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Deutschland im Wandel der Zeit = Германия через призму времени. Учебное пособие.pdf
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THEMA 9. DEUTSCHLAND IN DER NACHKRIEGSZEIT

Aufgabe 1. Machen Sie sich mit den folgenden Informationen vertraut. Markieren Sie beim Lesen die Schlüsselwörter. Beachten Sie auch die fettgedruckten Begriffe. Erkundigen Sie sich nach derer Definition.
Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war vom restlosen Zusammenbruch gekennzeichnet. Alles in allem war Deutschland nach geradezu 6 Kriegsjahren ein Trümmerfeld. Und in diesem Trümmerfeld war nun die Idee der deutschen Weltherrschaft, die Idee, die den Deutschen einst so nah erschien, endgültig begraben. Sie wurde jetzt durch eine äußerst komplizierte Frage abgelöst: Wie sollte die Zukunft Deutschlands sein? Das war das Problem, das schon mehrmals diskutiert worden war. Bereits während des Zweiten Weltkriegs wurde Deutschland der Nachkriegszeit von der Anti-Hitler-Koalition besprochen. Aber die Westalliierten und Russland konnten sich diesbezüglich nicht auf eine gemeinsame Politik einigen, deshalb wurde auf den Kriegskonferenzen von Teheran und Jalta die Aufteilung Deutschlands geplant.
Die Konferenz von Teheran, auch Konferenz der „Großen Drei“ genannt, fand vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 als erste Konferenz der drei Hauptalliierten im Zweiten Weltkrieg, der Sowjetunion, Großbritanniens und der USA, statt. Teilnehmer waren der sowjetische Staatschef Josef Stalin, der britische Premierminister Winston Churchill sowie der US-Präsident Franklin D. Roosevelt.
Gegenstand der Konferenz war die Zeit nach einem Sieg der Alliierten über das nationalsozialistische Deutschland. Hauptergebnis der Konferenz war die Festlegung der Teilung Deutschlands.
Stalin, Churchill und Roosevelt äußerten in dieser Frage jedoch völlig unterschiedliche Ansichten: Churchill schlug eine Zweiteilung Deutschlands in eine nördliche und eine südliche Hälfte vor. Dabei sollten Teile Süddeutschlands (Bayern, Pfalz, Baden, Württemberg), Österreich und Ungarn zu einer „Donauföderation“ zusammengeschlossen werden. Roosevelt schwärmte von der Bildung von fünf autonomen Einzelstaaten. Stalin wollte sich jedoch zum damaligen Zeitpunkt nicht konkret auf die Teilungsmodalitäten festlegen, so dass dieser Punkt weitgehend ungeklärt blieb und Gegenstand folgender Konferenzen werden sollte.
Die Konferenz von Jalta auf der damals russischen, heute ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim fand vom 4. bis
11. Februar 1945 statt und bestimmte die Teilung Europas nach dem bevorstehenden Ende des Krieges. Die Vertreter des Gastgebers Sowjetunion, der USA und Großbritanniens trafen sich zu dieser Konferenz nahe der bereits befriedeten Badeortschaft Jalta. Stalin wählte diesen Ort ganz bewusst, um die Macht der sowjetischen Armee zu zeigen. Die Krim war kurz zuvor noch in deutscher Hand. Im Zuge der Gegenoffensive gelang die Befreiung von den Deutschen.
In den Beschlüssen wurden Deutschland und Österreich in vier Besatzungszonen aufgeteilt mit der Elbe als Demarkationslinie, ebenso wurden die Sektorengrenzen in den Hauptstädten Berlin und Wien gezogen.
Stalin forderte für die Sowjetunion zusätzliche Sicherheiten. Die besetzten Länder Polen, Baltikum, Ostpreußen, Tschechoslowakei und praktisch der ganze Balkan sollten einen Sicherheitsring von Satellitenstaaten um die UdSSR bilden. Darauf gingen Churchill und Roosevelt nur widerwillig ein.
Wie die bereits frühere Konferenz von Teheran, ließ auch die Konferenz von Jalta viel Auslegungsspielraum offen, nur über die bedingungslose Kapitulation und Entnazifizierung Deutschlands war man sich einigermaßen einig.
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Die definitiven Absprachen über die Abtretung der deutschen Ostgebiete und damit auch über die Vertreibung von Millionen von Menschen sollten erst später auf der Potsdamer Konferenz folgen.
Die Potsdamer Konferenz fand vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 im Potsdamer Cecilienhof statt.
Teilnehmer waren die Siegermächte des 2. Weltkriegs. Sie berieten darüber, wie Deutschland zu verwalten sei, das einige Monate zuvor bedingungslos kapituliert hatte:
Sowjetunion, vertreten durch Josef Stalin
Großbritannien, vertreten zunächst durch Winston Churchill, nach seiner Wahlniederlage ab 29. Juli durch seinen Nachfolger Clement Attlee
USA, vertreten durch Präsident Harry S. Truman
Die wichtigsten Ergebnisse dieser Konferenz waren die Teilung Deutschlands und Österreichs in vier Besatzungszonen, auf die man sich zuvor in der Konferenz von Jalta geeinigt hatte, sowie die Teilung Berlins und Wiens in je vier Zonen und die Stellung der Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie unter die vorläufige Verwaltung Polens (Potsdamer Abkommen). Die Grenze zwischen Polen und Deutschland sollte einem Friedensvertrag mit Deutschland vorbehalten bleiben. Für gesamtdeutsche Fragen sollte ein aus vier Militärgouverneuren zusammengesetzter Rat, der „Alliierte Kontrollrat“ zuständig sein.
Überaus folgenreich war der Beschluss auf der Potsdamer Konferenz, Deutschland als Reparationsgebiet zu teilen, d.h. jeder Besatzungsmacht war frei zu stellen, in ihrer jeweiligen Zone ihre eigenen Interessen an Reparationszahlungen durchzusetzen. Diese Entscheidung wurde getroffen, weil die Westmächte, die eine moderate Reparationspolitik verfolgten, sich mit Stalin, der eine sehr harte Linie vertrat, in Reparationsfragen nicht einigen konnten. Die Kompromissformel wurde schließlich aufgesetzt, um die Konferenz nicht völlig scheitern zu lassen. Denn bis dahin hatte sie keine wesentlichen Ergebnisse erbracht. In der Folge (auch aufgrund der französischen Obstruktion im Alliierten Kontrollrat) zerbrach die deutsche Wirtschaftseinheit, bald darauf, im Zuge des beginnenden Kalten Krieges, die politische.
Aufgrund des Potsdamer Abkommens bekam die UdSSR das Gebiet der späteren DDR und die deutschen Ostgebiete, die sie mit der Ausnahme von Nordostpreußen an Polen abtrat. Das Vereinigte Königreich beanspruchte das Gebiet des heutigen Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die amerikanische Besatzungsmacht erstreckte sich über Bayern, Hessen, Teile von Württemberg und Baden sowie Bremen und Bremerhaven wegen des Hafens. Frankreich bekam das spätere Rheinland-Pfalz und Teile von Württemberg und Baden. Das Saarland wurde unter französische Verwaltung gestellt.
In den Ostgebieten, der Tschechoslowakei und anderen Teilen Osteuropas kam es in der Folgezeit zur systematischen Vertreibung der deutschen Bevölkerung. Etwa 14 – 16 Millionen Menschen mussten nach West- und Ostdeutschland umsiedeln und belasteten die ohnehin schwierige Lage zusätzlich, zudem bestand in einigen Gebieten der Großteil der Bevölkerung aus Vertriebenen.
In Deutschland selbst war das Leben in den zerbombten Städten sehr schwierig. Hauptprobleme waren Mangel an Wohnraum, Nahrungsmittelknappheit, zerstörte Infrastruktur, ausbleibende Stromversorgung und auch daraus folgende Brennstoffknappheit. Weil viele Männer in Kriegsgefangenschaft waren, halfen Frauen bei der Beseitigung der Trümmer in den Städten, der Begriff der Trümmerfrau entstand. Stadtbewohner fuhren massenhaft, bei so genannten Hamsterfahrten (Die Fahrten mit der Eisenbahn waren damals erschwinglich, so dass die Züge oft wie
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Sardinenbüchsen gefüllt waren. Es war nicht ungewöhnlich, dass man mehrere hundert Kilometer mit der Bahn fuhr, nur um einen Sack Kartoffeln zu besorgen. Oft durchwühlten Menschen auch bereits abgeerntete Äcker nach vergessenen Kartoffeln, um diese mit nach Hause zu nehmen. In dieser Zeit wurde auch so manches wertvolle Schmuckstück oder Silberbesteck gegen ein paar Säcke Kartoffeln oder andere Lebensmittel getauscht. Viele halfen den Bauern auch für etwas Essbares bei der Ernte mit. Nach der Währungsreform 1948 füllten die Läden sich wieder mit Waren und die Hamsterfahrten gehörten der Vergangenheit an.), aufs Land, um sich gegen Sachgüter Lebensmittel zu beschaffen. Es gab keine offizielle Währung, der Schwarzmarkt (Unter einem Schwarzmarkt (öst. auch Schleichhandel) versteht man ganz allgemein einen illegalen Markt. Auf einem solchen werden knappe, vom Staat preislich fixierte oder durch Umgehung von Steuern u.Ä. teilweise erheblich vergünstigte Güter gehandelt. Weiterhin entwickeln sich Schwarzmärkte für verbotene Güter, wie z.B. Drogen oder Waffen.) und der Handel mit Sachgütern, besonders amerikanischen Zigaretten blühten. Wegen des Brennstoffmangels wurden zahlreiche Bäume abgeholzt oder Kohlenzüge geplündert. Lebensmittel waren nur über Lebensmittelmarken oder aus eigenem Anbau zu haben.
Von den Besatzungsmächten wurde die Entnazifizierung durchgeführt. Bekräftigt durch den Beschluss des Potsdamer Abkommens, sollte eine Säuberung der deutschen und österreichischen Gesellschaft, Kultur, Presse, Ökonomie, Jurisdiktion und Politik von allen nationalsozialistischen Personen und Organisationen erfolgen.
Für Deutschland verabschiedete der Alliierte Kontrollrat in Berlin ab Januar 1946 eine Vielzahl an Entnazifizierungsdirektiven. Mit diesem Mittel definierte man bestimmte Personengruppen und führte sie anschließend einer gerichtlichen Verhandlung zu.
Die Entnazifizierung wurde entgegen den Beschlüssen von Potsdam in den einzelnen Besatzungszonen mit unterschiedlicher Härte und verschiedenen Grundschemata durchgesetzt.
Die Entnazifizierung in der sowjetischen Besatzungszone war mit einem grundlegenden sozialistischen Umbau verbunden und wurde am schnellsten und radikalsten durchgeführt.
Funktionsträger der NSDAP und ihrer Organisationen wurden irreversibel aus Ämtern entfernt und teilweise in Lagern interniert. Jedoch auch viele Gegner des Systemwechsels (Sozialdemokraten, Konservative, Liberale) wurden auf diese Weise mundtot gemacht. Die Gesamtaufsicht für die Entnazifizierung in der SBZ lag direkt beim sowjetischen Geheimdienst. Schnell wurde erkannt, dass Nationalsozialisten in den westlichen Besatzungszonen weniger zu befürchten hatten. Die meisten setzten sich bis in die 50er Jahre in den Westen ab.
Eine Reihe hoher Wehrmachtsoffiziere wurden später allerdings ohne Ansehen ihrer Vergangenheit zum Aufbau der Nationalen Volksarmee herangezogen und gelangten dort, ähnlich wie viele ihrer „Kollegen“ in der westdeutschen Bundeswehr, in höchste Führungspositionen.
Franzosen und Briten legten im Gegensatz zu den Amerikanern in ihren Zonen eine gemäßigtere Gangart an den Tag. Eine Entnazifizierung fand hier nur in sehr begrenztem Umfang statt und konzentrierte sich hauptsächlich auf die schnelle Auswechslung der Eliten.
Die Amerikaner betrieben in ihrer Besatzungszone zunächst eine engagierte, aber auch sehr bürokratische Entnazifizierung. In 545 regional zuständigen Laiengerichten, den so genannten Spruchkammern, wurde unter Aufsicht der amerikanischen Militärregierung über mehr als 900.000 Fälle individuell zu Gericht gesessen. Zudem ließen die Amerikaner auch die Bögen ausfüllen, die sie mit 131 verschiedenen Fragen erstellt hatten. Die Menschen waren in die folgenden fünf Gruppen einzuteilen: Hauptschuldige, Belastete, Minderbelastete, Mitläufer und Entlastete.
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Im Laufe des Jahres 1948 ließ das Interesse der Amerikaner an einer konsequenten Entnazifizierung spürbar nach, da der Kalte Krieg mit dem Ostblock mehr und mehr in das Blickfeld rückte. Es wurden, um die Sache zum Abschluss zu bringen, Schnellverfahren eingeführt. Dies führte zu vielen fragwürdigen Urteilen.
Aufgabe 2. Überlegen Sie sich.
A. 1945 – Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an dieses Jahresdatum zurückdenken?
B. Lesen Sie die auf dieses Datum bezogenen Worte eines Deutschen und vergleichen Sie diese mit den vorhandenen Aussagen: „Befreiung Europas und Deutschlands von einem menschenverachtenden nationalsozialistischen System, welches die deutsche Nation missbraucht und unendliche Schuld auf diese geladen hat“. Sind Sie derselben Meinung? Haben die heutigen Deutschen etwas damit zu tun?
C. Was verstehen Sie unter der „Stunde Null“? erklären Sie diesen Begriff mit Ihren eigenen Worten.
D. Beschreiben Sie die „Stunde Null“ Deutschlands? Deutschlands? Verfolgen Sie die folgende Kette von Wörtern und Wortverbindungen: die bedingungslose Kapitulation – die Besetzung des Reichsgebietes – riesiges Trümmerfeld – Ruinen – kein Strom – kein Wasser – Hunger – Tauschhandel – Schwarzmarkt – der deutsche Nationalstaat, vor dem Nichts stehen – nationale Werte unter Zweifel stellen – die Einstellung – Vergangenheit völlig hinter sich lassen – bei Null anfangen.
E. Bedeutete das Kriegsende für Ihr Land auch „Stunde Null“?
Aufgabe 3. Was passt zusammen? Ordnen Sie die Begriffe den ihrem Wesen entsprechenden Erklärungen und Definitionen zu:
a) Potsdamer Abkommen;
b) Nürnberger Kriegsverbrecherprozess;
c) Marschallplan;
d) Währungsgesetz;
e) Berliner Blockade;
f) „Luftbrücke“;
g) D-Mark;
h) DM-Ost.
1. Jeder Bewohner der Westzonen erhielt im Umtausch gegen 60 Reichsmark ein Kopfgeld von 40 Deutschen Mark, dann noch einmal 20 DM, Unternehmen erhielten für jeden Beschäftigten Arbeitnehmer 60 DM, Löhne, Gehälter, Pensionen, Renten, Mieten und Pachtzinsen wurden im Verhältnis 1:1 umgestellt, die meisten anderen Verbindlichkeiten 10:1.
2. Totale Sperre der Schienen-, Straßen- und Wasserwege von und nach Westberlin, der Versuch der Sowjetunion, die westlichen Besatzungsmächte zur Aufgabe ihrer Position in Berlin zu zwingen.
3. Der Prozess gegen 22 Hauptangeklagte, der am 1. Oktober 1946 mit den Urteilsverkündungen endete.
Neuordnung – Währungsreform – Aufteilung – Kapitulation – Armeen – Flüchtlinge – Siegermächte – Volksaufstand – sowjetische Besatzungszone – Zahlungsmittel – Reaktion – Versorgung – Arbeitsbelastung – Flugzeuge – Wirtschaftssystem – Lebensbedingungen – Mauer – Rückzug – Grundgesetz
4. bis 11. Februar 1945
Konferenz von Jalta: Die Alliierten beschließen die Aufteilung Deutschlands nach dem abzusehenden Kriegsende in vier Sektoren (amerikanisch, britisch, französisch, sowjetisch).
7. bis 9. Mai 1945
...................... (1) der deutschen Wehrmacht: Der Zweite Weltkrieg in Europa ist beendet.
2. August 1945
Potsdamer Abkommen: Die ...................... (2) legen die politische und geografische
...................... (3) Mitteleuropas fest. Deutschland wird in Sektoren eingeteilt, die ehemalige
Reichshauptstadt Berlin ebenfalls. Aus der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungszone entstehen später Westdeutschland und Westberlin, aus der sowjetischen Ostdeutschland und Ostberlin.
20. bis 23. 1948
...................... (4): In Westdeutschland und Westberlin wird die D-Mark eingeführt, das
ostdeutsche ...................... (5) ist die DM-Ost.
24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949
Berliner Blockade: Als ...................... (6) auf die Währungsreform riegeln die Sowjets
Westberlin ab, d.h., eine ...................... (7) Westberlins über Land- und Wasserwege durch
die Alliierten war nicht mehr möglich. Fast ein Jahr lang wurde die Stadt mithilfe von
...................... (8) über die sogenannte Luftbrücke mit Lebensmitteln und Gebrauchsgütern
beliefert. Die Sowjetunion wollte mit dieser Blockade einen ...................... (9) der
Westalliierten aus Berlin erzwingen und ihren Anspruch auf das gesamte Berlin demonstrieren.
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4. Der von der amerikanischen Seite initiierter Plan, durch wirtschaftliche Unterstützung der Besatzungszonen die Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern.
5. Die Währung, die 1948 in den Westzonen eingeführt wurde.
6. Während der elfmonatigen Blockade wurden in etwa 195000 Flügen fast 1,5 Mio. Tonnen Lebensmittel, Kohle, Baumaterialien und andere Güter nach Berlin eingeflogen. Alle 2 bis 3 Minuten landete eine Maschine auf einem der drei Westberliner Flughäfen. An die verunglückten Piloten erinnert das Denkmal vor dem Flughafen Berlin-Tempelhof.
7. Das letzte Gipfeltreffen der „Großen Drei“ (W. Churchill, H. Truman, I. Stalin), der Anti-Hitler-Koalition, wo über das Schicksal Deutschlands in der Nachkriegszeit entschieden wurde.
8. Die Währung, die 1948 in der Ostzone eingeführt wurde.
Aufgabe 4. Spekulieren Sie über die Ursachen der Teilung Deutschlands. Hätte man die Teilung des Landes und der Nation vermeiden oder verhindern können? Warum (nicht)? Wie?
Aufgabe 5. Erledigen Sie die folgenden Aufgaben:
A. Erklären Sie die Begriffe: Trümmerfrauen – Hamsterfahrten – „Ami-Zigaretten“ – Schwarzmarkt – Gastarbeiter, die Oder-Neiße-Linie.
B. Erläutern Sie die Fünf-Ds: Demontage, Demilitarisierung (Entmilitarisierung), Denazifizierung (Entnazifizierung), Demokratisierung, Dezentralisierung.
C. Was ist der Grund für die Entstehung dieser Erscheinungen gewesen? Gab es in dem Nachkriegsleben Ihres Landes ähnliche Erscheinungen?
Aufgabe 6. Ergänzen Sie die Informationen mit den passenden Nomen in der richtigen Form.
23. Mai 1949
In den drei Westzonen wird das ...................... (10) verkündet und damit die Bundesrepublik
Deutschland (BRD) gegründet.
9. Oktober 1949
Auf dem Gebiet ............................................... (11) (SBZ) entsteht die Deutsche
Demokratische Republik (DDR).
1. Januar 1951
Der erste Fünfjahrplan für die DDR tritt in Kraft. Die DDR ist damit an das ......................
(12) der Sowjetunion gekoppelt.
17. Juni 1953
...................... (13) in der DDR: Es gibt Streiks und Demonstrationen gegen eine erhöhte
...................... (14) und schlechte ...................... (15). Der Aufstand wird mithilfe
sowjetischer Truppen niedergeschlagen. Danach werden die Preise und die Arbeitsnormen wieder gesenkt.
5. Mai 1955
Es entstehen zwei ...................... (16): In der Bundesrepublik wird die Bundeswehr, in der
DDR die Nationale Volksarmee gegründet.
Juli 1961
Immer mehr Menschen, darunter viele Akademiker, fliehen aus der DDR. Die Zahl der
...................... (17) hat ihren Höhepunkt erreicht.
13. August 1961
Bau der ...................... (18).
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A. Berichten Sie von den Ereignissen aus der Tabelle.
B. Können Sie sich vorstellen, in dem geteilten Land mit verschiedenen politischen Systemen zu leben?
C. Welche Probleme bringt eine solche Teilung Ihrer Meinung nach mit sich?
Aufgabe 7. Sprechen Sie zu den folgenden Punkten ausführlich.
1. Kriegskonferenzen von Teheran und Jalta, ihre Ergebnisse.
2. Potsdamer Konferenz, ihre Ergebnisse.
3. Neugestaltung Deutschlands und seiner Gesellschaft.
Aufgabe 8. Bereiten Sie einen Vortrag zu einem von den angegeben Themen vor und halten Sie ihn im Seminar.
Trümmerfrau
Hamsterfahrt (hamstern)
Die „Großen Drei“
Denken Sie bei der Vorbereitung des Vortrags an eine Unterstützung wie Handout, Power Point Präsentation o.Ä. Da schildern Sie den Plan des Vortrags, die wichtigste Informationen in Stichpunkten, passende Bilder/Fotos, unbekannte/unklare Wörter/Begriffe mit ihrer Erläuterung. Für die Präsentation der Materialien haben Sie 10 Minuten Zeit. Bereiten Sie bitte auch die Kontrollfragen für Ihre Mitstudierenden vor. Für diese Tätigkeit stehen Ihnen 10 Minuten Zeit zur Verfügung.
Die empfohlene Literatur:
1. Tatsachen über Deutschland. Frankfurt/Main, 1996 (2000), S. 29–37.
2. Deutsche Geschichte (Band 3). Berlin, S. 389–497.
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3. Lexikon der deutschen Geschichte. Stuttgart, 1983.
4. Deutsche Geschichte. Kleine Enzyklopädie. Leipzig, 1965.
5. Doerberg S., Stulz P. Deutschland 1945-1949. Berlin, 1959.
6. Text der Vorlesung.
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Überprüfen Sie sich selbst:
1. Warum nannte man die Zeit direkt nach dem Zweiten Weltkrieg die „Stunde Null“?
2. Was waren die vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges?
3. Wurde Deutschland besiegt oder befreit? Erklären Sie!
4. Wo wurden sämtliche Hoheitsrechte für Deutschland entschieden? (Washington, Moskau, London, Paris)
5. Wann wurde die Berliner Mauer gebaut?
6. In wie viele Besatzungszonen wurde Deutschland nach dem Krieg geteilt?
7. Wann unterzeichneten die Vertreter der Wehrmacht im Auftrag von Reichspräsidenten Dönitz die „bedingungslose Kapitulation“ Deutschlands?
8. Die 5 Ds lauten ...
9. Was ist der Marschallplan?
10. Flucht und Vertreibung – was ist damit gemeint?
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Reflektieren Sie sich über das ganze Thema und beantworten Sie die folgenden Punkte.
Das war neu für mich:
Was war schwierig. Warum?
Was war einfach? Warum?
Was hat mir beim Lernen geholfen?
Hier habe ich noch Fragen:
Das wichtigste für mich war:
Besprechen Sie Ihre Überlegungen in den Kleingruppen. Die Ergebnisse werden im Plenum bewertet und zusammengefasst.
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THEMA 10. BILDUNG VON ZWEI DEUTSCHEN STAATEN. DIE ENTWICKLUNG DER BRD UND DER DDR
Aufgabe 1. Berichten Sie.
1. Haben Sie in der Schule oder während des Studiums etwas über die Zeit des Kalten Krieges gelernt? Wenn ja, woran können Sie sich erinnern?
2. Gibt es ein Ereignis in Ihrem Heimatland/Ihrer Heimatstadt, das die politische, wirtschaftliche oder kulturelle Entwicklung in den 1950er- und 1960er-Jahren besonders beeinflusst hat?
3. Was wissen Sie über den Bau und den Fall der Mauer und die deutsche Wiedervereinigung?
Aufgabe 2. Machen Sie sich mit den folgenden Informationen vertraut.
Im Lauf der Zeit lief die (wirtschaftliche) Entwicklung insbesondere zwischen den westlichen Besatzungszonen und der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) immer weiter auseinander. Im Januar 1946 gab es mit den Kommunalwahlen in der amerikanischen Besatzungszone die ersten freien Wahlen, seit Ende der Weimarer Republik. Am 1. Januar 1947 kommt es mit der Vereinigung von amerikanischer und britischer Besatzungszone zur Bildung der Bizone. Damit wurde einerseits der Grundstein zu einer neuen staatlichen und wirtschaftlichen Entwicklung gelegt, andererseits wurden aber auch die Weichen für die endgültige Teilung des Landes in BRD und DDR gestellt. Juni 1947 läuft der Marschallplan an. Das war ein wirtschaftliches Wiederaufbauprogramm für das zerstörte Europa. Daneben kam dem Programm jedoch auch eine wichtige Funktion im Rahmen der seit März 1947 von den USA verfolgten Eindämmungspolitik gegenüber der UdSSR zu. Nachdem die amerikanische und die britische Zonenverwaltung die Einrichtung demokratischer Verwaltungsstrukturen in ihrer Bizone nach gemeinsamen Grundsätzen begonnen hatten, schloss sich Frankreich am 8. April 1949 mit seiner Besatzungszone im Südwesten Deutschlands dieser Entwicklung an. Aus der amerikanisch-britischen Bizone wurde so die von den drei Westmächten besetzte Trizone, aus der 1949 die Bundesrepublik Deutschland (BRD) hervorging.
In der SBZ ging eine andere Entwicklung vor sich. Die Pläne über einen ungeteilten sozialistischen Staat waren nach Kriegsende nicht durchsetzbar. Um sich alle Optionen offen zu halten, wurde die „Sowjetisierung“ der eigenen Besatzungszone von der SU zunächst verschoben und eine offene kommunistische Entwicklung vermieden oder vertuscht. Bildung der Trizone, Weigerung der SBZ, am Marshallplan der USA teilzunehmen, zunehmende Sowjetisierung der Ostzone und andere weltpolitische Differenzen trugen zu immer größeren Spannungen zwischen der SU und den USA bei, die letztlich zum Kalten Krieg führten.
Am 20. Juni 1948 wurde die befürchtete Teilung Deutschlands durch die auf die westlichen Besatzungszonen beschränkte Währungsreform zur Gewißheit. Mit der D-Mark begann das Wirtschaftswunder. Der Schwarzmarkt sollte allmählich verschwinden. Drei Tage nach der Währungsreform im Westen beschlossen die Machthaber der sowjetischen Besatzungszone eine eigene Währungsreform. Nachdem die DM gegen den Willen des sowjetischen Oberbefehlshabers auch in den westlichen Sektoren von Berlin eingeführt worden war, versuchte die Sowjetunion durch die Berliner Blockade ganz Berlin in ihre Hand zu bekommen. Die Westalliierten entschieden daraufhin, Berlin durch eine Luftbrücke zu versorgen. Insgesamt 11 Monate lang wurde die Westberliner Bevölkerung mit Hilfsgütern versorgt, bis die Sowjetunion die Blockade am 12. Mai 1949 beendete.
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Nach der Währungsreform wurde das Grundgesetz ausgearbeitet und am 8. Mai 1949 verkündet. Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz in Kraft. Die Bundesrepublik Deutschland war entstanden. Die Deutsche Demokratische Republik wurde am 7. Oktober 1949 gegründet.
Also, Deutschland war nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik zweigeteilt. Die BRD nahm unter Bundeskanzler Adenauer einen strikten Westkurs ein. Die Sowjetunion entwickelte sich anders. Am 10. März 1952 übergibt der stellvertretende sowjetische Außenminister Gromyko den Vertretern der drei anderen Besatzungsmächte (Frankreich, Großbritannien und den USA) die so genannte Stalin­Note mit Vorschlägen, um das “deutsche Problem“ zu lösen. Dazu sollte eine Viermächte-Konferenz einberufen werden. Der Vorschlag war nicht angenommen.
Am Morgen des 17. Juni brach im gesamten Gebiet der DDR der sogenannte Aufstand des 17. Juni aus. In den Tagen des Aufstandes war den westlichen Medien und wahrscheinlich auch den meisten Protestierenden die nationale Dimension der Proteste noch nicht bewusst. Tatsächlich kam es neueren Forschungen zufolge in weit über 500 Orten in der DDR zu Streiks, Kundgebungen oder Gewalttätigkeiten gegen offizielle Personen oder Einrichtungen.
Die Ereignisse des 17. Juni führten zu einem Flüchtlingsstrom von der DDR in die BRD. Am 4. August 1961 wurden die Grenzgänger per Verordnung durch den Ost-Berliner Magistrat angewiesen, sich registrieren zu lassen und Mieten sowie Mietnebenkosten künftig in DM (West) zu zahlen. Schon vor dem Mauerbau kontrollierte die Volkspolizei im Ostteil Berlins die in den Westteil der Stadt führenden Straßen und Verkehrsmittel intensiv auf so genannte verdächtige „Republikflüchtlinge“ und „Schmuggler“.
Der Plan zum Bau der Mauer in Berlin war ein Staatsgeheimnis der DDR-Regierung. Die Mauer wurde auf Geheiß der SED-Führung unter Schutz und Überwachung durch Volkspolizisten und Soldaten der Nationalen Volksarmee von Bauarbeitern errichtet.
Nach dem Bau der Berliner Mauer im Jahre 1961 setzte sich in Westdeutschland vermehrt die Meinung durch, dass man mit Rücksicht auf die dort lebenden Deutschen mehr auf die DDR zugehen müsse. Das hieß eigentlich Zugang auf deren Staatsführung, weil man an die Menschen selbst kaum herankommen konnte. Ziel war es dabei, durch eine Intensivierung der Kontakte das Bewusstsein einer gemeinsamen Nationalität bei den Menschen wachzuhalten.
Eine Folge dieses Wandels war, dass man in der BRD vermehrt darüber diskutierte, ob man die DDR als eigenen Staat anzuerkennen habe. Eine andere Folge war, dass man vermehrt dazu überging, mit Ostblockstaaten bilaterale Verträge zu schließen. Im Vordergrund stand darin ein gegenseitiger Gewaltverzicht.
Somit zeichnet sich diese Phase der Politik durch den Versuch aus, Feindschaften, Vorurteile und Ängste langsam und vorsichtig abzubauen. Dabei wurde nicht auf die früheren Ansprüche verzichtet. Allerdings wurde immer deutlicher, dass die Idee einer Deutschen Einheit immer mehr in die Zukunft verlagert wurde.
Die 80-er Jahre waren für die DDR in erster Linie durch die immer prekärer werdende wirtschaftliche Situation gekennzeichnet. Immer deutlicher wurde, dass das Staatssystem der DDR den gesellschaftlichen und politischen, aber auch den wirtschaftlichen Ansprüchen ihrer Bürger nicht gerecht werden konnte. Nicht zufällig fällt in diese Periode eine deutliche Zunahme von Bürgerrechtsgruppen, die mehr politische Freiheiten forderten, und auch von Menschenrechtsgruppen, die die Einhaltung der Menschenrechte einklagten. Angetrieben wurden all diese inneren Entwicklungen durch äußere Katalysatoren. An erster Stelle muss hierbei natürlich die Reformpolitik von Glasnost und Perestroika von Michail Gorbatschow genannt werden.
Schnüffelapparat Flucht in den Westen Konrad Adenauer Theodor Heuss Bundesrepublik Planwirtschaft Bundeskanzler Ministerpräsident Wilhelm Pieck Soziale Marktwirtschaft Otto Grotewohl
17.Juni 1953 NATO Warschauer Pakt KPD-Verbot Bundeswehr Nationale Volksarmee (NVA)
13. August 1961 Passierscheinabkommen Ludwig Erhard Gastarbeiter Willi Brandt Walter Scheel Willi Stoph Erich Honecker FDJ Thälmann-Pioniere RAF Bürgerinitiativen Politik der kleinen Schritte Wiedervereinigung Kleine Vereinigung Wirtschaftswunder
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Mögliche Ursachen für den Zusammenbruch der DDR: Missachtung von Bürgerrechten wie Meinungs-, Reise- und Demonstrationsfreiheit; staatliche Repressionen durch Stasi-Bespitzelung und Wahlfälschungen; Krise der DDR­Planwirtschaft, Unterversorgung mit Alltagswaren (zum Beispiel Ersatzteile, Maschinen, Baumaterial); Reformunfähigkeit der vergreisten SED-Führung (im Gegensatz zur KPdSU).
Aufgabe 3. Erstellen Sie nach den Informationen oben Stichpunkte zu dem folgenden Plan:
1. Teilung Deutschlands: westliche und östliche Deutschlandpolitik.
2. Weg zur Gründung der Bundesrepublik.
3. Aufbau des sozialistischen Staates.
4. Situation in Deutschland und Bemühungen zur Wiedervereinigung.
5. Stalin-Noten.
6. „Aufbau des Sozialismus“ und „Neuer Kurs“ in der DDR.
7. 17. Juni 1953.
8. Abwanderung aus der DDR und Bau der Berliner Mauer.
9. Annäherungsschritte der deutschen Staaten.
10. Vom Niedergang der DDR bis zur Wiedervereinigung.
Aufgabe 4. Finden Sie im Text oben die unterstrichenen Begriffe, recherchieren Sie nach Ihrer Bedeutung und präsentieren Sie die Ergebnisse in den Kleingruppen.
Aufgabe 5. Ordnen Sie die Namen und die Begriffe einem Land zu: entweder der Bundesrepublik Deutschland
oder der Deutschen Demokratischen Republik: