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Немецкий язык для аспирантов. Учебное пособие

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NORTH zu schlussfolgern, dass durch die zielbewusste Zusammenarbeit der Wissensakteure die Entwicklung von Lösungsansätzen und Innovationen im Nachhaltigen Landmanagement ausgelöst werden.
[https://books.google.by/books/about/Management_von_Netzwerkorgani sationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC]
TEXT 4. VIRTUALISIERUNG VON BILDUNG, ONLINE UND INFORMELLES
LERNEN & VERDECKTE PARTIZIPATION
Die für ein Informations- und Wissensmanagement im Nachhaltigen Landmanagement bedeutsame Organisation des Online-Lernens stellt die Schnittmenge unterschiedlicher Begründungs- und Entwicklungs­zusammenhänge dar – aus Organisationslehre, Bildungswissenschaft und Medieninformatik – und ist damit nicht konfliktfrei. Der genaueren Lagebestimmung soll an dieser Stelle ein Exkurs in relevante Theorien dienen, um so in abstrahierter Form eine Modellierung der Integration von Technologien des Online-Lernens als Grundlage für das IWM und damit verbundenen Bildungs- und Lernprozesse vornehmen sowie relevante Merkmale herausarbeiten zu können. Beispielhaft lässt sich eine solche Modellierung anhand der in der deutschen Hochschullandschaft unter dem Begriff der Bildungsportale etablierten Szenarien darstellen. So sind vor dem Hintergrund der Gesamtorganisation Hochschule und mit Blick auf strukturelle wie auch prozessuale Anteilen die folgenden Punkte festzuhalten: Auf institutioneller Ebene ist das Online-Lernen fest in die Organisationsstruktur der Hochschulen integriert. Dabei reicht das Integrationsspektrum von den externen Dienstleistern bis hin zu dedizierten hochschulinternen Einrichtungen. Welche Konsequenzen hat nun diese virtualisierte Kooperation für Organisationsstrukturen und -abläufe? Eine solche neue, virtuelle Organisationsform zeichnet sich in erster Linie durch einen nur bedingt realen Charakter aus. Dies betrifft alle organisationalen Strukturen: die Lokalisation, die organisationalen Bindungen und die Stabilität der Organisation. Mit den Worten von SNOW ist eine virtuelle Organisation „multisite, multiorganisational and dynamic”.
Als erstes Fazit lässt sich festhalten, dass sich (akademische) Bildung in der Tat durch den Einfluss der Informations- und Kommunikations­technologien verändert. Diese Veränderung ist nicht auf den Unterricht, d.h. das Lehren und Lernen, beschränkt. Damit stellt sich die Frage, was wir exakt unter der Virtualisierung von Bildung verstehen. LANDFRIED, seinerzeit Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), hat bereits 1999 definiert, dass es einerseits um den grenzenlosen Zugriff auf Wissensbestände unabhängig von Raum und Zeit geht, wobei andererseits
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das Wissen von real bestehenden Institutionen und vor allem Personen abgelöst wird. Was ist mit dieser zweifachen Ablösung gemeint? Um dies beantworten zu können, gilt es zu analysieren, was virtualisiert wird – da die Virtualisierung von Bildung sich offenbar nicht nur auf die Lerngegenstände bezieht.
[https://books.google.by/books/about/Management_von_Netzwerkorgani sationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC]
ТEXT 5. МЕНЕДЖМЕНТ JÖRG SYDOW EDITORIAL ÜBER NETZWERKE,
ALLIANZSYSTEME, VERBÜNDE, KOOPERATIONEN
UND KONSTELLATIONEN
Das Modell der Netzwerkorganisation illustriert in hervorragender Weise die als Micro Compact Car (MCC) AG gegründete Smart GmbH, die bei der Produktion und Vermarktung des Smart statt auf vertikale Integration auf ein Netzwerk von Systempartnern setzt. Zu einem deutlich geringeren Maße noch als andere Automobilhersteller produziert dieses Unternehmen den Smart selbst. Kaum mehr als ein Dutzend so genannter Systempartner liefern vorgefertigte Großmodule, wie zum Beispiel die kompletten Achsen, voll funktionsfähige Türen oder den gesamten Antrieb just in time an das Montageband. Der größte Teil dieser Systempartner hat sich im Industriepark ‚Smartville‘ bei Hambach (Lothringen) in unmittelbarer Nachbarschaft zum Smart-Werk angesiedelt. Dies gilt auch für drei Dienstleister, die die Smart GmbH mit Logistik- bzw. Informationstechnikdienstleistungen versorgen. Die Systempartner beziehen Komponenten europaweit, allerdings von kaum mehr als 50 Lieferanten. Die Fertigungstiefe wird für den Smart fortwo mit 10 bis 12 Prozent angegeben, wobei die Masse der europäischen Automobilhersteller noch eine Fertigungstiefe von deutlich über 30 Prozent aufweist. Über die Lieferung dieser Systeme hinaus übernehmen die Systempartner nicht nur 70 Prozent der Entwicklungsaufgaben, sondern auch Teile der Vormontage, und zwar zum Teil direkt am Montageband in der von Smart aufgrund von Kundenbestellungen geplanten Fertigungsreihenfolge. Der Smart ist allerdings mehr als nur ein Automobil. Mit ihm zusammen wird das „smarte“ Mobilitätskonzept vermarktet, das mit Hilfe verschiedener strategischer Allianzen (so mit der Deutschen und Schweizer Bahn, dem Autovermieter AVIS und verschiedenen Parkhäusern) ermöglicht wird. Hinter dem Smart und der ihn begleitenden Dienstleistung steht, mit anderen Worten, keine (einzelne) Unternehmung mehr, sondern ein komplexes Netzwerk von Unternehmungen. Für Experten wenig überraschend war eine netzwerkförmige Organisation auch Voraussetzung der Entwicklung des
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Produktions- wie des Distributionsnetzwerks. Ohne das innovative Organisationsumfeld, das mit der Gründung der MCC als Gemeinschaftsunternehmen der Daimler-Benz AG sowie des SMH­Konzerns von Swatch-Erfinder Nicolas Hayek, dem eigentlichen Ideengeber für das Smart-Konzept, etwas außerhalb der Daimler-Benz-Organisation geschaffen wurde, wäre vermutlich weder die innovative Produktionsorganisation noch das für die Automobilindustrie außergewöhnliche Vertriebs- und Mobilitätskonzept möglich gewesen.
[https://books.google.by/books/about/Management_von_Netzwerkorgani sationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC].
ТEXT 6. ALLIANZMANAGEMENTKOMPETENZ ALS ERFOLGSKRITISCHE
ORGANISATIONALE FÄHIGKEIT.
ASPEKTE VON ALLIANZMANAGEMENTKOMPETENZ
In den letzten Jahren haben mehrere Autoren auf die zentrale Bedeutung von Allianzmanagementkompetenz für die Wertschaffung und Wertaneignung durch interorganisationale Beziehungen hingewiesen. Als Allianzmanagementkompetenz wird die organisationale Fähigkeit definiert, die Allianzmanagementaufgaben erfolgreich durchzuführen. Alle vorgeschlagenen Konzepte zur Erfassung von Allianzmanagementfähigkeit orientieren sich an einem der zahlreichen Phasenschemata des Entwicklungsprozesses (Lebenszyklus) einer Allianz. Üblicherweise werden folgende Teilprozesse des Managements einzelner Allianzen unterschieden: Strategische Analyse und Strategiekonzept, Partnersuche und -auswahl, Konfiguration der Allianz, Implementierung der Allianz, laufendes Management und Weiterentwicklung der Allianz (Wertgenerierung zusammen mit dem(n) Partner(n) und Wertaneignung), Beendigung der Allianz. Die inhaltliche Präzisierung des Begriffs Allianzmanagementfähigkeit durch Simonin ist typisch für die vorherrschende Sicht der Funktionen des Allianzmanagements. Auch in allen anderen Beiträgen zum Thema Allianzmanagement steht die Fähigkeit, einzelne Allianzen anzubahnen, zu konfigurieren und zu managen im Vordergrund. Aspekte des Managements von Allianzportfolios und daraus resultierende spezifische Anforderungen und Aufgaben des (Multi-) Allianzmanagements bleiben weitgehend ausgeklammert. Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden folgende Aufgaben des Managements einzelner Allianzen erfasst und behandelt: Strategische Analyse und Strategiekonzept für einzelne Allianzen, Partnersuche und -bewertung, Abwicklung der Transaktion (Konfiguration, Vertragsgestaltung), Implementierung und laufendes Management der Allianz, Überwachung des Allianzerfolges und
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Rekonfigurationeiner bestehenden Allianz, Beendigung der Allianz. Alle genannten Aufgaben des Managements einzelner Allianzen werden von den befragten Unternehmen als wichtig eingeschätzt. Die Durchführung dieser Aufgaben ist in den untersuchten Unternehmen allerdings unterschiedlich organisiert. Darüber hinaus werden von der vorliegenden Studie aber auch die Aspekte und Aufgaben des Multi-Allianzmanagements berücksichtigt. Wie bereits festgestellt wurde, werden in der Literatur über die einzelne Allianz hinausgehende Funktionen nur selten angesprochen. Lediglich Gulati weist auf die Notwendigkeit zur Koordination zwischen Allianzen und Allianzpartnern zur Vermeidung von Konflikten und Nutzung von Verbundvorteilen hin.
[https://books.google.by/books/about/Management_von_Netzwerkorgani sationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC].
ТEXT 7. OPERATIONALISIERUNG UND MESSUNG
VON ALLIANZMANAGEMENTKOMPETENZ
Simonin unternimmt als Erster den Versuch, Allianz­managementkompetenz zu operationalisieren und zu messen. In einer breit angelegten Querschnittuntersuchung analysiert Simonin (1997) den Einfluss von Kooperationserfahrung auf die Allianzmanagementkompetenz und den Nutzen der Allianzen für das fokale Unternehmen. Er operationalisiert Allianzmanagementfähigkeit anhand von 20 Items, die jeweils das Ausmaß an Expertise zur Bewältigung eines spezifischen Teilschritts der Entwicklung einer Allianz im Lebenszyklus beschreiben. Allerdings beschränkt Simonin (1997, 1999) die Operationalisierung von Allianzmanagementkompetenz auf die Fähigkeit, einzelne Allianzen zu managen. Die Messung des Ausmaßes an Know-how je Item erfolgt durch Selbsteinschätzung mit Hilfe einer siebenstufigen Ordinalskala. Der Nachteil dieses Messkonzeptes besteht darin, dass die Unternehmen ihre Kompetenz selbst einschätzen müssen. Die Gefahr einer Über- oder Unterschätzung der Fähigkeiten des eigenen Unternehmens kann dabei kaum verhindert werden. Der Vergleich der Selbsteinschätzung mehrerer Unternehmen wird zusätzlich dadurch erschwert, dass die jeweiligen Anspruchsniveaus, die den einzelnen Bewertungen zugrunde liegen, unterschiedlich sein können und nicht transparent sind. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, nicht auf das Messkonzept von Simonin (1997, 1999) zurückzugreifen, sondern einen eigenen Operationalisierungsvorschlag zu entwickeln. Unsere Überlegungen gehen davon aus, dass sich die Allianzmanagementfähigkeit eines Unternehmens in der Routinisierung der Durchführung der Allianzmanagementaufgaben und in der instrumentellen Unterstützung des
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Allianzmanagements ausdrückt. Zur Operationalisierung der Routinisierung der Durchführung von Allianzmanagementaufgaben greifen wir auf den Formalisierungsgrad der einzelnen Aufgaben des Einzel- und Multi­Allianzmanagements zurück. Auch wenn grundsätzlich die Routinisierung der Erfüllung bestimmter Aufgaben nicht zwingend mit deren Formalisierung einhergehen muss, gehen wir davon aus, dass üblicherweise Routinisierung und Formalisierung Hand in Hand gehen. Studien belegen, dass die Entwicklung von Routinen für die Durchführung häufig wiederkehrender, strategisch bedeutender Aufgaben in der Regel durch die Standardisierung und EDV-Unterstützung der damit verbundenen Abläufe und Methoden begleitet und unterstützt wird (Aldrich). Die formalen Standards, EDV-Programme, etc. dienen dazu, das in den Routinen abgespeicherte überwiegend implizite Wissen explizit zu machen, kritisch zu reflektieren und kontrolliert zu replizieren.
[https://books.google.by/books/about/Management_von_Netzwerkorganisat ionen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC].
ТEXT 8. SCHAFFEN EINES KOMPETENZZENTRUMS
FÜR ALLIANZMANAGEMENT
Ein wichtiger Weg, um auf einem neuen Aufgabenfeld Know-how aufzubauen, ist die Zentralisierung der erfolgskritischen Aktivitäten auf diesem Gebiet und die Schaffung spezialisierter Stellen oder Organisationseinheiten zur Durchführung dieser Aufgaben. Im Rahmen der Querschnittanalyse wurde der Zentralisierungsgrad aller identifizierten Aufgaben des Einzel- und MultiAllianzmanagements untersucht. Dabei zeigte sich, dass mit Ausnahme der Implementierung und dem laufenden Management einzelner Allianzen sich alle anderen Allianzmanagementaufgaben durch ein hohes Maß an zentraler Durchführung oder Unterstützung auszeichnen. Als wichtigste Gründe für die Zentralisierung der strategischen Ausrichtung, Anbahnung, Konfiguration und des Monitoring von wichtigen Allianzen sowie aller Aufgaben des Portfoliomanagements werden genannt: Sicherstellen der Kohärenz mit der Unternehmensstrategie; Vermeidung von Leistungslücken (Performancedefiziten); Notwendigkeit zur allianzübergreifenden Koordination; Systematisches Sammeln und Anwenden des Erfahrungswissens. In fast allen untersuchten Unternehmen wurden zur zentralen Durchführung der erfolgskritischen Aufgaben des Allianzmanagements spezialisierte Stellen oder Abteilungen geschaffen, die wir im weiteren als Kompetenzzentrum oder Allianzkern bezeichnen. Grundsätzlich bestehen folgende Möglichkeiten zur Institutionalisierung
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eines Kompetenzzentrums für Allianzmanagement: Eigene Zentralabteilung für Allianzmanagement; Spezialisierte Stellen für Allianzmanagement als
Teil der zentralen Unternehmensentwicklungsabteilung bzw. Strategieabteilung; Spezialisierte Stellen für Allianzmanagement dezentral in den Geschäftsbereichen; Kombination zentraler und dezentraler Spezialisierung. Von den 24 untersuchten Unternehmen haben acht das zentrale Allianzmanagement als Teil der zentralen Unternehmensentwicklung institutionalisiert, sechs haben sowohl in der zentralen Unternehmensentwicklungsabteilung als auch in den
Geschäftsbereichen – meistens als Teil der Geschäftsentwicklungsabteilung – spezialisierte Stellen für Allianzmanagement eingerichtet. Vier
Unternehmen haben ausschließlich in den Geschäftsbereichen Kompetenzzentren für Allianzmanagement aufgebaut und weitere vier haben eine eigenständige Zentralabteilung für Allianzmanagement etabliert. Lediglich zwei Unternehmen (8 %) haben keine Form von spezialisierten Stellen oder Abteilungen für Allianzmanagement geschaffen. Abbildung 2 illustriert die Bedeutung der unterschiedlichen Formen der Institutionalisierung eines Kompetenzzentrums für Allianzmanagement.
[https://books.google.by/books/about/Management_von_Netzwerkorgani sationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC].
TEXT 9. ZUSAMMENFASSUNG
Die empirischen Befunde belegen, dass das Management von Allianzportfolios ein eigenständiges Aufgabenbündel darstellt, das organisationale Fähigkeiten und Infrastrukturen (standardisierte Instrumente, formalisierte Prozesse und Institutionen) erfordert, die über jene für das Management einzelner Allianzen hinausgehen. Die Operationalisierung und Messung der Allianzmanagementkompetenz anhand des Formalisierungsgrades und der instrumentellen Ausstattung des Allianzmanagements liefern brauchbare empirische Befunde. Mit Hilfe der Clusteranalyse konnten fünf Typen der Institutionalisierung von Allianzmanagement identifiziert werden, die sich hinsichtlich der Organisation und des Umfangs der zentralen Unterstützung des Einzel- und des Multi-Allianzmanagements unterscheiden. Die Wahl des Institutionalisierungstyps hängt vom internen und externen Kontext ab. Wichtige Kontextfaktoren sind der Diversifikationsgrad des Unternehmens sowie die Anzahl und die strategische Bedeutung der Allianzen für die Unternehmensentwicklung. Die Fallstudie verdeutlicht die Entwicklung der Allianzmanagementkompetenz im Zeitverlauf. Allianzmanagementfähigkeit entsteht aus der systematischen Reflexion von Kooperationserfahrungen
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sowie der Kodifizierung und Replikation der daraus gewonnenen Erkenntnisse. Der Aufbau von Allianzmanagementkompetenz erfolgt über die vier Phasen Erkennen, Verankern, Transferieren und Anwenden von Wissen, wann, mit wem und wie kooperiert werden soll. Als wichtiger Schritt zur Verbesserung der Allianzmanagementkompetenz der analysierten Unternehmen erwies sich in fast allen Fällen die Bildung eines Kompetenzzentrums für Allianzmanagement und die Zentralisierung der erfolgskritischen Allianzmanagementaktivitäten. Das Fallbeispiel Siemens zeigt, dass nach erfolgreichem Systemaufbau das Management der einzelnen Allianzen trotz der Existenz eines Kompetenzzentrums dezentralisiert werden kann. Das Kompetenzzentrum konzentriert sich dann auf das Portfoliomanagement. Die Ausdifferenzierung eines Systems für Allianzmanagement führte in fast allen untersuchten Unternehmen zur Bildung spezifischer Rollen bzw. Stellen des Allianzmanagements. Die organisatorischen Lösungen zur Schaffung eines Kompetenzzentrums für Allianzmanagement sind allerdings unterschiedlich. Vereinfachend kann man den Entwicklungsverlauf der Etablierung von Allianzmanagement in die vier Phasen: nebenamtliche Wahrnehmung; Fachpromotor Allianzmanagement; Aufbau eines Kompetenzzentrums und Konzentration des Kompetenzzentrums auf das Portfoliomanagement gliedern.
[https://books.google.by/books/about/Management_von_Netzwerkorgani sationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC].
TEXT 10. ZUM VERHÄLTNIS VON NETZWERK – UND
PROZESSORGANISATION
Trotz bzw. gerade wegen der hier behaupteten Koexistenz von Netzwerk- und Prozessorganisation bedarf es einer genaueren Klärung ihres Verhältnisses. Die Prozessorganisation ist durch eine Ausrichtung der Unternehmungsorganisation an Geschäftsprozessen gekennzeichnet.
Gegenüber den in der Vergangenheit vorherrschenden Formen der Primärorganisation, d.h. der Funktionalorganisation sowie der
Spartenorganisation, verlangt die Prozessorganisation nach einem grundlegenden Bruch mit herkömmlichen organisatorischen Gestaltungsprinzipien: Teilaufgaben werden nicht länger top-down aus der Gesamtaufgabe der Unternehmung abgeleitet und in einem mehrstufigen Prozess zu aufgabenträgergerechten Gesamtheiten (Stellen) zusammengefasst. Die Aufgabenzusammenfassung und Stellenbildung ist im Falle der Prozessorganisation vielmehr bottom-up getrieben und an dem Grundsatz einer möglichst ganzheitlichen Organisation der
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Prozessbearbeitung orientiert. Die klassischen Organisationsinstrumente der Arbeitsteilung (Differenzierung) und Koordination (Integration) ordnen sich diesem Prozessgesichtspunkt unter – und nicht dem Funktional- oder Objektprinzip. Dabei wird die Bildung ablaufhemmender Schnittstellen vermieden, indem Einzelaktivitäten nicht länger stellenbezogen zusammengefasst werden, sondern nach Ähnlichkeiten bezüglich Funktionalität, Komplexität, Kundengruppe und nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt des Prozessfortschritts. Oft reichen die entsprechend gestalteten Geschäftsprozesse – insbesondere die so genannten Kernprozesse,4 seltener die sie begleitenden Unterstützungsprozesse – über tradierte Organisationsgrenzen hinaus. Die Einführung der Prozessorganisation zieht in diesem Fall eine entsprechende Schaffung bzw.
Veränderung der Netzwerkorganisation, zum Beispiel in Form einer Öffnung der Unternehmungsgrenzen gegenüber Kunden und/oder
Lieferanten, nach sich. Tatsächlich akzentuieren fast alle aktuellen Konzepte der Prozessorganisation die Gestaltung von Geschäftsprozessen über Unternehmungsgrenzen hinweg. Das Besondere der Netzwerkorganisation – wie der darauf basierenden virtuellen Unternehmung – ist, „daß hier laufend in Frage gestellt werden kann, welche in- oder externen Einheiten die einzelnen Aktivitäten in einem Wertschöpfungsprozeß erbringen“ (Müller­Stewens 1997, S. 11). Der Autor spricht in diesem Zusammenhang von einer „Virtualisierung der Prozeßorganisation“, auch wenn offen bleiben muss, wie oft und wie schnell tatsächlich infrage gestellt werden kann, welche in­oder externen Einheiten die einzelnen Aktivitäten in einem Wertschöpfungsprozess erbringen.
TEXT 11. MANAGEMENTFUNKTIONEN MANAGEMENTPRAKTIKEN
Einleitend wurde darauf hingewiesen, dass Netzwerkorganisationen nicht die, sondern nur eine der Organisationsformen ökonomischer Aktivitäten mit Zukunft ist. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn durch effektives und effizientes Netzwerkmanagement einem „Netzwerkversagen“ (Messner
1995) vorgebeugt wird. Ein solches Netzwerkmanagement ist eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, auf die das Management bislang häufig nicht genügend vorbereitet ist und die (auch deshalb) in der Regel nicht bewusst genug angegangen wird. Das Netzwerkmanagement wird sich als umso problematischer erweisen, je komplexer Netzwerkorganisationen werden. Hage und Alter (1997) gehen genau davon aus, wenn sie argumentieren, dass
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in Netzwerkstrukturen zunehmend komplexere Aufgaben angegangen
werden,
Netzwerkorganisationen immer häufiger Branchengrenzen überspannen,
Unternehmungen nicht nur in ein, sondern in mehrere Netzwerke
einbezogen sind und auch
die Diversität der Netzwerkmitglieder zunimmt.
Trifft die Einschätzung zunehmender Komplexität von Netzwerkorganisationen zu, ist das Management mit einem paradoxen Sachverhalt konfrontiert: Eine Organisationsform, deren Verbreitung nicht unwesentlich darauf zurückzuführen sein dürfte, dass sie die speziell in Großorganisationen überborstende Komplexität im Zaume zu halten verspricht, schafft zusätzliche Komplexität. Ohne deren erfolgreiche Handhabung durch ein adäquates Netzwerkmanagement, dürfte der Netzwerkorganisation keine allzu große Zukunft beschieden sein. Ritter und Gemünden (1998) weisen zu Recht darauf hin, dass das Netzwerkmanagement eine originäre Funktion der an dem Netzwerk beteiligten Unternehmungen ist, allerdings auch auf darauf spezialisierte Organisationen übertragen werden kann. Dabei ergänzen sie den üblichen Katalog der primär auf das Innere der Unternehmung gerichteten Managementfunktionen (Planung, Organisation, Personaleinsatz und ­führung, Kontrolle) um drei „beziehungsspezifische Aufgaben“: Anbahnung, Austausch und Koordination. Im Zuge der Anbahnung von Geschäftsbeziehungen gilt es, potentielle Kooperationspartner zu identifizieren, zu informieren und – letztlich – zu gewinnen. Der Austausch richtet sich auf technologisches, personen- und/oder unternehmungsbezogenes Wissen sowie – allgemeiner gefasst – auf entsprechende Leistungen und Gegenleistungen. Die Koordination richtet sich schließlich auf die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Geschäftsbeziehungen im Sinne einer Harmonisation bzw.
[https://books.google.by/books/about/Management_von_Netzwerkorgani sationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC].
TEXT 12. MANAGEMENTKOMPETENZ:
DAS MANAGEMENT VON SPANNUNGSVERHÄLTNISSEN
Das Management von Netzwerken, die Wahrnehmung der genannten Managementfunktionen, erfordert zum einen, worauf schon früh hingewiesen wurde, ein „thinking in networks“ (Mattsson 1987). Genauer geht es darum, das eigene Managementhandeln in seiner Bedingtheit durch und in seinen Auswirkungen auf das Beziehungsgeflecht zu begreifen. Zu
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diesem Zweck müssen die subjektiven Theorien des Managements die Netzwerkartigkeit des Koordinationszusammenhangs abbilden. Vom Management ist dabei zum Beispiel gefordert, dass es – aufbauend auf seine „network visioning capability“ (Möller/Halinen 1999) – eine sinnvolle Sicht auf die Möglichkeiten der Netzwerkbildung, der Netzwerkentwicklung und des Netzwerkmanagements entwickelt. Erforderlich sind aber auch entsprechende „Managementkapazitäten“ (Bleicher 1996), in quantitativer wie qualitativer Hinsicht. In diesem Zusammenhang ist die Rede von
„connective capacity“, „alliance capability“, „Allianzmanagement­kompetenz“, „relational capabilities“, „network management capabilities“, „Beziehungskompetenz“, „Beziehungskapital“, „Netzwerkkompetenz“, „Interaktionsfähigkeit“, „Beziehungsfähigkeiten“ oder „Netzwerk­fähigkeit“. Damit ist im Regelfall sowohl eine (inter-) organisationale als
auch eine (inter-) personale Fähigkeit angesprochen, die vor allem aufgrund von Erfahrungen entsteht, aber auch durch entsprechende Institutionen gefördert werden kann. Infrage kommen unter anderem eine auf die Wahrnehmung der Managementaufgabe spezialisierte Person oder Organisationseinheit, die Schaffung einer entsprechenden organisationsinternen oder -übergreifenden Community of Practice, der Einsatz bestimmter Managementinstrumente und der Aufbau einer auf das Netzwerkmanagement spezialisierten Unternehmung oder Geschäftsstelle.
Derartig verankerte relationale Fähigkeiten stehen neben der Bereitschaft, sich in eine Kooperation einzubringen und entsprechend zu engagieren, zweifellos im Zentrum, wenn es darum geht, geeignete Netzwerkpartner zu finden, passende Aufgaben, Ressourcen und Verantwortlichkeiten zu allozieren, angemessene Regeln zu erarbeiten und ein die Netzwerkentwicklung förderndes Evaluationsverfahren zu implementieren. Gleichwohl darf die Konzentration auf das Beziehungskapital im weitesten Sinne an dieser Stelle nicht darüber hinweg
täuschen, dass dieses Kapital vor allem im Zusammenspiel mit ökonomischem Kapital und technologischen Fähigkeiten seine Wirkung
entfaltet, ein Stück weit sogar durch diese ersetzt werden kann.Beispielsweise wirkt eine Vermarktungskompetenz oder eine ausgewiesene technologische Kompetenz erheblich auf die Fähigkeit einer Person oder Organisation ein, attraktive Kooperationspartner zu finden.
[https://books.google.by/books/about/Management_von_Netzwerkorgani sationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC].
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