Немецкий язык художественное реферирование. Учебно-методическое пособие
.pdfwar mit Arnheim zufrieden, als ob einem so vernünftigen Mann doch nichts anderes zuzutrauen gewesen wäre, worüber er völlig vergaß, daß er ihn bis dahin bloß für einen Schwätzer gehalten hatte. Er wollte sich keine Mühe geben, Gerda die Bedeutung seiner Mitteilung auseinander zu setzen; jedes weitere Wort hätte der Sprache der Tatsachen nur Abbruch getan. »Die galizischen Ölfelder möchte er unter die Kontrolle seines Konzerns bringen!« mit dem Gewicht dieses schlichten Satzes auf der Zunge zog er sich zurück und dachte sich bloß noch: »Wer es aushalten kann, zu warten, der gewinnt immer!« was eine alte Börsenregel ist, die wie alle Wahrheiten der Börse die ewigen Wahrheiten auf das richtigste ergänzt
Источник: Musil R. Der Mann ohne Eigenschaften. Berlin: Rowohlt Verlag, 1957. S. 630-631.
2.Schreiben Sie die Schlüsselwörter zu allen möglichen Antworten auf
die vorbereiteten Fragen (1) und beantworten Sie die Fragen.
3.Bestimmen Sie die Hauptidee des Textes in Russisch.
4.Analysieren Sie den Text und machen Sie die Zusammenfassung der gegebenen Information in Deutsch.
5.Welche Ausdrucksmittel gibt es im Text? Welche Funktionen realisieren sie im Text?
6.Fassen Sie die Hauptpunkte des Textes zusammen und machen Sie den Plan des Textes.
7.Erzählen Sie den Text in Deutsch nach.
8.Besprechen Sie das aufgeworfene Problem in Paaren.
9.Bilden Sie die Annotation des Textes.
10.Referieren Sie den Text.
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LEKTION 5
1.Lesen Sie den folgenden Text aufmerksam, übersetzen Sie ihn ins Russi-
sche und bilden Sie die Schlüsselfragen zum Text.
Eifersucht
Während Ulrich sich mit Clarisse unterhielt, hatten die beiden nicht bemerkt, daß die Musik hinter ihnen zeitweilig aussetzte. Walter trat dann ans Fenster. Er konnte die beiden nicht sehn, aber er fühlte, daß sie knapp vor der Grenze seines Gesichtsfelds standen. Eifersucht quälte ihn. Gemeiner Rausch schwer sinnlicher Musik lockte ihn zurück. Das Klavier in seinem Rücken stand offen wie ein Bett, das ein Schläfer zerwühlt hat, der nicht aufwachen mag, um der Wirklichkeit nicht ins Gesicht sehen zu müssen. Die Eifersucht eines Gelähmten, der die Gesunden schreiten fühlt, peinigte ihn, und er brachte es nicht über sich, sich ihnen anzuschließen; denn sein Schmerz bot keine Möglichkeit, sich gegen sie zu verteidigen.
Wenn Walter sich morgens erhob und ins Büro eilen mußte, wenn er tagsüber mit Menschen sprach und wenn er nachmittags zwischen ihnen nach Hause fuhr, fühlte er, daß er ein bedeutender Mensch sei und zu Besonderem berufen. Er glaubte dann alles anders zu sehen; ihn konnte das ergreifen, woran andere achtlos vorbeigingen, und wo andere achtlos nach einem Ding griffen, dort war für ihn schon die Bewegung des eigenen Arms voll geistiger Abenteuer oder in sich selbst verliebter
Lähmung. Er war empfindsam, und sein Gefühl war immer bewegt von Grübeleien, Gruben, wogenden Tälern und Bergen; er war niemals gleichgültig, sondern sah in allem ein Glück oder ein Unglück und hatte dadurch stets die Gelegenheit zu lebhaften Gedanken. Solche Menschen üben eine ungewöhnliche Anziehung auf andere aus, weil sich die moralische Bewegung, in der sie sich unausgesetzt befinden, diesen mitteilt; in ihren Gesprächen nimmt alles eine persönliche Bedeutung an, und weil man sich im Verkehr mit ihnen unausgesetzt mit sich selbst beschäftigen darf, berei-
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ten sie ein Vergnügen, dass man sonst nur gegen Honorar bei einem Psychoanalytiker oder Individualpsychologen gewinnt, noch dazu mit dem Unterschied, daß man sich dort krank fühlt, während Walter den Menschen dazu verhalf, sich aus Gründen, die ihnen bisher entgangen waren, sehr wichtig vorzukommen. Mit dieser Eigenschaft, geistige Selbstbeschäftigung zu verbreiten, hatte er auch Clarisse erobert und mit der Zeit alle Mitbewerber aus dem Feld geschlagen: er konnte, weil ihm alles zu ethischer Bewegung winde, überzeugend von der Unmoral des Ornaments, der Hygiene der glatten Form und dem Bierdunst der Wagnermusik sprechen, wie es dem neuen
Kunstgeschmack entsprach, und selbst seinen zukünftigen Schwiegerpapa, der ein
Malergehirn wie ein Pfauenrad hatte, setzte er damit in Schrecken. Es stand also au-
ßer Zweifel, daß Walter auf Erfolge zurückblicken durfte
Источник: Musil R. Der Mann ohne Eigenschaften. Berlin: Rowohlt Verlag, 1957. S. 61-62.
2.Schreiben Sie die Schlüsselwörter zu allen möglichen Antworten auf die vorbereiteten Fragen (1) und beantworten Sie die Fragen.
3.Bestimmen Sie die Hauptidee des Textes in Russisch.
4.Analysieren Sie den Text und machen Sie die Zusammenfassung der gegebenen Information in Deutsch.
5.Welche Ausdrucksmittel gibt es im Text? Welche Funktionen realisieren sie im Text?
6.Fassen Sie die Hauptpunkte des Textes zusammen und machen Sie den Plan des Textes.
7.Erzählen Sie den Text in Deutsch nach.
8.Besprechen Sie das aufgeworfene Problem in Paaren.
9.Bilden Sie die Annotation des Textes.
10.Referieren Sie den Text.
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LEKTION 6
1. Lesen Sie den folgenden Text aufmerksam, übersetzen Sie ihn ins Russische und bilden Sie die Schlüsselfragen zum Text.
Ehespannung
Aber mochte es sein, daß er zu viel nachgedacht oder geschlafen hatte, ehe er sich zum Ausgehen herrichtete und dieses Gespräch begann, er hatte jetzt heiße
Wangen, und wie sich zeigte, begriff Clarisse gleich, warum er sich ihrem Buch näherte, und diese Feinheit der beiderseitigen Abstimmung trotz der schmerzlichen Zeichen von Abneigung bewegte ihn sofort geheimnisvoll, so daß die Brutalität darunter zu leiden hatte und seine Einfachheit wieder in Stücke ging. »Warum willst du mir nicht zeigen, was du gelesen hast? Laß uns doch sprechen!« begehrte er eingeschüchtert.
»Man kann nicht „sprechen“!« zischte Clarisse.
»Wie du überspannt bist!« rief Walter aus. Er wollte ihr das Buch aufgeschlagen entwinden. Clarisse hielt es eigensinnig an sich. Aber nachdem sie eine Weile miteinander gerungen hatten, fiel Walter ein: »Was will ich denn eigentlich von dem Buch!?« und er ließ Clarisse los. Damit wäre die Angelegenheit nun eigentlich zu
Ende gewesen, wenn sich Clarisse nicht in dem Augenblick, wo sie wieder frei war, erst recht so heftig gegen die Wand gepreßt hätte, als müßte sie sich, um drohender Gewalt auszuweichen, rückwärts durch eine steife Hecke drücken.Sie fand keinen
Atem, war bleich und schrie ihm heiser zu: »Statt selbst etwas zu leisten, möchtest du dich in einem Kind fortsetzen!«
Wie giftiges Feuer würgte ihr Mund ihm diesen Satz entgegen, und nun keuchte auch Walter unwillkürlich von neuem sein »Laß uns sprechen!«
»Ich will nicht sprechen, du bist mir widerwärtig!!« antwortete Clarisse, plötzlich wieder in vollem Besitz ihrer Stimmittel und diese so zielbewußt ausnützend, als
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fiele eine schwere Porzellanschüssel genau zwischen ihren und Walters Füßen zur Erde. Walter trat einen Schritt zurück und sah sie überrascht an.
Clarisse meinte es nicht so böse. Sie hatte bloß Angst, daß sie doch einmal aus
Gutmütigkeit oder aus Nachlässigkeit nachgeben könnte; dann würde Walter sie sofort mit Wickelbändern an sich schnüren, und das durfte am wenigsten jetzt geschehen, wo sie die ganze Frage zur Entscheidung bringen wollte. Die Ereignisse hatten sich »zugespitzt«; dieses Wort fühlte sie dick unterstrichen in ihrem Kopf, das Walter gebraucht hatte, um ihr zu erklären, warum die Leute auf die Straße gingen; denn Ulrich, der mit Nietzsche dadurch zusammenhing, daß er ihr seine Werke zur Hochzeit geschenkt hatte, befand sich auf der anderen Seite, gegen die sich die Spitze richtete, falls es losging; und Nietzsche hatte ihr soeben ein Zeichen gegeben, und wenn sie sich dabei auf einem »hohen Berg« stehen sah, was ist ein hoher Berg anderes als hoch zugespitzte Erde?! Das waren also ganz sonderbare Zusammenhänge, die wohl kaum noch ein Mensch enträtselt haben konnte und sie kamen sogar Clarisse nicht klar vor; aber gerade darum wollte sie allein sein und Walter aus dem Haus scheuchen. Der wilde Haß, der in diesem Augenblick aus ihrem Gesicht loderte, war kein ungemischter und ernster, sondern nur ein körperlich rasender bei ungewisser Beteiligung der Person, ein »Klavierzorn«, wie er auch Walter geläufig war, und so kam es, daß auch er, nachdem er seine Frau schon eine Weile verdutzt angestarrt hatte, plötzlich von nachgeholter Blässe überzogen wurde, die Zähne bleckte und als Antwort darauf, daß er ihr widerwärtig sei, ausrief: »Hüte dich vor dem Genie! Gerade du hüte dich!«
Er schrie noch heftiger, als sie es getan hatte, und die dunkle Prophezeiung kam ihm selbst schauerlich vor, denn sie hatte sich, stärker als er selbst, einfach einen Weg durch seine Kehle gebrochen, und er sah plötzlich alles schwarz im Zimmer, als wäre eine Sonnenfinsternis eingetreten
Источник: Musil R. Der Mann ohne Eigenschaften. Berlin: Rowohlt Verlag, 1957. S. 622-623.
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3.Bestimmen Sie die Hauptidee des Textes in Russisch.
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6.Fassen Sie die Hauptpunkte des Textes zusammen und machen Sie den Plan des Textes.
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LEKTION 7
1.Lesen Sie den folgenden Text aufmerksam, übersetzen Sie ihn ins Russi-
sche und bilden Sie die Schlüsselfragen zum Text.
Erinnerungen
Wir sind heute am Strand nebeneinander gesessen und haben miteinander gesprochen wie Fremde. Der Bub spielte zu unseren Füßen mit Sand und Steinen. Es war nicht, als wenn irgend etwas auf uns lastete: wie Menschen, die einander nichts bedeuten, und die der Zufall des Badelebens auf kurze Zeit zusammengeführt, haben wir miteinander geplaudert; über das Wetter, über die Gegend, über die Leute, auch über Musik und über ein paar neue Bücher. Während ich neben ihr saß, empfand ich es nicht unangenehm; als sie aber aufstand und fortging, war es mir mit einemmal unerträglich. Ich hätte ihr nachrufen mögen: Laß mir doch etwas da; aber sie hätte es nicht einmal verstanden. Und wenn ich's überlege, was durfte ich anderes erwarten?
Daß sie mir bei unserer ersten Begegnung so freundlich entgegengekommen, war offenbar nur in der Überraschung begründet; vielleicht auch in dem frohen Gefühl, an einem fremden Orte einen alten Bekannten wiederzufinden. Nun aber hat sie Zeit gehabt, sich an alles zu erinnern wie ich; und was sie auf immer vergessen zu haben hoffte, ist mächtig wieder aufgetaucht. Ich kann es ja gar nicht ermessen, was sie um meinetwillen hat erdulden müssen, und was sie vielleicht noch heute leiden muß. Daß sie mit ihm zusammengeblieben ist, seh' ich wohl; und daß sie sich wieder versöhnt haben, dafür ist der vierjährige Junge ein lebendiges Zeugnis; – aber man kann sich versöhnen, ohne zu verzeihen, und man kann verzeihen, ohne zu vergessen. – – Ich sollte fort, es wäre besser für uns beide.
In einer seltsamen, wehmütigen Schönheit steigt jenes ganze Jahr vor mir auf, und ich durchlebe alles aufs neue. Einzelheiten fallen mir wieder ein. Ich erinnere mich an den Herbstmorgen, an dem ich, von meinem Vater begleitet, in der kleinen
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Stadt ankam, wo ich das letzte Gymnasialjahr zubringen sollte. Ich sehe das Schulgebäude deutlich wieder vor mir, mitten in dem Park mit seinen hohen Bäumen. Ich erinnere mich an mein ruhiges Arbeiten in dem schönen geräumigen Zimmer, an die freundlichen Gespräche über meine Zukunft, die ich bei Tisch mit dem Professor führte und denen Friederike lächelnd lauschte; an die Spaziergänge mit Kollegen auf die Landstraße hinaus bis zum nächsten Dorf, und alle Nichtigkeiten ergreifen mich so tief, als wenn sie meine Jugend zu bedeuten hätten. Wahrscheinlich würden alle diese Tage im tiefen Schatten des Vergessens liegen, wenn nicht von jener letzten
Stunde ein geheimnisvoller Glanz auf sie zurückfiele. Und das Merkwürdige ist: seit
Friederike in meiner Nähe weilt, scheinen mir jene Tage sogar näher als die vom heutigen Mai, in welchen ich das Fräulein liebte, das im Juni den Uhrmacher geheiratet hat.
Als ich heute frühmorgens an mein Fenster trat und auf die große Terrasse hinunterblickte, sah ich Friederike mit ihrem Buben an einem der Tische sitzen; sie waren die ersten Frühstücksgäste. Ihr Tisch war grade unter meinem Fenster, und ich rief ihr einen guten Morgen zu. Sie schaute auf. »So früh schon wach?« sagte sie.
»Wollen Sie nicht zu uns kommen?«
In der nächsten Minute saß ich an ihrem Tisch. Es war ein wunderbarer Morgen, kühl und sonnig. Wir plauderten wieder über so gleichgiltige Dinge als das letztemal, und doch war alles anders. Hinter unseren Worten glühte die Erinnerung. Wir gingen in den Wald. Da fing sie an, von sich zu sprechen und von ihrem Heim.
»Bei uns ist alles noch gerade so wie damals«, sagte sie, »nur unser Garten ist schöner geworden; mein Mann verwendet jetzt viel Sorgfalt auf ihn, seit wir den Buben haben. Im nächsten Jahr bekommen wir sogar ein Glashaus.«
Sie plauderte weiter. »Seit zwei Jahren gibt es ein Theater bei uns, den ganzen
Winter bis Palmsonntag wird gespielt. Ich gehe zwei-, dreimal in der Woche hinein, meistens mit meiner Mutter, der macht es großes Vergnügen.«
»Ich auch Theater!« rief der Kleine, den Friederike an der Hand führte.
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»Freilich, du auch. Sonntag nachmittag«, wandte sie sich erklärend an mich, »spielen sie nämlich manchmal Stücke für die Kinder; da gehe ich mit dem Buben hin. Aber ich amüsiere mich auch sehr gut dabei.«
Von mir mußte ich ihr mancherlei erzählen. Nach meinem Beruf und anderen ernsten Dingen fragte sie wenig; sie wollte vielmehr wissen, wie ich meine freie Zeit verbrächte, und ließ sich gern über die geselligen Vergnügungen der großen Stadt berichten.
Die ganze Unterhaltung floß heiter fort; mit keinem Wort wurde jene gemeinschaftliche Erinnerung angedeutet – und doch war sie ihr gewiß ununterbrochen so gegenwärtig wie mir. Stundenlang spazierten wir herum, und ich fühlte mich beinahe glücklich. Manchmal ging der Kleine zwischen uns beiden, und da begegneten sich unsere Hände über seinen Locken. Aber wir taten beide, als wenn wir es nicht bemerkten, und redeten ganz unbefangen weiten
Als ich wieder allein war, verflog mir die gute Stimmung bald. Denn plötzlich fühlte ich wieder, daß ich nichts von Friederike wußte. Es war mir unbegreiflich, daß mich diese Ungewißheit nicht während unseres ganzen Gesprächs gequält, und es kam mir sonderbar vor, daß Friederike selbst nicht das Bedürfnis gehabt, davon zu sprechen.
Источник: Schnitzler A. Meistererzählungen. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 2018. S. 13-15.
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die vorbereiteten Fragen (1) und beantworten Sie die Fragen.
3.Bestimmen Sie die Hauptidee des Textes in Russisch.
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5.Welche Ausdrucksmittel gibt es im Text? Welche Funktionen realisieren sie im Text?
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