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Файл:Deutschland im Wandel der Zeit = Германия через призму времени. Учебное пособие.pdf
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- •Содержание
- •Предисловие
- •Thema 1. Deutsche Reformation
- •Thema 3. Das Zeitalter des Absolutismus
- •Thema 5. Die nationale Bewegung in Deutschland und die Revolution von 1848
- •Thema 6. Entstehung und Untergang des Zweiten Reiches
- •Thema 7. Die Weimarer Republik
- •Thema 8. Zeit des Nationalsozialismus 1933–1945
- •Thema 9. Deutschland in der Nachkriegszeit
- •Тема 11. Wiedervereinigung
- •Тема 12. Staatsaufbau und Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland. Deutschland in der Welt
- •Заключение
- •Список использованной литературы

Содержание
A. Nennen Sie die Begriffe, die beide Länder betreffen. Begründen Sie Ihre Antwort, indem Sie historische
Ereignisse und die Entwicklung des Landes beschreiben.
B. Analysieren Sie die Begriffe und sagen Sie, worin die Hauptunterschiede zwischen den beiden Staaten bestanden.
Aufgabe 6. Schreiben Sie Texte wie dieser Text unten
• zu zwei wichtigsten Daten der deutschen Geschichte zwischen 1949 – 1990;
• zu zwei wichtigsten Daten der Geschichte Ihres Landes in diesen Jahren.
Beispiel:
1968
Mitte der sechziger Jahre begann in Westdeutschland eine große Protestbewegung der Studenten, die 1968
ihren Höhepunkt erreichte. Es wurde protestiert gegen die Generation der Väter und Mütter, gegen das
Schweigen über die Zeit des Nationalismus, gegen die alleinige Konzentration auf Konsum und materiellen
Wohlstand, gegen die bürgerliche Ehe, gegen die autoritäre Erziehung, gegen die Ausbeutung der Dritten Welt
durch die reichen Industriestaaten, gegen das Feinbild des Kalten Krieges von Ost und West, das seit dem Bau
der Berliner Mauer (1961) die Menschen.
Betiteln Sie diese Texte mit einem Wort.
Aufgabe 7. Überlegen Sie sich.
A. Was ist ein „Wunder“? Erklären Sie den Begriff. Führen Sie Beispiele aus der Geschichte, Kunst, Literatur an.
B. Was würden Sie als „Wirtschaftswunder“ bezeichnen?
C. Warum werden die Jahre des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg „die
fetten Jahre“ und der ehemalige Bundeskanzler der BRD Ludwig Erhard „Vater des deutschen Wirtschaftswunders“
genannt?
D. Definieren Sie die Begriffe „soziale Marktwirtschaft“ und „Planwirtschaft“ in Bezug auf die BRD und die DDR.
Zur Hilfe haben Sie eine Reihe von Redemittel. Wählen Sie für jeden Begriff passende Redemittel: zentral lenken, die
Liberalisierung der Wirtschaft, politisch motiviert sein, Mieterschutzgesetze, Kredite bereitstellen, der
Marschallplan, der Fünfjahresplan, die Festsetzung von Preisen, Bestimmung der Planziele, der Wettbewerb,
der Leistungswille, die Sozialversicherung, das Politbüro, die Plankommissionen, die Förderung
mittelständischer Betriebe, Vernachlässigung des Konsumbereichs, das Verbot von Kartellen, Kontrolle von
Firmenzusammenschlüssen, der Ausbau der Schwerindustrie und der Energieerzeugung, Schutzgesetze für
Jugendliche, gegen arbeitsbedingte Krankheiten, für Mütter, Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer.
E. Welches Wirtschaftssystem würden Sie vorziehen? Ist an der Planwirtschaft alles negativ gewesen? Begründen Sie
Ihre Meinung. Gehen Sie dabei auf die historischen Ereignisse und passende Begriffe ein.

Содержание
Aufgabe 8. Lesen Sie den folgenden Text1 und formulieren Sie die Hauptgedanken des Textes.
EINWANDERUNGSLAND DEUTSCHLAND
Viele Menschen aus anderen Ländern kommen nach Deutschland, um hier zu leben und zu arbeiten. In den 1950er
Jahren gab es in Deutschland viele freie Arbeitsplätze. Man hat Menschen aus anderen Ländern darum gebeten, hier
zu arbeiten. Diese Arbeiter nannte man damals Gastarbeiter, weil man dachte, dass sie nach ein paar Jahren in ihr
Heimatland zurückkehren. Die Einwanderer sind geblieben und haben die Kultur in Deutschland verändert. Weil man
lange geglaubt hat, dass die so genannten Gastarbeiter nicht lange bleiben, muss noch viel getan werden, um die
Einwanderer zu integrieren: Sie sprechen manchmal nur wenig Deutsch und haben Schwierigkeiten, eine Ausbildung zu
bekommen.
Die Bundesregierung hat das Thema Integration für sich entdeckt und bereits zum dritten Mal Einwanderer aus
verschiedensten Ländern eingeladen: Menschen mit Migrationshintergrund, wie es politisch korrekt heißt. Es geht ums
Zusammenleben und dass es noch ein langer Weg ist bis zum Ziel – für Einwanderer und Deutsche.
Das Nachkriegsdeutschland brauchte dringend helfende Hände für den Wiederaufbau. Im ganzen Mittelmeerraum
warb Deutschland für sich als Land, in dem Geld zu verdienen sei, und feierte die Ankunft des Portugiesen Rodrigues
als Erfolg. Eine Million Arbeiter hatten die Deutschen jetzt angeworben. Sie kamen mit dem Zug: aus Portugal, Italien,
Jugoslawien und später vor allem aus der Türkei. Der Bahnhof Köln Deutz: für viele von ihnen die erste Station ihres
neuen Lebens in einem unbekannten Land. Sie waren gekommen, um zu arbeiten. Und die Deutschen hatten auch
schnell einen Namen für die Einwanderer: Gastarbeiter.
Das ist ja ein merkwürdiger Begriff, weil man Gäste einfach nicht arbeiten lässt. Aber die Bürokraten in der
Bundesanstalt für Arbeit, oder Politiker – man weiß es nicht so ganz genau, wer eigentlich diesen Begriff geprägt hat –
die sind ja davon ausgegangen, dass die Leute nur ein, zwei Jahre bleiben und dann wieder weggehen. Das heißt, sie
waren nur Gäste auf Zeit.
Diese Zeit wurde länger und länger. Die meisten sind geblieben und haben Deutschland verändert. Und doch: Die
ehemaligen Gastarbeiter leben in einem Land, das sich jahrelang weigerte, sie als das wahrzunehmen, was sie sind:
Einwanderer. Denn die durfte es in Deutschland nicht geben. Viele Einwanderer haben sich in Stadtteilen wie BerlinKreuzberg oder Neukölln in einer Parallelwelt eingerichtet, bleiben größtenteils unter sich. Sie sind stärker mit den
Traditionen und Werten der alten Heimat verbunden als mit den Normen und Werten in Deutschland.
a) Schreiben Sie die wichtigsten Begriffe aus dem Text, die dem Thema „Einwanderung“ entsprechen,
und recherchieren Sie, was sie bedeuten. Erklären Sie die Begriffe mit Ihren eigenen Worten.
b) Welchen Ursprung hat das Wort „Gastarbeiter“? Wie wird es heute verstanden? Warum spricht man
heute von einer Parallelwelt?
c) Gibt es in Ihrem Heimatland heute „Gastarbeiter“? Aus welchen Ländern kommen sie? Wie ist das
Verhalten der Heimischen zu den Gastarbeitern? Warum?
1
Einwanderungsland Deutschland. Erkundungen C1. Deutsch als Fremdsprache. Integriertes Kurs- und Arbeitsbuch /
hrsg. von A. Buscha, S. Raven, G. Linthout. Berlin : Schubert Verlag, 2009. S. 141.

Содержание
Aufgabe 9. Lesen Sie den Text1 und machen Sie die Aufgaben nach dem Text.
Warum wurde eigentlich die Mauer gebaut?
Die beiden Teile Berlins nahmen in den 1950er-Jahren eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Im wirtschaftlich
traditionell schwächeren Ostberlin hielt die Planwirtschaft Einzug, die in erster Linie auf den Ausbau der
Schwerindustrie ausgerichtet war und die die Konsumgüterbranche vernachlässigte. In Westberlin leisteten die USA
und andere westliche Länder Aufbauhilfe. Zudem ließ die freie Marktwirtschaft die Teilstadt zwischen Wedding und
Wannsee aufblühen. Das äußere Erscheinungsbild Westberlins glich Mitter der 1950er-Jahre einem grellen Farbfoto,
wogegen die Hauptstadt der DDR wie ein verblichener Schwarz-Weiß-Film offensichtlich den Anschluss an die neue
Zeit verpasst hatte.
Das Westberliner Zentrum rund um den Kurfürstendamm glitzerte mit seinen vielen Geschäften, Kinos, Restaurants
und Bars. Modemacher, Designer und andere Künstler strömten nach Westberlin. Im Ostteil herrschte rationierte
Mangelwirtschaft und immer mehr DDF-Bürger gingen durch das letzte Schlupfloch Berlin „nach drüben“, denn die
innerdeutsche Grenze war bereits seit 1952 mit Stacheldrahtzäunen und Minenfeldern abgesperrt. Dem Land DDR
drohte akuter personeller Notstand, weil viele gut ausgebildete Arbeitskräfte (z.B. Ärzte) die Flucht in den Westen
ergriffen. Sie verdienten dort wesentlich mehr als in der sozialistischen Heimat.
„Westberlin ist das Hühnerauge der Westmächte, auf das man von Zeit zu Zeit kräftig treten muss“, sagte der
sowjetische Parteichef Chrutschtschow 1958. Knapp zehn Jahre nach der Blockade Berlins unternahm die
Sowjetunion mit Drohungen und mit einem Ultimatum erneut den Versuch, die Westmächte aus Westberlin
hinauszudrängen. Die Kraftprobe um Berlin zog sich bis 1961 hin. Als aber der Flüchtlingsstrom wieder dramatisch
anschwoll, fasste die DDR-Regierung im Einvernehmen mit den Staaten des Warschauer Pakts* den festen
Entschluss, die Grenzen vollständig abzuriegeln. Dennoch erklärte DDR-Chef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 auf
einer Pressekonferenz: „Die Bauarbeiter unserer Hauptstadt beschäftigen sich hauptsächlich mit Wohnungsbau und
ihre Arbeitskraft wird voll dafür eingesetzt. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“.
Am 13. August 1961, einem Sonntag, wurden an den Ostberliner Sektorengrenzen um 1.00 Uhr morgens die
Übergänge abgeriegelt und Autofahrer von der Volkspolizei zurückgewiesen. Nachtschwärmer kamen zur
Feststellung, dass der S-Bahnverkehr in Richtung Westen eingestellt war. Ein mit Stacheldraht bespannter und streng
bewachter Zaun durchschnitt viele Verkehrsverbindungen und Familien. US-Präsident John F. Kennedy empörte sich
über die Sperren, wollte aber keinen Krieg riskieren, solange die Sowjetunion nicht an der Anwesenheit der
Westmächte sowie an der Freiheit der Bevölkerung in Westberlin rüttelte: „Es ist keine schöne Lösung, aber
verdammt viel besser als ein Krieg“. So dachten auch die meisten Ost- und Westberliner und hatten in jenen
Augusttagen noch die Hoffnung, dass die Mauer eine kurzzeitige Übergangslösung sei, bis die erhitzten Gemüter des
Kalten Krieges zur Ruhe kommen würden. Niemand ahnte damals, dass eine Mauer die Menschen in Ost und West
28 Jahre trennen wird.
*Warschauer Pakt = militärischer Beistandspakt osteuropäischer Staaten unter Führung der Sowjetunion
A. Kreuzen Sie an, ob die folgenden Fakten auf Westberlin, auf Ostberlin oder auf beide Stadtteile und
deren Bewohner zutrafen.
1
Warum wurde eigentlich die Mauer gebaut? Erkundungen C1. Deutsch als Fremdsprache. Integriertes Kurs- und
Arbeitsbuch / hrsg. von A. Buscha, S. Raven, G. Linthout. Berlin : Schubert Verlag, 2009. S. 159.

Fakten über den Bau der Berliner Mauer
Schwerpunkte
We st
Ost
We st + Ost
1.
Planwirtschaft
2.
Hoffnung auf schnellen Abbau der Sperranlagen
3.
Volkspolizei
4.
Das Erscheinungsbild der Stadt war grell und bunt.
5.
Kurfürstendamm
6.
starke Orientierung auf Schwerindustrie
7.
Luftbrücke
8.
Mangel an Waren des täglichen Bedarfs
9.
brausendes Stadtleben
10.
getrennte Familien
11.
Hauptstadt Berlin
12.
eingebunden in den Warschauer Pakt
13.
stark eingeschränktes Verkehrsnetz seit 1961
14.
reichhaltiges Angebot an Konsumgütern
15.
graues, eintöniges Stadtbild
16.
Abwanderung gut ausgebildeter Arbeitskräfte
17.
freie soziale Marktwirtschaft
Содержание
B. Beantworten Sie die folgenden Fragen.
1. Wie war das äußere Erscheinungsbild Westberlins?
2. Wie war das äußere Erscheinungsbild Ostberlins?
3. Warum flüchteten immer mehr Ostdeutsche Ende der 1950er-Jahre über Ostberlin in den Westen?
4. Warum gab es in den 1950er-Jahren so große Unterschiede zwischen Ost- und Westberlin?
5. Wie dachte der sowjetische Parteichef Chrutschtschow über Westberlin?
6. Was war der Anlass für die endgültige Abriegelung der Grenze?
7. Was beinhaltet das Zitat des DDR-Staatschefs Walter Ulbricht?
8. Was forderte US-Präsident Kennedy und warum ließ er den Mauerbau zu?
9. Was hofften die Bürger in Ost- und Westberlin nach dem Mauerbau?
C. Erzählen Sie den Text nach.
Aufgabe 10. Ostalgie
a) Was meinen Sie, was versteht man unter „Ostalgie“?
b) Kommentieren Sie die Aussage von Thomas Brussig „Glückliche Menschen haben ein schlechtes Gedächtnis und
reiche Erinnerungen“.
c) Lesen Sie die Beschreibung von Ostalgie aus Wikipedia1 und wählen Sie aus der Tabelle das richtige Wort (a, b
oder c).
1
Ostalgie : [сайт]. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Ostalgie (letzter Zugriff: 26.12.2021).

Der ............................ (1) Ostalgie entstammt einem Wortspiel
aus den Wörtern Osten und Nostalgie. Wörtlich bedeutet
Ostalgie „Heimweh nach dem Osten“. Dabei kann es sich um
echtes „Heimweh“ ............................ (2), d.h. um Trauer darüber,
dass vertraute Dinge und Verhältnisse, die mit der DDR oder
anderen Ostblock-Staaten verbunden sind, nicht mehr oder nur in
musealer Form existieren, ............................ (3) um ein Spiel mit
Requisiten ohne tiefere Bedeutung.
Die Ostalgie wurde unter anderem durch einen Identitätsverlust in
Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung beider deutscher
Staaten ............................ (4). „Verschwunden“ ist im Jahr 1990
der Staat DDR. Zugleich erwiesen sich viele Konsumgüter aus der
DDR-Produktion auf dem Weltmarkt ............................ (5) nicht
konkurrenzfähig; sie „verschwanden“, zumindest zeitweilig,
ebenfalls. Selbst DDR-Kritiker, die in Ostdeutschland
aufgewachsen sind, bewerten das Verschwinden der DDR und
ihrer Symbole als „Verlust der Heimat“.
Ein ............................ (6) Beispiel für Ostalgie sind sogenannte
Ostalgie-Partys, auf ............................ (7) Erich-Honecker*-
Doubles auftreten, DDR-Musiktitel gehört oder DDR-typische
Lebensmittel verzehrt werden. Außerhalb solcher Veranstaltungen
macht sich Ostalgie z. B. im Fahren eines Trabis*, im Lesen von
schon in der DDR existierenden Zeitschriften (z.B. „Das
Magazin“), Im Hören von DDR-Musik oder im Tragen von
Kleidungsstücken mit DDR-Motiven bemerkbar.
Doch nicht jede positive ............................ (8) bestimmter
Gegenstände oder kultureller Produkte, die in der DDR
entstanden sind, ist Ausdruck von Ostalgie. Zum Beispiel lehnen
es viele Freunde der Musik aus der DDR ab, ihre Vorliebe, die
sich allein auf die Qualität der Musikgründet, als Ostalgie
............................ (9) zu lassen.
* Erich Honecker war der letzte Staatsratsvorsitzende der DDR
vor der Wende.
*Trabi =Kosename für Trabant (kleines Auto)
1. a) Wort
b) Begriff
c) Erscheinung
2. a) handeln
b) gehen
c) existieren
3. a) aber
b) sondern
c) oder
4. a) gelöst
b) ausgelöst
c) entstanden
5. a) als
b) wie
c) ob
6. a) typischen
b) typischer
c) typisches
7. a) denen
b) deren
c) dessen
8. a) Meinung
b) Bewertung
c) Stimmung
9. a) mitteilen
b) nennen
c) bezeichnen
d) Was war für Sie in diesem Text neu? Berichten Sie bitte.
Aufgabe 11. Haben Sie schon mal etwas von DDR-Kultobjekten gehört? Sie prägten eine Generation.
Recherchieren Sie danach im Internet. Merken Sie sich besonders das Sandmännchen, MOSAIK; der
Trabant (Trabi), die Doppelkappnahthose.
Содержание

Содержание
Aufgabe 12.
a) Lesen Sie den Text1 und formulieren Sie zu diesem Text Fragen, auf die die Antworten im Text zu
finden sind.
Berlin 1948: Die Luftbrücke
Die Westalliierten führten am 20. Juni 1948 im Alleingang in den drei westlichen Besatzungszonen (ohne Westberlin)
die D-Mark ein. Am 23. Juni 1948 führte auch die sowjetische Führung in der SBZ eine Währungsreform durch. Für
den Westen kam dieser Schritt keineswegs überraschend. Seit Monaten war man in Moskau entschlossen, die
Währungsreform zum Anlass für eine Machtprobe mit den Amerikanern zu nehmen, und zwar in Berlin, der Nahtstelle
zwischen Ost und West. Die Viersektorenstadt lag wie eine Insel in der sowjetischen Besatzungszone, umzingelt von
sowjetischen Truppen. Die Gelegenheit war günstig, ganz Berlin in den sowjetischen Machtbereich einzubeziehen.
Am 24. Juni 1948 eskalierte die Berlinkrise. Die SBZ erhielt am 23. Juni 1948 eine neue Währung (DM-Ost), die laut
sowjetischer Anordnung in ganz Berlin gelten sollte. Die Westalliierten erklärten diesen Befehl für null und nichtig und
bestimmten für ihre Berliner-Sektoren die DM-West. Das wollten sich die Sowjets nicht gefallen lassen und rächten
sich blitzschnell.
Gegen Mitternacht gingen in Westberlin die Lichter aus. Die Sowjets verhängten eine totale Blockade über den
Westteil der Stadt. Alle Eisenbahnlinien, Straßen und Schifffahrtswege wurden gesperrt, Strom- und
Lebensmittellieferungen aus dem Ostteil Berlins und aus der SBZ wurden unterbrochen. Zwei Millionen Westberliner
und 8 000 alliierte Soldaten nebst 22 000 Angehörigen saßen in der Falle. Das Ziel Moskaus war es, die Westmächte
zum Abzug ihrer in Berlin stationierten Truppen zu zwingen, um dann die gesamte Stadt in Besitz zu nehmen. Doch zur
Überraschung der sowjetischen Führung gaben Amerikaner und Briten nicht klein bei, sondern reagierten mit einer
Luftbrücke, dem größten Lufttransportunternehmen, das die Welt bislang gesehen hatte.
Fast ein Jahr lang transportierten amerikanische und britische Piloten alles, was über zwei Millionen Menschen in
Westberlin zum Leben und Arbeiten benötigten, Milchpulver und Kohlen, Trockenkartoffeln und Benzin, Nähnadeln
und Papier, Medikamente und Kleidung und vieles andere mehr. Alle zwei bis drei Minuten landete eine Maschine, im
Volksmund „Rosinenbomber“ genannt, auf einem Westberliner Flughafen. Es war wie ein Wunder, aber es gelang den
Westalliierten, die „Festung“ Westberlins ohne Gewaltanwendung zu halten. Auch die Sowjets respektierten die 1945
geschlossenen Vereinbarungen über die Benutzung der Luftkorridore von und nach Berlin.
Am 12. Mai 1949 gaben die Sowjets endgültig auf. Ihr Ziel – ganz Berlin zu vereinnahmen und zur Hauptstadt des
Deutschlands in ihrer damaligen Besatzungszone zu erklären – hatten sie nicht erreicht. Die Westmächte verteidigten
zwar erfolgreich Westberlin, aber eine Spaltung Berlins und Deutschlands konnte damit nicht mehr verhindert werden.
Nach der Beendigung der Luftbrücke war die Gründung zweier deutscher Nachkriegsstaaten besiegelt. Noch 1949
1
Berlin 1948: Die Luftbrücke. Erkundungen C1. Deutsch als Fremdsprache. Integriertes Kurs- und Arbeitsbuch /
hrsg. von A. Buscha, S. Raven, G. Linthout. Berlin: Schubert Verlag, 2009. S. 175.

Содержание
entstanden die Bundesrepublik Deutschland mit Bonn als Hauptstadt und die Deutsche Demokratische Republik mit
Ostberlin als Hauptstadt.
b) Kommentieren Sie das Schema1 unten. Gebrauchen Sie dazu die Informationen aus dem gelesenen
Text.
Aufgabe 13. Sprechen Sie zu den folgenden Punkten ausführlich.
1. Bildung von zwei deutschen Staaten: Teilung Deutschlands: westliche und östliche Deutschlandpolitik.
1
Блокада Западного Берлина : [сайт]. URL: https://ru.wikipedia.org/wiki/ (дата обращения: 26.12.2021).

Содержание
2. Weg zur Gründung der Bundesrepublik.
3. Aufbau des sozialistischen Staates.
Aufgabe 14. Bereiten Sie einen Vortrag zu einem von den angegeben Themen vor und halten Sie ihn im
Seminar.
• Die Luftbrücke (Berliner Blockade)
• Der „Eiserne Vorhang“
Denken Sie bei der Vorbereitung des Vortrags an eine Unterstützung wie Handout, Power Point Präsentation o.Ä. Da
schildern Sie den Plan des Vortrags, die wichtigste Informationen in Stichpunkten, passende Bilder/Fotos,
unbekannte/unklare Wörter/Begriffe mit ihrer Erläuterung. Für die Präsentation der Materialien haben Sie 10 Minuten
Zeit. Bereiten Sie bitte auch die Kontrollfragen für Ihre Mitstudierenden vor. Für diese Tätigkeit stehen Ihnen 10
Minuten Zeit zur Verfügung.
Die empfohlene Literatur:
1. Tatsachen über Deutschland. Frankfurt/Main, 1996 (2000).
2. Deutsche Geschichte (Band 3). Berlin. S. 389–497.
3. Lexikon der deutschen Geschichte. Stuttgart, 1983.
4. Deutsche Geschichte. Kleine Enzyklopädie. Leipzig, 1965.
5. Doerberg S., Stulz P. Deutschland 1945–1949. Berlin, 1959.
6. Text der Vorlesung.
***************************************************************************************
Überprüfen Sie sich selbst:
1. Wann wurde die DDR gegründet?
a) am 14. September 1949; b) am 7. Oktober 1949; c) am 1. Januar 1950; d) am 30. Januar 1950.
2. Wann begann der Bau der Berliner Mauer?
a) am 17. November 1960; b) am 30. Juli 1961; c) am 13. August 1961; d) am 12. August 1962.
3. Wie viele Menschen starben bei dem Versuch, aus der DDR zu fliehen?
a) ca. 100; b) ca. 800; c) mehr als 1000; d) ca. 500
4. In welcher Stadt fanden die ersten so genannten Montagsdemonstrationen statt?
a) Leipzig; b) Dresden; c) Berlin; d) Jena.
5. Wer sprach den wohl berühmtesten unvollendeten Satz der Wendezeit „Wir sind zu Ihnen gekommen,
um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise...“?

a) Hans-Dietrich Genscher; b) Helmut Kohl; c) George H. W. Bush; d) Michael Gorbatschow.
6. Wann wurden am 9. November 1989 die ersten Grenzübergänge geöffnet?
a) 18:30 Uhr; b) 21:00 Uhr; c) 23:30 Uhr; d) 00:40 Uhr.
7. Wer war der letzte Ministerpräsident der DDR?
a) Erich Honecker; b) Hans Modrow; c) Lothar de Maizière; d) Egon Krenz.
8. Nach welchem Artikel des Grundgesetzes erfolgte der Beitritt der DDR zur BRD?
a) Artikel 1; b) Artikel 23; c) Artikel 51; d) Artikel 146.
9. Wie viele Ostunternehmen wurden nach der Wende an private Investoren verkauft?
a) 6.000; b) 14.000; c) 17.000; d) 23.000.
10. Wie viele Menschen haben seit der Wiedervereinigung ihre Stasi-Akte eingesehen?
a) 890.000; b) 1,5 Millionen; c) 2 Millionen; d) 5 Millionen.
Содержание
***************************************************************************************
Reflektieren Sie sich über das ganze Thema und beantworten Sie die folgenden Punkte.
Das war neu für mich:
Was war schwierig. Warum?
Was war einfach? Warum?
Was hat mir beim Lernen geholfen?
Hier habe ich noch Fragen:
Das wichtigste für mich war:
Besprechen Sie Ihre Überlegungen in den Kleingruppen. Die Ergebnisse werden im Plenum bewertet und
zusammengefasst.

Содержание
ТЕМА 11. WIEDERVEREINIGUNG
Aufgabe 1. Machen Sie sich mit den folgenden Informationen vertraut und erstellen Sie Stichpunkte zu
dem folgenden Plan:
1. Geteiltes Deutschland in der geteilten Welt.
2. Die ersten Lösungsversuche der deutschen Frage.
3. Annäherungsschritte beider deutscher Staaten.
4. Herstellung der deutschen Einheit.
Mit der Gründung von zwei deutschen Staaten hatte sich die „deutsche Frage“ grundlegend geändert. Anstelle des
einen Deutschland gab es seit 1949 zwei Deutschlands. Sie vertraten beide zwei globale Machtsysteme, die einander
scharf entgegengesetzt waren. Das geteilte Deutschland war ein Punkt, an dem sich die Systeme berührten und damit
die Sicherheit der gesamten deutschen Nation gefährdeten. Die Verhältnisse zwischen den beiden Staaten in
Deutschland galten im Zeichen des Kalten Krieges mehr oder weniger für alle Staaten Europas. Mit der Teilung
Deutschlands war das einheitliche Europa auch schon Vergangenheit. Der Kampf der USA und der SU hatte einen
über- und internationalen Charakter. Ganz Europa und viele andere Länder der Welt waren in diesen Kampf
miteinbezogen. Das war die Hauptfolge des 2. Weltkrieges. Frieden war der Preis für den Sieg. Der kapitalistische
und kommunistische Wahnsinn und die Sucht der USA und der SU nach der Weltherrschaft hätten manchmal fast den
3. Weltkrieg ausgelöst. Der internationale Druck der USA und der SU auf das eigene Lager verwischte
Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Nationalstaaten. Nach der Explosion der ersten amerikanischen Atombombe
über Hiroshima am 6. August 1945 und der ersten sowjetischen Atombombe im August 1949 wurde die Souveränität
von den europäischen Staaten sehr nebelhaft und war von der amerikanischen und sowjetischen Vormacht abgeleitet.
Handlungsfreiheit besaßen nur die Staaten, die Atomwaffe hatten. Sie diktierten die inneren politischen, ideologischen
und wirtschaftlichen Verhältnisse, die in den von ihnen kontrollierten Ländern herrschen sollten. Der traditionelle
Anspruch der Nationalstaaten auf Selbstbestimmung wurde von der bipolaren Politik beeinflusst und beseitigt. Sie
dominierte militärisch, ideologisch und ökonomisch.
Der erste Bundeskanzler der BRD Konrad Adenauer war überzeugt, die deutsche Frage könne nur durch die
Westbindung gelöst werden. Deshalb ging es ihm in erster Linie darum, die machtlose und nach außen unselbständige
BRD möglichst schnell in die „westeuropäische Welt“ zu integrieren. Dadurch glaubte er auch, Souveränität,
militärische Sicherheit und Handlungsfähigkeit zu erlangen. Auch in kultureller und geistiger Hinsicht sollte der Teilstaat
Bundesrepublik mit dem Westen verbunden werden. Dann konnte Deutschland nicht mehr wie früher zwischen Ost
und West schwanken und geriet auch nicht in den Schatten der SU. Nur von einer solchen Position aus wäre nach
Adenauers Meinung die Wiedervereinigung der deutschen Nation denkbar.
Die ersten wirklichen Annäherungsschritte wurden Anfang der sechziger Jahre gemacht, trotz des Mauerbaus am 13.
August 1961. 1963 kam es zu den ersten Verhandlungen zwischen der BRD und der DDR. Es wurde ein
Passierscheinabkommen unterzeichnet. Es gab den Westberlinern die Möglichkeit, ihre Verwandten im Osten zu
besuchen. Die Rentner aus der DDR durften seit 1964 auch in den Westen reisen.
Im April 1969 erklärte sich die BR zum vertraglichen Dialog mit der DDR bereit. Am 28. Oktober bot der
sozialdemokratische Regierungschef Willy Brandt der DDR die Verhandlungen über einen Gewaltverzicht an. Mit
Russland liefen bereits die Verhandlungen. Die Regierungschefs beider deutscher Staaten trafen sich 1970 zuerst in
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