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Deutsch für wirtschaftliche Fachrichtungen. Учебное пособие для СПО

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Kriterium
Reisender
Handelsvertreter
Planung durch Verkaufsleiter
vorwiegend eigene Planung
Einsatz-, Steuerung- und
Verwendungsmöglichkeit
überall im Außen- und
Innendienst
im Rahmen des Vertrags, nur im Außendienst
Arbeitsweise
vorwiegend unternehmensorientiert
Unternehmens- und einkommensorientiert
konzentriert auf ein Unternehmen
verteilt auf mehrere Unternehmen
fester Bestandteil der Aus­und Fortbildung
freiwillig oder im Rahmen der Vereinbarung
aus den eigenen Reihen, auf dem Stellenmarkt
auf dem Stellenmarkt
Nebenfunktionen
Verkaufsförderung,
Markterkundung, Kundendienst
je nach Vereinbarung
wie bei jedem Angestellten
Sonderregelung, evtl. Ausgleichsanspruch nach
§ 89 b HGB
bevor Kunde Rechnung begleicht
nach Zahlungseingang
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5. FRANCHISE-SYSTEME ALS VERTRAGLICHE VERTRIEBSSYSTEME ZWISCHEN INDUSTRIE UND HANDEL
Im folgenden Text finden Sie die Aufzeichnung von 14 typischen Merkmalen von Franchise-Systemen und die Angabe von Vor- und Nachteilen derselben für Hersteller und Händler.
Auf welche Merkmale sind die einzelnen Vor- und Nachteile zurückzuführen?
Franchise bezeichnet eine spezielle Form der vertikalen Vertriebskooperation. Ein Franchise-Geber räumt aufgrund langfristiger individualvertraglicher Vereinbarungen dem rechtlich selbständig bleibenden Franchise-Nehmer gegen Entgelt das Recht ein, genau bestimmte Sach- oder Dienstleistungen auf eigene Rechnung an Dritte abzusetzen. Der Franchise-Nehmer kann dabei Namen, Warenzeichen, Ausstattung und sonstige Schutzrechte sowie die technischen und gewerblichen Kenntnisse des Franchise-Gebers unter Beachtung des von diesem entwickelten Absatz- und Organisationssystems verwenden. Die folgende Übersicht zeigt die Vielfalt von typischen Merkmalen, die das Wesen des Franchisings ausmachen:
Typische Merkmale von Franchise-Systemen:
Kooperation zwischen einem Franchise-Geber und einem oder mehreren
Franchise-Nehmern
− Dauerschuldverhältnis von bestimmter oder unbestimmter Dauer
vertragliche Basis
vertikale Systemorganisation
− zumindest partielle Selbständigkeit des Franchise-Nehmers, d. h.
unternehmerische Entscheidungsfreiheit
Übernahme des unternehmerischen Risikos durch den Franchise-Nehmer,
d. h. Einsatz von Risikokapital
Einsatz von Arbeitskraft durch den Franchise-Nehmer, und zwar persönlich
oder durch Angestellte
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bedingtes Nutzungsrecht des Franchise-Nehmers an Wettbewerbsvorteilen
des Franchise-Gebers, wie Schutzrechten, Geheimnissen, Image und Erfahrungen
Tätigkeit des Franchise-Nehmers nach einem vom Franchise-Geber
vorgegebenen Handlungsschema
vertragliches Weisungsrecht des Franchise-Gebers
vertragliches Kontrollrecht des Franchise-Gebers
− Unterstützung des Franchise-Nehmers durch den Franchise-Geber, und zwar
einmalig (z. B. Schulung, Betriebsaufbau) und laufend (z. B. Marktforschung, Werbung, Fortbildung, Erfolgskontrolle)
− direkte oder indirekte Vergütung des Franchise-Gebers
− einheitliches Auftreten in der Öffentlichkeit
Die Ausgestaltung von Franchise-Systemen ist außerordentlich vielfältig. Exemplarisch sei hier auf Begriffe hingewiesen wie: Produkt-Franchising, Service­Franchising, Betriebs-Franchising, Hersteller-Einzelhändler-Franchise und Hersteller-Großhändler-Franchise.
Hersteller
Vorteile
Nachteile
− starke Einflussnahme auf den Vertrieb der eigenen Produkte
relativ große Selbständigkeit der Vertragspartner
− geringere Anforderungen an Kapitalkraft und persönliche Ressourcen
Gefahr einer zu geringen
Marktdurchdringung aufgrund regionalen Gebietsschutzes
geringere Fixkostenbelastung im Vertriebsapparat
− Einräumung von Namens-, Waren- und Ausstattungsrechten
− Möglichkeit zur schnelleren Expansion
vertraglich fixierte zeitliche Bindung an bestimmte Partner (sinkende Flexibilität)
− Durchsetzung einer die Handelsstufe
umfassenden integrierten Marketingkonzeption
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Händler
Vorteile
Nachteile
bessere Wettbewerbschancen durch die Partizipation am Namen und an der Erfahrung des Herstellers
Pflicht zur Interessenwahrung und Förderung des Absatzes
− laufende Unterstützung in der Organisation und im Tagesgeschäft
− Tätigkeit, Maßnahmen nach einem
vorgegebenen Handlungsschema
Verbreitung der Kreditbasis
Einhaltung der vom Hersteller
vertraglich vorgeschriebenen Vertriebswege-, Konditionen-, Sortiments- und Kommunikationspolitik
rascheres Wachstum
Kontrollrechte des Herstellers
− Stärkung der Finanzkraft durch
niedrigere Beschaffungspreise
eventuell Gewinnverwendungsklausel (z. B. zur Selbstfinanzierung)
Gebietsschutz
durch vertragliche Vereinbarung Bindung an Zugehörigkeitsfristen (bei
vorzeitigem Vertragsbruch: Konventionalstrafen)
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6. MESSEN UND AUSSTELLUNGEN
Bitte ordnen Sie die einzelnen Textteile so, dass sich ein sinnvoller Text ergibt!
A Der Zentralausschuss der Werbewirtschaft (ZAW) hat für Messen und
Ausstellungen folgende Definition erarbeitet:
«Messen sind Veranstaltungen mit Marktcharakter, die ein umfassendes
Angebot eines oder mehrerer Wirtschaftszweige bieten. Sie finden im Allgemeinen in
regelmäßigem Turnus am gleichen Ort statt. Auf Messen wird aufgrund von Mustern für den Wiederverkauf oder für gewerbliche Verwendung verkauft. Der Zutritt zur Messe ist grundsätzlich dem Fachbesucher Vorbehalten. Fachausstellungen dienen der aufklärenden und werbenden Darstellung einzelner Wirtschaftszweige und
sprechen neben den Fachkreisen auch die Allgemeinheit an. Allgemeine
Ausstellungen sind Veranstaltungen, die sich aufklärend und werbend für bestimmte Wirtschaftsräume oder Wirtschaftsprobleme an die Allgemeinheit wenden, Ausstellungen können dem Verkauf dienen».
B Auktionen
Auktionen sind für einen bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit angekündigte Marktveranstaltungen, die jeweils unter einer einheitlichen Leistung stehen und bei denen anwesende oder zur Besichtigung zugängliche Waren im öffentlichen Bieteverfahren an den Meistbietenden verkauft werden.
C Wir wollen näher betrachten:
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D Messen und Ausstellungen lassen sich nach verschiedenen Kriterien
unterscheiden:
nach dem Ausstrahlungsgebiet:
regional, national, international
nach der Angebotsbreite:
Fachmesse (Einbranchenmesse), Mehrbranchenmesse (Universalmesse)
nach den ausgestellten Produkten:
Konsumgüter-, Gebrauchsgüter-, Investitionsgütermessen
nach der Funktion:
Verkaufsmessen, Informationsausstellungen
nach der Dauer:
ständig, zu bestimmten Zeitpunkten
nach dem Standort:
fester Standort, wechselnder Standort
nach Stellung der Anbieter:
Industrie, Handel, Dienstleistungen, Landwirtschaft, Gewerbe
E Marktveranstaltungen
Der Begriff Marktveranstaltungen wird in der betriebswirtschaftlichen Literatur unterschiedlich verstanden. Einig ist man sich, dass sie dem Waren- und Informationsaustausch dienen und Einrichtungen mit einer spezifischen Organisation
sind. Hierzu zählen Messen, Ausstellungen, Börsen, Auktionen, Jahr-, Wochen- und Tagesmärkte, Großmärkte, Ausschreibungen, Submissionen u. a.
F Nach den Objekten, die gehandelt werden, lassen sich Börsen in
Warenbörsen
Effektenbörsen
Devisenbörsen
einteilen. Warenbörsen dienen dem Handel mit vertretbaren beweglichen Waren, die eindeutig standardisiert oder typisiert sind. Da dies insbesondere bei Rohwaren
möglich ist, gehören diese zu den wichtigsten Börsenwaren (z. B. Getreide, Kaffee,
Zucker, Kupfer, Blei, Zinn, Leder, Baumwolle, usw.).
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G Als wichtigste Messen und Ausstellungen in der BRD können die Hannover
Messe, die Internationale Frankfurter Messe als Universalmessen und die Internationale Lederwarenmesse (Offenbach), die Internationale Modemesse
(IGEDO) (Düsseldorf), die Internationale Spielwarenmesse Nürnberg, die Internationale Möbelmesse (Köln) und die Frankfurter Buchmesse als
Einbranchenmessen angesehen werden.
H Die heutigen Messen sind aus den Warenmärkten entstanden, auf denen der
Verkäufer seine Waren zum Kauf anbietet. Sie bestehen zwar heute noch weiter, verbreiteter ist jedoch die Mustermesse, auf der nach Mustern Verträge geschlossen
werden.
I Börsen
Börsen sind regelmäßig institutionalisierte Marktveranstaltungen, die an einem bestimmten Ort für begrenzte Zeit stattfinden und auf denen nach einer festvereinbarten Ordnung Handelsgeschäfte in vertretbaren Wirtschaftsgütern
abgeschlossen werden.
J Nach der Definition des ZAW können Ausstellungen dem Verkauf dienen.
Dies trifft jedoch nicht für alle zu. Hier sind vor allem die Weltausstellungen zu nennen, die dazu dienen, die nationale wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Kultur
im friedlichen Wettbewerb nebeneinander darzustellen. Die erste Weltausstellung fand 1851 in London statt.
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7. WERBUNG
Bitte ordnen Sie die folgenden Stichpunkte den passenden Textteilen zu:
Präsentation des Werbeinhalts, Arten der Werbung, Werbebegriffe, Werbeinhalt, Medienwahl, Werbekanäle
Stand bei der Verkaufsförderung die räumliche und personelle Unmittelbarkeit der Kommunikation zwischen Angebot und potentiellem Käuferpublikum im Vordergrund, so ist die Werbung im hier verstandenen Sinne eine mittelbarere Form
der Nachrichtenübertragung zwischen Hersteller und Zielgruppen. Im umgangssprachlichen Sinne umfasst sie zwar jedes werbende Tätigwerden für Bedürfnisse, Produkte und Unternehmen, also auch die Verkaufsförderung und Öffentlichkeitsarbeit. Aus analytischen Gründen sowie in Anlehnung an verschiedene
Literaturauffassungen soll Werbung hier die Kommunikationsformen beinhalten, die
unpersönlich und in räumlicher Distanz vom Verkaufsort durchgeführt werden und sich auf ein einzelnes Produkt oder auf eine Gruppe von Bedürfnissen oder Produkten einschließlich der damit in Verbindung stehenden Zusatzleistungen beziehen.
Werbung stellt besonders im Bereich der Konsumgüterindustrie das am weitesten entwickelte, verbreitete und traditionsreichste Kommunikationsinstrument dar. Dabei haben vor allem Erkenntnisse der Psychologie und Sozialpsychologie die Gestaltung, den Einsatz und die Wirksamkeit der Werbung beeinflusst.
Einen Überblick über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten dieses In­struments gibt die Zusammenstellung von Werbearten in Abbildung 6.
Kriterium
Beispiele
Geographische Reichweite
lokale, nationale, internationale Werbung
Käufergruppen
Verbraucher-, Handels-, Industriewerbung
Werbetreibender
Werbung durch Hersteller oder Handel
Zahl der Umworbenen
Einzelwerbung (Werbebrief), Mengenwerbung
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Kriterium
Beispiele
Zahl der Werbenden
Alleinwerbung, Gemeinschaftswerbung (für Rohstoff, Warenzeichen usw.)
Erkennbarkeit
offene Werbung, versteckte Werbung (Werbeplakate in Fernsehreportagen, Markenkonsum im Film usw.)
Abbildung 6. Arten der Werbung
Die Bestimmung des Werbeinhalts stellt ein erstes, schwieriges Entscheidungsproblem dar. Es gilt, ein Thema als Nachricht auszuwählen, das die
Aufmerksamkeit für das Produkt und seine Verkaufsfähigkeit am wirksamsten steigert. Wegen der räumlichen und zeitlichen Begrenzung der einzelnen Werbemedien und der in der Regel geringen Zeit, die der Käufer einer Werbung zu widmen bereit ist, können aus den möglichen werbefähigen Produktvorzügen und produktbezogenen Kaufstimuli nur einzelne ausgewählt werden. Je nach den Lebens-
und Verhaltungssweisen der Käuferzielgruppen werden ökonomische, technische, funktionale, emotionale oder soziale Produktkomponenten als Werbeinhalte gewählt.
Kenntnisse über die Motive und Verhaltensmuster der Käufer sind also Voraussetzungen Für die Wahl der Werbenachricht.
Die Präsentation des Werbeinhalts ist ein nächster wichtiger Schritt. Er ist
deswegen von großer Bedeutung, weil nur eine zielgruppengerechte Verschlüsselung der Nachricht beim Empfänger einen ausreichend hohen Aufmerksamkeitswert
erzeugt. Die verbale Aufbereitung des gewählten Werbethemas gehört ebenso dazu
wie die Form und die grafische, farbliche und eventuell akustische Gestaltung des Mittels, in das die Werbenachricht eingebettet wird. Auch hier besteht wiederum ein enger Zusammenhang mit den beobachteten oder vermuteten Einstellungen, Motiven und Handlungsweisen der Käufer.
Die Frage, welche Kanäle (Medien) zur Verbreitung der Werbenachricht zur
Verfügung stehen und wie die Auswahl unter diesen Medien getroffen werden soll, wirft einen weiteren Problemkomplex auf. Die wichtigsten Werbekanäle und die in
ihnen jeweils verwendbaren Formen der Werbung sind in Abbildung 7 wiedergegeben.
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Werbekanäle
Formen der Werbung (Ausgestaltung der Werbekanäle)
Zeitungen (Fach-)Zeitschriften
Anzeigen, versteckte Werbung in Artikeln
Fernsehen
Fernsehspots, versteckte Werbung in Fernsehsendungen
Rundfunk
Rundfunkspots
Lichtspieltheater
Werbefilme und -dias, versteckte Werbung in Filmen
Postzustellung
Werbebriefe, Postwurfsendungen, Kataloge, Prospekte, Werbegeschenke, Warenproben
öffentliche und private Anschlagflächen
Plakate, Leuchtreklamen
Straßenverteilung
Flugblätter, Prospekte, Kataloge, Warenproben
Abbildung 7. Werbekanäle und Formen der Werbung
Produktart, Käuferzielgruppen, Streubereich und Kosten der Medien bilden die
Hauptdeterminanten der Alternativenwahl. In der Regel, vor allem im Bereich der
Konsumgüter, stehen mehrere Werbekanäle zur Verfügung. Das Ausmaß der
Inanspruchnahme jedes Mediums und der im Rahmen eines Mediums bestehenden Alternativen (welche Zeitungen oder Zeitschriften, welche Rundfunk- oder Fernsehprogramme, welche Kinos usw.) ist Gegenstand weiterer Entscheidungen.
Die Entscheidung über die Art der Inanspruchnahme der möglichen Werbekanäle ist beim gegenwärtigen Stand des Wissens über die Wirksamkeit von Werbung weitgehend subjektiven Präferenzen und Erfahrungen der Entschei- dungsträger überlassen. Die Konzentration auf ein Medium findet sich genauso wie die gleichmäßige Verteilung der Werbeausgaben auf alle verfügbaren Medien.
Welche der abgedruckten Informationen sind in Text A, welche in Text B und welche in beiden enthalten?