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Немецкий язык для аспирантов. Учебное пособие

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biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Komponenten und die gemeinsame Erlangung genetischer Ressourcen auf der Grundlage des gerechten Ausgleichs von Vorteilen, welche aus der Nutzung genetischer Ressourcen entstehen, dar. Diese Ziele sollen durch die Gewährleistung des notwendigen Zugangs zu den genetischen Ressourcen, die notwendige Weitergabe entsprechender Technologien (unter der Berücksichtigung aller mit diesen Ressourcen verbundenen Rechten und Technologien) sowie die erforderliche Finanzierung erreicht werden. Zur Umsetzung des ersten Vorhabens (Erhalt der biologischen Vielfalt) muss im Rahmen der nationalen Gesetzgebung eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt werden. Diese sollen insbesondere die Schaffung eines Systems der Schutzgebiete oder Gebiete, in denen besondere Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt notwendig sind, umfassen. Dabei ist innerhalb eines solchen Systems die Einführung von besonderen Rechtsnormen zum Schutz des Erhalts der biologischen Vielfalt erforderlich. Zum anderen muss der nationale Verbrauch von biologischen Ressourcen rationalisiert und quantitativ reguliert werden. Es geht insbesondere um solche Ressourcen, die von Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schutzgebiete bedeutsam sind. Deren Erhaltung und nachhaltige Nutzung müssen gewährleistet werden. Außerdem muss die Erhaltung der biologischen Vielfalt unterstützt werden, indem der Schutz von Ökosystemen und natürlichen Lebensräumen sowie die Bewahrung lebensfähiger Populationen von Arten in ihrer natürlichen Umgebung gefördert wird. Das in 2002 gesetzte Ziel der „wesentlichen Verlangsamung des aktuell ablaufenden Prozesses des Verlustes der Biodiversität im globalen, regionalen und nationalen Maßstab im Sinne des Beitrages zur Bekämpfung der Armut und zum Wohl aller Lebensformen auf Erde im Jahr 2010“ wurde bis heute nicht verwirklicht. Es sind viele Anzeichen des fortlaufenden Verlustes von Biodiversität in allen drei Grundbestandteilen (Gen-, Arten- und Ökosystemvielfalt) zu beobachten. Die als gefährdet eingestuften Arten sind mittlerweile akut vom Aussterben bedroht. In den meisten Weltregionen schreiten die Schrumpfung und Zustandsverschlechterungen von einheitlichen Lebensräumen voran.
[https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/
docId/ 6524/file/sdrs03_ s75_82.pdf]
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4.3. Примеры текстов для письменного перевода (психологичес-
кие науки)
TEXT 1. BEGRIFFE UND KONZEPTE
Jedes Wissenschaftsgebiet verfügt über Konventionen, wie die
Phänomene des Untersuchungsgebiets benannt, nach welchen
Gesichtspunkten sie geordnet und klassifiziert werden können, um sie damit einer systematischen Erforschung zugänglich sowie die Beobachtungsergebnisse mitteilbar und vergleichbar zu machen. Allgemein versteht man dabei unter Klassifikation die Einteilung oder Einordnung von Phänomenen, die durch bestimmte gemeinsame Merkmale charakterisiert sind, in ein nach Klassen gegliedertes System. Spezifisch sind damit aber die „Taxonomie“, die systematische Ordnung nach festen Regeln sowie die dia- gnostische Identifikation (oder der diagnostische Prozess) angesprochen. Letztere beschreibt die Zuordnung bzw. den Prozess der Zuordnung bestimmter Merkmale oder Individuen in diagnostische Klassen bzw. Kategorien eines bestehenden Klassifikationssystems (Wittchen und Lachner 1996). Vermischt mit dem Begriff Klassifikation werden in der Psychiatrie und Klinischen Psychologie häufig die Termini Nomenklatur und Nosologie genannt. Unter Nomenklatur versteht man spezifische Begriffsbeschreibungen, die benutzt werden, um die Klassen und Elemente eines Systems zu identifizieren. Dabei werden sowohl die Namen der Klassen wie auch die technischen Begriffe definiert. Praktisch gesehen kann eine Nomenklatur als eine unter Experten anerkannte Liste von Begriffen verstanden werden, die im Prinzip unabhängig von den zugrunde liegenden Charakteristika der Klassen ist. Als Beispiel für solche Nomenklaturen lassen sich das US-amerikanische Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders in seiner 5. Version (APA 2013, 2015) mit seinem Glossar sowie das entsprechende Kapitel V (F) der 10. Revision der Interna- tional Classification of Diseases (ICD-10; WHO, 1992) anführen, mit der psychische und Verhaltensstörungen weltweit codiert werden.
Ein zweiter kritischer Begriff ist der der Nosologie (medizinische Krankheitslehre). Der Begriff Nosologie bezieht sich im Zusammenhang mit der Klassifikation von Krankheiten auf den Versuch einer eindeutigen und logischen Unter-, Neben- und Überordnung beschriebener Krankheiten nach einheitlichen Gesichtspunkten. Dabei spielen in der Medizin folgende Begriffe eine entscheidende Rolle bei der Definition von Krankheiten.
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TEXT 2. WARUM IST DIE EPIDEMIOLOGIE RELEVANT?
Wie häufig sind psychische Störungen in der Allgemeinbevölkerung, wie häufig sind schwergradige Störungen und wie häufig treten damit
verbundene Komplikationen und Behinderungen auf? Wie viele schen mit psychischen Störungen werden überhaupt vom Versorgungssystem erkannt und diagnostiziert, und welche psychischen Störungen werden wie häufig in welchen Einrichtungen behandelt? Wie groß sind der gedeckte und ungedeckte Bedarf an Interventionen und Diensten, was sind förderliche und hemmende Faktoren der Hilfesuche und Inanspruchnahme? Welche Menschen sind am anfälligsten für psychische Störungen (und in welchen Lebensphasen)? Wie ist der natürliche Verlauf psychischer Störungen – wann beginnen sie, und welche Verlaufstypen lassen sich finden? Was sind die Risikofaktoren und kausale Faktoren für Beginn und Verlauf? Wie wirken dabei genetische und nichtgenetische Faktoren zusammen? Die Auflistung solcher Fragen ließe sich fortsetzen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie alle in den Gegenstandsbereich der Epidemiologie psychischer Störungen fallen. Zur Beantwortung dieser Fragen liefert die Epidemiologie spezielle
Ansätze und Methoden, die das klinisch-psychologische Handwerkszeug ergänzen. Zugleich zeigt diese Themenübersicht, welche wichtige Stellung
die Epidemiologie nicht nur für unser Fach Klinische Psychologie, sondern auch für die Medizin, Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik einnimmt. Diese allgemeinere Bedeutung lässt sich beispielhaft anhand des berühmten, aus epidemiologischen Daten abgeleiteten „Global Burden of Disease Project“ der Weltgesundheitsorganisation verdeutlichen. Dieses Projekt hat nicht nur über viele Jahre hinweg die überaus große globale Bedeutung psychischer Störungen allgemein und depressiver Störungen im Besonderen auch im Vergleich zu anderen Erkrankungen herausgearbeitet, sondern auch verdeutlicht, dass klinisch-psychologisch beeinflussbare psychische und Verhaltensfaktoren bei der Mehrzahl aller Ursachen für Behinderung und Tod eine wichtige Rolle spielen. Unter den 22 Hauptgruppen von Ursachen für die globale Krankheitslast, wiedergegeben über „verlorene Lebensjahre“ („disability adjusted life years“; DALY), nehmen psychische Störungen insgesamt Platz 6 und unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Alter 15–49 Jahre) den Spitzenplatz ein. Nach Rücken- und Kopfschmerzen sind depressive Störungen insgesamt unter 354 betrachteten Störungen und Erkrankungen global an dritter Stelle der Hauptursachen für „Lebensjahre mit Behinderung“.
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TEXT 3. LERNPSYCHOLOGISCHE GRUNDLAGEN UND GRUNDBEGRIFFE
(
MIKE RINCK UND ENI S. BECKER)
Lernen ist eine solch allgemeingültige Erfahrung des Menschen, dass wir kaum jemals darüber nachdenken, was der Begriff eigentlich bezeichnet. Vielmehr haben wir das Gefühl, zu wissen, was Lernen ist, und möglicherweise lesen Sie diese Zeilen gerade, um etwas über das Lernen zu lernen. Es gibt jedoch viele Arten des Lernens, und eine Definition ist für eine genauere Betrachtung unerlässlich. Eine wissenschaftliche Definition, mit der viele Forscher übereinstimmen würden, lautet: Lernen ist eine auf Erfahrung basierende, dauerhafte Veränderung in der Verhaltens-disposition eines Individuums.Diese Definition unterscheidet sich in mancherlei Hinsicht vom umgangssprachlichen Gebrauch des Wortes Lernen. Sie ist auf das Individuum bezogen, d. h., Modebegriffe wie „lernende Organisa­tionen“ fallen nicht darunter. Ein wichtiges Detail der Definition ist der Begriff „Verhaltensdisposition“, welcher an-zeigt, dass Lernen nicht sofort und direkt zu einer Veränderung des Verhaltens führen muss. Vielmehr reicht es aus, wenn eine Verhaltensänderung möglich wird. Dies bedeutet nicht mehr als die Alltagsweisheit, dass wir nicht alles tun müssen, was wir gelernt haben. Lernforscher unterscheiden hier zwischen Kompetenz (was wir tun können) und Performanz (was wir tatsächlich tun). Lernen bezieht sich somit immer auf Veränderungen der Kompetenz, und zwar nur auf
Veränderungen, die einigermaßen dauerhaft sind (z.B. nicht zufällige Veränderungen) und die auf Erfahrungen beruhen (d.h. nicht auf Medikamenten, Drogen, Müdigkeit etc.). Veränderungen der Kompetenz müssen dabei keineswegs sichtbar werden. Dies ist ein Dilemma der
Lernforschung: Kompetenzveränderungen sind nicht direkt beobachtbar, sondern nur indirekt aus Veränderungen der Performanz erschließbar. Die wissenschaftliche Definition ist auch umfassender als die umgangssprachliche: Zum einen umfasst sie, wie wir weiter unten sehen werden, auch Lernformen, die dem Laien eher ungewöhnlich erscheinen. Zum anderen schließt sie auch Veränderungen zum Schlechteren ein, d.h., Lernen führt keineswegs immer zu einer Verbesserung von Kompetenz und Performanz. Dies ist der Punkt, an dem die Lernforschung für die Klinische Psychologie relevant wird, denn viele klinische Störungen lassen sich zumindest teilweise durch Lernprozesse erklären, ebenso wie diese Prozesse bei vielen Therapien eine wichtige Rolle spielen.
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TEXT 4. KOGNITIVE KONTROLLE BEI SUBSTANZKONSUMSTÖRUNGEN
UND ALLTÄGLICHEN SELBSTKONTROLLFEHLERN
Dysfunktionen der kognitiven Kontrolle sind von besonderer Relevanz
für das Verständnis von Beein- trächtigungen der Selbststeuerung bei Substanzkonsumstörungen sowie nicht substanz-gebundenen suchtartigen
Verhaltensweisen (z.B. dem pathologischen Glücksspielen), die sich durch einen zunehmenden Kontrollverlust trotz Einsicht in die negativen Konsequenzen des eigenen Verhaltens auszeichnen. In Aufgaben, die die Inhibition automatisierter Reaktionen oder impulsiver Reaktionen zugunsten langfristiger Verhaltens-konsequenzen erfordern, zeigen Probanden mit Substanz-konsumstörungen (z. B. Amphetamin- und Kokainabhängige)
häufig beeinträchtigte Leistungen sowie eine reduzierte Aktivierung in präfrontalen Kontrollregionen. Analoge Beeinträchtigungen von kognitiven
Kontrollfunktionen sind auch bei Personen mit nicht substanzgebundenen suchtartigen Verhaltensweisen (insbesondere im Zusammenhang mit pathologischem Spielen) gefunden worden, was darauf hindeutet, dass es sich um störungsübergreifende Mechanismen beeinträchtigter Selbstkontrolle handeln könnte. Darüber wurde gefunden, dass Personen mit Substanzkonsumstörungen (z. B. Opiat- und Kokainabhängigen) im Vergleich zu Kontrollprobanden eine reduzierte Aktivität im dorsalen ACC zeigen, wenn sie in einer Aufgabe Fehler machen oder mit Reaktionskonflikten konfrontiert werden. Nach der Konflikt-Überwachungs­Theorie von Botvinick ist der dorsale ACC an der Überwachung von Konflikten („conflict monitoring“) und Fehlern („error monitoring“) beteiligt und signalisiert im Falle eines Konflikts, dass kognitive Kontrolle mobilisiert werden muss, um ein Ziel gegen konkurrierende Reaktionen durchzusetzen. Ist die Konfliktüberwachung beeinträchtigt, wird das exekutive Kontrollnetzwerk und speziell der dorsolaterale präfrontale Kortex unzureichend aktiviert, sodass kognitive Kontrollprozesse nicht in hinreichendem Maß mobilisiert werden. Dies wiederum sollte die Inhibition des durch drogenassoziierte Hinweisreize ausgelösten Verlangens beeinträchtigen und zu einer stärker habituellen, statt an langfristigen Zielen orientierten Verhaltenskontrolle führen. Bislang ist ungeklärt, ob Beeinträchtigungen kognitiver Kontrolle eine Folge chronischen Substanzmissbrauchs sind oder ob sie als Vulne-rabilitätsfaktoren das Risiko
erhöhen, im Zusammenspiel mit ungünsti-gen situativen Bedingungen eine Substanzkonsumstörung zu entwickeln.
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TEXT 5. STRESS UND COPING
Stress ist heute ein häufig gebrauchter Begriff, der sowohl dazu dient, die Anpassung an Alltagsbelastungen zu erklären, als auch den Einfluss von
Überbelastungen auf die Entstehung und/oder Aufrechterhaltung von Funktionsstörungen und Erkrankungen zu begründen. Das Zusammenspiel von Situationen, die von einem Individuum als Stress erlebt werden können, hängt einerseits von der Situation selbst ab, wird jedoch stark beeinflusst von der individuellen Wahrnehmung, ihrer kognitiven und emotionalen
Verarbeitung, dem individuell zur Verfügung stehenden Verhaltensrepertoire und – der abschließenden Bewertung der Situationsbewäl tigung. Dieser interaktive Prozess wurde von Lazarus und Folkman als das transaktionale Stressmodell beschrieben. Diesem Modell zufolge wird jede Situation, in der sich eine Person befindet, bezüglich ihres
Ausmaßes an Bedrohung (Primärbewertung) und bezüglich der zur Verfügung stehenden Bewältigungsmöglichkeiten (Sekundärbewertung)
abge-schätzt. Aus diesen Bewertungsprozessen resultierend, werden eine Reihe von Kognitionen wie automatische Gedanken, Annahmen, Erwartungen oder Einstellungen aktiviert, die wiederum zu Emotionen, physiologischen Vorgängen und letztendlich Emotionen, physiologischen Vorgängen und letztendlich zu Verhalten führen. In Abhängigkeit von den Resultaten dieses hoch komplexen Vorganges und der Konsequenzen aus dem gezeigten Verhalten kommt es zu einer Neubewertung der Situation, die mittel- oder langfristig das Bewältigungsverhalten in subjektiv als stressvoll er- lebten Situationen nachhaltig beeinflussen wird.
Die körperlichen Vorgänge, die bei der Bewertung einer Stresssituation ablaufen, lassen sich u. a. anhand charakteristischer Veränderungen einer ganzen Reihe von Hormonen beschreiben. Neben den Katecholaminen des sympathikoadrenomedullären Systems (SAMS) spielen die Hormone der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHNA) eine bedeutende Rolle. Unterschiedlichste physiologische und psychologische Stressoren führen u.a. zu einer Freisetzung des Kortikotropin-Releasing­Hormons (CRH) im Hypothalamus. Dieser Hormonanstieg bewirkt eine vermehrte Sekretion des adrenokortikotropen Hormons (ACTH) in der Hypophyse, das wiederum in einer erhöhten Freisetzung des Nebennierenrindenhormons Kortisol resultiert. Durch einen negativen Rückmeldeprozess dieser Hormone an die Hypophyse und den Hypothalamus kehrt das gesamte System nach dem Abklingen des jeweiligen Stressors wieder auf seine Ausgangswerte zurück. Die physiologischen Konsequenzen von Stress sind ausführlich beschrieben.
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TEXT 6. DURCHFÜHRUNG
Ein zentraler Aspekt, den insbesondere Grawe herausgearbeitet hat, ist die Motivierung durch Befriedigung von Grundbedürfnissen (nach Grawe: Bindung und Zugehörigkeit, Orientierung und Kontrolle, Selbstwerterhöhung und -schutz, Lustgewinnung und Unlust-vermeidung). Nach den Überlegungen von Grawe steht das Interaktionsverhalten des Patienten mit einem oft nicht bewussten Oberziel in Verbindung (z.B. Schutzbedürfnis). Befriedigt bzw. „deaktiviert“ der Therapeut nun durch entsprechende Beziehungs-gestaltung dieses Oberziel des Patienten (gewährt also Schutz), können andere Ziele des Patienten verhaltensbestimmend werden, sodass nun das Oberziel eine adäquate Problemlösung nicht länger behindert. Insofern ist die motivorientierte Beziehungsgestaltung, die auch als komplementäre Beziehungsgestaltung bezeichnet wird, eng mit dem Konzept der Plananalyse verbunden, da die Beziehungsgestaltung abhängig davon ist, welche interaktionellen Pläne der Therapeut beim Patienten erschlossen hat. Dieser Ansatz entspricht auch allgemeinen Annahmen zur menschlichen Entwicklung, wonach Ausprobieren und Experimentieren bei gleichzeitiger Sicherung der Grundbedürfnisse eine optimale Lernumwelt darstellt: „Positive progressive psychological develop-ment (…) is facilitated by the presence of safe, stable, and caring others who accept and encourage experiential explorations“. In der Psychotherapie geht es aber in vielen Fällen weniger um den intentionalen, als um den volitionalen Aspekt der Motivation: Der Patient hat möglicherweise mehr oder weniger klare Wünsche, z.B. Angstgefühlen standzuhalten (Intention), aber auf dem Weg dorthin durchzuhalten und konsequent zu bleiben (Volition), stellt die eigentliche motivationale Schwierigkeit dar. Überlegungen dazu, diesen speziellen Aspekt der Motivation zu fördern, sind in der Literatur zur Therapiemotivation viel weniger ausformuliert. Aus der Allgemeinen Psychologie ist jedoch bekannt, dass ein Ziel häufiger erreicht wird, wenn neben der Zielintention eine Durchführungsintention gebildet worden ist. Durchführungsintentionen sind dabei als Vorsatz zu verstehen, beim Eintreten einer bestimmten Situation ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. Im therapeutischen Setting könnte die Zielintention, dem Angstgefühl standzuhalten, durch die Durchführungsintention „Wenn ich im Kaufhaus Angst bekomme, dann werde ich nicht weglaufen“ ergänzt und damit die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung gestärkt werden. Günstig scheint es dabei zu sein, die Bedingungen, unter denen das Zielverhalten gezeigt werden soll, möglichst konkret zu beschreiben sowie auf die Wichtigkeit der Durchführungsintention.
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4.4. Примеры текстов для письменного перевода (менеджмент)
TEXT 1. EINLEITUNG, ZIELSTELLUNG UND METHODEN (MANAGEMENT)
Globaler Wandel, Klimawandel, demographischer Wandel, der Verlust der Biodiversität und Ressourcenverbrauch stellen Gesellschaft und Wissenschaft vor große Herausforderungen. Die damit verbundenen Probleme für Mensch und Umwelt zu überwinden, ist zentraler Bestandteil zahlreicher Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Eine wesentliche Rolle zur Überwindung dieser Schwierigkeiten spielen hierbei Entscheidungen zur Landnutzung sowie die Prozesse zur Entscheidungsfindung auf regionaler und lokaler Ebene. Für die Entwicklung geeigneter Handlungsstrategien, Technologien und Systemlösungen wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland die Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ (NLM) initiiert. Ein Schwerpunkt hierbei ist die Entwicklung von Dienstleistungen zur Förderung nachhaltiger Landnutzungssysteme inklusive eines Informations- und Wissens­managements. Aufgrund der Komplexität der Strukturen und Abläufe im Nachhaltigen Landmanagement erfordern erfolgreiche Implementations- und Transferprozesse einen strukturierten und gezielten Umgang mit Informationen und Wissen – dies kann ein integriertes Informations- und Wissensmanagement (IWM) unterstützen. Aus Sicht des wissen-schaftlichen Begleitvorhabens im Modul B werden mit diesem Diskussionspapier die Möglichkeiten und Chancen eines integrierten Informations- und Wissensmanagementsystems identifiziert. Des Weiteren wird dargestellt, wie sich mit Hilfe eines integrierten IWM-Systems die Barrieren und Hemmnisse
für den Wissenstransfer sowie die Implementation in der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit überwinden lassen. Darin nimmt der
Wandel im Verständnis über den Transfer von Wissen und Technologien eine wesentliche Rolle ein. Aufgenommen wird die z.T. langjährige Kritik gegen Vorstellungen von einseitigen und linear gerichteten Transferprozessen („one­way flow of knowledge“), in denen die Institutionen aus Wissenschaft und Forschung als Produzenten (Sender) und die Organisationen aus Wirtschaft und Politik als Nachfrager (Empfänger) von Wissen und Technologien aufgefasst werden. Damit sich der Einsatz geplanter Implementations- und Transferprozesse wirksam und erfolgreich vollzieht und sich hieraus ein optimiertes Innovationspotenzial ergibt, untersucht dieses Diskussions-papier auch Fragen des Lernens und des Wissens. Die Identifikation und Generierung von Wissen als zentrale Ressource nehmen in unserer heutigen Wissensgesellschaft eine vorrangige Funktion ein.
[https://books.google.by/books/about/Management_von_Netzwerkorgani sationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC].
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TEXT 2. EINLEITUNG, ZIELSTELLUNG UND METHODEN
Nach der Abgrenzung der beiden Begriffe Wissen und Information fehlt die Charakterisierung des Begriffes Management, um sich einem besseren Verständnis von Informations- und Wissensmanagement anzunähern. Der Begriff des Managements ist ausgesprochen weit verbreitet und wird in vielfältiger Weise verwendet. So existiert eine Vielzahl von Begriffen, die mit Management verknüpft und aus unserem Alltag nicht wegzudenken sind. Seine häufigste Anwendung findet der Begriff Management im Kontext ökonomischer Fragestellungen, wobei der Begriff nicht nur für die Methoden und Instrumente der Ökonomie steht, dieser vielmehr als Symbol für die gesamte Disziplin angesehen werden kann. Eine erste wissenschaftliche Beschreibung von Management nahm um 1900 HENRI FAYOL vor. Aus seiner Sicht liegen die Aufgaben des Managements im Planen, Organisieren, Führen, Koordinieren und Kontrollieren. Den Managementberuf sieht HENRY MINTZBERG in drei Rollen eingeteilt: das Vermitteln zwischen Personen, die Beschaffung und Verteilung von Informationen und das Entscheiden. Als ersten Ansatzpunkt für Management in Verbindung mit der Wissenschaft kann das Konzept des „scientific management“ (wissenschaftliche Betriebsführung) durch FREDERICK W. TAYLOR von 1911 angesehen werden. Der innovative Grundgedanke für dieses Konzept liegt darin, die Effizienz (damals in industriellen Unternehmen) nicht nur durch die Weiterentwicklung der Maschinen zu erreichen, sondern insbesondere durch arbeitsorganisatorische Maßnahmen. Demnach muss zur Effizienzsteigerung nicht der Arbeiter ausgetauscht werden, stattdessen ist die Arbeitsorganisation, also das Management, mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse zu verbessern. Somit erfolgt erstmals eine Trennung zwischen Arbeiter und Manager oder detaillierter formuliert zwischen der ausführenden und planenden Arbeit. Hieraus wird ersichtlich, dass die zentrale Aufgabe des „Managen“ nicht in der Durchführung sondern in der Steuerung der Prozesse liegt. In der weiteren Entwicklung rückt der PDCA-Zyklus von WILLIAM E. DEMING in den Fokus, wobei PDCA für (PlanenDurchführen-Prüfen- Handeln) steht. Der bereits in den 1940er Jahren entwickelte Ansatz wurde zunächst in Japan aufgenommen und praktiziert, wohingegen in westlichen Unternehmen der PDCA-Zyklus erst ab Mitte der 1980er Jahre für Manager interessant wurde. Der Ansatz ist die Grundlage jeglicher Qualitätsmanagementsysteme und lässt sich auf alle Prozesse anwenden. Er dient der kontinuierlichen Verbesserung jeglicher Prozesse in Organisationen mit dem Ziel einer optimalen Kundenzufriedenheit. Hieraus entstanden ab den 1990er Jahren die Internationalen Qualitätsmanagementnormen.
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[https://books.google.by/ books/ about/Management_von_ Netzwerkorganisationen.html?hl=ru&id=0bWKtvmknTsC].
TEXT 3. EINLEITUNG, ZIELSTELLUNG UND METHODEN
KLAUS NORTH argumentiert hingegen, dass eine wissens-orientierte Organisation nicht allein auf einzelne Bausteine begründet werden kann. Es bedarf vielmehr einer Gesamtkonzeption für alle Bereiche des Unternehmens mit Blick auf die organisatorischen Rahmen-bedingungen sowie auf das operative und strategische Unternehmens-management. Das Konzept verlangt nach Rahmenbedingungen, um den Austausch zwischen Wissensangebot und Wissensnachfrage zu ermöglichen. NORTH bezeichnet diesen Austausch als Wissensmarkt. Für eine erfolgreiche Umsetzung werden drei Handlungsfelder des Informations- und Wissensmanagements abgeleitet: strategisches und operatives Wissensmanagement sowie Informations- und Daten-management. Das strategische Wissensmanagement (Top-down) zeigt, welches Wissen und Können für Wettbewerbsfähigkeit benötigt wird. Das operative Wissensmanagement (Bottom-up) beinhaltet insbesondere die Verknüpfung von Information und Wissen. Wie sich der Transfer von individuellem in kollektives Wissen bzw. von implizitem in explizites Wissen vollzieht, ist maßgeblich für den Erfolg. Das Informations- und Datenmanagement beinhaltet die Bereitstellung, Speicherung und Verteilung von Informationen und ist zwingend notwendig für den Wissensaufbau und -transfer. Die Grundlage für ein erfolgreiches Wissensmanagement ist nach NORTH die Überführung von implizitem in explizites Wissen (analog zum Ansatz von NONAKA & TAKEUCHI). Denn erst wenn das Wissen in expliziter Form vorliegt, ist es für jeden Einzelnen oder einer Gruppe in einer Organisation verfügbar. Die Aufgabe des Wissensmanagements besteht zusammengefasst darin, den Prozess der organisationalen Wissenserzeugung zu gestalten sowie zu lenken. Das hierzu entwickelte Wissensmarkt-Konzept ist in drei Säulen gegliedert: Rahmenbedingungen (Unternehmensleitbilder), Spieler (Akteure des Wissensmarktes) und Spielregeln (z.B. Partizipation, Transparenz) sowie Instrumente und Prozesse (z.B. Transfer, Implementation, Evaluation, Weiterentwicklung von Best Practices, Pflege von Datenbanken, Webpräsenz). Ein weiteres wichtiges Instrument sind die Wissens­managementsysteme, die mit Hilfe von I von Informations- und Kom­munikationstechnologien (IuK) auf einer eigens für Nutzer geschaffenen Plattform u.a. verschiedene Wissensdienste (z.B.E-Learning, Online Com­munities, Fachdatenbanken) anbieten kann. Für die praktische Umsetzung eines IWM in NLM ist anhand des Konzepts vom Wissensmarkt nach
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