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Der Zauberberg. Vol. 2

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DER ZAUBERBERG
Regiment und seiner Beteiligung an den großen Ma-növern, die er sich noch im Gange befindlich dachte. Zu dem-selben Zeitpunkt war es aber auch, daß Hofrat Behrens darauf ver­zichtete, den Angehörigen Hoffnung zu geben und das Ende nur noch für eine Frage von Stunden erklärte.
Eine Erscheinung, so melancholisch wie gesetzmäßig, die­se vergeßlich-gläubige Selbstbetörung auch männlicher Ge­müter zu einer Zeit, wo tatsächlich der Zerstörungsprozeß sich seinem letalen Ziele nähert, – gesetzmäßig-unpersön­lich und überlegen aller individuellen Bewußtheit, wie die Schlafverführung, die den Erfrierenden umstrickt, und wie das Im-Kreise-Herum-kommen des Verirrten. Hans Castorp, den Kummer und Her-zensweh nicht hinderten, das Phäno­men mit Sachlichkeit ins Auge zu fassen, knüpfte unbeholfe­ne, wenn auch scharfköpfige Betrachtungen daran im Gesprä­che mit Naphta und Settembrini, als er ihnen über das Befinden seines Verwandten Bericht er-stattete, und zog sich einen Verweis des letzteren zu, indem er meinte, die landläu­fige Auffassung, philosophische Gläubigkeit und auf das Gute vertrauende Zuversicht sei ein Ausdruck von Gesundheit, Schwarzseherei und Weltverurteilung aber ein Krankheits­merkmal, beruhe offenbar auf Irrtum; denn sonst könne nicht gerade der trostlos finale Zustand einen Optimis-mus zeiti­gen, mit dessen schlimmer Rosigkeit verglichen der vorange­gangene Trübsinn als eine derb-gesunde Lebensäuße-rung erscheine. Gottlob konnte er den Teilnehmenden gleich-zei­tig melden, daß Rhadamanthys innerhalb der Hoffnungs­lo-sigkeit der Hoffnung Raum ließ und einen sanften, trotz Joachims Jugend quallosen Exitus prophezeite.
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"Idyllische Herzaffäre, meine gnädigste Frau!" sagte er, wäh-rend er Luise Ziemßens Hand in seinen beiden schaufel­großen hielt und sie mit quellenden, tränenden, blutunterlau­fenen Blauaugen von unten anblickte. "Mir lieb, mir ungeheu­er lieb, daß es kordialen Verlauf nimmt, und daß er das Glottisödem und sonstige Niedertracht nicht abzuwarten braucht; so bleiben ihm viele Schikanen erspart. Das Herz läßt rapide aus, wohl ihm, wohl uns, wir können pflichtschuldigst das Unsrige dage-gen tun mit unserer Kampferspritze, ohne viel Aussicht, ihm da-mit Weitläufigkeiten zu verursachen. Er wird viel schlafen zu-letzt und freundlich träumen, glaube ich versprechen zu können, und wenn er zuguterletzt nicht gera­de schlafen sollte, so wird er doch einen knappen, unmerkli­chen Übertritt haben, es wird ihm ziemlich egal sein, verlas­sen Sie sich darauf So ist das übrigens im Grunde immer. Ich kenne den Tod, ich bin ein alter Angestellter von ihm, man überschätzt ihn, glauben Sie mir! Ich kann Ihnen sagen, es ist fast gar nichts damit. Denn was un-ter Umständen an Schin­dereien vorhergeht, das kann man ja nicht gut zum Tode rech­nen, es ist eine springlebendige Ange-legenheit und kann zum Leben und zur Genesung führen. Aber vom Tode wüßte Ih­nen keiner, der wiederkäme, was Rechtes zu erzählen, denn man erlebt ihn nicht. Wir kommen aus dem Dunkel und ge­hen ins Dunkel, dazwischen liegen Erlebnisse, aber Anfang und Ende, Geburt und Tod, werden von uns nicht erlebt, sie haben keinen subjektiven Charakter, sie fallen als Vorgänge ganz ins Gebiet des Objektiven, so ist es damit."
Dies war des Hofrats Art und Weise, Trost zu spenden. Wir wollen hoffen, daß sie der verständigen Frau Ziemßen
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ein biß-chen wohltat; und seine Zusicherungen trafen denn ja ziemlich weitgehend auch ein. Der schwache Joachim schlief viele Stun-den lang in diesen letzten Tagen, träumte auch wohl, was zu träumen ihm angenehm war, Flachlän­disch-Militärisches also, nehmen wir an; und wenn er er­wachte und man ihn nach seinem Befinden fragte, so antwor­tete er, wenn auch undeutlich, stets, daß er sich wohl und glücklich fühle, – obgleich er fast keinen Puls mehr hatte und schließlich den Einstich der Injek-tionsspritze überhaupt nicht mehr spürte, – sein Körper war un-empfindlich, man hätte ihn brennen und zwacken können, es wäre den guten Joachim bereits nicht mehr angegangen.
Doch hatten sich seit seiner Mutter Eintreffen noch große Veränderungen mit ihm vollzogen. Da ihm das Rasieren be-schwerlich geworden war und er es seit acht oder zehn Ta­gen schon unterlassen hatte, sein Bartwuchs aber sehr kräftig war, so zeigte sein wächsernes Gesicht mit den sanften Augen sich nun von einem schwarzen Vollbart umrahmt, – einem Kriegsbart, wie wohl der Soldat ihn im Felde sich stehen läßt, und der ihn übrigens schön und männlich kleidete, wie alle fanden. Ja, Joachim war plötzlich aus einem Jüngling zum rei­fen Manne geworden durch diesen Bart und wohl nicht nur durch ihn. Er lebte rasch, wie ein abschnurrendes Uhrwerk, legte im Hui und Galopp die Altersstufen zurück, die in der Zeit zu erreichen ihm nicht vergönnt war, und wurde wäh­rend der letzten vierund-zwanzig Stunden zum Greise. Die Herzschwäche brachte eine angestrengt wirkende Schwel­lung seines Gesichtes mit sich, derart, daß Hans Castorp den Eindruck gewann, das Sterben müsse zum wenigsten eine
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große Mühsal sein, wenn auch Joachim dank mancher Aus­fälle und Herabminderungen ihrer nicht gewahr zu werden schien; diese Anschwellung aber betraf am stärksten die Lip­penpartie, und eine Austrocknung oder Enervation des inne­ren Mundes wirkte ersichtlich damit zusam-men, so daß Joa­chim beim Sprechen murmelte wie ein ganz Alter und übrigens an dieser Hemmung wirkliches Ärgernis nahm: wä­re er ihrer erst ledig, meinte er lallend, so werde alles gut sein, doch sie sei eine verwünschte Belästigung.
Wie er das meinte: es werde "alles gut" sein, wurde nicht so ganz klar; – die Neigung seines Zustandes zum Zweideu­tigen trat auffallend hervor, er äußerte mehr als einmal Doppelsinni-ges, schien zu wissen und nicht zu wissen und erklärte einmal, offenbar von Vernichtungsgefühl durch­schauert, mit Kopfschüt-teln und einer gewissen Zerknir­schung: so grundschlecht sei er noch niemals daran gewesen.
Dann wurde sein Wesen ablehnend, streng-unverbind­lich, ja unhöflich; er ließ sich keine Fiktionen und Beschöni­gungen mehr nahe kommen, antwortete nicht darauf, blickte fremd vor sich hin. Namentlich nachdem der junge Pfarrer, den Luise Ziemßen berufen, und der zu Hans Castorps Be­dauern keine gestärkte Krause, sondern nur Beffchen getra­gen hatte, mit ihm gebetet, nahm seine Haltung amt­lich-dienstliches Gepräge an, äußerte er Wünsche nur in Form kurzer Befehlsworte.
Um 6 Uhr nachmittags begann er ein eigentümliches Tun: er fuhr wiederholt mit der rechten Hand, um deren Ge­lenk sein goldnes Kettenarmband lag, in der Gegend der Hüf­te über die Bettdecke hin, indem er sie auf dem Rückwege et-
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was erhob und dann auf der Decke in schabender, rechender Bewegung wieder zu sich führte, so, als zöge und sammle er etwas ein.
Um 7 Uhr starb er, – Alfreda Schildknecht befand sich auf dem Korridor, nur Mutter und Vetter waren zugegen. Er war im Bette herabgesunken und befahl kurz, man möge ihn höher stützen. Während Frau Ziemßen, den Arm um seine Schultern, der Anordnung nachkam, äußerte er mit einer ge­wissen Hast, er müsse sofort ein Gesuch um Verlängerung seines Urlaubes auf-setzen und einreichen, und indem er es sagte, vollzog sich der "knappe Übertritt", – von Hans Cas­torp im Lichte des rotum-hüllten Tischlämpchens mit An­dacht verfolgt. Sein Auge brach, die unbewußte Anstrengung seiner Züge wich, die Mühsals-schwellung der Lippen schwand zusehends dahin, Verschönung zu frühmännlicher Jugendlichkeit breitete sich über unseres Joachims verstumm­tes Antlitz, und so war's geschehen.
Da Luise Ziemßen sich schluchzend abgewandt hatte, war es Hans Castorp, der dem Regungs – und Hauchlosen mit der Spit-ze des Ringfingers die Lider schloß, ihm die Hände behutsam auf der Decke zusammenlegte. Dann stand auch er und weinte, ließ über seine Wangen die Tränen laufen, die den englischen Marineoffizier dort so gebrannt hatten, – dies klare Naß, so reichlich-bitterlich fließend überall in der Welt und zu jeder Stunde, daß man das Tal der Erden poetisch nach ihm benannt hat; dies alkalisch-salzige Drüsenprodukt, das die Nervener-schütterung durchdringenden Schmerzes, physischen wie seeli-schen Schmerzes, unserem Körper ent­preßt. Er wußte, es sei auch etwas Muzin und Eiweiß darin.
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Der Hofrat kam, von Schwester Berta benachrichtigt. Noch vor einer halben Stunde war er dagewesen und hatte Kampfer gespritzt; nur eben den Augenblick des knappen Übertrittes hatte er verpaßt. "Tja, der hat es hinter sich", sagte er schlicht, indem er sich mit seinem Hörrohr von Joachims stiller Brust auf-richtete. Und er drückte den beiden Anver­wandten die Hände, indem er ihnen zunickte. Danach stand er noch eine Weile mit ihnen zusammen am Bett, Joachims unbewegliches, kriegerbär-tiges Antlitz betrachtend. "Toller Junge, toller Kerl", sagte er über die Schulter, indem er mit dem Kopf auf den Ruhenden wies. "Hat es zwingen wollen, wissen Sie, – natürlich war alles Zwang und Gewaltsamkeit mit seinem Dienst da unten, – febril hat er Dienst gemacht auf Biegen und Brechen. Feld der Ehre, verstehen Sie, – ist uns aufs Feld der Ehre echappiert, der Durchgänger. Aber die Ehre, das war der Tod für ihn, und der Tod – Sie können's nach Belieben auch umdrehen, – er hat nun jedenfalls 'Habe die Ehre!' gesagt. Toller Bengel das, toller Kerl." Und er ging ab, lang und gebückt, mit heraustretendem Nacken.
Joachims Überführung in die Heimat war beschlossene Sa-che, und Haus Berghof sorgte für alles, was dazu erforder­lich war und sonst schicklich und stattlich schien, – Mutter und Vetter brauchten sich kaum zu regen. Am nächsten Tage, in seinem seidenen Manschettenhemd, Blumen auf der De­cke, ruhend in matter Schneehelligkeit, war Joachim noch schöner geworden als unmittelbar nach dem Übertritt. Jede Spur der Anstrengung war nun aus seinem Gesicht gewichen; erkaltet, hatte es sich zu reinster, schweigender Form befes­tigt. Kurzes Gekräusel seines dunklen Haares fiel in die unbe-
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wegliche, gelbliche Stirn, die aus einem edlen, aber heiklen Stoff zwischen Wachs und Mar-mor gebildet schien, und in dem ebenfalls etwas gekrausten Bart wölbten die Lippen sich voll und stolz. Ein antiker Helm hätte diesem Haupte wohl angestanden, wie mehrere der Besu-cher meinten, die sich zum Abschiede einfanden.
Frau Stöhr weinte begeistert im Anblick der Form des ehe-maligen Joachim. "Ein Held! Ein Held!" rief sie mehrfach und verlangte, daß an seinem Grabe die "Erotika" von Beet­hoven gespielt werden müsse.
"Schweigen Sie doch!" zischte Settembrini sie von der Sei­te an. Er war nebst Naphta gleichzeitig mit ihr im Zimmer und herzlich bewegt. Mit beiden Händen wies er die Anwe­senden auf Joachim hin, indem er sie zur Klage aufforderte. "Un giova-notto tanto simpatico, tanto stimabile!" rief er wie­derholt.
Naphta enthielt sich nicht, aus seiner gebundenen Hal­tung heraus und ohne ihn anzublicken, leise und bissig gegen ihn hin zu äußern:
"Ich freue mich, zu sehen, daß Sie außer für Freiheit und Fortschritt auch noch für ernste Dinge Sinn haben."
Settembrini steckte das ein. Vielleicht empfand er eine ge-wisse, durch die Umstände vorübergehend hervorgerufe­ne Überlegenheit von Naphtas Position über die seine; viel­leicht war es dies augenblickliche Übergewicht des Gegners, das er durch die Lebhaftigkeit seiner Trauer aufzuwiegen ge­sucht hatte, und das ihn jetzt schweigen ließ, – auch dann noch, als Leo Naphta, die unbeständigen Vorteile seiner Stel­lung nutzend, scharf sententiös bemerkte:
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"Der Irrtum der Literaten besteht in dem Glauben, daß nur der Geist anständig mache. Es ist eher das Gegenteil wahr. Nur wo kein Geist ist, gibt es Anständigkeit."
"Na", dachte Hans Castorp, "das ist auch so ein pythischer Spruch! Kneift man die Lippen zusammen, nachdem man ihn hingesetzt, so herrscht Einschüchterung für den Augen­blick ..."
Am Nachmittag kam der Metallsarg. Joachims Umlage­rung in diesen stattlichen, mit Fangen und Löwenköpfen ge­schmück-ten Behälter wollte ein Mann allein als seine Sache betrachtet wissen, der mit ihm gekommen war: ein Verwand­ter des in An-spruch genommenen Bestattungsinstituts, schwarz gekleidet, in einer Art von kurzem Bratenrock und einen Ehering an seiner plebejischen Hand, in deren Fleisch der gelbe Reif sozusagen eingewachsen, ganz davon überwu­chert war. Man war geneigt, zu spüren, daß Leichengeruch seinem Bratenrock entströme, was aber auf Vorurteil beruhte. Doch ließ der Mann die Speziali-sten-Einbildung erkennen, daß all sein Tun gleichsam hinter die Kulissen zu fallen habe und nur pietätvoll-parademäßige Ergeb-nisse den Blicken der Hinterbliebenen auszusetzen seien, – was geradezu Hans Castorps Mißtrauen erweckte und keineswegs nach seinem Sinne war. Er befürwortete zwar, daß Frau Ziem-ßen sich zu­rückzöge, ließ sich selbst aber nicht hinauskompli-mentieren, sondern blieb und legte mit Hand an: unter den Achseln faß­te er die Figur und half sie hinübertragen vom Bett in den Sarg, auf dessen Leilach und Troddelkissen Joachims Hülle hoch und feierlich gebettet wurde, zwischen Standleuch-tern, die Haus Berghof gestellt hatte.
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Am wieder nächsten Tage jedoch trat eine Erscheinung auf, die Hans Castorp bestimmte, sich innerlich von der Form zu trennen und zu lösen und tatsächlich dem Professionisten, dem üblen Hüter der Pietät, das Feld zu überlassen. Joachim nämlich, dessen Ausdruck bisher so ernst und ehrbar gewe­sen, hatte in seinem Kriegerbarte zu lächeln begonnen, und Hans Castorp verhehlte sich nicht, daß dieses Lächeln die Neigung zur Ausar-tung in sich trug, – es erfüllte sein Herz mit Empfindungen der Eile. So war es in Gottes Namen denn gut, daß die Abholung bevorstand, der Sarg geschlossen und verschraubt werden sollte. Hans Castorp berührte, eingebore­ne Sittensprödigkeit beiseite setzend, seines ehemaligen Joa­chim steinkalte Stirn zum Ab-schied zart mit den Lippen und ging trotz allem Mißtrauen gegen den Mann der Kehrseite mit Luise Ziemßen folgsam zum Zimmer hinaus.
Wir lassen den Vorhang fallen, zum vorletzten Mal. Doch während er niederrauscht, wollen wir im Geiste mit dem auf seiner Höhe zurückgebliebenen Hans Castorp fern-hinab in einen feuchten Kreuzesgarten des Flachlandes spähen und lau-schen, woselbst ein Degen aufblitzt und sich senkt, Kom­man-doworte zucken und drei Gewehrsalven, drei schwärme­rische Honneurs hinknallen über Joachim Ziemßens wurzel­durch-wachsenes Soldatengrab.
SIEBENTES KAPITEL
STRANDSPAZIERGANG
Kann man die Zeit erzählen, diese selbst, als solche, an und für sich? Wahrhaftig, nein, das wäre ein närrisches Un­terfangen! Ei-ne Erzählung, die ginge: "Die Zeit verfloß, sie verrann, es strömte die Zeit" und so immer fort, – das könnte gesunden Sinnes wohl niemand eine Erzählung nennen. Es wäre, als wollte man hirnverbrannterweise eine Stunde lang ein und denselben Ton oder Akkord aushalten und das – für Musik aus-geben. Denn die Erzählung gleicht der Musik dar­in, daß sie die Zeit erfüllt, sie "anständig ausfüllt", sie "ein­teilt" und macht, daß "etwas daran" und "etwas los damit" ist, – um mit der wehmü-tigen Pietät, die man Ansprüchen Verstorbener widmet, Gele-genheitsworte des seligen Joa­chim anzuführen: längst verklun-gene Worte, – wir wissen nicht, ob sich der Leser noch ganz im klaren darüber ist, wie lange verklungen. Die Zeit ist das Element der Erzählung, wie sie das Element des Lebens ist, – unlös-bar damit verbunden, wie mit den Körpern im Raum. Sie ist auch das Element der Musik, als welche die Zeit mißt und glie-dert, sie kurzweilig und kostbar auf einmal macht: verwandt hierin, wie gesagt, der Erzählung, die ebenfalls (und anders als das auf einmal
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