Немецкий язык для магистрантов и аспирантов университетов. Auslander in Deutschland – Vom Gastarbeiter zum Mitburger. Учебное пособие
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5. Markieren Sie die richtige Aussage.
Falsch Richtig
1)Die Aussage von Max Frisch ist auf Deutschland nicht übertragbar.
2)Der Umgang mit den Muslimen in den 60er Jahren war kaum gewohnt.
3)Auf der Speisekarte der Kantine mussten viele Gerichte ohne Schweinefleisch stehen.
4)Nach dem Rotationsprinzip mussten die Gastarbeiter einige Jahre in Deutschland arbeiten und dann ins Herkunftsland zurückkehren.
5)Ziel der meisten Arbeitsmigranten war es, in möglichst kurzer Zeit ins Herkunftsland zurückzukehren.
6)Viele Migranten sahen mit der Zeit schlechtere Chancen für ihr Leben in Deutschland.
7)Die wachsende Zahl der Ausländer machte es notwendig, Wege für ein harmonisches Zusammenleben zu finden.
8)Ein Weg dafür bestand in der Einrichtung vonAusländerbeiräten.
6.Geben Sie eine Überschrift jedem Teil des Textes und referieren Sie den
Text. Gebrauchen Sie dabei folgende Redemittel:
Der Text ist dem Thema ... gewidmet.
Im ersten Teil des Textes handelt es sich um ... .
Der Autor betont ... .
Meiner Meinung nach ist dieser Artikel (interessant, spannend, diskutabel ...).
7.Übersetzen Sie schriftlich den zweiten und den dritten Absatz des Textes.
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LEKTION 4
Umgang im Alltag schafft Normalität
Vorübungen zum Text 4
1.Sprechen Sie mit richtiger Betonung folgende Zusammensetzungen:
Integrationsbemühungen, Bürgerkriegsflüchtlinge, Ballungszentrum, Bevölkerungsanteil, Wiedervereinigung, Fremdenfeindlichkeit, Wohnbevölkerung
Lesen Sie den Text 4 und machen Sie die Aufgaben zum Text.
Text 4
Umgang im Alltag schafft Normalität
In Deutschland leben Migranten mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen1, die aus verschiedenen Gründen ins Land gekommen sind. Einige von ihnen finden sich leicht im neuen Umfeld zurecht2, andere schwerer. Geringere Priorität haben Integrationsbemühungen3 für Personen, die ohnehin nur für eine begrenzte Zeit in Deutschland leben und arbeiten, etwa Bürgerkriegsflüchtlinge4, ausländische Studenten oder Green Card-Arbeitnehmer5. Für die Menschen, die sich längere Zeit in Deutschland aufhalten, ist Integration jedoch notwendig.
Je weiter Normen und Wertmaßstäbe6, Religion, Erziehungsstile und Sprache imHerkunftsland7 der Migranten von deutschen Gegebenheiten abweichen8, desto schwieriger gestaltet9 sich tendenziell die Integration. Das Ziel aller Bemühungen ist die Akzeptanz10 von Migranten als festem Bestandteil der deutschen Bevölkerung und ihre Teilnahme am politischen, gesellschaftlichen und öffentlichen Leben. Dies ist umso wichtiger, wenn man in Betracht zieht11, dass Ausländer in der Regel längere Zeit in Deutschland bleiben: Fast die Hälfte von ihnen lebt heute seit mindestens zehn Jahren im Land. Der Anteil der jüngeren Ausländer, die hier geboren sind und damit eher eine engere Bindung an Deutschland haben, ist steigend. Je jünger ausländische Mitbürger sind, desto häufiger haben sie Kontakt12 zu Deutschen. Der Umgang miteinander ist selbstverständlicher geworden, als er es noch vor rund 20 Jahren war: 1980 gaben in einer Umfrage nur rund zwölf Prozent der Deutschen an, nachbarschaftliche Kontakte zu Ausländern zu pflegen, und nur 15 Prozent der Befragten zählten Ausländer zu ihrem Freundesoder Bekanntenkreis. 1996 waren diese Anteile immerhin auf 37 bzw. 51 Prozent angestiegen. Allerdings ist die Häufigkeit solcher Kontakte in der Bevölkerung nicht gleichmäßig verteilt. Generell ist der Anteil der nicht-deutschen Bevölkerung in den Ballungszentren13 fast doppelt so hoch14 wie in ländlichen Gebieten. Auch in den einzelnen Bundesländern gibt es unterschiedlich große ausländische Bevölkerungsanteile. Während der Anteil der ausländischen Bevölkerung in der westlichen Landeshälfte durchschnittlich 10,5 Prozent der Wohnbevölkerung beträgt, lebten 1998 in den
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Ländern der früheren DDR mit Ausnahme des Landes Brandenburg weniger als zwei Prozent Ausländer. Auch nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 erhöhte sich ihre Anzahl nur leicht. Wo der Umgang mit Ausländern weniger alltäglich ist, ist tendenziell auch die Fremdenfeindlichkeit15 größer. So kam es zu Beginn der 1990er Jahre in mehreren ostdeutschen Städten zu gewalttätigen Übergriffen16 auf die ausländische Bevölkerung, die es zuvor in diesem Ausmaß in Deutschland nicht gegeben hatte.
Erläuterungen zum Text 4
1)Hintergrund (m) – фон; kultureller Hintergrund – культурный фон
2)sich zurecht finden – ориентироваться, разобраться, зд.: найти свое место в жизни
3)Integrationsbemühungen (pl) – усилия по интеграции (в общество)
4)Bürgerkriegsflüchtlinge (pl) – беженцы, покинувшие родину из-за гра-
жданской войны
5)Green Card-Arbeitnehmer – документ, разрешающий человеку, не являющемуся гражданином Германии, жить и работать в этой стране
6)Wertmaßstäbe (pl) – ценности (культурные)
7)Herkunftsland (n) – страна происхождения, зд.: родина
8)von deutschen Gegebenheiten abweichen – отступать от устоявшихся немецких традиций
9)sich gestalten – принимать вид, формироваться; складываться, принимать какой-л. оборот
10)Akzeptanz (f) – согласие, признание, одобрение, принятие во внимание
11)in Betracht ziehen – принимать во внимание (в расчет)
12)Kontakt haben (pflegen) – поддерживать контакты
13)Ballungszentrum (n) – центр сосредоточения, центр высокой плотности (населения, промышленности)
14)doppelt so hoch sein – быть вдвое больше
15)Fremdenfeindlichkeit (f) – враждебность по отношению к иностранцам, ксенофобия
16)es kam zu gewalttätigen Übergriffen – дело дошло до нападения с при-
менением насилия
Aufgaben zum Text 4
1.Beantworten Sie Fragen zum Text 4.
1)Für welche Ausländer hat die Integration geringere Priorität?
2)Was ist von besonderer Bedeutung bei der Integration der Migranten?
3)Woran sollen die Migranten in Deutschland teilnehmen?
4)Aus welchen Gründen gestaltet sich die Integration viel schwieriger?
5)Welche Ausländer haben häufiger Kontakt zu Deutschen?
6)In welchen Ländern ist der Anteil der Ausländer besonders hoch?
7)Gibt es viele Migranten in den Ländern der ehemaligen DDR?
8)Wo ist die Fremdenfeindlichkeit größer und warum?
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2.Führen Sie die Sätze bis zu Ende.
1)Das Ziel aller Bemühungen ist ...
2)Fast die Hälfte der Migranten ...
3)Der Umgang miteinander ist ...
4)Generell ist der Anteil der nicht-deutschen Bevölkerung ...
5)Auch nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 ...
6)Wo der Umgang mit Ausländern weniger alltäglich ist, ...
3.Suchen Sie im Text die Sätze mit doppelten Konjugationen je ... desto. Merken Sie sich, in welcher Komparationsstufe die Adjektive in solchen Sätzen gebraucht sind. Übersetzen Sie die Sätze ins Russisch.
4.Bitte kombinieren Sie die Satzteile zu kompletten Sätzen, indem Sie sie mit je – desto verbinden.
1)Religion, Sprache im Herkunftsland weichen weiter ab – die Integration ist schmierig.
2)Die ausländischen Mitbürger sind jung – sie haben häufig Kontakt zu Deutschen.
3)Der Umgang mit Ausländern ist wenig alltäglich – die Fremdenfeindlichkeit ist tendenziell groß.
5.Referieren Sie den Text, gebrauchen Sie dabei folgende Redemittel:
1)In diesem Text handelt es sich um ...
2)In diesem Text geht es um ...
3)Die Hauptaussage (Hauptidee) des Textes ist ...
4)Es wird ausführlich dargestellt ...
5)Meiner Meinung nach ...
6)Es wäre von großer Bedeutung ...
7)Der Autor betont ...
8)Der Autor bezieht sich auf ...
9)Der Artikel endet mit ...
LEKTION 5
Bildung als Schlüssel zum Erfolg
Vorübungen zum Text 5
1.Sprechen Sie mit richtiger Betonung folgende Zusammensetzungen:
Mehrheitsgesellschaft,Generationswechsel,Gastarbeitergeneration,Schulalltag, Schullaufbahn, Selbstbewußtsein, Verständigungsschwierigkeiten, Нerkunftsland, Berufsausbildung, Sonderschulanteil, Arbeitslosenquote, Bildungschancen
Lesen Sie den Text 5 und machen Sie die Aufgaben zum Text.
Text 5
Bildung als Schlüssel zum Erfolg
Die ersten „Gastarbeiter“ besetzten vor mehr als 40 Jahren in der Mehrzahl Stellen als ungelernte Arbeiter und damit solche, die Deutsche nicht haben wollten, weil sie ihren Ansprüchen nicht genügten1. Inzwischen hat sich die berufliche Position der Einwanderer zwar etwas verbessert, aber immer noch haben Migranten schlechtere Bildungschancen. Im Beruf sind sie öfter von der Arbeitslosigkeit bedroht2 als die Mehrheitsgesellschaft3, da eine größere Anzahl von ihnen einfachen, angelernten Tätigkeiten nachgeht4. So wird die wirtschaftliche und soziale Integration erschwert. Zu Beginn des Jahres 2001 betrug die Arbeitslosenquote von Ausländern 17,5 Prozent, die durchschnittliche Arbeitslosenquote nur 11,1 Prozent.
Die allmähliche Änderung dieser Strukturen geht mit einem Generationswechsel einher. 23 Prozent der ausländischen Bevölkerung sind unter 18 Jahre alt, fast zwei Drittel von ihnen sind in Deutschland geboren. Inzwischen haben mehr als 40 Prozent aller in Deutschland lebenden Migranten deutsche Schulen besucht. Ein qualifizierter Abschluss bietet ihnen Möglichkeiten, die der „Gastarbeitergeneration“ nicht offen standen. Dennoch birgt die Schullaufbahn5 für ausländische Kinder manche Probleme6. Neben der Tatsache, dass doppelt so viele von ihnen die Schule abbrechen7 wie deutsche Jugendliche, lässt auch der hohe Haupt-8 und Sonderschulanteil9 auf soziale Benachteiligung10 schließen. Jeder zweite türkische Jugendliche besucht die Hauptschule, der Anteil bei den deutschen Altersgenossen11 beträgt nur zwölf Prozent.
Viele ausländische Schüler haben Probleme mit der deutschen Sprache und beteiligen sich daher weniger aktiv am Unterricht. Je höher ihr Anteil in einer Klasse ist (er beträgt in manchen Stadtteilen deutscher Großstädte bis zu 90 Prozent), desto schwieriger wird der Erwerb der notwendigen Sprachkompetenz12. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Eltern ausländischer Kinder oft nur mangelhafte Deutschkenntnisse haben. Das Beherrschen der deutschen Sprache
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ist jedoch eine wesentliche Grundlage, ohne die man in der deutschen Gesellschaft beruflich kaum Erfolg haben kann.
Weil viele ausländische Kinder auch die Sprache ihrer Eltern nicht mehr richtig beherrschen, ist muttersprachlicher Unterricht zumindest in städtischen Ballungsgebieten eine sinnvolle Ergänzung des Lehrplans. In Nordrhein-Westfalen wird muttersprachlicher Unterricht in türkischer Sprache angeboten, ein Angebot, das positiv aufgenommen wurde. Gute Sprachkompetenz stärkt das Selbstbewusstsein der Jugendlichen, das für eine erfolgreiche Integration notwendig ist.
Ein von Lehrern oft beklagtes Problem ist die mangelnde Bereitschaft vieler ausländischerElternzurMitarbeit,aberderenZurückhaltungkann–nebenderAngst vor sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten – auch in den Gepflogenheiten des Herkunftslandes13 ihre Gründe haben. Beispielsweise in der Türkei oder in Albanien istdieBeteiligungderElternamSchulalltagihrerKinderunüblich.DerLehrerbittet meist nur zum Gespräch, wenn er sich über schlechte Leistungen der Kinder bekla gen14 will. An der Gestaltung eines Elternabends oder Schulfestes wirken Eltern in aller Regel nicht mit. Zudem können traditionell geprägte Migranten, die ihre Kultur auch im Ausland an die Kinder vermitteln möchten, mit der freiheitlichen Erziehung an deutschen Schulen in Konflikt geraten15. So können unterschiedliche Vorstellungen Eltern und Jugendlichen gleichermaßen Probleme bereiten.
Die Zahl der ausländischen Jugendlichen in Deutschland, die keine Berufsausbildung absolvieren16, ist steigend. Waren es 1994 noch 43,5 Prozent, die eine Ausbildung durchliefen, so war der Anteil 1997 auf gut 37 Prozent gesunken. Dagegen absolvierten in diesem Jahr fast 61 Prozent der deutschen Jugendlichen eine Berufsausbildung. Innerhalb der ausländischen Bevölkerung sind Unterschiede feststellbar: rund 65 Prozent der spanischen Jugendlichen in Deutschland, aber nur knapp 40 Prozent der Türken schlossen eine berufliche Ausbildung ab. Besonders bedenklich ist es, dass über die Hälfte der ausländischen Frauen im Alter zwischen 20 und 30 nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt.
Um diese Situation zu verbessern, fördert die Bundesregierung mit jährlich rund 51 Millionen Euro Projekte17 zur sprachlichen, beruflichen und sozialen Integration von Ausländern. Durch solche Maßnahmen kann der Abschottung von Migranten entgegengewirkt18 werden. Besonders bei Türken spielt die grundsätzliche Bereitschaft zur Integration eine wichtige Rolle, denn wer in einer Großstadt lebt und nicht gewillt ist, Deutsch zu lernen, hat durchaus die Möglichkeit, sich mit türkischen Geschäften, Ärzten, Moscheen, Gaststätten und Zeitungen zu behelfen.
Es gibt jedoch auch Erfolge zu verzeichnen: trotz aller Schwierigkeiten studieren über 20.000 türkischstämmige Studenten an deutschen Universitäten. Das ist eine Chance, den niedrigen Anteil der ausländischen Beschäftigten in mittleren und höheren Positionen in Zukunft zu erhöhen.
Erläuterungen zum Text 5
1)denAnsprüchengenügen–удовлетворять(соответствовать)потребностям
2)von der Arbeitslosigkeit bedroht sein – находиться под угрозой безра-
ботицы
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3)Mehrheitsgesellschaft (f) – бóльшая часть населения
4)der Tätigkeit nachgehen – выполнять работу
5)Schullaufbahn (f) – школьная карьера
6)Probleme bergen – таить в себе проблемы
7)die Schule abbrechen – прервать учебу, уйти из школы
8)Hauptschule (f) – основная школа
9)Sonderschule (f) – специальная школа (для детей с дефектами развития)
10)soziale Benachteiligung – ущемление социальных прав, социальная дискриминация
11)Altersgenossen (pl) – ровесники
12)Erwerb der Sprachkompetenz – приобретение языковой компетенции (овладение языком)
13)Gepflogenheiten des Herkunftslandes – привычки, традиции родной страны
14)sich über schlechte Leistungen beklagen – жаловаться на плохую успевае-
мость
15)in Konflikt geraten – быть втянутым в конфликт
16)Berufsausbildungabsolvieren–закончитьпрофессиональноеобразование
17)Projekte fördern – содействовать осуществлению проектов
18)der Abschottung von Migranten entgegenwirken – содействовать закре-
плению мигрантов.
Aufgaben zum Text 5
1.Beantworten Sie Fragen zum Text 5.
1)Welche Stellen besetzten „Gastarbeiter“ vor vierzig Jahren?
2)Haben Migranten gute Bildungschansen?
3)Wovon sind Migranten im Beruf bedroht?
4)Wodurch wird die wirtschaftliche und soziale Integration der Migranten erschwert?
5)Welche Möglichkeiten bietet den Migranten ein qualifizierter Abschluss?
6)Welche Schulen besuchen die Migrantenkinder und Jugendliche?
7)Was ist die Grundlage für den beruflichen Erfolg in der deutschen Gesell-
schaft?
8)Wodurch wird der Lehrplan in den Schulen von Nordrhein-Westfalen ergänzt?
9)Wie sind die Gepflogenheiten der Eltern in Beziehung zur Schule in Herkunftsländern?
10)Haben Migrantenkinder die Möglichkeit, an deutschen Universitäten zu studieren?
2.Suchen Sie im Text Sätze mit erweitertem Attribut und übersetzen Sie sie ins Russisch.
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3.Bestimmen Sie die Art der Nebensätze und übersetzen Sie sie ins Russisch.
1)In Deutschland leben Migranten mit unterschiedlichen kulturellen Huntergründen, die aus verschiedenen Gründen ins Land gekommen sind.
2)Für die Menschen, die sich längere Zeit in Deutschland aufhalten, ist Integration jedoch notwendig.
3)Den verantwortlichen deutschen Politikern stellten sich viele Probleme, die sehr eng mit den Migranten verbunden sind und längst gelöst werden sollten.
4.Formen Sie das erweiterte Attribut in Relativsätze um.
1)Ein von Lehrern oft beklagtes Problem ist die geringe Bereitschaft der Eltern, der Schule zu helfen.
2)Der in Nordrhein-Westfalen verbreitete muttersprachliche Unterricht ist ein positives Angebot für die Schüler.
3)Die sich immer weniger am Deutschunterricht beteiligte Zahl der Schüler beträgt in Großstädten bis 90 Prozent.
5.Markieren Sie die richtige Lösung (a, b, c). Prüfen Sie, welche der Aussagen im Text enthalten sind.
Absatz 1
a)Die ersten „Gastarbeiter“ besetzten Stellen als ungelernte Arbeiter.
b)Die berufliche Position der Einwanderer hat sich verschlechtert.
c)Im Beruf sind sie von der Arbeitslosigkeit nicht bedroht.
Absatz 3
а) Viele ausländische Schüler haben keine Probleme mit der deutschen Sprache.
b)Die Eltern haben gute Kenntnisse der deutschen Sprache.
c)Das Beherrschen der deutschen Sprache ist eine wesentliche Grundlage für den beruflichen Erfolg.
Absatz 5
a)EinProblemistdiemangelndeBereitschaftderElternzurArbeitinderSchule.
b)Die Eltern beteiligen sich am Schulalltag ihrer Kinder.
c)Die Eltern wirken an der Gestaltung eines Elternabends oder Schulfestes mit.
Absatz 6
a)Es sinkt die Zahl der ausländischen Jugendlichen, die keine Berufsausbildung absolvieren.
b)Knapp 40 Prozent der Türken schlossen eine berufliche Ausbildung ab.
c)Die Hälfte der ausländischen Frauen verfügt über eine abgeschlossene Berufsausbildung.
6.Übersetzen Sie den dritten und vierten Absatz des Textes.
7.Schreiben Sie Überschrift für jeden Absatz des Textes.
8.Schreiben Sie ein Referat zum Thema „Die Rolle der Bildung im Leben von Migranten“.
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LEKTION 6
Beruflicher Erfolg nicht deutsch-stämmiger Bürger
Vorübungen zum Text 6
1.Sprechen Sie mit richtiger Betonung folgende Zusammensetzungen:
Dienstleistungssektor, Türkeistudie, Jahresumsatz, Jahrgangsbeste, Referendarzeit, Wettbewerbsrecht, Berufungsurkunde, Landesvorstand, Einwanderungsgeneration, Staatsbürgerschaft, Vaterlandsverräter
2.Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische.
1)Es gibt in Deutschland knapp 300 000 ausländische Unternehmer, die einen beachtlichen Wirtschaftssektor darstellen und Arbeitsplätze schaffen.
2)Allein die ca. 60 000 türkische Selbständigen, deren Anzahl sich in der letzten Zeit verdoppelt hat, haben einen Milliardenumsatz im Jahr.
3)Die Bedeutung der ausländischen Unternehmer, deren Angebot immer reichhaltiger wird, ist in Deutschland nicht unterschätzt.
4)Der Politiker Cem Özdemir, dessen Vater ein türkischer Einwanderer war, wurde in Schwaben geboren und hat Sozialpädagogik an der Universität studiert.
5)Zum ersten Mal in der Geschichte wurde er, der aus zweiten türkischen Einwanderergeneration stammte, Mitglied des deutschen Bundestages.
Lesen Sie den Text 6 und machen Sie die Aufgaben zum Text.
Text 6
Beruflicher Erfolg nicht deutsch-stämmiger Bürger
Die positiven Beispiele für beruflichen Erfolg und gesellschaftliches Engagement1 ausländischer Mitbürger werden von der deutschen Gesellschaft oft nicht angemessen wahrgenommen2, beispielsweise die knapp 300.000 ausländischen Unternehmer, die einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor darstellen und Arbeitsplätze schaffen. Mit rund 8,8 Prozent sind fast ebenso viele ausländische Erwerbstätige selbständig, wie deutsche mit 10,1 Prozent. Die meisten von ihnen sind türkischer Herkunft, aber es gibt auch viele italienische, griechische und portugiesische Unternehmer, die oft im Dienstleistungssektor3 tätig sind. Allein die ca. 60.000 türkischen Selbstständigen, deren Anzahl sich seit 1985 mehr als verdoppelt hat, erwirtschafteten einer Analyse des Essener Zentrums für Türkeistudien zufolge im Jahr 2000 einen Umsatz4 von rund 55,7 Milliarden DM (ca. 28,5 Milliarden Euro). Sie beschäftigten 327.000 Personen, von denen über 40 Prozent nicht-türkischer Herkunft waren. Die zahlreichen türkischen Lebensmittelläden in deutschen Städten werden auch von deutschen Kunden geschätzt, und es spricht ebenfalls für sich5, dass die ca. 10.000 türkischen „Dönerbuden“6, die es
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in Deutschland gibt, mit rund 3,6 Milliarden DM (ca. 1,84 Milliarden Euro) Mitte der 1990er Jahre einen höheren Jahresumsatz hatten als McDonald‘s.
Da man die Bedeutung der ausländischen Unternehmer für die deutsche Wirtschaft inzwischen erkannt hat, wird eine Diskussion darüber geführt, auf welchem Weg man ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern kann. Neben der Verringerung der beträchtlichen bürokratischen Hürden7 gehört dazu auch das Angebot von Sprachkursen.
Ein Beispiel für herausragenden beruflichen Erfolg nicht-deutschstämmiger Einwohner ist Zümrüt Gülbay. Sie wurde 1970 in Ankara geboren und kam im Alter von zwei Jahren als Tochter türkischer Einwanderer nach Berlin. Nachdem sie ihr Abitur als Jahrgangsbeste8 abgelegt9 hatte, begann sie ein Jurastudium, machte das erste Staatsexamen nach sieben Semestern und promovierte sich in der Referendarzeit10. An ihre Promotion11 über europäisches Wettbewerbsrecht im Alter von 25 Jahren schloss sich die Habilitation12 an. 1998, am Tag ihres 28. Geburtstags,erhielt Zümrüt Gülbay ihre Berufungsurkunde13 als Professorin – die jüngste, die es in Deutschland je gab.
Bekannter als Zümrüt Gülbay ist der Politiker Cem Özdemir. Er wurde 1965 als Sohn türkischer Einwanderer in Schwaben geboren. Cem Özdemir studierte nach einer Ausbildung zum Erzieher Sozialpädagogik. Mit 16 Jahren wurde er deutscher Staatsangehöriger, im selben Jahr trat er in die Partei „Die Grünen“ ein. Von 1989 bis 1995 war er Mitglied des Landesvorstandes dieser Partei in BadenWürttemberg, 1994 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt. Damit machte er Geschichte14, denn zum ersten Mal wurde jemand aus der in Deutschland geborenen zweiten Einwanderergeneration15 Mitglied des deutschen Parlaments. Özdemir engagiert sich16 für die Integration von Ausländern in die deutsche Gesellschaft und wurde dafür schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet17. Andererseits wird er, der seit über 25 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, noch immer von vielen Menschen aufgrund seines Namens und seines Aussehens als Ausländer betrachtet. Weil er Kritik an der Türkei geäußert hat, wurde er von einer rechtsgerichteten türkischen Tageszeitung18 als „Vaterlandsverräter“19 beschimpft. Das Gefühl, zwischen allen Stühlen zu sitzen, ist also auch für eingebürgerte Ausländer20, die sich mehr für die Gesellschaft engagieren als mancher Deutsche, nicht unbekannt.
Erläuterungen zum Text 6
1)Engagement (n) – увлеченность, активное участие
2)werden nicht angemessen wahrgenommen – их недостаточно оценивают,
общество недооценивает их
3)Dienstleistungssektor (m) – сектор услуг
4)Umsatz (m) – оборот
5)es spricht für sich – это говорит само за себя
6)Dönerbude (f) – ларек, в котором продается шаурма по-турецки
7)Hürde (f) – барьер, заслон, препятствие
8)Jahrgangsbeste (f) – лучшая студентка своего выпуска
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