Немецкие сказки тексты и упражнения. Deutsche Märchen ein Text- und Übungsbuch
.pdfDas Märchen vom Glück
ich’s gewünscht, verschwunden... Mir wurde heiß und kalt. Mir schlotterten die Knie. Was sollte ich machen? Der alte Mann musste wieder her, ob’s nun eine Hölle gab oder nicht. Das war ich ihm schuldig. Ich musste meinen zweiten Wunsch dransetzen, den zweiten von dreien, o ich Ochse! Oder sollte ich ihn lassen, wo er war? Mit seinen hübschen, roten Apfelbäckchen? „Bratapfelbäckchen“, dachte ich schaudernd. Mir blieb keine Wahl. Ich schloss die Augen und flüsterte ängstlich: „Ich wünsche mir, dass der alte Mann wieder neben mir sitzt!“ Wissen Sie, ich habe mir jahrelang, bis in den Traum hinein, die bittersten Vorwürfe gemacht, dass ich den zweiten Wunsch auf diese Weise verschleudert habe, doch ich sah damals keinen Ausweg. Es gab ja auch keinen...“
„Und?“
„Was „Und“?“ „War er wieder da?“
„Ach so! — Natürlich war er wieder da! In der nämlichen Sekunde. Er saß wieder neben mir, als wäre er nie fortgewünscht gewesen. Das heißt, man sah’s ihm schon an, dass er... dass er irgendwo gewesen war, wo es verteufelt, ich meine, wo es sehr heiß sein musste. O ja. Die buschigen weißen Augenbrauen waren ein bißchen verbrannt. Und der schöne Vollbart hatte auch etwas gelitten. Besonders an den Rändern. Außerdem roch’s wie nach versengter Gans. Er blickte mich vorwurfsvoll an. Dann zog er ein Bartbürstchen aus der Brusttasche, putzte sich Bart und Brauen und sagte gekränkt: „Hören Sie, junger Mann — fein war das nicht von Ihnen!“ Ich stotterte eine Entschuldigung. Wie leid es mir täte. Ich hätte doch nicht an die drei Wünsche geglaubt. Und außerdem hätte ich immerhin versucht, den Schaden wieder gutzumachen. „Das ist richtig“, meinte er. „Es wurde aber auch die höchste Zeit.“ Dann lächelte er. Er lächelte so freundlich, dass mir fast die Tränen kamen. „Nun haben Sie nur noch einen Wunsch frei“, sagte er, „den dritten. Mit dem gehen Sie hoffentlich ein bißchen vorsichtiger um. Versprechen Sie mir das?“ Ich nickte und schluckte. „Ja“, antwortete ich dann, „aber nur, wenn Sie mich wieder duzen.“ Da musste er lachen. „Gut, mein Junge“, sagte er und gab mir die Hand. „Leb wohl. Sei nicht allzu unglücklich. Und gib auf deinen letz-
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ten Wunsch acht.“ — „Ich verspreche es Ihnen“, erwiderte ich feierlich. Doch er war schon weg. Wie fortgeblasen.
„Und?“
„Was „Und“?“
„Seitdem sind Sie glücklich?“
„Ach so. — Glücklich?“ Mein Nachbar stand auf, nahm Hut und Mantel von Garderobehaken, sah mich mit seinen blitzblanken Augen an und sagte: „Den letzten Wunsch hab ich vierzig Jahre lang nicht angerührt. Manchmal war ich nahe dran. Aber nein. Wünsche sind nur gut, solange man sie noch vor sich hat. Leben Sie wohl.“
Ich sah vom Fenster aus, wie er über die Straße ging. Die Schneeflocken umtanzten ihn. Und er hatte ganz vergessen, mir zu sagen, ob wenigstens er glücklich sei. Oder hatte er mir absichtlich nicht geantwortet? Das ist natürlich auch möglich.
Aufgaben
I
1.Finden Sie im Text Zwillingsformeln (gut und gern u.ä.)! Erklären Sie ihre Bildung, Bedeutung und Gebrauch! Führen Sie andere Beispiele an!
2.Finden Sie bildhafte Vergleiche und analysieren Sie diese!
3.Finden Sie die Wiederholungen im Text! Klassifizieren Sie diese und bestimmen Sie ihre stilistische Funktion!
4.Erklären Sie den Gebrauch der Substantive „Esel“ und „Ochse“ im Märchen! Welche Tiernamen werden noch als Schimpfwörter benutzt?
5.Erläutern Sie anhand des Textes das Duzen und Siezen im Deutschen! Vergleichen Sie den Gebrauch von „du“ und „Sie“ im Deutschen und im Russischen!
6.Recherchieren Sie die Stilmittel des Erzählers: Wortwahl, Bilder, Metapher u.a.!
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7.Finden Sie im Text umgangssprachliche Wörter und Formen!
8.Erläutern Sie die Besonderheiten der Komposition des Märchens von Kästner!
II
1.Stellen Sie die typischen Elemente eines Märchens fest!
2.Fertigen Sie eine Nacherzählung an!
3.Wie ist die Moral des Märchens?
4.Vergleichen Sie die Märchen von E. Kästner und J. P. Hebel nach Inhalt und Form und stellen Sie dabei Ähnlichkeiten und Unterschiede fest!
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Wolf Biermann, Lyriker und Liedersänger, 15.11.1936 (Hamburg); ging 1953 in die DDR, 1963 Ausschluss aus der SED, 1965 Auftrittsverbot nach Erscheinen der Lyriksammlung „Die Drahtharfe“ in Berlin (West); nach Biermanns Ausbürgerung 1976 (während eines Gastspiels in der BRD) Emigrationswelle von Schriftstellern aus der DDR. Biermanns kontrastgeladene Lyrik nimmt in unverwechselbarem Ton vor allem auf F. Villon, H. Heine und B. Brecht Bezug; erhielt 1991 den Georg-Büchner-Preis.
Das Märchen vom kleinen Herrn Moritz, der eine Glatze kriegte
Es war einmal ein kleiner älterer Herr, der hieß Herr Moritz und hatte sehr große Schuhe und einen schwarzen Mantel dazu und einen langen schwarzen Regenschirmstock, und damit ging er oft spazieren. Als nun der lange Winter kam, der längste Winter auf der Welt in Berlin, da wurden die Menschen allmählich böse. Die Autofahrer schimpften, weil die Straßen so glatt waren, dass die Autos ausrutschten. Die Verkehrspolizisten schimpften, weil sie immer auf der kalten Straße rumstehen mussten. Die Verkäuferinnen schimpften, weil ihre Verkaufsläden so kalt waren. Die Männer von der Müllabfuhr schimpften, weil der Schnee gar nicht alle wurde. Der Milchmann schimpfte, weil ihm die Milch in den Milchkannen zu Eis gefror. Die Kinder schimpften, weil ihnen die Ohren ganz rot gefroren waren, und die Hunde bellten vor Wut über die Kälte schon gar nicht mehr, sondern zitterten nur noch und klapperten mit den Zähnen vor Kälte, und das sah auch sehr böse aus.
An einem solchen kalten Schneetag ging Herr Moritz mit seinem blauen Hut spazieren, und er dachte: „Wie böse die Menschen alle sind, es wird höchste Zeit, dass wieder Sommer wird und Blumen wachsen.“ Und als er so durch die schimpfenden Leute in der Markthalle ging, wuchsen ganz schnell und ganz viel Krokusse, Tulpen und Maiglöckchen und Rosen und Nelken, auch Löwenzahn und Margeriten. Er merkte es aber erst gar nicht, und dabei war schon längst sein Hut vom Kopf hochgegangen, weil die Blumen immer mehr wurden und auch immer länger.
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Das Märchen vom kleinen Herrn Moritz, der eine Glatze kriegte
Da blieb vor ihm eine Frau stehen und sagte: „Oh, Ihnen wachsen aber schöne Blumen auf dem Kopf!“ „Mir Blumen auf dem Kopf!“ sagte Herr Moritz, „so was gibt es gar nicht!“ „Doch! Schauen Sie hier in das Schaufenster, Sie können sich darin spiegeln. Darf ich eine Blume abpflücken?“ Und Herr Moritz sah im Schaufensterspiegelbild, dass wirklich Blumen auf seinem Kopf wuchsen, bunte und große, vielerlei Art, und er sagte:“Aber bitte, wenn Sie eine wollen...“ „Ich möchte gerne eine kleine Rose“, sagte die Frau und pflückte sich eine. „Und ich eine Nelke für meinen Bruder“, sagte ein kleines Mädchen, und Herr Moritz bückte sich, damit das Mädchen ihm auf den Kopf langen konnte. Er brauchte sich aber nicht so sehr tief zu bücken, denn er war etwas kleiner als andere Männer. Und viele Leute kamen und brachen sich Blumen vom Kopf des kleinen Herrn Moritz, und es tat ihm nicht weh, und die Blumen wuchsen immer gleich nach, und es kribbelte so schön am Kopf, als ob ihn jemand freundlich streichelte, und Herr Moritz war froh, dass er den Leuten mitten im kalten Winter Blumen geben konnte. Immer mehr Menschen kamen zusammen und lachten und wunderten sich und brachen sich Blumen vom Kopf des kleinen Herrn Moritz, und keiner, der eine Blume erwischt hatte, sagte an diesem Tag noch ein böses Wort.
Aber da kam auf einmal auch der Polizist Max Kunkel. Max Kunkel war schon seit zehn Jahren in der Markthalle als Markthallenpolizist tätig, aber so was hatte er noch nicht gesehen! Mann mit Blumen auf dem Kopf! Er drängelte sich durch die vielen lauten Menschen, und als er vor dem kleinen Herrn Moritz stand, schrie er: „Wo gibt’s denn so was! Blumen auf dem Kopf, mein Herr! Zeigen Sie doch mal bitte sofort Ihren Personalausweis!“ Und der kleine Herr Moritz suchte und suchte und sagte verzweifelt: „Ich habe ihn doch immer bei mir gehabt, ich hab ihn doch in der Tasche gehabt!“ Und je mehr er suchte, um so mehr verschwanden die Blumen auf seinem Kopf. „Aha“, sagte der Polizist Max Kunkel, „Blumen auf dem Kopf haben Sie, aber keinen Ausweis in der Tasche!“ Und Herr Moritz suchte immer ängstlicher seinen Ausweis und war ganz rot vor Verlegenheit, und je mehr er suchte — auch im Jackenfutter — um so mehr schrumpften die Blumen zusammen, und der Hut ging allmählich wieder runter auf den Kopf! In seiner Verzweiflung nahm Herr Moritz seinen Hut ab, und siehe,
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da, unter dem Hut lag in der abgegriffenen Gummihülle der Personalausweis. Aber was noch!? Die Haare waren alle weg! Kein Haar mehr auf dem Kopf hatte der kleine Herr Moritz. Er strich sich verlegen über den kahlen Kopf und setzte dann schnell den Hut drauf.„Na, da ist ja der Ausweis“, sagte der Polizist Max Kunkel freundlich,„ und Blumen haben Sie ja wohl auch nicht mehr auf dem Kopf, wie?!“ „Nein...“ sagte Herr Moritz und steckte schnell seinen Ausweis ein und lief, so schnell man auf den glatten Straßen laufen konnte, nach Hause. Dort stand er lange vor dem Spiegel und sagte zu sich: „Jetzt hast du eine Glatze, Herr Moritz!“
Aufgaben
I
1.Finden Sie im Text Adjektive, die im Komparativ und Superlativ gebraucht sind und vergleichen Sie diese nach ihrer Bedeutung!
2.Finden Sie die Wiederholungen in dem Märchen, klassifizieren Sie diese und bestimmen Sie ihre stilistische Funktion!
3.Mit welchen stilistischen Mitteln wird im Text „der längste Winter auf der Welt in Berlin“ dargestellt?
4.Analysieren Sie die Antithese im Märchen von Biermann! Welche inhaltliche und formale Funktion hat dieses Stilmittel?
5.Finden Sie im Text Modalpartikeln und analysieren Sie ihren Gebrauch!
II
1.Fertigen Sie eine Nacherzählung des Märchens an!
2.Stellen Sie im Text die typischen Elemente eines Märchens fest!
3.Charakterisieren Sie den kleinen Herrn Moritz und seinen Antagonisten Max Kunkel! Nennen Sie Beispiele aus Literatur, an denen man ähnliche Verhaltensweisen wie in dem Märchen erkennen kann!
4.Wie würden Sie die emotionale Dominante des Märchens bezeichnen?
5.Interpretieren Sie die Botschaft des Märchens!
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Hans im Glück. Ein modernes Märchen
Herbert Heckmann, Schriftsteller, 25.09.1930, schreibt Romane, Erzählungen und Kinderbücher; 1984–1987 Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Hans im Glück.
Ein modernes Märchen
Schon seine Geburt verlief glücklich. Er kam in einer Straßenbahn zur Welt. Aber nicht nur der Ort war ungewöhnlich. Eine alte Jungfer, die vor den Angelegenheiten der Fortpflanzung eine religiose Scheu hatte, half ihm beim Einstieg in die Welt und fiel erst später in Ohnmacht. Zeitungen berichteten darüber.
Hans war ein pausbäckiges Kind und machte seinen Eltern nur Freude. Seine Tanten nannten ihn zum Fressen schön. Eine Herstellungsfirma von Babynahrung war von seinem vor Gesundheit strotzenden derart entzückt, dass sie es in der Werbung einsetzte.
Hans lachte auf allen Litfaßsäulen. Jede Mutter hatte ihn gern als Sohn gehabt. Er war ein Ernährungsvorbild. Für sein sattes Lächeln sicherte ihm die Herstellungsfirma von Babynahrung die Finanzierung seines Studiums zu. Es bestand kein Zweifel, dass er ein kluges Kind werden würde.
Er entwickelte sich auf prächtigste, und und sein Vater hielt alle bedeutsamen Momente dieser Entwicklung mit der Kamera fest. Hans lernte dabei sein Lächeln im richtigen Augenblick einzusetzen, seine Geistesgaben jedoch kamen, da er so gut wie keine Widerstände zu überwinden hatte, weniger zur Entfaltung.
Doch schadete ihm das nicht im Geringsten. Nie verließ ihn das Glück überschätzt zu werden. Seine Lehrer hielten große Stücke auf ihn. Er sah einfach nach Zukunft aus, sagte viel lieber ja als nein und besaß eine Stimme, die alles bedeutungsvoller machte, was er hervorbrachte, und seine Augen leuchteten unentwegt. Er tat nichts aus Berechnung. Er war ganz einfach so.
Seine Eltern, die es nicht sehr weit im Leben gebracht hatten, wussten vor Stolz nicht, was sie noch alles anstellen sollten. Sie hielten ihn in Er-
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mangelung besseren Wissens für ein Wunderkind, und Hans selbst, der vor lauter Glück sich keine Gedanken machen musste, ließ sich verwöhnen.
Die Schule verließ er mit einem bemerkenswerten Zeugnis, ohne sich jedoch für ein bestimmtes Fach begeistert zu haben. Sein Ausdruck war gefällig. Er zählte zu den Menschen, die ohne Skrupel jeden angefangenen Satz vollenden können.
Da er bein besten Willen nicht wusste, welcher Neigung er folgen sollte — denn er hatte keine und vertraute mehr den Umständen als irgendwelchen Plänen und Absichten —, ließ er sich von der Herstellungsfirma von Babynahrung, die nicht zuletzt durch seine Hilfe zum Erfolg gekommen war, zum Studium der Betriebswissenschaft bewegen. Der Direktor, der ihm feierlich den Scheck überreichte, sagte: „Sie haben dasselbe Lächeln noch, das Sie damals hatten.“
Wie auch immer. Die Babynahrung war ihm gut gekommen. Mehr noch als sein Studium brachte ihm ein Mädchen Glück, das sich in ihn verliebte. Es war, wie sich nebenbei herausstellte, die einzige Tochter eines Fabrikanten. Hans wusste sofort, was er seinem Schicksal schuldig war, und drängte auf eine Heirat. Sein Schwiegervater, der viel von einer schnellen Entschlusskraft hielt, fand sofort Gefallen an ihm und übertrug ihm wichtige Aufgaben.
Hans kamen die Erwartungen zugute, die andere Menschen in ihn setzten. Er enttäuschte seinen Schwiegervater nicht und gab ihm das Gefühl auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. So etwas schmeichelt.
Seine Eltern sah er nur noch selten, was diese jedoch nicht daran hinderte, ihn weiter zu vergöttern. Als sie in der Zeitung lasen, dass er nach dem Tode seines Schwiegervaters jetzt die Fabrik leitete, weinten sie vor Rührung. Sie wussten, dass sie sich in ihrem Leben nicht umsonst geplagt hatten.
„Er hat es geschafft!“, sagte der Vater, der außer dem Sohn nie einen anderen Ehrgeiz hatte. Immer wieder suchte er Bestätigung in alten Fotoalben und fand sie.
Mit fast traumwandlerischer Sicherheit ging Hans an seine neuen Aufgaben. Er kaufte die Konkurrenz auf, gründete eine Bank und zeugte einen Sohn. Er wurde Präsident eines Sportvereins — beim Turnen hatte er schon
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immer eine gute Figur gemacht —, erhielt einen Orden für seine Verdienste in der Wirtschaft, machte Stiftungen, ging in die Politik und weihte Brücken und Schulen ein. Er redete nur noch in Hauptsätzen und machte jedes Jahr zweimal Ferien, einmal mit seiner Frau, die die Kunst liebte, und einmal mit seiner Geliebten, die alles andere liebte.
Da er nicht übertrieb, weder Genuss noch Arbeit, blieb er gesund. Er sah immer noch aus wie damals, als er die günstigen Wirkungen einer Babynahrung auf einem Bärenfell demonstrierte: pausbäckig, ohne fett zu sein, ein Kind, bei dem alles gut anschlug.
Er glaubte an das Gute in der Welt, soweit es ihm selbst guttat. Er gab sich optimistisch, war aber in Wirklichkeit nur verwöhnt, liebte das Positive, weil es ihn am wenigsten beunruhigte.
Man nannte ihn „Hans im Glück“, wogegen er mit der Bemerkung protestierte, dass Glück das Schicksal des Tüchtigen sei. Er war von der Vorstellung sehr angetan, die er von sicg hatte, und liebte das Jugendliche im Allgemeinen. Er trat forsch auf und tat alles mit Elan.
Er gewöhnte sich derart an seine Glückssträhne, die noch nicht einmal durch Zahnschmerzen getrübt wurde, dass er allen Ernstes glaubte auserwählt zu sein. Er machte aus seinem Erfolg eine Religion und verlangte, dass auch andere daran glaubten.
Es ist sehr schwer an ihn heranzukommen, und was man über ihn erfährt, sind meist nur Sprachregelungen seiner Mitarbeiter. Sie behaupten zum Beispiel, dass er einmal sagte, die schönsten Märchen schreibe das Leben.
Aufgaben
I
1. Recherchieren Sie den Gebrauch des Vornamen „Hans“ in folgenden Wendungen und erklären Sie ihre Bedeutung! Versuchen Sie Äquivalente im Russischen zu finden!
•Hans Guckindieluft
•Hans Hasenfuß
•Hans Huckebein
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•Hans Langohr
•Hans Liederlich
•Hans Taps
•Hans im Glück
2.Erklären Sie die Bedeutung des Wortes „Litfaßsäule“ und seine Etymologie!
3.Erklären Sie in den folgenden Sätzen die Bedeutung des Verbs „halten“ und nennen Sie andere Bedeutungen dieses Wortes!
•Seine Lehrer hielten große Stücke auf ihn.
•Sie hielten ihn in Ermangelung besseren Wissens für ein Wunderkind...
•Sein Schwiegervater, der viel von einer schnellen Entschlusskraft hielt, fand sofort Gefallen an ihm und übertrug ihm wichtige Aufgaben.
4.Ersetzen Sie die fettgedruckten Wörter und Wendungen durch Synonyme!
•Hans war ein pausbäckiges Kind und machte seinen Eltern nur Freude.
•Seine Tanten nannten ihn zum Fressen schön.
•Seine Eltern, die es nicht sehr weit im Leben gebracht hatten, wussten vor Stolz nicht, was sie noch alles anstellen sollten.
•Er enttäuschte seinen Schwiegervater nicht und gab ihm das Gefühl auf das richtige Pferd gesetzt zu haben.
II
1.Charakterisieren Sie den Protagonisten des Märchens!
2.Ist Hans ihrer Meinung nach ein glücklicher Mensch? Beweisen Sie Ihren Standpunkt!
3.Vergleichen Sie das Märchen von Heckmann mit dem gleichnamigen Volksmärchen!
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