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Немецкий язык для аспирантов. Учебное пособие

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TEXT 13. MANAGEMENTINSTRUMENTE: AUSGEWÄHLTE BEISPIELE
Die Bedeutung derartiger Spannungsverhältnisse gilt es nicht nur beim Netzwerkmanagement generell zu berücksichtigen, sondern auch und gerade bei der Entwicklung und dem Einsatz von Managementinstrumenten. Unter Managementinstrumenten sollen hier mehr oder weniger formalisierte Verfahren verstanden werden, die helfen, Managementpraktiken zu verstetigen. Die Anwendung von Managementinstrumenten kann, muss aber nicht eine reflexivere Netzwerkentwicklung ermöglichen. Management­instrumente können für alle oben skizzierten Managementfunktionen zum Einsatz gelangen, können aber auch funktionsübergreifend angelegt sein. Beim Konzeptwettbewerb werden aktuelle und potentielle Lieferanten aufgefordert, nicht nur auf der Grundlage von vom Kunden spezifizierten Anforderungen ein Angebot abzugeben, sondern selbst verschiedene Lösungen zu entwerfen und anzubieten. Die Durchführung eines Konzeptwettbewerbs ist – nicht zuletzt in Hinblick auf die Existenz vertrauensvoller Beziehungen, die den Austausch auch erfolgskritischer Informationen ermöglichen – recht voraussetzungsvoll. Partnerprofile werden im Zuge der Auswahl und Entwicklung von Lieferanten oder anderer Netzwerkpartner erstellt und mit entsprechenden Anforderungsprofilen abgeglichen, um die Selektion geeigneter Partner zu unterstützen. Letztere können sowohl auf Komplementaritäten als auch auf Kompatibilitäten abstellen. Die Wahrnehmung der Allokationsfunktion kann u.a. mit Hilfe klassischer Managementinstrumente wie Wertkettenanalyse oder Kompetenzanalyse unterstützt werden. Letztere können die Basis von netzwerkbezogenen Kompetenzportfolios abgeben. Diesen Instrumenten fehlt bislang allerdings genauso wie jenen, die die Selektion von Netzwerkpartnern und die Regulation von Netzwerkaktivitäten erleichtern können, ein expliziter Bezug auf die Netzwerkorganisation. Die Managementfunktion der Regulation wird etwa durch Faustregeln der Vertragsgestaltung, Heuristiken zur Formalisierung von Kooperationsregeln oder die Implementierung eines interorganisationalen Informationssystems unterstützt. Komplexe vertragliche Regeln scheinen zum Beispiel umso eher angebracht, je höher die spezifischen Investitionen in eine Partnerschaft sind, es an vorgängigen Erfahrungen mit dem Partner fehlt und die Laufzeit des Partnerschaftsvertrages zeitlich befristet ist. Eine Anpassung der vertraglichen Regelungen scheint demzufolge, trotz der damit verbundenen Aufwendungen, umso eher zweckmäßig, je offensichtlicher zunächst einmal verabredete Regelungen der Praxis nicht gerecht werden, je weniger komplex der ursprüngliche Vertrag ist. [https://books.google.by/books /about/ Management_von_Netzwerkorganisationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC].
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TEXT 14. ZUM VERHÄLTNIS VON UNTERNEHMUNGS-
UND NETZWERKORGANISATION
Einer genaueren Untersuchung bedarf auch das – wohl nicht nur aus strukturationstheoretischer Sicht – rekursiv zu fassende Verhältnis der Netzwerkorganisation zur Unternehmungsorganisation, also zur internen Organisation der Netzwerkpartner. Frühe Hypothesen zum Verhältnis von Unternehmungs- und Netzwerkorganisation hatten Kanter und Meyer (1991) auf der Grundlage einer explorativen Studie in Unternehmungen, die gerade strategische Allianzen eingegangen waren, formuliert:
Mit der Zahl solcher Partnerschaften nimmt in den Organisationen die
Zahl der ‚boundary spanners’ zu; diese gewinnen zudem an Zentralität und Bedeutung für die Steuerung strategisch wichtiger
Kommunikationsflüsse.
Entsprechend nimmt die Bedeutung jener Organisationseinheiten zu, die
auf diese Weise mit anderen Organisationen verknüpft werden.
Je mehr Personen als ‚boundary spanners’ in das Management einer
Netzwerkbeziehung involviert sind, desto geringer ist der Einflusszuwachs der einzelnen Person; gleichzeitig kommt es unter diesen Umständen nicht mehr so sehr auf die Kompetenz und Motivation des Einzelnen an.
Vor dem Hintergrund dieser und ähnlicher Überlegungen ist es beispielsweise überdenkenswert, ob nicht – und wenn ja, in welchem
Ausmaß – das Netzwerkmanagement in Organisationen statt individuellen ‚boundary spanners’ verstärkt Teams oder Gremien übertragen werden sollte
und – generell – interne und externe Netzwerkstrukturen feiner aufeinander abgestimmt werden müssen (Gittel/Weiss 2004). Seit den frühen Hypothesen von Kanter und Meyer ist das Verhältnis von Unternehmungs­und Netzwerkorganisation jedoch kaum näher untersucht worden. Dies ist bedauerlich, dürfte doch die Wahrnehmung der oben skizzierten Funktionen des Netzwerkmanagements und auch der Einsatz der beispielhaft benannten Managementinstrumente nicht nur von der konkreten Ausgestaltung und dem jeweiligen Entwicklungsstand der Netzwerkorganisation beeinflusst sein, sondern auch von der internen Unternehmungsorganisation. Ein konkretes Beispiel, das den engen und zudem rekursiven Zusammenhang von interner Organisationsstruktur und externer Netzwerkorganisation deutlich macht, betrifft das Ausmaß an Entscheidungsdelegation in Unternehmungen. Plausibel ist hier die Erwartung, dass ein hohes Maß an organisationaler Entscheidungsdelegation – beispielsweise ausgelöst durch einen partizipativen Führungsstil des Top-Managements – bei den an einer
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Partnerschaft oder einem Netzwerk beteiligten Unternehmungen die Handlungsfähigkeit in den jeweiligen Kooperationen erhöht.
[https://books.google.by/books/about/Management_von_Netzwerkorgani sationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC].
4.5. Примеры текстов для письменного перевода (экономика)
TEXT 1. GLOBALISIERUNG WAS VERSTEHEN WIR NICHT?
(ULRICH STEGER)
Jede Zeit neigt offenbar dazu, die Einmaligkeiten ihrer Konstellation hervorzuheben und vergangene Dekaden als durchschnittlich und gemächlich einzuschätzen (wenn es nicht gerade politische KatastroPhen waren). So weist z.B. Mintzberg in seiner Studie „The Rise and Fall of Strategic Planning" nach, daß seit den 60er Jahren die Unternehmen ihre aktuelle Situation als „turbulent" kennzeichnen, während davor liegende Dekaden als relativ ruhig, mit nur geringem und langsamerem Wandel in Erinnerung sind. Analog dazu könnte man auch fragen, worin denn der wirkliche Unterschied zwischen den spanischen Kron-Unternehmen im 16. Jahrhundert, der East Indian Company im 19. Jahrhundert oder multinationalen Unternehmen wie Nestlé im 20. Jahrhundert besteht. Jedenfalls nicht in der Zahl der Niederlassungen. Die in der Frage enthaltene Zuspitzung begründet sich aus der Ratlosigkeit der (vorläufig letzten) Standortdebatte mit ihren Fixierungen auf Lohn- und Steuerdifferentiale. Solche Differenzen gibt es seit dem Abschluß der ersten Industrialisierungsphase (vor Ende des ersten Weltkrieges) zwischen Industrieund Entwicklungsländern (früher: Kolonien). Und aus der vergleichenden Wirtschaftsforschung – zuletzt der Studie von M. Porter über „The Competitive Advantage of Nations"– wissen wir, daß Lohndifferenzen immer nur vorübergehende Wettbewerbsvorteile sind. Ähnlich könnte man bei den Steuern argumentieren, daß nicht die absolute Höhe, sondern der Nettoeffekt zwischen gezahlten Steuern und direkten wie indirekten Staatsleistungen relevant ist – und auch dann dürfte sich manche Differenz relativieren. Wenn also Globalisierung ein relevanter Faktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland sein soll, dann muß er mehr repräsentieren als „nur" Lohn- und Steuerdifferentiale. Und dann wird er auch mehr verändern als Lohnrelationen und Steuersätze. Grundlegend für den Diskurs war aber genau diese Prämisse: daß Globalisierung mehr Faktoren umfaßt, als in früheren Entwicklungsstadien beobachtbar war, und daß sich dadurch unser gesamtes soziales und institutionelles Gefüge tiefgreifend verändern wird. Auch wenn Globalisierung – nach der politischen Rahmensetzung mit
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den internationalen Institutionen am Ende des 2. Weltkrieges – ökonomisch induziert ist, die Auswirkungen reichen weit darüber hinaus und sind bislang noch wenig verstanden – insbesondere in ihrer Bedeutung für den Menschen in seinen sozialen Bezügen und organisatorischen Strukturen.
TEXT 2. BEREICHE DER INTERNATIONALISIERUNG
In unserer modernen Gesellschaft spielen internationale Beziehungen und Einflüsse in vielen Bereichen eine Rolle. Betrachtet man nur die wirtschaftlich relevanten Bereiche, d.h. die Wirtschaftssubjekte, die Märkte, die Politik und die Jurisprudenz, so stellt man fest, daß sie alle von der Internationalisierung mehr oder weniger stark betroffen sind. Den größten Anteil an der Internationalisierung der Wirtschaft haben jedoch die Unternehmen als die bedeutendsten Träger der Marktwirtschaft. Auf ihnen wird auch der Schwerpunkt der Betrachtungen liegen, zumal von Unternehmen auch starke Internationalisierungsbestrebungen ausgehen. Darüber hinaus kann auch der Staat als Anbieter und Nachfrager von Leistungen ähnlich betrachtet werden wie ein Unternehmen, so daß die Vorgehensweise, mit der die Internationalisierung von Unternehmen untersucht wird, auch auf die anderen Wirtschaftssubjekte übertragbar erscheint. Zunächst werden jedoch die Auswirkungen und Tendenzen der Internationalisierung auf den Faktor- und den Produktmärkten – den Orten der Güter- und Dienstleistungsallokation – betrachtet.
1) Internationa-lisierung von Märkten: Sehr oft beschränkt sich die
Betrachtung der Internationalisierung lediglich auf die Gütermärkte. Diese Tatsache verwundert allerdings sehr, liegt doch in der sinnvollen Ausnutzung aller zur Verfügung stehender Inputfaktormärkte, also einer Internationalisierung der Beschaffung im Unternehmen, eine Möglichkeit, einen Wettbewerbsvorteil durch Kostenführerschaft – dies erscheint als Kerngrund solcher Vorhaben – oder Differenzierung zu erlangen
2) Internationalisierung auf den Faktormärkten: Unter Faktoren versteht
man die „an der Erzeugung wirtschaftlicher Güter mitwirkenden Größen, konkret die Produktions-faktoren materieller und immaterieller Art.
Die ehemals rein nationalen Märkte für diese Faktoren sind mittlerweile global zu Weltmärkten verschmolzen, ein Unternehmen dehnt seine Beschaffungsbemühungen also auf die internationalen Faktormärkte aus, wenn es daran nicht durch diverse protektionistische Maßnahmen gehindert wird. Diese Tendenz, die Beschaffungspolitik einer Unternehmung auf die weltweit vorhandenen Beschaffungsmärkte auszurichten, wird auch als „global sourcing bezeichnet. Betroffen von den Auswirkungen eines über die Landesgrenzen hinaus orientierten Einkaufes von Unternehmen sind die
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Märkte für Rechte z.B. Lizenzen, Patente Information, Kapital, Sachgüter, Energie und Persona1. Eine Gesellschaft kann sowohl
zentralisiert für alle Unternehmenseinheiten weltweit einkaufen als auch dezentral durch die geographisch verstreuten Niederlassungen lokal bzw. international.
TEXT 3. STRATEGISCHES HANDELN
Als „strategisches Handeln" sollen solche Aktivitäten qualifiziert werden, die sich durch zwei Merkmale auszeichnen: Handeln, a) das darauf abzielt, den Prozeß der Globalisierung voranzutreiben, b) das diesen durch aktive Eingriffe in bestimmte Bahnen zu lenken sucht, d. h. seine Ausgestaltung, Richtung und Tempo zu lenken versucht. „Strategisches Handeln" unterscheidet sich zunächst durch seinen intentionalen Charakter von der zuerst vorgestellten Handlungskategorie. Damit ist gleichzeitig ein weiterer Unterschied impliziert. Nicht jeder Akteur, der Globalisierung als positiv oder negativ für seine Interessen einschätzt, ist zum strategischen Handeln fähig. Wenn man nun Globalisierung politisch gestalten will, so ist gerade diese Frage, wer zum strategischen Handeln fähig ist, zentral: Welche Akteure sind es? Über welche Eigenschaften muß ein solcher Akteur verfügen? Wer ermächtigt ihn zum Akteur? Dank welcher Bedingungen wird er hand lungsmächtig? In dieser Klasse von Akteuren begegnen uns eben jene, die bereits in Kap. 3.2. vorgestellt wurden. Es sind die eigeninteressierten Akteure wie die Multinationalen Konzerne und die Vertreter territorial (Staat) oder funktional (Verband) organisierter Interessen. Welche unter ihnen tatsächlich aktiv in den Globalisierungsprozeß eingreifen, ist eine empirische Frage. Die systematische Suche nach ihnen fällt leichter, wenn man weiß, welche Strategien sie verfolgen und in welchen Arenen sie auftauchen. Naheliegend ist es, die zahlreichen Strategien der Marktöffnung und Wirtschaftskooperation in Augenschein zu nehmen. Es waren Staaten (der westlichen Hemisphäre unter Führung der USA), die internationale Organisationen als Verhandlungsforen und Wächter errichtet haben, um die Integration der Weltwirtschaft voranzutreiben. In der Mehrzahl dieser Organisationen sind ausschließlich Staaten Mitglieder und damit institutionell abgesichert die entscheidenden Akteure. Nur über den Umweg einer Einflußnahme auf die einzelnen Mitgliedstaaten vermögen andere Akteure sich in diesen Prozeß einzubringen. Sie befinden sich in einer anderen Position, wenn sie selbst beteiligt sind, sei es durch eine gleichberechtigte Mitgliedschaft wie bei der ILO (International Labour Organization), sei es durch die Gewährung eines Beobachter- bzw.
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Beraterstatus in den Organen der Organisation.Innerhalb und außerhalb solcher internationaler Organisationen wurden in den zurückliegenden Jahrzehnten eine Vielzahl „internationaler Regime" vereinbart, mit denen die Festlegung internationaler Verhaltensstandards versucht wird. Damit soll genau jene Berechenbarkeit und Erwartungssicherheit geschaffen werden, die für die Erschließung der gesamten Welt als ein Handlungsraum als unumgänglich erachtet wird.
TEXT 4. GIOBAIISIERUNG DER WIRTSCHAFT UND INDUSTRIELLE
BEZIEHUNGEN
Was verstehen wir unter ,Globalisierung'? Zunächst scheint Globalisierung schlicht ein modischer Ausdruck zu sein, der seit einiger Zeit den Begriff der Internationalisierung abgelöst hat, aber gleichbedeutend mit ihm verwendet wird. In einem wissenschaftlichen Sinn hat er aber eine wesentlich konkretere Bedeutung. Zumeist wird eine spezifische Phase im Prozeß der Internationalisierung – sei es von Märkten oder von Unternehmen – damit bezeichnet. Nicht die Tatsache grenzüber-schreitender Wirtschaftsaktivitäten in Form von Handel, Direktinvestitionen und Finanztransaktionen ist damit gemeint, sondern eine bestimmte Reichweite und vor allem Form der Internationalisierung. Die Phase der wirtschaftlichen Globalisierung ist nach einer engen Definition dann erreicht, wenn die nationalen Wirtschaften jenen Prozessen und Transaktionen untergeordnet sind, die unmittelbar auf einer internationalen Ebene entstehen und ablaufen. Ist hingegen die Internationalisierung das Ergebnis von Prozessen und Transaktionen, die in nationalen Zusammenhängen verankert sind, kann man nicht von Globalisierung sprechen. Nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in gesellschaftlicher Hinsicht sind Globalisierungsprozesse festzustellen. Die Verlegenheitslösung der Soziologie, die Grenzen von Gesellschaften mit jenen der Nationalstaaten gleichzusetzen, ist immer offensichtlicher unbefriedigend. Globale Machtstrukturen, die weltweite Präsenz der Massenmedien und die Annäherung von Sinnsystemen und Lebensstilen lassen es berechtigt erscheinen, von sozialer Globalisierung zu sprechen. Allerdings ist in dieser Hinsicht noch weniger als in wirtschaftlicher ein Zustand der Globalisierung erreicht. Es kann jedoch von Tendenzen und Prozessen gesprochen werden, die in eine solche Richtung gehen.
Auch in rein wirtschaftlicher Hinsicht ist ,Globalisierung' keine angemessene Beschreibung des realen Grades internationaler Verflechtungen. Zunächst ist gegen die Globalisierungsthese einzuwenden, daß die Zunahme von Direktinvestitionen und Verflechtungen auf die
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nördliche Hemisphäre, also auf die sogenannte Triade, bestehend aus Südostasien, Europa und Nordamerika, beschränkt blieb, während die Kluft
zu den Ländern der Dritten Welt immer größer wird. Erst 1993 haben die Direktinvestitionen nach Südostasien und Lateinamerika bedeutend zugenommen. Aber auch bei einer gesonderten Betrachtung der Industrieländer zeigt sich, daß die Verflechtungen vor allem innerhalb der drei Weltregionen zunehmen, während das Ausmaß des Handels und der Direktinvestitionen zwischen den Wirtschaftsblökken die Bezeichnung Globalisierung keineswegs rechtfertigt.
TEXT 5. GRUNDRICHTUNGEN UND AKTIVITÄTEN DES KONZERNS
ZUR GLOBALEN PLAZIERUNG SEINER GESCHÄFTE. ORIENTIERUNG
AUF WACHSTUMSMÄRKTE
Der Konzern konnte zwar bereits in den 70er und 80er Jahren in einigen Schwerpunktregionen – vornehmlich in den USA und Südamerika über Freightliner, Mercedes-Benz do Brazil, Mercedes-Benz Argentina und AEG Westinghouse – eine starke Industrieposition erreichen, ein erheblicher Anteil der Konzerngeschäfte bietet jedoch aus noch vorwiegend export­orientierter Position heute weitere attraktive Ausbaupotentiale durch Vor­Ort-lnvestitionen in Fertigungskapazität (Industrialisierung). Der Eintritt in neue Wachstumsmärkte durch derartige Direkt-Investitionen bildet somit ein weiteres logisches Glied in der Kette der Unternehmensentwicklung. Aus einer inländischen Stammbasis heraus gilt es verstärkt, die bisher über Export-Geschäfte gewonnene Position durch direkte Plazierung von Fertigungs- und ggf. auch Entwicklungsaktivitäten auszubauen sowie bestehende Vertriebsstrukturen um die erforderlichen Beratungs- und Engineeringfunktionen zu erweitern. Die damit über tiefere Wertschöpfung wirkenden lokalen Kostenvorteile erlauben günstigere Preispositionierung und somit rascheren Gewinn von Marktanteilen. Zur Internationalisierung der Geschäfte bieten sich als Zukunftsmärkte in erster Linie die Regionen Ostasien (China, Taiwan, Korea), Südostasien (ASEAN) und Südasien (Indien) an, die angesichts großen Bevölkerungsvolumens und lokaler Kaufkraft, mit großer Dynamik auf hohem Niveau, immense Perspektiven für die nächsten Dekaden bieten (s. Schaubild 4, „Schwerpunktsetzung"). Infolge des Friedenprozesses gewinnen daneben auch die Märkte im Nahen Osten zunehmend an Gewicht. Trotz aller gegenwärtigen Schwierigkeiten werden sich darüber hinaus auch die GUS-Staaten – jedoch eher mittel- bis langfristig positiv entwickeln. Insbesondere der Marktregion Ostasien/ Südostasien muß vor diesem Hintergrund primäre Bedeutung beigemessen werden. Viele dieser Märkte können mit den herkömmlichen
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Exportstrategien allein nicht angegangen werden; erforderlich ist vielmehr zweierlei:
ausgeprägtes lokales Commitment mit beträchtlicher Wertschöpfung vor Ort und Technologietransfer; dadurch Stützung und Stärkung der eigenwirtschaftlichen Entwicklung der Regionen bzw. Länder über
Beschäftigung, Wohlstand und Technik
− Lösungen aus einer Hand für die charakteristisch hohen Infrastruk-
turbedarfe (Verkehr und Transport, Energie, Telekommunikation, Ver­und Entsorgung, Umwelttechnik) kombiniert mit öffentlich/ privater oder gar rein privater Finanzierung, z.T. Bereitschaft zur Betreibung errichteter Großanlagen.
TEXT 6. MARKTSPEZIFISCHE ANPASSUNG DER PRODUKTE
UND DIENSTLEISTUNGSANGEBOTE
Der Konzern ist beispielsweise auf dem Automobilsektor über Mercedes-
Benz nicht nur als Exporteur, sondern auch zunehmend als Produzent in vielen Ländern zuhause. Im amerikanischen Markt ist Mercedes-Benz in Brasilien und Argentinien sowie mit Freightliner in Portland/ Oregon bereits seit längerem aktiv. Die Übernahme dieses traditionsreichen amerikanischen LKW-Herstellers erfolgte vor 12 Jahren; 600 Millionen Dollar wurden seither investiert. Seit mehr als einem Jahr ist Freightliner in der LKW­Klasse über 15 Tonnen Gesamtgewicht in den Staaten Marktführer. Aufgrund dieser guten Erfahrungen hat sich Mercedes-Benz in diesem Jahr zum Ausbau der Aktivitäten auf dem amerikanischen Markt entschlossen.
In Mexiko wird die erste PKW-Montagelinie von Mercedes-Benz im
nordamerikanischen Markt errichtet und ein neues Bus-Werk gebaut. In Tuscaloosa/Alabama wurde mit dem Bau eines Werks für geländegängige Freizeitwagen begonnen, in dem Mercedes-Benz 1500 Mitarbeiter beschäftigen wird. Da Nordamerika den größten Markt für solche allradgetriebenen Fahrzeuge darstellt, kann dieser durch eine Fertigung vor Ort sehr viel direkter angegangen werden. Gleichzeitig wird dadurch eine größere Unabhängigkeit von Wechselkursschwankungen erreicht. Und da die Fahrzeuge mit Motoren und Getrieben aus Untertürkheim ausgestattet sind, werden zugleich auch Arbeitsplätze in Deutschland gesichert. Mit der amerikanischen Detroit Diesel Corporation (DDC), an der Daimler-Benz beteiligt ist, wurden Verträge zu Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines Motors für schwere LKW und Busse in den USA, Kanada und Mexiko abgeschlossen. Diese Vereinbarung leitet das erste gemeinsame Projekt eines europäischen Nutzfahrzeugherstellers und eines nordamerikanischen Motorenproduzenten ein, das die Produkttechnologien und Herstellungs-
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kompetenzen der beiden Firmen vereint, um den Bedürfnissen der Märkte des „North American Free Trade Agreement" (NAFTA) gerecht zu werden. Damit kann beispielsweise Mercedes-Benz mit Hilfe von DDC eine konstruktive Anpassung seiner brasilianischen 12-Liter-Motoren an die für 1994 und 1998 vorgeschrie-benen, sehr strengen US-Abgasbestimmungen vornehmen, um sich damit den Zugang zum nordamerikanischen Markt bei LKWMotoren dieser Klasse auch für die Zukunft zu sichern. Nur geografisch in eine andere Richtung gehen die neuen Aktivitäten von Mercedes-Benz in Rußland, Zentralasien und China.
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5. ПОДГОТОВКА КО ВТОРОМУ ВОПРОСУ БИЛЕТА (ИЗЛОЖЕНИЕ СОДЕРЖАНИЯ ПРОЧИТАННОГО /
АННОТИРОВАНИЕ )
5.1. Аннотирование. Реферирование. Общие сведения
Аннотация и реферат призваны передать основное содержание новой информации в максимально обобщенном и сжатом виде. Содержание иностранных источников подвергается предварительной существенной обработке специалистом-переводчиком и лишь после этого поступает для практического использования к специалисту.
Сущность аннотирования и реферирования заключается в макси­мальном сокращении объема источника информации при существен­ном сохранении его основного содержания. Аннотация и реферат дают лишь самую существенную информацию о новых достижениях науки и техники. Если аннотация или реферат заинтересуют читателя, то по указанным в них выходным данным можно всегда найти сам первоис­точник и получить искомую информацию в полном объеме. Таким образом, аннотация и реферат выполняют еще одну функцию: они знакомят с наличием источников нужной информации, т. е. проводят ее систематизацию.
Принципиальная разница между аннотацией и рефератом
Осуществляя компрессию первоисточника, аннотация и реферат делают это принципиально различными способами. Аннотация лишь перечисляет те вопросы, которые освещены в первоисточнике, не раскрывая содержания этих вопросов. Реферат не только перечисляет эти вопросы, но и сообщает существенное содержание каждого из них, т.е. аннотация лишь сообщает, о чем написан первоисточник, реферат же информирует, что написано по каждому из затронутых вопросов.
Отсюда следует, что аннотация дает лишь самое общее представ­ление об источнике, является лишь указателем для отбора первоисточ­ников и никак не может заменить сам первоисточник. Реферат же во многих случаях вполне может заменить первоисточник, так как сооб­щает вс существенное содержание материала, все основные выводы, а иногда – доказательства и выводы референта.
Аннотация – это предельно сжатая характеристика материала, заключающаяся в информации о затронутых в источнике вопросах.
Реферат – это сжатое изложение источника с раскрытием его основного содержания по всем затронутым вопросам, сопровождаемое иногда оценкой и выводами референта.
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