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ivanov666
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Файл:Основы теории основного иностранного языка теоретическая фонетика немецкого языка. Учебное пособие
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Phonetik/Phonologie
Die Phonetik und die Phonologie beschäftigen sich beide mit
sprachlichen Äußerungen, allerdings aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Phonetik ist die Lehre der Lautbildung und die Phonologie
beschäftigt sich mit den bedeutungstragenden Phonemen.
Phonetik (Lehre von der Lautbildung)
Aufgabe der Phonetik ist es, jene Laute zu beschreiben und zu
klassifizieren, die durch den menschlichen Sprechapparat hervorgebracht werden können. Dazu wird untersucht, wie das Zusammenspiel verschiedener Körperteile, also z.B. der Lunge, des Kehlkopfes, der Zunge etc., zur Bildung eines Lautes führt.
Bedeutung für die Logopädie
Für die Logopädie bedeutet das, dass wir bei artikulatorischen
Auffälligkeiten (z.B. das bekannte Lispeln von «s») des Kindes oder
des Erwachsenen, die korrekte Bildung des Lautes erklären, anbahnen, üben und automatisieren müssen.
Phonologie (Wissenschaft, die das System und die bedeutungs-
mäßige Funktion der Laute untersucht)
Zu den zentralen Aufgabengebieten der Phonologie gehört das
Ermitteln von sogenannten distinktiven Merkmalen (Art und Weise, wie etwas ausgesprochen wird, also z.B. nasal, stimmhaft usw.),
sowie der Phoneminventare und Silbenstrukturen unterschiedlicher
Lautsprachen.
Phoneme sind die kleinsten, aus dem Schallstrom der Rede ab-
strahierbaren lautlichen Segmente, mit potenziell bedeutungsunterscheidender Funktion. Phoneme können unter anderem mit Hilfe
von Minimalpaaranalysen ermittelt werden. Ein Minimalpaar besteht aus zwei Wörtern mit verschiedener Bedeutung, wobei sie
sich nur durch ein Phonem in derselben Position unterscheiden. Ein
Beispiel für ein Minimalpaar wäre: «Sand – Wand». Diese Wörter
unterscheiden sich in den Phonemen «s» bzw. «w».
Bedeutung für die Logopädie
Es kann davon ausgegangen werden, dass zuerst die phonolo-
gische Bewusstheit im weiteren Sinne erlernt wird. Dazu gehören
beispielsweise das Identifizieren von Reimen und das Segmentieren
von Silben. Diese Fähigkeiten werden oft spontan erworben. Darum
sind auch Kinderverse, Lieder usw. beim Kleinkind wichtig. Der Erwerb phonologischer Bewusstheit im engeren Sinne hingegen wird im
Normalfall durch explizite Anleitungen und Übungen erlernt (z.B.
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einen Anlaut isoliert hören, ein Wort lautieren können, den Vokal in
einem Wort hören usw.).
Das Kind muss also lernen, kleine Teile der Sprache (Phoneme)
aus einem Wort heraus zu hören und zu erkennen. Die Phonologie beschäftigt sich mit den bedeutungstragenden Merkmalen der
Sprache. So spielt es eine Rolle, ob ich z.B. Bus oder Busch sage. Es
kommt darauf an, ob ich Gabel oder Gabeln sage usw. Kann also das
Kind z.B. einen «sch» nicht korrekt bilden und sagt anstelle von
Schal immer Saal, so hat das Wort für den Außenstehenden eine
andere Bedeutung. Für das Kind aber bedeutet «Saal» in diesem
Falle «Schal». Das Kind realisiert nicht, dass es vom Gegenüber
nicht verstanden wird. In der Therapiestunde wird dann unter anderem mit Minimalpaaren gearbeitet (z.B. Bus-Busch/ Suppe-Schuppe
usw.). Diese können mit Bildern Klarheit schaffen. So fördert man
bei Kindern die phonologische Bewusstheit im engeren Sinne. Die
phonologische Bewusstheit ist zentral für die Vorbereitung und die
Entwicklung des Spracherwerbs und des späteren Schriftspracherwerbs in der Schule. [https://www.logopaedie-tg.ch/sites/default/
files/u791/Phonetik_Phonologie.pdf]
Übung 4. Ergänzen Sie die Sätze mit den Begriffen aus der Ta-
belle:
A.Distinktives; B. das Phonem; C. Schrägstriche;
D. die Distribution; E. das Phoneminventar; F. eckige Klammern;
G. die komplementäre Distribution; H. Allophone; I. das Phone;
J. Minimalpaare;
1. Die kleinste bedeutungsdifferenzierende lautliche Einheit, die
durch die Bildung von Minimalpaaren ermittelt werden kann, heißt
…
2. Alle Phoneme einer Sprache wird als … bezeichnet, das immer
sprachspezifisch ist, dessen Größe von Sprache zu Sprache teilweise
erheblich schwankt.
3. Der kleinste wahrnehmbare und artikulierbare Bestandteil der
Sprache ist …
4. Wörter, die sich nur an einer Stelle um einen Laut unterschei-
den, sind…
5. Die Laute, die bei der Minimalpaarbildung keine bedeutungs-
unterscheidende Funktion haben, werden als … genannt.
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6. Ein phonologisch relevantes Merkmal (artikulatorisch oder
akustisch definiertes bedeutungsunterscheidendes Merkmal des
Phonems) heißt anders ein ... Merkmal.
7. … wird als die die Gesamtheit der Bedingungen für das Auf-
treten von Lauten und Lautverbindungen in bestimmten Positionen
bzw. in Kombination mit anderen Lauten begriffen.
8. Die Verteilung zweier Segmente, die keinerlei Überschneidung
hat, heißt …
9. Die Lautsymbole mit dem Status von Phonen stehen bei der
phonetischen Transkription in ….
10. Die Phoneme, die in einer Sprache theoretisch existieren,
werden bei der phonologischen Transkription zwischen …notiert.
Übung 5. Verbinden Sie die Namen der Funktionen mit den
Aufgaben des Phonems:
a) repräsentativ
b) distinktiv
c) dålimitàtiv
d) indåntifikàtiv
e) kînstitutiv
1) verbindåt Elåmåntå zu einåm Gànzån
2) gliådårt dån Rådåstrîm
3) årmöglicht dàs Erkånnån dås Gåbildås
4) untårschåidåt Bådåutungån
5) vårtritt åinå gànzå Klàsså vîn ähnlichån
Gåbildån
Übung 6. Ergänzen Sie die Lücken im Text durch passende Ter-
mini:
Man differenziert Sprachlaute – (1) … und Sprechlaute – (2)….
Unter (3) … wird eine Gesamtheit von (4) … (phonematischen, unterscheidenden) Merkmalen verstanden, die dem betreffenden Phonem innewohnen. Hingegen wird ein konkreter gesprochener Laut
als (5) … begriffen.
Das Lautsystem einer Sprache gliedert sich in zwei hauptkatego-
rien: in (6) … und (7)…. Im Unterschied zu den Konsonanten sind
die Vokale offene Laute. Bei ihrer Bildung entstehen keine Hemmnisse auf dem Luftwege im Ansatzrohr.
Im Vårglåich zum Russischån kànn diå dåutschå Sprachå als einå
vokalischå Spràchå båzeichnåt wårdån, wåil siå bådåutånd måhr
Vîkàlphînåmå àls diå russischå Spràchå zählt: in dår russischån
Spràchå gibt ås nur såchs Vîkàlphînåmå, Dåutsch àbår hàt zusammån
mit dån dråi Diphthîngån 18 (8) … und zwåi Phînåmvàriàntån: dån
Schwà-Làut und dån vîkàlisiårtån r-Làut.
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Das deutsche Konsonantensystem im Vergleich zu anderen Sprachen durchschnittlich konsonantenreich. Je nach Zählweise lassen
sich im Deutschen zwischen 21 und 23 (9) … ausmachen. Zählt man
den Glottal-Stop und die drei regionalen Varianten des R-Lautes
hinzu, kommt man auf 24 Konsonanten, ansonsten eben auf 21
Konsonanten.
Insgesamt gibt es im Deutschen gibt etwa 40 (10)… .
Übung 7. Aus wie vielen Lauten bestehen die folgenden Wörter?
In welchen Fällen entsprechen mehrere Buchstaben einem Laut?
In welchen Fällen entsprechen mehrere Laute einem Buchstaben?
Schale, Schuhe, Tisch, Zopf, Buch, Hexe, Mitte, Taxi;
Übung 8. Führen Sie bitte 5 Beispiele von Minimalpaaren an,
die zeigen, daß das stimmlose „s“ ([s]) und „sch“ ([ʃ]) im Deutschen zwei Phoneme sind.
Übung 9. Führen Sie bitte 5 Beispiele von Minimalpaaren an,
die zeigen, daß “b“ ([b]) und „p“ ([p]) im Deutschen zwei Phoneme sind.
Übung 10. Führen Sie bitte 10 Beispiele für die komplementä-
reVerteilung von dem sogenannten “Ich-Laut” ([ç]) und dem sogenannten “Ach-Laut” ([x]) an (5 Wörter mit [ç], 5 Wörter mit
[x]). Was ist der Unterschied? Wann haben wir [ç] und wann[x]?
Übung 11. Finden Sie Minimalpaare für folgende Segmente im
Deutschen:
a) /t/, /d/
b) /n/, /s/
c) /v/, /m/
d) /χ/, /ŋ/
e) /s/, /k/
f) /pf/, /s/
g) /ʁ/, /h/
h) /n/, /l/
i) /ʃ/, /ç/
j) /p/, /pf/
k) /ae/, /ao/
l) /i:/, /ɪ/
m) /a:/, /o:/
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Übung 12. Nennen Sie mindestens ein distinktives Merkmal, das
die untenstehenden Minimalpaare unterscheidet.
Bad-Bät
Rat-Rad
Teich-Deich
Stahl-Stall
Klasse-Masse
sein-mein
Schuss-Schutz
heißen-heizen
Kasse-Katze
Land-Rand
Sand-sind
Bann-dann
Miete-Mitte
Jagd-Jacht
Tag-Dach
Übung 13. Wählen Sie merkmaltragende Glieder der folgenden
Oppositionen aus:
1. nach der Quantität
2. nach der Qualität
3. nach dem artikulierenden Organ (koronal/nicht koronal)
4. nach der Labialisierung
5. nach der Beteiligung der Stimme
a) [i:] [I]
b) [e:] [ε:]
c) [a:] [u:]
d) [l] [m]
e) [s] [z]
Übung 14. Welche der folgenden Wortpaare sind Minimalpaare
und welche nicht? Begründen Sie Ihre Meinung:
roten: rotten [ro:tǝn]–[rɔtǝn]
Hund: bunt[hunt]–[bunt]
Flug: Krug[flu:k]–[kru:k]
Brechen: Rechen [brɛçǝn]–[ rɛçǝn]
Rassen: Rasen [rasǝn]–[ ra:zǝn]
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Übung 15. Ordnen Sie zu:
1. Welche Oppositionen sind balateral (eindimensional)? Welche
sind multilateral (mehrdimensional)?
a) [g] – [k]
b) [p] – [b]
c) [f] – [s]
d) [v] – [z]
e) [f] – [v]
f) [t] – [k]
2. Welche Oppositionen sind konstant (ständig)? Welche sind
neutralisierbar (aufhebbar)?
a) [d] – [t]
b) [p] – [t]
c) [k] – [s]
d) [z] – [s]
e) [g] – [l]
f) [d] – [r]
3. Welche Oppositionen sind privativ? Welche sind graduell?
a) hohe – mittelhohe – tiefe Vokale;
b) vordere – mittlere – hintere Vokale;
c) labialisierte – nicht labialisierte Vokale;
d) stimmlose – stimmhafte – sonore Konsonanten;
e) koronale – nicht koronale Konsonanten;
f) laterale – nicht laterale Konsonanten;
g) labiale – nicht labiale Konsonanten;
4. Welche Oppositionen sind proportional? Welche sind isoliert?
a) [l] – [r]
b) [f] – [v]
c) [k] – [g]
d) [h] – [k]
e) [p] – [ʃ]
f) [b] – [p]
Übung 16. Welche phonologischen Prozesse sind in folgenden
Wörter aufgetreten: Bad, Kugel, gehen, schlafen, siebzig
Übung 17. Führen Sie eigene Beispiele an, die verschiedene
Veränderungen der Phoneme illustrieren: a) die Assimilation
(verschiedene Typen); b) die Reduktion; c) die Akkommodation;
d) die Dissimilation; e) die Elisionen (Tilgung).
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Übung 18. Ordnen Sie chronologisch die Namen der Wissen-
schaftler, die zur Entwicklung der Phonologie wesentlich beigetragen haben:
1) Daniel Jones
2) Jan Baudouin de Courtenay
3) Nikolai Sergejewitsch Trubetzkoy
4) Roman Ossipowitsch Jakobson
5) Morris Halle
6) Carl Gunnar Michael Fant
Übung 19. Ordnen Sie die untenstehenden Phonemauffassun-
gen entsprechenden Wissenschaftlern zu:
a) Phonem ist die Gesamtheit der phonologisch relevanten Eigen-
schaften eines Lautbildes.
b) Phonem ist eine Lautvorstellung in der Psyche des Menschen,
d.h. als eine psychologische Größe.
c) Phonem ist eine abstrakte Einheit, einen Lauttyp, der in Form
einer Klasse von Lauten realisiert wird.
d) Phonem ist eine Klasse von Lauten, die sich nicht durch ihre
physikalischen Eigenschaften, sondern durch ihre Sprachfunktion
vereinigen.
1. A.A.Reformazkij
2. B.de Courtenay
3. L.W. Schtscherba
4. N.S. Trubetzkoy
5. R.O. Jakobson
6. R.I. Avanessov
Übung 20. Lesen Sie zuerst den theoretischen Stoff: aus dem
Lehrbuch von O. Zacher „Deutsche Phonetik» (S. 47–51), aus
dem Lehrbuch von O.G. Kоsmin, T.S. Bogоmasova „Theоretische
Phоnetik der deutschen Sprаche“ (S. 51–58), aus dem Buch von
K. Kоhler „Einführung in die Phоnеtik dеs Dеutschеn“ (S. 80–
134) und füllen Sie die Tabelle aus. Sie können auch zusätzliche
Lehrmaterialien aus den Internetquellen benutzen.
Ein Paar Links zum Thema „Prоblem des Phоnems in verschiede-
nen phоnоlоgischen Schulen“:
– http://hispanoteca.eu/Linguistik/po/PRAGER%20SCHULE.
htm
37

– https://de.wikipedia.org/wiki/Prager_Schule#:~:text=Die%
2 0 P r a g e r % 2 0 S c h u l e % 2 0 b e g r % C 3 % B C n d e t e % 2 0
die,f%C3%BCr%20die%20Standardisierung%20des%20Tschechischen
– https://pure.mpg.de/rest/items/item_2399346_2/component/
file_2399345/content
– https://www.researchgate.net/publication/380145186_Die_
Rolle_von_Jan_Baudouin_de_Courtenay_im_sprachwissenschaftlichen_Wissenstransfer_im_19_und_20_Jahrhundert
Kennzeichnende
Schule Vertreter
Die Kasaner
phonologishe
Schule
Die Prager
phonologische
Schule
Die Moskauer
phonologische
Schule
Die Sankt
Petersburger
(Leningrader)
phonologische
Schule
Unterscheidungsmerkmale der wissenschaft-
lichen Herangehens-
weise der Schule
Betrachtung
des Begriffs
“Phonem”
1.3. Transkription
1.3.1. Buchstabe vs Phon vs Phonem
1.3.2. Phonetische und phonologische Transkription
1.3.3. Phonetisches Alphabet des Deutschen
1.3.1. Buchstabe vs Phon vs Phonem
Sowohl Laute als auch Phoneme können in Buchstaben oder deren Kombinationen fixiert werden, z. B. Deutsch – [dᴐøʃ], Chamä-
leon – [kamᴂleon]
3838

Dabei muss auch beachtet werden, dass ein Buchstabe auch Kom-
binationen von Lauten ausdrücken kann. Z.B. Maximum – [maksi-
mum].
Es sei zudem angemerkt, dass ein und derselbe Buchstabe un-
terschiedliche Laute repräsentieren kann. Z.B. Saal – [za:l] – das
[da:s].
Die angeführten Beispiele demonstrieren, dass das deutsche al-
phabetische Schriftsystem keine eindeutige Entsprechung zwischen
einem Buchstaben (Graphem) und einem Laut (Phon) aufweist. Unter
dem Begriff „alphabetisches Schriftsystem“ werden solche Systeme
aus Buchstaben zusammengefasst, die einzelne Laute oder Phoneme
einer Sprache repräsentieren. Die genannten Systeme ermöglichen
die Darstellung einer großen Anzahl von Wörtern mit einer im Vergleich dazu relativ geringen Anzahl von Symbolen (Schriftsysteme,
URL).Das deutsche Alphabet umfasst also 30 Buchstaben, die etwa
40 Lauten entsprechen. Etwa 20 Laute sind dabei aus Fremdwörtern
entlehnt.
1.3.2. Phonetische und phonologische Transkription
Die phonetische Transkription (auch Umschrift) wird verwendet,
um die Standartaussprache der konkreten Sprache zu erfassen. Es
gibt auch das Internationale Phonetische Alphabet (IPA) (IPA, URL).
Die Bedeutung dieser Zeichen ist auf der ganzen Welt gleich. Allerdings kann nicht jedes Symbol in jeder konkreten Sprache verwendet werden.
„Man unterscheidet zwischen einer engen und einer weiten phone-
tischen Transkription. Sie unterscheiden sich durch das Ziel, entweder
die individuelle Aussprache mit allem Detail so wiederzugeben, dass
ein Phonetiker auf Basis des Transkripts die dadurch repräsentierte Aussprache rekonstruieren und imitieren könnte, oder lediglich
die systematischen Einheiten des Lautsystems (die im Sprachsystem
vorgesehenen Allophone) in einer typisierten Aussprache wiederzugeben. Typischerweise wird eine enge Transkription mit deskriptiver, eine weite mit präskriptiver bzw. standardisierender Zielsetzung verwendet. Eine enge Transkription benötigt normalerweise
Diakritika (s.u.) zur Bezeichnung der Feinheiten, eine weite Transkription kommt normalerweise mit Buchstaben aus. Natürlich gibt
es Grade der Enge einer Transkription. Enge Transkriptionen werden fast nur zu wissenschaftlichen Zwecken benötigt. Weite Tran-
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skriptionen werden normalerweise verwendet in Werken, die auch
von Laien sollen benutzt werden können.“ (Lehmann, URL).
Zacher differenziert zwischen phonetischer und phonologischer
Transkription. Nach Zacher werden bei dieser Transkription sämtliche Variationen der Phoneme berücksichtigt, was einer exakten
Wiedergabe des Lautbildes eines Wortes entspricht. Die phonologische bzw. phonematische Transkription bezeichnet demgegenüber
eine Transkription, die lediglich die Grundformen der Phoneme benennt (Zacher, S. 26, 197). Diese Unterteilung entspricht im Allgemeinen dem Verständnis von engeren und weiteren phonetischen
Transkriptionen.
Phonetische Diakritika werden für engere Transkription gebraucht. Für weiterführende Informationen wird auf die Website
der deutschen Aussprachedatenbank https://dad.sprechwiss.unihalle.de/dokuwiki/doku.php/start verwiesen.
1.3.3. Phonetisches Alphabet des Deutschen
Im Folgenden erfolgt die Darlegung der Tabelle der Transkriptionszeichen der deutschen Vokale und Konsonanten, welche durch
Beispielwörter veranschaulicht wird.
Vokale und Diphthonge
Symbol Beispielwort Transkription
[a:] Lage [la:gə]
[a] kalt [kalt]
[i:] Liebe [li:bə]
[ɪ] Bild [bɪlt]
[o:] Ohr [ʔo:ɐ]
[ᴐ] Ochs [ʔoks]
[u:] Uhr [u: ɐ]
[ʊ] Sturm [ʃtʊʁm]
[e:] Ehre [e:rə]
[e] Nelke [nelkə]
[ɛː] Ähre [ɛːrə]
[ə] Sache [za:xə]
[ɐ] Meister [məɪstɐ]
[œ] völlig [vœlliç]
[ø:] Löwe [lø:və]
[Y] Gründe [gryndə]
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