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Lexikologie der deutschen Sprache (Theorie und Praxis). Учебно-методическое пособие по лексикологии немецкого языка направление подготовки 44.03.05 Пе

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MODUL II.
DIFFERENZIERUNG DES DEUTSCHEN WORTBESTANDES
(SEMANTISCHE, TERRITORIALE, SOZIALE/PROFESSIONALE,
HISTORISCHE SCHICHTUNG DES)
Lektion 1.
Bedeutungsbeziehungen im lexikalisch-semantischen System
1.1. Paradigmatische Bedeutungsbeziehungen im lexikalisch semantischen System
1. Begriff der paradigmatische Bedeutungsbeziehungen
In der modernen Sprachwissenschaft spricht man von dem systemhaften Charakter der Lexik. Man betrachtet sie als lexikalisch semantisches System. Es besteht aus Elementen, die miteinander aufgrund ihrer Bedeutungen durch Beziehungen verschiedener Art verbunden sind. Man klassifi­ziert die systemhaften Beziehungen in paradigmatische und syntagmatische.
Paradigmatische Beziehungen sind solche Beziehungen zwischen Lexemen im System, die die gleiche Stelle in der Kette einnehmen können und gleichzeitig einander ausschließen. Sie regeln die Auswahl der Lexeme in der Kommunikation. Man unterscheidet folgende Arten der paradigmatischen Bedeutungsbeziehungen:
1) Beziehung der Bedeutungsgleichheit. Durch diese Beziehung sind vollständige Synonyme
verbunden.
2) Beziehung der Bedeutungsähnlichkeit. Durch diese Beziehung sind Teilsynonyme verbunden.
3) Beziehung der Bedeutungspolarität. Diese Bedeutung kommt in der Antonymie zum
Ausdruck.
4) Beziehung der Überordnung/Unterordnung. Diese Beziehung verbindet Hyperonyme
und Hyponyme.
2. Synonyme
1) Definition der Synonyme
Synonyme sind Wörter mit identischer oder ähnlicher Bedeutung bei unterschiedlicher Laut- gestalt. Traditionell werden Synonyme onomasiologisch als sinngleiche oder sinnverwandte Wörter
betrachtet. Aus semasiologischer Sicht definiert man Synonyme als verschiedene sprachliche
Zeichen für ein und denselben Sachverhalt. Im engeren Sinne sind Synonyme Wörter, die ganz oder teilweise in ihrer Bedeutung und Gebrauchssphäre zusammenfallen.
Th. Schippan definiert Synonyme auf folgende Weise: Synonyme sind Wörter, die zu gleicher
Zeit in einem und demselben sprachlichen System dieselbe Bedeutung haben. Sie unterscheiden sich durch konnotative Seme, sekundäre begriffliche Merkmale und stilistische Markierung, z.B.: Restaurant – Gastwirtschaft – Gasthaus – Kneipe.
2) Klassifikation der Synonyme
Die traditionelle Klassifikation der Synonyme von V.V. Vinogradov unterscheidet vollständi- ge (totale, absolute, echte) Synonyme und unvollständige (partielle) Synonyme.
Unter vollständigen Synonymen verstehen wir solche Wörter und Wortverbindungen, die ganz gleiche Bedeutungen haben, d.h. einen und denselben Begriff ausdrücken, im Kontext einander ersetzen können und stilistisch neutral gefärbt sind. Die meisten Synonyme dieser Gruppe
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sind auf Grund der entlehnten internationalen Lexik entstanden: der Fernsprecher – das Telefon, der Aufzug – der Lift, befördern – transportieren; aber auch: beginnen – anfangen, Sonnabend – Samstag.
Unvollständige Synonyme gliedern sich in ideographische (begriffliche) und stilistische.
Ideographische Synonyme sind Wörter und Wortverbindungen, die dieselbe denotative Bedeutung
haben, unterscheiden sich aber voneinander durch Bedeutungsnuancen und Besonderheiten im Ge­brauch. z.B.: Die Synonymreihe mit dem Oberbegriff Bezahlung: der Lohn – das Gehalt – die
Gage- das Honorar – der Sold.
Schnell: rasch- geschwind – flink – hastig – eilig – flugs – behände.
Stilistische Synonyme unterscheiden sich entweder durch ihre besondere stilistische Färbung
oder durch den Gebrauch in verschiedenen funktionalen Stilen, z.B.: Gesicht (die Vorderseite des Menschenkopfes) – Antlitz (poetisch), – Angesicht (gehoben), – Physionomie (abwertend), – Fassade (salopp), – Fratze (abwertend, salopp), – Fresse (derb).
Manche Synonyme haben sowohl begriffliche als auch stilistische Differenzen, man nennt
sie stilistisch-begriffliche Synonyme, z.B.: essen – fressen.
Eine besondere Gruppe der Synonyme sind territoriale Dubletten. Sie gehören der allge-
meinen deutschen Sprache, aber in bestimmten Sprachräumen wird das eine oder andere Wort
bevorzugt, z.B.: Sonnabend – Samstag, sehen schauen, Fleischer Metzger, Treppe Stiege, zu Hause – daheim, Kartoffel – Erdapfel (Toffel, Erdtoffel, Grundbirne, Erdrübe …)
3) Ursachen der Entstehung der Synonyme
1. Einfluss des fremden Wortguts (Entlehnungen), z.B.: Anschrift – Adresse, Fahrkarte
Tiket, Arbeit – Job.
2. Wortbildung, z.B.: Bild – Bildnis, Lauf – Laufen – Gelaufe.
3. Einfluss der Mundarten, z.B.: Aprikose – Marille.
4. Euphemismen und Disphemismen, z.B.: sterben – einschlafen – einschlummern – ums
Leben kommen – verrecken – krepieren zu Balken steigen – in die Bretter gehen – auf dem Rücken zur Messe gehen – ins Gras beißen.
3. Antonyme
Antonyme sind Wörter mit gegensätzlicher Bedeutung. Antonyme bezeichnen Gegenstände
und Erscheinungen, die zu einer und derselben Kategorie der objektiven Wirklichkeit gehören und in Paaren auftreten, da ihnen die logische kognitive Kategorie der Polarität zugrunde liegt. z.B.: Ka-
tegorie der Zeit: früh – spät, Kategorie der Qualität: lang – kurz.
Kognitive Grundlage der Antonymie bildet das Vorhandensein eines qualitativen Merkmals. Wenn es in der Bedeutung des Wortes kein qualitatives Merkmal gibt, kann es keine Antonyme haben, z.B.: Gegenstandbezeichnungen: Tisch, Haus.
Antonyme gehören zu einem Redeteil und fallen in ihren grammatischen Bedeutungen zusammen.
Antonyme haben einen gemeinsamen semantischen Kern, auf dessen Basis die Polarität entsteht, unterscheiden sich aber durch Negation: gesund – krank =ungesund; verheiratet – ledig =
nicht verheiratet.
Die meisten Antonyme haben von Anfang an eine entgegengesetzte Bedeutung. Manche Antonyme sind infolge des Bedeutungswandels entstanden.
Man unterscheidet lexikalische Antonyme, die von verschiedenen Stämmen gebildet werden:
hell – dunkel, Liebe – Hass und wortbildende Antonyme: Tätigkeit – Untätigkeit, verstehen – miss­verstehen, laden – entladen.
Zur Bildung der Antonyme dienen also Präfixe, selten Suffixe: zunehmen – abnehmen, zuma- chen – aufmachen, einschalten – ausschalten, bewässern – entwässern; lieblos – liebevoll, schmerzhaft – schmerzlos, fehlerhaft – fehlerlos, ideenreich – ideenlos.
Nach dem Umfang der gegensätzlichen Bedeutungen teilen sich die Antonyme in zwei Grup­pen:
– 22 –
1) totale Antonyme, bei denen alle lexikalischen Bedeutungen einander gegenüberstehen:
ein dickes Buch – ein dünnes Buch, dünnes Haar – dickes Haar;
2) partielle Antonyme, bei denen im Fall der Polysemie nur eine oder einige Bedeutungen gegenübergestellt werden: trockener Sommer (trockenes Kleid, trockener Boden) – nasser Sommer (nasses Kleid, nasser Boden); trockenes Brot – frisches Brot; trockenes Gras – grünes Gras; ein trockener Mensch ein gutherziger Mensch.
Es gibt solche Antonyme, die zugleich zu zwei-drei Wörtern antonymisch sein können: breit –
schmal, eng; alt – jung, neu; süß – sauer, bitter; kalt – heiß, warm; trocken – feucht, nass.
Antonyme lassen sich nach den von ihnen bezeichneten Begriffen in verschiedene Gruppen
einteilen:
1) Antonyme, die den Zustand und Tätigkeit des Menschen bezeichnen: Jugend – Alter,
Gesundheit – Krankheit, kräftig – schwach, arbeiten – faulenzen;
2) Antonyme, die Gefühle, Emotionen ausdrücken: Liebe – Hass, traurig – lustig;
3) Antonyme, die Qualität ausdrücken: sauber – schmutzig, nützlich – schädlich, gerade – krumm;
4) Antonyme, die Zeitbegriffe bezeichnen: morgens – abends, früh – spät, damals – jetzt.
4. Hyperonym-hyponymische Beziehungen
Hyperonyme und Hyponyme werden miteinander durch die Beziehung der Überordnung/
Unterordnung verbunden.
Der Oberbegriff ist ein Hyperonym. Die Bezeichnungen von einzelnen Objekten nennt man Hyponyme. Die Bedeutung des Hyperonyms schließt die Bedeutungen von Hyponymen ein. Diese Beziehungen nennt man auch Inklusionsbeziehungen.
Die Wörter in den hyperonym-hyponymischen Beziehungen haben folgende Relation: Allge­meines – Spezielles oder Gesamtheit – Element.
Die Beziehung «Allgemeines – Spezielles bzw. Einzelnes»: die Blume (Hyperonym – Gat- tungsbezeichnung) – die Rose, die Päonie, die Nelke, die Lilie (Hyponyme Artbezeichnungen).
Die Beziehung «Ganzes/Gesamtheit – Teil/Element»: Blume (Hyperonym – Ganzes) – die Wurzel, der Stengel, das Blatt, die Blüte (Hyponyme Teile der Blume).
1.2. Syntagmatische Bedeutungsbeziehungen
1. Allgemeines zum Begriff der sytagmatischen Bedeutungsbeziehungen
Sytagmatische Bedeutungsbeziehungen sind solche Beziehungen zwischen Lexemen, die ge-
meinsam in einem Kontext vorkommen können, d.h. ein Syntagma bilden können. Syntagmatische
Bedeutungsbeziehungen regeln die Kombinierbarkeit von Lexemen im Kontext. Die sprachlichen Zeichen, Wörter und feste Wortkomplexe treten im konkreten Redeakt nicht isoliert auf, sondern verbinden sich im Syntagma und im Satz immer mit bestimmten «Partnern». Diese Verbindungs-
möglichkeiten mit bestimmten Partnern sind nicht beliebig und willkürlich, sondern unterliegen bestimmten Gesetzmäßigkeiten. In diesem Zusammenhang spricht man von semantischer Verträg­lichkeit/Unverträglichkeit (Kompatibilität, lexikalische Solidarität u.a.). Man muss semantisch verträgliche und semantisch unverträgliche Lexeme unterscheiden:
blond – Haar (semantisch verträglich);
blond – Wand (semantisch unverträglich);
schnell – gehen (semantisch verträglich);
schnell – stehen (semantisch unverträglich).
2. Die Valenztheorie
Eine besonders große Verbreitung in der Erforschung der syntagmatischen Beziehungen spielt
die Valenztheorie. Unter Valenz wird die Fähigkeit von Wörtern verstanden, andere Wörter an sich zu binden.
– 23 –
Die Valenztheorie entwikelt sich erst in der Linguistik der 50er Jahre des 20. Jhs. von solchen Gelehrten wie S.D. Kacnelson, W.G. Admoni, T.P. Lomtev, M.D. Stepanova, B.A. Abramov, H. Birkmann, J. Erben u.a.
Einen besonders großen Beitrag zur Entwicklung der Valenztheorie hat aber G. Helbig geleis­tet. Ende der 60er Jahre entstand ein Valenzmodell, das seinen Niederschlag im «Wörterbuch zur Valenz und Distribution deutscher Verben» von G. Helbig und W. Schenkel fand. Dieses Modell ging zunächst von der syntaktischen Valenz und von der Wortart der Verben aus, ist aber übertrag­bar auch auf die Valenz anderer Wortarten (Adjektive, Substantive).
Im Wörterbuch von G. Helbig und W. Schenkel wurde ein dreistufiges Modell entwickelt, das
die Valenz und Distribution deutscher Verben beschreibt. Dabei wird unter Valenz die Fähigkeit
des Verbs (oder einer anderen Wortart) verstanden, bestimmte Leerstellen um sich herum zu öffnen, die durch obligatorische oder fakultative Aktanten zu besetzen sind. Als Leerstellen werden ver­standen, die vom Verb geforderten und obligatorisch oder fakultativ zu besetzenden Stellen. Aktan­ten (oder «Mitspieler») werden diejenigen Glieder genannt, die diese Leerstellen besetzen.
Um die Aktanten adäquat zu beschreiben, genügt nicht das Wissen um die Zahl der Aktanten, d.h. die Valenz im engeren Sinne. Man muss vielmehr auch ihre Art (syntaktisch und semantisch), d.h. die Distribution des Wortes kennen. Unter Distribution wird die Summe aller Umgebungen verstanden, in denen es vorkommt.
Im Wörterbuch von G. Helbig und W. Schenkel werden die Verben auf folgenden drei Stufen
interpretiert:
(1) Auf Stufe I wird für jedes Verb die quantitative Anzahl der Aktanten, d.h. seine syntakti­sche Valenz im engeren Sinne festgelegt.
z.B.: I. erwarten
rauben
2
2+(1)=3
(2) Auf Stufe II werden die Aktanten qualitativ durch Angabe der syntaktischen Umgebungen der Verben in streng formalen Begriffen festgelegt Sn, Sa, Sd, pS, NS.
II. erwarten – Sn, Sa/NS daß/Inf
(3) Auf Stufe III werden die Aktanten qualitativ durch Angabe der semantischen Umgebun- gen der Verben festgelegt, und zwar mit Hilfe solcher Begriffe wie Hum, Anim, Abstr u.a. Diese Stufe III spezifiziert somit die determinierten Aktanten durch die Angabe des zugelassenen seman­tischen Gehalts. Solche Regeln werden als «Selektionsregeln» bezeichnet. Sie sind notwendig, weil bei den meisten Wörtern nicht jedes beliebige Sn oder Sa erscheinen kann.
Lektion 2.
Die sozial-berufliche Stratifikation des deutschen Wortbestandes
Für sozial-beruflich ausgeprägte Lexik werden in der Germanistik viele Termini gebraucht: Sondersprachen, Sonderwortschätze, Sonderlexik, Soziolekte. Dieser Wortschatz entwickelt sich in verschiedenen Gruppen der Sprachgemeinschaft aufgrund der gemeinsamen Lebensbedingungen.
Zwei Besonderheiten der Sonderlexik sind aus soziolinguistischer Sicht hervorzuheben:
1) es ist keine selbständige Erscheinungsform der Sprache. Es ist nur ein eigentümlicher Wortschatz, der in der Gemeinsprache realisiert wird. Darum bevorzugt man in moderner Germa­nistik die Termini – Sonderwortschätze, Sonderlexik, Soziolektismen;
2) es geht dabei nicht um individuelle Abweichungen von der Norm der Schriftsprache, sondern um die von der Norm abweichenden sprachlichen Besonderheiten ganzer Sprechgruppen.
In der Germanistik wurde die Sonderlexik traditionsgemäß in drei Gruppen eingeteilt:
1) Fachsprachen (Termini);
2) Berufssprachen (Berufswortschatz);
3) Standessprachen (Jargons).
– 24 –
Zu den Fachwortschätzen sind Termini, Halbtermini und Fachjargonismen zu zählen. Unter Termini oder Fachwörtern versteht man fachbezogene Wörter, die in fachgebundener Kommunika­tion realisiert werden. Der Terminus ist nur durch eine Definition zu erklären. Termini sind deshalb immer Fachwörter, deren Inhalte durch Definitionen festgelegt sind. Der Terminus ist nur aus einer Theorie abzuleiten und kommt daher nur als Element einer Terminologie bzw. eines terminologi­schen Systems vor.
Die wesentlichen Kriterien für einen Terminus sind Eindeutigkeit, Genauigkeit, Festlegung seines Wertes in der Hierarchie der Terminologie. Die pragmatischen Gesichtspunkte wie Wirkung, Verständlichkeit, Emotionalität sind dafür zurückgetreten. Außerhalb dieses terminologischen Sys­tems kann er auch nichtterminologisches gemeinsprachliches Wort sein. Neue Erkenntnisse wirken sich auf terminologische Systeme und ihre Elemente aus. Daher können auch Termini zu Homony­mie und Polysemie und auch zur Synonymie tendieren.
Professionalismen sind wie die Termini eine sach- oder fachgebundene Lexik, die der sach- oder fachgebundenen Kommunikation dient. Im Unterschied zu den Termini sind die Profes­sionalismen nichtstandartisierte und nichtdefinierte Fachwörter und dienen der praktisch-fachlichen Kommunikation und nicht der theoretisch-fachlichen. In der Germanistik versteht man unter
Berufslexik solche Sonderwortschätze wie Bergmannssprache, Zimmermanssprache, Seemanns- sprache. Das sind meistens Wörter, die sich mit dem gemeinsprachlichen Wortschatz kreuzen und sich von diesem meist nur durch Zugehörigkeit zu einem speziellen Fachbereich abheben.
Zur fachgebundenen Lexik gehören (neben Termini und Halbtermini) auch expressive Dub-
letten der Fachwörter. Im Unterschied zu den Termini kommt es bei ihrem Gebrauch nicht auf Genauigkeit oder Eindeutigkeit, sondern auf wertende, oft abwertende Charakteristika. Sie werden häufig an Stelle der Termini oder Halbtermini, besonders im alltäglichen vertrauten Umgang mit Arbeitskollegen gebraucht. Sie haben meist bildhaften Charakter und enthalten vielfach eine starke wertende Bedeutungskomponente. Aufgrund dieser Funktion wird diese Lexik als Berufsjargonis­men oder Fachjargonismen bezeichnet.
Als Quellen der Entstehung fachsprachlicher Lexik können folgende Faktoren genannt wer­den:
1) gemeinsprachliches Wortgut, das durch Definition genormt und terminologisiert worden
ist;
2) metaphorische oder metonymische Übertragung aus der Gemeinsprache und Wortbildung
(für die motivierten Termini);
3) fremdes Wortgut (meist Internationalismen, Neubildungen aus griechischen oder lateini-
schen Morphemen und Lexemen).
Unter gruppenspezifischen Wortschätzen versteht man Sonderwortschätze verschiedener sozialer Gruppen einer Sprachgemeinschaft mit gemeinsamen Lebensbedingungen. In den früheren
Klassifikationen sind sie als Jargons bekannt, in jüngeren – als Gruppensprachen, Gruppenwort- schätze, Soziolekte. Ihr Gerbrauch kennzeichnet den Sprecher als Angehörigen einer Interessen-,
Freizeit-, Alters- oder Organisationsgruppe. Der Unterschied dieser gruppenspezifischen Lexik von den Fachwortschätzen besteht darin, dass sie expressive oder euphemistische Synonyme zu den bereits bestehenden Wörtern der Gemeinsprache darstellen. Hauptmerkmale, die alle Gruppenwort-
schätze kennzeichnen, sind die Anschaulichkeit und Bildhaftigkeit der Wörter, die durch metapho- rische Übertragung der gemeinsprachlichen Lexik entsteht.
Zu den bekanntesten Wortschätzen des Deutschen gehören die so genannte Studentensprache,
die Gaunersprache bzw. das Rotwelsch oder Argot, die Soldatensprache.
Die Jargonismen dieser Gruppe erfüllen eine Tarnfunktion. Dieser Gruppenwortschatz ist ein Mittel, sich von den Nichteingeweihten abzusondern und für alle anderen Angehörigen der Sprach- gemeinschaft unverständlich zu bleiben. Dieser Wortschatz zeichnet sich durch eine besondere
Wandelbarkeit aus. Sobald ein Argotismus in der Gemeinsprache bekannt wurde, wurde er sogleich durch ein neues Wort ersetzt. Ein viel umstrittenes Problem der gruppenspezifischen Lexik sind
gewisse Eigenheiten des Wortschatzes der Jugendlichen. In der einschlägigen Literatur gibt es auch
andere Bezeichnungen: Jugenddeutsch, Jugendjargon, Jugendslang, Teenagerdeutsch, Jugendspra­che, Soziolekt u.a.
– 25 –
Die Besonderheit der Jugendsprache ist die Tatsache, dass sie sozial nicht gebunden und nicht
beschränkt ist. Träger dieses Gruppenwortschatzes sind verschiedene Altersgruppen, sie umfassen
Jugendliche im Alter von 14 bis 30 Jahren.
Eine der viel diskutierten Fragen ist der Einfluss der Fachlexik auf den Gemeinwortschatz. Die Fachwörter verschiedener Bereiche beeinflussen immer stärker den Wortschatz der Gemein­sprache. Darum spricht man heute von einer zunehmender Intellektualisierung der Gemeinsprache (als Folge einer von Wissenschaft und Technik beeinflussten gesellschaftlichen Entwicklung).
In der Alltagspraxis werden heutzutage viel mehr technische Konsumgüter verwendet. Das technische Vokabular dringt damit in die Gemeinsprache ein. Das sind Fachwörter der Elektronik,
der Wortschatz der Kraftfahrzeugtechnik usw. Die Lexik der Gemein- und Umgangsprache wird
ständig durch Gruppenwortschätze bereichert. Die synonymischen und thematischen Reihen des
Allgemeinwortschatzes werden mit stilistischen und ideographischen Synonymen, Lexemen und
Phraseologismen der gruppenspezifischen Wortschätze aufgefüllt.
Bezeichnend dabei für alle Lexeme ist ihre zusätzliche semantische Umformung. Entweder sind die Bedeutungen erweitert oder es tritt eine metaphorische Bedeutungsübertragung ein,
wodurch Phraseologismen entstehen.
Die Wechselbeziehungen zwischen Jugendlexik und Umgangssprache ist ein durchaus inte­ressantes Thema der modernen lexikalischen Forschung. Der Beitrag der Jugendlexik zur Erweite­rung der expressiven, stilistisch markierten Lexik ist in den letzten Jahrzehnten sehr bedeutend.
Gerade die Jugendlexik ist eine der wichtigsten Quellen der gängigen Ausdrücke bzw. Modewörter
in der saloppen Alltagsrede.
Zu Besonderheit dieser Sonderlexik gehört die Tatsache, dass sie ohne sekundäre semantische
Transformation in der Umgangssprache fungiert. Bei der Betrachtung der Erscheinungsformen der deutschen Sprache, der Stratifikation des deutschen Wortbestandes und der Wechselbeziehungen zwischen verschiedenen Schichten kann man folgende Schlüsse ziehen.
1. Aus synchroner Sicht ist der Wortbestand ein vielschichtiges Gebilde, das die Kommuni-
kation einer Sprechgemeinschaft gewährleistet. Die zentrale Schicht bildet der Allgemeinwort-
schatz, der den Begriffsschatz der Sprache repräsentiert, was seine Multivalenz bedingt, d.h. seine Gültigkeit in allen Gebrauchssphären. Diese Schicht ist auch durch den normativen Charakter und
einen Reichtum an funktional-stilistischen Varianten gekennzeichnet. Um diesen Kern liegen weite­re oder periphere Schichten: fachgebundene Lexik (Termini, Halbtermini, Fachjargonismen), Grup­penwortschätze sozialer Gruppen und der Altersgruppen (Studentensprache, Argot, Jugendsprache usw.) die territorialgebundene Lexik (dialektale und landschaftliche).
2. Aus diachronischer Sicht ist der Wortbestand Produkt zahlreicher sozialbedingter und
sprachlicher Übergänge aus zentraler Schicht in periphere und umgekehrt. Die Wechselbeziehungen zwischen Allgemeinwortschatz und fachbezogener Lexik einerseits und Allgemeinwortschatz und Gruppenwortschätzen andererseits werden von verschiedenen semantischen Prozessen begleitet: Absonderung bzw. Spezialisierung, Erweiterung, zusätzliche semantische und funktional-stilistische Transformationen.
– 26 –
Lektion 3.
Territoriale und nationale Differenzierung
des deutschen Wortschatzes
Unter Stratifikation des Wortbestandes ist seine Schichtung zu verstehen, d.h. die Schichtung, die durch vielseitige Kommunikation einer Sprachgemeinschaft bedingt ist. Jede Sprache weist nicht nur regionale Unterschiede auf, sie ist auch in sozialer und funktionaler Hinsicht nicht homo­gen, sondern durch verschiedenartige Varianten gekennzeichnet. So tritt auch die deutsche Sprache der Gegenwart in mannigfaltiger Gestalt auf. Als Instrument der Verständigung ist sie den verschie­denartigen Bedingungen und Anforderungen der gesellschaftlichen Kommunikation angepasst, so bilden sich ihre besonderen Erscheinungsformen heraus.
Die allgemein gültige Erscheinungsform der deutschen Sprache wird in der Germanistik tradi- tionell Nationalsprache genannt. Das ist normalisierte Form, bzw. präskriptive Norm der deutschen Sprache, die gesprochen wird – auf der Bühne, im Funk, im Film, am Rednerpult, im offiziellen Gespräch; die geschrieben wird: in der schöngeistigen und wissenschaftlichen Literatur, in der Pres-
se, im amtlichen Brief. Die Realisierung der Norm nennt man Hochsprache, sie ist also eine aktivi-
sierte Schriftsprache mit gewissen landschaftlichen Färbungen. Sie ist die Sprache der kulturellen
Funktion, also Kultursprache neuerdings auch Standardsprache genannt. Sie überwindet die land­schaftliche und soziale Begrenztheit und ist damit die Einheitssprache oder Gemeinsprache. Die Nationalsprache erfüllt die kommunikative Funktion für die ganze Nation.
Die zweitwichtigste Erscheinungsform, die mit gewissen Einschränkungen zu den gemein-
sprachlichen Formen gehört, ist die Umgangssprache. Es handelt sich dabei um eine Mittelstellung
zwischen Literatursprache und Mundart. Funktional ist sie in erster Linie ein Kommunikationsmit-
tel des mündlichen Verkehrs, und zwar vor allem des persönlichen Gesprächs, also gewöhnlich der
nicht offiziellen Situation. Diese Sprache ist die Umgangsprache im engeren Sinne und hat auch die Formen der Alltagssprachen und die des Slangs. Die Umgangssprache bildet kein selbständiges
System und hängt von der Nationalsprache ab.
Die Mundarten sind lokal begrenzt und werden auf kleinen Orten gebraucht. Sie schließen in sich landschaftliche und örtliche Besonderheiten. Die Mundart besitzt eine bestimmte sprachliche
Struktur und beruht auf eigenen Gesetzen. Sie hilft die Geschichte der deutschen und germanischen
Stämme bewahren. Die Mundart bleibt heute lebendig, weil sie die Schöpfung der Bevölkerung ist. Die Emotionalität und Bildhaftigkeit sind die Eigenschaft der Mundart. Man unterscheidet die nie- derländischen Dialekte (Niederfränkisch und Niedersächsisch), Hochdeutsche Dialekte oder Mittel- deutsch (Ostmitteldeutsch und Westmitteldeutsch), Oberdeutsch (Bayerisch, Alemannisch, Süd­Ostfränkisch und Südthüringisch).
Lektion 4.
Zeitliche Markierung der Lexik
Der Wortschatz jeder Sprache ist ein dynamisches System. Einige seiner Elemente altern, werden archaisch, verschwinden aus dem Wortbestand infolge der Veraltung ihrer Form, Bedeu­tung oder des Begriffs. Währenddessen entstehen neue Wörter aufgrund der Wortbildung und Entlehnung und neue stehende Wortverbindungen. Indem die Neologismen ununterbrochen als
Wiederspiegelung der ständig veränderten realen Welt entstehen, verschwinden die archaischen Elemente im Wortbestand allmählich. Das hängt von den Kommunikationsabsichten der Teilneh-
mer einer kommunikativen Situation ab.
Also, es gibt in jeder Sprache das alte und das neue Wortgut.
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1. Archaismen
Archaismus (griech. archaios «alt», «veraltet») bezeichnet ein in der modernen Sprache funk-
tional veraltetes Wort.
Unter Archaismen versteht man also Wörter und Wendungen, die im heutigen Sprachge­brauch wegen ihrer Bedeutung oder lautlich-grammatischen Form als veraltet empfunden werden. Einmal, im Alt- und Mittellhochdeutsch, waren diese Wörter ein allgemeingebräuchliches Wortgut.
Das Wort ist ein bilaterales sprachliches Zeichen, das aus dem Formativ und der Bedeutung oder dem Begriff besteht. Die drei Komponenten des Wortes können veraltet werden.
Auf Grund von drei Bestandteilen des Wortes verteilt man die Archaismen in drei Gruppen: Begriffsarchaismen, Bedeutungsarchaismen, Formarchaismen.
1. Die Begriffsarchaismen sind Wörter, die Gegenstände und Erscheinungen bezeichnen, die im modernen Sprachgebrauch veraltet sind und infolgedessen nicht mehr gebraucht werden. Aber einige davon werden für die Prägung des Zeitkolorits belebt. Man nennt solche Archaismen Histo­rismen. Historismen sind solche Wörter und Wendungen, die Begriffe aus früheren historischen Epochen bezeichnen. Historismen werden genutzt, um über nicht mehr existente Denotate zu kom­munizieren, z.B.: die Fron, fronen, die Leibeigenschaft, der Lehnsherr (cюзерен), der Minnesang, der Harnisch, die Lanze.
2. Bedeutungsarchaismen. Darunter versteht man solche Lexeme, deren Grundbedeutung oder eine andere Bedeutung veraltet ist. Das Formativ verbleibt im modernen Sprachgebrauch, aber in einer neuen Bedeutung. Daneben kann auch eine alte Bedeutung in solchem Wort behalten wer­den. So wird im Wort das Schild neben der neuen Bedeutung «Platte mit einer Aufschrift» auch die alte Bedeutung «Schutzwaffe» gebraucht.
Die alte Bedeutung des Wortes Zunge – «Sprache» ist veraltet, und das Wort Zunge ist in die­ser Bedeutung zum Bedeutungsarchaismus geworden, aber das Wort ist jetzt allgemein gebräuch­lich in der Bedeutung «der menschliche Sprechorgan».
3. Formarchaismen oder lautlich-morphologische Archaismen sind
1) Wörter, deren Bedeutung funktional bleibt, aber im heutigen Sprachgebrauch sie durch
neue, jüngere Synonyme verdrängt werden. So sind Weib durch Frau, Schulmeister durch Lehrer, Minne durch Liebe abgelöst worden. Junge hat Knabe verdrängt, Knabe erscheint noch als Konsti-
tuente einiger Komposita (Knabenschuhe, Knabenbekleidung u.a.). Man nennt solche Lexeme auch semantische Archaismen.
Solche Archaismen werden oft durch Literatur ins Leben gerufen, z.B.: Minne «Liebe» kann immer noch in der Poesie gebraucht werden.
2) Wörter, deren Lautgestalt veraltet ist. Hier geht es um Wörter, deren lautliche bzw. morphologische Form durch neuere Varianten verdrängt wurde, z.B.: der Friede = der Frieden, der Quell = die Quelle, der Odem = der Atem, gülden = golden, ward = wurde. Die veralteten Varianten werden als historische Koloritwörter gebraucht.
Manche fast verschwundene Archaismen bleiben als Komponenten bestehen: mit Mann und
Mage, mit Kind und Kegel, in Hülle und Fülle.
In der heutigen Kommunikation sind Archaismen nur motiviert zu gebrauchen. Kommunika-
tiv notwendig ist ihre Verwendung zur Benennung von Sachverhalten historisch zurückliegender
Zeitepochen. Eine spezielle Funktion haben Archaismen im Sprachkunstwerk zur Schaffung eines Zeitkolorits. Archaismen werden auch als Mittel des Sprachporträts genutzt. Durch altertümliche Redeweise wird die Generationsgebundenheit einer Person charakterisiert.
2. Neologismen
Neologismus (griech. neo «neu», logos «Wrt») ist ein neues Wort, das zu einer Zeitperiode
entstanden ist, weil es einen neuen Gegenstand oder eine neue Erscheinung bezeichnen soll.
Die Neologismen stellen eine konkrete Geschichte des Volkes dar, alle Veränderungen in der
Gesellschaft, Erfindungen und Entdeckungen, die benannt werden sollen. Das ist ein unaufhörlicher Prozess. Eine Unzahl von neuen Wörtern wird von jedem Sprachkollektiv täglich gebraucht. Die meisten von solchen Neologismen sind eintägig (Fliegewörter), die Neubildungen einzelner
Schriftsteller bleiben nur in ihren Werken. Das sind Okkasionalismen.
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Nicht alle Neubildungen werden kodifiziert, d.h. in das Wörterbuch oder in ein Nachschlage-
werk eingetragen. Meistenteils hängt das davon ab, dass sie begrenzt im Gebrauch sind, dass sie
aufgrund der unproduktiven Modellen oder Abweichungen von der Norm (Usus) gebildet werden.
Die Neologismen erscheinen vor allem in der Rede (als individuelle Schöpfungen) und dann
werden sie in dem Sprachkollektiv (auf der Ebene der Sprache) fixiert. Aktuelle Neologismen
entstehen als einzelne Wörter, so auch als eine Gruppe von Wörtern, z.B.: das Ambiente (die Um­welt, die Atmosphäre); Hobby (Steckenpferd/Liebhaberei), Hobbyraum, Hobbykeller (Lieblings­räume); Hobby-Schneider, Hobby-Maler, Hobby-Gärtner, Hobby-Fotograf, Hobby-Polizist, Hobby­Wanderer (kein Fachmann, nur ein Liebhaber), Lieblingshobby (dieses tautologische Wort ist
gebräuchlich).
Die Hauptwege der Entstehung der Neologismen sind Entlehnung und Wortbildung. Man unterscheidet drei Gruppen der Neologismen:
1) Neuschöpfung;
2) Neuprägung;
3) Neubedeutung.
Neuschöpfungen und Neuprägungen sind Neuwörter, die in einer Sprache entstehen. Neu-
schöpfungen entstehen ohne analoge Wortbildungsmuster. Oft sind das Entlehnungen, vor allem
aus dem Englischen.
Neuprägungen (Neubildungen) sind Wörter, die nach den in der modernen Sprache funktio­nierenden Modellen gebildet werden, aber diese Modelle stellen neue Kombinationen mit den neuen Bedeutungen dar. Diese Neuprägungen werden in der Presse und im offiziellen Verkehr ge­braucht. Das sind Zusammensetzungen, Ableitungen, Übergang aus einer Wortart in eine andere u.a. Ein Teil solcher Gebilde ist ein entlehntes oder deutsches Morphem: Punkthochhaus (дом-башня),
Leihmutter (суррогатная мать), Dritte-Welt-Laden (лавка, где продаются экзотичсеские товары), brandeilig (очень спешно), zomig (зомбированный), touren (переезжать, совершать тур), scannen (сканировать).
Neubedeutungen sind neue Bedeutungen der schon vorhandenen Wörter Die Wörter sind heute meistenteils polysem. Im Prozess der Entwicklung der sprachlichen Einheiten erwerben die Wörter eine neue, zusätzliche Bedeutung. Es kann eine metaphorische Übertragung sein, z.B.: der
Renner (скакун), dann = eine moderne, aktuelle Ware (особо популярный товар); der Senkrecht- starter (самлет вертикального взлета и посадки) = ein Mensch, der blitzschnell seine Karriere macht.
Das Wort der Senior bezeichnet im Singular den Ältesten in der Familie, im Plural bekommt es eine neue Bedeutung «Rentner». Es wird zu einem der modernen Euphemismen.
Neologismen entstehen in allen Bereichen des Lebens: in der Politik, im Gesundheitswesen, im Bereich der Industrie, Technik, Politik und Werbung. Die Ursachen der Bildung von Neologis-
men liegen im Bedarf an neuen Benennungen, die als Erstbenennungen für neue Objekte oder als pragmatisch günstigere Zweitbenennungen für alte Objekte gebraucht werden.
Die belebten Archaismen und Neologismen von allen Arten erweitern den Wortschatz der modernen deutschen Sprache. Einzelne Elemente des Sprachsystems sind dynamisch: die einen verschwinden aus der Sprache, die anderen entstehen mit neuer Form oder neuer Bedeutung.
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PRAKTISCHE AUFGABEN
1. Ein Angestellter erhält
2. ein Arbeiter
3. ein Soldat
4. ein Matrose
5. ein Arzt
6. ein Schauspieler
7. ein Hauswirt
8. ein Kellner
9. ein alter Beamter
10. ein alter Arbeiter
11. ein Kind
12. ein Sparer
13. ein Aktionär
14. der Staat
15. eine Behörde
16. ein Student
a) Gehalt,
b) Dividende c) Gage d) Gebühr e) Heuer f) Honorar g) Lohn x) Miete i) Stipendium j) Pension k) Rente l) Sold m) Steuer n) Taschengeld o) Trinkgeld p) Zinsen (PI.)
1. Bestimmen Sie in den folgenden synonymischen Reihen die Dominante:
a) Beimischungen – Bestandteile – Ingredienzien – Inhaltsstoffe – Zutaten; b) abmarschieren – ausziehen – sich entfernen – fortgehen – sich wegbewegen – weggehen; c) begreiflich – deutlich – einsichtig – klar – plausibel – verstehbar – verständlich; d) Abhängigkeit – Beziehung – Bezug – Interaktion – Relation – Verhältnis – Zusammen-
hang;
e) hetzen – jagen – nachlaufen – treiben – verfolgen; f) foltern – martern – misshandeln – peinigen – schikanieren – schinden; g) beschlagen – durchweicht – feucht – klamm – nass – pudelnass; h) Heuchler – Lügner – Scheinheiliger – Schwindler – Tartüff; i) Appetit – Esslust – Hunger – Kohldampf.
2. Ordnen Sie jedem Wort die ihm zukommenden Merkmale zu:
а) Gehalt, Lohn, Gage, Vergütung, Salar, Sold, Besoldung, Honorar, Stipendium, Heuer
(bezug), Rente;
b) Wohnung, Appartement [apart∂ 'ma:], Villa, Bungalow, Datsche, Hütte, Haus, Studenten-
wohnheim;
с) Hengst, Stute, Fohlen/Füllen, Wallach, Gaul, Klepper, Mähre, Rappe, Ross, Pferd, Schimmel.
3. Ordnen Sie dem Wort aus der ersten Spalte (1-16) das ihm semantisch passende Wort
aus der zweiten Spalte (A-P):
4. Bestimmen Sie die Bedeutungsschattierungen der synonymen Wörter Menschen und Leute.
Setzen Sie in jeden Satz das passende Wort ein:
1. Aus Kindern werden Leute.
2. Auf der Erde leben über drei Milliarden … .
3. Schließlich sind wir alle nur … .
4. Wenn du bei deinem Entschluss bleibst, sind wir geschiedene … .
5. Was werden die … dazu sagen?
6. Ich möchte Land und kennenlernen.
7. Ein ___________ feind,
8. Ein __________ schinder,
9. Ein _____________ kenner.
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