Немецкие сказки тексты и упражнения. Deutsche Märchen ein Text- und Übungsbuch
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Der Johannistag der Wölfe
Der Johannistag7 der Wölfe
Die Wölfe hielten8 bei einem Freunde zusammen Johannistag, schmausten9 und zechten10 viel, waren lustig und guter Dinge. Inzwischen waren die alte Katze, die man hatte ersäufen wollen, weil sie keine Mäuse mehr fing, das alte, ausgediente11 Pferd, das man dem Schinder12 überliefern13 sollte, weil es zu nichts mehr tauge, und der Hahn, den man schlachten wollte, ihren Herren entlaufen, hatten sich zusammengefunden und gemeinschaftlich von dem leerstehenden Hause eines Wolfes Besitz genommen. Als dieser spät in der Nacht betrunken heimkehrte, sah er die gräßlichen Gestalten. Er lief gleich zurück und rief alle Wölfe hin. Keiner wagte es hineinzugehen. Da zwangen sie einen alten, lahmen Wolf, sein Leben zu wagen, das sei ja ohnehin am wenigsten wert. Voll Angst ging dieser hinein, kam aber bald übel zugerichtet14 herausgestürzt15 und erzählte: „Eine Zigeunerin (die Katze) kratzte mit einer langzähnigen Hanfhechel16 mich ins Gesicht; ihr Mann (das Pferd) schlug mich mit einem dicken Schmiedehammer in die Herzgegend17; ein Drache mit feuriger Säge (der Hahn) schlug mit Säbeln um sich und rief: ‚Nicht daß ich über dich komme!‘“ Kein Wolf wagte es weiter hineinzugehen; die Katze, das Pferd und der Hahn blieben drinnen und wohnten da bis an ihr Ende; der Hahn kehrte das Zimmer und den Hof, das Pferd spaltete Holz, die Katze kochte.
7der Johannistag Johannes dem Täufer geheiligter Tag (24. Juni)
8haltten hier: für veranstalten stattfinden lassen
9schmausen (veraltend, noch scherzh.) vergnügt u. mit Genuss essen
10zechen hier: trinken
11ausgedient (ugs.) unbrauchbar werden
12der Schinder (veraltet) jmd., der verendete Tiere abdeckt
13überliefern (geh. veraltend) in jmds. Gewalt übergeben, ausliefern
14zurichten hier: verletzen, durch Verletzungen in einen üblen Zustand bringen
15herausstürzen von dort drinnen hierher nach draußen stürzen
16die Hefel (Landw.) kammartiges Gerät, an dessen spitzen Metallstiften Flachs — u. Hanffasern gereinigt, geglättet u. voneinander getrennt werden
17die Herzgegend Umgebung des Herzens
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Die Volksdichtung
Aufgaben
I
1.Sagen Sie die Sätze anders, ohne den Inhalt zu verändern!
•Die Wölfe hielten bei einem Freunde zusammen Johannistag.
•Sie waren guter Dinge.
•Das Pferd taugte zu nichts mehr.
• Die Tiere hatten sich zusammengefunden und gemeinschaftlich von dem leerstehenden Hause eines Wolfes Besitz genommen.
•Der Wolf lief gleich zurück und rief alle Wölfe hin.
•Keiner wagte es hineinzugehen.
•Da zwangen sie einen alten, lahmen Wolf, sein Leben zu wagen, das sei ja ohnehin am wenigsten wert.
•Der alte Wolf kam aber bald übel zugerichtet herausgestürzt....
2.Welche inhaltliche Bedeutung hat das Wort inzwischen in folgendem Satz?
Inzwischen waren die alte Katze, ... das alte, lahme Pferd, ... und der Hahn ihren Herren entlaufen.
Hat es noch andere Bedeutungen? Zu welcher Wortart gehört es?
3.Welche Funktion hat das Wort ja?
Da zwangen sie einen alten, lahmen Wolf, sein Leben zu wagen, das sei ja ohnehin am wenigstens wert.
4.Erklären Sie die folgenden Wörter und Wendungen mit Hilfe eines Kontextes! gemeinschaftlich, sein Leben wagen, etw. wert sein voll Angst
5.Welche Bedeutung hat das Wort grässlich?
Die Verbrecherbande beging eine grässliche Straftat. — Wir haben grässliches Wetter. — Sein Gesicht war grässlich entstellt. — Sie hatten grässliche Angst. — Sie brachte ihn mit ihren Fragen in grässliche Verlegenheit. — Wir waren grässlich müde.
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Der Johannistag der Wölfe
II
1.Geben Sie den Inhalt des Märchens „Der Johannistag der Wölfe“ mit eigenen Worten wieder!
2.Vergleichen Sie das Märchen „Der Johannistag der Wölfe“ mit dem bekannten Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ der Brüder Grimm.
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Die Volksdichtung
Das Hirsekorn
Es war einmal ein armer, armer Junge, der hatte von seiner Mutter, als sie starb, ein kleinwinziges Hirsekorn geerbt, und das war all sein Reichtum. Da er nun weder Vater noch Mutter zu verlassen hatte, so meinte er, die Welt sei groß und schön, er wolle sich ein wenig darin umschauen. Also nahm er sein Hirsekorn und wanderte fort. Nicht lange, so begegnete er einem alten Manne mit breitem Hut und einem grauen Mantel, der sah so freundlich aus. „Gott grüß Euch, alter Großvater!“ sprach der Junge. „Schönen Dank!“ erwiderte der Mann, „wo gehst du denn hin?“ — „Auf Reisen!“ sprach der Junge, „und ich trage all mein Gut mit mir, das ist ein Hirsekorn; wird es mir nicht gestohlen werden?“ Da jammerte den Mann des armen Knaben, und er sprach: „Besorge nichts, mein Kind; du wirst es zwar verlieren, aber dadurch gewinnen!“ Abends kehrte der Junge in einem Dorfe ein, klopfte bei einem Bauern an und bat um Herberge. Als er schlafen ging, legte er sein Hirsekorn aufs Fenster und sprach zum Wirten: „Das ist all mein Reichtum, wird es mir nicht gestohlen werden?“ — „Schlafe ruhig, mein Sohn, es soll dir in meinem Hause kein Schaden geschehen!“ Am Morgen, als die Sonne ins Fenster schien, glänzte das Hirsekorn, und der Haushahn, der im Hofe herumstieg und Körner suchte, sah es, flog hin und pickte es auf. Eben war der Knabe erwacht und erblickte den Hahn auf dem Fenster, wie er sein Hirsekorn verschluckte. Da fing er an zu weinen und zu klagen. Der Bauer tröstete ihn und sprach:
„Der Hahn ist dein,
Hat er gefressen das Hirselein.“
Nun war der Knabe froh, nahm den Hahn und wanderte weiter. Abends kam er wieder in einem andern Dorfe zu einem Bauern und bat um Herberge; er sprach: „Der Hahn ist all mein Reichtum, wird er mir nicht gestohlen werden?“ — „Schlafe ruhig, mein Sohn“, sprach der Wirt, „auf meinem Hof darf dir kein Schaden geschehen.“ Frühmorgens aber ging der Hahn im Hofe herum und suchte sich Körner, und wie er einige gefunden hatte, sah dieses das Schwein des Bauern, packte den Hahn und erbiß ihn,
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Das Hirsekorn
die Körner aber fraß es selbst. Als der Knabe am Morgen nach seinem Hahn sah, so lag der tot, und er fing nun an zu jammern und zu klagen: „O weh mir, das Schwein hat meinen Hahn erbissen!“ Da tröstete ihn der Bauer und sprach:
„Nimm hin das Schwein, Es sei nun dein,
Hat’s den Hahn dir erbissen.“
Da band der Wirt ihm ein Seil an den Fuß, und der Junge zog weiter. Abends gelangte er wieder in ein Dorf und sprach abermals bei einem Bauern an, und da nahm man ihn freundlich auf. Er sagte aber zum Wirten: „Mein ganzer Reichtum ist dies Schwein, wird es mir nicht gestohlen werden?“ — „Schlafe ruhig, mein Sohn, auf meinem Hof darf dir kein Schaden geschehen.“ Als aber am Morgen eine mutige Kuh des Bauern das fremde Schwein im Hof sah, lief sie auf dasselbe los und erstieß es mit ihren Hörnern. Der Knabe erwachte bald, ging hinaus und sah sein Unglück; da fing er an zu jammern; doch der Bauer tröstete ihn und sprach:
„Die Kuh ist dein,
Hat sie das Schwein Dir erstoßen!“
band ihr ein Seil um den Hals und übergab sie dem Knaben; der wanderte jetzt fröhlich weiter und gelangte abends auf einen Edelhof und bat um Herberge; die wurde ihm auch gerne gewährt. Der Knabe aber sprach ganz untertänig zum Herrn des Hofes, als er schlafen ging: „All mein Reichtum ist diese Kuh, wird sie mir nicht gestohlen werden?“ — „Schlafe ruhig, armer Junge“, auf meinem Hofe soll dir kein Schaden geschehen!“ Als am Morgen die Pferde zur Tränke geführt wurden, sprang ein mutwilliger Hengst im Hof herum. Sowie er die fremde Kuh erblickte, lief er auf sie zu und schlug sie tot. Da fing der Junge an zu klagen und zu jammern, als er seine Kuh tot sah; der Edelmann aber tröstete ihn und sprach:
„Nimm den Hengst für die Kuh Und den Zaum dazu!“
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Die Volksdichtung
Da setzte sich der Junge auf das stattliche Roß und ritt fort in die weite, weite Welt und verrichtete viele Heldentaten; zuletzt ist er noch auf den Glasberg geritten, hat die Königstochter erlöst und ist König geworden. Seht ihr’s, was aus einem armen Jungen werden kann, wenn er’s Glück hat!
Aufgaben
I
1.Nehmen Sie eine semantische Abgrenzung der Begriffe Wanderung und Reise vor! Benutzen Sie auch das Wörterbuch „Duden. Deutsches Universalwörterbuch“ und „Das Synonymwörterbuch“.
2.Informieren Sie sich anhand des Synonymwörterbuches über sinnverwandte Ausdrücke zum Verb „wandern“.
3.Nennen Sie alle Ihnen bekannten Verben der Fortbewegung und bilden Sie Sätze mit ihnen!
4.Ordnen Sie die Verben laufen, schlendern, wandern, marschieren, bummeln, hetzen, schleichen, rennen, spazieren danach, ob sie ein langsames, schnelles, zielstrebiges oder zielloses Gehen charakterisieren!
5.Sagen Sie die Sätze anders, ohne den Inhalt zu verändern! Verwenden Sie die angegebenen Wörter.
Da jammerte den Mann des armen Knaben. (jmds. Mitleid erregen; jmdm. im Innersten leid tun)
Besorge nichts, mein Kind. (befürchten)
Abends kehrte der Junge in einem Dorfe ein. (unterwegs einen Besuch in einem Wirthaus machen)
Der Junge bat um Herberge. (Unterkunft bitten)
Der Junge erblickte den Hahn auf dem Fenster, wie er sein Hirsekorn verschluckte. (mit Augen plötzlich wahrnehmen, erfassen)
Der Junge zog weiter. (gehen; marschieren; wandern) Abends gelangte er wieder in ein Dorf. (erreichen)
Er sprach abermals bei einem Bauern an. (Unterkunft bitten)
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Das Hirsekorn
Der Junge verrichtete viele Heldentaten. (vollbringen)
Er hat die Königstochter erlöst. (befreien, erretten)
6.Bestimmen Sie die Bedeutungen der Modalverben in den Sätzen:
1.„... es soll dir in meinem Haus kein Schaden geschehen“; 2. „ auf meinem Hof darf dir kein Schaden geschehen“.
7.Sagen Sie die folgenden Sätze
a)als Wunsch, b) als Möglichkeit, c) als Erlaubnis, d) als Notwendigkeit, e) als Auftrag.
Ich fülle die Gläser noch einmal. Wir beschließen ohne ihn.
Ihr hört auf zu arbeiten.
Sie verbieten das Rauchen in diesen Räumen. Du läufst der Gruppe voraus.
Ich verlange eine ausführliche Erklärung.
8. Suchen Sie aus dem Text „Das Hirsekorn“ die Sätze heraus, die im Passiv stehen. Sagen Sie die Sätze im Aktiv!
II
1.Welche Äußerungen gehören im Märchen „Das Hirsekorn“ zu den Formeln?
2.Inszenieren Sie das Gespräch zwischen dem alten Mann und dem Jungen. Verwenden Sie dabei die folgenden Wendungen:
Eine Wanderung machen /unternehmen — allein wandern — sich seine Heimat / das Nachbarland wandernd erschließen; sich etwas ausruhen — unterwegs.
3.Geben Sie in Kurzfassung an, worum es in diesem Märchen geht!
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Die Volksdichtung
Des Teufels Hilfe
Ein armer Bauer brachte einmal Holz aus dem Walde und blieb in einer Pfütze stecken, so daß er nicht von der Stelle fortkommen konnte; da trat ein unbekannter Mann zu ihm hin und sprach: „Ich möchte dir auf einmal aus der Not helfen, wenn du mir das Neueste, das jetzt in deinem Hause sich findet, zu geben versprichst; nach zwanzig Jahren erst sollst du mir‘s ausliefern!“ Der Bauer dachte an die neuen hölzernen Löffel, die er vor kurzem gekauft hatte, und versprach ohne weiteres das Verlangte, und sogleich wurde auch ein schriftlicher Vertrag aufgesetzt. Darauf zog der Fremde den Wagen samt den Kühen heraus und ging fort. Als der Bauer zu Hause ankam, erfuhr er zu seinem Schrecken, es sei zu der und der Zeit ihm ein Sohn geboren. Er erkannte jetzt gleich, daß er dem Bösen sein Kind verschrieben habe; sogleich ging er zu seinem Herrn Pfarrer und gestand ihm die Sünde. Der tröstete ihn und sprach:
„Erzieht nur Euern Sohn in aller Tugend und Frömmigkeit, so wird ihm der Böse nichts anhaben18 können!“ Das versprach der Bauer und tat es auch gewissenhaft; aber seine Trauer konnte er vor dem Kleinen nicht lange verbergen. Der bat und fragte immer: „Vater, warum seid Ihr so traurig?“ und da sagte ihm eines Tages der Alte alles. „Kümmert Euch nicht, Vater!“ sprach der Knabe, „der Teufel wird mir nichts tun können; der Herr Pfarrer wird mir schon sagen, wie ich mich bewahren soll!“
Als der Junge zwanzig Jahre alt war, ging er zum Pfarrer und fragte ihn um Rat, wie er es mit dem Teufel anfangen solle. Der Pfarrer sagte, er möge nur immer beten, denn das könne der Teufel nicht ausstehen. Dann machte sich der Junge auf den Weg zur Hölle, denn er wollte nicht warten, bis ihn der Teufel abhole. Als er weit gegangen war, sah er nur einmal einen großen Baum mit goldnen Früchten und darunter einen geharnischten und stark bewaffneten Mann. Anfangs erschrak er; als er aber sah, daß dieser sich nicht rührte, wagte er es näher zu gehen. Da erzählte ihm der Mann seine Lebensgeschichte: Er sei ein großer Räuber gewesen; dafür nun sei er unter diesen Baum gebannt; jede der goldnen Früchte sei eine von seinen Todsünden; unter dem Baume aber seien die großen
18 anhaben — hier: für jmdm., einer Sache Schaden zufügen
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Des Teufels Hilfe
Schätze, die er durch Raub und Mord sich erworben habe; nun müsse er da so lange Wache stehen und könne so lange nicht sterben, bis ein reiner und unschuldiger Jüngling von zwanzig Jahren für seine Seele gebetet habe. „Bist du der, so bete für mich, und wenn ich nicht mehr bin, so hebe von dieser Stelle die großen Schätze, die dann vom Fluche frei sind!“ Der Bauernjunge versprach das alles zu tun mit willigem Herzen und wanderte weiter und gelangte endlich in die Hölle. Da fing er an zu beten und ging so betend in die Teufelswerkstätte. Als die Teufel das Gebet hörten, flohen alle davon, und wie der Junge ihnen näher kam, zogen sie sich in den hintersten Winkel der Hölle zurück, aber auch hier fühlten sie sich nicht mehr sicher. Da hielten sie einen Rat und fragten untereinander: wer der gefährliche Fromme wohl sein könne und was sie weiter tun sollten. Indem fiel einem alten Teufel der Kontrakt ein, den er vor zwanzig Jahren mit dem Bauern geschlossen, und er sprach: „Der Fremde ist kein anderer als ein dummer Bauernjunge, den ich seinem Vater vor zwanzig Jahren abbetrogen hatte; leider habe ich seitdem nicht mehr daran gedacht, und so ist derselbe in der Kraft Gottes aufgewachsen; allein wartet, ich werde ihn uns gleich vom Halse schaffen!“ Damit nahm sich der alte Teufel ein Herz und ging dem Jungen entgegen, warf ihm den Kontrakt zu und sprach: „Du kannst damit gleich nach Hause gehen; ich schenke dich deinem Vater!“ Das ließ sich der Junge nicht zweimal sagen, denn ihn hatte ein Graus überkommen, als er die vielen Marterwerkzeuge, die Zangen und Kessel voll siedenden Öles und das höllische Feuer gesehen und das Ächzen und Zähneklappern der Verdammten gehört hatte. Er nahm schnell den Kontrakt und kehrte zurück; die Teufel aber freuten sich, als sie seiner los waren.
Als der Junge betend an den großen Baum zurückkam, sank der nur einmal zusammen, und der geharnischte Mann fiel zu Boden, und er sah an ihrer Stelle zwei Aschenhaufen! Er grub nun nach, wie ihm der Mann gesagt hatte, und fand die großen Schätze. Damit zog er heim; seine Eltern freuten sich sehr, wie sie ihn wiedersahen. Von den Schätzen gab er einen Teil dem Herrn Pfarrer zum Danke für die guten Lehren und einen andern schenkte er der Kirche; nur den dritten Teil behielt er für sich und seine Eltern. Aber er war doch ein steinreicher Mann, und das Vermögen ver-
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Die Volksdichtung
größerte sich immer mehr und vererbte sich fort auf Kinder und Kindeskinder, denn die waren auch alle redliche und gottesfürchtige Menschen.
Aufgaben
I
1.a) Übersetzen Sie die folgenden Formen, wo das Genitivattribut vor dem Substantiv steht!
des Teufels Hilfe, der Bücher Wissen, der Stahltresore Reichtum, des Tages Glück, des Winters Freude, des Sommers Freuden, der Sonne Sommerpracht, des Friedens gute Zeit.
b)Sagen Sie dafür die bisher bekannte Form!
2.Was bedeuten die Wendungen? Bilden Sie Sätze!
aus der Not helfen, ohne weiteres, jmdn. um Rat fragen, Wache stehen, sich jmdn., etw. vom Hals[e] schaffen, ein Herz nehmen (das Herz in die Hand / in beide Hände nehmen)
3.Welche Bedeutung hat das Verb aufsetzen?
Sofort wurde ein Protokoll aufgesetzt. — Sie setzte eine freundliche Miene auf. — Die Mutter setzte dem Kind eine Mütze auf. — Das Flugzeug setzte weich auf die Piste auf. — Ihr Lächeln wirkt aufgesetzt.
4.Welches Synonym kennen Sie für ausstehen?
Der Pfarrer sagte, er möge nur immer beten, denn das könne der Teufel nicht ausstehen.
5.Was bedeutet hier allein?
.....allein wartet, ich werde ihn uns gleich vom Halse schaffen.
6.Suchen Sie synonyme Formulierungen für ziehen!
Damit zog er heim.
7.Was bedeuten die Adjektive steinreich, steinalt, steinhart? Bilden Sie Sätze!
8.Suchen Sie aus dem Text „Des Teufels Hilfe“ die gefühlsbezeichnenden sprachlichen Mittel: Verben, Substantive, Adjektive, Wendungen der Ge-
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