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ivanov666
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Файл:Основы теории основного иностранного языка теоретическая фонетика немецкого языка. Учебное пособие
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Aussprache
WIE BITTE?
Viele Deutschlernenden werden nur schlecht verstanden. Denn das Aussprachetraining kommt im DaF-Unterricht oft zu kurz. Dabei sei eine gute
deutsche Aussprache essenziell für die reibungslose Kommunikation und
trage zudem zur Identitätsbildung bei, sagt die Aussprachetrainerin Lisa
Göbel.
Frau Gцbel, kann man Deutsch lernen, ohne das Sprechen aktiv
zu üben?
Wenn man nur schreiben möchte, ja. Wenn man allerdings auch
mündlich kommunizieren will, muss man das Sprechen und Hören
lange und intensiv üben. Ich bekomme oft E-Mails von Deutschlernern, die zwar auf C1-Niveau schreiben, aber beim Sprechen
sehr viele Defizite in der Phonetik haben. Das führt dazu, dass sie
schlecht verstanden werden.
Was sind die Hauptgründe dafür?
Die Länge der Vokale ist im Deutschen sehr wichtig. Unsere Sprache ist relativ reich an Vokalen, das ist ein komplexes System. Den
meisten Nicht-Muttersprachlern bereiten sie Schwierigkeiten. Daraus entstehen viele Missverständnisse. Ein anderer wichtiger Punkt
ist die Wortbetonung. Wenn Sprecher sie falsch oder zu schwach
setzen, kann man sie schlecht verstehen.
Können Sie ein Beispiel nennen?
Der Unterschied zwischen den Wörtern „lahm“ und „Lamm“
etwa ist deutschen Muttersprachler klar. Viele Deutschlernenden
müssen den Unterschied zwischen dem langen und dem kurzen Vokal jedoch erst hören und sprechen lernen. Oder die Wortbetonung
von „Käse“. Sie liegt auf der ersten Silbe „KÄse“ wie es im Deutschen sehr häufig der Fall ist. Wenn jemand „KäSE“ sagt und die
zweite Silbe betont, dann denken Deutsche schnell an einen „See“
und fragen sich: „Welchen See?“
Gibt es noch einen weiteren Grund, warum Deutschlerner oft
schlecht verstanden werden?
Auch die Verschlusslaute „p“, „t“ und „k“ sind für das Verständnis in der mündlichen Kommunikation sehr wichtig. Wenn diese
Laute nicht deutlich und mit viel Druck ausgesprochen werden,
klingt das Gesagte schnell undeutlich. Dabei spielt auch die Auslautverhärtung eine Rolle. Im Deutschen werden stimmhafte Plosive, also „b“, „d“ und „g“ am Wort- und Silbenende als stimmlose
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Plosive „p“, „t“ und „k“ realisiert. Also „lieb“ wird wie „liep“ ge-
sprochen, „Wald“ wie „Walt“ und „Weg“ wie „Wek“.
AUSSPRACHE: NUR SELTEN THEMA IM UNTERRICHT
Wenn eine gute Aussprache so wichtig ist, warum spielt das Aus-
sprachetraining im DaF-Unterricht eine so unwesentliche Rolle?
Viele Lehrende sagen, dass sie dafür einfach keine Zeit haben.
Der Unterricht ist meistens so konzipiert, dass Grammatik und
Wortschatz die größte Rolle spielen. Es gibt in den Lehrwerken
zwar auch Ausspracheübungen, diese werden jedoch oft nur am
Rande behandelt oder übersprungen. Der Grund ist häufig, dass die
Phonetik in der DaF-Ausbildung wenig Raum findet, und die Leh-
renden demnach selbst nur wenig darüber wissen.
Was fällt Deutschlernenden in Bezug au f die deutsche Ausspra-
che besonders schwer?
Viele finden es ungewohnt, dass man den Mund ziemlich weit
öffnen muss, und die Lippen sehr aktiv sind. In vielen anderen
Sprachen ist das nicht so. Außerdem braucht man viel Spannung,
um die Betonung der Silben zu realisieren. Unbetonte Silben wer-
den im Kontrast dazu sehr locker gebildet. Durch diese Kontraste
hat das Deutsche einen besonderen Klang. Russisch und Franzö-
sisch klingen zum Beispiel viel melodischer. Wenn ein Russe oder
eine Französin die Melodie ihrer Muttersprache auf das Deutsche
übertragen, haben Deutsche automatisch Probleme, das Gesagte zu
verstehen.
Inwiefern verbessert ein Aussprachetraining die Kommunikati-
onsfähigkeit von Deutschlernenden?
Wer zum Beispiel die Vokale und Betonungen richtig realisiert,
wird viel besser verstanden und muss nicht mehr erleben, dass Leu-
te nachfragen. Das ist für Lernende eine peinliche und nervige Er-
fahrung. Außerdem wird die Wahrnehmung geschult: Sie lernen,
Unterschiede zu hören, etwa in der Länge der Vokale. Dadurch kön-
nen die Lernenden gesprochenes Deutsch besser verstehen. Sie er-
kennen zum Beispiel leichter den Unterschied zwischen „Bahn“ und
„Bann“ oder zwischen „wen“ und „wenn“. Hinzu kommt: Wer weiß,
wie die Standardlautung im Deutschen klingt, bekommt auch ein
Gefühl für abweichende Laute und somit einen besseren Zugang zu
den verschiedenen Varianten des Deutschen.
AUSSPRACHE STIFTET AUCH IDENTITÄT
Sie haben in einer Publikation die Aussprache als Teil der Identi-
tätsbildung bezeichnet. Was meinen Sie damit?
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Mir fällt immer wieder auf, dass manche Lernende beim intensiven Aussprachetraining an eine Grenze kommen. Sie merken dann:
Wenn sie richtig Deutsch sprechen möchten, müssen sie während
des Sprechens ihre ursprüngliche Identität als Sprechende mit Akzent aufgeben und sich an eine neue Sprechweise und somit Identität gewöhnen. Denn auch der körperliche Vorgang des Sprechens
ändert sich. Für ein akzentfreies Deutsch benötigt man eine hohe
Sprechspannung: Die Lippen werden aktiv und die Zunge muss
mit viel Kraft arbeiten. Somit gestaltet sich das Grundgefühl beim
Sprechen um, und die Stimme bekommt oft einen anderen Klang.
Da Sprechen und Stimme etwas sehr Persönliches sind, ist die Arbeit daran auch mit der Persönlichkeit und Identität verbunden. Die
Lernenden fühlen sich sicherer und wohler beim Sprechen, wenn sie
wissen, dass sie Wörter richtig aussprechen. Wer sich sprachlich
nicht mehr komplett fremd fühlt, verändert auch sein Identitätsgefühl und seine Beziehung zu dem Land, in dem er oder sie lebt. Das
Gefühl der Fremdheit geht zurück.
Lisa Göbel, Jahrgang 1985, hat Sprechwissenschaft studiert und
zusätzlich eine Ausbildung zur Sprecherzieherin gemacht. Sie ist
freiberufliche Aussprache- und Kommunikationstrainerin in Berlin
und arbeitet mit Deutschlernenden sowie Dialektsprechenden und
bietet auch Phonetik-Fortbildungen für DaF-Lehrkräfte an.
Autorin: Katja Hanke ist freie Journalistin in Berlin und unterrichtet Deutsch als Zweitsprache.
Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion, Mai 2016
[https://www.goethe.de/ins/in/de/spr/mag/20749839.html]
1.2. Phonologie des Deutschen: Gegenstand und Aufgaben
1.2.1. Phonologie. Gegenstand und Grundbegriffe
1.2.2. Phonetik vs Phonologie
1.2.3. Phonemtheorie
1.2.4. Phonem vs Laut
1.2.5. Phonemvarianten und Phonempositionen
1.2.1. Phonologie. Gegenstand und Grundbegriffe
Die Grundlagen der Phonologie wurden Ende des 19. Jahrhunderts von Baudouin de Courtenay gelegt, der mit seinem Artikel
“Fonema, fonemat” den Begriff des Phonems als mentales Äquivalent des Klangs prägte. Demnach stellt ein Phonem eine Repräsenta-
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tion eines Klangs dar (Trubetzkoy, 1963, S. 351–352; Trubetzkoy,
2000).
Die Phonologie als Wissenschaft erfuhr im 20. Jahrhundert eine
wesentliche Entwicklung, die maßgeblich durch die Arbeiten des
Prager Linguistischen Zirkels geprägt wurde. Auf dem ersten Internationalen Linguistenkongress präsentierten drei russische Linguisten ein Konzept, das eine klare Trennung von Phonetik und
Phonologie vorsah.
Die Gründer des Prager Linguistischen Kreises im Jahr 1929 wa-
ren die oben genannten Sprachforscher N.S. Trubetzkoy, S.O. Kartcevskij und R.O. Jakobson. Zu einem späteren Zeitpunkt traten
zudem die tscheschischen Wissenschaftler V. Mathesius, B. Trnka
und J. Vachek dem Zirkel bei. Eine Vielzahl von Artikeln trug maß-
geblich zur Entwicklung der Phonologie bei (Kosmin, S. 42).
Auf der Grundlage der Theorien von J. Baudouin de Courte-
nay und F. de Saussure begründete N.S. Trubetzkoy die Trennung
von Phonetik und Phonologie mit einer Trennung von Sprache und
Sprechen (Trubetzkoy, 2000). Die Sprache ist durch einen geistigsozialen Charakter gekennzeichnet, während das Sprechen eine
geistig-physiologische Tätigkeit darstellt. Aus dieser Perspektive
postuliert er, dass die Phonologie eine Teildisziplin der Linguistik
darstellt, welche sich mit der Struktur und Funktion von sprachlichen Lauten im Allgemeinen befasst – Sprachgebildelautlehre.
Demgegenüber stellt die Phonetik eine Teildisziplin der Phonologie
dar, welche sich mit der Struktur und Funktion von Lauten im
Kontext des menschlichen Sprechens auseinandersetzt – Sprechakt-
lautlehre (Kosmin, S. 43).
Der zentrale Begriff der Phonologie ist demnach das Phonem,
welches von Troubetzky als die kürzeste funktional-strukturelle Einheit definiert wird, die einen phonologischen Inhalt besitzt. Dieser
umfasst die Gesamtheit aller phonologisch wesentlichen Merkmale
eines Phonems, d. h. Merkmale, die allen Varianten eines bestimmten Phonems gemeinsam sind und es von anderen, insbesondere eng
verwandten Phonemen in einer bestimmten Sprache, unterscheiden
(Trubetzkoy, 1963; URL).
Die Gegenüberstellung von Phonemen oder anders gesagt pho-
nologische Oppositionen stellt einen zentralen Gegenstand der Phonologie dar. „Unter phonologischen Opposition wird eine Gegenüberstellung von zwei Lauteigenschaften aufgefasst, die in einer
konkreten Sprache zur Wortunterscheidung gebraucht wird. Die
Begriffe der phonologischen Opposition und des distinktiven Merk-
2424

mals sind in der Phonologie außerordentlich wichtig. Distinktive
Lauteigenschaften können nur auf Grund der phonologischen Oppositionen festgestellt werden“ (Kosmin, S. 45).
1.2.2. Phonetik vs Phonologie
Für die Abgrenzung der Begriffe „Phonetik“ und „Phonologie“
sind die von Christian Lehmann herausgearbeiteten Unterscheidungskriterien von Belang.
Kriterium Phonetik Phonologie
Gegenstand Ist die Wissenschaft
von den Lauten, mit
denen Menschen
kommunizieren.
Disziplinärer
Status
Konzept des
Lauts
Rolle der Zeit Die Dimension der
Ist eine Wissen-
schaft, deren Ge-
genstand i.w. geis-
teswissenschaftlich
konstituiert ist, die
aber i.w. mit natur-
wissenschaftlichen
Methoden arbeitet.
Laute sind
kontinuierliche
Einheiten.
Zeit hat eine funda-
mentale Bedeutung in
der Phonetik.
Ist die Lehre vom Significan
s des Sprachzeichens und den
Funktionen seiner Bestandteile
Von der Zeit wird weitgehend ab-
strahiert; über der Sequenz gibt
im Sprachsystem.
Ist eine Disziplin der
Linguistik und somit
eine geisteswissenschaftliche
Disziplin.
Laute sind diskrete Einheiten.
es eine Struktur, die zu einem
System gehört.
Christian Lehmann https://www.christianlehmann.eu/ling/
lg_system/phon/index.html
Unter Berücksichtigung der von anderen Sprachwissenschaftlern
herausgearbeiteten Kriterien kann die vorliegende Tabelle vervollständigt werden.
Kriterium Phonetik Phonologie
Aufgaben Analyse des Lautbestan-
des, der artikulatori-
schen, akustischen und
Analyse des Phonembe-
standes der konkreten
Sprache
auditiven Merkmalen
der Phone und deren
Verbindungen
25

Окончание табл.
Kriterium Phonetik Phonologie
Methoden Naturwissenschaftliche
Methoden
distributive und seman-
tischeMethoden
Einheit Laut Phonem
Phonetik und Phonologie sind voneinander abhängig und be-
einflussen sich gegenseitig. Phonetik und Phonologie sind als Forschungsbereiche voneinander abhängig und beeinflussen sich gegenseitig in ihrer Entwicklung. Die Phonetik stellt der Phonologie
Material für die Forschung zur Verfügung, während die Phonologie
das Sprachsystem auf der Grundlage von Sprechakten beschreibt.
1.2.3. Phonemtheorie
Die Phonemtheorie geht von verschiedenen Ansätzen aus, diese
Einheit zu definieren.
„Nach N.S. Trubetzkoy macht die Summe (das Bündel) von sinn-
unterscheidenden Merkmalen ein Phonem aus. Das Phonem ist einem Laut nicht gleich, der Laut ist ein umfangreicherer Begriff,
weil er sowohl sinnunterscheidende-phonematische (phonologische,
distinktive, differenzierende, relevante) Merkmale. als auch nicht
sinnunterscheidende-phonetische (nicht phonologische, nicht distinktive, artikulatorische, redundante) Merkmale vereinigt.“ (Safina, S. 13).
„Die Vertreter der amerikanischen sturkturellen (distributiven, deskriptiven) Linguistik K.L.Pike, C.F. Hockett, Z.S: Harris,
B.Bloch, G.L.Trager u.a. definierten das Phonem nicht als bedeutungsunterscheidende Einheit, sondern als eine phonetische Ähnlichkiet der Lauteinheiten und ihre Verteilung (Distribution) in
verschiedenen Lautkontexten (Silbe, Morphem und Wort) liegt der
distributiven Analyse zugrunde.“ (Kosmin, S.51).
Der Vertreter der Londoner phonologischen Schule, D. Jones,
knüpfte an die Phonemkonzeption von L. W. Scerba an und definierte das Phonem als eine Lautfamilie, die aus einem Hauptlaut
der Sprache und anderen verwandten Lauten der Sprache besteht.
1.2.4. Phonem vs Laut
In der Phonetik wird ein Laut als die kleinste Einheit betrachtet, während in der Phonologie ein Phonem die kleinste Einheit
darstellt, welches auf einem Laut basiert. Das Phonem stellt grob
2626

skizziert ein Invariant und kann in verschiedenen Lautäußerungen
realisiert werden. Die Phoneme werden in Schrägstrichen und Phone in eckigen Klammern notiert wie z.B. / r / – [r], [ᴚ], [R]. Solche
Realisierungen von Phonemen in der Rede werden als Allophone
bestimmt.
Im Lehrwerk von S. Safina, W. Gataullina werden phonologisch-
wesentliche Merkmale des Phonems aufgezählt, sowie deren Arten
beschrieben. So Safina, „die phonologisch wesentlichen Merkmale
werden auch als „wesentlich“, „differenzierend“, „relevant“, „unterscheidend“, „phonematisch“, „phonologisch“, „distinktiv“, „differenzial“ bezeichnet. Unter diesen Begriffen werden die charakteristischen Merkmale artikulatorisch-akustischer Art verstanden, die
den meisten Realisierungen des Phonems eigen sind. Die Beibehaltung dieser wesentlichen Merkmale ermöglicht ihre Identifizierung.
Man unterscheidet zwei Arten von ph.w. Merkmale: modale und
lokale. Erstere beschreiben die Art und Weise, wie das Phonem erzeugt wird (stimmhaft oder stimmlos, offen oder geschlossen, Verschlusslaut oder Verschlusslaut usw.). Die zweiten beschreiben den
Ort, an dem das Phonem gebildet wird (alveolar oder palatal oder
velar usw.). Die Vokalphoneme haben keine lokalen ph.w. Merkmale, da sie keine lokalen Merkmale haben.Die ph.w. Merkmale haben
wie die Phoneme drei Funktionen: die tektonische (konstituierende, gestaltende), die distinktive (unterscheidende, differenzierende)
und die integrative (vereinigende)“(Safina, S. 15).
„Neben den phonologisch wesentlichen Merkmalen gibt es phono-
logisch unwesentliche („irrelevante“, „reduntante“, „phonetische“,
„integrale“). Sie unterscheiden sich von den ph.w. Merkmalen dadurch, dass sie keine tektonische Funktion haben. Sie sind lediglich
Begleitmerkmale“ (Safina, S. 16). Zu ihnen gehören z.B. die Wie-
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dereinführung von Vokalphonemen, die Aspiration der stimmlosen
Konsonantenphoneme /p/, /t/, /k/).
1.2.5. Phonemvarianten und Phonempositionen
Die Phonemposition ist nach S. Safina „Stellung in der Lautstruktur eines Wortes oder eines Morphems auf syntagmatischer
Ebene. Man unterscheidet zwischen Anfangs-, Mittel- und Endstellung eines Phonems“ (Safina, S. 16–17).
Es werden folgende Arten von Varianten unterschieden:
- obligatorische (positionelle und kombinatorische);
- fakultative;
- individuelle.
Darüber hinaus kann man starke und schwache Positionen der
Phoneme unterscheiden. „Die starke Position der deutschen Vokale
ist ihre Stellung in einer betonten Silbe, die schwache – in einer
unbetonten Silbe“ (Ibid.).
Fragen zur Selbstkontrolle:
1) Was ist Phonologie?
2) Wer hat die Grundlagen der Phonologie gelegt?
3) Welche phonologische Schule hat den ersten maßgeblichen
Beitrag zur Entwicklung der Phonologie geleistet?
4) Welche zentralen Begriffe der Phonologie sind zu nennen?
5) Was ist unter phonologischer Opposition zu verstehen?
6) Inwiefern unterscheidet sich die Phonologie von der Phonetik?
7) Skizzieren Sie die Zusammenhänge zwischen Phonetik und
Phonologie.
8) Sinnunterscheidende-phonetische Merkmale sind ...
9) Sinnunterscheidende-phonematische Merkmale sind …
10) Wie definieren die Vertreter der amerikanischen strukturel-
len Linguistik den Begriff des Phonems?
11) Welche Auffassung vom Phonem wird von der Londoner
Schule vertreten?
12) Wodurch unterscheidet sich das Phonem von dem Laut?
13) Welche Arten von phonologisch-wesentlichen Merkmalen
existieren?
14) Über welche Funktionen verfügen die phonologisch-wesentli-
che Merkmale?
15) Nennen Sie die phonologisch-unwesentlichen Merkmale.
16) Was versteht man unter Phonemposition?
17) Welche Arten von Phonemvarianten kennen Sie?
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Literatur:
1. Christian Lehmann. Phonetik und Phonologie. Philosophische
Fakultät, Universität Erfurt. https://www.christianlehmann.eu/
ling/lg_system/phon/index.html
2. KosminO. G., Bogomasova T.S. Theoretische Phonetik der
deutschen Sprache / Козьмин О.Г., Богомазова Т.С. Теоретическая
фонетика немецкого языка. M.: НВИ-Тезаурус, 2002. – 256 S.
3. И. А. Бодуэн де Куртене. Избранные труды по общему
языкознанию. Т. I. Москва, 1963. С. 351–352. Оригинал: Fonema, fonemat // Wielka Encyklopedia powszechna ilustrowana. T.
22. Warszawa, 1899. S. 787 –788. URL: https://genling.spbu.ru/
llf/texts/preprints/Boduen1899b_.pdf
4. Сафина Р.А., Гатауллина В.Л.Теоретические аспекты
фонетики немецкого языка: учеб.-метод. пособие (на немецком
языке) / Р.А. Сафина, В.Л. Гатауллина. – Казань, Казан. ун-т,
2017. – 51 ñ.
5. Трубецкой Í.Ñ. Основы фонологии. Логическая
классификация смыслоразличительных оппозиций. URL: http://
genhis.philol.msu.ru/article_130.html
6. Трубецкой, Николай Сергеевич (1890–1938). Основы
фонологии / / Н. С. Трубецкой; Пер. с нем. А. А. Холодовича;
Ред. С. Д. Кацнельсона; Послесл. А. А. Реформатского. 2. изд.
Москва: Аспент пресс, 2000. — 351 ñ.
Übungen zum Kapitel 1.2
Übung 1. Diskutieren Sie die untenstehenden Definitionen des
Begriffs „Phonologie“ in der Gruppe. Welche dieser Definitionen
gefällt Ihnen am besten? Begründen Sie Ihre Auswahl. Wer vertritt die gleiche Meinung?
1) „Die Phonologie hat zu untersuchen, welche Lautunterschiede
in der betreffenden Sprache mit Bedeutungsunterschieden verbunden sind, wie sich die Unterscheidungselemente (oder Male) zueinander verhalten und nach welchen Regeln sie miteinander zu Wörtern (bzw. Sätzen) kombiniert werden dürfen“ [Trubetzkoy N.S.,
S.14]
2) „Die Phonologie beschäftigt sich mit der Funktion der laut-
lichen Einheiten für das Sprachsystem der einzelnen Sprachen.
Sie stellt somit einen Teilbereich der Grammatik dar, betrachtet die Sprachlaute also auf einer abstrakteren Ebene“ [https://
de.wikipedia.org/wiki/Phonologie].
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3) „Die Phonologie beschäftigt sich mit der Funktion und Ei-
genschaft von Sprachlauten als Elemente eines Sprachsystems. Ihr
Gegenstand ist funktionelle Seite der Sprachlaute“ [Grassegger H.,
S. 81].
4) Die Phonologie beschäftigt sich „mit den bedeutungsunter-
scheidenden Sprachlauten (Phonemen), ihren relevanten Eigenschaften, Relationen und Systemen unter synchronischen diasynchronischen Aspekten beschäftigt“ [Bußmann H., S. 581].
5) „Die Phonetik befasst sich mit den hör- und messbaren Ei-
genschaften gesprochener Sprachlaute, die Phonologie mit deren bedeutungsunterscheidender Funktion“ [Hirschfeld U. et al., S. 11].
Übung 2. Schreiben Sie aus verschiedenen Lehrbüchern der Pho-
netik und zusätzlichen Lehrmaterialien die Definitionen der Phonologie heraus. Präsentieren Sie Ihre Ergebnisse in der Gruppe.
Übung 3. Lesen Sie den Artikel aufmerksam durch.Aufgrund
der Vielschichtigkeit des Untersuchungsobjektes „Lautsprache“
unterhält die Phonetik Beziehungen zu einer Reihe von anderen
Disziplinen. Es geht um die Verbindung der Phonetik mit der Logopädie. In ihrer Praxis strebt die Logopädie nach dem Erreichen
einer lautlich richtigen Sprache durch pädagogische Mittel. In
dieser Hinsicht stützt sie sich auf Ergebnisse der phonetischen Untersuchung. Der Artikel beschreibt kurz den Unterschied zwischen
Phonetik und Phonologie. Beantworten Sie die Fragen aufgrund
des Artikels in Stichwörtern (1–10 Wörter):
– Wie unterscheidet sich Phonetik von Phonologie?
– Was sind Phoneme?
– Wie funktioniert die Minimalpaaranalyse?
– Wofür braucht man die Minimalpaaranalyse?
– Welche Bedeutung hat Phonetik für Logopädie? Welche hat
Phonologie?
– Was versteht man unter phonologische Bewusstheit?
– Wann kann die phonologische Bewusstheit gefördert werden?
Fördermaßnahmen in den Schulen
Verschiedene Autorinnen aus den beiden Verbänden Thurgauer
Berufsverband Logopädinnen und Logopäden sowie Psychomotorik
Schweiz Untersektion Thurgau haben zu diesen Fördermaßnahmen
in den Schulen Artikel verfasst, die wir sukzessive abdrucken werden.
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