Немецкий язык как второй иностранный = Deutsch als zweite Fremdsprache. Учебное пособие для магистрантов = Lehrbuch für Masterstudium
.pdfПРИЛОЖЕНИЯ
Приложение 1
Алфавитный список наиболее употребительных сильных и неправильных глаголов
Infinitiv |
Präteritum |
Partizip II |
|
backen |
buk |
gebacken |
печь |
befehlen |
befahl |
befohlen |
приказывать |
beginnen |
begann |
begonnen |
начинать |
beißen |
biss |
gebissen |
кусать |
bergen |
barg |
geborgen |
прятать |
biegen |
bog |
gebogen |
cгибать |
bieten |
bot |
geboten |
предлагать |
binden |
band |
gebunden |
связывать, завязывать |
bitten |
bat |
gebeten |
просить |
bleiben |
blieb |
geblieben |
оставаться |
braten |
briet |
gebraten |
жарить |
brechen |
brach |
gebrochen |
ломать |
brennen |
brannte |
gebrannt |
гореть |
bringen |
brachte |
gebracht |
приносить |
denken |
dachte |
gedacht |
думать |
empfangen |
empfing |
empfangen |
принимать, встречать |
empfehlen |
empfahl |
empfohlen |
рекомендовать |
erschrecken |
erschrak |
erschrocken |
испугаться |
essen |
aß |
gegessen |
есть |
fahren |
fuhr |
gefahren |
ехать |
fallen |
fiel |
gefallen |
падать |
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Infinitiv |
Präteritum Partizip II |
finden |
fand |
gefunden |
находить |
fliegen |
flog |
geflogen |
летать |
fliehen |
floh |
geflohen |
убегать |
fließen |
floss |
geflossen |
течь |
frieren |
fror |
gefroren |
мерзнуть |
gebären |
gebar |
geboren |
рождать |
geben |
gab |
gegeben |
давать |
gehen |
ging |
gegangen |
идти |
gelingen |
gelang |
gelungen |
удаваться |
gelten |
galt |
gegolten |
иметь силу, стоить |
genießen |
genoss |
genossen |
наслаждаться |
geschehen |
geschah |
geschehen |
происходить |
gewinnen |
gewann |
gewonnen |
побеждать |
gleichen |
glich |
geglichen |
быть похожим |
greifen |
griff |
gegriffen |
хватать |
haben |
hatte |
gehabt |
иметь |
halten |
hielt |
gehalten |
держать |
hängen |
hing |
gehangen |
висеть |
heben |
hob |
gehoben |
поднимать |
heißen |
hieß |
geheißen |
звать, называться |
helfen |
half |
geholfen |
помогать |
kennen |
kannte |
gekannt |
знать |
klingen |
klang |
geklungen |
звучать |
kommen |
kam |
gekommen |
приходить |
laden |
lud |
geladen |
грузить, заряжать |
lassen |
ließ |
gelassen |
велеть; оставлять |
laufen |
lief |
gelaufen |
бегать |
leihen |
lieh |
geliehen |
давать / брать взаймы |
lesen |
las |
gelesen |
читать |
62
Infinitiv |
Präteritum Partizip II |
liegen |
lag |
gelegen |
лежать |
lügen |
log |
gelogen |
лгать |
meiden |
mied |
gemieden |
избегать |
messen |
maß |
gemessen |
мерить |
nennen |
nannte |
genannt |
называть |
pfeifen |
pfiff |
gepfiffen |
свистеть |
raten |
riet |
geraten |
советовать |
reiben |
rieb |
gerieben |
тереть |
reißen |
riss |
gerissen |
рвать |
riechen |
roch |
gerochen |
нюхать; пахнуть |
ringen |
rang |
gerungen |
бороться |
rufen |
rief |
gerufen |
кричать, звать |
saugen |
sog |
gesogen |
сосать |
schaffen |
schuf |
geschaffen |
создавать, творить |
scheiden |
schied |
geschieden |
разделять |
scheinen |
schien |
geschienen |
светить, казаться |
schieben |
schob |
geschoben |
двигать, толкать |
schießen |
schoss |
geschossen |
стрелять |
schlafen |
schlief |
geschlafen |
спать |
schlagen |
schlug |
geschlagen |
бить |
schließen |
schloss |
geschlossen |
закрывать |
schmeißen |
schmiss |
geschmissen |
швырять |
schneiden |
schnitt |
geschnitten |
резать |
schreiben |
schrieb |
geschrieben |
писать |
schreien |
schrie |
geschrien |
кричать |
schreiten |
schritt |
geschritten |
шагать |
schweigen |
schwieg |
geschwiegen |
молчать |
schwimmen |
schwamm |
geschwommen |
плавать |
sehen |
sah |
gesehen |
видеть, смотреть |
63
Infinitiv |
Präteritum Partizip II |
sein |
war |
gewesen |
быть |
senden |
sandte |
gesandt |
посылать |
singen |
sang |
gesungen |
петь |
sinken |
sank |
gesunken |
опускаться, погружаться |
sitzen |
saß |
gesessen |
сидеть |
sprechen |
sprach |
gesprochen |
говорить |
springen |
sprang |
gesprungen |
прыгать |
stechen |
stach |
gestochen |
колоть |
stehen |
stand |
gestanden |
стоять |
steigen |
stieg |
gestiegen |
подниматься |
sterben |
starb |
gestorben |
умирать |
stoßen |
stieß |
gestoßen |
толкать |
streiten |
stritt |
gestritten |
спорить |
tragen |
trug |
getragen |
носить |
treffen |
traf |
getroffen |
встречать |
treiben |
trieb |
getrieben |
гнать |
treten |
trat |
getreten |
ступать |
trinken |
trank |
getrunken |
пить |
tun |
tat |
getan |
делать |
überwinden |
überwand |
überwunden |
преодолеть |
verderben |
verdarb |
verdorben |
портить |
vergessen |
vergaß |
vergessen |
забывать |
verlieren |
verlor |
verloren |
терять |
verzeihen |
verzieh |
verziehen |
извинять |
wachsen |
wuchs |
gewachsen |
расти |
waschen |
wusch |
gewaschen |
мыть, стирать |
weisen |
wies |
gewiesen |
указывать |
wenden |
wandte |
gewandt |
обращаться |
werben |
warb |
geworben |
вербовать, рекламировать |
64
Infinitiv |
Präteritum Partizip II |
werden |
wurde |
geworden |
становиться |
werfen |
warf |
geworfen |
бросать |
wiegen |
wog |
gewogen |
взвешивать, весить |
wissen |
wusste |
gewusst |
знать |
ziehen |
zog |
gezogen |
тащить, тянуть |
zwingen |
zwang |
gezwungen |
вынуждать |
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Приложение 2
Тексты для реферирования
JUMA 06/2021
Haustiere. Pro und Contra
Viele Menschen haben heute verschiedene Haustiere, zum Beispiel: Hunde, Katze, exotische Tiere und andere. Aber jedes Tier bringt verschiedene Probleme mit sich. Ich behaupte, dass wenn du ein Tier haben willst, dann musst du alle Vorund Nachteile abwägen.
Einerseits geben die Haustiere uns ihre Liebe. Manchmal ist es besser mit Tiere sich zu beschäftigen, als mit irgendeinem Menschen, der dich auf die Palme bringt. Sie akzeptieren dich so, wie du bist. Und Haustiere bringen einem fast immer zum Lachen.
Aber anderseits müssen wir wissen, was für ein Tier es sein soll. Zum Beispiel, wenn es Fische sein sollen, müssen wir nur ein Aquarium mit Zubehör haben. Aber Fische benötigen auch Pflege. Das Aquarium muss gereinigt werden. Wenn wir eine Mietwohnung haben, muss eine Versicherung bezüglich der Überschwemmung abschließen. Für einen Hund oder Katze benötigen wir die Genehmigung des Vermieters. Ein Hund kostet Hundesteuer. Für einem Hund oder einer Katze müssen wir Tierarztkosten berücksichtigen. Wir haben dem Tier gegenüber Verpflichtungen. Früh aufstehen, Fressen geben, Klo sauber machen, Tiere pflegen und so weiter.
Ich komme zum Ergebnis, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er ein Haustier haben soll. Man muss alle Pround Contra-Argumente gründlich abwägen.
JUMA 01/2019
Wildes Wasser, kühler Kopf
Beim Kanuslalom braucht man Mut, Kraft und Ausdauer
Eigentlich müssen sie noch Hausaufgaben machen. Doch Heike (14), Katja (12) und Susanne (15) erledigen im Bus nur das Nötigste. Die drei Mädchen sind auf dem Weg zum Leistungszentrum für Kanuten in Hohenlimburg, einem kleinen Ort in der Nähe von Dortmund. Solche Leistungszentren gibt es für die meisten bekannten Sportarten. Nur wer Talent hat, ehrgeizig ist und viel trainiert, darf hier trainieren. Heike ist deutsche Meisterin im Kanuslalom, und auch Katja und Susanne haben schon verschiedene Siege erkämpft. Die Voraussetzungen stimmen also.
Mit Schwimmweste und Helm besteigen die Drei ihre Kajaks. Der Trainer gibt die Anweisungen: Die roten Tore muss man gegen den Fluss, die grünen mit
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dem Fluss durchfahren. Das ist gar nicht so einfach. Man braucht viel Kraft und Ausdauer um gegen die Strömung zu paddeln. Susanne, Heike und Katja beißen die Zähne zusammen. Mit dem Körper und Paddelschlägen steuern sie die schmalen, neun Kilo leichten Kajaks. Jedes Mädchen hat seinen eigenen Fahrstil. Am Ende der 350 Meter langen Strecke steigen sie aus und tragen die Boote zurück zum Start. Eine neue Fahrt beginnt.
“Das Paddeln macht viel Spaß”, erzählt Katja strahlend, “außerdem treffe ich hier viele junge Sportler aus anderen Städten.” Das entschädigt für die vielen Anstrengungen. Wenn sie nicht auf dem Wasser trainiert, macht sie Muskelund Ausdauertraining, sieben Tage in der Woche. Viel Zeit für Freundschaften bleibt da nicht mehr. “Wir haben aber auch andere Hobbys”, verraten die drei Mädchen. Dazu gehören das Telefonieren und das Internet-Surfen.
Für heute ist das Training zu Ende. Im Bus geht es zurück nach Hause. Die Gespräche drehen sich um Musik und ein neues Make-up. Ach ja, da waren ja auch noch ein paar Hausaufgaben …
JUMA 01/2021
Warten auf den Erfolg
Mache ich alles richtig, damit meine Wünsche und Pläne in Erfüllung gehen? JUMA hat mit Jugendlichen gesprochen, die auf den Erfolg warten.
Die Latte liegt auf 1,94 Meter
Mit sechs Jahren kam Christian zur Leichtathletik. “Damals war es aus Jux und Dollerei”, erzählt der Leverkusener Schüler. Doch heute nimmt der 16-Jährige seinen Sport sehr ernst. Er hat sich auf Hochsprung konzentriert. Sein Vorbild ist der kubanische Weltrekordhalter Javier Sotomajor. Wie der Kubaner möchte er Profisportler werden. Damit er dieses Ziel erreicht, trainiert Christian 4-mal in der Woche zwei Stunden.
Jedes Jahr stehen zehn bis zwölf Wettkämpfe auf dem Programm. Christians Eltern begleiten ihren Sohn zu allen Sportfesten. “Sie ermutigen mich immer”, sagt er. Einige Titel konnte Christian schon gewinnen: Mehrmals wurde er Kreismeister und im letzten Jahr westdeutscher Meister. Jetzt trainiert er für die deutschen Mannschaftsmeisterschaften. “1,90 Meter ist meine momentane Höhe. Bis zum Herbst müssen es 1,94 Meter sein.” Christian ist überzeugt, dass er dieses Ziel schafft: “Mein Trainer hofft, dass ich noch ein bisschen wachse. Dann geht es noch leichter.” Und wenn es mit der Profikarriere nicht klappt? Das entscheidet sich in drei bis vier Jahren. Bis dahin will der junge Sportler seine Schule beenden und eine kaufmännische Ausbildung beginnen.
Kein Plan, wie es weitergehen soll
Nico ist 16 Jahre alt und frisch verliebt. Das Mädchen seiner Träume heißt Jenny uns ist ebenfalls 16. Noch weiß Jenny nichts von ihrem Glück, denn Nico wartet noch auf den richtigen Moment, um mit ihr darüber zu sprechen.
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Jenny besucht die gleiche Schule wie Nico. Er kannte sie vom Sehen. Letztes Schuljahr dann saßen sie im Chemiekurs zufällig nebeneinander. “Da hat es bei mir gefunkt”, berichtet Nico. Ihre Art hat ihm direkt gut gefallen. Und ihr Aussehen? “Sie hat blonde Haare und eine gute Figur”, meint Nico. Zum Abschluss des Schuljahres hat er sie auf eine Fete eingeladen. “Jenny ist gekommen, und wir haben uns ganz nett unterhalten”, erzählt er.
Jetzt wartet Nico auf das Ende der Ferien und auf das Wiedersehen. “Da gibt es immer eine Menge zu erzählen – eine gute Möglichkeit, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen”, sagt er. Nico glaubt, dass Jenny bereits etwas von seiner Zuneigung ahnt. Direkt darüber gesprochen hat er mit ihr allerdings noch nicht. Einen genauen Plan, wie es weitergehen soll, gibt es auch nicht. Doch eins weiß Nico sicher: Das größte Problem liegt noch vor ihm. Denn Jenny ist seit einem Jahr mit einem anderen Jungen befreundet.
JUMA 09/2021
Allein sein
Immer mehr Menschen in Deutschland leben als Single1. JUMA hat einige Jugendliche gefragt: Wie wollt ihr lieber leben – solo oder mit Partner?
Es gibt einfach Dinge, die man mit Jungen besser machen kann. Zum Beispiel Fußball spielen! Martin ist 16 und Single. In seiner Freizeit spielt er oft Fußball. Viele Mädchen, so sind seine Erfahrungen, haben dafür kein Verständnis. „Wenn mich ein Mädchen von meinen Freunden wegbringen will, reagiere ich allergisch“, erzählt er. Martin fühlt sich wohl als Single.
Auch Elke, (15 Jahre) Sharon, (14 Jahre) und Simon, (16 Jahre) fühlen sich gut allein. Elkes letzte Beziehung liegt noch gar nicht so lange zurück. Vor einer Woche hat sie sich von ihrem Freund getrennt. „Er hat mich einfach nicht so nett behandelt2“, berichtet sie. „Irgendwann ist einfach Schluss.“ Auch ihre Freundin Sharon meint, dass man nicht um jeden Preis eine Beziehung halten sollte. Ihre letzte endete auf einer Klassenfahrt. Das Datum weiß sie noch ganz genau. Die Freundschaft war etwas ganz Besonderes für sie. „Aber ich habe mehr gegeben als bekommen“, erklärt sie den Grund für die Trennung. Die anderen Mädchen aus ihrer Clique3 haben alle einen Freund. Doch das stört Elke und Sharon nicht. Auch wenn Beziehung ein wichtiges Gesprächsthema ist.
Es kann auch Vorteile haben, Single zu sein. „Wenn ich auf eine Party gehe, kann ich mich mit vielen Leuten unterhalten. Ich flirte auch mal gern. Meine Freundinnen sitzen immer bei ihren Freunden und können das nicht“, meint Elke. Natürlich kennt sie auch die Vorteile einer Beziehung: „Man hat
1Single – allein, einsam.
2j-n behandeln – относиться к кому-либо.
3die Clique – durch gemeinsame Interesse verbundene Gruppe.
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jemanden, zu dem man gehen kann, wenn man Probleme hat. Und der das Gleiche für mich empfindet wie ich für ihn.“ Doch auf der Suche nach einem neuen Partner ist sie nicht. Darin ist sie sich mit den anderen einig. Egal, wie lange ihre letzte Beziehung zurückliegt.
Elke, Sharon, und Martin lassen sich Zeit mit der Liebe. Und Simon? „Es klappt am besten, wenn man es einfach auf sich zukommen lässt“, weiß er. Simon war ein Jahr mit einem Mädchen zusammen. Dann trennte er sich von ihr. Der Grund war ihre Untreue. Wenn jetzt die „Richtige“ kommt, würde er seine Freiheit gegen eine Partnerschaft tauschen. Sofort! „Als Single fühlt man sich oft allein!“, hat er erlebt. Andererseits ist ihm wichtig, auch Zeit für sich selbst zu haben.
„Manchmal wünscht man sich eine feste Partnerin“ gibt Martin zu. „Dann hat man immer jemanden, mit dem man etwas unternehmen kann.“ Trotzdem findet er, dass Freunde und Familie wichtiger sind. Simon, Sharon und Elke stimmen ihm zu. „Wenn eine Partnerschaft auseinander geht, ist Schluss. Die meisten kennen einen danach nicht mehr. Freunde aber sind immer für einen da“, sagt Simon. Später, da kann dann eine richtige Beziehung und eine Familie kommen. Das heißt für ihn irgendwann ab 30.
Bis dahin wollen alle erst einmal Erfahrungen sammeln. Vielleicht trifft man ja jemanden, mit dem man bis ans Lebensende zusammen ist. „Das ist aber eher unwahrscheinlich!“, meint Martin. Schließlich ist man ja noch nicht einmal 18!
JUMA 02/2019
Ein Teil von mir selbst
Immer mehr Jugendliche lassen sich kleine Stecker und Ringe durch Augenbrauen, Nase, Bauchnabel oder Zunge stechen. Auch Tätowierungen werden immer beliebter – trotz der gesundheitlichen Gefahren und der Möglichkeit, dass diese Mode eines Tages vorbei ist.
Deborah (17) ist mehrfach gepierct und hat zwei Tattoos, einen Schmetterling am Knöchel und einen Delphin über ihrem Bauchnabel: “Früher habe ich mir immer Bildchen auf die Haut gemalt. Mein erstes Tattoo bekam ich mit 13 Jahren. Ich habe gebettelt und gefleht, bis meine Mutter es erlaubte. Bei einem Stadtbummel durfte ich mir in einem Tattoo-Laden ein ganz kleines Motiv aussuchen. Ich entschied mich für den Schmetterling. Es tat überhaupt nicht weh. Es ist, als ob man mit einem Kugelschreiber über die Haut fährt. Später habe ich meinen Bauchnabel piercen und tätowieren lassen, weil ich es schön finde. Jetzt schaue ich mir den Delphin am liebsten im Spiegel an. Meine Tätowierungen sind ein sehr persönlicher Körperschmuck.” Warum man sich tätowieren lässt? “Warum zieht man Ohrringe an? Das sagt doch alles. Meine Oma war mit meinem Bauchnabel-Piercing gar nicht einverstanden. Sie hatte Angst, dass es sich entzündet. Sonst ist meine Familie sehr modern. Meine
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Mutter ist auch tätowiert. Von Freunden habe ich nichts Negatives gehört. Viele fragen nur: ,Was machst du, wenn du mal alt bist?’ Darüber mache ich mir heute aber noch keine Gedanken. Es laufen ja Tausende mit einem Tattoo herum. Ich werde also nicht die Einzige sein.”
Mein Vater findet es grauenhaft
Till (20) hat ein Bauchnabelund ein Zungen-Piercing und ist am Oberarm tätowiert: “Meine Tattoos bedeuten mir sehr viel. Sie stehen für mein Leben. Ich liebe die Sonne und bin Leistungsschwimmer. Darum habe ich den Delfin und die Sonne gewählt. Mein Zungen-Piercing kommt gut an, auch beim Küssen. Ich denke, das Tattoo wird er mir auch noch mit 60 Jahren gefallen. Elodie (19) ist am Rücken tätowiert: “Ich habe mich dort tätowieren lassen, damit ich mich an meinem Tattoo nicht satt sehen kann. Zuerst wollte ich einen Panther haben. Aber das könnte sehr brutal aussehen, wenn ich später einmal ein Abendkleid trage. Ich habe mich deshalb für ein abstraktes Motiv entschieden. Man kann sehr viele Formen darin sehen. Manche finden, es sieht aus wie ein Vogel. Tattoos sind für mich Körperkunst. Inzwischen ist mein Tattoo zu einem Teil von mir selbst geworden und es wird immer bleiben. Mein Vater findet es grauenhaft, weil es nicht mehr weggeht. Meine Mutter hat sich damit abgefunden. Meine Freundinnen fragen oft: „Bist du sicher, dass es das Richtige ist? Doch die meisten sehen es sich gerne an.”
