Добавил:
Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:

Немецкий язык для обучающихся 2 курса кинологического колледжа по специальностям 36.02.01 – Ветеринария и 35.02.15 – Кинология. Ч.2. Учебное пособие

.pdf
Скачиваний:
0
Добавлен:
12.08.2026
Размер:
945 Кб
Скачать

Составьте предложения из набора слов.

1). 1864 in den USA, eingerichtet, Der erste Nationalpark, Yosemite-Nationalpark, wurde.

2). vom Wattenmeer, Die Nationalparks in Deutschland, bis zu den Alpen, verbreiten sich.

3). liegen, Rügens, Im Nationalpark Jasmund, die berühmten weißen Kreidefelsen. 4). die Landschaft dieser Region, Das Tal der Elbe, dominieren, und die Berge auf beiden Seiten des Flusses.

5). hat, Das Areal, von allen deutschen Nationalparks, den höchsten Tannenanteil. 6). für Camping, besonders benutzt, Der Nationalpark Schwarzwald, von Touristen, wird.

Закончите предложения, пользуясь информацией из текста.

Ich bin der Meinung, dass …

Meiner Meinung nach …

Ich habe gelesen, dass …

Ich habe aus dem Text erfahren, dass …

Es ist doch ganz klar, dass …

Ich bin ganz sicher, dass …

Es kann schon sein, dass … Trotzdem / Aber …

Es kann schon stimmen, dass …

Einerseits … andererseits …

Прочитайте и переведите текст. Выполните задания к тексту. Text 3. Was ist ein Tsunami?

Ein Tsunami wird zumeist durch ein starkes Erdbeben am Meeresgrund ausgelöst. Die gesamte Wassersäule gerät dabei in Bewegung. Das japanische Wort Tsunami lässt sich im Deutschen mit «Hafenwelle» übersetzen. Überlieferungen nach entstand der Begriff durch die Eindrücke von Fischern, die nach ihren Ausfahrten wieder zurück in ihrem Heimathafen angekommen waren und diesen verwüstet vorfanden. Die Zerstörung traf sie völlig unvorbereitet, da sie auf See nichts von der Flutwelle mitbekommen hatten. Mit dem Wort «Tsunami» wurde daher ein Begriff gefunden, der die zerstörerische Wirkung der Welle speziell an der Küste treffend beschreiben sollte.

Für die Auslösung eines Tsunamis sind überwiegend schwere Erdbeben verantwortlich, bei denen der Meeresboden über weite Distanzen aufbricht. Der Meeresboden hebt oder senkt sich dabei plötzlich. An der Meeresoberfläche entstehen durch die Verdrängung bzw. das Absacken des Wassers Wellenberge und Wellentäler, die sich in alle Richtungen ausbreiten. Die gefährliche Tsunami-Welle entsteht also durch die plötzliche Verdrängung von großen Wassermassen. Auf dem offenen Meer ist diese Welle flach und bleibt dort fast unbemerkt. Beispielsweise kann bei einer Wassertiefe von 5.000 Metern die Welle auf hoher See wenige Dezimeter bis einen Meter hoch sein. Sie bleibt dort daher fast unbemerkt und stellt für Schiffe keine Gefahr dar.

61

Sobald das Wasser jedoch flacher wird, staut es sich auf und kann zu einer mehrere 10-Meter hohen Welle auftürmen. Häufig geht einem Tsunami, der an Land auftrifft, ein Abfall des Wasserspiegels voraus. Dieser Abfall stellt ein klares Indiz für einen möglichen nachkommenden Tsunami dar. Dieser Zusammenhang ist aber häufig Bewohnern Tsunami gefährdeter Regionen oder Touristen nicht bewusst. Das Wasser kann einige hundert Meter bis mehrere Kilometer weit ins Landesinnere vordringen und dort zu schweren Überschwemmungen führen. Neben Erdbeben können auch Hangrutsche, untermeerische Erdrutsche, Meteoriteneinschläge oder Vulkanausbrüche, bei denen große Erdmassen ins Wasser abrutschen, Tsunamiwellen auslösen.

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Tsunamiwelle hängt stark von der Wassertiefe ab. Im tiefen Bereich bleibt die Tsunamiwelle sehr flach, ist aber dafür mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 800 km/h enorm schnell. Dies entspricht ungefähr der der Geschwindigkeit eines Passagierflugzeugs. Im Flachwasserbereich reduziert sich die Geschwindigkeit erheblich, jedoch stellt sich die Welle dadurch auf und kann mehr als 30 Meter Höhe erreichen. Wenn der Tsunami an Land auftrifft, kann die Geschwindigkeit der Welle jedoch immer noch mehr als 30 Stundenkilometer betragen. Dies wäre für eine Flucht durch Wegrennen in der Regel viel zu schnell. Häufig besteht in diesen extrem gefährlichen Situationen nur die Möglichkeit, sich so schnell wie möglich an einen höher gelegenen Punkt zu flüchten. Dies kann ein tragfähiges mehrgeschossiges Haus sein oder eine ausreichende Anhöhe, die in erreichbarer Nähe liegt.

Oftmals werden Tsunami auch deswegen unterschätzt, weil Betroffene vor Ort davon ausgehen, dass mit der ersten Flutwelle die Gefahr bereits vorüber sei. Aber das Eintreffen eines Tsunamis kann in mehreren Wellen erfolgen und es kann dabei durchaus sein, dass spätere Wellen noch höher sind als die erste Welle. Da diese nachfolgenden Tsunami-Wellen auch erst nach mehreren Stunden eintreffen können, passiert es regelmäßig, dass Bewohner davon ausgehen, dass die Gefahr bereits gebannt ist, in ihre Häuser zurückkehren und dann von der nachfolgenden Welle überrascht werden.

Tsunamis ereignen sich insbesondere entlang von aktiven Kollisionszonen, den sogenannten Subduktionszonen. Dort trifft die ozeanische Platte auf die kontinentale Platte und taucht unter dieser ab. Dabei entstehen Spannungen in der Erdkruste, die sich durch Erdbeben entladen. Eine besonders gefährdete Region ist der sogenannte Pazifische Feuerring, der fast den gesamten Randbereichs des Pazifiks umfasst. Die beiden verheerendsten Tsunamikatastrophen der vergangenen Jahre wurden durch sehr starke Erdbeben im Jahr 2004 im Indischen Ozean vor der Küste Indonesiens sowie im Jahr 2011 im Pazifik vor der Küste Japans entlang von Subduktionszonen ausgelöst. Aber nicht nur der Pazifik ist eine gefährdete Region. Auch im Atlantik und im Mittelmeer wurden in der Vergangenheit Tsunamis durch Erdbeben und Vulkanausbrüche ausgelöst. Beispielsweise wurde im Jahr 1775 die portugiesische Hauptstadt Lissabon durch einen bis zu 20 Meter hohen Tsunami sowie dem anschließenden Großbrand nahezu vollständig zerstört. Man geht heute davon, dass diese Naturkatastrophe mehr als 50.000 Menschen das Leben kostete. Zum besseren Schutz der Bevölkerung existieren heutzutage in vielen Gefährdungsregionen dieser Welt Tsunami-Frühwarnsysteme.

62

Задайте вопросы к выделенным в предложениях словам и словосочетаниям, используя вопросительные слова в скобках.

1). Für die Auslösung eines Tsunamis sind überwiegend schwere Erdbeben verantwortlich. (Wofür?) 2). Die gefährliche Tsunami-Welle entsteht also durch die plötzliche Verdrängung von großen Wassermassen. (Wodurch?) 3). Das Wasser kann einige hundert Meter bis mehrere Kilometer weit ins Landesinnere vordringen und dort zu schweren Überschwemmungen führen. (Wie weit?) 4). Die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Tsunamiwelle hängt stark von der Wassertiefe ab. (Wovon?) 5). Tsunamis ereignen sich insbesondere entlang von aktiven Kollisionszonen, den sogenannten Subduktionszonen. (Wo?) 6). Auch im Atlantik und im Mittelmeer wurden in der Vergangenheit Tsunamis durch Erdbeben und Vulkanausbrüche ausgelöst. (Wo?)

Закончите предложения, пользуясь информацией из текста.

Ich bin der Meinung, dass …

Meiner Meinung nach …

Ich habe gelesen, dass …

Ich habe aus dem Text erfahren, dass …

Es ist doch ganz klar, dass …

Ich bin ganz sicher, dass …

Es kann schon sein, dass … Trotzdem / Aber …

Es kann schon stimmen, dass …

Einerseits … andererseits …

Kontrollarbeit zur Lektion 3

Прочитайте текст и выполните к нему тест.

Text. Überschwemmungen

Auch Überschwemmungen sind eine der folgenschwersten Naturkatastrophen. Bei ungewöhnlich starken und angandauernden Regenfällen treten Flüsse über ihre Ufer und so kommt es zu weiträumigen Überschwemmungen. Ein Beispiel dafür ist die Hochwasserkatastropheʼ, die 1993 die USA heimsuchte. Auch in Deutschland traten die Flüsse 1993 / 1994 und 1995 kilometerweit über ihre Ufer. Besonders folgenschwer sind die häufigen Überschwemmungen in den dicht besiedelten und landwirtschaftlich intensiv genutzten Tiefebenen Chinas. Ungewöhnlich starke Regenfälle auf waldlose geneigte Erdoberflächen haben oft schwere Erdrutsche zur Folge. Überschwemmungen können auch Folgen von Erdbeben und Seebeben sein, besonders wenn diese Tsunamis hervorrufen.

1). Auch Überschwemmungen sind eine der folgenschwersten … .

a)Erfolgen

b)Festen

c)Naturkatastrophen

d)Kenntnisse

63

2). Bei ungewöhnlich starken und andauernden … treten Flüsse über ihre Ufer und so kommt es zu weiträumigen Überschwemmungen.

a)Sonnenstrahlen

b)Regenfällen

c)Feiertagen

d)Exkursionen

3). Auch in Deutschland traten die Flüsse 1993 / 1994 und 1995 kilometerweit über ihre … .

a)Felder

b)Wälder

c)Preise

d)Ufer.

4). Besonders folgenschwer sind die häufigen … in den dicht besiedelten und landwirtschaftlich intensiv genutzten Tiefebenen Chinas.

a)Konzerte

b)Demonstrationen

c)Überschwemmungen

d)Friedensaktionen

5). Ungewöhnlich starke Regenfälle auf waldlose geneigte Erdoberflächen haben oft schwere … zur Folge.

a)Erdrutsche

b)Meere

c)Tunnels

d)Schwimmbäder

1

2

3

4

5

LEKTION 4. WILDUND HAUSTIERE. INTERAKTION DER

TIERWELT MIT DEM MENSCHEN

Грамматика: Придаточные предложения цели.

Прочитайте и переведите текст.

Text 1. Wie die Tiere von den Menschen gezähmt wurden

Die Menschen der Vorzeit besaßen noch keine Haustiere, sie waren umherziehende Jäger. Sie ernährten sich von dem Fleisch der wilden Tiere, die sie zu erlegen vermochten, und aus den Fellen dieser Tiere fertigten sie sich Kleidungsstücke an. So töteten die Menschen auch wilde Schafe, wilde Ziegen, wilde Ochsen und Kühe, sowie wilde Pferde. Oft konnte man bei den getöteten Weibchen dieser Tiere lebendige

64

Junge finden und sie leicht mit sich nehmen. Solche jung gefangenen Tiere sind leicht zu zähmen.

Wenn sie heranwachsen, beginnen sie in der Nähe der menschlichen Behausungen zu weiden und fürchten die Menschen kaum. Als diese gezähmten Tiere anfingen, sich in der Gefangenschaft zu vermehren, waren sie bereits zu Haustieren des Menschen geworden. Der Mensch wurde Viehzüchter. Wegen Eigenarten, die die jeweilige Tierart ohnehin schon besaß, hat man sie in die menschliche Kultur genommen und durch züchterische Maßnahmen diese bereits veranlagte Eigenart noch betont und weiter herausgearbeitet. Das war Zucht mit dem Tier. Die Tierart wurde im wahrsten Wortsinne zum Haustier «veredelt».

Die Menschen nahmen die Wiederkäuer in ihre Kulturentwicklung auf, weil sie bereits auf die Verdauung von Pflanzenfasern spezialisiert waren, die der Mensch als Nahrung in keiner Weise nutzen kann. Wiederkäuer bilden mithilfe der Pansenmikroben qualitativ hochwertigste Milchinhaltsstoffe und Körpereiweiße aus pflanzlichen Gerüstsubstanzen, aus Struktur, Faser, Hölzernem, also Stoffen, die der Mensch höchstens als Ballast betrachtet. Darum hat er diese spezielle Fähigkeit der Wiederkäuer aufgegriffen und diese Eigenart bei Rind, Schaf und Ziege züchterisch weiterentwickelt. Ein ebenso zentrales Hauptmotiv zur Domestikation von Wiederkäuern war ihre Dungleistung, ohne die eine Etablierung des ortsständigen Ackerbaus nicht möglich gewesen wäre. Zusätzlich war für den Ackerbau auch die Arbeitskraft des Rindes unentbehrlich und wurde ebenfalls als hochrangiges Zuchtziel gepflegt. Eher eine Nebennutzung stellte die Verwertung von Haut, Hörnern und Knochen der Wiederkäuer dar.

Das Schwein hat man domestiziert, weil es wie kein anderes Tier Energie speichern kann, indem es besonders reichlich Fett bildet und als dicke Speckschicht unter der Haut einlagert. Ferner verwertete das Schwein als Allesfresser Speise-, Saatund Ernterückstände, selbst wenn diese bereits in den Verderb übergingen. Zudem war es immer besonders reproduktionsfreudig.

Schaf und Ziege waren immer die «Kuh des kleinen Mannes», züchterisch bestens adaptiert an aride Steppenund Berglagen. Auch hier gab es die Parallelität artgemäßer Zuchtziele in der Mehrfachnutzung von Fleisch, Dung, Wolle und Milch, angepasst an schwierigste Umweltverhältnisse.

Entsprechend wurde das Pferd als Reit-, Zugund Arbeitstier gezüchtet. Der Hund wurde wegen seines Verhaltens als Rudeltier zum Hüter von Haus, Hof und Herden domestiziert, die Katze als Vertilgerin erntebedrohender Nager.

Die Geschichte der Domestikation der Pferde ist erstaunlich kompliziert, doch nun gibt es eine Antwort. Jeder Beziehung tut es gut, wenn sie einen Gründungsmythos vorweisen kann. So kann man sich immer wieder erzählen, wie einst alles begonnen hat, und so die Verbindung stärken. In der Beziehung zwischen Mensch und Pferd allerdings hapert es nicht nur daran, dass einem der Partner solche Geschichten egal sein dürften. Vor allem fehlten bislang wesentliche Fakten darüber, wo die beiden vor einigen Jahrtausenden zusammengefunden haben. Dieses Rätsel sei nun ge-

65

löst, verkündet eine Gruppe um Ludovic Orlando von der Universität Toulouse im Fachmagazin Nature. Demnach stammt das heutige Hauspferd von Tieren aus der Region Pontokaspis im Westteil der Eurasischen Steppe ab. Dort wurden vor 4200 Jahren Pferde domestiziert, die dann innerhalb weniger Jahrhunderte in das gesamte Gebiet zwischen Atlantik und Mongolei gelangten.

Damit liefern die Forscher eines der letzten Puzzleteile einer ungewöhnlich komplizierten Domestikationsgeschichte. Denn die in der westlichen Eurasischen Steppe gezähmten Tiere waren keineswegs die ersten Pferde, die der Mensch zu Haustieren gemacht hatte. Schon 1300 Jahre früher wurden Pferde in der BotaiKultur im Gebiet des heutigen Kasachstans gezähmt und als Fleischund Milchquelle sowie als Reittiere genutzt. Lange galten diese Tiere daher als die Vorfahren der heutigen Hauspferde. Dies jedoch zu Unrecht, wie Orlando und seine Kollegen vor einigen Jahren festgestellt haben. Die Linie der Botai-Hauspferde starb wieder aus, ehe sie sich weitflächig verbreiten konnte. Ähnlich erging es weiteren Hauspferde-Linien, die in Sibirien und auf der iberischen Halbinsel entstanden waren. Deren Verwandtschaftsverhältnisse zum heutigen Hauspferd verglich Orlando einmal mit der Beziehung zwischen Neandertaler und modernem Menschen.

Eine Gen-Mutation stärkte den Rücken der Tiere. Um nun die Pontokaspis als Ursprungsregion der heutigen Pferde identifizieren zu können, verglichen die Forscher die Genome von mehr als 200 Pferden, die vor Jahrtausenden gelebt hatten, sowie das Erbgut von zehn heutigen Pferden. Dabei kam ihnen zugute, dass sich früher die Tiere etwa in Anatolien, Europa, Zentralasien und in Sibirien genetisch recht stark voneinander unterschieden hatten. Wie schnell sich die domestizierten Pferde dann vom Westen der Eurasischen Steppe aus verbreitet und alle anderen Linien verdrängt haben, überraschte auch die Wissenschaftler. Zuerst gelangten die domestizierten Pferde nach Zentralasien, wenig später ins heutige Westeuropa.

 

Пояснения к тексту

zähmen

приручать, укрощать

Vorzeit e (-en)

доисторические времена, глубокая

 

древность

besitzen (a, e)

владеть, обладать (кем/чем-л.), иметь

 

(что-л.)

umherziehende Jäger

кочующие охотники

…zu erlegen vermochten

были в состоянии (могли) убить

sich anfertigen

изготовлять себе

Ochse r (-n)

бык, вол

Weibchen s (-)

самка

Junge s

детеныш (животных)

weiden

пастись

sich vermehren

размножаться

Viehzüchter r (-)

животновод

 

66

Pflanzenfaser e (-n)

растительное волокно

Pansen r (-)

рубец (часть желудка жвачных)

Eigenart e (-en)

своеобразие, особенность

die Verwertung von Haut, Hörnern und

использование кожи (шкуры), рогов и

Knochen

костей

reproduktionsfreudig

легко размножающийся

Mehrfachnutzung e (-en)

многоцелевое использование

Reittier s (-e)

верховое животное

Zugtier s (-e)

упряжное (вьючное) животное

Vertilger r (-)

истребитель

Dialog

Tiere im Zoo: Artenschutz oder Tierquälerei?

Journalist: Löwen und Elefanten in Deutschland sehen? Das geht nur im Zoo. Welche Pro und Contra gibt es beim Thema Zoos?

Zoodirektor: Zoos leisten einen erheblichen Beitrag zum Artenschutz – und der wird leider immer notwendiger. Naturschutzorganisationen kümmern sich nicht mehr um einzelne Tierarten, sondern um ökologische Hotspots, an denen es noch die höchste Artenvielfalt gibt. Zoos sind die letzten Organisationen, die eingreifen, wenn zum Beispiel eine kleine graue Papageienart auszusterben droht – die außerhalb dieser Hotspots vorkommt. Es gibt immer mehr Fälle, in denen man Arten nur vor dem Aussterben schützen kann, indem man sie in Gehegen einzäunt.

Journalist: Geht es den Tieren in Zoos gut?

Zoodirektor: Natürlich können wir nicht alle Tiere auswildern. Eisbären zum Beispiel sind ja nicht bedroht, weil sie gejagt werden, sondern weil sie verhungern. Da brauchen wir nicht über eine Auswilderung zu diskutieren, die würde nichts bringen. Und dafür zu sorgen, dass es den Tieren im Zoo gut geht, das ist unser zoologisches Handwerk. Es gibt keine andere Form der Tierhaltung, bei der in jedes einzelne Tier so viel Grips und Geld investiert wird.

Journalist: Gibt es noch Gründe Tiere in Yoos zu halten?

Zoodirektor: Ein weiterer Grund, warum es richtig ist, Tiere in Zoos zu halten ist die Bildungsarbeit. Es gibt nirgendwo sonst Einrichtungen, die so geballt und gezielt so viele Menschen an Umweltund Artenschutzthemen heranführen wie Zoos. Allein im Tiergarten Nürnberg sind das pro Jahr knapp 20000 Menschen – neben den eine Million Besuchern. Umweltbildung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass irgendein Artenschutzprojekt oder Umweltprojekt auf der Welt gelingt.

Journalist: Wie organisiert man in Zoos die Aufklärungsarbeit unter den Menschen? Zoodirektor: Natürlich kommen die Menschen in erster Linie, um einen schönen Tag zu verbringen, aber damit wir den Menschen Bildung vermitteln können, müssen Sie einen Ort schaffen, an dem sie sich gerne aufhalten. Im Zoo sehen die Menschen eben ein viel realistischeres Bild von den Tieren als in einem Film, weil es Verhalten in Echtzeit vermittelt und nicht Verhaltensspitzen im Zeitraffer wie in Tierdokus.» Journalist: Wie viele Zoos gibt es in Deutschland?

67

Zoodirektor: In Deutschland sind etwa 200 Zoos, Wildund Tierparks im Verband der Zoologischen Gärten organisiert. Laut dem Verband gibt es außerdem etwa «500 öffentlich zugängliche Wildtierhaltungen, wie Kleinzoos, Tiergehege, Vogelparks, Volieren, Reptilienzoos, Schauaquarien» – von denen etwa 400 nach den Richtlinien der EU als Zoos gelten. Für die Haltung der Tiere gibt es EU-weite Auflagen, nach denen Zoos die Tiere ihren biologischen Bedürfnissen entsprechend halten müssen. Doch die Frage, ob es ethisch vertretbar ist Tiere in Zoos zu halten, beantwortet keine Richtlinie – was denken Sie?

Пояснение к диалогу

einen erheblichen Beitrag leisten zu D.

вносить значительный вклад

ökologische Hotspots

экологические горячие точки

auswildern vt

 

Natürlich können wir nicht alle Tiere

Конечно, можем мы не всех животных

auswildern.

вновь прижиться в дикой природе.

…, das ist unser zoologisches Handwerk.

…, это наше зоологическое ремесло.

… so viel Grips und Geld …

… столько усилий и денег …

in Echtzeit

в режиме реального времени

im Zeitraffer

в замедленной съемке

Лексические упражнения

1. Ответьте на вопросы к тексту 1.

1). Was diente als Nahrung für die Menschen der Vorzeit? 2). Welchen Nutzen brachten die Wiederkäuer? 3). Warum hat man das Schwein domestiziert? 4). Als was wurde das Pferd gezüchtet? 5). Was gaben Schaf und Ziege dem Menschen? 6). Was war das Ziel der Tierzucht? 7). Aus welcher Region stammt das heutige Hauspferd ab? 8). Die Genome von wie vielen Pferden verglichen die Forscher, um

nun die Pontokaspis als Ursprungsregion der heutigen Pferde identifizieren zu können?

2. Замените выделенные слова и словосочетания синонимичными эквивалентами из текста 1.

1). Die Menschen der Vorzeit hatten noch keine Haustiere. 2). Sie aßen das Fleisch der wilden Tiere. 3). Jung gefangene Tiere kann man leicht zähmen. 4). Diese Tiere haben vor Menschen keine Angst. 5). Die Arbeitskraft des Rindes war für den Ackerbau sehr wichtig. 6). Das Schwein vermehrte sich sehr leicht. 7). Der Hund hütete Haus und Hof. 8). Die Katze vertilgte Nager. 9). In der Beziehung zwischen Mensch und Pferd allerdings geht es nicht nur darum, dass einem der Partner solche Geschichten egal sein dürften. 10). Dabei kam ihnen zugute, dass früher die Tiere etwa in Anatolien, Europa, Zentralasien und in Sibirien genetisch starke Unterschiede voneinander hatten.

68

3. Вставьте в предложения пропущенные слова: Glücksbringer, Wirkung, Müttern, Vogel, Storch, Babykurier, Ursprung, Lebens.

Adebar (Klapperstorch)

Der Weißstorch galt bereits den Völkern der Antike als heiliger … und als Sinnbild der Liebe zwischen Eltern und Kindern. In niederdeutschen Gebieten wird er auch Adebar genannt. Der Name hat vermutlich seinen … im germanischen auda (= Heil) und bera (= bringen). Der Storch gilt nicht nur als Frühlingsbote, sondern auch in mehrerer Hinsicht als … . Unter anderem wird er als lebender Blitzableiter geschätzt: Häuser, auf denen er nistet, werden angeblich vom Blitzschlag verschont. Da er mutmaßlich giftige Schlangen und Kröten schluckt, schrieb ihm die Volksmedizin antitoxische Qualitäten zu. Storchenblut, -fett und -fleisch sollte heilende … haben.

Sein Job als … ist relativ neu. In der Antike wusste man davon noch nichts. Bis in jüngste Zeit wurden heikle Kinderfragen nach den Geheimnissen der Zeugung damit abgetan, dass der … die Kinder aus dem Brunnen oder dem nächsten Tümpel holt. Und Mama liegt im Bett, weil der Storch sie ins Bein gebissen hat. Mit dem langen roten Schnabel. Etwas sublimer ist die Vorstellung, dass Adebar Zugang zum Brunnen des … hat, in dem die Kinder beziehungsweise deren Seelen zwischengelagert werden, und dass er sie von dort zu ihren … bringt.

4. Вставьте в текст слова: Anliegen, Aufgaben, Bereichen, Deutschland, Europa, Generationen, Geschöpf, Missbrauch, Tier-, Naturund Artenschutz.

Der Deutsche Tierschutzbund

Der Deutsche Tierschutzbund ist die größte Tierund Naturschutzorganisation in … . Er wurde im Jahr 1881 als Dachorganisation der Tierschutzvereine in … gegründet, um dem … von Tieren wirksamer entgegentreten zu können. Jedes … auf dieser Welt hat zumindest ein Recht auf ein leidensund schmerzfreies Leben und einen schmerzlosen Tod. In allen …, die den Umgang mit Tieren berühren, sei es in der Landwirtschaft, in Forschung und Industrie, im Privathaushalt oder bei Eingriffen in die Natur, setzt sich der Deutsche Tierschutzbund für dieses Recht ein – auch im Interesse zukünftiger … sind für uns untrennbar miteinander verbunden. Daher ist es unser …, dass die gesamte Natur um ihrer selbst willen geschützt wird. Die Förderung des Tierund Naturschutzgedankens und der praktische Einsatz „vor Ort“ zum Wohl aller Tiere sind die wichtigsten … des Deutschen Tierschutzbundes.

5. Вставьте в текст слова: Dachverband, Erdteilen, Europaparlamentariern, Jugendorganisation, Mitgliedern, Tierheime, Tierschutzniveau, Zusammenarbeit.

Heute sind dem Deutschen Tierschutzbund 16 Landesverbände und rund 700 örtliche Tierschutzvereine mit mehr als 700 000 … aus allen Teilen des Landes ange-

69

schlossen. Über 400 … werden von den Mitgliedsvereinen betrieben. Die Deutsche Tierschutzjugend im Deutschen Tierschutzbund e.V. ist die … des Deutschen Tierschutzbundes. Internationale … ist zur Lösung der vielfältigen Probleme in einer immer enger zusammenwachsenden Welt unverzichtbar. Viele Tierschutzprobleme zeigen, dass ein Europa ohne Grenzen dringend auf ein einheitliches … gebracht werden muss. Daher steht der Deutsche Tierschutzbund nicht nur in ständigem Kontakt mit …, sondern er ist auch aktives Mitglied in der EUROGROUP for Animal Welfare (Brüssel), dem … führenden europäischen Tierschutzorganisationen. Mit Tierfreunden aus allen … kämpft der Deutsche Tierschutzbund in der Welttierschutzgesellschaft für die Rechte der Tiere in der ganzen Welt.

6. Сформулируйте из словосочетаний предложения, используя Infinitiv Passiv.

Muster: Pflege und Förderung des Tierund Naturschutzgedankens. – Der Tierund Naturschutzgedanke soll gepflegt und gefördert werden.

1). Weiterentwicklung des deutschen und europäischen Tierund Naturschutzrechtes. 2). Alle Tiere, Haustiere wie frei lebende, vor Grausamkeit zu schützen.

3). Haustieren eine gute Pflege und Unterkunft zu ermöglichen.

4) Die tierquälerische Massentierhaltung der so genannten Nutztiere zu verbieten.

5). Abschaffung von Tierversuchen. Ersatz von Tierversuchen durch Forschung an schmerzunempfindlicher Materie.

6). Qualvolle Tiertransporte zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu verhindern und den Transport von Schlachttieren auf den kürzesten Weg vom Herkunftsort zum Schlachthof zu beschränken.

7). Schlachtung aller Tiere ausnahmslos unter ausreichender Betäubung.

8). Keine Überforderung von Tieren bei Sport und Dressuren. Kein Missbrauch von Tieren bei Schaustellungen.

9). Kampf gegen Vogelmord und Artenvernichtung aller Art.

10). Kampf auch gegen Tiermisshandlungen in anderen Ländern (Stierkampf, Robbenschlagen, Hahnenkämpfe, Hundeschlächterei).

11). Erziehung in Schule, Elternhaus und Kirche zur Humanität allen Geschöpfen gegenüber.

Грамматика

Придаточные предложения цели (Die Finalsätze). Придаточное пред-

ложение цели (der Finalsatz) выполняет в предложениях функцию обстоятельства цели и указывает цель действия главного предложения.

Придаточные предложения цели отвечают на вопрос wozu?, zu welchem Zweck?, mit welcher Absicht?, напр.:

Er bringt mir Buch, damit ich es lessen

Он приносит мне книгу, чтобы я смог

kann.

её прочитать.

70

Соседние файлы в предмете [НЕСОРТИРОВАННОЕ]