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Основы теории основного иностранного языка теоретическая фонетика немецкого языка. Учебное пособие

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☆
Aussprache
WIE BITTE?
Viele Deutschlernenden werden nur schlecht verstanden. Denn das Aus­sprachetraining kommt im DaF-Unterricht oft zu kurz. Dabei sei eine gute deutsche Aussprache essenziell für die reibungslose Kommunikation und trage zudem zur Identitätsbildung bei, sagt die Aussprachetrainerin Lisa Göbel.
Frau Gцbel, kann man Deutsch lernen, ohne das Sprechen aktiv zu üben?
Wenn man nur schreiben möchte, ja. Wenn man allerdings auch mündlich kommunizieren will, muss man das Sprechen und Hören lange und intensiv üben. Ich bekomme oft E-Mails von Deutsch­lernern, die zwar auf C1-Niveau schreiben, aber beim Sprechen sehr viele Defizite in der Phonetik haben. Das führt dazu, dass sie schlecht verstanden werden.
Was sind die Hauptgründe dafür?
Die Länge der Vokale ist im Deutschen sehr wichtig. Unsere Spra­che ist relativ reich an Vokalen, das ist ein komplexes System. Den meisten Nicht-Muttersprachlern bereiten sie Schwierigkeiten. Dar­aus entstehen viele Missverständnisse. Ein anderer wichtiger Punkt ist die Wortbetonung. Wenn Sprecher sie falsch oder zu schwach setzen, kann man sie schlecht verstehen.
Können Sie ein Beispiel nennen?
Der Unterschied zwischen den Wörtern „lahm“ und „Lamm“ etwa ist deutschen Muttersprachler klar. Viele Deutschlernenden müssen den Unterschied zwischen dem langen und dem kurzen Vo­kal jedoch erst hören und sprechen lernen. Oder die Wortbetonung von „Käse“. Sie liegt auf der ersten Silbe „KÄse“ wie es im Deut­schen sehr häufig der Fall ist. Wenn jemand „KäSE“ sagt und die zweite Silbe betont, dann denken Deutsche schnell an einen „See“ und fragen sich: „Welchen See?“
Gibt es noch einen weiteren Grund, warum Deutschlerner oft schlecht verstanden werden?
Auch die Verschlusslaute „p“, „t“ und „k“ sind für das Verständ­nis in der mündlichen Kommunikation sehr wichtig. Wenn diese Laute nicht deutlich und mit viel Druck ausgesprochen werden, klingt das Gesagte schnell undeutlich. Dabei spielt auch die Aus­lautverhärtung eine Rolle. Im Deutschen werden stimmhafte Plosi­ve, also „b“, „d“ und „g“ am Wort- und Silbenende als stimmlose
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Plosive „p“, „t“ und „k“ realisiert. Also „lieb“ wird wie „liep“ ge-
sprochen, „Wald“ wie „Walt“ und „Weg“ wie „Wek“.
AUSSPRACHE: NUR SELTEN THEMA IM UNTERRICHT
Wenn eine gute Aussprache so wichtig ist, warum spielt das Aus-
sprachetraining im DaF-Unterricht eine so unwesentliche Rolle?
Viele Lehrende sagen, dass sie dafür einfach keine Zeit haben.
Der Unterricht ist meistens so konzipiert, dass Grammatik und
Wortschatz die größte Rolle spielen. Es gibt in den Lehrwerken
zwar auch Ausspracheübungen, diese werden jedoch oft nur am
Rande behandelt oder übersprungen. Der Grund ist häufig, dass die
Phonetik in der DaF-Ausbildung wenig Raum findet, und die Leh-
renden demnach selbst nur wenig darüber wissen.
Was fällt Deutschlernenden in Bezug au f die deutsche Ausspra-
che besonders schwer?
Viele finden es ungewohnt, dass man den Mund ziemlich weit
öffnen muss, und die Lippen sehr aktiv sind. In vielen anderen
Sprachen ist das nicht so. Außerdem braucht man viel Spannung,
um die Betonung der Silben zu realisieren. Unbetonte Silben wer-
den im Kontrast dazu sehr locker gebildet. Durch diese Kontraste
hat das Deutsche einen besonderen Klang. Russisch und Franzö-
sisch klingen zum Beispiel viel melodischer. Wenn ein Russe oder
eine Französin die Melodie ihrer Muttersprache auf das Deutsche
übertragen, haben Deutsche automatisch Probleme, das Gesagte zu
verstehen.
Inwiefern verbessert ein Aussprachetraining die Kommunikati-
onsfähigkeit von Deutschlernenden?
Wer zum Beispiel die Vokale und Betonungen richtig realisiert,
wird viel besser verstanden und muss nicht mehr erleben, dass Leu-
te nachfragen. Das ist für Lernende eine peinliche und nervige Er-
fahrung. Außerdem wird die Wahrnehmung geschult: Sie lernen,
Unterschiede zu hören, etwa in der Länge der Vokale. Dadurch kön-
nen die Lernenden gesprochenes Deutsch besser verstehen. Sie er-
kennen zum Beispiel leichter den Unterschied zwischen „Bahn“ und
„Bann“ oder zwischen „wen“ und „wenn“. Hinzu kommt: Wer weiß,
wie die Standardlautung im Deutschen klingt, bekommt auch ein
Gefühl für abweichende Laute und somit einen besseren Zugang zu
den verschiedenen Varianten des Deutschen.
AUSSPRACHE STIFTET AUCH IDENTITÄT
Sie haben in einer Publikation die Aussprache als Teil der Identi-
tätsbildung bezeichnet. Was meinen Sie damit?
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Mir fällt immer wieder auf, dass manche Lernende beim intensi­ven Aussprachetraining an eine Grenze kommen. Sie merken dann: Wenn sie richtig Deutsch sprechen möchten, müssen sie während des Sprechens ihre ursprüngliche Identität als Sprechende mit Ak­zent aufgeben und sich an eine neue Sprechweise und somit Iden­tität gewöhnen. Denn auch der körperliche Vorgang des Sprechens ändert sich. Für ein akzentfreies Deutsch benötigt man eine hohe Sprechspannung: Die Lippen werden aktiv und die Zunge muss mit viel Kraft arbeiten. Somit gestaltet sich das Grundgefühl beim Sprechen um, und die Stimme bekommt oft einen anderen Klang. Da Sprechen und Stimme etwas sehr Persönliches sind, ist die Ar­beit daran auch mit der Persönlichkeit und Identität verbunden. Die Lernenden fühlen sich sicherer und wohler beim Sprechen, wenn sie wissen, dass sie Wörter richtig aussprechen. Wer sich sprachlich nicht mehr komplett fremd fühlt, verändert auch sein Identitätsge­fühl und seine Beziehung zu dem Land, in dem er oder sie lebt. Das Gefühl der Fremdheit geht zurück.
Lisa Göbel, Jahrgang 1985, hat Sprechwissenschaft studiert und zusätzlich eine Ausbildung zur Sprecherzieherin gemacht. Sie ist freiberufliche Aussprache- und Kommunikationstrainerin in Berlin und arbeitet mit Deutschlernenden sowie Dialektsprechenden und bietet auch Phonetik-Fortbildungen für DaF-Lehrkräfte an.
Autorin: Katja Hanke ist freie Journalistin in Berlin und unter­richtet Deutsch als Zweitsprache.
Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion, Mai 2016 [https://www.goethe.de/ins/in/de/spr/mag/20749839.html]
1.2. Phonologie des Deutschen: Gegenstand und Aufgaben
1.2.1. Phonologie. Gegenstand und Grundbegriffe
1.2.2. Phonetik vs Phonologie
1.2.3. Phonemtheorie
1.2.4. Phonem vs Laut
1.2.5. Phonemvarianten und Phonempositionen
1.2.1. Phonologie. Gegenstand und Grundbegriffe
Die Grundlagen der Phonologie wurden Ende des 19. Jahrhun­derts von Baudouin de Courtenay gelegt, der mit seinem Artikel “Fonema, fonemat” den Begriff des Phonems als mentales Äquiva­lent des Klangs prägte. Demnach stellt ein Phonem eine Repräsenta-
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tion eines Klangs dar (Trubetzkoy, 1963, S. 351–352; Trubetzkoy,
2000). Die Phonologie als Wissenschaft erfuhr im 20. Jahrhundert eine
wesentliche Entwicklung, die maßgeblich durch die Arbeiten des Prager Linguistischen Zirkels geprägt wurde. Auf dem ersten In­ternationalen Linguistenkongress präsentierten drei russische Lin­guisten ein Konzept, das eine klare Trennung von Phonetik und Phonologie vorsah.
Die Gründer des Prager Linguistischen Kreises im Jahr 1929 wa-
ren die oben genannten Sprachforscher N.S. Trubetzkoy, S.O. Kart­cevskij und R.O. Jakobson. Zu einem späteren Zeitpunkt traten zudem die tscheschischen Wissenschaftler V. Mathesius, B. Trnka und J. Vachek dem Zirkel bei. Eine Vielzahl von Artikeln trug maß- geblich zur Entwicklung der Phonologie bei (Kosmin, S. 42).
Auf der Grundlage der Theorien von J. Baudouin de Courte-
nay und F. de Saussure begründete N.S. Trubetzkoy die Trennung von Phonetik und Phonologie mit einer Trennung von Sprache und Sprechen (Trubetzkoy, 2000). Die Sprache ist durch einen geistig­sozialen Charakter gekennzeichnet, während das Sprechen eine geistig-physiologische Tätigkeit darstellt. Aus dieser Perspektive postuliert er, dass die Phonologie eine Teildisziplin der Linguistik darstellt, welche sich mit der Struktur und Funktion von sprach­lichen Lauten im Allgemeinen befasst – Sprachgebildelautlehre. Demgegenüber stellt die Phonetik eine Teildisziplin der Phonologie dar, welche sich mit der Struktur und Funktion von Lauten im Kontext des menschlichen Sprechens auseinandersetzt – Sprechakt- lautlehre (Kosmin, S. 43).
Der zentrale Begriff der Phonologie ist demnach das Phonem,
welches von Troubetzky als die kürzeste funktional-strukturelle Ein­heit definiert wird, die einen phonologischen Inhalt besitzt. Dieser umfasst die Gesamtheit aller phonologisch wesentlichen Merkmale eines Phonems, d. h. Merkmale, die allen Varianten eines bestimm­ten Phonems gemeinsam sind und es von anderen, insbesondere eng verwandten Phonemen in einer bestimmten Sprache, unterscheiden (Trubetzkoy, 1963; URL).
Die Gegenüberstellung von Phonemen oder anders gesagt pho-
nologische Oppositionen stellt einen zentralen Gegenstand der Pho­nologie dar. „Unter phonologischen Opposition wird eine Gegen­überstellung von zwei Lauteigenschaften aufgefasst, die in einer konkreten Sprache zur Wortunterscheidung gebraucht wird. Die Begriffe der phonologischen Opposition und des distinktiven Merk-
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mals sind in der Phonologie außerordentlich wichtig. Distinktive Lauteigenschaften können nur auf Grund der phonologischen Oppo­sitionen festgestellt werden“ (Kosmin, S. 45).
1.2.2. Phonetik vs Phonologie
Für die Abgrenzung der Begriffe „Phonetik“ und „Phonologie“
sind die von Christian Lehmann herausgearbeiteten Unterschei­dungskriterien von Belang.
Kriterium Phonetik Phonologie
Gegenstand Ist die Wissenschaft
von den Lauten, mit
denen Menschen kommunizieren.
Disziplinärer
Status
Konzept des
Lauts
Rolle der Zeit Die Dimension der
Ist eine Wissen-
schaft, deren Ge-
genstand i.w. geis-
teswissenschaftlich konstituiert ist, die aber i.w. mit natur-
wissenschaftlichen Methoden arbeitet.
Laute sind
kontinuierliche
Einheiten.
Zeit hat eine funda-
mentale Bedeutung in
der Phonetik.
Ist die Lehre vom Significan
s des Sprachzeichens und den
Funktionen seiner Bestandteile
Von der Zeit wird weitgehend ab-
strahiert; über der Sequenz gibt
im Sprachsystem.
Ist eine Disziplin der Linguistik und somit
eine geisteswissenschaftliche
Disziplin.
Laute sind diskrete Einheiten.
es eine Struktur, die zu einem
System gehört.
Christian Lehmann https://www.christianlehmann.eu/ling/
lg_system/phon/index.html
Unter Berücksichtigung der von anderen Sprachwissenschaftlern
herausgearbeiteten Kriterien kann die vorliegende Tabelle vervoll­ständigt werden.
Kriterium Phonetik Phonologie
Aufgaben Analyse des Lautbestan-
des, der artikulatori-
schen, akustischen und
Analyse des Phonembe-
standes der konkreten
Sprache
auditiven Merkmalen
der Phone und deren
Verbindungen
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Окончание табл.
Kriterium Phonetik Phonologie
Methoden Naturwissenschaftliche
Methoden
distributive und seman-
tischeMethoden
Einheit Laut Phonem
Phonetik und Phonologie sind voneinander abhängig und be-
einflussen sich gegenseitig. Phonetik und Phonologie sind als For­schungsbereiche voneinander abhängig und beeinflussen sich ge­genseitig in ihrer Entwicklung. Die Phonetik stellt der Phonologie Material für die Forschung zur Verfügung, während die Phonologie das Sprachsystem auf der Grundlage von Sprechakten beschreibt.
1.2.3. Phonemtheorie
Die Phonemtheorie geht von verschiedenen Ansätzen aus, diese
Einheit zu definieren.
„Nach N.S. Trubetzkoy macht die Summe (das Bündel) von sinn-
unterscheidenden Merkmalen ein Phonem aus. Das Phonem ist ei­nem Laut nicht gleich, der Laut ist ein umfangreicherer Begriff, weil er sowohl sinnunterscheidende-phonematische (phonologische, distinktive, differenzierende, relevante) Merkmale. als auch nicht sinnunterscheidende-phonetische (nicht phonologische, nicht di­stinktive, artikulatorische, redundante) Merkmale vereinigt.“ (Sa­fina, S. 13).
„Die Vertreter der amerikanischen sturkturellen (distributi­ven, deskriptiven) Linguistik K.L.Pike, C.F. Hockett, Z.S: Harris, B.Bloch, G.L.Trager u.a. definierten das Phonem nicht als bedeu­tungsunterscheidende Einheit, sondern als eine phonetische Ähn­lichkiet der Lauteinheiten und ihre Verteilung (Distribution) in verschiedenen Lautkontexten (Silbe, Morphem und Wort) liegt der distributiven Analyse zugrunde.“ (Kosmin, S.51).
Der Vertreter der Londoner phonologischen Schule, D. Jones, knüpfte an die Phonemkonzeption von L. W. Scerba an und defi­nierte das Phonem als eine Lautfamilie, die aus einem Hauptlaut der Sprache und anderen verwandten Lauten der Sprache besteht.
1.2.4. Phonem vs Laut
In der Phonetik wird ein Laut als die kleinste Einheit betrach­tet, während in der Phonologie ein Phonem die kleinste Einheit darstellt, welches auf einem Laut basiert. Das Phonem stellt grob
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skizziert ein Invariant und kann in verschiedenen Lautäußerungen realisiert werden. Die Phoneme werden in Schrägstrichen und Pho­ne in eckigen Klammern notiert wie z.B. / r / – [r], [ᴚ], [R]. Solche Realisierungen von Phonemen in der Rede werden als Allophone bestimmt.
Im Lehrwerk von S. Safina, W. Gataullina werden phonologisch-
wesentliche Merkmale des Phonems aufgezählt, sowie deren Arten beschrieben. So Safina, „die phonologisch wesentlichen Merkmale werden auch als „wesentlich“, „differenzierend“, „relevant“, „un­terscheidend“, „phonematisch“, „phonologisch“, „distinktiv“, „dif­ferenzial“ bezeichnet. Unter diesen Begriffen werden die charakteri­stischen Merkmale artikulatorisch-akustischer Art verstanden, die den meisten Realisierungen des Phonems eigen sind. Die Beibehal­tung dieser wesentlichen Merkmale ermöglicht ihre Identifizierung. Man unterscheidet zwei Arten von ph.w. Merkmale: modale und lokale. Erstere beschreiben die Art und Weise, wie das Phonem er­zeugt wird (stimmhaft oder stimmlos, offen oder geschlossen, Ver­schlusslaut oder Verschlusslaut usw.). Die zweiten beschreiben den Ort, an dem das Phonem gebildet wird (alveolar oder palatal oder velar usw.). Die Vokalphoneme haben keine lokalen ph.w. Merkma­le, da sie keine lokalen Merkmale haben.Die ph.w. Merkmale haben wie die Phoneme drei Funktionen: die tektonische (konstituieren­de, gestaltende), die distinktive (unterscheidende, differenzierende) und die integrative (vereinigende)“(Safina, S. 15).
„Neben den phonologisch wesentlichen Merkmalen gibt es phono-
logisch unwesentliche („irrelevante“, „reduntante“, „phonetische“, „integrale“). Sie unterscheiden sich von den ph.w. Merkmalen da­durch, dass sie keine tektonische Funktion haben. Sie sind lediglich Begleitmerkmale“ (Safina, S. 16). Zu ihnen gehören z.B. die Wie-
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dereinführung von Vokalphonemen, die Aspiration der stimmlosen Konsonantenphoneme /p/, /t/, /k/).
1.2.5. Phonemvarianten und Phonempositionen
Die Phonemposition ist nach S. Safina „Stellung in der Laut­struktur eines Wortes oder eines Morphems auf syntagmatischer Ebene. Man unterscheidet zwischen Anfangs-, Mittel- und Endstel­lung eines Phonems“ (Safina, S. 16–17).
Es werden folgende Arten von Varianten unterschieden:
- obligatorische (positionelle und kombinatorische);
- fakultative;
- individuelle.
Darüber hinaus kann man starke und schwache Positionen der Phoneme unterscheiden. „Die starke Position der deutschen Vokale ist ihre Stellung in einer betonten Silbe, die schwache – in einer unbetonten Silbe“ (Ibid.).
Fragen zur Selbstkontrolle:
1) Was ist Phonologie?
2) Wer hat die Grundlagen der Phonologie gelegt?
3) Welche phonologische Schule hat den ersten maßgeblichen
Beitrag zur Entwicklung der Phonologie geleistet?
4) Welche zentralen Begriffe der Phonologie sind zu nennen?
5) Was ist unter phonologischer Opposition zu verstehen?
6) Inwiefern unterscheidet sich die Phonologie von der Phonetik?
7) Skizzieren Sie die Zusammenhänge zwischen Phonetik und
Phonologie.
8) Sinnunterscheidende-phonetische Merkmale sind ...
9) Sinnunterscheidende-phonematische Merkmale sind …
10) Wie definieren die Vertreter der amerikanischen strukturel-
len Linguistik den Begriff des Phonems?
11) Welche Auffassung vom Phonem wird von der Londoner
Schule vertreten?
12) Wodurch unterscheidet sich das Phonem von dem Laut?
13) Welche Arten von phonologisch-wesentlichen Merkmalen
existieren?
14) Über welche Funktionen verfügen die phonologisch-wesentli-
che Merkmale?
15) Nennen Sie die phonologisch-unwesentlichen Merkmale.
16) Was versteht man unter Phonemposition?
17) Welche Arten von Phonemvarianten kennen Sie?
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Literatur:
1. Christian Lehmann. Phonetik und Phonologie. Philosophische
Fakultät, Universität Erfurt. https://www.christianlehmann.eu/ ling/lg_system/phon/index.html
2. KosminO. G., Bogomasova T.S. Theoretische Phonetik der
deutschen Sprache / Козьмин О.Г., Богомазова Т.С. Теоретическая фонетика немецкого языка. M.: НВИ-Тезаурус, 2002. – 256 S.
3. И. А. Бодуэн де Куртене. Избранные труды по общему
языкознанию. Т. I. Москва, 1963. С. 351–352. Оригинал: Fone­ma, fonemat // Wielka Encyklopedia powszechna ilustrowana. T.
22. Warszawa, 1899. S. 787 –788. URL: https://genling.spbu.ru/ llf/texts/preprints/Boduen1899b_.pdf
4. Сафина Р.А., Гатауллина В.Л.Теоретические аспекты
фонетики немецкого языка: учеб.-метод. пособие (на немецком языке) / Р.А. Сафина, В.Л. Гатауллина. – Казань, Казан. ун-т,
2017. – 51 ñ.
5. Трубецкой Í.Ñ. Основы фонологии. Логическая
классификация смыслоразличительных оппозиций. URL: http:// genhis.philol.msu.ru/article_130.html
6. Трубецкой, Николай Сергеевич (1890–1938). Основы
фонологии / / Н. С. Трубецкой; Пер. с нем. А. А. Холодовича; Ред. С. Д. Кацнельсона; Послесл. А. А. Реформатского. 2. изд. Москва: Аспент пресс, 2000. — 351 ñ.
Übungen zum Kapitel 1.2
Übung 1. Diskutieren Sie die untenstehenden Definitionen des
Begriffs „Phonologie“ in der Gruppe. Welche dieser Definitionen gefällt Ihnen am besten? Begründen Sie Ihre Auswahl. Wer ver­tritt die gleiche Meinung?
1) „Die Phonologie hat zu untersuchen, welche Lautunterschiede
in der betreffenden Sprache mit Bedeutungsunterschieden verbun­den sind, wie sich die Unterscheidungselemente (oder Male) zuein­ander verhalten und nach welchen Regeln sie miteinander zu Wör­tern (bzw. Sätzen) kombiniert werden dürfen“ [Trubetzkoy N.S., S.14]
2) „Die Phonologie beschäftigt sich mit der Funktion der laut-
lichen Einheiten für das Sprachsystem der einzelnen Sprachen. Sie stellt somit einen Teilbereich der Grammatik dar, betrach­tet die Sprachlaute also auf einer abstrakteren Ebene“ [https://
de.wikipedia.org/wiki/Phonologie].
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3) „Die Phonologie beschäftigt sich mit der Funktion und Ei-
genschaft von Sprachlauten als Elemente eines Sprachsystems. Ihr Gegenstand ist funktionelle Seite der Sprachlaute“ [Grassegger H., S. 81].
4) Die Phonologie beschäftigt sich „mit den bedeutungsunter-
scheidenden Sprachlauten (Phonemen), ihren relevanten Eigen­schaften, Relationen und Systemen unter synchronischen diasyn­chronischen Aspekten beschäftigt“ [Bußmann H., S. 581].
5) „Die Phonetik befasst sich mit den hör- und messbaren Ei-
genschaften gesprochener Sprachlaute, die Phonologie mit deren be­deutungsunterscheidender Funktion“ [Hirschfeld U. et al., S. 11].
Übung 2. Schreiben Sie aus verschiedenen Lehrbüchern der Pho- netik und zusätzlichen Lehrmaterialien die Definitionen der Pho­nologie heraus. Präsentieren Sie Ihre Ergebnisse in der Gruppe.
Übung 3. Lesen Sie den Artikel aufmerksam durch.Aufgrund der Vielschichtigkeit des Untersuchungsobjektes „Lautsprache“ unterhält die Phonetik Beziehungen zu einer Reihe von anderen Disziplinen. Es geht um die Verbindung der Phonetik mit der Lo­gopädie. In ihrer Praxis strebt die Logopädie nach dem Erreichen einer lautlich richtigen Sprache durch pädagogische Mittel. In dieser Hinsicht stützt sie sich auf Ergebnisse der phonetischen Un­tersuchung. Der Artikel beschreibt kurz den Unterschied zwischen Phonetik und Phonologie. Beantworten Sie die Fragen aufgrund des Artikels in Stichwörtern (1–10 Wörter):
– Wie unterscheidet sich Phonetik von Phonologie?
– Was sind Phoneme?
– Wie funktioniert die Minimalpaaranalyse?
– Wofür braucht man die Minimalpaaranalyse?
– Welche Bedeutung hat Phonetik für Logopädie? Welche hat Phonologie?
– Was versteht man unter phonologische Bewusstheit?
– Wann kann die phonologische Bewusstheit gefördert werden?
Fördermaßnahmen in den Schulen
Verschiedene Autorinnen aus den beiden Verbänden Thurgauer Berufsverband Logopädinnen und Logopäden sowie Psychomotorik Schweiz Untersektion Thurgau haben zu diesen Fördermaßnahmen in den Schulen Artikel verfasst, die wir sukzessive abdrucken wer­den.
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