen
das Präsens Konjunktiv gebraucht:
Komm zu mir, damit ich dir helfen könne (kann, könnte).
Er brachte ihr dieses Buch, damit sie es lese (läse, las, liest).
Das Präteritum Indikativ kommt in den Finalsätzen nur nach einem
Hauptsatz vor, in dem das verbale Prädikat in einer Vergangenheitsform
steht:
Vgl.: Ich will ihm gleich einen Brief schreiben, damit er ihn rechtzeitig
bekommt (bekomme, bekäme).
Ich habe ihm vor einigen Tagen geschrieben, damit er den Brief rechtzeitig
bekam (bekommt, bekomme, bekäme).
ÜBUNGEN
1. Setzen Sie das eingeklammerte Verb in der richtigen Form des
Konjunktivs ein.
1. Mache die Fenster zu, damit kein Staub ins Zimmer … (eindringen).
2. Die Mutter singt ihrem Kind ein Wiegenlied, damit es bald …
(einschlafen).
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3. Wir gingen leise durch den Korridor, damit niemand … (erwachen).
4. Sie wandte den Kopf der Dunkelheit zu, damit man die Tränen in
ihren Augen nicht … (sehen).
5. Eine private Stiftung hat der Studentin ein Stipendium gewährt,
damit sie eine Doktorarbeit … (schreiben).
6. Viele Vermieter geben eine Anzeige unter Chiffre auf, damit die
Leute ihnen nicht das Haus … (einrennen).
7. Wir haben die Wohnung genau vermessen, damit die Möbel später
auch … (hineinpassen).
8. Kinder, beeilt euch bitte, damit wir nicht zu spät … (kommen).
2. Bilden Sie aus folgenden Sätzen Satzgefüge mit Finalsätzen.
1. Der Arzt merkte nichts. Der Kranke versteckte die Zigaretten.
2. Ich habe das Telefon abgeschaltet. Niemand sollte mich bei der
Arbeit stören.
3. Er benutzt die Lupe. Die Schrift ist schwer zu lesen.
4. Er hat ihr bei der Arbeit im Garten geholfen. Sie konnten dadurch
ruhig zusammen fernsehen.
5. Die Mutter schickte das Kind in den Laden. Es sollte Brot kaufen.
6. Man legte das Obst in den Kühlschrank, es sollte frisch bleiben.
7. Er hängte die Bekanntmachung in den Korridor. Alle sollten sie
sehen.
8. Der Lehrer sprach laut und deutlich. Alle Schüler sollten ihn gut
verstehen.
9. Ich muss diesen Brief schon heute absenden. Er soll ihn rechtzeitig
bekommen.
10. Ich muss ihn anrufen. Er braucht auf mich nicht mehr zu warten.
3. Antworten Sie mit nalen Nebensätzen.
Multikulturelles in alten Gemäuern
Der Pädagoge Kurt Hahn gründete 1962 in einem alten Schloss in Wales/
Großbritannien das Atlantic College, in dem 350 16- bis 18-jährige
Schüler aus aller Welt zusammen leben und lernen.
Mit welcher Absicht gründete Hahn das Atlantic College?
Hahn gründete das College,
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1. die Schüler / Erlernen fremder Sprachen / im täglichen Umgang
2. den Schülern / Vermittlung von Fachwissen / in englischer Sprache
3. Erziehung der Schüler zur Selbständigkeit
4. die Schüler / Kennenlernen fremder Kulturen
5. die Schüler / Übung und Erfahrung von Toleranz
6. die Schüler / tägliches Praktizieren von Völkerverständigung
7. Verwirklichung seiner Vorstellung von der ganzheitlichen Bildung
junger Menschen
8. Sensibilisierung der Schüler für soziale Probleme
9. die Schüler / Möglichkeiten zum sozialen Engagement
10. Die Schüler / Sammeln von Erfahrungen / bei der Betreuung
lernschwacher Jugendlicher
3.2. Der relative Gebrauch der Zeitformen des Konjunktivs im
Satzgefüge
Beim relativen Gebrauch der Zeitformen im Nebensatz ist es gleichgültig,
ob die Handlungen im Haupt- und Nebensatz der Gegenwart, der
Vergangenheit oder der Zukunft angehören; d.h., es ist nicht wichtig,
welche Zeitform im Hauptsatz ist. Wichtig ist dagegen, in welchem
zeitlichen Verhältnis die Handlungen im Hauptsatz und im Nebensatz
zueinander stehen, ob sie gleichzeitig oder nicht gleichzeitig stattnden.
Bei der Gleichzeitigkeit der Handlungen im Haupt- und Nebensatz wird
im Nebensatz das Prädikat im Präsens und Präteritum gebraucht; bei der
Vorzeitigkeit im Perfekt und Plusquamperfekt; bei der Nachzeitigkeit –
im Futur I und Konditionalis I. Die Zeitformen des Konjunktivs werden
relativ in den Nebensätzen gebraucht, die eine indirekte Redewiedergabe
oder einen irrealen Vergleich enthalten.
Der relative Gebrauch der Zeitformen des Konjunktivs im
Nebensatz
Zeitverhältnis
Gleichzeitigkeit Präsens / Präteritum
Vorzeitigkeit Perfekt / Plusquamperfekt
Nachzeitigkeit Futur I / Konditionalis I
Zeitform des Konjunktivs im
Nebensatz
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3.2.1. Die indirekte Rede
a) Direkte Rede: gekennzeichnet durch einen Doppelpunkt und
Anführungszeichen.
Man verwendet den Indikativ.
b) Indirekte Rede: gekennzeichnet durch eine Einleitung, z.B. Sie meinte
…
Die indirekte Rede gibt die Aussage einer Person aus der Perspektive des
Sprechers wieder. Sie wird vor allem in den Medien verwendet, z.B. in
Nachrichten, Berichten usw.
Die indirekte Rede steht nach Verben des Sagens und Denkens (z.B.
antworten, behaupten, bemerken, berichten, betonen, bitten, denken,
erklären, erwarten, erwidern, erzählen, glauben, hoffen, meinen, sagen,
vermuten) bzw. nach Verben des Fragens (z.B. fragen, die Frage stellen,
die Frage richten an, wissen wollen).
Direkte Rede Indirekte Rede
„Sie meinte immer, Arbeiten bringt
niemanden um“, sagte ihre Tochter.
Die Londoner Polizei stellte fest:
„Die Statistik weist auf, dass 21
Prozent der jungen Diebe ihre
Namen nicht fehlerfrei schreiben
können.“
Sie habe immer gemeint, Arbeiten
bringe niemanden um, sagte ihre
Tochter.
Die Statistik weise auf, dass 21
Prozent der jungen Diebe ihren
Namen nicht fehlerfrei schreiben
könnten.
1. In den Sätzen der indirekten Rede wird oft (besonders in der
Schriftsprache) der Konjunktiv gebraucht. Vorwiegend sind es
präsentische Formen.
Gleichzeitigkeit:
Er sagt,
Er sagte, dass er an seinem Vortrag arbeite.
Er wird sagen
Vorzeitigkeit
Er sagt,
Er sagte, dass er an seinem Vortrag gearbeitet habe.
Er wird sagen
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Nachzeitigkeit
Er sagt,
Er sagte, dass er an seinem Vortrag arbeiten werde.
Er wird sagen
2. In uneingeleiteten Aussagesätzen steht das Verb in zweiter Position:
Der Politiker antwortet/antwortete, Steuererhöhungen kämen nicht in
Frage.
3. Wenn die konjunktivischen Formen mit den Formen des Indikativs
zusammenfallen, gebraucht man präteritale Formen:
Der Politiker antwortet/antwortete, dass Steuererhöhungen nicht in
Frage kämen.
4. Wenn der Sprecher die Richtigkeit der Aussage bezweifelt, werden
auch präteritale Formen gebraucht:
Wenn vor Wahlen behauptet wird, dass es keine Steuererhöhungen gäbe,
glaubt das niemand.
5. Bei längeren Texten reicht ein Einleitungssatz zu Beginn. Der
Konjunktiv ist dann obligatorisch:
Im gestrigen Interview gab der Politiker zu erkennen, dass in der heutigen
Sitzung der Partei alle Diskussionspunkte noch einmal besprochen
würden. Er könne deshalb zu diesem Punkt noch keine Einzelheiten
nennen. Es werde einige Kurskorrekturen geben, weil seine Partei auf
die neue außenpolitische Entwicklung reagieren müsse.
6. Der Konjunktiv in der indirekten Rede – das betrifft besonders seine
präsentischen Formen – hat keine Bedeutung der Irrealität, er dient als
Zeichen der Wiedergabe einer fremden Aussage, als grammatisches
Mittel zur Gestaltung der indirekten Rede.
7. Die indirekte Rede kann durch einige Arten der Nebensätze ausgedrückt
werden. Das sind:
1) Objektsätze:
Sie sagte uns, dass der Direktor jetzt sehr beschäftigt sei. / Sie sagte
uns, der Direktor sei jetzt sehr beschäftigt.
2) Attributsätze:
Wir stellten die Frage, ob der Direktor jetzt beschäftigt sei.
3) Prädikativsätze:
Ihre Antwort war, der Direktor sei jetzt sehr beschäftigt.
4) Subjektsätze:
Es ist noch eine Frage, ob der Direktor uns empfangen werde.
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8. In der Umgangssprache wird der Konjunktiv I in der indirekten Rede
kaum verwendet. Gebräuchlich ist der Konjunktiv II, besonders in
uneingeleiteten Aussagesätzen.
9. Nach den Präpositionen entsprechend, gemäß, laut, nach und zufolge
sowie nach der Konjunktion wie wird der Indikativ gebraucht:
Laut Regierungsbeschluss / Dem Regierungsbeschluss zufolge wird es
keine Steuererhöhungen geben.
Wie aus Regierungskreisen verlautete, wird über Steuererhöhungen nicht
nachgedacht.
A. Die indirekte Frage
In der indirekten Frage werden die Zeitformen des Konjunktivs
nach denselben Regeln gebraucht wie in den Sätzen der indirekten
Rede. Indirekte Fragesätze werden durch die Konjunktion ob (eine
indirekte Satzfrage) oder durch Relativpronomen, Relativadverbien,
Relativpronominaladverbien eingeleitet:
Der Journalist will/wollte wissen, warum die Pressesprecher die Bürger
immer noch nicht über die Gespräche mit der Opposition informiert
hätten.
B. Der indirekte Befehl
Aufforderungen werden in der indirekten Rede – meist ohne einleitende
Konjunktion – mit den Modalverben sollen, müssen oder nicht dürfen
wiedergegeben. Diese Modalverben werden im Präsens Konjunktiv
gebraucht. Sie gestalten einen indirekten Befehl:
Der Politiker erklärt/erklärte gereizt, der Journalist solle/müsse sich
noch etwas gedulden. Er dürfe nicht zu viel von ihm verlangen.
C. Die indirekte Bitte
Zum Ausdruck einer indirekten höichen Bitte dient das Modalverb
mögen im Präsens Konjunktiv:
Der Journalist bittet/bat den Politiker, er möge sich zu den neuen
außenpolitischen Vorstellungen seiner Partei äußern.
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