Индивидуально-авторские концепты Германа Гессе. Учебное пособие
.pdfF)Und allmählich nahm sein Leiden zu und wurde bemerkbar. Seine Wangen wurden schmal, sein Blick erloschen, sein von allen geliebtes Lachen war selten geworden.
G)Da wendete sich Goldmund, der nun auch bleich geworden war, ging leise aus der Stube, setzte draußen seine Mütze auf, schlich die Treppe hinab und ließ die Ha nd über ihre geschnitzten Pfostenköpfe laufen, trat unten in die kleine Hofwerkstatt, stand zum Abschied eine kleine Weile vor seinem Johannes und verließ das Haus mit einem Weh im Herzen, tiefer als er es einst beim Verlassen der Ritterburg und der armen Lydia empfunden hatte.
H)Die Kindlichkeit des Vagantenlebens, seine mütterli che Herkunft, seine Abkehr von Gesetz und Geist, seine Preisgegebenheit und heimliche immerwährende Todesnähe hatten längst Goldmunds Seele tief ergriffen und geprägt. Daß dennoch Geist und Wille in ihm wohnte, daß er dennoch ein Künstler war, machte sein Leben reich und schwierig . Jedes Leben wird ja erst durch Spaltung und Widerspruch reich und blühend. Was wäre Vernunft und Nüchternheit ohne das Wissen vom Rausch, was wäre Sinnenlust, wenn nichtder Tod hinter ihr stünde, und was wäre Liebe ohne die ewige Todfeindschaft der Geschlechter?
I)Der Abt zuckte die Achseln. «Ich weiß, dies ist dei ne Spezialität. Hoffen wir, daß du damit nichts Schlimmes angerichtet hast. – Ist Goldmund denn krank? Ich meine, fehlt ihm irgend etwas? Ist er schwächlich? Schläft er schlecht? Ißt er nichts? Hat er irgendwelche Schmerzen?» «Nein, b is heute war er gesund. Am Leibe gesund». «Und sonst?» «An d er Seele ist er allerdings krank».
J)Nie hätte er ein Verbot, einen Wunsch, eine Andeutung von ihr mißachtet. Er war selbst verwundert darüber , wieviel Macht sie über ihn hatte. Aber er litt. Seine Sinne blieben ungestillt, und sein Herz wehrte sich oft heftig gegen die Abhängigkeit. Manchmal gab er sich Mühe, davon loszukommen.
K)Er lief sich müde. Mit dem Reiten ist's nun vorbei, dachte er. O weite Welt! Es fiel wenig Schnee, in der Ferne liefen Waldrücken und Wolken grau ineinander, unend lich lag
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die Stille, bis ans Ende der Welt. Was war nun wohl mit Lydia, dem armen ängstlichen Herzen? Bitter tat es ihm leid um sie; zärtlich dachte er an sie, während er, mitten im erenle Ried, unter einer alleinstehenden kahlen Esche saß und rastete. Endlich vertrieb ihn die Kälte, mit steifen Beinenstand er auf, brachte sich langsam in einen zügigen Schritt, scho n schien das dürftige Licht des trüben Tages wieder abzunehm en. Während des langen Trabens übers leere Gefild vergingen ihm die Gedanken.
L) Wieder trieb das Eis die Flüsse hinab, wieder dufte te es unterm faulen Laub nach Veilchen, wieder lief Goldmund durch die bunten Jahreszeiten, trank mit unersättlichen Augen die Wälder, Berge und Wolken in sich ein, wanderte vonHof zu Hof, von Dorf zu Dorf, von Frau zu Frau, saß manchen kühlen Abend beklommen und mit Weh im Herzen zu Füßen eine s Fensters, hinter dem Licht brannte und aus dessen rotem Schein ihm hold und unerreichbar alles strahlte, was es an Glück, an Heimat, an Frieden auf Erden geben mochte . Alles kam wieder und wieder, was er nun schon so wohl zu kennen glaubte, alles kam wieder und war doch jedesmal anders: das lange Wandern über Feld und Heide oder auf steinige r Straße, das sommerliche Schlafen im Walde, das Schlendern in Dörfern, hinter den Reihen der jungen Mädchen her, die Hand in Hand vom Heuwenden oder vom Hopfenlesen heimkamen, das erste Schauern des Herbstes, die bösen ersten F röste – alles kam wieder, einmal, zweimal, endlos lief das bunte Band vor seinen Augen hin.
M)Wirklich und lebendig war nichts mehr als das Leben in ihm innen, das bange Schlagen des Herzens, der wehe Stachel der Sehnsucht, die Freuden und Ängste seiner Träume.
N)Ahnungslos hatte Narziß in dieser Stunde das getan, was zu tun schon lange sein ersehntes Ziel war: er hatte den Dämon, von dem sein Freund besessen war, bei Namen gerufen, er hatte ihn gestellt. Von irgendeinem seiner Worte war das Geheimnis in Goldmunds Herzen angerührt wor den und hatte sich in rasendem Schmerz aufgebäumt. Lange irrte Narziß durchs Kloster und suchte den Freund, fand ihn aber nirgends.
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O)Es ging Jahr um Jahr, und es schien, als habe Goldmund vergessen, daß es anderes auf Erden gebe als Hunger und Liebe und diese stille unheimliche Eile der Jahreszeiten; es schien, als sei er ganz in der müt terlichen, triebhaften Urwelt versunken. In jedem Traum aber und bei jeder sinnenden Rast mit dem Blick über die blühend en und welkenden Täler war er voll Schauen, war Künstler, litt an quälender Sehnsucht, den holden dahintreibenden Unsinn des Lebens durch Geist zu beschwören und in Sinn zu ver wandeln.
P)Narziß, wie immer mit beherrschter Haltung und Sprache, gab einen kurzen Bericht über sein heutige s Gespräch mit Goldmund, und wie überraschend heftig es auf diesen gewirkt habe. Der Abt schüttelte den Kopf, n icht ohne Unmut. «Merkwürdige Gespräche sind das», sagte er u nd zwang sich zur Ruhe. «Was du mir da geschildert has t, ist ein Gespräch, das man einen Eingriff in eine fremde Seele nennen könnte, es ist, möchte ich sagen, ein seelsorgerlic hes Gespräch. Du bist aber nicht Goldmunds Seelsorger».
Q)Goldmund: «Kein anderes Ziel für einen Mönch?» Narziß: «O ja, Ziele genug. Es kann für einen Mönch Lebensziel sein, Hebräisch zu lernen, den Aristoteles zu kommentieren oder die Klosterkirche auszuschmücken oder sich einzuschließen und zu meditieren oder hundert andere Dinge zu tun. Für mich sind das keine Ziele. Ich wi ll weder den Reichtum des Klosters vermehren noch den Orden reformieren oder die Kirche. Ich will innerhalb des mir Möglich en dem Geist dienen, so wie ich ihn verstehe, nichts anderes. Ist das kein Ziel?»
R)Goldmund unterbrach ihn, halb scherzend sagte er: «Wunderbar hast du sie überwunden! Aber sage doch: wenn du mir geholfen, mich geführt und befreit und meine Se ele gesund gemacht hast – hast du denn damit wirklich dem Geist gedient? Du hast damit wahrscheinlich dem Kloster einen eifrigen und gutgewillten Novizen entzogen und hast dem Geist vielleicht einen Gegner erzogen, einen, der gerade das Gegenteil von dem tun und glauben und anstreben wird, was du für gut hältst!»
S)«Du aber bist ja schon ein ausgewachsener Bursche und könntest dem Alter nach längst Geselle oder sogar schon
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Meister sein. Einen Lehrling mit einem Bart hat man in unserer Zunft noch nie gesehen. Auch sagte ich dir ja schon, daß ich in meinem Haus keinen Lehrling halten will. Du siehst auch gar nicht aus wie jemand, der sich befehlen und herumschicken lässt».
T)In Goldmund war die Ungeduld aufs höchste gestiegen , jedes der bedächtigen Worte des Meisters spannte ihn auf die Folter und schien ihm abscheulich langweilig und schulmeisterlich zu sein. Heftig rief er: «Warum sa get Ihr mir das alles, wenn Ihr doch gar nicht daran denket, mich in die Lehre zu nehmen?»
U)Der Ausdruck großen Schmerzes in einem Gesicht war heftiger zwar und mehr entstellend als der Ausdruck großer Lust – aber er war im Grunde nicht von ihm verschieden, es war dasselbe etwas grinsende Sichzusammenziehen, dasselbe Aufglühen und Erlöschen. Wunderbar, ohne daß er beg riff warum, überraschte ihn diese Einsicht, daß Schmerz und Lust einander ähnlich sein konnten wie Geschwister.
V)Ein Jahr und länger war Goldmund schon Klosterschüler in Mariabronn, hundertmal schon hatte er unter den Linden des Hofes und unter dem schönen Kastanienbaum mit den Kameraden die Schülerspiele gespielt, Laufspiele, B allspiele, Räuberspiele, Schneeballschlachten; nun war es Frühling; aber Goldmund war müde und fühlte sich kränklich, oft tat der Kopf ihm weh, und in der Schule hatte er Mühe, sich wach und aufmerksam zu erhalten.
W)In der öden verschneiten Gegend verlaufen, ohne Obdach, ohne Weg, ohne Nahrung und beinahe ohne Schlaf, geriet er in große Bedrängnis, wie ein wildes Tier schrie der Hunger in seinem Leib, mehrmals legte er sich erschöpft mitten im Felde nieder, schloß die Augen und gab sich verloren, wünschte nichts als einzuschlafen und im Schnee zu sterben. Aber immer wieder trieb es ihn empor, verzweifelt und gierig lief er um sein Leben, und mitten in der bittersten Not erquickte und berauschte ihn die unsinnige Kraft und Wildheit des Nichtsterbenwollens, die ungeheure Stärke des nackten Lebenstriebes.
X)Und indem er den Zaubernamen sprach, antwortete ihm ein Bild aus der Tiefe seiner Erinnerungen, das Bild der Mutter.
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Es war nicht die Muttergestalt seiner Gedanken und Künstlerträume, es war das Bild seiner eigenen Mutter, schön und lebendig, wie er es seit den Klosterzelten nie mehr gesehen hatte. An sie richtete er seine Klage, ihr weinte er dies unerträgliche Leid des Sterbenmüssens entgegen, ihr gab er sich anheim, ihr gab er den Wald, die Sonne, die Augen, die Hände, ihr gab er sein ganzes Wesen und Leben zurück, in die mütterlichen Hände.
Y)Viel mehr, als der Knabe ahnte, waren Narzissens Gedanken mit ihm beschäftigt. Er wünschte sich diesen hübschen, hellen, lieben Jungen zum Freunde, er ahn te in ihm seinen Gegenpol und seine Ergänzung, er hätte ihn na sich nehmen mögen, ihn führen, aufklären, steigern und zur Blüte bringen. Aber er hielt sich zurück.
Z)Vielleicht aber lebte er auch noch lange, vielleicht zehn oder zwanzig Jahre, und hatte dann immer noch dieselben weißen dünnen Haare und dieselben drolligen Faltenb ündel um die Augen; aber er selbst, Goldmund, was würde in z wanzig Jahren mit ihm sein? Ach, alles war unverständlich und eigentlich traurig, obwohl es auch schön war. Man w ußte nichts. Man lebte und lief auf der Erde herum oder ritt durch die Wälder, und manches schaute einen so fordernd und versprechend und sehnsuchterweckend an: ein Stern am Abend, eine blaue Glockenblume, ein schilfgrüner Se e, das Auge eines Menschen oder einer Kuh, und manchmal war es, als müsse jetzt gleich etwas Niegesehenes und doch lang Ersehntes geschehen, ein Schleier von allem fallen; aber dann ging es vorüber, und es geschah nichts, und das Rätsel wurde nicht gelöst und der geheime Zauber nicht entbunden , und zuletzt wurde man alt und sah so pfiffig aus wie der Pater Anselm oder so weise wie der Abt Daniel und wußte vielleicht noch immer nichts, wartete und horchte noch immer.
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Раздел 4. ИНДИВИДУАЛЬНО-АВТОРСКИЕ КОНЦЕПТЫ ГЕРМАНА ГЕССЕ В ПОВЕСТИ «ПЕТЕР КАМЕНЦИНД»
4.1.Концепт «душевные страдания»
Вассоциативных и эмоционально-оценочных признаках номинаций концепта отражена система ценностей социума. Ценности являются важнейшей характеристикой любой культуры, цивилизации. В ценностях эксплицирована система приоритетов общества, чем и объясняется традиционно повышенный интерес к их изучению в самых разных науках, в частности, в лингвокультурологии, концептологии, философской антропологии. От ценностной ориентации субъекта зависит характер оценки того или иного явления действительности. Заметим, что оценка как признаковый компонент находит свое отражение в языковых репрезентантах эмоциональных концептов. К их
числу относятся и концепты « душевные страдания» и « одиночество».
Рассмотрим в данном параграфе аксиологические и перцептивно-образные признаки концепта « душевные страдания» в индивидуально-авторской картине мира Германа Гессе на примере его повести « Петер Каменцинд»
(«Peter Camenzind», 1904 г.). Но прежде уместно еще раз указать на способы концептуализации мира – обозначение
и выражение. |
Обозначение концепта – это « присвоение |
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фрагменту |
осмысливаемой |
действительности |
специального |
знака», выражение |
концепта – « вся |
совокупность языковых и неязыковых средств, прямо или косвенно иллюстрирующих, уточняющих и развивающих его содержание» [ Карасик, 2002, с. 130-131].
Концепт « душевные страдания» в немецком языке обозначается следующими словами: das Leid, die Leiden,
der Schmerz, |
die Qual, das Weh, die Pein, |
die Marter |
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[Рахманов, 1983, с. 402]. |
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Индекс |
частотности |
использования |
основных |
обозначающих концепт « душевные страдания» |
лексем Leid, |
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Schmerz и их дериватов |
равен 67. Слово |
Leid и его |
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дериваты употреблены 41 раз и соответственно слово Schmerz и его дериваты 26 раз. Максимальную частотность использования обнаруживают имена существительные – Schmerz (23) и Leid(en) (24). Частотность употребления слова Qual и его производных равна 14 и соответственно слова Weh равна 12. При этом нужно заметить, что концепт вербализуется также высокочастотно лексемами Herz – сердце (индекс частотности употребления этого слова и его производных в повести равен 11) и Seele – душа (10 словоупотреблений), выражающих в « Петере Каменцинде» концепт « душевные страдания». Приведем в качестве иллюстрации изложенного выше несколько примеров из повести Г. Гессе. Петеру приносит душевные страдания, в том числе, и любовь, неразделенная любовь к разным девушкам на разных этапах его жизни. Так, вспоминая красивую художницу Эрминию Аглиетти, за которой он безуспешно пытался ухаживать, Петер Каменцинд ощущает щемящую боль. Он чувствует сейчас, как и во времена общения с девушкой, острые шипы в своем сердце: « Mir war klargeworden, daß ich der Malerin irgendwie Ges tändnisse machen und um sie werben müsse. Wäre sie mir ferngestanden, so hätte ich sie ruhig weiterhin ver ehrt und verschwiegene Schmerzen um sie gelitten. Aber sie fast täglich zu sehen, mit ihr zu reden, ihr die Hand zu geben und ihr Haus zu betreten, stets mit dem Stachel im Herzen, hielt ich nicht lange aus». (Выделено нами. – Н.К.).
В следующем фрагменте повести посредством ряда ключевых лексем (einerlei, Grauen, zerstört, der Schrei, die Seele, krank) дано описание психического состояния Петера Каменцинда, в частности переданы его глубокие переживания в связи с утратой друга Рихарда: « Es litt mich nicht länger in der Stadt, wo täglich eine Menge vo n Erinnerungen sich an mich hängte und mir die Luft r aubte. Was nun käme, war mir einerlei; ich war im Kern der See le krank und hatte ein Grauen vor allem Lebendigen. Einstweilen schien die Aussicht gering, daß mein zerstörtes Wesen sich wieder aufrichte und mit neu gespannten Segeln dem herberen Glück der Mannesjahre entgegentreibe. Gott hatte gewollt, daß ich das Beste meines Wesens einer reinen und fröhlichen
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Freundschaft hingäbe. Wie zwei rasche Nachen waren wir miteinander vorangestürmt, und Richards Nachen war der bunte, leichte, glückliche, geliebte, an dem mein A uge hing und dem ich vertraute, er würde mich zu schönen Zielen mitreißen. Nun war er mit kurzem Schrei versunken, und ich trieb steuerlos auf plötzlich verdunkelten Wassern umher» .
Приведенный отрывок текста эмотивен. Он содержит ряд слов (einerlei, Grauen, zerstört, der Schrei, die Seele, krank),
создающих эмоциональное напряжение, вызывающих у читателя негативные эмоции.
Протагонист повести Петер Каменцинд, студент университета г. Цюрих, испытывает постоянно душевные муки, вызванные его неразделенной любовью к Эрминии Аглиетте, красивой художнице: « Es geschah, daß ich stundenlang selbstvergessen heiter sein konnte, studierte, schrieb und Richards Musik anhörte. Aber kein Tag g ing ganz ohne Leid vorbei. Manchmal überfiel es mich erst na chts im Bette, daß ich stöhnte und mich bäumte und spät in Tränen entschlief. Oder erwachte es, wenn ich der Aglietti begegnet war. Meistens aber kam es am Spätnachmittag, wenn d ie schönen, lauen, müdemachenden Sommerabende begannen . Dann ging ich an den See, nahm ein Boot, ruderte mich heiß und müde und fand es dann unmöglich, nach Hause zu gehen. Also in eine Kneipe oder in einen Wirtsgarten. Da probierte ich verschiedene Weine, trank und brütete und war manch mal am andern Tage halb krank. Dutzendemal überfiel mich d abei ein so schauderhaftes Elend und Ekelgefühl ….». Со своим чувством Петер борется: отправляется плавать на лодке на озере, ходит в винный погребок, но эти меры никак не помогают ему.
Однако душевные переживания, страдания главного действующего лица вызваны не только неразделенной любовью. Лучший друг Петера Рихард трагически погиб. У Петера не осталось больше друзей. Он, вернувшись из Цюриха в Базель, устроившись на работу, никак не может забыть своего единственного друга: «<… > es standen wichtige Dinge in den Zeitungen – mich ging es nich ts an. Es wurden Feste gefeiert, Tote begraben, Märkte abgeha lten, Konzerte gegeben – wozu? wofür? Ich lief hinaus, ic h trieb mich
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in Wäldern, auf Hügeln und Landstraßen herum, und u m mich her schwiegen Wiesen, Bäume, Äcker in klagloser Tra uer, sahen mich stumm und flehentlich an und hatten das Verlangen, mir etwas zu sagen, mir entgegenzukommen, mich zu begrüßen. Aber sie lagen da und konnten nichts s agen, und ich begriff ihr Leiden und litt es mit, denn ich konnte sie nicht erlösen» . Петер выходит за город, бродит по полям и лесам. Деревья, поля ему видятся в безутешной печали. Они, измученные и уставшие, пытаются что-то ему сказать. Они, так же как и Петер, полны страданий.
Вследующем пассаже повести мы видим протагониста
вквартире. Он молча сидит и удрученно вспоминает многие события, события, наполненные печалью и тоской (Schwermut und Sehnsucht): смерть матери, гибель друга Рихарда, возлюбленные в разные годы своей жизни Рёзи Гиртаннер и Эрминия Аглиетте. Страдания, муки (Qual) Петера ассоциативно связаны с бледными ночными облаками, похожими на размахивающих крыльями в небе птиц, со снежными горами. Трудно вспомнить ему часы радости и счастья: « In all diesen Bestrebungen war Leben, Trieb und Bewegung; aber keine davon war mir wichtig und notwendig, und es hätte mich und mein Leben nicht b erührt, wenn alle jene Ziele heute erreicht worden wären. H offnungslos
sank ich in den Stuhl zurück, schob Bücher und Blät ter von mir und sann, und sann. Dann hörte ich vor den Fenstern den Rhein ziehen und den Wind sausen und lauschte ergriffen auf diese Sprache einer großen, überall auf der Lauer l iegenden Schwermut und Sehnsucht. Ich sah die blassen Nachtwolken in großen Stößen wie erschreckte Vögel durch den Himme l flattern, hörte den Rhein wandern und dachte an mei ner Mutter Tod, an den heiligen Franz, an meine Heimat in den Schneebergen und an den ertrunkenen Richard. Ich sah mich an den Felswänden klettern, um Alpenrosen für die R ösi Girtanner zu brechen, ich sah mich in Zürich von Bü chern und Musik und Gesprächen erregt, sah mich mit der Aglie tti auf dem nächtlichen Wasser fahren, sah mich über Richards T od verzweifeln, reisen und wiederkommen, genesen und wieder elend werden. Wozu? Wofür? O Gott, war alles das de nn nur ein Spiel, ein Zufall, ein gemaltes Bild gewesen? Hatte ich nicht
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gerungen und Qualen der Begierde gelitten nach Geist, nach Freundschaft, nach Schönheit, Wahrheit und Liebe? Q uoll nicht noch immer in mir die schwüle Woge der Sehnsucht un d der Liebe? Und alles für nichts, mir zur Qual, niemand zur Lust!».
В повести для выражения эмоциональных концептов часто используется метафора как эффективное художественно-выразительное языковое средство.
Приведем пример: « Erst als wir nach Hause kamen und als mein Vater spät verstummte und entschlief, dachte i ch wieder an Elisabeth. Noch gestern hatte sie mich begrüßt, hatte ich sie bewundert und hatte ihrem Bräutigam Glück gewünscht . Es schien mir eine lange Zeit seither vergangen zu sein. Aber der Schmerz erwachte, vermischte sich mit der Flut der aufgestörten Erinnerungen und rüttelte an meinem selbstsüchtigen und schlecht verwahrten Herzen wie der Föhn an einer zitternden und baufälligen Almhütte. Ich h ielt es nicht im Hause aus». Словосочетаниями «der Schmerz erwachte, rüttelte», «an meinem selbstsüchtigen und schlecht verwahrten Herzen» образно передана глубина душевных страданий главного действующего лица.
В повести |
« Петер Каменцинд» |
в |
отличие |
от других |
произведений |
(« Степной волк», « |
Нарцисс и |
Златоуст», |
|
« Сиддхартха. |
Индийская поэма») |
более |
активно |
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применяется такая разновидности метафоры, как олицетворение (персонификация) (т.е. приписывание предметам мира, разнообразным явлениям природы антропоморфных черт), что обусловлено, на наш взгляд, не только эстетической системой Г. Гессе, необычным выбором художественно-выразительных средств, но и самой мировоззренческой позицией писателя. Современное ему общество, живущее в хаосе и не знающее гармонии, Г. Гессе противопоставлено природе, где царствуют упорядоченность, гармония, изысканность и красота. Данная антитеза – излюбленный художественный прием писателя, которым он пользуется в повести « Петер Каменцинд». Частотное применение олицетворения вызвано стремлением Г. Гессе показать читателю одухотворенность явлений природы, с одной стороны, а с другой – потерянное умение современного человека
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