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Файл:Lexikologie der deutschen Sprache (Theorie und Praxis). Учебно-методическое пособие по лексикологии немецкого языка направление подготовки 44.03.05 Пе
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Der Prozess der Wertverminderung findet eine weit größere Verbreitung als die Wertsteige-
rung.
Wertsteigerung und Wertminderung sind für die Bereicherung des deutschen Wortbestandes
von viel geringerer Bedeutung als die oben betrachteten. Doch ermöglichen sie die Wiedergabe ver-
schiedener Schattierungen der Semantik der Wörter und bereichern die Sprache auf diese Weise.
5. Der Euphemismus
Der Euphemismus ist eine sprachliche Erscheinung, unter der man eine umschreibende, ver-
schleiernde Ausdrucksweise versteht.
Der Euphemismus ist genetisch mit dem religiösen Tabu verbunden. Vom Standpunkt der
Sprachkunde aus unterscheiden wir von anderen Arten das sprachliche Tabu – das Verbot, bestimmte Wörter auszusprechen.
Es gibt verschiedene Gründe, die das Entstehen von Euphemismen verursachen. Ihrer Her-
kunft nach zerfallen die Euphemismen der deutschen Sprache in einige Gruppen:
1) Religiöse, z.B.: Gott – der Allwissende, der Allmächtige, Er, …
sterben – einschlummern, entschlummern, hinübergehen, ausleiden, heimgehen, erblassen, erblei-
chen; zur ewigen Ruhe gehen, für immer einschlafen, die Augen schließen, nicht mehr unter den
Lebenden sein, den letzten Atemzug tun, seine Stunde ist gekommen usw.
2) Sozial – moralische, sie verheimlichen negative Seiten des Lebens,
z.B.: saufen – zu tief ins Glas sehen, sich benebeln, zu viel auf die Lampe gießen, …
betrunken sein – schwere Augen haben; schief oder schwer geladen sein; benebelt, angehei-
tert, berauscht, blau, ein bisschen lustig sein, …
Hure, Prostituierte – leichtes Mädchen, Freundesmädchen, Dirne …
stehlen – klemmen, klauen, mausen, stibitzen, lange Finger haben, …
3) Politische, sie werden zu bestimmten politischen Zwecken gebildet und gebraucht.
z.B.: Länderraub – Annexion, Faschisten – Nationalsozialisten;
4) Gesellschaftlich – ästhetische, z.B.: schwanger sein – in anderen Umständen sein, wahn-
sinnig – geisteskrank, verstört, nicht bei Sinnen; bei dem ist eine Schraube los; nicht alle Tassen
im Schrank haben, …
Es lassen sich mehrere Mittel der Bildung von Euphemismen auszeichnen:
metaphorische Übertragung (sterben – heimgehen), metonymische Übertragung (sitzen im
Gefängnis – hinter Schloss und Riegel sein), die Litotes (Lüge – Unwahrheit), die Entlehnung
(dumm – naiv), die Wortbildung (Hose – Beinkleider), Jargonismen (stehlen – klauen, stibitzen),
durch Ellipse einiger Wortverbindungen (Geh zum Teufel! – Geh zum!).
Der Anlass für den Gebrauch der Euphemismen: Furcht vor natürlichen und übernatürlichen
Wesen, Zartgefühl, Prüderie, Höflichkeit, Freundlichkeit, Scherz, Ironie… .
Lektion 4.
Phraseologie
Die Phraseologie als Teildisziplin der Lexikologie oder als selbständige linguistische Dis-
ziplin ist die Wissenschaft oder Lehre von den festen Wortkomplexen bzw. Wortverbindungen
einer Sprache, die im System und Satz eine bestimmte Funktion und Bedeutung einzelner Wörter
erfüllen.
Die linguistische Auffassung der Phraseologie ist terminologisch nicht eindeutig. Grundsätz-
lich wären hier drei Auffassungen zu nennen:
1) die Auffassung vom so genannten engen Umfang beschränkt das Objekt der phraseologi-
schen Untersuchung auf semantisch umgeformte Wortgruppen bzw. Wortverbindungen;
– 61 –

2) eine andere Auffassung hat einen weiten Umfang. Nach dieser Konzeption gehören zum
Bereich der Phraseologie alle Lexemverknüpfungen einer Sprache unabhängig davon, ob sie fest
oder frei sind;
3) in letzter Zeit ist eine dritte Konzeption von großer Bedeutung. Nach dieser Auffassung,
die von den meisten Phraseologieforschern anerkannt wird, befasst sich die Phraseologie mit allen
Arten fester Wortkomplexe einer Sprache.
Folgende Aspekte der modernen Phraseologie-Forschung sind zu nennen:
1) der Benennungsaspekt, d.h. die Untersuchung der Frage, welche Fragmente der außensprachlichen Wirklichkeit durch feste Wortkomplexe bekannt werden, die Mechanismen ihrer
Erzeugung, Probleme der Modellierung;
2) semantische Eigenständigkeit im Vergleich zu einfachen sprachlichen Zeichen;
3) kommunikative und pragmatische Potenzen und Leistungen der phraseologischen Wendungen im Text;
4) Prozesse der Idiomatisierung und Metaphorisierung derPhraseologismen.
Unter festen Wortkomplexen versteht man reproduzierbare Syntagmen, Wortverbindungen,
prädikative Verbindungen und Sätze, die über eine besondere Semantik verfügen. Phraseologismen
sind ein Mittel zur Erweiterung des Wortschatzes, zur Benennung der Erscheinungen und Objekte
der Wirklichkeit. Feste Wortkomplexe werden bei ihrem Funktionieren in der Kommunikation nicht
jedes Mal gebildet. Sie werden als fertige Einheiten des Lexikons in der Rede reproduziert. In dieser Hinsicht sind sie dem Wort ähnlich, deshalb bezeichnet man sie manchmal als Lexeme. Im Unterschied zum Wort weist aber das Formativ von festen Wortkomplexen keine einheitliche Form
auf, sondern ist gegliedert. Feste Wortkomplexe sind sekundäre sprachliche Zeichen, die auf der
Basis der primären gebildet werden. Der Struktur nach sind sie Wortgruppen oder Sätze, die nach
den produktiven Modellen der Syntax gebildet sind. In dieser Hinsicht spricht man von der freien
und phraseologischen Bedeutung der Wortverbindung, die den Begriffen direkte und übertragene
Bedeutung eines Lexems entsprechen. Dabei können einige Wortkomplexe nur eine, die anderen
aber die beiden Bedeutungen im Text realisieren.
Im Unterschied zu den freien Wortverbindungen weisen feste Wortkomplexe folgende
Merkmale auf.
1. Idiomatität – semantische Umdeutung bzw. Transformation der Komponenten, die eine
neue Gesamtbedeutung ergeben. Die Phraseologismen haben einen hohen Grad der Idiomatisierung.
Die Bedeutung des Phraseologismus ist etwas ganz anderes als die Bedeutung seiner Bestandteile
und zwar das Resultat der semantischen Transformation aller oder einiger seinen Komponenten.
2. Stabilität – die einzelnen Komponenten, bilden eine semantische und syntaktische Einheit:
a) lexikalisch-semantische Stabilität, d.h. kein Lexem darf durch ein anderes ersetzt werden.
Man darf im Phraseologismus kein Wort durch ein Synonym ersetzen;
b) Stabilität der grammatischen Struktur. Man darf in grammatischer Sicht nichts ändern.
3. Reproduzierbarkeit – aufgrund der Lexikalisierung stehen sie als fertige Bedeutungseinheiten in stabiler Form den Kommunikationsteilnehmern zur Verfügung.
4. Realisierung – Phraseologismen sind fertige Benennungseinheiten des Lexikons.
5. Usuelle Geltung – Phraseologismen sind keine individuellen Gelegenheitsbildungen, sondern ein interindividuelles sprachliches Mittel.
6. Unmotiviertheit der Phraseologismen – das Benennungsmotiv lässt sich meistens nur auf
der Basis historischer Kenntnisse erschließen.
Man unterscheidet:
1) Idiome (phraseologische Zusammenbildungen) – sind völlig unmotiviert: baden gehen
(scheitern);
2) Phraseologische Einheiten – können in der gleichen Form auch als freie Wortverbindungen
auftreten: das Fest abschöpfen (das Beste genießen);
3) Phraseologische Verbindungen – bestehen aus einem Funktionsverb und Verbalsubstantiv:
etwas zur Diskussion stellen (etwas diskutieren).
– 62 –

Thea Schippan hat eine lexikalisch-syntaktische Klassifikation vorgeschlagen:
1. Phraseologische Ganzheiten. Das sind Umdeutungen eines Ausdrucks, der auch als freie
Verbindung möglich ist: jmdm einer Korb geben; ein Kuckucksei ins Nest legen (jmdm. etwas
Unangenehmes tun).
2. Feste Verbindungen. Das sind feste Wortkomplexe, bei denen eine (bzw. einige) Komponente eine übertragene Bedeutung hat, die andere wörtlich zu verstehen ist. Th. Schippan teilt sie
weiter ein in:
a) feste Verbalverbindungen (Streckformen): Antwort geben, in Aufregung geraten;
b) feste Nominalverbindungen: schwarzer Tee, sauberer Charakter.
I. Černyševa hat eine strukturell-semantische Klassifikation angeboten. Anhand dieser Kriterien unterscheidet I. Černyševa vier Klassen fester Wortkomplexe: Phraseologismen, phraseologisierte Verbindungen, modellierte Bildungen, lexikalische Einheiten.
Phraseologiesmen schließen folgende Gruppen ein: phraseologische Einheiten, festgeprägte
Sätze, phraseologische Verbindungen.
Phraseologische Einheiten haben die grammatische Struktur einer Wortverbindung. Die Bedeutung entsteht auf Grund der semantischen Umdeutung aller Konstituenten: etw. an den Nagel
hängen (die Hoffnung aufgeben). Phraseologische Einheiten sind die bedeutendste Gruppe der
Phraseologismen. Entsprechend ihrer Korrelation mit den Wortarten unterscheidet man:
verbale phraseologische Einheiten: den Mund halten, jmdm. den Kopf waschen;
substantivische phraseologische Einheiten: das schwarze Gold, ein unbeschriebenes Blatt;
adverbiale phraseologische Einheiten: unter vier Augen, um ein Haar.
Sprichwörtliche Satzredensarten besitzen gleich anderen Phraseologismen eine semantische
Singularität. Das sind gewöhnlich metaphorische oder metonymische Bezeichungsübertragungen,
als auch Bedeutungserweiterung. Sprichwörter haben einen grundsätzlichen Unterschied. Ihre Sem-
antik entsteht nicht durch Phraseologisierung der Konstituenten, sondern durch die Verallgemeine-
rung der menschlichen Lebenserfahrung. Sie gehören zur Folklore.
– 63 –

PRAKTISCHE AUFGABEN
lehren
frisieren
die Musik
das Schaf
malen
Bank
fahren
das Schloss
der Garten
die Stadt
absolvieren
komisch
die Mathematik
Polen
die Revolution
Spanien
backen
die Wissenschaft
frech
optimistisch
der Sport
das Dorf
agitieren
barfuß
Berlin
Sibirien
dirigieren
feige
der Lehrer
warm
malen
blamieren
fragen
hoch
leiten
weit
frei
organisieren
müde
beliebt
tief
sicher
gemein
der Freund
der Besucher
ehrlich
der Maler
stabil
schön
deklarieren
backen
meistern
existieren
süß
schwach
macht
der Stuhl
bedürfen
mitbringen
der Konsul
das Buch
das Haus
der Dekan
der Bach
der Vater
gedenken
gestehen
die Mutter
geheim
erzeugen
sich ereignen
verstehen
vier
der Vogel
der Antiquar
-er
-ung
-tät
-schaft
-nis
…
ge-
ur-
un-
miss-
dis-
…
1. Bilden Sie männliche Substantive mit Hilfe von Suffixen
2. Bilden Sie weibliche Substantive mit Hilfe von Suffixen. Manchmal gibt es mehrere Mög-
lichkeiten
3. Bilden Sie sächliche Substantive mit Hilfe von Suffixen
4. Bilden Sie Substantive von den folgenden Wörtern mit Hilfe von Suffixen und ordnen
Sie diese ein.
lehren, finster, der Feind, behandeln, aggressiv, die Last, bilden, bitter, brutal, malen, bauen,
der Mann, effektiv, kleiden, legal, ereignen, der Herr, markieren, aktiv, der Arbeiter, der Bekannte,
sich unterhalten, loben, die Mutter, fernsehen, subjektiv, befugen, der Nachbar, anerkennen,
der Südwest, erleben, naiv, der Lehrer, kennen, verbinden, bedürfen, hören, sich verloben, erlauben,
lügen, der Anwalt, sich versöhnen, real.
5. Bilden Sie Substantive von den folgenden Wörtern mit Hilfe von Präfixen und ordnen Sie
diese ein.
kel, das Land, das Recht, der Wald, brüllen, die Qualifikation, die Ordnung, heulen, der Mensch,
der Text, der Ton, brauchen, die Ruhe, die Position, die Großmutter, die Abhängigkeit, der Stoff,
der Fall, die Handlung, das Haus, der Ahne, die Kosten, die Kontinuität, trauen, die Gunst, der Sinn,
die Solution, das Vieh, die Bildung, tun, die Lokation, der Typ, die Rede, die Achtung, das Wetter,
das Verständnis, die Simulation, die Kreditierung
der Berg, die Harmonie, der Erfolg, der Busch, das Glück, die Proportion, der Stein, der En-
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6. Bilden Sie abgeleitete Substantive mit den folgenden Bedeutungen (richten Sie sich dabei
-ig
-lich
-bar
-haft
-isch
…
nach der semantischen Gliederung der Affixe). Die Wörtеr sollen angeben:
1) die Personenbezeichnung (Pl. – nomina agentis) männlichen Geschlechts:
lehren (2 Worter), lesen, sprechen, reden, schaffen, anfangen, anklagen, jagen, ankommen,
emporkommen, eindringen, fremd, jung, liеb, Dichter, Flucht, Tat, Wissenschaft, Gewerkschaft
(2 Varianten);
2) die Herkunft, nationale Zugehörigkeit (wer wohnt in...):
Bulgarien, Griechenland, Polen, Schweden, England, Finnland, Frankreich, Dänemark,
Itаliеn, Spanien, Portugal, Albanien (3 Variaпteп), Кubа, China, Japan, Europa, Asien, Amerika,
Afrika, Moskau, Раris, Rom, Hannover, Наllе, Sofia (2 Varianten), Tokio (2 Varianten);
3) Handlungen, Tätigkeiten, Ereignisse:
beraten, begraben, sich bewegen, erkennen, anerkennen, sich ereignеn, erleben, fischen,
malen/Maler, ratifizieren (2 Wörtеr), regieren, sammeln;
4) abstrakte Begriffe (Beziehungen, Gefühle etc.):
abhängig, aufmerksam, gemeinsam, gerecht, geschwind, dunkel, klar; Freund, Feind, Leiden;
sich bekennen, kennen, gestellen, hoffen, rechnen (2 Wörtеr), sich verhalten, verstehen, zugestehen,
sich zuneigen;
5) Kollektiva, Sammelbegriffe:
Bauer (2 Wörtеr), Berg, Stern, Buch, Feld, Land, Ritter, Untemehmer, Маnn, Mensch, Geselle;
gemein, belegen; Karten (Р/.), Daten (Р/.).
7. Achten Sie auf die Bedeutungen der Vorsilbe (Präfix) un-. Wählen Sie für jeden Satz
ein passendes Substantiv.
Die Vorsilbe un- wirkt a) verneinend: Unmöglichkeit
b) pejorativ: Untat = schlechte Tat
c) verstärkend: Unmenge = große Menge
d) abschwächend: Unklugheit
1. Unmaß ist immer von Übel.
2. Verschonen Sie mich mit diesem … .
3. Spinnen und Flöhe sind … .
4. In dem Diktat war eine … Fehler.
5. Das neue Rathaus hat eine … gekostet.
6. Fenster einwerfen ist grober … .
7. Es gibt kaum eine Strafe, die für diese … streng genug wäre.
8. Das … hat große Verwüstungen angerichtet.
9. Am Markt ist ein schwerer … geschehen.
10. Es ist eine …, den Raum so unordentlich zu hinterlassen.
11. Der … hat seine Kinder schwer misshandelt.
12. Das … muss mit der Wurzel ausgerissen werden.
13. Ich hatte nicht mit so großen … gerechnet.
a) die Unart d) das Ungeziefer g) der Unmensch j) die Untat
b) der Unfall e) Unkosten (PI.) h) der Unsinn k) das Unwetter
c) der Unfug f) das Unkraut i) die Unsumme 1) die Unzahl
8. Bilden Sie mit Hilfe von Suffixen Adjektive von den folgenden Wörtern und ordnen Sie
diese ein:
– 65 –

die Wolke, die Sicht, der Mord, die Woche, dick, die Kugel, brennen, sinken, krank, der
-abel
-ell
-iv
-los
-isch
…
dis/des-
in-
un-
miss-
a-
…
ver-
zer-
durch-
be-
…
Schüler, spielen, schlafen, schwatzen, der Dienst, grübeln, zag, die Luft, der Mund, der Held,
die Kunst, die Hand, das Wunder, lehren, der Optimist, der Schmutz, der Abend, der Humanist,
das Loch, der Roboter, die Kost, Goethe, das Märchen, hören, der Herbst, der Berg, der Buddhist,
das Jahr, der Bart, reparieren, die Nacht, der Automat, Frankreich, das Baby, danken, die Flucht,
der Tag, der Hügel, lösen, die Novelle, die Monarchie, die Sympathie, die Flamme, der Trost,
die Kraft, der Staub, berechen, der Rattenfänger, Europa.
9. Bilden Sie mit Hilfe von Suffixen Adjektive von den folgenden Wörtern und ordnen Sie
diese ein:
der Komfort, die Information, die Freude, die Finanzen, akzeptieren, Afrika, spekulieren,
das Haar, Griechenland, die Industrie, diskutieren, repräsentieren, Thailand, funktionieren, der Impuls,
der Neid, der Intellekt, Berlin, transportieren, Hamburg, die Opposition, die Demonstration, die Rettung, operieren, Argentinien, teilnehmen, das Material, Wien, die Assoziation, die Konkurrenz,
die Aggression, die Kritik, das Prinzip, die Produktion, die Hoffnung, Österreich, die Tradition,
konsumieren, reparieren, die Redaktion, die Mühe, Minsk.
10. Bilden Sie mit Hilfe von Präfixen Adjektive von den folgenden Wörtern und ordnen.
Sie diese ein. Üben Sie die Negationsbildungen:
proportional, verstanden, aktiv, verständlich, ernst, diskret, politisch, integriert, formell,
typisch, gelaunt, launig, angenehm, orientiert, religiös, sozial, klug, gestaltet, tolerant, glaublich,
tonal, vergnügt, kontinuierlich, liebig, human, logisch, adäquat, harmonisch, farbig, bestimmt,
korrekt, loyal, moralisch, konsequent, normal, solubel, günstig, konstant, infiziert.
11. Ergänzen Sie die Adjektive. Beachten Sie die Bildung der Adjektive mit Hilfe der Suffixe:
1. Die Ware ist ____________ (kann geliefert werden). 2. Ist dieses Mineralwasser
____________ (enthält Kohlensäure)? 3. Es hat mir nicht gefallen, dass die Küste __________
war (reich an Steine). 4. Das Angebot ist __________ (man kann darüber diskutieren). 5. Sie fand
den Film ________ (zum Gruseln). 6. Ein guter Rat würde mir jetzt sehr _________ sein (vom
Nutzen). 7. Er ist sehr __________ (spart immer). 8. Er zieht __________ Bier (aus Irland) dem
__________ (aus Deutschland) vor. 9. Er hat Angst vor dem Hund seiner Freundin, weil er ihn für
__________ (kann angreifen) hält. 10. Er spricht __________ (ohne Fehler) Spanisch, obwohl
er diese Sprache nur 2 Jahre gelernt hat. 11. Deine Tat ist wirklich __________ (zum Loben).
12. In dieser heiklen Sache hat er sich sehr _________ benommen (hat viel Takt). 13. Die Butter
ist __________ (kann gestrichen werden). 14. Ist diese Speise __________? (enthält Alkohol).
12. Bilden Sie Verben mit Hilfe von Präfixen und ordnen diese ein.
arm, trennen, drohen, schlafen, das Stück, langsam, schneiden, klein, finden, nehmen, hungern, grübeln, kommen, gehen, stören, wachen, der Abscheu, schlagen, treten, klagen, der Staub,
klettern.
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13. Verben mit festen Vorsilben. Ordnen Sie die Vorsilben (Präfixe) den Sätzen zu:
A. be-, ent-, er-, ver-
1. Die Zeit ___ geht nur langsam.
2. Diese Gelegenheit will ich nicht ___ gehen lassen.
3. Hoffentlich habe ich keine Dummheit ____ gangen.
4. Der Demagoge ___ging sich stundenlang in Hetzreden.
5. Sie ließ alles geduldig über sich ___ gehen.
6. Im nächsten Jahr ___ geht die Stadt ihre Tausendjahrfeier.
7. Die Kleine ____ ging fast vor Verlegenheit.
B. be-, ent-, er-, ver-, zer-
1. Können Sie sich in meine Lage ___setzen?
2. Sie müssen den Schaden ___setzen.
3. Das Armband war mit Edelsteinen ___setzt.
4. Ist der Platz am Fenster immer noch ___setzt?
5. Der Beamte wurde nach Hannover ____setzt.
6. Es gelang den Truppen, die Stadt zu ___setzen.
7. Der Anblick ___setzte sie so, dass sie in Ohnmacht fiel.
8. Die Rollen waren in diesem Stück völlig falsch ___setzt.
9. Er musste seine Uhr ___setzen, um seine Miete bezahlen zu können.
10. Ich warte auf Frau Braun, ich fürchte, sie hat mich ___setzt.
11. Misstrauen ___setzt jede Freundschaft.
12. Der Präsident wurde seines Amtes ___setzt.
13. Wenn der Junge auch dieses Jahr nicht ___setzt wird, muss er von der Schule.
14. Der Zug war nur schwach ___setzt.
15. Die Mauer wurde ___ setzt, damit der Bürgersteig breiter wurde.
14. Verben mit unfesten Vorsilben. Ordnen Sie die Vorsilben (Präfixe) den Sätzen zu:
A. ab, an, auf, aus, ein, nach, vor, zu, zurück
1. Müllers sind nicht da; sie sind ___gegangen.
2. Ich komme gleich nach. Bitte gehen Sie schon ___.
3. Der Koffer ist zu voll, er geht nicht ____.
4. Der kleine Hamster lebt nicht mehr; er ist gestern ____gegangen.
5. Die Polizei geht jedem Hinweis ____.
6. Es ging schon auf den Abend ___.
7. Leider ging er auf meine Vorschläge nicht ____.
8. Keines der Kinder soll bei der Verlosung leer ____gehen.
9. Ich habe etwas vergessen, ich muss noch einmal ____gehen.
10. Dir werden die Augen erst ____gehen, wenn es zu spät ist.
11. Es ist erst 7 Uhr. Deine Uhr geht ____.
12. Es ist schon 8 Uhr. Ihre Uhr geht ____.
13. Bei der Faschingsfeier ging es munter ___.
14. Warum die Aufregung? Was geht denn hier ____?
15. Die Suppe ist ein bisschen fade; mir ist das Salz ____gegangen.
16. Es geht nicht ___, den Vertrag jetzt noch ändern zu wollen.
17. Die Familie lebt gut; sie lässt sich nichts ____gehen.
18. Als der Vorhang ____ging, war die Bühne völlig leer.
19. Diese Arbeit geht ____; damit müssen wir jetzt anfangen.
20. Der Umsatz des Geschäftes ist im letzten Jahr stark ____gegangen.
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B. ab, an, auf, aus, ein, vor, zu, zurück
1. Ich habe vergessen, meine Uhr ____zuziehen.
2. Sie müssen die Schrauber fester ____ziehen.
3. Gehen Sie ins Theater? Sie sind so festlich ____gezogen.
4. Die Ausstellung zog Tausende von Besuchern ____.
5. Von der Rechnung können Sie drei Prozent Skonto ____ziehen.
6. Diesen Tisch kann man ____ziehen.
7. Die Gebühren werden von der Post ____gezogen.
8. Der Kamin ist nicht gut, der Rauch zieht schlecht ____.
9. Im Herbst werden die Preise wohl wieder ____ziehen.
10. Ich ziehe meinen Vorschlag ____.
11. Die Eltern sollten alle Kinder gleich behandeln und keines ____ziehen.
12. Das Gericht beschloss, zwei Spezialisten ____zuziehen.
13. Endlich zogen die feindlichen Truppen ____.
14. Im Nachbarhaus sind neue Mieter ____gezogen.
15. Nicht alle junge Männer werden zum Militär ____gezogen.
15. Wählen Sie für jeden Satz ein richtiges Verb. Beachten Sie dabei die Bildung von Verben
mit Hilfe von Präfixen.
1. Die Entfernung vom Hotel zum Strand … . 500 Meter.
a) überträgt b) erträgt c) verträgt d) beträgt
2. Ich habe den Braten vergessen, jetzt ist er … .
a) entbrannt b) verbrannt c) angebrannt d) aufgebrannt
3. Nachts wurde ein Radfahrer, der ohne Licht fuhr, … .
a) zugefahren b) angefahren c) abgefahren d) eingefahren e) umgefahren
4. Zerbombte Städte wurden neu … .
a) angebaut b) ausgebaut c) eingebaut d) bebaut e) aufgebaut
5. Ein Vogel ist plötzlich aus der Hand …… .
a) weggeflogen b) abgeflogen c) verflogen d) eingeflogen
6. … es Ihnen etwas … , wenn ich rauche?
a) Macht … auf b) Macht … ab c) Macht … mit d) Macht … aus e) Macht … zu
7. Der Eimer hat ein Leck, dadurch ist das ganze Wasser ……. .
a) verlaufen b) übergelaufen c) umgelaufen d) ausgelaufen
8. Er ……. oft ein Risiko ….
a) geht … ein b) geht … vorbei c) geht … aus d) geht … zu e) geht … vor
9. Er hat uns zu seiner Geburtstagsparty ……. .
a) entladen b) übergeladen c) eingeladen d) ausgeladen
10. Sie … sich ihren Mantel … .
a) zog … auf b) zog … über c) zog … ein d) zog … um
11. Er hat sich wie ein Kind … .
a) abgenommen b) zugenommen c) vernommen d) benommen
12. Die Polizei … Mord als Todesursache … .
a) verschließt b) schließt … ab c) schließt … ein d) schließt … aus
13. Ihre Aufgabe … darin, die gegebene Information zu überprüfen.
a) ersteht b) nachsteht c) besteht d) zusteht
14. Auf dieser internationalen Ausstellung ist auch unser Land … .
a) beigetreten b) eingetreten c) ausgetreten d) vertreten e) vorgetreten
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15. Die Täter … nachts in die Bank … .
-eln
-igen
-en
-ern
-ieren
-zen
…
Starke und unregelmäßige Verben
beißen
biegen
binden
brennen
brechen
dringen
essen
fahren
finden
fließen
fliegen
fliehen
frieren
fressen
geben
gehen
gelten
r Biss
e Bucht
s Band
r Band
s Bund
r Bund
r Brand
r Bruch
r Drang
s Obst
e Fahrt
e Furt
r Fund
r Fluss
s Floss
r Flug
e Flucht
r Frost
r Fraß
s Gift
r Gang
s Geld
gießen
graben
haben
hängen
hauen
können
klingen
laden
mahlen
messen
mögen
pfeifen
reiten
reißen
schießen
schlagen
schleifen
schließen
schneiden
schreiben
schwören
r Guss
e Gruft
e Haft
r Hang
r Hieb
e Kunst
r Klang
e Last
s Mehl
s Maß
e Macht
r Pfiff
r Ritt
r Riss
r Schuss
e Schlacht
r Schliff
s Schloss
r Schluss
r Schnitt
e Schrift
r Schwur
schwimmen
schwinden
schwingen
sehen
sollen
sprechen
springen
stechen
steigen
stehen
streichen
tragen
treiben
treten
tun
wachsen
werfen
ziehen
zwingen
r Schwamm
r Schwund
r Schwung
e Sicht
e Schuld
r Spruch
r Sprung
r Stich
r Steg
r Stand
e Stadt
r Strich
e Tracht
r Trieb
r Tritt
e Tat
r Wuchs
r Wurf
r Zug
e Zucht
s Zeug
r Zwang
Schwache Verben
drängen
decken
dörren
drehen
dienen
fassen
glühen
r Drang
s Dach
r Durst
r Draht
r Dienst
s Fass
e Glut
gönnen
gründen
jagen
leben
leuchten
nähen
passieren
e Gunst
r Grund
e Jagd
r Leib
s Licht
e Naht
r Pass
richten
schützen
setzen
suchen
wehen
wirken
zürnen
s Recht
r Schutz
r Satz
e Sucht
r Wind
s Werk
r Zorn
a) brachen…an b) brachen … auf c) brachen … ein d) brachen … aus
16. Die Polizei hat die Verdächtigen …, um ein Verbrechen aufzuklären.
a) zugehört b) aufgehört c) abgehört d) verhört
1. Bilden Sie Verben mit Hilfe von Suffixen:
der Frost, rein, du, satt, krank, das Maß, falsch, der Befehl, das Blatt, willig, das Glied,
der Disput, besser, die Hospitation, fest, das Amt, der Gast, stolz, der Buchstabe, ihr, die Kunst,
halb, die Nase, fromm, groß, klug.
2. Informieren Sie sich in der Tabelle, wie Nomen (Substantive) aus Verben gebildet werden
können. Welches Geschlecht haben die gebildeten Nomen.
werden:
18. Setzen Sie in die Sätze Substantive, die aus den in Klammern stehenden Verben gebildet
1. Der Brand konnte schnell gelöscht werden. (brennen)
2. Jetzt ist das ___________ aber voll. (messen)
3. Ich verstehe den ___________ Ihrer Weigerung nicht. (gründen)
4. Das ___________ muß repariert werden. (decken)
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5. Haben Sie genug ___________ bei sich? (gelten)
Infinitiv
Verbstamm
Adjektiv
Partizip I
Partizip II
das Laufen
das Lachen (смех)
der Lauf
(бег)
der Alte
(старик)
die Schreienden
(кричащие)
der Angestellte
(служащий)
6. Schließ bitte das Fenster, ich kann keinen ___________ vertragen. (ziehen)
7. Der starke ___________ dauerte bis in den März hinein. (frieren)
8. Die Gefangenen gaben jeden Gedanken an ___________ auf. (fliehen)
9. Der ___________ dauerte nur drei Stunden. (fliegen)
10. Von hier aus ist die ___________ besser. (sehen)
11. Ein ___________ und er war über die Hecke. (springen)
12. Mit ___________ werden Sie nichts erreichen. (zwingen)
13. Wir wollen es nicht zu einem ___________ kommen lassen. (brechen)
14. Haben Sie auch den ___________ gehört? (schießen).
15. Das ___________ ist noch bewohnt. (schließen)
16. Jetzt aber ___________! (schließen)
17. Bitte ein ___________ Radieschen. (binden)
118. Wo ist der zweite ___________ des Wörterbuchs? (binden)
19. Ich finde das Arm ___________ sehr hübsch. (binden)
20. Der Völker ___________ hatte seinen Sitz in Genf. (binden)
19. Bilden Sie affixlose Ableitungen (Konversion) von den Wörtern unten. Gruppieren Sie die
gebildeten Substantive und tragen Sie sie in die Tabelle ein.
lachen, laufen, anstellen (der), alt (der), schreien (die, Pl), lehren (der), besuchen, leben,
klein (die), gehen, verzichten, neu (das), sich verlieben (der), fragen (der), betrinken (der), deutsch
(der), lachen, finden, schweigen, gut (das), sich verheiraten (die), schreiben (der), sterben (der),
verkaufen, halten, essen, jung (der), kommen (die, Pl), schwarz (das), arm (der), unterrichten, ver-
fahren, fallen, vorsitzen (der), verletzen (der), lachen (die), lesen, glücklich (die), verreisen (die, Pl),
raten, benehmen, leuchten (das), schlafen, vorhaben, traurig (die), fallen (die, Pl), streiten (die, Pl),
schön (die), verhaften (der), weinen (die), schreiten, verhalten, bekannt (der), versprechen (das),
klingen, eingreifen, schwingen, lernen (die).
20. Bilden Sie aus den in Klammern stehenden Wörtern neue Wörter, so dass sie inhaltlich
und grammatisch dem Text passen.
TEXT 1
Wenn die Getreidefelder abgeerntet sind, lassen die Kinder ihre Drachen steigen. Das kann
in der 1(NAH) von Stromleitungen 2 (TOD) Gefahren mit sich bringen. Verfangen sich nämlich
die Schnüre in den Stromleitungen, kann das 3 (GEFAHR) Folgen haben. Wenn sich dennoch
Drachenschnüre in den Leitungen verwickelt haben, wird eindringlich davor gewarnt, diese selbst
zu entfernen. Vielmehr ist es notwendig, das zuständige Elektrizitätswerk zu informieren. 4 (STÖREN)
können zu einem längeren Stromausfall führen. Hierdurch können in den Betrieben nicht unerhebli-
che Kosten entstehen, die natürlich der 5 (VERURSACHEN ) zu tragen hat. Daher Vorsicht beim
Spielen mit Drachen!
TEXT 2
Das Fallschirmspringen ist heutzutage ein beliebter Sport geworden. Wer sich zum Fallschirmspringer ausbilden lassen will, muss zunächst eine Serie von fünfzehn automatischen 1 (SPRINGEN) absolvieren. Man versteht darunter einen 2 (ABSPRINGEN), bei dem der 3 (SPRINGEN)
durch eine Reißleine mit dem Flugzeug verbunden ist. Dabei zieht die Leine den Fallschirm
4 (AUTOMAT) aus dem Verpackungssack. Diese Sprungart wird zuerst geübt, weil der Anfänger
in der 5 (AUFREGEN) leicht vergessen könnte, seinen Schirm selbst zu öffnen. Später, wenn der
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