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Профессиональный иностранный язык. Немецкий язык. Учебное пособие по направлению подготовки 38.04.02 «Менеджмент»

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Zur Fertigungssteuerung gehört auch die Erstellung eines Maschinenbele­gungsplanes. Während die vorangegangenen Planungen aus der Sicht eines Auf­trags erstellt wurden, enthält der Maschinenbelegungsplan eine Übersicht, wel­che Maschine zu welchem Zeitpunkt von welchem Auftrag belegt ist. Ziel ist es, einen hohen Auslastungsgrad für die Maschinen zu erreichen, da damit gleich­zeitig auch die mittlere Durchlaufzeit der Aufträge minimiert wird.
Aufgabe 2. Annotieren Sie den Text.
Aufgabe 3. Referieren Sie den Text.
Text 17. CIM – die moderne Fabrik
Aufgabe 1. Lesen Sie den Text und übersetzen Sie ihn schriftlich mit Hilfe des Wörterbuches.
In den siebziger Jahren hielten Computersysteme und programmgesteuerte Maschinen in den Industriebetrieben Einzug. Das damit verbundene Rationali­sierungspotenzial wurde gern genutzt, führte aber nicht nur zu einem Anstieg der Produktivität, sondern auch zu einem Wildwuchs an Hardware- und Soft­ware-Systemen innerhalb der Unternehmen. Jede Abteilung hatte unabhängig von den anderen die für sie geeigneten DV-Lösungen beschafft. Da kein Her­steller Komplettlösungen anbot, die sämtliche Bereiche von der Verwaltung bis zur Produktion abdecken konnten und es auch keine herstellerunabhängigen
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Netzwerklösungen gab, wurde diese Ansammlung von Insellösungen allgemein akzeptiert.
Dies änderte sich im Laufe der achtziger Jahre, als die Großrechnerland­schaften langsam durch Personal Computer und Workstations aufgebrochen wurden und sich herstellerunabhängige Netzwerke und Betriebssysteme etablier­ten. Der Nachteil der Insellösungen bestand vor allem darin, dass viele Aufga­ben, wie z.B. das Eingeben derselben Daten in verschiedene Systeme, mehrfach ausgeführt werden mussten. Außerdem waren Daten nicht immer aktuell oder Eingabefehler sorgten für Verwirrungen.
Insbesondere bestand und besteht zum Teil heute noch eine Lücke zwischen den technischen und den kaufmännischen Bereichen. So existieren zum einen die so genannten CAX-Systeme für Entwurf (CAE), Konstruktion (CAD), Ar­beitsplanung (CAP), Fertigung (CAM) und Qualitätssicherung (CAQ) der Pro­dukte. Der kaufmännische Bereich (Produktionsplanung und Steuerung, PPS) benötigte zum andern Informationen zur Termin- und Kapazitätsplanung, Men­genplanung, Planung des Produktionsprogramms sowie zur Planung und Über­wachung von Aufträgen. Der Begriff Produktionsplanung ist umfassender zu verstehen als der im letzten Kapitel verwendete Begriff der Fertigungsplanung, der sich auf den reinen Herstellungsprozess bezieht.
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Diese Anwendungen werden in der Regel durch unterschiedliche Systeme realisiert, benötigen aber in nicht geringem Umfang dieselben Daten. So werden bei der Konstruktion Stücklisten erstellt, die später in der Mengenplanung, Ar­beitsvorbereitung oder Fertigung benötigt werden. Qualitätssicherung oder Auf­tragsüberwachung sind übergreifende Prozesse, die zur Erfüllung ihrer Aufga­ben Daten aus jeder Produktionsstufe benötigen.
Im Jahre 1985 wurde der Begriff Computer Integrated Manufacturing (CIM) erstmals vom Ausschuss für wirtschaftliche Fertigung (AWF) geprägt, mit dem eine Integration der CAX- und PPS-Systeme angestrebt wurde. Die in CIM ge­setzten Ziele und Erwartungen betreffen vor allem:
‒ eine höhere Produktivität,
‒ geringere Durchlaufzeiten,
‒ schnellere Neuentwicklungen,
‒ eine flexiblere Produktion,
‒ kleinere, wirtschaftliche Losgrößen,
‒ technischer Vorsprung vor den Mitbewerbern.
Die Abbildung zeigt ein vereinfachtes Schema des Y-Modells von Prof. Scheer, in dem die Funktionen des CIM entsprechend ihrem Ablauf dargestellt sind. Anhand dieses Modells wird die Verzahnung der technischen und be­triebswirtschaftlichen Funktionen im Bereich der Steuerung, insbesondere wäh­rend des Fertigungsprozesses, deutlich.
Bei CIM geht es nicht nur um eine technologische, sondern auch um eine organisatorische Herausforderung. CIM verändert die Arbeitsabläufe und Pro­zesse und stellt neue Anforderungen an die Mitarbeiter. Die Integration der Sys­teme erfordert standardisierte Schnittstellen und war bis vor einigen Jahren der schwierigste Schritt zur Realisierung von CIM-Konzepten. Seit einigen Jahren existiert mit der ISO 10303 ein Standard for the Exchange of Product model data (STEP), der eine einheitliche Datendefinitionssprache (EXPRESS) und Schnitt­stelle (SDAI) zur Verfügung stellt.
Durch die CAX-Systeme wird vor allem der schnellere Übergang von der Entwicklung zur Produktion ermöglicht. Die erste Aufgabe des PPS-Systems auf der kaufmännischen Seite ist die Produktionsplanung, bei der eine Absatzanaly­se anhand vorhandener und voraussehbarer Aufträge durchgeführt und die Aus­lastung der einzelnen Fertigungsstufen geprüft wird (Primärbedarfsplanung oder Manufacturing Resource Planning). Hieraus ergibt sich anhand der CAD­Stücklisten die Materialbedarfsplanung (Material Resource Planning).
Aufgabe 2. Annotieren Sie den Text.
Aufgabe 3. Referieren Sie den Text.
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Text 18. Moderne Logistik
Aufgabe 1. Lesen Sie den Text und übersetzen Sie ihn schriftlich mit Hilfe
des Wörterbuches.
Die weltweite Verschärfung des Wettbewerbs zwingt Unternehmen dazu, al­le Kostensenkungspotenziale auszuschöpfen. Während das im letzten Kapitel dargestellte CIM-Konzept die Rationalisierung der Fertigungsprozesse im Visier hatte, wird mit dem Just-in-Time-Verfahren eine Senkung der Lagerkosten an­gestrebt. Die Grundüberlegung besteht darin, dass sich durch eine entsprechende Koordinierung von Produktionsbetrieb und Zulieferern eine bedarfsgerechte An­lieferung genau zum richtigen Zeitpunkt steuern lässt. Die Zeit wird auf diese Weise zum strategischen Wettbewerbsfaktor.
Just-in-Time (JIT) bedeutet, dass eine enge Verzahnung der betrieblichen Produktionsabläufe von Kunden und Lieferanten hergestellt werden muss, was in der Regel nur durch Einsatz eines komplexen EDV-Systems gewährleistet werden kann. Die meist kurzfristig (in der Regel wenige Stunden zuvor) erfol­genden Abrufe der zu liefernden Teile erfordern zudem eine Online-Verbindung zum Zulieferer. In der Regel kann JIT nur dort eingesetzt werden, wo wenigs­tens eine mittelfristige Planung der Produktionskapazitäten möglich ist, d.h. vor allem bei Betrieben der Massen- und Serienproduktion, in denen Fließfertigung zum Einsatz kommt. Insbesondere hat sich dieses Verfahren in der Automobil­industrie durchgesetzt.
Die Kosteneinsparung des Just-in-Time-Verfahrens liegen vor allem in der Einsparung von Lagerraum und Personal sowie in einer geringeren Kapitalbin­dung. Im Idealfall brauchen weder der Lieferant ein Ausgangslager noch der Kunde ein Wareneingangslager, d.h. beide Seiten können von diesem Konzept profitieren. In der Realität ist es jedoch häufig so, dass die Lagerkosten auf den Zulieferbetrieb abgewälzt werden, der diese natürlich in seine Preise einkalku­lieren muss.
Dennoch ergeben sich Kosteneinsparungen aufgrund der engen Verzahnung der Betriebe. Zudem bietet JIT noch weitere Einsparpotenziale. So geht die Ein­führung von JIT meistens mit einer Optimierung der Fertigungsprozesse einher, da sich Abweichungen im Produktionsablauf und auftretende Fehler deutlicher als bisher bemerkbar machen. In vielen Betrieben hat die Einführung von Just­in-Time daher auch zu einer Senkung der Durchlaufzeiten geführt.
Das Just-in-Time-Konzept geht nur auf, wenn es von einem hervorragenden Qualitätsmanagement begleitet wird. Eine mangelhafte Lieferung führt sofort zum Produktionsstillstand und kann daher nicht toleriert werden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Betriebe, die mit JIT arbeiten, ausgefeilte Qualitätssi­cherungssysteme besitzen, die oftmals über den ISO 9000ff-Standard hinausge­hen. Die Fehlertoleranz ist somit gering, und die Leistung jedes einzelnen Mit­arbeiters gewinnt an Bedeutung.
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Auch wenn das Just-in-Time-Verfahren in der Summe zu Kosteneinsparun­gen führt, hat es seinen Preis. Die häufige Anlieferung kleiner Mengen führt zu höheren Bezugskosten. In der Regel versuchen die Unternehmen, dies durch ein Logistikkonzept zu kompensieren, indem die aus einer Region stammenden Tei­le verschiedener Zulieferer von einem Gebietsspediteur gesammelt und erst an­schließend an ihren Bestimmungsort gebracht werden. Ein wichtiger Faktor ist hierbei die richtige Reihenfolge der Anlieferung, damit die Teile im Werk nicht erst noch sortiert werden müssen.
Es ist jedoch nicht zu leugnen, dass JIT mit einem erheblichen Zuwachs an Transportaufkommen, insbesondere auf der Straße, verbunden ist. Kritiker wer­fen dem Just-in-Time-Konzept vor, dass hierdurch ökologische Belastungen ent­stehen, deren Kosten von der Allgemeinheit getragen werden müssen und for­dern daher als Kompensation höhere Mineralöl- oder Kfz-Steuern.
Ein weiteres Risiko des JIT besteht im Ausfall von Lieferanten, insbesonde­re dann, wenn für ein Bauteil nur ein Zulieferer ausgewählt wurde (Single Sour­cing). So musste 1997 der als Erfinder des JIT geltende Automobilhersteller Toyota zeitweilig die Produktion einstellen, weil in einem Zulieferbetrieb ein Brand ausgebrochen war. Auch deutsche Automobilhersteller wurden im glei­chen Jahr Opfer eines Fernfahrerstreiks in Spanien.
Zwar werden die Zulieferer oft durch hohe Konventionalstrafen, die auch ohne Verschulden zu zahlen sind, zu eiserner Lieferdisziplin gezwungen, aber die Risiken von JIT lassen sich am ehesten durch eine Standortnähe der Zulie­ferbetriebe reduzieren. Durch Auswahl mehrerer Lieferanten für dasselbe Bau­teil oder eine gewisse Vorratshaltung für kritische Teile lässt sich das Risiko ebenfalls reduzieren.
Das Just-in-Time-Konzept muss nicht durchgängig auf alle Teile oder Roh­stoffe angewendet werden. Insbesondere sind solche Teile geeignet, die
‒ einen hohen Warenwert besitzen,
‒ in großen Mengen benötigt werden,
‒ in vielen Variationen auftreten,
‒ zu einem späteren Zeitpunkt des Fertigungsprozesses benötigt werden.
Inzwischen wird das JIT-Prinzip nicht nur in der Produktion, sondern ver­mehrt auch bei Dienstleistungen eingesetzt. Eine Erscheinung der letzten Jahre sind Unternehmensportale. Portale ermöglichen nicht nur die Bereitstellung von Information, sondern sollen die Abwicklung von Geschäftsprozessen beschleu­nigen. Unternehmen können im Internet direkt auf den Kunden zugeschnittene Dienstleistungen anbieten. Auch im eigenen Intranet lassen sich Portale einrich­ten, um Verwaltungsaufgaben abzukürzen.
Auch in der Aus- und Weiterbildung stößt man immer öfter auf Begriffe wie Just-in-Time-Training, Training on Demand oder Lean Learning. Die Realisie­rung dieser bedarfsorientierten Ausbildung kann auf sehr unterschiedliche Weise
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erfolgen, allerdings gewinnen auch hier das Internet oder innerbetriebliche In­tranets an Bedeutung.
Mit Internet-Schulungen über Video und Audio-Präsentationen oder kom­plexen Fallbeispielen auf CD-ROM lassen sich kurzfristig Weiterbildungen or­ganisieren und zudem Reisekosten sparen. Auch in Deutschland gibt es bereits Teleakademien, und viele Firmen, vor allem im Softwarebereich, setzen bei Schulungsprogrammen für ihre Produkte JIT-Training ein.
Aufgabe 2. Annotieren Sie den Text.
Aufgabe 3. Referieren Sie den Text.
Text 19. Total Quality Management
Aufgabe 1. Lesen Sie den Text und übersetzen Sie ihn schriftlich mit Hilfe des Wörterbuches.
Die Aussage, Qualität sei der entscheidende Faktor zum Unternehmenser­folg, überrascht sicher nicht. Vielleicht schon eher die Antwort auf die Frage, was Qualität eigentlich ist. Der Kunde misst Qualität in erster Linie nach der Güte bzw. Fehlerfreiheit des Produktes oder der Dienstleistung, das bzw. die er erwirbt. Danach könnte man unter Qualitätssicherung ein aufwendiges Testver­fahren verstehen, mit dem jedes einzelne Produkt genau überprüft wird, oder Labors, die sich Tag und Nacht um die Verbesserung der Produkte bemühen.
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Die Auditoren, die ein Unternehmen nach der Qualitätsnorm ISO 9000ff zertifizieren, überprüfen nicht die Produkte, sondern Handbücher, in denen die Strukturen und Abläufe im Unternehmen entsprechend der Norm beschrieben sind. Dahinter steht die Überlegung, dass bei einer Ausrichtung aller Prozesse auf den Kunden auch die Qualität des resultierenden Produkts garantiert ist. Dabei bedeutet Qualität nicht das Erreichen einer besonderen Güte, sondern das Einhalten von Standards (die auch niedrig sein können). Ziel des Qualitätsmana­gements ist es einerseits den Standard zu halten und natürlich auch zu verbes­sern, andererseits aber auch schnell und kostengünstig produzieren zu können.
Der Begriff Total Quality Management (TQM) drückt aus, dass das gesamte Unternehmen in den Qualitätsverbesserungsprozess eingebunden werden soll. Dabei wird in der neuen Fassung EN ISO 9000:2000ff von einer Prozessorien­tierung ausgegangen. Zentraler Bestandteil ist ein Qualitätsmanagement, das auf acht Grundsätzen basiert: Kundenorientierung, Führung, Einbeziehung der Mit­arbeiter, Prozessorientierung, systemorientiertes Management, ständige Verbes­serung, sachliche Entscheidungsfindung sowie Lieferantenbeziehungen zum ge­genseitigen Nutzen. Gelegentlich wird Kritik am bürokratischen Aufwand der ISO-Norm geäußert. Zudem werden nur die Prozesse, aber nicht die Unterneh­mensergebnisse in die Bewertung einbezogen. Viele Industrieunternehmen oder Branchen haben daher eigene Qualitätsnormen entwickelt, die sich aber zumin­dest an der ISO-Norm orientieren.
Einen ähnlichen Ansatz zum TQM findet man beim Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM-Modell for Business Excellence), an dessen Entwicklung auch die deutschen Firmen Bosch und Volkswagen be­teiligt sind. Im Gegensatz zur ISO 9000 handelt es sich nicht um eine Norm, sondern um ein Werkzeug zur Qualitätsentwicklung. Es verwendet ähnliche
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Grundsätze wie die ISO-Norm, ermöglicht aber eine Bewertung des Unterneh­mens bzw. der Organisation nach bestimmten Kriterien. Das Modell definiert fünf Befähiger- und vier Ergebnis-Kriterien, die zudem unterschiedlich gewich­tet sind. An erster Stelle steht natürlich auch hier die Kundenorientierung.
Die obige Abbildung erklärt sich am besten durch die von der EFQM selbst formulierte Prämisse: «Exzellente Ergebnisse in Hinblick auf Leistung, Kunden, Mitarbeiter und Gesellschaft werden durch eine Führung erzielt, die Politik und Strategie, Mitarbeiter, Partnerschaften, Ressourcen und Prozesse aufein hohes Niveau hebt.» Die EFQM vergibt jährlich den EFQM Excellence Award an Un­ternehmen und Organisationen. Darunter gibt es zwei weitere Kategorien, mit denen Unternehmen auch werben dürfen: die «Anerkennung für Excellence» und die Basisstufe «Verpflichtung zur Excellence».
ISO-Norm und EFQM-Modell sind keine konkurrierenden TQM-Verfahren, sondern können sich durchaus ergänzen. Die Stärke der ISO-Norm liegt in den konkreten Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem und in der erfor­derlichen präzisen Dokumentation der Geschäftsprozesse. Die Umsetzung er­folgt hier nach einem Top-Down-Prinzip. EFQM verfolgt einen evolutionären Ansatz, um Schwachstellen aufzufinden, Ergebnisse zu evaluieren und die Mit­arbeiter am Qualitätsmanagementprozess zu beteiligen.
In neuerer Zeit wird zunehmend die aus den USA stammende Six Sigma­Methode eingesetzt. Sie geht davon aus, dass alle Prozessergebnisse präzise messbar sind. Die Standardabweichungen der Messgrößen dürfen nur ein Sechs­tel (daher 6σ) des zulässigen Qualitätslimits betragen. Praktisch bedeutet dies, dass bei einer Million Messungen maximal 3,5 Fehler auftreten dürfen. Die Me­thode ist sehr aufwendig und wird insbesondere dort eingesetzt, wo man auf eine «Nullfehlerproduktion» angewiesen ist.
Aufgabe 2. Annotieren Sie den Text.
Aufgabe 3. Referieren Sie den Text.
Text 20. Unternehmen und Umwelt
Aufgabe 1. Lesen Sie den Text und übersetzen Sie ihn schriftlich mit Hilfe des Wörterbuches.
Im Hinblick auf die wachsende Umweltverschmutzung trifft die Unterneh­men eine doppelte Verantwortung. Zum einen sind sie angehalten, die durch den Produktionsprozess entstehenden Umweltbelastungen zu reduzieren, gleichzeitig sollen sie dafür sorgen, die Umweltbelastungen der von ihnen erzeugten Produk­te gering zu halten.
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Damit dies geschieht, hat der Gesetzgeber, nicht zuletzt ausgelöst durch das gestiegene Umweltbewusstsein der Öffentlichkeit, eine Reihe von Gesetzen er­lassen. Da eine wirksame Umweltpolitik, die auch der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gerecht wird, nur in einem internationalen Rahmen verwirklicht werden kann, wurden innerhalb der Europäischen Union über einhundert Richt­linien und Verordnungen zum Umweltschutz erlassen, die von den einzelnen Mitgliedsstaaten umzusetzen sind.
Leider ist die Bundesrepublik Deutschland bei der Umsetzung von EURicht­linien nicht immer vorbildlich, da in vielen Bereichen bei der Umsetzung die Mitwirkung der Bundesländer erforderlich ist. In einer bereits 1972 erfolgten Ergänzung des Grundgesetzes wurde der Bund ermächtigt, gegenüber den Lan­desgesetzen vorrangige Vorschriften auf den Gebieten Abfallbeseitigung, Luft­reinhaltung und Lärmbekämpfung zu erlassen.
Eine vorbeugende Funktion in der Gesetzgebung übernimmt das Bun­desimmissionsschutzgesetz aus dem Jahre 1990. In diesem sind unter anderem die genehmigungsbedürftigen Anlagen und deren Zulassungsvorschriften sowie die Pflichten der Betreiber geregelt. Für den Bau genehmigungspflichtiger An­lagen, zu denen unter anderem Energieerzeuger, Flughäfen, Chemieunterneh­men, Arzneimittelhersteller und Baustoffproduzenten gehören, reicht ein übli­ches Baugenehmigungsverfahren nicht aus. Für die meisten dieser Anlagen ist zudem eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich. Das UVPGesetz wird innerhalb der EU einheitlich angewendet.
Eine Verschärfung der Haftung für Umweltschäden erfolgte im Jahre 1990 mit dem Umwelthaftungsgesetz. Bis zu diesem Zeitpunkt existierte nur die Schadensersatzregelung des BGB, bei der ein Verursacher nur im Falle eines Verschuldens haftet und dem Geschädigten die Beweispflicht obliegt. Mit dem Umwelthaftungsgesetz wurde wie bei der Produkthaftung eine Gefährdungshaf­tung eingeführt, d.h. der Verursacher haftet (außer bei höherer Gewalt) auch oh­ne Verschulden.
Zudem ist im Umwelthaftungsgesetz die Beweispflicht umgekehrt worden, d.h. wenn eine Anlage geeignet ist, einen bestimmten Umweltschaden zu verur­sachen, wird angenommen, dass sie ihn verursacht hat. Der Geschädigte muss nicht den für ihn meist nur schwer zu führenden Beweis erbringen, dass die An­lage den Umweltschaden verursacht hat. Diese Kausalitätsvermutung wird aller­dings nicht angewandt, wenn das Unternehmen nachweisen kann, dass es seine diesbezüglichen Betriebspflichten eingehalten hat, keine Störung vorlag oder ei­ne andere Ursache für den Umweltschaden in Frage kommt. Die Haftungssum­me ist wie bei der Produkthaftung auf 85 Millionen € beschränkt, für die der An­lageninhaber eine Deckungsvorsorge, üblicherweise in Form einer Haftpflicht­versicherung, treffen muss. Statt einer Haftpflichtversicherung kann als De­ckungsvorsorge (z.B. bei kerntechnischen Anlagen) auch eine Freistellungs- o­der Gewährleistungsverpflichtung des Bundes oder der Länder erbracht werden.
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Umweltinformationen gehen alle an und dürfen nicht verheimlicht oder un­ter den Tisch gekehrt werden. Daher wurde im Jahre 1994 das Umweltinforma­tionsgesetz erlassen, das dem Bürger das Recht auf freie Auskünfte über Um­weltinformationen seitens Behörden und privaten Organisationen, die öffentlich­rechtliche Aufgaben wahrnehmen, gibt, soweit keine schutzwürdigen Interessen entgegenstehen.
Für die Versicherungsunternehmen stellt diese Art der Verdachtshaftung ein unwägbares Risiko dar. Aus diesem Grund fordern sie zunehmend von den Be­trieben eine Umweltzertifizierung nach der EU-Öko-Audit-Verordnung (auch EMAS, Eco-Management and Audit Scheme). Diese Verordnung basiert auf dem Gedanken, dass die wirtschaftlichste und im Sinne einer Prävention wirk­samste Lösung für den Umweltschutz darin besteht, ein aktives Umweltma­nagement in den Unternehmen zu fördern. Die Zertifizierung ist freiwillig und erfolgt im Rahmen eines Öko-Audits durch zugelassene Prüfer oder Prüforgani­sationen, entsprechend dem Umweltauditgesetz aus dem Jahre 1995. Inzwischen gibt es eine neue Fassung der Norm EMAS II, die sich an der internationalen Umweltnorm ISO 14001 orientiert.
Viele Unternehmen lassen sich inzwischen freiwillig zertifizieren und for­dern eine Zertifizierung ihrerseits von ihren Zulieferern. Sie veröffentlichen Öko-Bilanzen, in denen der Material und Energiefluss innerhalb eines Unter­nehmens aufgezeichnet wird. Ähnlich wie sich aus einer kaufmännischen Buch­führung Einsparpotenziale ablesen lassen, lassen sich aus einer Öko-Bilanz Möglichkeiten zur Verringerung von Umweltbelastungen ermitteln. In vielen Fällen ergeben sich dabei auch Kosteneinsparungen und Rationalisierungseffek­te. Die Errichtung eines Umweltmanagementsystems wird in der Regel auch als Zukunftsinvestition betrachtet, um auf die künftig absehbaren, schärferen ge­setzlichen Umweltauflagen sowie steigenden Energie- und Entsorgungskosten flexibel reagieren zu können. Nicht zuletzt zwingt das kritischere Verbraucher­verhalten die Unternehmen, umweltgerechter zu produzieren.
Mit dem im Oktober 1996 in Kraft getretenen Kreislaufwirtschaftsgesetz soll unter anderem erreicht werden, dass sich ein Markt für verwertbare Abfälle bildet. Die Zielhierarchie lautet hierbei: Vermeiden – Verwerten – Beseitigen. Das Gesetz unterscheidet zwischen zu beseitigenden Abfällen, die auf Müllde­ponien landen und für die die kommunalen Entsorger zuständig sind, sowie verwertbaren Abfällen, die von privaten Organisationen wiederverwertet werden dürfen und damit kostengünstiger entsorgt werden können.
Dies soll Unternehmen motivieren, beide Abfallarten bereits innerbetrieblich zu trennen und damit verstärkt wiederverwertbare Abfälle zu produzieren. In Zukunft werden Hersteller nach dem Verursacherprinzip verstärkt zur Rück­nahme gebrauchter Produkte verpflichtet. Beispiele hierfür findet man derzeit schon bei Verpackungen, Batterien, Altöl oder Elektronikschrott. Hierdurch soll
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