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Lektion 3

A.

1. Lesen Sie den Titel des Textes 3. Sehen Sie sich die Illustrationen zum Text an. Vermuten Sie, worum es im Text geht.

2. Machen Sie einen Wortigel zum Texttitel.

3. Notieren Sie einige W-Fragen zum Text. Versuchen Sie, sie zu beantworten.

W-Fragen

Vermutliche Antworten

% richtig

Worum …?

Welches Thema …?

Was …?

Wie …?

B I.

1. Lesen Sie den Text.

Text 3: Holocaust in der modernen Bauform

Architekten: Daniel Libeskind, Berlin/Los Angeles

Standort: Lindenstrasse, Berlin

Bauzeit: 1993-1996

Das Jüdische Museum ist ein in jeglicher Hinsicht außergewöhnliches Gebäude. Es macht darum wenig Sinn, sich nur auf den avantgardistischen Zuschnitt eines Bauwerks zu beziehen, das wie ein Blitzstrahl das Grundstück durchschneidet. Libeskinds Entwurf hat es viel eher verdient, in seiner Gesamtkonzeption ernst genommen zu werden.

Weit nachdrücklicher als städtebauliche sind zivilisati­onskritische Aspekte in die Textur eines Entwurfs ein­gegangen, der die „Leere“ zu seinem zentralen Gehalt macht. Gemeint ist das Vakuum, das durch die Ver­nichtung der Juden und ihrer kulturellen Zeugnisse in Deutschland und Berlin entstanden ist. Der Museums­bau soll zu diesem Verlust keine dokumentierende Distanz aufbauen, sondern ihn unmittelbar spürbar werden lassen. Hierdurch erhält er den Charakter des Fragmentarischen, des in sich Gebrochenen und Unvollständigen, der das nicht mehr Sichtbare archi­tektonisch sichtbar machen will. Zu diesem Zweck durchzieht das gesamte Gebäude eine „Raumachse der Leere“. Sie soll den Museumsbesucher aus seinem traditionellen Beobachterstatus herauslocken und ihn gegenüber einer Kultur skeptisch stimmen, die den Holocaust möglich gemacht hat.

Das Jüdische Museum ist ein Erweiterungsbau des Berliner Museums, mit dem es durch ein unterirdisches Labyrinth verbunden ist. Was man freilich sieht, ist alles andere als eine bauliche Erweiterung dem gewohnten Sinne nach. Der Zick-Zack des Neubaus scheint sich nicht nur in wilder Gebärde von dem alten Barockbau losreißen zu wollen, es behauptet darüber hinaus eine ästhetische Autonomie, die es in unver­söhnlichen Gegensatz zu jedem anderen Gebäude bringen würde. Versöhnung konnte auch nicht das Thema für ein Museum sein, das über keine Artefakte verfügt, sondern ein Besinnungsort ihrer Vernichtung ist. Indes ist durch diesen tragischen Umstand dem Architekten ein ungewöhnlich großer Gestaltungs­spielraum eröffnet worden. Er hat ihn in einer Weise genutzt, dass man diesem Bau das Prädikat des Arte­fakts schwerlich wird versagen können.

F oto 3.

2. Finden Sie im Text die Fachwörter. Versuchen Sie, deren Bedeutung zu erklären.

3. Markieren Sie im Text die Information, die eine Erläuterung zu den Abbildungen enthält.

B II.

4. Markieren Sie die folgenden Sätze, die richtig den Inhalt des Textes widerspiegeln, mit (+) und die Sätze, die falsch den Inhalt des Textes widerspiegeln, mit (-).

richtig

falsch

Das Jüdische Museum ist ganz gewöhnliches im architektonischen Sinn Gebäude.

Es wurde in Form des Zick-Zacks gebaut.

Dieses avantgardistische Bauwerk schneidet das Grundstück wie ein Blitzstrahl durch.

Libeskinds Entwurf verdiente ganz nicht, in seiner Gesamtkonzeption ernst genommen zu werden.

Weit nachdrücklicher als städtebauliche sind zivilisati­onskritische Aspekte in die Textur eines Entwurfs ein­gegangen.

Zum zentralen Gehalt des Entwurfs machte Libeskind seine eigene Vorstellung von der avantgardistischen Baukunst.

Ein unterirdisches Labyrinth führt aus einem Raum des Jüdischen Museums zu einem anderen Raum.

Das Jüdische Museum ist ein Erweiterungsbau des Berliner Museums.

Der Zick-Zack dieses Bauwerks behauptet eine ästhetische Autonomie.

Versöhnung wurde zur Leitidee der gesamten Entwurfskonzeption.

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