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Иностранный язык в профессиональной сфере (английский, немецкий, французский) для ветеринаров. Учебное пособие

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Hierbei gibt es 3 unterschiedliche Formen: Das quadratische Pferd; Das lang-rechteckige Pferd; das hoch-rechteckige Pferd.
Die Formen sind bedingt durch die unterschiedlichen Höhen von Brust, Lende und Rückenwirbel, Bei dem quadratischen Pferd sind die Wirbel kurz,
das lang-rechteckige hat lange Wirbel. Und das hoch-rechteckige Pferd hat kurze Rückenwirble mit langen Gliedmaßen.
Text 5. Anatomie eines Pferdes 2
1. Lesen und merken Sie sich den aktiven Wortschatz zum Text
«Anatomie eines Pferdes».
Wortschatz:
das Fingergliedl
фаланга
das Vorderbein
передняя конечность
harter Teil des Gaumens
твердое небо
die Ohrspeicheldrüse
околоушной
sublingual
подъязычный
der Schneidezahn, der Vorderzahn
резец, передний зуб
der Herzschließmuskel
кардиальный сфинктер
der Leerdarm
тощая кишка
das Ileum
подвздошная кишка
der Blinddarm
слепая кишка
der Doppelpunkt
ободочная кишка
der Bauch
брюхо
die Zwerchfellbeugung
диафрагмальный изгиб
die Eileiter
фаллопиевы трубы
reife Eizelle
яйцеклетка зрелая
die Gebärmutter
матка
die Brustdrüse
молочная железа
die Genitalien, Sexualorgane
гениталии, половые органы
der Hodensack
мошонка
die Harnröhrengrube
уретральная ямка
der Prostata
предстательная железа
das Achsenskelett
осевой скелет
der Huf
копыто
die Chorde
хорда
der Knorpel
хрящ
der Beuger, Beugemuskel
флексор, мышца-сгибатель
der Streckmuskel
разгибатель, мышца-экстензор
fibroplastisches Gewebe
фибропластическая ткань
der Tränennasengang
носослезный проток
monokulares Sehen
монокулярное зрение
die Ohrmuschel
наружное ухо
der Myofibrille
миофибрилла
angrenzend
cоседний, примыкающий
synovial
синовиальный
faserig
волокнистый
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2. Lesen Sie den Text und unterstreichen oder markieren Sie die
Hauptgedanken dieses Textes.
Anatomie eines Pferdes
Fortpflanzungsapparat. Das Fortpflanzungssystem der Stute ist für die Steuerung der Trächtigkeit, Geburt, Laktation und des Paarungsverhaltens der
Stute verantwortlich. Es liegt ventral des 4. oder 5. Lendenwirbels, obwohl seine Position innerhalb der Stute je nach Darmbewegung und Blasenausdehnung variieren kann.
Die Stute hat zwei Eierstöcke, normalerweise 7–8 cm lang und 34 cm dick, deren Größe im Allgemeinen mit zunehmendem Alter der Stute tenden- ziell abnimmt. Die Eierstöcke sind mit den Eileitern (Eileitern) verbunden, die dazu dienen, die Eizelle vom Eierstock zur Gebärmutter zu transportieren. Dazu werden die Eileiter mit einer Flimmerhärchenschicht ausgekleidet, die einen Strom erzeugen, der in Richtung Gebärmutter fließt. Jeder Eileiter ist an einem der beiden befestigt Hörner der Gebärmutter, die etwa 20–25 cm lang sind. Diese Hörner haften am Körper der Gebärmutter (18–20 cm lang). Kaudal der Gebärmutter liegt der etwa 5–7 cm lange Gebärmutterhals, der in die Vagina mündet. Normalerweise hat er einen Durchmesser von 3,5–4 cm und kann sich ausdehnen, um dem Fohlen den Durchgang zu ermöglichen. Die Vagina der Stute ist 15–20 cm groß lang und ziemlich elastisch, so dass es sich ausdehnen kann. Die Vulva ist die äußere Öffnung der Vagina und besteht aus
der Klitoris und zwei Schamlippen. Es liegt ventral des Rektums. Die Stute
hat zwei Milchdrüsen, die bei jungfräulichen Stuten kleiner sind. Sie haben jeweils zwei Kanäle, die nach außen öffnen.
Das Fortpflanzungssystem des Hengstes ist für das Sexualverhalten und die sekundären Geschlechtsmerkmale (z. B. einen großen Kamm) des Heng-
stes verantwortlich.
Zu den äußeren Genitalien gehören: die Hoden, die horizontal im Hoden­sack hängen. Der Hoden eines durchschnittlichen Hengstes ist eiförmig und 8
bis 12 cm lang; der Penis, innerhalb der Vorhaut, auch «Hülle» genannt. Im nicht erigierten Zustand befindet sich der Penis in der Vorhaut, die 50 cm lang und 2,5 bis 6 cm im Durchmesser ist und deren distales Ende 15 bis 20 cm
beträgt. Im erigierten Zustand verdoppelt sich die Länge des Penis und die Dicke und die Drüsen nehmen um das 3- bis 4-fache zu. Die Harnröhre mündet in der Fossa urethra, einem kleinen Beutel am distalen Ende der Drüsen, der Hoden, die horizontal im Hodensack hängen. Die inneren Genitalien umfassen die akzessorischen Geschlechtsdrüsen: Bläschendrüsen; Prostatadrüse; und
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Bulbourethraldrüsen. Diese tragen bei der Ejakulation Flüssigkeit zum Samen bei, sind es aber nicht unbedingt notwendig für die Fruchtbarkeit.
Zähne. Zu den Zähnen eines Pferdes gehören Schneidezähne, Prämo- laren, Backenzähne und manchmal auch Eckzähne. Die Schneidezähne, Prämolaren und Backenzähne eines Pferdes brechen, sobald sie vollständig entwickelt sind, im Laufe ihres Lebens weiter durch, da die Schleiffläche
durch das Kauen abgenutzt wird.
Huf. Der Huf des Pferdes umschließt das zweite und dritte Fingerglied der unteren Gliedmaßen, analog der Finger- bzw. Zehenspitze eines Menschen. Im Wesentlichen bewegt sich ein Pferd auf seinen «Zehenspitzen». Die Hufwand ist eine viel größere, dickere und stärkere Version des menschli­chen Finger- oder Zehennagels und besteht hauptsächlich aus ähnlichen Ma­terialien Keratin und ein sehr starkes Proteinmolekül. Der Pferdehuf enthält einen hohen Anteil an schwefelhaltigen Aminosäuren, die zu seiner Widerstandsfähigkeit und Zähigkeit beitragen.
Knochenapparat. Das Skelett des Pferdes erfüllt drei Hauptfunktionen im Körper. Es schützt lebenswichtige Organe, gibt den Rahmen und stützt die Weichteile des Körpers. Pferde haben 205 Knochen, die in das Blinddarmskelett
(die Beine) und das Achsenskelett (Schädel, Wirbelsäule, Brustbein und Rippen) unterteilt sind. Sowohl die Becken- als auch die Brustbeine enthalten
die gleiche Anzahl an Knochen, nämlich 20 Knochen pro Gliedmaße. Knochen sind über Sehnen und andere Knochen über Bänder mit Muskeln
verbunden. Knochen dienen auch der Speicherung von Mineralien und sind der Ort der Bildung roter Blutkörperchen.
Bänder. Bänder verbinden Knochen mit Knochen oder Knochen mit Sehnen und sind für die Stabilisierung von Gelenken und Stützstrukturen von
entscheidender Bedeutung. Sie bestehen aus faserigem Material, das im Allge­meinen recht stark ist. Aufgrund der relativ schlechten Blutversorgung dauert die Heilung von Bänderverletzungen in der Regel lange.
Sehnen. Sehnen sind Bindegewebsstränge, die Muskeln mit Knochen, Knorpel oder anderen Sehnen verbinden. Sie sind für die Unterstützung des Pferdekörpers notwendig und setzen die von den Muskeln erzeugte Kraft
in Bewegung um. Sehnen werden als Beuger oder Strecker klassifiziert.
Wenn Sehnen in der Nähe von Knochenvorsprüngen verlaufen, werden sie durch eine mit Flüssigkeit gefüllte Synovialstruktur geschützt, entweder
eine Sehnenscheide oder einen Sack, der Schleimbeutel genannt wird.
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Sehnenentzündungen treten am häufigsten bei Hochleistungspferden auf,
die galoppieren oder springen. Wenn eine Sehne geschädigt ist, verläuft der Heilungsprozess langsam, da die Sehnen schlecht durchblutet sind, wodurch die
Verfügbarkeit von Nährstoffen und Sauerstoff für die Sehne verringert wird. Narbengewebe innerhalb der Sehne verringert die Gesamtelastizität der Sehne.
Auch der beschädigte Abschnitt der Sehne führt zu einer erhöhten Belas-
tung des angrenzenden, unverletzten Gewebes.
Muskulatur. Muskeln sind üblicherweise paarweise angeordnet, so dass sie einander gegenüberstehen, wobei einer das Gelenk beugt (Beugemuskel)
und der andere es streckt (Streckmuskel). Ein Muskel besteht aus mehreren
Muskelbündeln, die wiederum aus Muskelfasern bestehen. Muskelfasern ver- fügen über Myofibrillen, die sich aufgrund von Aktin und Myosin zusammen­ziehen können.
Atmungssystem. Das Atmungssystem des Pferdes besteht aus
Nasenlöchern, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Zwerchfell und Lunge. Darüber hinaus sind der Tränennasengang und die Nasennebenhöhlen mit dem Nasengang verbunden. Das Atmungssystem des Pferdes ermöglicht nicht nur das Atmen des Tieres, sondern ist auch wichtig für den Geruchssinn (Riech­sinn) des Pferdes sowie für die Kommunikation.
Kreislauf. Zum Kreislaufsystem des Pferdes gehören das vierkammerige Herz sowie das Blut und die Blutgefäße. Sein Hauptzweck besteht darin, das Blut durch den Körper zu zirkulieren, um den Geweben Sauerstoff und Nährstoffe zuzuführen und Abfallstoffe aus diesen Geweben zu entfernen.
Augen. Das Pferd hat das größte Auge aller Landsäugetiere und soll dem Pferd als Beutetier helfen. Es bietet dem Pferd ein weites monokulares Sicht-
feld sowie eine gute Sehschärfe und eine gewisse Fähigkeit, Farben zu sehen. Da das Sehvermögen des Pferdes eng mit seinem Verhalten verknüpft ist, werden die Sehfähigkeiten des Pferdes bei der Handhabung und Ausbildung des Tieres häufig berücksichtigt.
Hören. Die Ohrmuschel eines Pferdes kann sich in jede Richtung drehen,
um Geräusche aufzunehmen. Das Gehör von Pferden ist gut, besser als das von Menschen, und die Ohrmuschel jedes Ohrs kann um bis zu 180° gedreht werden, sodass ein 360°-Hören möglich ist, ohne dass der Kopf bewegt werden muss.
Oftmals blickt das Auge des Pferdes in die gleiche Richtung wie das Ohr.
3. Beantworten Sie Fragen zum Text.
1. Wie viele Zähne hat das Pferd?
2. Was können Sie über das Kreislaufsystem sagen?
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3. Aus welchen Organen besteht das Atmungssystem des Pferdes?
4. Welche Muskeln kennen Sie? Was sind ihre Funktionen?
5. Wie sind Knochen mit Muskeln verbunden?
6. Woraus besteht das Skelett?
7. Welche Struktur und Haltung hat die Gebärmutter einer Stute?
8. Welche Struktur und Haltung haben die Geschlechtsorgane?
9. Was ist das Essen? Welche Stoffe enthält der Huf?
4. Übersetzen Sie den folgenden Text. Der Аtmungsapparat des Рferdes
Das Pferd hat einen enorm leistungsfähigen Respirationstrakt.
Die gesamte Oberfläche der Lunge ist in etwa so groß wie zehn Tennisplätze und zählt damit zu den größten im Tierreich. Das gesamte Lungenvolumen eines 500 kg schweren Pferdes beträgt ca. 40-55 Liter. Pro Tag strömen damit ungefähr 90.000 Liter Luft und mit ihr eine ganze Menge an Schadstoffen
durch die Lungen eines Pferdes. In Ruhephasen nimmt ein Pferd 8 bis 16 Atemzüge pro Minute, wobei es bei jedem Atemzug 6 bis 8 Liter ein- und wieder ausatmet. Bei starker Laufbelastung steigt die Atemfrequenz auf 120-
150 Atemzüge pro Minute an. Um so große Volumina zu bewegen, ist erhebli-
che Atemarbeit zu leisten, verbunden mit einem hohen Energieaufwand. Trotz
diesen enormen Fähigkeiten, ist die Lunge des Pferdes eines seiner empfind-
lichsten Organe.
Unter dem Wort Atmungsapparat werden alle Organe zusammengefasst,
die für die Atmung zuständig sind. Wichtig zu wissen ist, dass man hierbei
zwischen den oberen und unteren Atemwegen unterscheidet.
Die oberen Atemwege umfassen die äußere Nase (Nüstern), die
Nasenlöcher, die paarige Nasenhöhle, die Nasennebenhöhlen, den Nasenra­chen und den Kehlkopf. Die Luftröhre und die Lungen, Bronchien und Alve- olen zählt man zu den unteren Atemwegen.
Der Weg der Luft ist bei Menschen und Pferden der Gleiche. Nach dem
Einatmen durch die Nüstern wird die Luft erwärmt und strömt am Kehlkopf vorbei in die Luftröhre. Von dort aus gelangt sie zu den Hauptbronchien und
deren Verzweigungen, den Bronchien. An diesen befinden sich kleinste Bron-
chiolen, an deren Ende die Lungenbläschen (Alveolen) sitzen. Hier erfolgt der
Gasaustausch. Das Atmungssystem entnimmt der Luft den Sauerstoff, der der Energieproduktion dient und scheidet gleichzeitig Kohlendioxyd aus.
Zur Reinigung der Luft von Schwebeteilchen besitzt die Schleimhaut der
Atemwege an ihrer Oberfläche ein von Becherzellen durchsetztes Epithel mit
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Flimmerbesatz. Durch den Flimmerstrom können feinste Fremdkörper aus den Luftwegen herausbefördert werden, entweder zu den Nasenlöchern nach außen oder aber in die Rachenhöhle, wo sich Atmungs- und Verdauungsweg kreuzen und die zu eliminierenden Teilchen über die Speiseröhre abgeschluckt werden.
Seromuköse Drüsen befeuchten die Atemluft und ihre Erwärmung erfolgt
durch ein reich verzweigtes sowie starkt erweiterungs- und drosselungsfähiges Blutgefäßnetz in der Schleimhaut der Nasenhöhlen. Die Blutwärme erhöht die Luftfeuchte in der Nasenhöhle, was für den Riechakt bedeutsam ist.
Für jedes Pferd ist eine gut funktionierende Atmung unerlässlich.
Damit die Stoffwechselprozesse im Körper ablaufen können, benötigt der
Organismus Sauerstoff, der aus der Umgebungsluft mit der Inspiration aufgenommen wird. Das Kohlendioxyd, das bei diesen Prozessen entsteht,
muss abgeführt werden. Dieses geschieht über die Exspiration.
Ist das Atmungssystem nur eingeschränkt funktionsfähig, zeigt das Pferd
geringgradige Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, sowie je nach Schweregrad der Erkrankung eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Bee-
inträchtigung der Leistungsbereitschaft. Ein lungenkrankes Pferd ermüdet insgesamt schneller als ein gesundes Pferd, da der gesamte Körper nicht genügend Sauerstoff erhält. Somit beeinflusst jede Erkrankung der Atemwege die Leistungsfähigkeit eines Pferdes.
Text 6. Anatomie eines Schafes
1. Lesen und merken Sie sich den aktiven Wortschatz zum Text
«Anatomie eines Schafes».
Wortschatz:
das Vlies, die Schafwolle;
руно, овечья шерсть
das Vorderbein
передняя конечность
die Haut, das Leder
шкура, кожа
der Schafzüchter
овцевод
der Schäfer
пастух
der Schneidezahn, der Vorderzahn
резец, передний зуб
kleine Koppel
небольшой загон
der Leerdarm
тощая кишка
das Ileum
подвздошная кишка
der Blinddarm
слепая кишка
der Doppelpunkt
ободочная кишка
der Bauch
брюхо
der Pubertät
половая зрелость
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2. Lesen Sie den Text und unterstreichen oder markieren Sie die
Hauptgedanken dieses Textes.
Anatomie eines Schafes
Schafe werden zur Gewinnung von Fell, Fleisch (Lamm, Schwein oder
Hammelfleisch) und Milch gezüchtet. Mutterschafe wiegen typischerweise
zwischen 45 und 100 Kilogramm, Widder zwischen 45 und 160 Kilogramm.
Zähne. Ausgewachsene Schafe haben 32 Zähne. Wie bei anderen
Wiederkäuern befinden sich die acht Schneidezähne im Unterkiefer und beißen gegen ein hartes, zahnloses Polster im Oberkiefer; Vegetation abpflücken. Es gibt keine Eckzähne; Stattdessen besteht eine große Lücke zwischen den Schneidezähnen und den Prämolaren. Bis zum Alter von vier Jahren (wenn alle erwachsenen Zähne durchgebrochen sind) kann man das Alter der Schafe an den Vorderzähnen ablesen, da jedes Jahr ein Paar Schneidezähne durchbricht.
Mit zunehmendem Alter der Schafe gehen die Vorderzähne verloren, was
die Nahrungsaufnahme erschwert und die Gesundheit beeinträchtigt. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Schafes beträgt 10 bis 12 Jahre, manche Schafe können jedoch auch bis zu 20 Jahre alt werden.
Hören. Vision. Schafe haben ein gutes Gehör und reagieren empfindlich
auf Lärm, wenn sie angefasst werden. Schafe haben horizontale, schlitzför­mige Pupillen und verfügen über eine ausgezeichnete periphere Sicht; Mit einem Sichtfeld von ca. 270° bis 320° können Schafe hinter sich sehen,
ohne den Kopf zu drehen. Allerdings haben Schafe eine schlechte Tiefen-
wahrnehmung; Schatten und Bodensenkungen können dazu führen, dass Schafe zurückschrecken. Im Allgemeinen neigen Schafe dazu, sich aus der
Dunkelheit in gut beleuchtete Bereiche zu begeben, und ziehen es vor, bei Störungen bergauf zu wandern.
Geruchssinn. Schafe verfügen außerdem über einen ausgezeichneten
Geruchssinn und verfügen wie alle Arten ihrer Gattung über Duftdrüsen direkt vor den Augen und zwischen den Fingern an den Füßen. Die Fußdrüsen könn­ten auch mit der Fortpflanzung zusammenhängen, es wurden jedoch auch al­ternative Gründe vorgeschlagen, etwa die Sekretion eines Abfallprodukts oder
ein Geruchsmarker, der verlorenen Schafen hilft, ihre Herde zu finden.
Verdauungssystem. Wie alle Wiederkäuer verfügen Schafe über ein kom-
plexes Verdauungssystem, das aus vier Kammern besteht und es ihnen er-
möglicht, Zellulose aus Stängeln, Blättern und Samenschalen in einfachere
Kohlenhydrate aufzuspalten. Wenn Schafe grasen, wird die Vegetation
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zu einer Masse namens Bolus zerkaut, die dann in die erste Kammer, den Pan-
sen, geleitet wird. Der Pansen ist ein 19 bis 38 Liter großes Organ, in dem Futter über eine symbiotische Beziehung mit den Bakterien, Protozoen und Hefen der Darmflora fermentiert wird. Der Bolus wird in regelmäßigen Ab­ständen wieder in den Mund zurückgewürgt, um für zusätzliches Kauen und Speicheln zu sorgen. Das Wiederkäuen ist eine Anpassung, die es Wiederkäuern ermöglicht, morgens schneller zu grasen und anschließend voll­ständig zu kauen und zu verdauen
Füttern Sie später am Tag. Dies ist von Vorteil, da Schafe beim Weiden,
bei dem der Kopf gesenkt werden muss, anfällig für Raubtiere sind, während dies beim Wiederkäuen nicht der Fall ist. Nach der Fermentation im Pansen
gelangt das Futter in das Retikulum und das Omasum; Spezielle Futtermittel
wie Getreide können den Pansen vollständig umgehen. Nach den ersten drei Kammern gelangt die Nahrung zur endgültigen Verdauung in den Labmagen,
bevor sie vom Darm verarbeitet wird. Der Labmagen ist die einzige der vier Kammern, die dem menschlichen Magen ähnelt (und die einzige, die Nährstoffe zur Energiegewinnung aufnimmt) und wird manchmal als «echter Magen» bezeichnet.
Reproduktion. Die meisten Schafe sind Saisonzüchter, einige können
jedoch das ganze Jahr über brüten. Mutterschafe erreichen im Allgemeinen die
Geschlechtsreife im Alter von sechs bis acht Monaten, Widder im Allge­meinen im Alter von vier bis sechs Monaten. Mutterschafe haben etwa alle 17 Tage einen Brunstzyklus, in dem sie einen Geruch abgeben und ihre Bereitschaft durch physische Demonstrationen gegenüber Widdern anzeigen.
Eine Minderheit der Schafe zeigt: eine Vorliebe für Homosexualität (durchschnittlich 8 %) oder Freemartins (weibliche Tiere mit männlichem Verhalten und ohne funktionierende Eierstöcke).
Nach der Paarung haben Schafe eine Tragzeit von etwa fünf Monaten und
die normale Wehenzeit kann ein bis drei Stunden dauern. Obwohl einige Ras-
sen regelmäßig größere Würfe mit Lämmern werfen, bringen die meisten einzelne Lämmer oder Zwillinge hervor. Während oder kurz nach der Geburt werden Mutterschafe und Lämmer möglicherweise in kleine Ablammkäfige gesperrt, kleine Ställe, die dazu dienen, die Mutterschafe sorgfältig zu beo­bachten und die Bindung zwischen ihnen und ihren Lämmern zu festigen.
Nach der Geburt brechen Mutterschafe idealerweise die Fruchtblase auf
(sofern sie nicht während der Wehen platzt) und beginnen, das Lamm sauber zu lecken. Die meisten Lämmer beginnen innerhalb einer Stunde nach der Geburt
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zu stehen. In normalen Situationen säugen Lämmer nach dem Stehen und erhalten lebenswichtige Kolostrummilch. Lämmer, die entweder nicht säugen oder vom Mutterschaf verstoßen werden, benötigen zum Überleben Hilfe, wie zum Beispiel Flaschenfütterung oder Pflege durch ein anderes Mutterschaf.
Die Kastration wird bei Widderlämmern durchgeführt, die nicht zur
Zucht bestimmt sind. Einige Schäfer verzichten jedoch aus ethischen, wirtschaftlichen oder praktischen Gründen auf den Eingriff. Widderlämmer,
die vor der Geschlechtsreife entweder geschlachtet oder von Mutterschafen getrennt werden, werden normalerweise nicht kastriert.
3. Beantworten Sie Fragen zum Text.
1. Wofür werden die Schafe gezüchtet?
2. Welche Arten von Zähnen gibt es?
3. Wie viele Zähne hat das Schaf?
4. Wozu dienen die Zähne?
5. Was sind die besonderen Sinnesorgane?
6. Wozu dienen die Sinnesorgane?
7. Welche Organe bilden das Verdauungssystem und wo sind sie enthalten?
8. Welche Funktionen haben die Verdauungsorgane?
9. Was ist ein Fortpflanzungssystem? Was sind die Fortpflanzungsor-
gane? Welche Funktionen haben sie?
4. Übersetzen Sie den folgenden Text.
Puls
Der Puls wird an der Innenseite des Oberschenkels gezählt. Meist zählt man 15 Sekunden lang und multipliziert danach mit 4. So erhält man die Pulsschläge pro Minute. Die Pulszählung ist für Ungeübte nicht einfach, aber starke Auffälligkeiten sind manchmal deutlich erkennbar. Bei Entzündungen
wird der Puls pochend, bei Moderhinke ist beispielsweise oberhalb der Klauen
ein Pochen zu spüren. Wenn der Puls sehr schwach ist, kann das auf ein Kreis-
laufproblem hindeuten.
Die Atemzüge sind einfacher zu erkennen als die Pulsfrequenz. Die Zählung der Atemzüge erfolgt aber nicht an der Nase, sondern am Bauch. Man blickt von hinten auf die rechte Flanke des Tiers und zählt, wie oft sich
die Bauchdecke hebt. Die linke Seite ist nicht geeignet, weil hier der Pansen liegt, der das Zählen erschwert. Bei Hitze oder nach schnellem Treiben oder Jagen ist auch bei gesunden Tieren die Atmung schneller als in der Tabelle
angegeben. Deshalb werden die Atemzüge pro Minute nur bei ruhigen Tieren
beurteilt. Bei Fieber, Lungenerkrankungen, Kreislaufproblemen oder
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Selenmangel wird die Atmung schneller. Bei Lungenentzündungen können
die Tiere wegen der Schmerzen auch flach und gehemmt atmen. Atmen mit
offenem Maul ist ein Zeichen für Atemnot. Rasseln und Röcheln sind Atemgeräuschen die zeigen, dass sich Schleim oder Flüssigkeit in den
Atemwegen befindet. Nicht normal: sehr schnelle Atmung, Atmen mit of­fenem Maul, Atemnot, Rasselgeräusche.
Text 7. Anatomie von Vieh und Schwein
1. Lesen und merken Sie sich den aktiven Wortschatz zum Text
«Anatomie des Schweins».
Wortschatz:
der Herzvorhof;
предсердие
obere Hohlvene
верхняя полая вена
untere Hohlvene
нижняя полая вена
der Aortenbogen
дуга аорты
die Schlüsselbeinarterie
подключичная артерия
die Beckenarterie
подвздошная артерия
die Nabelaorta
пупочная аорта
mütterliche Plazenta
материнская плацента
das Ileum
подвздошная кишка
der Blinddarm
слепая кишка
der Doppelpunkt
ободочная кишка
das Rektum, der Enddarm
прямая кишка
der Fetus
плод
2. Lesen Sie den Text und unterstreichen oder markieren Sie die
Hauptgedanken dieses Textes.
Anatomie des Schweins
Zirkulationssystem. Schweine haben (Abb. 2. 5), wie alle Säugetiere, vier Kammern Herz. Das Blut gelangt über die obere und untere Hohlvene in den-
rechten Vorhof.
Das Blut wird dann in die rechte Herzkammer gepumpt, von wo aus es in
die Lunge gepumpt wird, wo es über die Lungenarterien mit Sauerstoff ver­sorgt wird. Anschließend wird sauerstoffreiches Blut durch den linken Vorhof
und in die linke Herzkammer gepumpt. Die Lage des fetalen Herzens zeigt,
dass die Wände des linken Ventrikels dicker sind als die der anderen Kam-
mern. Dies liegt daran, dass der Muskel der linken Herzkammer stark genug
sein muss, um sauerstoffreiches Blut durch den Körper zu pumpen.
Am Aortenbogen eines fötalen Schweins sind zwei Arterien befestigt, die
Arteria brachiocephalica und die Arteria subclavia. Beim Absinken der Aorta teilt sie sich in zwei große Darmbeinarterien. Nahe der Basis jeder Beckenarterie
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