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Основы теории основного иностранного языка теоретическая фонетика немецкого языка. Учебное пособие

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Phonetik/Phonologie
Die Phonetik und die Phonologie beschäftigen sich beide mit
sprachlichen Äußerungen, allerdings aus unterschiedlichen Perspek­tiven. Die Phonetik ist die Lehre der Lautbildung und die Phonologie beschäftigt sich mit den bedeutungstragenden Phonemen.
Phonetik (Lehre von der Lautbildung) Aufgabe der Phonetik ist es, jene Laute zu beschreiben und zu
klassifizieren, die durch den menschlichen Sprechapparat hervorge­bracht werden können. Dazu wird untersucht, wie das Zusammen­spiel verschiedener Körperteile, also z.B. der Lunge, des Kehlkop­fes, der Zunge etc., zur Bildung eines Lautes führt.
Bedeutung für die Logopädie Für die Logopädie bedeutet das, dass wir bei artikulatorischen
Auffälligkeiten (z.B. das bekannte Lispeln von «s») des Kindes oder des Erwachsenen, die korrekte Bildung des Lautes erklären, anbah­nen, üben und automatisieren müssen.
Phonologie (Wissenschaft, die das System und die bedeutungs-
mäßige Funktion der Laute untersucht)
Zu den zentralen Aufgabengebieten der Phonologie gehört das
Ermitteln von sogenannten distinktiven Merkmalen (Art und Wei­se, wie etwas ausgesprochen wird, also z.B. nasal, stimmhaft usw.), sowie der Phoneminventare und Silbenstrukturen unterschiedlicher Lautsprachen.
Phoneme sind die kleinsten, aus dem Schallstrom der Rede ab-
strahierbaren lautlichen Segmente, mit potenziell bedeutungsunter­scheidender Funktion. Phoneme können unter anderem mit Hilfe von Minimalpaaranalysen ermittelt werden. Ein Minimalpaar be­steht aus zwei Wörtern mit verschiedener Bedeutung, wobei sie sich nur durch ein Phonem in derselben Position unterscheiden. Ein Beispiel für ein Minimalpaar wäre: «Sand – Wand». Diese Wörter unterscheiden sich in den Phonemen «s» bzw. «w».
Bedeutung für die Logopädie Es kann davon ausgegangen werden, dass zuerst die phonolo-
gische Bewusstheit im weiteren Sinne erlernt wird. Dazu gehören beispielsweise das Identifizieren von Reimen und das Segmentieren von Silben. Diese Fähigkeiten werden oft spontan erworben. Darum sind auch Kinderverse, Lieder usw. beim Kleinkind wichtig. Der Er­werb phonologischer Bewusstheit im engeren Sinne hingegen wird im Normalfall durch explizite Anleitungen und Übungen erlernt (z.B.
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einen Anlaut isoliert hören, ein Wort lautieren können, den Vokal in einem Wort hören usw.).
Das Kind muss also lernen, kleine Teile der Sprache (Phoneme) aus einem Wort heraus zu hören und zu erkennen. Die Phonolo­gie beschäftigt sich mit den bedeutungstragenden Merkmalen der Sprache. So spielt es eine Rolle, ob ich z.B. Bus oder Busch sage. Es kommt darauf an, ob ich Gabel oder Gabeln sage usw. Kann also das Kind z.B. einen «sch» nicht korrekt bilden und sagt anstelle von Schal immer Saal, so hat das Wort für den Außenstehenden eine andere Bedeutung. Für das Kind aber bedeutet «Saal» in diesem Falle «Schal». Das Kind realisiert nicht, dass es vom Gegenüber nicht verstanden wird. In der Therapiestunde wird dann unter ande­rem mit Minimalpaaren gearbeitet (z.B. Bus-Busch/ Suppe-Schuppe usw.). Diese können mit Bildern Klarheit schaffen. So fördert man bei Kindern die phonologische Bewusstheit im engeren Sinne. Die phonologische Bewusstheit ist zentral für die Vorbereitung und die Entwicklung des Spracherwerbs und des späteren Schriftspracher­werbs in der Schule. [https://www.logopaedie-tg.ch/sites/default/
files/u791/Phonetik_Phonologie.pdf]
Übung 4. Ergänzen Sie die Sätze mit den Begriffen aus der Ta- belle:
A.Distinktives; B. das Phonem; C. Schrägstriche;
D. die Distribution; E. das Phoneminventar; F. eckige Klammern;
G. die komplementäre Distribution; H. Allophone; I. das Phone;
J. Minimalpaare;
1. Die kleinste bedeutungsdifferenzierende lautliche Einheit, die
durch die Bildung von Minimalpaaren ermittelt werden kann, heißt …
2. Alle Phoneme einer Sprache wird als … bezeichnet, das immer
sprachspezifisch ist, dessen Größe von Sprache zu Sprache teilweise
erheblich schwankt.
3. Der kleinste wahrnehmbare und artikulierbare Bestandteil der
Sprache ist …
4. Wörter, die sich nur an einer Stelle um einen Laut unterschei-
den, sind…
5. Die Laute, die bei der Minimalpaarbildung keine bedeutungs-
unterscheidende Funktion haben, werden als … genannt.
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6. Ein phonologisch relevantes Merkmal (artikulatorisch oder
akustisch definiertes bedeutungsunterscheidendes Merkmal des Phonems) heißt anders ein ... Merkmal.
7. … wird als die die Gesamtheit der Bedingungen für das Auf-
treten von Lauten und Lautverbindungen in bestimmten Positionen bzw. in Kombination mit anderen Lauten begriffen.
8. Die Verteilung zweier Segmente, die keinerlei Überschneidung
hat, heißt …
9. Die Lautsymbole mit dem Status von Phonen stehen bei der
phonetischen Transkription in ….
10. Die Phoneme, die in einer Sprache theoretisch existieren,
werden bei der phonologischen Transkription zwischen …notiert.
Übung 5. Verbinden Sie die Namen der Funktionen mit den
Aufgaben des Phonems:
a) repräsentativ b) distinktiv c) dålimitàtiv d) indåntifikàtiv e) kînstitutiv
1) verbindåt Elåmåntå zu einåm Gànzån
2) gliådårt dån Rådåstrîm
3) årmöglicht dàs Erkånnån dås Gåbildås
4) untårschåidåt Bådåutungån
5) vårtritt åinå gànzå Klàsså vîn ähnlichån Gåbildån
Übung 6. Ergänzen Sie die Lücken im Text durch passende Ter-
mini:
Man differenziert Sprachlaute – (1) … und Sprechlaute – (2)….
Unter (3) … wird eine Gesamtheit von (4) … (phonematischen, un­terscheidenden) Merkmalen verstanden, die dem betreffenden Pho­nem innewohnen. Hingegen wird ein konkreter gesprochener Laut als (5) … begriffen.
Das Lautsystem einer Sprache gliedert sich in zwei hauptkatego-
rien: in (6) … und (7)…. Im Unterschied zu den Konsonanten sind die Vokale offene Laute. Bei ihrer Bildung entstehen keine Hemm­nisse auf dem Luftwege im Ansatzrohr.
Im Vårglåich zum Russischån kànn diå dåutschå Sprachå als einå
vokalischå Spràchå båzeichnåt wårdån, wåil siå bådåutånd måhr Vîkàlphînåmå àls diå russischå Spràchå zählt: in dår russischån Spràchå gibt ås nur såchs Vîkàlphînåmå, Dåutsch àbår hàt zusammån mit dån dråi Diphthîngån 18 (8) … und zwåi Phînåmvàriàntån: dån Schwà-Làut und dån vîkàlisiårtån r-Làut.
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Das deutsche Konsonantensystem im Vergleich zu anderen Spra­chen durchschnittlich konsonantenreich. Je nach Zählweise lassen sich im Deutschen zwischen 21 und 23 (9) … ausmachen. Zählt man den Glottal-Stop und die drei regionalen Varianten des R-Lautes hinzu, kommt man auf 24 Konsonanten, ansonsten eben auf 21 Konsonanten.
Insgesamt gibt es im Deutschen gibt etwa 40 (10)… .
Übung 7. Aus wie vielen Lauten bestehen die folgenden Wörter? In welchen Fällen entsprechen mehrere Buchstaben einem Laut? In welchen Fällen entsprechen mehrere Laute einem Buchstaben?
Schale, Schuhe, Tisch, Zopf, Buch, Hexe, Mitte, Taxi;
Übung 8. Führen Sie bitte 5 Beispiele von Minimalpaaren an, die zeigen, daß das stimmlose „s“ ([s]) und „sch“ ([ʃ]) im Deut­schen zwei Phoneme sind.
Übung 9. Führen Sie bitte 5 Beispiele von Minimalpaaren an, die zeigen, daß “b“ ([b]) und „p“ ([p]) im Deutschen zwei Pho­neme sind.
Übung 10. Führen Sie bitte 10 Beispiele für die komplementä- reVerteilung von dem sogenannten “Ich-Laut” ([ç]) und dem so­genannten “Ach-Laut” ([x]) an (5 Wörter mit [ç], 5 Wörter mit [x]). Was ist der Unterschied? Wann haben wir [ç] und wann[x]?
Übung 11. Finden Sie Minimalpaare für folgende Segmente im Deutschen:
a) /t/, /d/
b) /n/, /s/
c) /v/, /m/
d) /χ/, /ŋ/
e) /s/, /k/
f) /pf/, /s/
g) /ʁ/, /h/
h) /n/, /l/
i) /ʃ/, /ç/
j) /p/, /pf/
k) /ae/, /ao/
l) /i:/, /ɪ/
m) /a:/, /o:/
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Übung 12. Nennen Sie mindestens ein distinktives Merkmal, das
die untenstehenden Minimalpaare unterscheidet.
Bad-Bät Rat-Rad Teich-Deich Stahl-Stall Klasse-Masse sein-mein Schuss-Schutz heißen-heizen Kasse-Katze Land-Rand Sand-sind Bann-dann Miete-Mitte Jagd-Jacht Tag-Dach
Übung 13. Wählen Sie merkmaltragende Glieder der folgenden
Oppositionen aus:
1. nach der Quantität
2. nach der Qualität
3. nach dem artikulierenden Organ (koronal/nicht koronal)
4. nach der Labialisierung
5. nach der Beteiligung der Stimme a) [i:] [I] b) [e:] [ε:] c) [a:] [u:] d) [l] [m] e) [s] [z]
Übung 14. Welche der folgenden Wortpaare sind Minimalpaare
und welche nicht? Begründen Sie Ihre Meinung:
roten: rotten [ro:tǝn]–[rɔtǝn] Hund: bunt[hunt]–[bunt] Flug: Krug[flu:k]–[kru:k] Brechen: Rechen [brɛçǝn]–[ rɛçǝn] Rassen: Rasen [rasǝn]–[ ra:zǝn]
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Übung 15. Ordnen Sie zu:
1. Welche Oppositionen sind balateral (eindimensional)? Welche
sind multilateral (mehrdimensional)?
a) [g] – [k]
b) [p] – [b]
c) [f] – [s]
d) [v] – [z]
e) [f] – [v]
f) [t] – [k]
2. Welche Oppositionen sind konstant (ständig)? Welche sind
neutralisierbar (aufhebbar)?
a) [d] – [t]
b) [p] – [t]
c) [k] – [s]
d) [z] – [s]
e) [g] – [l]
f) [d] – [r]
3. Welche Oppositionen sind privativ? Welche sind graduell?
a) hohe – mittelhohe – tiefe Vokale;
b) vordere – mittlere – hintere Vokale;
c) labialisierte – nicht labialisierte Vokale;
d) stimmlose – stimmhafte – sonore Konsonanten;
e) koronale – nicht koronale Konsonanten;
f) laterale – nicht laterale Konsonanten;
g) labiale – nicht labiale Konsonanten;
4. Welche Oppositionen sind proportional? Welche sind isoliert?
a) [l] – [r]
b) [f] – [v]
c) [k] – [g]
d) [h] – [k]
e) [p] – [ʃ]
f) [b] – [p]
Übung 16. Welche phonologischen Prozesse sind in folgenden Wörter aufgetreten: Bad, Kugel, gehen, schlafen, siebzig
Übung 17. Führen Sie eigene Beispiele an, die verschiedene Veränderungen der Phoneme illustrieren: a) die Assimilation (verschiedene Typen); b) die Reduktion; c) die Akkommodation; d) die Dissimilation; e) die Elisionen (Tilgung).
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Übung 18. Ordnen Sie chronologisch die Namen der Wissen-
schaftler, die zur Entwicklung der Phonologie wesentlich beige­tragen haben:
1) Daniel Jones
2) Jan Baudouin de Courtenay
3) Nikolai Sergejewitsch Trubetzkoy
4) Roman Ossipowitsch Jakobson
5) Morris Halle
6) Carl Gunnar Michael Fant
Übung 19. Ordnen Sie die untenstehenden Phonemauffassun-
gen entsprechenden Wissenschaftlern zu:
a) Phonem ist die Gesamtheit der phonologisch relevanten Eigen-
schaften eines Lautbildes.
b) Phonem ist eine Lautvorstellung in der Psyche des Menschen,
d.h. als eine psychologische Größe.
c) Phonem ist eine abstrakte Einheit, einen Lauttyp, der in Form
einer Klasse von Lauten realisiert wird.
d) Phonem ist eine Klasse von Lauten, die sich nicht durch ihre
physikalischen Eigenschaften, sondern durch ihre Sprachfunktion vereinigen.
1. A.A.Reformazkij
2. B.de Courtenay
3. L.W. Schtscherba
4. N.S. Trubetzkoy
5. R.O. Jakobson
6. R.I. Avanessov
Übung 20. Lesen Sie zuerst den theoretischen Stoff: aus dem
Lehrbuch von O. Zacher „Deutsche Phonetik» (S. 47–51), aus dem Lehrbuch von O.G. Kоsmin, T.S. Bogоmasova „Theоretische Phоnetik der deutschen Sprаche“ (S. 51–58), aus dem Buch von K. Kоhler „Einführung in die Phоnеtik dеs Dеutschеn“ (S. 80–
134) und füllen Sie die Tabelle aus. Sie können auch zusätzliche Lehrmaterialien aus den Internetquellen benutzen.
Ein Paar Links zum Thema „Prоblem des Phоnems in verschiede-
nen phоnоlоgischen Schulen“:
– http://hispanoteca.eu/Linguistik/po/PRAGER%20SCHULE.
htm
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– https://de.wikipedia.org/wiki/Prager_Schule#:~:text=Die% 2 0 P r a g e r % 2 0 S c h u l e % 2 0 b e g r % C 3 % B C n d e t e % 2 0 die,f%C3%BCr%20die%20Standardisierung%20des%20Tschechi­schen
– https://pure.mpg.de/rest/items/item_2399346_2/component/ file_2399345/content
– https://www.researchgate.net/publication/380145186_Die_ Rolle_von_Jan_Baudouin_de_Courtenay_im_sprachwissenschaftli­chen_Wissenstransfer_im_19_und_20_Jahrhundert
Kennzeichnende
Schule Vertreter
Die Kasaner phonologishe Schule Die Prager phonologische Schule Die Moskauer phonologische Schule Die Sankt Petersburger (Leningrader) phonologische Schule
Unterscheidungsmerk­male der wissenschaft-
lichen Herangehens-
weise der Schule
Betrachtung des Begriffs
“Phonem”
1.3. Transkription
1.3.1. Buchstabe vs Phon vs Phonem
1.3.2. Phonetische und phonologische Transkription
1.3.3. Phonetisches Alphabet des Deutschen
1.3.1. Buchstabe vs Phon vs Phonem
Sowohl Laute als auch Phoneme können in Buchstaben oder de­ren Kombinationen fixiert werden, z. B. Deutsch – [dᴐøʃ], Chamä-
leon – [kamᴂleon]
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Dabei muss auch beachtet werden, dass ein Buchstabe auch Kom-
binationen von Lauten ausdrücken kann. Z.B. Maximum – [maksi-
mum].
Es sei zudem angemerkt, dass ein und derselbe Buchstabe un-
terschiedliche Laute repräsentieren kann. Z.B. Saal – [za:l] – das
[da:s].
Die angeführten Beispiele demonstrieren, dass das deutsche al-
phabetische Schriftsystem keine eindeutige Entsprechung zwischen einem Buchstaben (Graphem) und einem Laut (Phon) aufweist. Unter dem Begriff „alphabetisches Schriftsystem“ werden solche Systeme aus Buchstaben zusammengefasst, die einzelne Laute oder Phoneme einer Sprache repräsentieren. Die genannten Systeme ermöglichen die Darstellung einer großen Anzahl von Wörtern mit einer im Ver­gleich dazu relativ geringen Anzahl von Symbolen (Schriftsysteme, URL).Das deutsche Alphabet umfasst also 30 Buchstaben, die etwa 40 Lauten entsprechen. Etwa 20 Laute sind dabei aus Fremdwörtern entlehnt.
1.3.2. Phonetische und phonologische Transkription
Die phonetische Transkription (auch Umschrift) wird verwendet,
um die Standartaussprache der konkreten Sprache zu erfassen. Es gibt auch das Internationale Phonetische Alphabet (IPA) (IPA, URL). Die Bedeutung dieser Zeichen ist auf der ganzen Welt gleich. Aller­dings kann nicht jedes Symbol in jeder konkreten Sprache verwen­det werden.
„Man unterscheidet zwischen einer engen und einer weiten phone-
tischen Transkription. Sie unterscheiden sich durch das Ziel, entweder die individuelle Aussprache mit allem Detail so wiederzugeben, dass ein Phonetiker auf Basis des Transkripts die dadurch repräsentier­te Aussprache rekonstruieren und imitieren könnte, oder lediglich die systematischen Einheiten des Lautsystems (die im Sprachsystem vorgesehenen Allophone) in einer typisierten Aussprache wiederzu­geben. Typischerweise wird eine enge Transkription mit deskripti­ver, eine weite mit präskriptiver bzw. standardisierender Zielset­zung verwendet. Eine enge Transkription benötigt normalerweise Diakritika (s.u.) zur Bezeichnung der Feinheiten, eine weite Tran­skription kommt normalerweise mit Buchstaben aus. Natürlich gibt es Grade der Enge einer Transkription. Enge Transkriptionen wer­den fast nur zu wissenschaftlichen Zwecken benötigt. Weite Tran-
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skriptionen werden normalerweise verwendet in Werken, die auch von Laien sollen benutzt werden können.“ (Lehmann, URL).
Zacher differenziert zwischen phonetischer und phonologischer Transkription. Nach Zacher werden bei dieser Transkription sämt­liche Variationen der Phoneme berücksichtigt, was einer exakten Wiedergabe des Lautbildes eines Wortes entspricht. Die phonolo­gische bzw. phonematische Transkription bezeichnet demgegenüber eine Transkription, die lediglich die Grundformen der Phoneme be­nennt (Zacher, S. 26, 197). Diese Unterteilung entspricht im All­gemeinen dem Verständnis von engeren und weiteren phonetischen Transkriptionen.
Phonetische Diakritika werden für engere Transkription ge­braucht. Für weiterführende Informationen wird auf die Website der deutschen Aussprachedatenbank https://dad.sprechwiss.uni­halle.de/dokuwiki/doku.php/start verwiesen.
1.3.3. Phonetisches Alphabet des Deutschen
Im Folgenden erfolgt die Darlegung der Tabelle der Transkrip­tionszeichen der deutschen Vokale und Konsonanten, welche durch Beispielwörter veranschaulicht wird.
Vokale und Diphthonge
Symbol Beispielwort Transkription
[a:] Lage [la:gə]
[a] kalt [kalt] [i:] Liebe [li:bə]
[ɪ] Bild [bɪlt]
[o:] Ohr [ʔo:ɐ]
[ᴐ] Ochs [ʔoks]
[u:] Uhr [u: ɐ]
[ʊ] Sturm [ʃtʊʁm]
[e:] Ehre [e:rə]
[e] Nelke [nelkə]
[ɛː] Ähre [ɛːrə]
[ə] Sache [za:xə] [ɐ] Meister [məɪstɐ]
[œ] völlig [vœlliç]
[ø:] Löwe [lø:və]
[Y] Gründe [gryndə]
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