Добавил:
Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:

Основы теории основного иностранного языка теоретическая фонетика немецкого языка. Учебное пособие

.pdf
Скачиваний:
2
Добавлен:
07.09.2026
Размер:
2 Мб
Скачать
☆
Übung 2. Ergänzen Sie die Sätze mit den Wörtern undWortkom-
binationen aus dem Kasten: Setzen Sie in die Sätze die passenden
Wortkombinationen ein:
a)verändern; b) Verbesserung der Aussprache; c) Konsonanten;
d) die Vokallaute; e) die Lippenstellung; f) Vibrationsmodi;
g) Laute; h) die Vokalbildung;i) die Rundung;
j) die Zungenposition; k) die Stimmbänder; l) Frequenzbereiche;
m) die anatomischen und physiologischen Prozesse;
n) der Flüster- oder Knackmodus; o) die Zungenlage;
(1) … bezeichnet den Prozess, bei dem (2) … im Vokaltrakt er-
zeugt werden. Dabei spielen der Mundraum, (3) … und (4) … eine zentrale Rolle. Diese Faktoren bestimmen die Klangfarbe und Höhe des Vokals.
Vokale sind (5) …, die ohne Verengung des Stimmtraktes er-
zeugt werden, im Gegensatz zu (6) …, die eine solche Verengung benötigen.
Zu den wichtigsten Organen, die an der Vokalbildung beteiligt
sind, gehören: die Lippen, die Zunge, der Gaumen und (7) ….
Die wichtigsten Faktoren, die bei der Vokalbildung eine wesent-
liche Rolle spielen, sind: (8) … (hoch und vorne, hoch und hin­ten, tief und vorne, tief und hinten), die Lippenstellung (9) … oder Spreizung der Lippen), die Spannung der Stimmbänder. Straffe oder lockere Stimmbänder können den Klang eines Vokals (10) …. Die Stimmbänder können in verschiedenen (11) … arbeiten. Der mo­dale Modus ist der häufigste für das normale Sprechen, während der Falsettmodus häufig im Gesang verwendet wird. Ein weiterer inter­essanter Modus ist (12) …,der besondere akustische Effekte erzeugt.
Die akustischen Eigenschaften der deutschen Vokale werden
maßgeblich durch ihre Formanten bestimmt. Formanten sind (13) …, in denen die Stimme besonders stark ist und daher sie den Klang eines Vokals prägen. Fachleute können durch die Analyse von For­manten die genauen Unterschiede zwischen verschiedenen Vokalen bestimmen und gezielte Techniken zur (14) … entwickeln.
Die Physiologie der Vokalbildung umfasst (15) …, die Vokale im
menschlichen Körper erzeugen. Diese Prozesse sind essenziell für das Sprechen und Singen.
Übung 3. Füllen Sie die Tabelle aus. Ergänzen Sie für jeden Vo-
kal ein Wortbeispiel:
51
Laute
(Phoneme):
lang/
gespannt/
geschlossen
Schreibun-
gen Grap-
heme
Bei-
spiele
Laute:
kurz/ unge-
spannt/
offen
[e:] e, ee, eh [ɛ]
[i:] I, ie, ih, ieh [ɪ] i [o:] o, oh, oo [ɔ] o [u:] u, uh [ʊ] u
[ø:]
[y:]
ö, öh
ü, üh, y
[œ] [Y]
lang/
gespannt/
offen
[a:] a, ah, aa [a] a
[ɛ:]
ä, äh
Schreibun-
gen Grap-
heme
ö
ü, y
Beispiele
Laute (Phoneme) Schreibungen
Beispiele
Grapheme
[aε]/ [aı] ai, ay, ei, ey [aͻ] / [aʊ] au [ͻY] / [ͻø]
eu, äu
Übung 4. Ordnen Sie jeden Vokalphonemen, die in der Tabelle
dargestellt sind, folgende phonologischen Merkmale zu:
Merkmal Gruppe Vokalphoneme
Quantität
lang
aː a
εː
ɔ
I
uː Y
kurz
Qualität
geschlossen
offen
Labialisierung labialisiert
nicht labialisiert
Zungenreihe vordere
mittlere
hintere
Zungenhebung hohe
mittlere
tiefe
5252
Übung 5. Geben Sie die artikulatorischen Merkmale von folgen-
den Vokalen an: [oː, iː, ʊ, ə, ɛ, œ, y:]
Übung 6. Im Wort- und Silbenanlaut werden die deutschen Vo-
kale meist neu eingesetzt (und zwar durch Glottisschlag). Der Glottisschlag kann in der Praxis bedeutungsdifferenzierende Wir­kung ausüben, z.B. viel Ehre – viel Leere, im Erz – im Herz. Geben Sie Ihre eigenen zehn Beispiele an.
Übung 7. Transkribieren Sie folgende Wörter. Charakterisieren
Sie die Vokallaute in diesen Wörtern nach dem Muster:
Muster: Rabe [ˈʁaːbə] – Das Wort hat zwei Vokallaute. Das [aː]
ist lang, offen, hinten, ungerundet. Das [ə] ist neutral, zentral, ungerundet.
Brief, Sinn, Balkon, süß, Mut, Bett, Hof, immer, Meer, Mai,
neu, Baum
1.5. Das deutsche Konsonantensystem
1.5.1. Phonetische Merkmale der deutschen Konsonanten
1.5.2. Phonologische Merkmale der deutschen Konsonanten
1.5.3. Starke Positionen der deutschen Konsonantenphoneme
1.5.1. Phonetische Merkmale der deutschen Konsonanten
Konsonanten wie auch Vokale können auf zwei Ebenen betrach-
tet werden, nämlich phonetisch und phonologisch. Im Gegensatz zu Vokalen sind Konsonanten Laute, die durch die Aufrechterhaltung eines Hindernisses im Sprachapparat durch Luft erzeugt werden. Aus phonetischer Perspektive lässt sich eine Systematisierung der Konsonanten in folgende Gruppen vornehmen:
53
Des Weiteren wird eine Klassifikation auf Basis von drei Para-
metern vorgeschlagen:
(NachKöhler, S. 5–8.)
Zu den physiologischen Merkmalen der deutschen Konsonanten
nach S.A. Uchurova gehören:
1) starke Muskelspannung und starke Exspiration (der starke
Atemdruck) (die stimmlosen Verschlusslaute werden behaucht und die stimmlosen Engelaute mit einem starken Reibegeräusch gespro­chen);
2) die verhältnismäßig geringe Aktivität der Stimmbänder bei der Bildung der stimmhaften Konsonanten (die Stimmbänder beginnen erst dann zu vibrieren, wenn schon das Geräusch zu hören ist);
3) das Fehlen der Gegenüberstellung von nichtpalatalisierten und palatalisierten Konsonanten (Uchurova, S. 88–89).
1.5.2. Phonologische Merkmale der deutschen Konsonanten
In der Standardaussprache werden zwischen 21 und 24 Konso­nantenlaute unterschieden. Es sei jedoch darauf verwiesen, dass der Lautbestand einer Sprache nicht mit dem Phonembestand der Sprache übereinstimmt. Das deutsche Konsonantensystem enthält
5454
26 Konsonantenphoneme (einschließlich das Phonem r, das in drei Varianten auftritt und drei Affrikaten)(Zacher, S. 135–138, Kos­min, S. 73–77). Die phonologischen Eigenschaften weisen eine di­stinktive Funktion auf und sind somit als distinktive Kriterien zu werten.
Zu den phonologischen Merkmalen des deutschen Konsonanti-
mus gehören sechs folgende Oppositionen:
1) s t i m m l o s gesp a n n t / s t i m m h a f t u n g e s p a
n n t ,
2) a b r u p t / d a u e r n d ,
3) a b r u p t /g lei t e n d d a u e r n d ,
4) d a u e r n d / g l e i t e n d d a u e r n d ,
5) n a s a l / o r a l ,
6) k o m p a k t / d i f f u s (großer / kleiner Resonanzraum).
1.5.3. Starke Positionen der deutschen Konsonantenphoneme
Analog zu den starken Positionen von Vokalphonemen werden
auch die starken Positionen von Konsonantenphonemen durch ihre deutlichste Erscheinungsform definiert. Diesbezüglich sei erneut auf die Ausführungen von O. Zacher verwiesen.
Die beste Erklärung der starken Postionen der deutschen Konso-
nantenphonemen findet sich bei O. Zacher in seinem theoretischen Kurs der deutschen Phonetik. Zit.: „Die stimmlosen Geräuschlaute klingen im Deutschen am deutlichsten, wenn sie in einer betonten Silbe vor einem Vokal der hinteren oder mittleren Reihe und nach beliebigem Vokal oder Konsonanten stehen“ , z.B.: Mut [mu:tᵸ],
Tal [tᵸa:l], Akt [aktᵸ].
In den unbetonten Silben verlieren die Geräuschlaute etwas.‘ an
ihrem Geräusch und klingen schwacher. Vor Vokalen der vorderen Reihe werden die Konsonanten heller gesprochen.Vgl. [‚fa:ne] Fah- ne— [fi:l] viel.
Die stimmhaften Geräuschlaute der deutschen Sprache klingen
am deutlichsten, wenn sie zwischen Vokalen oder zwischen einem Sonanten und einem Vokal stehen. Wichtig ist für die starke Posi­tion außerdem die Stellung vor Vokalen der hinteren oder mittleren Reihe. Vor Vokalen der vorderen Reihe wird ihr Eigenton erhöht.
Am Ende der Silbe verlieren die stimmhaften Geräuschlaute ihre
Stimmhaftigkeit. Im absoluten Anlaut und nach stimmlosen Ge­räuschlauten werden sie halbstimmhaft. Vgl. [‚’i:da ] Ida —[das ‚dax] das Dach.
55
Die Sonanten klingen im Deutschen fast in allen Positionen deut­lich.
Eine Ausnahme aus den angeführten Regeln bilden die Hinter­zungenkonsonanten [k], [g] und [g]. Diese Konsonantenphoneme stehen nicht nur unter dem Einfluss des folgenden, sondern auch unter dem Einfluss des vorhergehenden Vokals. Nach den Vokalen der vorderen Reihe wird die Artikulationsstelle dieser Konsonanten stark nach vorn verlegt, z. B.
• [rok] Rock – [rek] Reck, [‚za:gən] sagen – [‚zi:gən] siegen,
• [fag] F a n g – [fig] fing
• [‘raʊxən] rauchen – [‚rᴐøçərn ]räuchern.
Diese Konsonanten stehen somit nach Vokalen der vorderen Rei­he in der schwachen Position“ (Zacher, S. 87–88).
Fragen zur Selbstkontrolle:
1) Definieren Sie den Begriff „Konsonant“.
2) Nach welchen Kriterien erfolgt die Klassifikation der deut-
schen Konsonanten?
3) Beschreiben Sie die Konsonanten nach der Beteiligung der
Artikulatoren.
4) Welche Konsonanten lassen sich klassifizieren nach Sonorität?
5) Innerhalb welcher Gruppe lassen sich stimmhafte bzw. stimm-
lose Konsonanten einordnen?
6) Nennen Sie physiologische Merkmale der deutschen Konso-
nanten.
7) Wie viele phonologische Merkmale lassen sich im deutschen
Konsonantismus ausmachen?
8) Welche Positionen der deutschen Konsonantenphoneme kann
man als stark bestimmen?
Literatur:
1. Köhler, Benjamin. Übungskompendium zur segmentalen Pho-
nologie Transkriptionsaufgaben zur sicheren Anwendung des Inter­nationalen Phonetischen Alphabets Ergebnisse des Seminars „Pho­nologie“ im WS 2010/2011 – Institut für deutsche Sprache und Literatur – Universität Hildesheim. https://www.uni-hildesheim. de/media/fb3/deutsche_sprache/Mitglieder/Bredel/Uebungskom­pendium_Phonologie_WS_2010_2011.pdf
2. Kosmin O.G., Bogomasova T.S. Theoretische Phonetik der deutschen Sprache/ Козьмин О.Г., Богомазова Т.С. Теоретическая фонетика немецкого языка. М.: НВИ-Тезаурус, 2002. – 256 с.
5656
3. Цахер О. Фонетика немецкого языка (теоретический курс)
(на немецком языке). Л.: Просвещение, 1969. – 210 c.
Übungen zum Kapitel 1.5
Übung 1. Definieren Sie folgende Begriffe: die Stimmlosigkeit,
die Stimmhaftigkeit, der Obstruent (Geräuschlaut), der Sonant, die Affrikaten, die Lenis, die Fortis, die Auslautverhärtung (das Aus­lautgesetz), die Aspiration (Behauchung).
Übung 2.Welche Laute werden an diesem Ort gebildet?
a) laryngal; b) velar; c) alveolar; d) dorsal; e) apikal; f) labial;
g) dental; h) glottal i) palatal/ palatoalveolar; j) uvular;
k) koronal; l) pharyngal
1. Kehlkopf →
2. Stimmritze →
3. Lippen →
4. Zungenspitze →
5. Zungenrücken →
6. Zungenkranz →
7. Zähne →
8. Zahntaschen, Zahndamm →
9. Gaumen →
10. Gaumensegel, weicher Gaumen →
11. Zäpfchen →
12. Rachen →
Übung 3. Ergänzen Sie die Tabelle mit Beispielen von Konso-
nantenlauten. Geben Sie diese in IPA:
Lautbezeich-
nung
Muster: bila-
bial
labiodental Unterlippe obere Schneide-
dental Zungenblatt obere Schneide-
alveolar Zungenspitze Zahndamm
postalveolar Zungenblatt harter Gaumen
retroflex Zungenspitze harter Gaumen
Artikulator
Unterlippe Oberlippe [p], [m]
Artikulations-
stelle
zähne
zähne
Beispiel
57
Окончание табл.
Lautbezeich-
nung
Artikulator
Artikulations-
stelle
Beispiel
palatal Dorsum harter Gaumen
velar Dorsum weicher Gaumen
uvular Dorsum Uvula
pharyngal Zungenwurzel Rachenwand
laryngal Stimmlippen Stimmlippen
Übung 4. Beschreiben Sie, wie die oben genannten Konsonan-
tenlaute (aus der 2. Übung) artikuliert werden:
Muster: Velare Segmente werden artikuliert, indem sich der hin-
tere Zungenteil (das Dorsum) zum weichen Gaumen (dem Velum) bewegt. Beispiele für velare Laute [k]und [g].
Übung 5. Ergänzen Sie die Definitionen der folgenden deutschen
Konsonanten nach dem Muster. Führen Sie Beispielwörter an:
Muster: Das [b] ist ein stimmhafter, bilabialer Plosiv, z. B. Le-
ben
[t] … [g] … [ŋ] … [ʀ] … [r] … [ʁ] … [ç] … [ɂ] … [l] … [ʃ] …
Übung 6. Beantworten Sie die Fragen:
Welcher Laut passt nicht in die Reihe?
[b, v, h, s] … ist nicht frikativ, sondern … [m, x, ŋ, n] … ist nicht nasal, sondern …
Welcher Laut fällt aus der Reihe?
[b, s, t, g] ________ [r, n, l, k] ________ [p, t, v, ç] ________
Übung 7. Füllen Sie die Tabelle aus. Ergänzen Sie für jeden Kon-
sonanten Wortbeispiele:
5858
Laut
(Phonem)
Schreibungen
(Graphem)
b b
d d
f f, ff, v g g h h
j j
k k, ck, -g, ch
l l, ll
m m, mm,
n n, nn,
ŋ
ng
p p, pp, -b
ʁ, R, r r, rr, rh, -er
s s, ss, ß
z s
ʃ
sch, s(t), s(p)
t t, tt, -d, th, dt
v w, v, (q)u
ç
ch, -ig
x ch
Ʒ
ɂ
j, g
­ks ks, x, gs, chs kv qu
pf pf
ts tz, ts, z, -t(ion) tʃ tsch, c, ch
Beispiele
Übung 8. Konsonantische und vokalische R-Laute müssen per-
zeptiv und artikulatorisch unterschieden und ebenfalls anhand der Graphem- und Lautposition in Wort und Silbe erkannt werden. Auf welche Ausspracheregeln muss man dabei beachten? Ordnen Sie zu:
59
Ausspracheregeln/
Beispiele
Der Konsonant r wird frikativ (als
R wird vokalisiert
([ɐ])
Reibe-, Zäpfchen oder
Zungenspitzen-R)
gesprochen:
Am Wortanfang oder
□ □
am Silbenanfang
in der unbetonten
□ □
Verbindungen er-, ver-,
zer-, -er
nach kurzen Vokalen □ □
nach Konsonanten □ □
Nach langen Vokalen □ □
Bei Doppelschreibung □ □
jener, jeder, hört
sprechen, schreiben,
□ □ □ □
lernen
Arbeit, Turm □ □
Butter, Wasser □ □
Übung 9. Unterstreichen sie die vokalisierten R-Laute im Ge-
dicht von Kerstin Reinke „Ein Regentag am Fenster“. Dann lesen
Sie dieses Gedicht vor:
Schirme sehe ich von hier: schwarze, grüne und braune und dann noch einen aus Papier, der macht mir gute Laune. Der Schirm ist rot und grün kariert und ich seh, wie er fröhlich und munter dort durch die nassen Straßen spaziert. Ich frag mich nur: Wer ist darunter …?
Übung 10. Unterstreichen Sie die Stellen in Wörtern und Wort-
verbindungen, wo die regressive Assimilation aufgetreten wird:
der Hausschlüssel; die Aussprache; aus Stoff sein; über dem Meeresspiegel; das Schlimmste befürchten.
6060
Соседние файлы в предмете [НЕСОРТИРОВАННОЕ]