Немецкий язык для магистрантов и аспирантов университетов. Auslander in Deutschland – Vom Gastarbeiter zum Mitburger. Учебное пособие
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5)Die Migranten, die aus unterschiedlichen Herkunftsländern kommen, sind an einem toleranten Zusammenleben interessiert.
6)Die Ausländer sprechen über die Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens und der Entwicklung der Toleranz unter den Jugendlichen.
7)Die Mehrheitsgesellschaft in Deutschland denkt sehr ernst an die Bewährung der kulturellen Eigenheiten in ihrem Kulturgut.
3.Markieren Sie die richtige Aussage.
Ja Nein
1)Migration von Ausländern nach Deutschland ist überhaupt keine Notwendigkeit.
2)Die niedrige Geburtenrate bewirkt einen starken Rückgang der deutschen Bevölkerung.
3)Es ist nicht notwendig, die deutschen Migranten als Teil der Gesellschaft anzuerkennen.
4)In vielen deutschen Städten gibt es Projekte, die einen praktischen Beitrag zur Integration leisten.
5)In vielen Kindergärten und Grundschulen werden die Kulturen ausländischer Kinder in das Alltagsleben nicht einbezogen.
6)Auf gemeinsamen Festen kann man kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten kennen lernen.
7)Für ein gutes Zusammenleben werden Toleranz und Gleichberechtigung immer wichtiger.
4.Bereiten Sie einen Vortrag zum Thema „Mehr Rechte für Migranten“. Gebrauchen Sie dabei folgende Redemittel:
1)Ich möchte Sie heute über ... informieren.
2)Ich beginne mit ...
3)Wir betrachten folgende Probleme ...
4)Ich werde einige Bereiche ... behandeln.
5)Der Vortrag ist in einige Abschnitte gegliedert ...
6)Zum Schluß möchte ich ...
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LEKTION 10
Merkel fordert bessere Chancen für Ausländer
Vorübungen zum Text 10
1.Sprechen Sie mit richtiger Betonung folgende Zusammensetzungen:
Bildungschancen, Ausländerkinder, Erstklässler, Migrationshintergrund, Integrationsbeauftragte, Zuwandererfamilie, Leitgedanke
2.Merken Sie sich den Gebrauch von Konjunktiv I in der indirekten Rede.
1)Das Erwerben von Deutschkenntnissen sei noch vor der Einschulung sehr wichtig.
2)Im Alter von drei bis fünf Jahren könne manches „viel spielerischer aufgenommen werden“.
3)Im Rahmen der Globalisierung müsse jeder am Nutzen des Fortschritts teilhaben.
Lesen Sie den Text 10 und machen Sie die Aufgaben zum Text.
Text 10
DieIntegrationderMigrantenistimmernocheingroßesProblemfürDeutschland. Die jüngste Stellungnahme der Bundesregierung zu diesem Problem erläutert die Bundeskanzlerin Dr. A.Merkel.
Merkel fordert bessere Chancen für Ausländer
Noch immer haben Ausländerkinder hierzulande schlechtere Bildungschancen. Jeder Erstklässler muss nach Ansicht der Bundeskanzlerin Merkel gut Deutsch können. Deshalb plädiert sie für einen Ausbau der vorschulischen Bildung.
Teil I
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht in den schlechten Bildungschancen für Ausländerkinder eine Schwäche des deutschen Schulsystems. Hierzulande würden Bildungschancen von Kindern immer noch stark von der sozialen Herkunft abhängen, kritisierte Merkel bei einer Konferenz zu Integration und Bildung in Berlin. „Diese Abhängigkeit muss durchbrochen werden.“ Alle Kinder müssten „die gleichen Chancen auf Bildung, Schule, Hochschule und Beruf“ haben, sagte Merkel: „Wir können auf kein einziges Talent verzichten.“ Die Kanzlerin wies darauf hin, dass inzwischen fast die Hälfte der Erstklässler1 in Deutschland einen Migrationshintergrund hat. Daher sei das Erlernen von Deutschkenntnissen schon vor der Einschulung2 enorm wichtig. „Jeder junge Mensch, der in die Schule kommt, muss natürlich den Lehrer verstehen“, sagte die Kanzlerin. Sie plädierte3 für ein „durchlässiges Bildungssystem“4 und sprach
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sich für den Ausbau der vorschulischen Bildung aus. Im Alter von drei bis fünf Jahren könne manches „viel spielerischer aufgenommen werden“.
Deutschland bei Integration zu zaghaft5
Zugleich betonte Merkel, dass die Millionen Zuwanderer in den letzten Jahrzehnten die Bundesrepublik stark verändert hätten, viele von ihnen im positiven Sinne. So gebe es allein unter den hier lebenden Türken rund 66.000 Selbstständige6, die jährlich einen Umsatz von rund 70 Milliarden Euro erwirtschafteten und rund 300.000 Jobs geschaffen hätten. Merkel räumte7 allerdings ein, dass der deutsche Staat über viele Jahre der Herausforderung der Integration zu zaghaft begegnet sei.
Die Integrationsbeauftragte8 der Bundesregierung, Staatsministerin Maria Böhmer (CDU), beklagte, dass in Deutschland zu viele Jugendliche aus Zuwandererfamilien die Schule ohne Abschluss verlassen und zu wenige Abitur machen. Sie und ihre Eltern, die oft schlecht Deutsch sprächen und nichts über das Bildungssystem wüssten, müssten besser gefördert9 werden. Gleiches gelte für die Lehrer, die für den Umgang mit Kindern aus Zuwandererfamilien qualifiziert werden müssten. Der Leitgedanke der Regierung laute auch in der Integrationspolitik „Fördern und Fordern“10, sagte sie. Böhmer begrüßte, dass mehr und mehr Stiftungen11 an der Integration mitwirken wollten und Geld mobilisierten.
Microsoft-Begründer Bill Gates12 betonte, dass im Rahmen der Globalisierung jeder am Nutzen des Fortschritts teilhaben müsse. Dies gelte13 vor allem für MigrantenundMinderheiten,sagteGates,derperLiveübertragung14 ausdenUSA zu der Berliner Konferenz zugeschaltet15 war. Gates hob zugleich die Bedeutung der Migration für den Erfolg von Wirtschaft und Forschung in den USA hervor.
Erläuterungen zum I. Teil des Textes 10
1)Erstklässler (m) – первоклассник
2)Einschulung (f) – поступление в школу
3)plädieren für Akk. – выступать за что-либо, высказываться, предлагать
4)durchlässiges Bildungssystem – доступная система образования
5)zaghaft sein – робкий, боязливый, нерешительный
6)Selbstständige (m, f) –предприниматель малого и среднего бизнеса, лицо, работающее не по найму (в том числе лица свободных профессий)
7)einräumen – допускать что-либо, соглашаться с чем-либо
8)Integrationsbeauftragte (m, f) – уполномоченный(-ная) по делам инте-
грации иностранцев
9)fördern – способствовать, содействовать (чему-л.); ускорять, двигать, продвигать, поощрять (что-л.)
10)„Fördern und Fordern“ – „содействовать (помогать) и требовать“
11)Stiftung (f) – фонд на благотворительные (культурные) цели
12)Bill Gates – Билл Гейтс
13)gelten – относиться, считаться
14)Liveübertragung (f) – прямая трансляция
15)zur Konferenz zuschalten – подключить к телеконференции
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Aufgaben zum I. Teil des Textes 10
1.Beantworten Sie Fragen zum Text 10.
1)Worin sieht die Bundeskanzlerin A. Merkel eine Schwäche des deutschen Schulsystems?
2)Welche Konferenz fand in Berlin statt?
3)Was ist für die Kinder noch vor der Einschulung wichtig?
4)Wofür plädierte die Kanzlerin?
5)Auf welche Weise haben die Zuwanderer die Bundesrepublik Deutschland verändert?
6)Wofür müssten die Lehrer qualifiziert werden?
7)Welche Meinung drückte Bill Gates an der Berliner Konferenz aus?
8)Was wurde in der Studie untersucht?
9)Welche Ergebnisse zeigt die Studie?
10)Wollen die meisten Befragten sich integrieren lassen?
11)Was sind zentrale Voraussetzungen für eine soziale Integration?
12)Auf welche Weise kann die Integration besser gelingen?
2.Suchen Sie im I. Teil des Textes Sätze mit Konjunktiv und übersetzen Sie sie ins Russische.
3.Führen Sie die Sätze bis zu Ende.
1)Bundeskanzlerin sieht in den schlechten Bildungschancen ...
2)Diese Abhängigkeit muss ...
3)Alle Kinder müssen die gleichen Chancen ...
4.Bilden Sie Fragesätze mit Fragewörtern und beantworten Sie sie. Gebrauchen Sie dabei folgende Verben mit Präpositionen:
abhängen von Dat., verzichten auf Akk., weisen auf Akk., plädieren für Akk.
5.Suchen Sie Sätze mit Konjunktiv und erklären Sie deren Gebrauch.
6.Suchen Sie Sätze mit Modalverb und Infinitiv Passiv, übersetzen Sie sie ins Russisch.
7.Geben Sie den Inhalt des Textes in Deutsch wieder.
8. Nehmen Sie Stellung zum Problem und erklären Sie deutsch „Bedeutung der Migration für die Wirtschaft“.
Teil II
Milieu1 ist für Integration von Migranten verantwortlich
Zu interessanten Ergebnissen kommt derweil eine im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellte Studie2, in der die Lebenswelten von Migranten
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untersucht wurden. Ihr zufolge ist nicht die ethnische Herkunft für die Integration von Migranten entscheidend, sondern vielmehr, welchem sozialen Milieu sich die Migranten zugehörig fühlen. „Die ethnische Herkunft beeinflusst zwar die Alltagskultur der Migranten, ist letztlich aber nicht identitätsstiftend“, sagte der Staatssekretär im Familienministerium, bei der Vorstellung der Studie in Berlin. „Wertvorstellungen,3 Lebensstile und ästhetische Vorlieben4 – das sind die ,Klebstoffe‘5.“
Die Studie zeige auch, dass der Einfluss von religiösen Traditionen oft überschätzt werde. Für die Studie hatte das Heidelberger Institut „Sinus Sociovision“ rund 100 mehrstündige Interviews mit Migranten verschiedener Altersgruppen und mit unterschiedlichem sozialen und ethnischen Hintergrund geführt. Acht verschiedene Milieus identifizierten die Forscher dabei: Vom typischen Gastarbeitermilieu, das den Traum von einer Rückkehr in die Heimat aufgegeben hat, über die gut integrierte „pragmatische Mitte“ der Migrantenbevölkerung bis hin zur unangepassten zweiten Generation, die Probleme mit ihrer Identität und keine Perspektive hat. Im Gegensatz zu den meisten anderen Milieus ist bei letzterem die Integrationsbereitschaft gering.
Integrationswille gegen Integrationsbereitschaft
Schwer mit der Integration tun sich laut Studie auch Flüchtlinge, die etwa durch Bürgerkrieg sozial und kulturell entwurzelt6 sind; bei ihnen komme häufig auch noch eine Traumatisierung hinzu. Am besten sind laut Studie jene integriert, die gut ausgebildet sind. Einwanderer aus Städten lassen sich zudem leichter integrieren als Migranten mit „archaischer, bäuerlich geprägter Herkunft“.
Die meisten Befragten7 gaben an, sich integrieren zu wollen. Viele von ihnen beklagten8 allerdings eine „mangelnde Integrationsbereitschaft“ der deutschen Gesellschaft und ein geringes Interesse an ihnen. Nur wenige hatten hingegen „belastende“9 Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht.
Nicht entscheidend für die Integrationsbereitschaft ist der Studie zufolge die Frage, welcher Religion die Migranten angehören. So machte es bei Angehörigen des als „archaisch“ und wenig integrationsbereit klassifizierten Migrantenmilieus keinen Unterschied, ob die Befragten Christen oder Muslime waren. Insgesamt waren die sozialen Unterschiede bei den Migranten weniger ausgeprägt als in der deutschenBevölkerung.InDeutschlandlebenrund15MillionenMenschenmitMigrationshintergrund. Die Hälfte von ihnen hat die deutsche Staatsbürgerschaft.
Je höher der Bildungsstand von Einwanderern ist, desto leichter gelingt ihre Eingliederung in die Gesellschaft. Dies ist das Ergebnis einer Studie über die soziale, kulturelle, ethnische und religiöse Herkunft von Menschen mit Migrationshintergrund im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. „Migranten wollen sich integrieren, aber dabei ihre Wurzeln nicht vergessen“, sagte FamilienStaatssekretär Gerd Hoofe bei der Vorstellung der Untersuchung10 in Berlin.
EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso betonte, Bildung und Arbeit seien zentrale Voraussetzungen für eine soziale Integration von Ausländern. Er beklagte, dass es EU-weit unter Migrantenkindern überdurchschnittlich viele Schulabbrecher11 gebe und viele von ihnen sich sogar schlechter integriert fühlten
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als die Generation ihrer Eltern. Als Hauptgrund dafür identifizierte er die hohe Arbeitslosigkeit unter ihnen. Gelinge die Integration nicht besser, steige auch die Gefahr von Terrorismus und Kriminalität, warnte12 der Kommissionspräsident.
In vielen Sektoren der Wirtschaft fehlten Fachkräfte. Qualifizierte Zuwanderer fandenaberinanderenStaatenoftmalseinoffeneresKlimaalsinDeutschland.Viele Begabte13 ziehen weiter, an Deutschland vorbei.14. Es wurde vorgeschlagen, den Zugang zu deutschen Universitäten nicht allein vom Abitur abhängig zu machen, denn dies benachteilige gerade Menschen mit Migrationshintergrund.
Erläuterungen zum II. Teil des Textes 10
1)Milieu (n) – среда
2)Studie (f) – исследование (зд. социологическое)
3)Wertvorstellung (f) – ценностные представления
4)ästhetische Vorlieben – эстетические предпочтения
5)Klebstoff (m) – связующее звено
6)entwurzelt – вырванный с корнем, оторванный, отторгнутый (от чего- л.); потерявший связь (с чем-либо)
7)Befragte (m, f) – респондент
8)sich beklagen – жаловаться (на что-либо)
9)belastend – отягчающий
10)Untersuchung (f) – исследование (зд. социологическое)
11)Schulabbrecher (m) – бросивший учебу в школе
12)warnen vor Dat. – предостерегать, предупреждать
13)Begabte (m, f) – талантливый, одаренный человек
14)ziehen … an Deutschland vorbei – не остаются в Германии
Aufgaben zum II. Teil des Textes 10
1.Beantworten Sie die Fragen zum Text.
1)Was wird in der Studie untersucht?
2)Was beeinflusst die ethnische Herkunft der Migranten?
3)Was war noch in der Studie dargestellt?
4)Was identifizierten die Forscher in der Studie?
5)Welche Migranten integrieren sich leicht?
6)Ist die Religion wichtig für Integrationsbereitschaft?
7)WassindzentraleVoraussetzungenfüreineerfolgreichesozialeIntegration?
2.Suchen Sie im II. Teil des Textes 10 Sätze mit erweitertem Attribut und formen Sie sie in Relativsätze um.
2.Führen Sie die Sätze zu Ende.
1)Die ethnische Herkunft beeinflusst ...
2)Die Studie zeigte auch...
3)Für die Studie hatte ...
4)Voll verschiedene Millieus identifizierten die Forscher ...
5)Im Gegensatz zu den meisten ...
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3.Begründen Sie mündlich, warum Millieu von Migranten für Integration verantwortlich ist.
4.Markieren Sie die richtige Aussage.
Ja Nein
1)Schwer integrieren sich Flüchtlinge, die durch Bürgerkrieg sozial und kulturell entwurzelt sind.
2)Am besten sind jene integriert, die schlecht ausgebildet sind.
3)Einwanderer aus Städten lassen sich schwerer integrieren, als Migranten mit “archaischer” Herkunft.
4)Die meisten Befragten gaben an, sich integrieren zu wollen.
5)Sehr viele hatten “belastende” Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht.
6)Nicht entscheidend ist die Frage, welcher Religion die Migranten angehören.
7)In Deutschland leben 17 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund.
8)EU-Komissionspräsident betonte, Bildung und Arbeit seien keine zentrale Voraussetzungen für eine soziale Integration vonAusländern.
9)In der Wirtschaft fehlen Fachkräfte in vielen Sektoren.
5.Übersetzen Sie den Text „Integrationswille gegen Integrationsbereitschaft“ und geben Sie russisch die Hauptidee wieder.
Aufgaben zum I. und II. Teilen des Textes 10
1.Führen Sie die Sätze zu Ende dem Inhalt des Textes nach.
1)Alle Kinder müssten ...
2)Jeder junge Mensch, der in die Schule kommt, ...
3)Im Alter von drei bis fünf Jahren ...
4)Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung beklagte ...
5)Die Studie zeige auch ...
6)In Deutschland leben ...
2.Bitte ergänzen Sie die Sätze mit dem Fragewort (wofür, was, worauf u.a.) und beantworten Sie die Fragen.
1)... plädiert A.Merkel in der Konferenz?
2)... sieht die Bundeskanzlerin in den schlechten Bildungschancen?
3)... betonte die Kanzlerin in ihrer Rede?
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4)... wie die Kanzlerin?
5)... ist vor der Einschulung enorm wichtig?
6)... verlassen die Jugendlichen die Schule ohne Abschluss?
7)... betonte Microsoft-Begründer Bill Gates?
3.Nehmen Sie Stellung zum Thema „Warum ist Millieu für Integration von Migranten verantwortlich?“.
4.Schreiben Sie einen Plan zum Text und erzählen Sie den Text dem Plan nach. Begründen Sie, warum die Integration nicht immer gelingt?
LEKTION 11
EU: Informelles EU-Ministertreffen zur Einwanderungspolitik
Vorübungen zum Text 11а
1. Sprechen Sie mit richtiger Betonung folgende Zusammensetzungen:
Bundesbildungsministerium, Integrationsbeauftragte, Ausbildungsförderung, Bafög – Bundesausbildungsförderungsgesetz, Aufenthaltsberechtigung,
Arbeitslosengeld, Ausbildungsregelung, Bildungshürde
Text 11a
EU: Informelles EU-Ministertreffen zur Einwanderungspolitik
An diesem EU-Ministertreffen wurden wichtige Maßnahmen für den Ausbau der Bildungschancen von Migranten angeboten.
Vom 14. bis zum 16.01.07 fand in Dresden ein informelles Ministertreffen der Europäischen Union (EU) im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsident- schaft1 statt. Die Innen – und Justizminister konferierten dabei auch über migrationspolitische Fragen: Zum Auftakt des Treffens wurde bereits eine mögliche Harmonisierung der Integrationsmaßnahmen auf EU-Ebene thematisiert.
Bundesregierung will mehr Migranten eine Bafög2 – Förderung ermöglichen
Das Bundesbildungsministerium3 (BMBF) und die Integrationsbeauftragte des Bundes, Maria Böhmer (CDU), stellten bei der Hohenheimer Tagung zum Ausländerrecht am 27.01.07 in Stuttgart einen Gesetzesentwurf4 vor, der mehr Zuwanderern in Deutschland eine Ausbildungsförderung über das Bafög ermöglichen soll. In Deutschland wohnende ausländische Studenten, Schüler und Lehrlinge sollen demnach eine Förderung erhalten können, selbst wenn sie nur eine befristete Aufenthaltsberechtigung5 haben. Laut Böhmer könnten zurzeit viele Ausländer keine Ausbildung beginnen, weil sie kein Bafög bekämen. Ferner bevorzugten manche, Arbeitslosengeld6 zu beziehen statt eine Ausbildung anzunehmen, da die Bezüge teilweise höher lägen als die Ausbildungsvergütung7. Mit dem Gesetz werde eine wichtige Bildungshürde für Migranten beseitigt8, so Böhmer. Bildungsministerin Anette Schavan (CDU) möchte den Gesetzesentwurf Mitte Februar ins Kabinett einbringen.
Erläuterungen zum Text 11a
1)deutsche EU-Ratspräsidentschaft – председательство Германии в Со-
вете Европы
2)Bafög = Bundesausbildungsförderungsgesetz – Федеральный закон о содействии обучению (регулирует порядок предоставления кредитов и ссуд учащимся, которые должны возвращаться государству после окон-
чания обучения)
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3)Bundesbildungsministerium (n) – Федеральное министерство образо-
вания
4)Gesetzesentwurf (m) – проект закона
5)befristete Aufenthaltsberechtigung – разрешение на проживание, огра-
ниченное определенным сроком
6)Arbeitslosengeld (n) – пособие по безработице в рамках страхования по безработице (выплачивается лицам, находящимся в процессе поиска рабочего места)
7)Ausbildungsvergütung (f) – оплата труда в период производственного обучения
8)Bildungshürde beseitigen – устранять барьеры в получении образования
Aufgaben zum Text 11a
1. Beantworten Sie Fragen zum Text 11a.
1)Was ermöglicht das Bafög?
2)Wer kann die Förderung zum Studium erhalten?
3)Was bevorzugten manche Migranten?
2)Beschreiben Sie bitte, worin unterscheidet sich Bafög in Deutschland vom Stipendium in Russland.
Vorübungen zum Text 11b
1.Sprechen Sie mit richtiger Betonung folgende Zusammensetzungen:
Carl-Ossietzky-Universität, Aufenthaltsstatus, Herkunftsländer, Eingliederungskurse, Zuwanderungsgesetz, Migrationshintergrund
Text 11b
Neuer Studiengang für Migranten an der Universität Oldenburg
Seit dem Wintersemester 2006/2007 bietet die Oldenburger Carl-Ossietz- ky-Universität1 einen neuen Studiengang2 an: „Interkulturelle Bildung und Beratung“. Hochqualifizierte Migranten, deren Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt3 werden, sollen damit die Chance erhalten, qualifizierte Berufe ergreifen zu können. Der auf vier Semester verkürzte Studiengang wendet sich an Zuwanderinnen mit dauerhaftem Aufenthaltsstatus4, die bereits über pädagogische Studienanteile aus ihren Herkunftsländern verfügen und zwei Jahre Praxiserfahrung nachweisen5 können. Das Studium schließt mit dem international anerkannten Abschluss „Bachelor of Arts“6 ab. Unterstützt wird das neue Angebot vom EU-Flüchtlingsfond und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Kapazitäten sind bisher auf vierundzwanzig Teilnehmer beschränkt, obgleich große Nachfrage besteht. Professor Dr. Rolf Meinhardt,
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