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Deutsch für wirtschaftliche Fachrichtungen. Учебное пособие для СПО

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3. UMSATZVORAUSSAGEN
Lesen Sie den Text und finden Sie, welcher Teil des Textes (A, B, C u. a.) die nachstehenden Aussagen enthält.
A Einen ersten Ansatz bilden die Untersuchungen der Lebensgeschichte
(«Lebenszyklus») der Absatzleistungen. Ausgangspunkt dieser Überlegungen ist die in der Praxis feststellbare Tatsache, dass bei vielen Produkten die Umsatzentwicklung im Zeitablauf gewissen Regelmäßigkeiten folgt. Abbildung 1 bringt dies beispielhaft zum Ausdruck.
Dabei ist unterstellt, dass die absatzwirtschaftlichen Instrumente im Zeitablauf konstant gehalten werden. Es liegt eine analytische Betrachtungsweise vor. Es wird jedoch keine Handlungsvariable allein geändert, sondern nur die Zeitvariable.
Abbildung 1. Phasen der Markentwicklung
Die Lebensgeschichte eines Produktes durchläuft vier typische Phasen der Marktentwicklung. Die erste Phase (t0 – t
1
) ist die Einführungsphase. Sie ist durch
verhältnismäßig geringe Umsätze und geringfügige Zuwachsraten gekennzeichnet.
Erst in der sogenannten Expansionsphase (Ausdehnungsphase) (t1 – t2) sind nennenswerte Umsätze zu erwarten, die überdies im Zeitablauf progressiv zunehmen.
Diese Entwicklung findet ihre Erklärung im Fehlen eines vergleichbaren Produktes
eines Konkurrenten auf dem Markt. Die Betriebswirtschaft besitzt also eine gewisse Monopolstellung. In der nachfolgenden Ausreifungsphase (t2 – t3) nehmen die Zuwachsraten ab. Es kommen Konkurrenzprodukte auf den bereits weitgehend
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gesättigten Markt. Schließlich kommt die Umsatzsteigerung zum Stillstand. In der Rückbildungsphase (t
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– t4) sinken die Umsätze wieder. Der Markt ist gesättigt. Auf dem Markt erscheinen neue, bessere Produkte, die den Absatz des betrachteten Produktes erschweren. Die Konkurrenz nimmt noch mehr zu.
Das Phasenbild ist für viele Produkte typisch. Allerdings besteht die
Möglichkeit, die Phasen durch entsprechenden Einsatz der absatzwirtschaftlichen
Instrumente im Zeitablauf zu beeinflussen. Eine geschickte Kombination der absatzwirtschaftlichen Instrumente in den einzelnen Marktphasen kann den Umsatzverlauf z. B. in der Weise abwandeln, wie Kurve II in Abbildung 2 zeigt. Zum Vergleich ist die ursprüngliche Kurve I der Abbildung 2 daneben gestellt.
Abbildung 2. Unterschiedliche Umsatzverläufe
Der Vergleich beider Kurven zeigt, dass durch einen entsprechenden Einsatz
des absatzpolitischen Instrumentariums eine Verkürzung der Einführungsphase und
eine Verlängerung der Ausdehnungs- und Ausreifungsphase zu erwarten ist. In der Rückbildungsphase sind die Umsatzverluste nicht zu vermeiden. Sie lassen sich jedoch abschwächen. Die Umsatzkurve II entspricht einer synthetischen
Betrachtungsweise.
B Der Begriff des Produkt-Lebenszyklus
Das Gewinn- und Umsatzniveau eines Produkts verändert sich im Zeitablauf. Der Begriff eines Produkt-Lebenszyklus stellt den Versuch dar, eindeutig unterschiedliche Stadien in der Verkaufshistorie des Produkts nachzuweisen. Jedem Stadium entsprechen bestimmte Chancen und Probleme in Bezug auf die Marketing­Strategie und auf das Gewinnpotential. Gelingt es, zu erkennen, in welchem Stadium
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sich ein Produkt befindet, oder auf welches es sich zubewegt, so können bessere Marketing-Pläne entwickelt werden.
Die meisten Diskussionsbeiträge zum Produkt-Lebenszyklus (PLZ) stellen die Verkaufshistorie eines typischen Produkts als eine S-förmige Kurve dar (vgl. Abbildung 3), und unterscheiden die vier Stadien der Einführung, des Wachstums, der Reife und des Rückgangs. Die Einführung ist eine Periode des langsamen Wachstums. Die Gewinnkurve der Abbildung 3 zeigt, dass auf Grund der hohen Einführungskosten in diesem Stadium kein Gewinn zu erwarten ist. Es folgt eine Wachstumsperiode, die eine rasche Aufnahme des Produkts und einen ansehnlichen
Gewinnzuwachs mit sich bringt. Diese wird von einem längeren Reifestadium abgelöst, in dem das Umsatzwachstum nachlässt, weil ein Großteil der potentiellen Käufer bereits gewonnen wurde. Der Gewinn erreicht während dieser Periode seinen Höhepunkt und fällt wieder ab, weil gesteigerte Marketing-Ausgaben zur Verteidigung des Produkts gegen die Konkurrenz nötig sind. Schließlich erfolgt der Rückgang; eine Periode, während der sowohl der Umsatz als auch die Gewinne rasch
abnehmen.
Abbildung 3. Umsatz- und Gewinnlebenszyklen
Es ist schwierig, den Anfang und das Ende eines jeden Stadiums objektiv
festzulegen. In den meisten Fällen orientiert man sich an der Umsatzwachstums- bzw. an der Umsatzrückgangsrate: zeigt sie eine deutliche Tendenzänderung, so wird der
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Beginn eines neuen Stadiums angenommen. Polli und Cook schlagen den Einsatz einer operationalen Methode vor, die auf einer Normalverteilung der prozentuellen Veränderungen der tatsächlichen Umsätze von Jahr zu Jahr beruht.
Nicht alle Produkte durchlaufen den idealisierten, S-förmigen Lebenszyklus der Abbildung 4. Manche erfahren von Anfang an ein rasches Wachstum und
überspringen somit die langsame Ausdehnung des Umsatzes, die das Einführungsstadium kennzeichnet. Ebenso gibt es Produkte, die direkt von dem Einführungsstadium in das Reifestadium übergehen, ohne eine Periode raschen
Wachstums zu durchlaufen; oder solche, auf deren Reifestadium eine zweite Periode
raschen Wachstums folgt. In einer Studie über 754 rezeptpflichtige Arzneimittel
konnte Cox sechs verschiedene Produkt-Lebenszykluskurven unterscheiden. Die am häufigsten auftretende Form ist in Abbildung 4 (a) wiedergegeben. Sie besteht aus zwei Zyklen. Cox schrieb den zweiten «Höcker» einer häufig festzustellenden
absatzfördernden Sonderanstrengung während des Rückgangsstadiums zu. Auch ein «Kerbschnittmuster» wurde mehrfach beobachtet (vgl. Abbildung 4 (b)). Hier findet
eine Folge von immer neu beginnenden Lebenszyklen statt, die auf die Entdeckung
neuer Produktmerkmale, neuer Verwendungszwecke oder neuer Märkte zurückzuführen ist. Häufig sind die von der Norm abweichenden
Lebenszyklusmuster in Wirklichkeit ein zeitliches Aneinanderreihen normaler Lebenszyklen.
Verkaufsvolumen Verkaufsvolumen
Abbildung 4. Beispiele atypischer Produkt-Lebenszyklus-Muster
Die Studien von Buzzell (Lebensmittel) sowie von Polli und Cook (verschiedene K-Verbrauchsartikel) untermauern die PLZ-Konzeption. Aufgrund
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dieser Unterschiede ist es vor einer Anwendung der PLZ-Konzeption notwendig, mit Hilfe einer Stichprobe von Produkten innerhalb einer bestimmten Branche festzustellen, inwieweit sie sich in diesem Produktbereich bewahrheitet. Dabei wird
sich heraussteilen, ob die normale Folge der Stadien tatsächlich durchlaufen wird,
und wie lange im Durchschnitt jede Periode dauert. Cox ermittelte, dass ein typisches rezeptpflichtiges Arzneimittel, das den normalen PLZ-Verlauf aufwies, eine Einführungsperiode von der Dauer eines Monats, ein sechs Monate dauerndes Wachstumsstadium, ein Reifestadium von fünfzehn Monaten und ein
Rückgangsstadium durchlief; dessen Dauer die Gesamtdauer aller vorhergehenden Stadien übertraf (hauptsächlich, weil der jeweilige Hersteller das Produkt nur zögernd aus dem Katalog strich). Die Dauer der Stadien muss laufend überprüft werden. Der zunehmend intensivere Wettbewerb scheint eine Kürzung der PLZ-Stadien mit sich
zu bringen, mit anderen Worten, die Produkte sind über einen kürzeren Zeitraum hinweg wirklich rentabel.
Der PLZ-Begriff wurde definiert ohne Aussage darüber, ob unter «Produkt» eine Produktklasse (Zigaretten), eine Produktform (einfache Filterzigaretten) oder eine Marke (Philip Morris, ohne Filter) zu verstehen ist (vgl. Abbildung 5). Die PLZ­Konzeption ist aber in diesen drei Fällen nicht in gleichem Maße anwendbar.
Produktklassen haben die längste Lebensgeschichte, länger als bestimmte Produktformen, und ganz sicher länger als die meisten Marken. Wir können davon
ausgehen, dass der Umsatz im Falle zahlreicher Produktklassen auf unbestimmte Zeit im Reifestadium verharrt, vor allem, wenn es sich um Artikel handelt, deren Absatz
in hohem Maße von der Bevölkerungszahl abhängt (Autos, Kühlschränke, Stahl
usw.). Im Gegensatz dazu folgen Produktformen wahrscheinlich dem normalen PLZ-
Verlauf zuverlässiger als Produktklassen. Produktformen wie z. B. das «Telefon mit Wählscheibe» oder «desodorisierende Cremes» scheinen einen zeitlich gedrängteren
Zyklus zu durchlaufen. Bei Marken sind besonders erratische PLZ zu beobachten, da
wechselnde Strategien und Taktiken der Konkurrenten bedeutende Höhen und Tiefen im Umsatz und in den Marktanteilen verursachen können. Dies kann z. B. so weit gehen, daß eine reife Marke plötzlich in eine neue Periode raschen Wachstums
eintritt.
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Abbildung 5. Lebenszyklus einer Produktklasse, einer Produktform und einer Marke.
Zahl der verbrauchten Zigaretten pro 100 für Verbrauchsgüter ausgegebene Dollars
(korrigiert um Kaufkraftveränderungen)
1. Produkteinführung und -elimination ist eine der wichtigsten Aufgaben der
Produktpolitik.
2. Produkte weisen bestimmte Lebenszyklen auf, wenn der Einsatz der
absatzwirtschaftlichen Instrumente unverändert bleibt.
3. Ein Produktlebenszyklus ist die erwartete oder ermittelte Umsatz oder
Absatzentwicklung eines Produktes in der Zeit von seiner Einführung bis zur
Herausnahme aus dem Markt.
4. Produktzyklen bestehen in der Regel aus vier Phasen.
5. In der Einführungsphase sind niedrige Umsätze und ein hoher
Vertriebsaufwand zu verzeichnen.
6. Die Preise können in der Einführungsphase so gestaltet werden, dass
entweder hohe Einführungspreise mit stufenweiser Erniedrigung oder stabile Niedrigpreise gefordert werden können.
7. In der Wachstumsphase sollte bereits ein neues Produkt eingeführt werden.
8. In der Expansionsphase sind progressiv steigende Zuwachsraten zu
erwarten, da der Betrieb in dieser Phase eine gewisse Monopolstellung hat.
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9. Bei bestimmten Produktklassen verharrt der Absatz auf ungewisse Zeit im
Reifestadium.
10. Spätestens in der Reifephase ist ein neues Produkt einzuführen.
11. In der Degenerationsphase muss das Produkt aufgegeben werden.
12. Die Planung der Eliminierung von Produkten kann zu Problemen führen, wenn noch eine Restnachfrage nach dem Produkt, seinen Ersatzteilen oder in Zusammenhang damit stehenden technischen Kundendienstleistungen besteht.
Die Aussagen _______________________ sind in Text A enthalten. Die Aussagen _______________________ sind in Text B enthalten. Die Aussagen _______________________ sind in beiden Texten enthalten. Die Aussagen _______________________ sind in keinem der Texte enthalten.
Bitte ordnen Sie die einzelnen Textteile so, dass sich ein sinnvoller Text
ergibt und ordnen Sie die Zwischenüberschriften den passenden Textteilen zu!
Direktabsatz
Möglichkeiten
Formen
A
B Auch im Export finden wir Direktabsatz in Form von
Verkaufsniederlassungen im Ausland
Reisenden
Vertretern
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Hier erfordern oft auch Finanzierungsaufgaben neben den technischen
Notwendigkeiten einen engen Kontakt zwischen Hersteller und Abnehmer.
C Der direkte Absatz spielt eine wichtige Rolle in der Investitionsgüterindustrie
und auf dem Dienstleistungssektor (Banken, Versicherungen). Ferner bei den Unternehmen, die sich bewusst durch den Direktabsatz von der Konkurrenz durch den sogenannten Haus-zu-Haus-Verkauf unterscheiden wollen (Beispiele: Vorwerk, Avon, Tupper).
D Wenn sich in der Konsumgüterindustrie Hersteller des Direktabsatzes
bedienen, spielen häufig andere Gründe die wesentliche Rolle. Der indirekte Absatz gilt vielen Produzenten als unsicher (Nieschlag/Dichtl/Hörschgen). Der Hersteller will durch diese Maßnahme seinen Absatz auf einem von ihm allein bestimmten Absatzweg sichern. Oft ist auch die Furcht, daß der Handel andere Anbieter heranzieht oder sich nicht mit dem nötigen Druck für die eigenen Produkte einsetzt
die Ursache.
E Folgende Möglichkeiten bieten sich an:
Eigene Außendienstmitarbeiter (Reisende oder Vertreter)
Eigene Verkaufsstellen (Fabrikfilialen, Vertragshändler)
Postversand
Automaten
Franchising
Oft bedienen sich auch Hersteller sowohl des direkten als auch des indirekten
Absatzes (Salamander, WMF, Tupper).
F Als direkter Absatz wird im Sinne Nieschlag/Dichtl/Hörschgens der Absatz
von Produkten an Endabnehmer ohne Einschaltung des Handels, aber unter Einsatz
von Handelsvertretern, Kommissionären und Maklern angesehen. Diese Auffassung
wird jedoch in der Literatur nicht einheitlich vertreten.
G Die im Rahmen des direkten Absatzes anfallenden Aufgaben können entweder
durch betriebseigene oder betriebsfremde Absatzorgane wahrgenommen werden:
H In der Investitionsgüterindustrie ist der Direktabsatz aufgrund der technischen
Kompliziertheit, der großen Erklärungsbedürftigkeit und der gründlichen Information
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und Unterstützung der Kunden seitens des Herstellers erforderlich. Daneben müssen die Außendienstmitarbeiter hohe Fachkenntnisse und Marktkenntnisse haben, um eine qualifizierte Beratung und Information über Neuerungen zu ermöglichen. Gleichzeitig können die Außendienstmitarbeiter Unterstützung bei der Anwendung
und beim Kundendienst geben, was durch betriebseigene Absatzorgane besser zu realisieren ist.
I Direkter Absatz heißt Absatz durch betriebseigene Distributionsorgane
(Mitglieder der Geschäftsleitung, Reisende, Niederlassungen usw.) sowie die Mithilfe von Absatzhelfern (Handelsvertreter, Kommissionäre, Makler).
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4. REISENDER UND HANDELSVERTRETER
Bitte ergänzen Sie folgende Kriterien im folgenden Text!
Arbeitskapazität, Arbeitszeitgestaltung der Tätigkeit, Berichterstattung,
Kontakte zu Abnehmern, Kostencharakter, Kündigung, Nachwuchsförderung,
Reiseroute, Verkaufstraining, Zahlungstermin
Kriterium
Reisender
Handelsvertreter
Vertragliche Bindung
§§ 59 ff. HGB unselbständig,
stark weisungsgebunden
§§ 84 ff. HGB selbständig,
nicht weisungsgebunden
Vorgabe durch das Unternehmen (Umsatzsoll)
freie Gestaltung im Rahmen des Vertrages
größtenteils fix
fast nur variabel
Kundenbearbeitung
nach Vorgabe durch die Vertriebsleitung, daher intensiv
nach eigener Disposition, in Abstimmung mit dem Unternehmen, daher meist extensiver
im Rahmen des Vertriebsprogramms
und der persönlichen
Beziehungen
vielseitigere Kontakte durch breites Sortiment von verschiedenen Firmen
Verhalten gegenüber dem Kunden
vertritt Interessen des Unternehmens
vertritt vorwiegend sein Interesse und das seiner Kunden, bildet eigenen Kundenstamm
Änderung der Absatzbezirke
leichter möglich
schwieriger, u. U. nur mit
Änderungskündigung
(Abfindung)
regelmäßig, Vorschriften für
Inhalt, Form, Umfang, Häufigkeit
je nach Vereinbarung, generell seltener und in geringerem Umfang