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Немецкий язык. Политическая парадигма. Практикум

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РОССИЙСКИЙ ГОСУДАРСТВЕННЫЙ УНИВЕРСИТЕТ им. ИММАНУИЛА КАНТА
НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК:
ПОЛИТИЧЕСКАЯ ПАРАДИГМА
Издательство
Российского государственного университета им. Иммануила Канта
2010
УДК 803 ББК 81.2Нем Н501
Рецензент
Л. В. Шкодич, канд. филол. наук, доц., зав. кафедрой иностранных языков
Калининградского государственного технического университета
Печатается по решению Редакционно-издательского совета Российско-
го государственного университета им. И. Канта.
Н501 Немецкий язык: политическая парадигма: практикум / авт.-сост.
М. С. Потёмина. — Калининград: Изд-во РГУ им. И. Канта, 2010. — 74 с.
Содержит современные аутентичные немецкие тексты по темам «По-
литическая система», «Выборы», «Международные отношения», «СМИ», «Общественное мнение» и другие, а также тренировочные упражнения по
заданным темам.
Предназначен для студентов-германистов III курса факультета линг-
вистики и межкультурной коммуникации. Материалы могут представлять
интерес не только для студентов кафедры теории и практики перевода, но
и для тех, кто интересуется данной лексической и тематической парадиг­мой, а также изучает немецкий язык на продвинутом этапе.
УДК 803
ББК 81.2Нем
© Потёмина М. С., автор-составитель, 2010 © Издательство РГУ им. И. Канта, 2010
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ВВЕДЕНИЕ
В эпоху глобализации и мирового экономического кризиса насе-
ление многих стран активизировало свой интерес к сфере политики и международных отношений. В центре особого внимания оказались прежде всего СМИ, отражающие актуальные общественно-политиче­ские процессы, а также усилия различных партий и организаций, на­правленные на преодоление мировых кризисных процессов. В среде переводчиков также стала востребованной политическая лексика, ра­бота над которой зачастую игнорировалась в процессе преподавания иностранных языков или рассматривалась лишь эпизодически.
В этом контексте данный практикум может представлять несом­ненный интерес для будущих специалистов в области перевода, по­скольку он содержит современные аутентичные немецкие тексты «Политическая система», «Выборы», «Международные отношения», «СМИ», «Общественное мнение» и другие, с одной стороны, и оптимальные тренировочные упражнения по заданным темам — с другой.
Следует отметить, что пособие построено с учетом основных ди­дактических единиц (ДЕ), заявленных в программе обучения III курса переводческого отделения РГУ им. И. Канта, и фактически представ­ляет собой ядро соответствующего учебно-методического комплекса: здесь представлены как лексико-грамматические и страноведческие ДЕ, так и чисто профессиональные (например, упражнения на пере­вод и реферирование).
В пособии также много заданий для самостоятельной работы. Студентам рекомендуется работать со специальными словарями, ис­пользовать при подготовке докладов и сообщений интернет-ресурсы и публикации на русском и немецком языках. При выполнении зада­ний аналитического толка следует проявить лингвострановедческую эрудицию и исследовательские навыки.
К текстам даны рисунки, к интерпретации которых стоит подхо­дить не формально, а творчески (например, анализировать их в сопос­тавлении с другими странами или иными политическими системами).
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Text 1
DAS POLITISCHE SYSTEM
In der modernen Politikwissenschaft hat sich für die Beschreibung po­litischer Verhältnisse der Begriff „politisches System“ durchgesetzt.
Wie jedes System hat auch das politische System Strukturen, die sich aus unterschiedlichen Rollen zusammensetzen. Schreyer/Schwarzmeier nennen folgende Strukturen:
Vermittlungsagenturen (Parteien, Medien, Verbände, Interessen- gruppen) Sie haben die Funktion, politische Vorstellungen und Interes­sen der gesellschaftlichen Gruppen in die politischen Entscheidungsprozes­se einzuspeisen. In diktatorischen Systemen ist ihre Funktion umgekehrt: Sie haben die Funktion, die Politik der Machthaber in die Gesellschaft zu transportieren.
Zentrales Politisches Entscheidungssystem (ZPES) Hier wer- den verbindliche Entscheidungen über die politische Ordnung getroffen. In
demokratischen Systemen besteht das ZPES aus Legislative, Exekutive und Judikative. Die Entscheidungen des ZPES werden beeinflusst von den Vermittlungsagenturen.
Systemgrenzen Das politische System lässt sich von anderen ge- sellschaftlichen Subsystemen abgrenzen. In rechtsstaatlichen und demokra­tischen Systemen ist diese Grenze eng es existieren private Freiräume und Systeme, die nicht vom ZPES beeinflusst werden. Falls der Staat alle gesellschaftlichen Subsysteme kontrolliert, spricht man von einem totali­ren Staat.
An das politische System werden einerseits Forderungen gestellt, z.B. nach sozialer Sicherheit oder bestimmten strafrechtlichen Normen. Ande­rerseits erfährt das System auch Unterstützung (materiell durch Steuern und Abgaben, ideell durch die Unterstützung der Bevölkerung).
Wer hat die Macht im Staat?
Problemfelder der repräsentativen Demokratie
„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volk in Wahlen
und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“ So heißt es im Artikel 20 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.
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Die von den Bürgern gewählte Legislative ist der Bundestag, das deut-
Artikel
Bestimmungswort
Grundwort
der die das
1) Vermittlungs-
2) Interessen-
3) Entscheidungs-
4) Macht-
5) Politik-
6) System-
7) Staats-
8) Gesetz-
9) Grund-
10) Bundes-
a) -wissenschaften b) -gewalt c) -agentur d) -prozesse e) -haber f) -grenzen g) -gebung h) -gesetz i) -tag j) -gruppen
sche Parlament. Da die Bundesrepublik ein föderaler Staat ist, steht dem
Bundestag noch eine Länderkammer, der Bundesrat, gegenüber. In dieser Kammer sitzen Abgeordnete, die von den Parlamenten der Bundesländer dort hin geschickt werden. Nur wichtige Gesetze müssen sowohl vom Bun­destag als auch vom Bundesrat gebilligt werden. Daraus folgt, dass die Sta­atsmacht von den beiden Parlamenten, vorwiegend vom Bundestag als Le­gislative und dem vom Bundestag gewählten Bundeskanzler und seinen Ministern als Exekutive ausgeübt wird.
Aus: Schreyer B., Schwarzmeier M. Grundkurs Politikwissenschaft:
Studium der politischen Systeme. Wiesbaden: VS Verlag
für Sozialwissenschaften, 2005. S. 40.
1. Erklären Sie die Begriffe:
a) die Vermittlungsagentur, die Entscheidungsprozesse, die Machtha­ber, die Freiräume, die Subsysteme, die Staatsgewalt, die Legislative, die Exekutive, die Judikative, die richterliche Gewalt; der Abgeordnete.
b) billigen, sich durchsetzen, verbindlich, rechtsstaatlich, diktatorisch, einspeisen.
2. Lesen Sie die Worterklärungen und übersetzen Sie den Text ins
Russische.
3. Welche Wortbestandteile passen zusammen? Ergänzen Sie bei
den Begriffen den Artikel!
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4. Welche Verben sind in den Substantiven „versteckt“? Bilden Sie
1. Legislative (Gesetzgebung)
a) umfasst die Regierung und öffentliche Verwaltung, der in erster Linie die Ausfüh­rung der Gesetze anvertraut ist
2. Exekutive (ausführende Gewalt)
b) Beratung und Verabschiedung von Geset-
zen, sowie für die Kontrolle der Exekutive
und der Judikative
3. Judikative (Rechtsprechung)
c) ist das staatliche Rechtswesen
drei Grundformen:
Die Leistung  leisten (leistete, geleistet)
a) die Zusammensetzung
b) die Vorstellung
c) die Entscheidung
d) die Vermittlung
e) die Forderung
f) die Abstimmung
g) der Abgeordnete
h) die Voraussetzung
i) die Billigkeit
5. Ordnen Sie jeweils das passende Verb zu:
stellen, billigen, ausüben, treffen, erfahren
1) die Entscheidungen __________
2) die Forderungen an A. ________
3) die Unterstützung ___________
4) die Staatsgewalt ____________
5) den Vorschlag (Gesetz usw.) _________
6) in Kraft ___________________
6. Bilden Sie die Sätze mit den Wendungen aus der Übung 5.
7. Ordnen Sie richtig zu:
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8. Formen Sie die Attribute in Relativsätze um:
1. Wie jedes System hat auch das Politische System die sich aus unter-
schiedlichen Rollen zusammensetzenden Strukturen.
2. Die von Bürgern gewählte Legislative ist der Bundestag.
3. Die von den Parlamenten der Bundesländer dort hin geschickten
Abgeordnete sitzen in der Länderkammer.
4. Nur die gebilligten Gesetze treten in Kraft.
5. Die Staatsmacht wird unter anderem auch von dem vom Bundestag
gewählten Bundeskanzler ausgeübt.
6. In demokratischen Systemen existieren private Freiräume und die
nicht von ZPES beeiflußten Systeme.
7. Die Bundesregierung ist wegen der in der letzten Zeit stark anstei-
genden Zahl von Asylbewerbern beunruhigt.
9. Von oder durch?
1. Die Entscheidungen des ZPES werden ______(1) den Vermit-
tlungsagenturen beeinflusst.
2. Das politische System lässt sich______(2) anderen gesellschaftli-
chen Subsystemen abgrenzen.
3. Das politische System erfährt auch materiell ______(3) Steuern und
Abgaben und ideell ______(4) der Bevölkerung Unterstützung.
4. Die Staatsgewalt wird ______(5) Volk in Wahlen und Abstimmun-
gen und ______(6) besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
5. Der Bundestag wird ______(7) den Bürgern gewählt.
6. Nur wichtige Gesetze müssen sowohl ______(8) Bundestag als auch
______(9) Bundesrat gebilligt werden.
7. Die Staatsmacht wird ______(10) den beiden Parlamenten, vorwie-
gend ______(11) Bundestag als Legislative und dem ______(12) Bundes­tag gewählten Bundeskanzler und seinen Ministern als Exekutive ausgeübt.
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10. Ergänzen Sie bitte die Präpositionen:
Die deutsche Bundesregierung
Vokabeln
______(1) 22. November 2005 hat der Deutsche Bundestag Dr. Angela Merkel (CDU) ______(2) Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutsch­land gewählt. Sie führt eine Große Koalition ______(3) CDU/CSU und SPD. Angela Merkel ist die erste Frau ______(4) der Spitze einer deut­schen Bundesregierung. Vizekanzler und Arbeits­und Sozialminister ist Franz Muntefering (SPD).
Der Regierung gehören fünf Frauen und zehn Männer als Bundesminister an. CDU und CSU
stellen als Fraktionsgemeinschaft sechs Minister sowie den Chef des Bundeskanzleramtes. Die SPD ist für acht Ressorts verantwortlich, darunter das Auswärtige Amt, ______(5) dessen Spitze Bun-
desaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier steht. Die Bundesregierung hat sich für die 16.
Legislaturperiode ______(6) Ziel gesetzt, den Sta­atshaushalt zu sanieren. ______(7) einem 25-Mil­liarden-Euro-Zukunftsfonds soll die Wirtschaft gezielt angekurbelt werden. Investiert werden soll ______(8) allem ______(9) die Verkehrsin­frastruktur, ______(10) Forschung und Technolo­gie und ______(11) die Familienförderung. Ein weiteres Kernthema der Großen Koalition ist der Abbau der Arbeitslosigkeit. ______(12) der poli­tischen Agenda stehen außerdem die Reform des deralismus, eine Steuerreform sowie die Re­form der Sozialen Sicherungssysteme
Das Ressort, -s, ведом­ство; круг обязанностей, компетенция: das gehört nicht in mein Ressort — это не входит в мою компетен­цию.
Auswärtiges Amt (АА, AuswA) Министерство
иностранных дел (ФРГ). Die Legislaturperiode — легислатура — срок полно­мочий законодательных ор­ганов. Ankurbeln — заводить, за­пускать (двигатель рукоят­кой); приводить в действие; стимулировать: das Wirt- schaftsleben ankurbeln — оживить экономику, добить­ся подъема экономической жизни; форсировать эконо­мическое развитие. Agenda, -den — 1) книжка для записей, записная [па­мятная] книжка; 2) дела, под­лежащие исполнению; по­рядок [повестка] дня; 3) сфе­ра деятельности; (общест­венная) нагрузка
11. Übersetzen Sie ins Deutsche.
ЦЕНТРАЛЬНАЯ ИСПОЛНИТЕЛЬНАЯ ВЛАСТЬ
Федеративная Республика Германия — демократическое, федера­тивное, социальное и правовое государство. Эти принципы вместе с основными правами образуют неприкосновенную «сердцевину» конс-
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титуции, за соблюдением которой следит Федеральный конституци­онный суд.
Высшим органом исполнительной власти в Германии является федеральное правительство (Bundesregierung). Возглавляет его феде­ральный канцлер (Bundeskanzler). Канцлер избирается на четырехлет­ний срок абсолютным большинством бундестага. В соответствии с Конституцией канцлер определяет основные положения политики го­сударства и несет за это ответственность, формирует кабинет минист­ров. Основной закон предусматривает прерогативное право канцлера принимать основополагающие решения по ряду вопросов внутренней и внешней политики (Richtlinienkompetenz).
Федеральные министры возглавляют соответствующие министер­ства. При министерствах могут создаваться специализированные фе­деральные ведомства.
Специфика функционирования исполнительной власти в ФРГ за­ключается в том, что федеральные министерства проводят правитель­ственную политику, как правило, не самостоятельно на всех уровнях госструктуры, а лишь через аналогичные органы исполнительной власти земель ФРГ и на местах. Исключения составляют министерст­ва иностранных дел, обороны и некоторые подразделения мини­стерств финансов, транспорта, внутренних дел.
12. Bereiten Sie einen Vortrag über das politische System der Bun-
desrepublik Deutschland vor. Achten Sie auf die folgenden Aspekte:
1. Was bedeutet, dass Deutschland eine Bundesrepublik ist?
2. Sprechen Sie über das Grundgesetz.
3. Erläutern Sie, welche Aufgaben und Kompetenzen die politischen
Institutionen übernehmen:
Das Parlament:
der Bundestag (die Zusammensetzung und Struktur des Bundesta- ges; die Aufgaben des Bundestages);
der Bundesrat (die Zusammensetzung des Bundesrates; die Auf- gaben des Bundesrates);
die Opposition (Aufgaben und Funktionen der Opposition).
Regierung und Verwaltung:
der Bundeskanzler und sein Kabinett;
der Staatsoberhaupt- der Bundespräsident;
die Gerichte.
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4. Sehen Sie sich die folgende Überblicksgrafik an. Wie setzen sich die
Entscheidungsinstanzen Parlament, Regierung und Verwaltung der Bun­desrepublik zusammen? Wie arbeiten Sie?
Text 2
ALLE STAATSGEWALT GEHT VOM VOLKE AUS
„Wir hier unten, die da oben“?
„Die Politiker machen ja doch, was sie wollen“, ist häufig aus dem Mund unzufriedener Bürger zu hören. Ein Vorurteil? Oder die Erfahrung enttäuschter Wähler? Oder ein Mißverständnis der Herrschaft des Volkes?
Demokratie = Volksherrschaft?
Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, das Grundgesetz, legt im Artikel 20 Absatz 2 fest, wie in unserem Land die Herrschaft des
Volkes ausgeübt werden soll. Demnach wird die Staatsgewalt vom Volk auf zwei Wegen ausgeübt: einmal direkt in „Wahlen und Abstimmungen” und zum anderen direkt „durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtssprechung“. Bei dieser direkten Aus­übung verkörpern gewissermaßen die drei besonderen Organe das Volk. Weil das Volk nicht jederzeit die Staatsgewalt direkt ausübt, wird die Bun­desrepublik Deutschland auch eine repräsentative Demokratie genannt.
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