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Немецкий язык для магистрантов и аспирантов университетов. Auslander in Deutschland – Vom Gastarbeiter zum Mitburger. Учебное пособие

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tegration in eine andere Gesellschaft oder eine Abgrenzung von ihr nicht mehr zur Verfügung.

Neugier auf literarische Schreibweisen

In herausragender Weise spiegelt diese Entwicklung auch die jährliche Verleihung des Adelbert-von-Chamisso-Preises wider. Diese seit 1985 von der Robert-Bosch-Stiftung ausgelobte Auszeichnung für „bedeutende Beiträge zur deutschen Literatur von Autoren nichtdeutscher Muttersprache“ ist ein zuverlässiger Indikator für die literarischen Entwicklungen, dessen, was nicht mehr „Migrantenliteratur“ genannt werden sollte – von Aras Ören und Rafik Schami im Jahre 1985 bis zu den Preisträgern des Jahres 2005, Feridun Zaimoglu und Dimitre Dinev.

Mit der Veränderung des Preisträgerprofils geht auch eine Hinwendung zu anderen Inhalten einher. Es geht nicht mehr um die Darstellung des Eigenen im Fremden, sondern um die Neugier auf neue literarische Schreibweisen, wie die Beispiele von Aglaja Veteranyi, Marica Bodrozic oder Zsuzsa Bank belegen, oder um einen umgekehrten ethnographischen Blick auf den deutschen Alltag, für den als prominenter Beleg die Auszeichnung von Asfa-Wossen Asserate (Manieren. Frankfurt/Main: Die andere Bibliothek 2003) gelten kann.

Der Chamisso-Preis zeigt der interessierten Leserschaft eine neue und spannende Literatur, die sich nicht mehr als Wortmeldungen des Gastes versteht, sondern sich in der deutschen Dichtung heimisch zu fühlen beginnt.

Andreas Schumann, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Ludwig-Maximili- ans-Universität München.

Erläuterungen zum Text

„Neue Tendenzen in der „Migrantenliteratur“

1)tristes Dasein fristen – вести жалкое существование

2)Widergänger (m) – противник

3)clash of cultures (англ.) – расхождение культур

4)die trotzige Gebärde der Selbstbehauptung – своенравные ужимки са-

моутверждения

5)die selbstinszenierte Eigenund Randständigkeit – выдуманная самобыт-

ность и отчужденность

6)gemeinsame Intention – общее намерение, направление

7)betrauern – оплакивать, скорбеть

8)Einfallsreichtum (m) – богатство фантазии

9)Protagonist (m) – главный герой

10)Begehren (n) – страстное желание, вожделение

11)Option (f) – выбор, вариант

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II.

Neuer Literaturpreis ins Leben gerufen

Der Carl-Amery-Literaturpreis wird ab 2007 alle zweiJahrevergeben

Carl Amery-Literaturpreis wird zukünftig alle zwei Jahre vom Verband deutscher Schriftsteller in Bayern mit Unterstützung des Luchterhand Literaturvelages und verdi Bayern vergeben.

Mit dem Carl-Amery-Literaturpreis werden deutschsprachige Autorinnen und Autoren für ihr Werk ausgezeichnet, in dem eine zeitkritische Literatur neue ästhetische Wege zu gehen und damit das Spektrum literarischer Möglichkeiten zu erweitern sucht.

Der Preis soll an den Münchner Schriftsteller Carl Amery (1922-2005) und sein Lebenswerk erinnern. Amerys kritische Auseinandersetzung mit restaurativen Tendenzen in Gesellschaft und Kirche und sein publizistischer Einsatz für eine friedliche und ökologisch vernünftig gestaltete Welt haben Maßstäbe gesetzt. Seine Streitbarkeit und sein unbestechlicher Blick für gesellschaftliche Mißstände verbanden sich in seinen Romanen, Hörspielen und Essays mit einem ausgeprägten Bewußtsein für Formenvielfalt und ausgefeilte Rhetorik. Carl Amery war ein glänzender Stilist, der auch als Romancier gesellschaftliche Analysen in furiose literarische Tableaus verwandelte.

Der erste Träger des Carl-Amery-Literaturpreises ist der Autor Feridun Zaimoglu. Die Jury (Dr. Martin Hielscher, Dr. Thomas Kraft, Martin Mittellmeier und Norbert Niemann) begründet ihre Wahl wie folgt:

Feridun Zaimoglu wird mit dem Carl-Amery-Literaturpreis ausgezeichnet, weil er das Abhorchen von gesellschaftlichen, sozialen Realitäten dazu nutzt, die deutsche Sprache herauszufordern, zu überdehnen, anzureichern. Von Shakespeares Jago bis zu dem türkischen Mädchen Leyla verwandelt er Wut in Rhythmus, Gewalt in poetischen Rap und die Träume und Anmaßungen von Selbstbehauptung und Identität in weit schwingende epische Bögen.“

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III.

CHAMISSO-PREISTRÄGER FERIDUN ZAIMOGLU

IM GESPRÄCH MIT ARMIN KRATZERT

Der Mann stammt aus Anatolien, trägt schicke Ketten, kennt sich mit HipHop aus, wohnt in Kiel und hat mit seinen Geschichten die deutsche Literatur der 1990-er Jahre so richtig aufgemischt: Dafür hagelt es jetzt endlich Preise. Den Adelbert-von-Chamisso-Preis bekam Feridun Zaimoglu am 17. Februar in München, das renommierte Villa-Massimo-Stipendium trat er gleich im Anschluss an, in Rom, der ewigen Stadt.

„Kanak Sprak“ hieß sein erstes Buch, „Abschaum“ und „German Amok“ waren die nächsten betitelt. In diesen Texten entfaltet sich in ihrer ganzen anarchischen, manchmal kriminellen Wildheit eine von jungen Türken, durchgehauen Künstlern, Arbeitslosen und anderen Verlierern bevölkerte Halbwelt, in der schnelle Autos, Sex, Gewalt und Drogen eine nicht unerhebliche Rolle spielen und ein Idiom gepflegt wird, das Zaimoglu eben ,Kanak Sprak‘ nennt und das klingt wie das richtige Leben.

„Wir sind wüchsige aus gaarden, hier, wo man das olle gras halm für halm wachsen hört, wo nix außer gebell steckt, hier in jeder toten gasse, hierhin hat man uns wie‘n faden popel geschnickt, und ruhe fanden wir nicht von anfangen an, weil du kriegst futter und jeden tag futter für‘s ausbrechen, und doch wo‘s äuge reicht ne einzige lausige episode von leuten, die fett man in der schlinge sind“, heißt es in „Kanak Sprak“.

Bayram ist derjenige, der da spricht, ein 18jähriger Breaker, wie uns Zaimoglu informiert. Und wenn man ihm und den anderen in Zaimoglus Büchern zuhört, dann merkt man ganz plötzlich, was in diesem unserem Land wirklich los ist, und das heißt natürlich nicht, dass man unbedingt die gelegentlichen Pro- blemederdeutsch-türkischenAnnäherung übersehen muss, aber vor allem doch, dass man die Chancen erkennen kann, die genau hier liegen.

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IV.

Laudatio auf Feridun Zaimoglu,

Adelbert-von-Chamisso-Preisträger 2005

(Redemanuskript. Auszug)

Volker Panzer (ZDF)

Das fängt mit dem Namen an und hört mit dem jetzt verschwundenen, lange Jahre getragenen Zierbärtchen1 nicht auf. Feridun Zaimoglu – so will er in Deutschland genannt werden und nicht voll korrekt auf Türkisch Zaimoglu – ist eine außergewöhnliche Erscheinung.

Als ich ihn das erste Mal traf, in einem Cafe am Bahnhof Zoo in Berlin, weil ich ihn ins ZDF-Nachtstudio2 einladen wollte, brauchten wir lange, um einen Termin zu finden3. So beschäftigt war der „Mediennomade“,4 dass er zum Schreiben nur noch Zeit bei seinen Bahnreisen durch Deutschland fand.

Vor vier Jahren kannte ich keins seiner Bücher, heute alle. Warum? Erstens, er schreibt gut, was noch auszuführen sein wird, zweitens, er hat was zu sagen und,

drittens,höreichihmgernezu:Wennerdavonerzählt,dasserineinerunver­ letzten Fruchtblase im anatolischen Bolu zur Welt kam,5 wenn er davon erzählt, wie er hier in München als Bub die deutsche Sprache verfluchte: „die Zunge lag mir wie ein tote Marderkatze6 im Mund“, aber dann lieben lernte, „ich liebte den Barbarenklang der deutschen Worte“, wenn er davon erzählt, wie es ihn ausgerechnet nach Kiel an die medizinische Fakultät verschlagen hat7 und wie er die Stadt doch literaturgeschichtsfähig gemacht hat8.

Und wenn er erzählt von der Liebe. Von der Liebe zu den Habenichtsen9, zu den Sprachlosen, zu den Krakeelern10, zu schüchternen orientalischen Schönen und zu Deutschland, auf dessen immer wieder gefährdete Liberalität er als Deutscher stolz ist.

Warum aber ist Zaimoglu – der ja auch malt, wie Sie wissen – als Schriftsteller so außergewöhnlich erfolgreich?

Ich wage folgende These. Er selbst und natürlich sein Schreiben sind Seismografen für die Paradoxa der Moderne.11

Wie wir alle wissen, begann die Moderne mit der Entzauberung12 der Welt. Oder anders formuliert: Sie begann mit dem Verlust der Gewissheit:13

Nicht Herkunft, Tradition, Stand, Familie geben mehr Sicherheit, sondern seit der Erfindung des Individuums ist der Einzelne einerseits befreit und andererseits zugleich auf sich selbst zurückgeworfen. Entzweiung und Entfremdung14 heißen die philosophischen Begriffe, Okonomisierung, Globalisierung, Isolierung, Anonymisierung, Marginalisierung15 heißen die Schlagzeilenwörter dafür.

„Blindflug16 mit Zuschauer“ hat der Philosoph Norbert Bolz diesen Sachverhalt genannt, und als Piloten des Blindflugs eignen sich bestens die Wanderer zwischen den Welten: die Arbeitsmigranten aus der Vormoderne, angelockt

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von den waghalsigen17 Versprechungen des Fortschritts: Versprechen auf auskömmliche Zukunft und Glück. Aber solche Versprechen sind in der Moderne Lotteriespiele.

Wer es nicht schafft, hat keine Ausrede mehr. Er ist selbst schuld.

„DasBeobachtenauseinemgewissenAbstandistwichtigfürmich“,sagtZai­ moglu. Selbst ein so genanntes „Gastarbeiterkind“, hat er das Beobachten des Blindflugs zu seiner Passion gemacht und schon vor zehn Jahren die verbogenen Biografien der Zeitgenossen aufgegriffen und aufgeschrieben in einer authentischen Kunstsprache:

Der berühmten, allseits bekannten Kanak-Sprak.

In „Zwölf Gramm Glück“ nun, dem zuletzt erschienen Erzählband, bietet der Sprachdealer18 und Lebensgeschichten-Übersetzer etwas Neues an: hochtoxische Liebesgeschichten im weitesten Sinne, in zugleich nie gesehenen Sichtweisen auf ein weiteres Paradox der Moderne: die Liebe als Passion. Einerseits gaukeln19 uns ja Werbung und Boulevardzeitschriften die Möglichkeit der erfüllen­ den Liebe vor, aber in der Realität steigen die Scheidungsraten.

In Diesseits und Jenseits sind die zwölf „Gramm“-Geschichten geteilt. Aber Diesseits und Jenseits sind nicht nur Ortsbeschreibungen, Diesseits = Deutsch­ land. Jenseits = Türkei, sondern es sind auch Metaphern für Gemütszustände:20 erwartungsgemäß versus überraschend, bekannt versus fremd, Paradies versus Welt als Jammertal.

Auch hier wieder das Paradox: Individualismus versus Herkunft und Tradition.

So sehr Zaimoglu, der deutsche Dichter, sich nach dem Orientalischen sehnt, so sehr, dass er Attitüden21 des Orientalischen als provokante Präsentation seiner Person zelebriert,22 so unweigerlich23 verloren ist die Möglichkeit, diese Sehnsucht je zu befriedigen. Auch nicht in der Literatur.

Ein Beispiel: Im Ich-Erzähler,24 in der ersten Jenseitsgeschichte „Häute“, für die Zaimoglu letztes Jahr den Preis der Jury beim Ingeborg-Bachmann-Wettbe- werb in Klagenfurt zugesprochen bekam, keimt angesichts der Schönheit und Verständigkeit der ihm zur Heirat angebotenen Minderjährigen eine nur durch Körpersprache ausgedrückte Hoffnung auf:

„Unmerklich habe ich meinen Körper gespannt und den Bauch eingezogen... Ich ertappe mich dabei, wie ich diesem blutjungen Mädchen den Hof mache.“

Aber Happy Ends sind nicht zu haben. Da platzt unvermittelt – fast wie im Mythos – der brutale Steinbrecher25 aus dem Dorf herein, seine angeblich früheren Rechte an der 15Jährigen mit Gewalt geltend zu machen, und der „Deutschländer“ kann noch froh sein, das Dorf des Jenseits ohne Blessuren26 verlassen zu können.

Dieses exakte „Changieren“27 zwischen den Welten der Tradition und der Moderne kann Feridun Zaimoglu als Einziger:

„Ich bin zwei Öltanks“28, hat er einmal – sprach-provokations-verliebt – gesagt und dabei an sein Migrantenschicksal gedacht. Aber wahrscheinlich ohne

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es zu wissen, hat er den Nagel – auch was sein Schreiben angeht – damit auf den Kopf getroffen29.

So wie der paradoxe Werbeslogan30 darauf hinweisen will, dass eine zweite Sicherheitswand vor Korrosion schützt, hat Feridun Zaimoglu seine Literatur vor dem Korrodieren31 im deutschen Kulturbetrieb dadurch geschützt, dass er einen doppelten sprachlichen Schutzwall hochgezogen hat, der seine Texte vor Masche32 und Beliebigkeit auf Distanz hält.

Wie ist dieser Sprachschutz entstanden? Er lässt sich in drei Schritten oder, um im Bild zu bleiben, in drei Bauabschnitten beschreiben.

Erste Grundlage war ein Kunstwort und die Folgen: Kanak-Sprak, welche nicht nur den bis dahin für uns Feuilletonleser stummen – soll ich sagen – Mitbürgern Stimme und Gesicht gab, sondern deren Erfinder Zaimoglu katapultartig in die Medienwelt schleuderte33. Plötzlich war der Mediziner mit erstem Staatsexamen, der Maler ohne Galerist, der Kanakster mit Abitur, eine öffentliche Figur, deren Arbeitsraum das Zugabteil wurde, so eilig hatten es die Kulturbetriebsstellenleiter34 der Republik.

Alles hat Feridun mitgenommen: die Lesungen, die Talkshows, die Interviews. Zu allem hatte er eine Meinung. Mal war die Türkei für ihn ein für allemal erledigt, mal nicht: dafür aber Deutschland. Fies35 formuliert:

Bekannt wie ein bunter Hund aus Funk und Fernsehen.

Aber die Sprache ließ ihn nicht ruhen, sein mühselig erlerntes Deutsch: Das Loblied auf die Geduld seiner Grundschullehrerin Frau Höve in MünchenMoosach lesen wir in jedem Interview aus dieser Zeit.

Diese Gier nach seiner neuen Sprache: Deutsch schützte ihn davor, sein eigener Plagiator zu werden. So entstanden, in einem zweiten Bauabschnitt, fiktionale36 Texte, Erzählungen, Romane auf „Deutsch“ mit Kanak-Sprak als Erken- nungs-, Handlungs – und Erregungsecho.

Seit „Zwölf Gramm Glück“ ist die Sprachschutzwand nun fertig, und aus dem Sprachkneter,37 „Alles knete ich zu meiner Kunstsprache zusammen“, ist der Sprachvirtuose Feridun Zaimoglu geworden:

Er verließ die K-Sprache – bis hin zu „Liebesmale scharlachrot“ und wie gesagt: „Zwölf Gramm Glück“ führten ja alle seine Bücher den aggressiven Kon­ sonanten im Titel: „Kanak Sprak“, „Koppstoff“, „Kanak Kultur Kompendium“, „German Amok“ („Abschaum“ und „Leinwand“ sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen.):

Wie die Titel der Bücher, so änderte sich auch die Perspektive. Plötzlich sprach da ein genauer, sensibler, verletzlicher, sehnsüchtig suchender, kurz romantischer Erzähler oft in der Ich-Form von sich selbst. Und zwar in einem Deutsch, wie es bisher so noch nicht gelesen wurde: Hochdeutsch im Wortsinn, mit der Lust auf überraschende Bilder.

Erläuterungen zum Text

1)Zierbärtchen (n) – красивая бородка, бородка для украшения

2)ZDF-Nachtstudio (n) – ночная передача ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen – Второе Германское телевидение (канал телевидения ФРГ)

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3)einen Termin finden – договориться о времени встречи

4)„Mediennomade“ (m) – от: Medien – средства массовой информа-

ции; Nomade – кочевник (намек на то, что он постоянно кочует с одной радиоили телестанции на другую)

5)zur Welt kommen – появиться на свет, родиться

6)Marderkatze (f) – куница

7)… an die medizinische Fakultät verschlagen hat – забросило на меди-

цинский факультет

8)... die Stadt literaturgeschichtsfähig gemacht hat – позволил городу вой-

ти в историю литературы

9)Habenichts (m) – нищий, бедняк

10)Krakeeler (m) – крикун, спорщик, скандалист, буян

11)die Paradoxa der Moderne – парадоксы современности

12)Entzauberung (f) – разочарование, отрезвление

13)Gewissheit (f) – уверенность, достоверность

14)Entzweiung und Entfremdung – разрыв (размолвка, раскол) и отчуж-

дённость (разобщённость, отдаление)

15)Marginalisierung (f) – маргинализация (от „маргинал“ – деклассированный элемент)

16)Blindflug (m) – слепой полет

17)waghalsig – отчаянный, смелый, удалой, отважный

18)Sprachdealer – от Sprache – язык и Dealer (англ.) – дилер (писатель,

широко рекламирующий свой стиль)

19)vorgaukeln – втирать очки, лживо уверять

20)Gemütszustаnd (m) – душевное состояние, расположение духа, настроение

21)Attitüde (f) – манера, осанка; поза; жест, поведение, отношение

22)zelebrieren – праздновать, торжественно справлять, зд.: относиться с пиететом, дорожить

23)unweigerlich – неизбежно, обязательно

24)Ich-Erzähler (m) – рассказчик (когда повествование ведется от первого лица)

25)Steinbrecher (m) – рабочий каменоломни

26)Blessur (f) – рана, ранение

27)Changieren (n) – от changieren – отливать разными цветами, переливаться

28)Öltank (m) – бензобак

29)den Nagel auf den Kopf treffen – попасть в (самую) точку; попасть не в бровь, а в глаз

30)Werbeslogan (m) – рекламный лозунг

31)Korrodieren (n) – коррозия

32)Masche (f) – 1) петля (вязанья, трикотажа); ячея (сети); 2) искусный приём, трюк, уловка

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33)in die Medienwelt schleudern – ворваться в мир масс-медиа

34)Kulturbetriebsstellenleiter (m) – руководитель отдела культуры

35)fies – отвратительный; пошлый

36)fiktionale – вымышленный

37)Sprachkneter (m) – от Sprache – язык и kneten – смешивать, мять

СОДЕРЖАНИЕ

 

Предисловие ...................................................................................................................

3

LEKTION 1. Zuwanderung in Deutschland .............................................................

4

LEKTION 2. „Gastarbeiter“ für die expandierende Wirtschaft .............................

6

LEKTION 3. „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen“ ......

8

LEKTION 4. Umgang im Alltag schafft Normalität .............................................

12

LEKTION 5. Bildung als Schlüssel zum Erfolg .....................................................

15

LEKTION 6. Beruflicher Erfolg nicht deutsch-stämmiger Bürger .....................

19

LEKTION 7. Religionen: Konfliktpotenzial oder kulturelle Bereicherung? .....

23

LEKTION 8. Mehr Rechte für Migranten durch

 

das neue Staatsangehörigkeitsecht ................................................

27

LEKTION 9. Integration als Herausforderung für die Zukunft .........................

29

LEKTION 10. Merkel fordert bessere Chancen für Ausländer ............................

32

LEKTION 11. EU: Informelles EU-Ministertreffen

 

zur Einwanderungspolitik ........................................................

39

LEKTION 12. Dialog der Kulturen. Viele Kulturen – eine Sprache ...................

45

LEKTION 13. Adelbert-von-Chamisso-Preis .........................................................

50

Anhang

 

I. Neue Tendenzen in der „Migrantenliteratur“ ....................................................

58

II. Neuer Litefaturpreis ins Leben gerufen .............................................................

62

III. Chamisso-Preiströger Feridun Zaimoglu im Gespräch

 

mit Armin Kratzert ................................................................................................

63

IV. Laudatio auf Feridun Zaimoglu, Adelbert-von-Chamisso-Preisträger

 

2005. Redemanuskript ...........................................................................................

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Учебное издание

КОЛОСКОВА Светлана Ефимовна

НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК ДЛЯ МАГИСТРАНТОВ

И АСПИРАНТОВ УНИВЕРСИТЕТОВ

Ausländer in Deutschland – Vom Gastarbeiter zum Mitbürger

Редактор М. И. Ширина

Корректоры Г. А. Бибикова, Л. А. Багрянцева

Технический редактор Д. В. Свавицкая Компьютерная верстка О. Ю. Лаврикова Дизайн обложки О. В. Чурбанова

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