Практикум по переводу речей и интервью. Учебное пособие по устному переводу
.pdf6.5 Rede von Bundeskanzlerin Merkel zur Eröffnung der Ausstellung
„1914 - 1918. Der Erste Weltkrieg“ im Deutschen Historischen Museum am
28.Mai 2014
6.5.1Recherchieren Sie im Internet nach Informationen zu den Begriffen der EU-Rat, die Römischen Verträge, der Zivilisationsbruch der
Shoa
6.5.2 Finden Sie russische Entsprechungen für folgende Begriffe
Die Exzellenzen, der Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums, etw. inne haben, jähren, der Anlaß, der Jubiläumsfestakt, sich erschließen, die Quintessenz, pathetisch, den Kern treffen, die Währung, etw. vor Augen führen, die Sonderausstellung, die Verklärung, im Vorfeld, grausam, entlarven, die Unvollkommenheit, der Tiefpunkt, die Gräueltat, der Binnenmarkt, der freie
Personen-, Waren-, Dienstleistungsund Kapitalverkehr, sich Dat. mit etw. Dat.
Gehör verschaffen, verhallen, die Gesprächskultur pflegen, sich austauschen, das
Gremium, gedeihlich, der Staatslenker, die Funkstille, der Draht zu j-m Dat., sich erschüttert zeigen, die Amtsstube, der Kriegseintritt, heucheln, achselzuckend, Kaltblütigkeit, verbergen, die Furcht, verräterisch, vergebens, bewährte Routine, in Handlungsstarre verfallen, die Hürde, etw. infrage stellen, die Annexion, die Bewährungsprobe, setzen auf etw. Akk., die Abschottung, die Renationalisierung, sich als etw. erweisen, facettenreich, anschaulich aufbereiten, gespannt sein auf etw. Akk.
6.5.3 Dolmetschen Sie die Rede 6.5
Datum: 28. Mai 2014 Ort: Berlin
Sehr geehrter Herr Prof. Koch,
Exzellenzen,
Mitglieder des Deutschen Bundestags,
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Staatsminister,
meine Damen und Herren,
mit dem Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums verbinde ich persönlich sehr gute Erinnerungen, die insbesondere in das Jahr 2007 zurückreichen. Deutschland hatte damals die EU-Ratspräsidentschaft inne, als sich die Unterzeichnung der Römischen Verträge zum 50. Mal jährte. Wir haben das zum Anlass genommen, die Staatsund Regierungschefs der Europäischen Union nach Berlin einzuladen. Der Jubiläumsfestakt fand hier, im Schlüterhof, statt.
Was hat das nun mit dieser Ausstellung zum Ersten Weltkrieg zu tun? Ich denke, sehr viel. Denn die Bedeutung der Worte, mit denen wir 2007 den europäischen Integrationsprozess würdigten, erschließt sich vor allem mit Blick auf die Geschichte. Sie lauten: „Wir Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union sind zu unserem Glück vereint.“ Manchen schien diese Formulierung als
Quintessenz unserer „Berliner Erklärung“ etwas zu pathetisch, irgendwie übertrieben zu sein. Doch diese Formulierung trifft den Kern. Denn Europa bedeutet weit mehr als eine gemeinsame Währung. Wir Europäer leben zu unserem Glück vereint in Frieden und Freiheit.
Wie kostbar das ist, hat mir der Rundgang durch die Ausstellung – danke für die gute Führung – vorhin einmal mehr vor Augen geführt. Ich möchte mich deshalb zuerst beim Deutschen Historischen Museum für die Einladung bedanken, diese große Sonderausstellung zum Ersten Weltkrieg eröffnen zu dürfen. Es freut mich, dies gemeinsam mit jungen Menschen zu tun, mit Schulklassen aus Berlin und Brandenburg sowie Studierenden der Universitäten von Berlin und Potsdam.
Ich hatte schon die Gelegenheit, mit vier Studenten den Rundgang zu machen, mir einige Objekte anzusehen, auch die Hintergründe dazu erläutern zu lassen. Da wird die gesamte bittere Realität des Krieges offensichtlich, die seine geradezu romantische Verklärung im Vorfeld grausam entlarvt.
Ich will an dieser Stelle nicht viel über die Ausstellung sagen, denn wir sprechen gleich noch ausführlicher darüber. Doch schon der kurze Besuch in der Vergangenheit lässt uns das Glück deutlich spüren, von dem in der „Berliner
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Erklärung“ die Rede ist. Trotz aller Unvollkommenheit Europas, trotz der Diskussionen, die wir in Europa um Sachfragen führen, war und ist die Einigung
Europas die entscheidende Lehre aus der leidvollen Geschichte unseres Kontinents. Diese leidvolle Geschichte fand ihren Tiefpunkt im 20. Jahrhundert. Wir erinnern in diesem Jahr an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren.
Ihm folgte der Zweite Weltkrieg, der unvorstellbare Gräueltaten mit sich brachte, bis hin zum Zivilisationsbruch der Shoa. Nach dem Ende dieser Schrecken wurde
Europa in zwei feindliche Blöcke geteilt.
Erst mit dem Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren wurde der Weg für ein geeintes Europa frei. In diesem Europa gilt die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren. Die dazu geschlossenen Verträge und Gesetze unserer Europäischen Union mögen die nüchterne Seite unseres Miteinanders in Europa sein. Und doch bilden sie das stabile Fundament der Europäischen Union, denn sie garantieren zum Beispiel die vier Freiheiten des Binnenmarkts: den freien Personen-, Waren-, Dienstleistungsund Kapitalverkehr – eine wesentliche
Voraussetzung für eine gute wirtschaftliche Entwicklung Europas. Europäische Institutionen sorgen auch dafür, dass Europa in der Welt mit einer Stimme sprechen und sich damit Gehör verschaffen kann, während die Stimme der einzelnen Länder allein viel schneller verhallen würde. Daran zeigen sich schon entscheidende Unterschiede zum Europa des Jahres 1914.
Ganz deutlich zeigt sich der Wandel an der Gesprächskultur, die wir heute in Europa pflegen. Die Staatsund Regierungschef und ihre Minister tauschen sich regelmäßig aus. Sie greifen zum Telefonhörer, in diesen Tagen gerade wieder besonders viel – ich bin heute Nacht erst spät von einem solchen Austausch zurückgekehrt. Die Regierungen arbeiten in verschiedensten Gremien zusammen. Wir sehen uns, wir sprechen miteinander, wir kennen uns – so entsteht Vertrauen, das Grundvoraussetzung für eine gedeihliche politische Zusammenarbeit ist.
1914 bot sich dagegen ein völlig anderes Bild. Zwischen manchen
Staatenlenkern herrschte über Jahre hinweg Funkstille. Auch leitenden Beamten fehlte oft der Draht zu ihren Kollegen. Das lässt sich nicht allein mit damals
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eingeschränkten technischen Möglichkeiten entschuldigen. Der Chefredakteur des
„Berliner Tageblatts“ Theodor Wolff zeigte sich erschüttert angesichts der
Hilflosigkeit in den Amtsstuben. Zwei Tage vor dem Kriegseintritt Deutschlands war er zu Gast im Außenministerium und notierte später: „Man heuchelte achselzuckend Kaltblütigkeit, man verbarg die Furcht hinter Masken, man kam mit einem verräterischen Atem aus dem Klub, in dem man den Mut mit Kognak belebt hatte.“ Vergebens hoffte der Journalist, überzeugende Antworten auf die drohende
Gefahr zu finden.
Auch heute haben wir natürlich nicht für alle Fälle immer sofort die passende Antwort zur Hand. Manches braucht Zeit. Manchmal müssen auch neue Erfahrungen gesammelt werden. Aber viele bewährte Routinen und Mechanismen der Europäischen Union bewahren uns davor, dass Sprachlosigkeit entsteht, dass wir in Handlungsstarre verfallen oder vor jeder größeren Hürde einfach kapitulieren. Nein, gerade weil die Europäische Union handlungsund kompromissfähig ist, leben wir seit über fünf Jahrzehnten in Frieden und Freiheit.
Und das ist alles andere als selbstverständlich.
Wie schnell Frieden und Freiheit infrage gestellt werden können, zeigt uns gegenwärtig zum Beispiel der Konflikt in der Ukraine. Die Annexion der Krim durch Russland und die angespannte Lage in der Ostukraine stellen das Land vor eine riesige Bewährungsprobe. Ich setze darauf, dass mit der Präsidentschaftswahl am vergangenen Sonntag ein neuer Anfang gemacht ist und im Dialog eine Lösung gefunden wird. Ich bin und bleibe dabei zuversichtlich. Denn das Beispiel Europa zeigt uns ja: Menschen und Nationen sind in der Lage, aus der Geschichte zu lernen. Eine zentrale Lehre ist: Dialog und Integration statt Abschottung und Renationalisierung – Kooperation statt Konfrontation. Da erweist sich die heutige Ausstellung als besonders lehrreich. Deshalb schließe ich damit, zu sagen: Ich kann jedem einen Besuch empfehlen.
Ich danke den beiden Kuratoren, Frau Juliane Haubold-Stolle und Herrn Andreas Mix, sowie allen anderen Beteiligten. Sie haben diese facettenreiche und wahrlich schwierige Thematik sehr anschaulich aufbereitet. Nun bin ich gespannt
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auf Ansichten und Reaktionen anderer, die diese Ausstellung schon besucht haben. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass heute nicht nur Reden gehalten werden, sondern sich jetzt auch eine Diskussion anschließt. Hören wir einmal, was da zur Sprache kommt.
Herzlichen Dank.
6.5.4Dolmetschen Sie
Смузеем у меня связаны очень приятные воспоминания. Выставка послужила нам поводом пригласить глав государств и правительств в Берлин. Сегодня годовщина окончания Первой мировой войны.
Евросоюз – это не только общая валюта. Выставка отчетливо показала всю горькую реальность военного времени. Я хотела бы поблагодарить организаторов за приглашение открыть эту выставку. Я очень рада открывать эту выставку с вами. У меня была возможность посмотреть выставку. Я
надеюсь, мы сможем вынести урок из нашей истории. Современная Европа руководствуется силой закона, а не законом сильных. Законы и соглашения образуют стабильный фундамент Евросоюза. Законы гарантируют свободное передвижение граждан, товаров, услуг и капитала. Европейский Союз способен на действия и компромиссы. Благодаря единству Европа может добиться внимания к своему голосу. Мы регулярно обмениваемся мнениями.
В любой момент мир и свобода могут оказаться под угрозой. Напряженная политическая ситуация подвергла страну тяжелым испытаниям. Я уверена,
что выставка оказалась очень поучительной. Любопытно узнать мнения других посетителей.
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7 Reden aus dem Bereich Politik
7.1 Встреча Дмитрия Медведева с премьер-министром Венгрии Виктором Орбаном
7.1.1 Finden Sie kurze Informationen zu den Persönlichkeiten von
Dmitrij Medwedew und Viktor Orban: Position im Beruf, frühere Tätigkeit, politische Ansichten
7.1.2 Finden Sie deutsche Entsprechungen für folgende Begriffe
Чемпионат мира по водным видам спорта, Евросоюз, энергетика,
сельское хозяйство
7.1.3 Dolmetschen Sie die Rede 7.1
9 августа 2015 20:40 Казань, Республика Татарстан Стенограмма начала встречи:
Д. Медведев: Уважаемый господин Премьер-министр!
Прежде всего, позвольте Вас поздравить с третьей золотой медалью вашей команды. Мне кажется, это хороший подарок к Вашему приезду – как планировали, как раз всё и сделали.
У Вас здесь особая миссия, потому что следующий чемпионат мира по водным видам спорта будет принимать Венгрия.
Это и хороший повод для нас, чтобы встретиться, обсудить развитие российско-венгерского сотрудничества. Наши отношения с Венгрией,
несмотря на общие проблемы, которые существуют в настоящий момент с Евросоюзом, тем не менее, всё равно являются устойчивыми и дружественными. Мы сотрудничаем в разных областях – от энергетики до сельского хозяйства, считаем, что это выгодно и для наших стран, и для наших народов.
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Ещё раз спасибо, что Вы приехали к нам посмотреть один из наших регионов и поучаствовать в этом хорошем спортивном событии.
Приветствую Вас.
В. Орбан (как переведено): Большое спасибо, господин Премьер-
министр.
Я тоже Вас приветствую. У мирового чемпионата была хорошая организация. Здесь можно говорить о том, что он проведён на высоком уровне. Хотел также напомнить, что недавно состоялась встреча с Путиным в Будапеште.
Мы сейчас живём в непростое время, но наш посыл состоит в том, что,
несмотря на все трудности, Венгрия смогла по максимуму сохранить всё хорошее, что есть в наших отношениях. Это даст, в том числе и в будущем,
хороший шанс для развития наших отношений. Хотел бы сказать, что в вопросах мира, в других вопросах Венгрия будет хорошим партнёром России.
Ещё раз большое спасибо, что мне удалось принять участие в таком замечательном мероприятии.
7.2Würdigung von Nelson Mandela. Eine Rede von Joachim Gauck
7.2.1 Finden Sie kurze Informationen zu den Persönlichkeiten von Joachim Gauck und Nelson Mandela: Position im Beruf, frühere Tätigkeit, politische Ansichten
7.2.2 Recherchieren Sie im Internet nach Informationen zu folgenden Begriffen
Das Apartheidregime, die Regenbogennation, Robben Island, die Wahrheits-
und Versöhnungskommission
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7.2.1 Finden Sie russische Entsprechungen für folgende Begriffe
Die Jahrhundertgestalt, die Menschenwürde, die Inspiration, die
Ermutigung, der Elan, friedensstiftend, das Beharren auf Dat., die Versöhnung, demütigend, die Rache, die Vergebung, der Unterdrücker, das Vermächtnis.
7.2.2 Dolmetschen Sie die Rede 7.2
Schloss Bellevue, 6. Dezember 2013
Unsere Welt hat eine Jahrhundertgestalt verloren. Mit Trauer und tiefer innerer Bewegung nehmen wir Abschied. Wir nehmen Abschied von Nelson
Mandela. Mandelas Wirken wird für alle Menschen, die sich für Freiheit, für die Menschenrechte und die Menschenwürde einsetzen, Inspiration und Quelle der Ermutigung bleiben.
Wir schauen zurück auf einen beeindruckenden Lebensweg: Was für eine Persönlichkeit! Nelson Mandela verband kämpferischen Elan mit Prinzipientreue,
Liebe zur Freiheit mit Achtung vor dem Recht und die Suche nach friedensstiftenden Kompromissen mit dem Beharren auf historischer Wahrheit.
Sein Kampf gegen die Unmenschlichkeit des Apartheidregimes wird unvergessen bleiben. Ein freies Südafrika – das war sein Traum! Er wurde zum Architekten der modernen Regenbogennation.
Unvergessen auch seine Rolle im Versöhnungsprozess: Trotz der demütigenden Erfahrung von 27 Jahren Haft auf Robben Island fand er den Mut und die Kraft, nicht den Weg des Hasses zu gehen. Die Wahrheitsund
Versöhnungskommission, die er vorschlug, erinnerte die Menschen daran, dass nicht Rache, sondern Wahrheit, Recht und Vergebungsbereitschaft inneren Frieden befördern und Zukunft eröffnen.
Nelson Mandela erkannte, dass auch die Unterdrücker selber der Befreiung bedürfen. In seinen Worten: "Ein Mensch, der einem anderen die Freiheit raubt, ist ein Gefangener des Hasses". Er war der Überzeugung: "Wenn Menschen zu hassen lernen können, dann können sie auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil".
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Sein Vermächtnis ermutigt Menschen weltweit, den Kampf für Demokratie,
Freiheit und Recht nicht aufzugeben.
Ich bin – zusammen mit unzähligen Menschen in Deutschland – dankbar dafür, was Nelson Mandela dieser Welt geschenkt hat.
7.2.3 Dolmetschen Sie
Сегодня мы прощаемся с человеком столетия. Мы оглядываемся на впечатляющий жизненный путь. Он сочетал в себе верность принципам и постоянные поиски миротворческих компромиссов. Незабываема и роль Нельсона Манделы в процессе примирения. Его завещание воодушевляет людей не сдаваться в борьбе за демократию и свободу.
7.3 Besuch des Präsidenten der Slowakischen Republik. Eine Rede von
Joahim Gauck
7.3.1 Finden Sie kurze Informationen zu den Persönlichkeiten von
Andrej Kiska und Martin Bútora: Position im Beruf, frühere Tätigkeit, politische Ansichten
7.3.2 Recherchieren Sie im Internet nach Informationen zu folgenden Begriffen
Schloss Bellevue, die europäische Selbstbefreiung 1989, die samtene Revolution in der ČSSR, der Warschauer Pakt, die NATO, die Euround Schengen-Zone, die Wende
7.2.4 Finden Sie russische Entsprechungen für folgende Begriffe
Die Amtseinführung, die Menschenrechtsund Minderheitenorganisationen, die Gewissheit, prophezeien, eine imponierende Kraftanstrengung, der
Scheideweg, stagnieren, zerrüttet sein, die Umschwung, der Wiederaufbau, j-m
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Dat. gebühren, die Zivilgesellschaft, der Klientelismus, das Renommee, der EUBeitritt, der Ansporn, nachlassen, verankern, mittelständische und kleinere
Unternehmen, die Industrieund Handelskammer, die Facharbeiterschaft, zukunftsweisende Investitionen
7.2.5 Dolmetschen Sie die Rede 7.3
Schloss Bellevue, 23. Juli 2014
Änderungen vorbehalten. Es gilt das gesprochene Wort.
Ich freue mich, Sie heute offiziell hier im Schloss Bellevue und hier in
Deutschland zu begrüßen. Kennengelernt haben wir uns ja schon bei unserer
Begegnung in Budapest vor einem Monat. Schon damals haben wir festgestellt:
Die Erinnerung an die europäische Selbstbefreiung 1989 verbindet unsere beiden
Länder – und sie verbindet auch uns beide ganz persönlich.
Wenn ein Mensch neu in ein hohes Amt kommt, dann werden natürlich alle
Gesten und Aussagen des Neuen genau angeschaut. Bei uns ist also sehr aufmerksam und mit großer Sympathie bemerkt worden, dass Sie zu Ihrer
Amtseinführung, erstmals in der Geschichte Ihres Staates, auch Vertreter verschiedener Menschenrechtsund Minderheitenorganisationen eingeladen haben.
Ihre persönliche beruflich-wirtschaftliche Erfolgsgeschichte gibt uns die ruhige
Gewissheit, dass Sie viel von Wirtschaft verstehen. Und schließlich haben Sie in der Vergangenheit nicht nur privat viel Erfolg gehabt. Sie haben auch soziales
Engagement durch die Gründung der inzwischen größten privaten
Hilfsorganisation Ihres Landes bewiesen.
Wir begrüßen Sie also hier im Schloss als ersten Repräsentanten Ihres Landes, eines jungen, aber in jeder Hinsicht selbständigen und erwachsenen Staates in Europa. Mit Ihnen begrüße ich einen ehemaligen Dissidenten, Martin
Bútora. Was für ein schönes Zeichen in diesem Jahr 2014, in dem wir an die samtene Revolution in der ČSSR erinnern.
Die Slowakei ist, wenn man so sagen darf, eine europäische
Erfolgsgeschichte. Sie hat sich seit den Friedlichen Revolutionen vor 25 Jahren
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