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Немецкие сказки тексты и упражнения. Deutsche Märchen ein Text- und Übungsbuch

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Die Reise des Enteleins

den Weg zu Fuß fort. 17. Die Strömung trieb das Boot fort. 18. Sein Beispiel wirkt noch bis heute fort. 19. Er fuhr fort zu erzählen.

c)Bilden Sie Sätze mit den Wörtern fortfahren, fortgehen, fortbilden. Gebrauchen Sie dabei die Wörter in ihren verschiedenen Bedeutungen.

5.Bilden Sie nach dem angegebenen Beispiel Fragen und Antworten mit dem Modalverb „dürfen“:

„Darf ich heute Nachmittag schwimmen gehen? — „Du darfst [schwimmen gehen].

6.Wählen Sie die richtigen Verben aus der Liste:

schnattern, quaken, gackern, krähen, bellen, grunzen, brüllen, muhen, wiehern, gurren, summen, heulen, rufen, schnurren, miauen, krächzen, knabbern, brummen, meckern, piepen, zischen, schlagen

die Katzen......

die Raben......

die Hunde......

die Hähne.....

die Schweine....

die Wölfe.....

die Enten....

die Tauben.....

die Gänse.....

die Küken.....

die Eichhörnchen....

die Fliegen.....

die Ziegen......

die Bienen.....

die Mäuse.....

die Schlangen.....

die Kuckucke.....

die Nachtigallen.....

die Pferde....

die Finken....

die Bären.....

das Vieh......

II

1.Erzählen Sie den Inhalt des Textes „Die Reise des Enteleins“ nach!

2.Das Ende des Märchens gefällt Ihnen nicht. Erfinden Sie Ihr eigenes Ende.

11

Die Volksdichtung

Der Bär, der Wolf und der Fuchs

Der Bär, der Wolf und der Fuchs schlossen miteinander einen Bund; sie wollten gemeinschaftlich auf Beute ausgehen und gleichmäßig teilen. Da fingen sie zuerst ein junges Kalb, und der Bär sollte teilen. Er teilte so, daß der Fuchs nichts erhielt. Bald darauf erbeuteten sie ein Schwein; nun teilte der Wolf, und der Fuchs bekam wieder nichts. Zum dritten Mal brachten sie ein Füllen ein; der Fuchs teilte und machte drei gleiche Teile. Da wurden der Bär und der Wolf zornig und nahmen ihm seinen Teil weg. Weinend lief der Fuchs fort und drohte: „Nun wartet, ihr sollt mir bald für eure Ungerechtigkeit büßen!“ Nicht lange danach kam er mit einer Katze, einem lahmen Hund und einem Hahn zurück. Als der Bär und Wolf diese sahen, entsetzten sie sich. „Das sind furchtbare Krieger!“ rief der Wolf, „der eine trägt eine feurige Krone und eine Menge Säbel (der Hahn mit seinem Kamm und den schimmernden bewegten Federn des Schweifes), der andere eine Standarte (die Katze mit dem Zagel in der Höhe), der dritte sammelt immerfort Steine (der hinkende Hund, der im Gehen sich stets nach der einen Seite neigt), um uns zu erwerfen.“ Beide flohen auf einen Baum, fielen aber bald vor Angst herunter; der Wolf brach den Hals, der Bär lief mit gebrochenem Fuß davon. Die Sieger aber machten sich über den Rest der Beute und waren lustig und guter Dinge.

Aufgaben

I

1. In welchem Zusammenhang werden im Text folgende Wörter und Wendungen gebraucht?

gemeinschaftlich

lahm

gleichmäßig

sich entsetzen

fangen

feurig

erhalten

hinkend

erbeuten

sammeln

einbringen

fliehen

zornig

herunterfallen

12

 

Der Bär, der Wolf und der Fuchs

wegnehmen

vor Angst

weinend

den Hals brechen

drohen

den Fuß brechen

büßen (für Akk.)

davonlaufen

zurückkommen

die Sieger

2.Suchen Sie aus dem Text alle Adjektive und Partizipien heraus. Geben Sie jeweils an, ob sie in prädikativer oder attributiver Funktion stehen.

3.Achten Sie im Text auf die stilistisch markierte Lexik: Wörter mit gehobener Stilfärbung, veraltete und landschaftliche Wörter. Versuchen Sie stilistisch neutrale Vasrianten zu den folgenden Wörtern zu finden: der Zagel, der Schweif, der Krieger, das Füllen.

4.Merken Sie sich die Bedeutungen des Ausdrucks guter Dinge:

Er ist immer guter Dinge. (=fröhlich und munter)

Guter Dinge machte er sich an die schwierige Aufgabe. (=voll Hoffnung, voll Optimismus)

Bilden Sie mit verschiedenen Bedeutungen von guter Dinge Sätze!

II

1.Welche Eigenschaften verkörpern im Märchen der Bär und der Wolf?

2.Sprechen Sie über das Sprichwort: Begierde wird nie satt.

3.Was lehrt uns dieses Märchen?

13

Die Volksdichtung

Schwein, Gans, Ziege und Wolf

Ein Schwein, eine Gans und eine Ziege wollten, jedes für sich, ein Häuschen bauen, um im Winter vor der Kälte geschützt zu sein. Der Wolf aber, der zu faul war, sich auch eins zu bauen, sagte zu den dreien: „Ich komme euch besuchen, wenn es kalt ist, um mich bei euch zu wärmen.“

Das Schwein fmg nun gleich an, Rasenstücke aufzuwühlen, schichtete sie übereinander, und bald war eine Hütte fertig. Da legte es sich hinein und fühlte sich wohl. Die Gans suchte eine Höhle, rupfte sich Federn aus, um sie damit schön weich zu polstern, setzte sich hinein und glaubte sich gut geborgen.

Die Ziege aber war klüger. Sie trug Holz zusammen, baute sich daraus ein gar festes Häuschen und zog ein.

Es dauerte auch nicht lange, da kam der Winter, und es wurde bitterkalt. Frierend strich der Wolf umher und gedachte, seine drei Bekannten zu besuchen.

Zuerst kam er zu dem Rasenhäuschen des Wildschweins und sagte: „Gevatter Schwein, laßt mich ein!“ Doch das Schwein antwortete: „Ich laß dich nicht!“ „Wenn du mich nicht einläßt“, rief der Wolf böse, zerstöre ich dein Häuschen!“ Und er stemmte sich auch schon dagegen, warf das Häuschen um und fraß das ganze dicke Wildschwein auf. Als er sich ausgeruht hatte und wieder Hunger spürte, ging er zu der Höhle, in der die Gans saß, und sagte: „Gevatterin Gans, laßt mich ein!“ Doch die Gans antwortete: „Ich laß dich nicht!“

„Wenn du mich nicht einläßt, zerstöre ich dein Häuschen!“ Und es war ein leichtes für den Wolf, er brauchte sich gar nicht anzustrengen, er zwängte sich hinein, warf die Federn durcheinander und fraß die fette Gans auf.

Als er sich ausgeruht hatte, war er schon wieder hungrig. Nun — da war ja noch die Ziege! Sogleich machte er sich zu ihr auf den Weg. Sie hatte sich ein feines Haus gebaut, und der Wolf staunte nicht wenig. Er klopfte an und sagte: „Gevatterin Ziege, laßt mich ein!“ Doch die Ziege antwortete: „Ich laß dich nicht!“

14

Schwein, Gans, Ziege und Wolf

„Wenn du mich nicht einläßt, zerstöre ich dein Häuschen!“ Und er stemmte sich dagegen und drückte und stieß, aber so sehr er sich auch anstrengte, diesmal fiel das Häuschen nicht um.

Da versuchte er auf andere Weise zum Ziel zu gelangen. Schließlich sagt man nicht umsonst vom Wolf, er sei listig und verschlagen. „Gevatterin Ziege“, begann er, „morgen ist Jahrmarkt in der Stadt. Wollen wir hingehen?“

„Ja!“ Die Ziege wollte wirklich gehen. Deshalb stand sie auch am anderen Morgen frühzeitig auf und lief in die Stadt. Auf dem Jahrmarkt kaufte sie sich ein Kesselchen, einen Milchtopf und einen Rahmlöffel. Dann machte sie sich wieder auf den Heimweg. Auch der Wolf hatte es eilig, zum Jahrmarkt zu gehen. Schon von weitem sah sie ihn auf sich zukommen und deckte sich geschwind mit dem Kesselchen zu, aber ihr Schwanz guckte noch hervor. Der Wolf kam angerannt, schnupperte und biß ein Stückchen Schwanz ab. Dabei sagte er zu sich: „Rymslte, rymslte, wie fein schmeckt solch ein Würzelchen. Bloß, ich habe keine Zeit, euch alle aus der Erde zu rupfen, ich muß auf den Jahrmarkt, dort ist die Gevatterin Ziege, die schmeckt noch viel besser.“ Und er rannte weiter.

Die Ziege aber eilte mit ihren Sachen nach Hause. Sie hatte wohl gehört, was der Wolf vor sich hinsagte. Schnell machte sie Feuer und stellte den Kessel voll Wasser darauf. Dabei murmelte sie:

„Rusche rische, Holzscheit knalle, Wasser zische, siede, walle!“

Der Wolf suchte unterdessen die Ziege auf dem Jahrmarkt und konnte sie nicht finden. Da kehrte er hungrig in den Wald zurück, lief zu ihrem Hause und rief: „Gevatterin Ziege, mach mir auf!“ Dabei versuchte er in das Häuschen einzudringen. „Warum warst du denn nicht auf dem Jahrmarkt?“

„Ich laß dich nicht ein, du willst mich ja fressen!“ sagte drinnen die Ziege.

„Nein, nein, mir ist doch so kalt“, rief der Wolf, „laß mich nur ein!“

15

Die Volksdichtung

„Dann warte noch ein wenig, mein Kessel mit Wasser kocht gleich!“ sprach die Ziege und schürte eifrig das Feuer. Der Wolf aber wetzte schon die Zähne nach ihr, denn er war hungrig von dem weiten Weg in die Stadt.

Als das Wasser kochte, schöpfte die Ziege mit der Kelle den Milchtopf voll, öffnete die Tür und — schwupp! — goß sie dem Wolf das siedendheiße Wasser mitten ins Gesicht.

An so etwas hatte der Wolf nicht gedacht, er erschrak fürchterlich und fiel zu Boden. Die Augen waren ihm so arg verbrüht, daß er nichts sehen konnte. Die Ziege aber übergoß ihn flugs noch mit dem ganzen Kessel kochenden Wassers, da war er gleich tot. Dann zog sie ihm das Fell über die Ohren und freute sich über den prächtigen Winterpelz.

Aufgaben

I

1.Vergleichen Sie die Bedeutungen der synonymen Wörter in den folgenden Sätzen:

1.Sie suchten in einer Hütte Schutz vor dem Unwetter. 2. Die Kinder bauten eine Höhle. 3. Die Familie haust in einer muffigen Höhle im Keller. 4. Wir wohnen in einem großen mehrstöckigen Haus. 5. Er führte seine Gäste durch das ganze Haus.

2.Nennen Sie alle Ihnen bekannten Bezeichnungen für Gebäude und bilden Sie Sätze mit diesen Substantiven!

3.a) Beachten Sie die verschiedenen Bedeutungen von Schwein, Gans, Ziege, Wolf.

Schweine können grunzen und quicken. Sie haben sich wie die Schweine benommen. Wo haben wir denn schon zusammen Schweine gehütet? (=seit wann dutzen wir uns denn?) Das Schwein hat mich betrogen. Welches Schwein hat denn hier gegessen? Er hat immer Schwein.

Die Gänse schnattern. Das läuft von ihm ab wie das Wasser von der Gans. Am Martintag gibt es Gans. Blöde Gans! Die albernen Gänse kicherten immerzu.

16

Schwein, Gans, Ziege und Wolf

Die Ziege wird besonders wegen ihrer Milch als Haustier gehalten. Sie ist neugierig wie eine Ziege. Alte Ziege! So eine blöde, sentimentale Ziege!

Der Wolf ist ein Raubtier. Er war hungrig wie ein Wolf. Sie fühlen sich wie durch den Wolf gedreht. (=ganz zerschlagen, zermürbt.)

b)Bei welchen Gelegenheiten verwenden Sie die verschiedenen Bedeutungen von diesen Substantiven in Sätzen?

4.Übersetzen Sie die folgenden Sätze.

1.Der Winter kam, und es wurde bitterkalt. Ein bitterkalter Wind erhob sich. 2. Im Januar ist es in Rußland oft bitterkalt. 3. Er ist ein bitterböser Mensch. 4. Er meinte diese Worte bitterernst.

Was drückt die Komponente bitter in Bildungen mit Adjektiven aus?

5.Merken Sie sich Synonyme zu bitterkalt. Sagen Sie, aus welchen Wortarten folgende Adjektive zusammengesetzt sind!

eisigkalt, eiskalt (ugs.); hundekalt (salopp); lausekalt (ugs. emotional verstärkend); saukalt (derb emotional verstärkend); scheißkalt.

6.Wen und was kann man besuchen, bauen, zerstören, wetzen, kochen?

II

1.Notieren Sie die Reihenfolge der Ereignisse im Text des Märchens.

2.Erzählen Sie das Märchen „Schwein, Gans, Ziege und Wolf“ nach.

17

Die Volksdichtung

Der Fuchs überredet den Wolf, über den Köhlerbrunnen zu springen

Der Wolf hatte sich so vollgefressen, daß er rund war wie eine Kufe und sich nur langsam und wackelnd fortbewegen konnte; der Fuchs aber begleitete ihn. Da kamen sie an den großen Köhlerbrunnen im Wald. Der Wolf sprach: „Gevatter, ich kann nicht weiter, ich bin so müde.“ — „Schämt Euch!“ sprach der Fuchs, „Ihr solltet jetzt immer lustig sein, denn wann habt Ihr je ein besseres Mahl genossen. Man rühmt Ihr wäret der weiseste Mann; ich aber glaube es nicht, bis Ihr nicht einen Beweis ablegt; so springet einmal über diesen Brunnen.“ Ehrenwütig und lobestoll, wie nur der Wolf ist, trat er gleich an den Brunnenrand und rief: „Elender, gleich wirst du sehen, daß man Wahrheit spricht“, und sprang, aber einen so jämmerlichen Sprung — ganz natürlich, denn zwei Schweine wiegen und ziehen etwas, und die Mattigkeit ist auch kein Flügel, sondern ein Bleischuh —, daß er plumps hineintrümmerte. „Gevatter!“ rief der Fuchs von oben, „auf ein gutes Frühstück gehört auch ein guter Trunk; doch rate ich Euch, trinkt nicht zu viel!“ und lief damit stracks auf die Kohlenbrennerei.

Als die Köhler ihn sahen, kamen sie mit Holzscheiten auf ihn; er kehrte um und lief langsam dem Brunnen zu, die Köhler hinter ihm her. Da hörten sie den Wolf im Brunnen heulen; sie ließen jetzt den Fuchs, und der lief vergnügt heim, und machten sich dran, den Wolf herauszuziehen. Dem hatte aber die Todesangst nicht nur den Schweiß, sondern auch alles Essen ausgepreßt. Als er nun emporkam, erhielt er noch seinen Teil von den Köhlern, und ganz blutig entging er noch mit genauer Not den mörderischen Schlägen.

Aufgaben

I

1. Übersetzen Sie die folgenden Sätze. Beachten Sie die Bedeutung und den Gebrauch des Adjektivs „voll“.

1. Der Koffer ist nur halb voll. 2. Der Saal ist gestopft voll. 3. Es war sehr voll in den Geschäften. 4. Ich habe beide Hände voll. 5. Ich bin voll.

18

Der Fuchs überredet den Wolf, über den Köhlerbrunnen zu springen

(= völlig satt). 6. Wir wollen mal sehen, ob wir den Korb mit Pilzen voll kriegen. 7. Du musst voll tanken. 8. Die Wanne läuft voll. 9. Der Kahn ist in einem Nu voll geschlagen (= hat sich mit Wasser gefüllt). 10. Er hat den ganzen Raum mit Regalen voll gestellt. 11. Du hast dir den Bauch mit Pfannkuchen voll gestopft. 12. Der Saal war voll Menschen. 13. Sie hatte die Augen voll Tränen. 14. Die Straßen lagen voll Schnee. 15. Der Baum hängt voll Früchten. 16. Er aß einen Teller voll Suppe. 17. Diese Arbeit ist voll von groben Fehlern.

Bilden Sie mit „voll“ weitere Beispiele!

2.a) Nennen Sie weitere Objekte, die zu „ablegen“ passen! einen Beweis ablegen;

ein Examen ablegen; Rechenschaft (über etw.) ablegen

b)Bilden Sie zu den angegebenen Formen Fragesätze und antworten Sie darauf!

3.Erklären Sie die Wörter ehrenwütig, kaufwütig, schießwütig, unabhängigkeitswütig. Was drückt die Komponente -wütig in Bildungen mit Substantiven oder Verbstämmen aus? Nennen Sie kurz Situationen an, in denen Sie die angegebenen Adjektive brauchen!

4.Suchen Sie aus dem Text veraltete Wörter und Wörter mit gehobener Stilfärbung heraus. Welche Äquivalente haben sie in der Gegenwartssprache?

II

1.Was symbolisiert der Fuchs in vielen Volkstraditionen?

2.Was für Menschen nennt man „Fuchs“ und warum?

3.Vergleichen Sie das Märchen „Der Fuchs überredet den Wolf, über den Köhlerbrunnen zu springen“ mit dem Märchen „Der Bär, der Wolf und der Fuchs“. Kommt die negative Bewertung von „Meister Reineke“ in beiden Texten zum Ausdruck? Wie ist der Fuchs in diesem Märchen? Ist er auch im Märchen „Der Bär, der Wolf und der Fuchs“ein trugund listenreiches Tier? Charakterisieren Sie ihn.

19

Die Volksdichtung

4.Bilden Sie Situationen, in welchen Sie die Sprichwörter gebrauchen können: „Wer dem Fuchs glaubt, wird betrogen“; „Sei Fuchs mit dem Fuchs“.

5.Erzählen Sie das Märchen mit ihren Worten.

20

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